Beiträge von Doro

    Hallo Ich38,
    bin grad auf deine Sache hier gestoßen.

    Mein Mann hatte vor 3 Monaten seinen Rückfall und ist auch ziemlich ausgetickt und ich hatte ein paar Horrorwochen, am Anfang war er noch einige Wochen mit mir im Haus und ich empfand ihn auch als furchteinflößend und unberechenbar, obwohl er eigentlich nicht der Typ ist, der einem wirklich was tut, aber er war schon echt merwürdig drauf und ist es immer noch.

    Was ich dir nur sagen wollte: Es wurde besser!
    Ich habe ihn zum Glück erstmal aus dem Haus draußen, es gab ein paar "Besuche", bei einem Mal hatte ich schon wieder die Polizei angewählt, aber dann ging er.
    Der Horror ist noch nicht ganz vorbei, aber im Großen und Ganzen fühle ich mich sicher.

    Wenn man mittendrin steckt, ist kein Ende abzusehen.
    Aber du wirst da bestimmt durchkommen und dann ist der Spuk irgendwann vorbei.

    Was mir geholfen hat:
    - Kontakt zum FRauenhaus (erstmal telefonisch, und auch ein Beratungsgespräch und grundsätzlich das Angebot, dass ich im Notfall dorthin kann). Ich bin auch hier total in der Provinz.
    - meine Bereitschaft, jederzeit die Polizei zu rufen
    - täglicher Telefonkontakt mit meinem Bruder, der in der Lage ist, die Dinge sehr sachlich zu sehen und der sich nicht einschüchtern lässt
    - mein Vater hat ca. 10 Tage bei mir gewohnt, das hat mir Sicherheit gegeben, als mein Mann mich "besuchen" wollte
    - Anwältin
    - das Forum hier, das ich allerdings entdeckte, als das Schlimmste schon abgeklungen war
    - ein Wochenende bin ich mit den Kindern zu Verwandten gefahren, um mal wegzukommen


    Also, es war schon der totale Psychoterror, ich kann dich gut verstehen.
    Halt durch, behalt nen kühlen Kopf und schäm dich auf keinen Fall!
    Du kannst nichts dafür, du bist nur Opfer, sonst nix.

    Grüße
    Doro

    Unfassbar, was sich manche Leute rausnehmen.

    Das zeigt mir aber auch, wie dumm es ist, dass ich (und vielleicht geht es euch auch so) immer irgendwie voraussetze, dass die anderen Menschen alle so ähnlich ticken (d.h. vor allem fühlen) wie ich und ich darauf auch mein Mitgefühl für sie aufbaue.

    Mitnichten ticken alle so wie ich!

    Ich würde nicht im Traum daran denken, jemandem, der mir klar gesagt hat, dass er Ruhe haben möchte, überhaupt noch mal anzusprechen. Ich würde mich wahrscheinlich mit hochrotem Kopf zurückziehen und monatelang dafür schämen, dass ich überhaupt existiere. Oder so ähnlich.

    Ich habe Mitgefühl, obwohl ich gar nicht weiß, was die anderen fühlen.

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo morgan,
    du leistest viel, keine Frage.

    Aber ich erlebe meine Alltag im Augenblick auch trotz der Belastungen irgendwie sehr positiv, ich hoffe, ich kann dieses Gefühl beibehalten.

    Ich bin auch berufstätig und habe zwei Kinder, 1 und 3 Jahre alt und eben den Haushalt.
    Ich will deinen Alltag nicht beurteilen, vielleicht ist er wirklich schwerer.

    Ich jedenfalls kann es im Augenblick wirklich genießen, obwohl ich manchmal auch sehr müde bin und obwohl die Kinder einen echt manchmal total verrückt machen können. Man ist unter Zeitdruck und die weigern sich, sich anziehen zu lassen, z.B. Es gibt tausend Sachen, über die man sich aufregen kann und die man als Belastung empfinden kann.
    Aber ich genieße es einfach, dass alles, was ich tue, so sinnvoll ist und dass ich alleine es gestalten kann und er nicht immer alles kompliziert macht und alles kritisiert, was ich tue.

    Und im Augenblick gelingt es mir auch, es so zu sehen: Die Zeit, in der die Kinder klein sind, ist doch auch begrenzt.
    Ich kann z.B. im Augenblick eigentlich kaum verreisen, einfach weil ich es mir alleine mit den Kleinen nicht recht zutraue. Und ich stamme eigentlich gar nicht aus dieser Gegend hier, sondern bin erst im Letzten Jahr hierher gezogen und wohnte vorher ganz woanders, kann also viele Freunde und Familie jetzt nicht einfach besuchen.
    Also ich könnte jetzt ganz unglücklich darüber sein, aber ich habe es akzeptiert, weil ich denke: Schon im nächsten Jahr wird es vielleicht einfacher und in ein paar Jahren ist es kein Thema mehr. Da kann ich alles Mögliche mit den Kindern machen.
    Die Kinder sind doch so schnell groß, ich versuche, das Jetzt zu genießen.
    Und ich hab mir jetzt gedacht: Ich werde in diesem Jahr eben viel zu Hause sein und hier alles ordnen. Das wollte ich schon ewig mal machen.

    Vielleicht gelingt es dir auch, die Situation einfach anders wahrzunehmen.

    LIebe Grüße
    Doro

    Hallo Dagmar,

    ich kenne beide Seiten sehr gut.

    Ich kenne Frauen, normalerweise sind es Frauen, die sehr bewusst Grenzen setzen und zwar sehr betont, dass es irgendwie so wirkt, als hätten sie schon Probleme damit gehabt. Sie wirken noch in diesem Grenzen-Setzen irgendwie nicht ganz souverän und gelassen, sondern angestrengt.
    (Zu solchen Frauen werde ich in Zukunft wohl auch gehören.)

    Und ich kenne mich selbst in der Rolle, dass die Leute mein höfliches Grenzziehen einfach nicht respektieren. Allen voran mein Mann.
    Aber auch andere. Und ich habe in der Regel (außer bei meinem Mann) nicht mit Nein-Sagen reagiert, sondern mit Ausweichmanövern oder aber ich habe kapituliert und meine Bedürfnisse ignoriert. Bei meinem Mann habe ich tausendmal Nein gesagt und dann hat er sich trotzdem irgendwann durchgesetzt, mit Brüllen oder mit ewigem Weiter-Nerven oder Nötigen.

    Was mich beschäftigt, ist: Ich glaube, es gibt viele Menschen, die können sich irgendwie eleganter abgrenzen. Die müssen gar nicht so direkt werden, die kriegen das irgendwie anders hin. Gerade Männer. Also ich kenne viele Männer, bei denen kann ich mir einfach gar nicht vorstellen, dass sie an der Tür stehen und irgendjemandem erklären, dass sie jetzt ein Ruhebedürfnis haben und deshalb keinen Besuch empfangen. Die würden vielleicht einfach sagen: Jetzt geht es nicht. Und man würde gar nicht nachfragen.
    Verstehst du, was ich meine?

    Ich habe die Vermutung, dass Leute wie du und ich irgendwie auf einer subtilen Ebene Signale setze, die andere veranlassen, die Grenzen zu verschieben. Aber ich weiß nicht genau, wie ich das ändern kann und worin genau diese Signale bestehen.

    Liebe Grüße
    Doro

    Hallo Desperates,
    bevor ich endlich ins Bett gehe, auch von mir nochmal einen zweiten Gruß.

    Mir geht es immer so, und ein bisschen lese ich das auch bei fuego raus, dass mich das total berührt, wenn Leute noch so ganz am Anfang einer Beziehung zu einem Alkoholkranken stehen.
    Dann bekomme ich irgendwie den Wunsch, solche Menschen wie dich zu schützen vor dem, was da kommt.
    Denn eins ist sicher, egal ob er aufhört oder nicht: Es ist ein schwerer Weg an der Seite eines Alkoholkranken. Es ist eine absolut schwere Krankheit!

    Dich davor bewahren - Das kann ich natürlich nicht. Ich kenne weder dich noch deinen Freund wirklich und kann nicht in eure Zukunft schauen. Und es ist natürlich deine Entscheidung, was du tust. Und ich habe auch Respekt vor der Liebe, will niemandem eine Trennung einreden. Aber vom Verstand her betrachtet... :(

    Ich sehe mich selbst darin, wie ich war, vor 16 Jahren, als ich meinen jetzigen Mann kennen lernte. Ich wusste, dass er alkoholkrank war. Ich hätte am Anfang nie gedacht, dass ich nach 16 Jahren mich immer noch mit diesem Alkoholproblem rumschlagen müsste. Aber ich wollte es irgendwie unbedingt ausprobieren mit ihm, weil da auch so viel Nähe zu ihm war.
    Und ich dachte, ich schaffe den Absprung, wenn er nicht aufhört.
    Aber es war dann unglaublich schwer für mich, weil ich plötzlich das Gefühl hatte, ihn jämmerlich im Stich zu lassen.
    Immer wieder habe ich mir eingebildet, seine Sucht irgendwie positiv beeinflussen zu können. Bin auch mit ihm zusammengezogen, weil ich irgendwie dachte, das würde ihn stabiliseren, ich könnte ihm ein Heim bieten, so dass er sich besser fühlt. Ich dachte lange Zeit, wenn seine Probleme, die er hatte, gelöst wären, dann würde sein Trinkgrund wegfallen. Ich war so sehr auf dem Holzweg! Die Sucht führt ein Eigenleben! Ich hatte keinen wirklichen Einfluss, immer nur scheinbar und vorübergehend.
    Dann hatte ich mich nach 7 Jahren endlich getrennt, ein paar Jahre später war er trocken (nachdem er wirklich sozial und körperlich total am Ende war) und dann hatten wir tatsächlich 5 trockene Jahre zusammen und jetzt - nach einem Rückfall - bin ich wieder mit meinem Latein am Ende. Hab mich getrennt oder er sich von mir oder wie auch immer. Er ist da eingestiegen, wo er aufgehört hat und man kann kein vernünftiges Wort mehr mit ihm reden. Derselbe Mann, der noch vor 3 Monaten ein normales Leben führte, der belastbar und verlässlich war, jetzt ist er wieder ein Schatten seiner selbst. Und ich sitze schon wieder da und habe ein schlechtes Gewissen. Nach 16 Jahren kaum schlauer geworden.

    Mein Mann war selten so betrunken, dass man es ihm direkt angemerkt hat. Also mit torkeln, lallen oder so, eigentlich fast nie.
    Trotzdem war er irgendwann so weit, dass seine Leber fast versagte. (Die hat sich allerdings während seiner Trockenheit erholt.)
    Er hat manchmal auch eine Woche oder so (scheinbar jedenfalls) nichts getrunken und ich war total verwirrt.

    Was mich auch regelmäßig wieder verwirrt und wovon du auch berichtest: Mal steht er zu seiner Krankheit, jedenfalls halbwegs, und dann streitet er ab, überhaupt ein Problem zu haben.
    Neulich hat er mir sogar Verleumdung unterstellt, als ich davon sprach, und drohte mir mit einer Strafanzeige.

    Ich denke, was du im Augenblick tun kannst, ist, deine Sinne zu schärfen, indem du dich hier im Forum oder auch anderswo (Drogenberatungsstelle, Selbsthilfegruppen) gut informierst. Dann kannst du sein Reden und Verhalten auch besser einschätzen.

    Z.B. dass es nichts mit dir zu tun hat.
    Wenn er nicht "für dich" aufhört, hat das nichts mit eurer LIebe zu tun, auch das habe ich damals nie begriffen und begreife es erst jetzt.
    Mein Mann zerstört jetzt gerade ALLES, was ihm einst, als er trocken war, lieb und teuer war: nicht nur Ehe und Familie, auch seinen heiß geliebten Beruf, seine Einkommensmöglichkeit, alles.
    Und nicht, weil ihm all das nicht sehr wichtig ist, sondern weil diese Sucht bei ihm einfach so extrem stark ist und er trotzdem nicht über seinen Schatten springen kann, sich Hilfe zu holen.

    Ich habe früher immer gedacht, mein Mann hätte irgendwie ein Problem mit der Wahrheit, weil er so viel gelogen hat. Nein, das war seine Krankheit.
    Als er trocken war, hatte ich das Problem plötzlich nicht mehr.

    Also: Bleib dran am Thema, dieses Forum hier ist echt ne gute Informationsquelle, aber du kannst dir darüber hinaus ja noch Hilfe holen.

    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute,
    deine Doro
    die jetzt endlich ins Bett sollte. :wink:

    Hallo Desperates,
    herzlich willkommen.

    Ich glaube nicht, nach dem, was ich selbst erlebt habe und was ich hier bei anderen lese, dass man als Partnerin durch Reden, Anklagen usw. irgendwas erreicht.
    Ich denke, es läuft immer irgendwie darauf hinaus, dass man sich als Partnerin selbst entscheiden muss, wie man damit umgeht, mit der Trinkerei.
    Kann ich damit leben?
    Wie lange kann ich noch damit leben?

    Ich denke, du kannst ihn nicht vom Trinken abhalten, wenn er es weiter tun will oder sein Leidensdruck einfach noch nicht hoch genug ist.
    Du kannst nur versuchen, dich selbst nicht zu sehr darin zu verstricken, indem dein Leben jetzt auch noch um den Alkohol kreist, so wie seins.

    Aber das ist schlau dahingesprochen, man versucht es dann doch immer wieder mit Reden.

    Liebe Grüße
    von Doro

    Hallo Linde,

    also den Satz habe ich eigentlich so gemeint, dass die Tage ansonsten gar nicht so ruhig waren, weil mein Kleiner krank war und ich auch ziemlich erschöpft war usw. Bloß vor ihm hatte ich halt Ruhe.

    Aber es fühlt sich besch... an, ein Grashalm im Wind zu sein.
    Es ist ätzend, ich will das nicht mehr.
    Wieso hat er solch eine Macht über mich?

    Ich kenne das eigentlich schon, diesen ruhigen Ort in mir.
    Ich habe wirklich einen ziemlich mit Arbeit ausgefüllten Alltag, aber in den letzten Wochen ging es mir wirklich gut damit. Okay, manchmal ein bisschen Schlafmangel, das ist ätzend, aber ansonsten bin ich eigentlich sehr zufrieden und habe das Gefühl, Schritt für Schritt immer mehr STruktur in mein Leben zu bringen, immer mehr so zu gestalten, dass es für mich und die Kinder gut ist. Und obwohl total unklar ist, wie es weitergeht mit uns - finanziell und mit dem Haus - fühle ich mich zuversichtlich und stark und nur ab und an etwas traurig.
    Und ganz mit mir alleine kann ich sehr gut sein, das konnte ich schon früher.

    Was ich nicht kann, ist, mich selbst zu behaupten, wenn jemand meine Grenzen nicht respektiert.
    Und er ist die Inkarnation der Grenzüberschreitung.
    Und das macht mir Angst.

    Hallo Gartenarbeit,
    ja, es geht mir sehr gut ohne ihn.
    Und ich hatte mit ihm ja eine sehr lange trinkfreie Phase, 5 Jahre.
    Und ich hätte nicht im Traum an Trennung gedacht vor seinem Rückfall. Und trotzdem will ich auch das jetzt nicht mehr, weil ich eben im Rückblick feststellen muss, dass er mit seinem Willen mich total in Schach gehalten hat oder ich mich nicht zu wehren wusste. Wenn er etwas unbedingt wollte und ich das absolut nicht wollte: Wir haben es immer gemacht. Eine Reise, ein Freizeitprogramm, manchmal nur ein Telefonanruf für ihn, den ich eigentlich nicht auch noch übernehmen wollte. Ich hab hundertmal nein gesagt. Er hat einfach mich so lange bearbeitet, bis ich irgendwann umgekippt bin.
    Und der Umgang mit den Kindern war auch sehr beeinträchtigt, weil er die ganze Zeit rumgenörgelt hat, weil ich angeblich die Kinder verwöhne. Aber es ging um totale Selbstverständlichkeiten: regelmäßige Mahlzeiten, Arztbesuche, liebevolles-Ins-Bett-Bringen. Immer hat er dazwischen gefunkt, so dass ich dann teilweise auch schon Kompromisse eingegangen bin, die auf Kosten der Kinder gingen. Einfach, weil man irgendwann nicht mehr immer dagegen halten kann.
    Aber vorhin hatte ich mal wieder das Gefühl: Wenn er jetzt wieder trocken wäre und sein Leben im Griff hätte und mich eine Weile belagern würde, würde ich wohl umkippen. Er hat da Ausdauer wie zehn Pferde. Nach unserer ersten Trennung war es so: Er wurde ja dann irgendwann trocken und ab dem Zeitpunkt hat er mich ein dreiviertel Jahr bearbeitet. Ich hab mich zwar über seine Trockenheit gefreut und wollte ihn auch unterstützen, aber wollte eigentlich keine Beziehung mehr. Da war ich mir auch damals hundertprozentig sicher! Aber er hat alles getan, um mich umzustimmen. Monatelang. Und irgendwann hat er es geschafft.

    Das klingt jetzt natürlich total idiotisch. Als wäre ich unfähig zu handeln.
    Ich wollte dann natürlich auch. Ich habe mich bewusst ein zweites Mal für ihn entschieden. Ich war nicht irgendwie unter Foltereinfluss oder so.
    Aber trotzdem: Vorher war ich mir hundertprozentig sicher, dass ich es NICHT will.
    So wie jetzt auch.
    also, wer sagt, dass ich nicht noch mal umkippe?

    :(


    Ich schreibe und schreibe, als ob ich mir damit die Seele retten könnte.

    Gruß an alle
    Doro

    Hallo, ihr Lieben.

    Hab ein paar relativ ruhige Tage gehabt, ruhig heißt: Ruhe vor ihm.

    Heute ein Anruf auf Festnetz, da kann ich jetzt leider die Nummern nicht mehr sehen, wer anruft, schon bin ich mitten drin.
    Er hatte jetzt seit langer Zeit mal wieder seine ganz normale Stimme, klang wie zu trockenen Zeiten unserer Ehe und hatte auch gleich ein Anliegen, so wie es immer war, ich sollte eine Telefonnummer für ihn rausfinden.
    Was mich mal wieder total verunsichert hat, ist mein Gefühl, dass ich mich ihm gegenüber total ohnmächtig fühle.
    Insbesondere wenn er "normal" klingt.
    Wenn er besoffen und wirr ist, dann ist die Lage irgendwie klar.
    Aber so...

    Was bin ich nur für ein Grashalm im Wind?

    Kontaktsperre hin oder her.
    Ich denke, natürlich muss ich versuchen, den Kontakt so weit wie möglich einzuschränken.
    Aber es muss doch auch möglich sein zu telefonieren, ohne dass ich gleich das Gefühl habe, keine Chance zu haben gegen ihn.

    Ich meine, wenn man das jetzt mal mit nem Alkoholiker vergleicht.
    Der kann zwar den Alkohol aus dem Haus schaffen, muss aber doch auch stark genug sein, wenn er doch mal damit konfrontiert wird, es ihm angeboten wird usw.

    So sehr ich mir eine Genesung für ihn wünsche, aber sollte er das nochmal schaffen und "mich zurückhaben wollen", werde ich überhaupt in der Lage sein, NICHT irgendwann umzukippen?

    Doro

    Hallo Erika,

    vielleicht solltest du deine Wahrnehmungen ruhig ernst nehmen.
    Nicht in dem Sinne, dass daraus gleich Konsequenzen folgen oder so, aber auch nicht zu schnell wegerklären (Er lebt in seiner Welt jetzt.)

    Mir fällt ein:
    Mein jetziger Mann, nachdem er trocken wurde und wir wieder zusammengekommen waren. Wir saßen bei meinen Eltern, die entsetzt waren darüber, dass ich wieder mit ihm zusammen war. Er erzählte, wie er sich nun seine bzw. unserer Zukunft vorstellte. Meine Mama meinte hinterher zu mir, er habe nur von sich erzählt, ich sei gar nicht vorgekommen. Ich war damals gekränkt, dachte, sie wollte überhaupt nicht sehen, wie toll er sich verändert hatte.
    Heute, Jahre später, denke ich: Sie hatte wahrscheinlich Recht. Sie hat da etwas gesehen, was ich nicht wahrnehmen wollte. Er hat tatsächlich während der ganzen Jahre meine Bedürfnisse ziemlich wenig gewichtet. Es drehte sich immer um ihn, seine Entwicklung, seine Erfolge.

    Thema Kinder:
    Auch da haben Leute von außen oft bemerkt, dass er sich seltsam benimmt gegenüber den Kindern. Ich hab ihn nach außen immer verteidigt. Aber eigentlich war es wirklich äußerst lieblos, was er sich geleistet hat.
    Vielleicht sind Männer da auch generell ein bisschen anders, was die Kinder angeht.

    ALso, ich hab mich - während ich mit ihm zusammen war - nie getraut, mir einzugestehen, wie verrückt vieles gelaufen ist und wie schlecht.
    Und ich rede von seiner trockenen Phase.

    Ich will dir auch nichts einreden, aber doch einen Denkanstoß geben.

    Liebe Grüße
    Doro

    Das mit dem Rauchen ist mir geglückt, das loslassen.
    Hab allerdings nie sehr viel geraucht und nur ein paar Jahre.
    Aber bis jetzt ist das für mich überhaupt kein Thema mehr, toitoitoi.

    Ich hab neulich gedacht, es ist aber schon was anderes, ob man eine eindeutig negative Verhaltensweise wie das Rauchen loslässt, oder ob man einen Menschen fallen lässt, mal provokant formuliert.
    Ihr braucht mir jetzt nicht zu erklären, dass das bei einem Alkoholiker eben notwendig ist, das ist mir auch klar, aber es sieht trotzdem so aus, als würde man selbstverständliche mitmenschliche Dinge unterlassen.

    Was, wenn mein Mann plötzlich obdachlos vor meiner Tür steht? (Durchaus realistisches Szenario bei ihm.)
    Dann müsste ich ihn draußen stehen lassen! Da fühlt man sich doch wie das letzte Schwein!
    Das ist was anderes, als die Zigarettenschachtel links liegen zu lassen. Die heult einem nichts vor.

    Diese moralische Komponente macht mir die Sache doch immer wieder schwer.

    Gut gefallen hat mir, was ich neulich gelesen habe in einem dieser STandardbücher zur Co-Abhängigkeit.
    ES HILFT NIEMANDEN, DASS MAN SICH SORGEN UM JEMANDEN MACHT.
    Das stimmt. Man kann sogar - also ich meine in normalen Fällen - besser helfen, wenn man emotional nicht so sehr verstrickt ist.
    Das hilft mir ein bisschen beim Loslassen.

    Hab das Loslassen von Sorgen letzte Nacht bei meinem Sohn geübt.
    Er hatte so komische Augenschmerzen, heute stellt es sich als (hoffentlich) harmlose Bindehautentzündung raus. Jedenfalls war ich sehr beunruhigt, weil ich nicht wusste, was es war, er jammerte nachts rum, ich hatte mich gegen eine nächtliche Fahrt ins Krankenhaus entschieden, aber war im Zweifel und machte mir Sorgen natürlich.
    Aber dann dachte ich: STOP! ES HILFT IHM NICHTS, DASS DU DIR SORGEN MACHST. DU HAST DIE ENTSCHEIDUNG GETROFFEN, JETZT SCHLAFE UND SAMMLE DEINE KRAFT, DAMIT DU IHM MORGEN HELFEN KANNST. Hat erstaunlich gut geklappt, habe relativ schnell geschlafen.

    Doro

    Hallo Pandora,

    du beschreibst Gedanken und Gefühle, die mich auch immer wieder quälen:
    wer ist er wirklich
    warum macht er sich so kaputt

    Ich bin jetzt auch auf dem Standpunkt, dass es eine gewisse Zeitlang in Ordnung ist, wenn man (wohl dosiert) die Sache irgendwie nochmal durchdenkt und auch durchfühlt. Hab gestern mit einer lieben, psychologisch geschulten Freundin telefoniert, die immer sehr gute Sachen sagt und die meinte, ich sei in der Trauerphase, die bei jeder Beziehung, ob gut oder schlecht, immer kommt. Man nimmt ja sozusagen ABschied von einem Stück (und bei uns ist es ein großes Stück) seines Lebens.

    Ich glaube bei meinem Mann, dass er wirklich auch ein liebenswerter Kerl ist, der halt krank ist. Trotzdem: Wie du schreibst, bestimmte Eigenschaften hat er, die er auch trocken unverändert hatte und die für mich schon befremdlich sind. Aber andere Eigenschaften habe ich an ihm sehr geschätzt und die sind durch den Rückfall einfach total verschwunden.

    Ich trauere darum, dass die Krankheit Alkoholismus ihn zerstört, so wie eine andere, offensichtlichere schwere Krankheit einen Menschen zerstören kann. Mir kommt immer mehr der Vergleich mit Krebs. Wenn er jetzt nicht mehr arbeiten könnte, weil er Krebs hätte, wäre es genauso schmerzhaft, aber irgendwie einfacher zu begreifen.

    Aber ich muss einfach verhindern, dass diese tödliche Krankheit auch mich und meine Kinder mit ins Verderben reißt.

    Ich frage mich, ob er subjektiv überhaupt so stark leidet. Wenn er seine Lage so schlimm empfinden würde, wie ich sie sehe, dann würde er Hilfe annehmen. Anscheinend kann er es ganz gut verdrängen.

    Was mir gedanklich auch hilft:
    Es gibt so viele Schicksalsschläge.
    So schlimm das alles ist, es ist auch kein Einzelfall, solche Dinge passieren, es passieren viele viele grausame Dinge im Leben von Menschen.
    Und trotzdem muss man versuchen, wieder glücklich zu werden oder glücklich zu sein.
    (Bin ich im Übrigen auch meistens, trotz alledem.)

    Alles Liebe
    Doro

    Hallo Babsiline,

    ich finde es eigentlich ganz logisch, dass du nicht sofort und jetzt und heute zur Trennung bereit bist. Ich denke, das ist ein Prozess, dass man sich das erstmal eine Weile überlegen und vorstellen muss.
    Ich kann auch verstehen, dass du sozusagen als handfesten Grund für eine Trennung seinen realen "Pegelstand" kenne willst, obwohl dieses Nachforschen natürlich klassisches Co-Verhalten ist.

    Bei meinem jetzigen Mann war es vor meiner ersten Trennung von ihm so, dass ich zwar eigentlich wusste, dass er Alkoholiker ist, aber irgendwie hatte er auch immer so rätselhafte Trinkeinschränkungen, die mich immer wieder zweifeln ließen. Bloß sein Handeln war unverändert, ab und zu aggressiv und hat sein Leben nicht geregelt bekommen und dem Körper hat mans auch angesehen (Bierbauch, streitet er bis heute ab). Er hat das irgendwie ganz geschickt versteckt oder er hat vielleicht wirklich eine Zeitlang das Trinken "kontrolliert", was weiß ich.
    Drei Jahre nach meiner Trennung landete er mit kaputter Leber im Krankenhaus...
    Also muss er sehr viel getrunken haben!

    Und diesmal, bei seinem Rückfall, hat es auch den Anschein, dass er doch schon lange vorher heimlich kontrolliert getrunken hat. Ich habe auch ab und zu z.B. Dosen gefunden und sowas, aber ich hab mich auch immer wieder gerne beschwichtigen lassen. Irgendwie will man es einfach nicht sehen. Man braucht auch als Partnerin erst einen Tiefpunkt, an dem man bereit ist, all das Vertraute hinter sich zu lassen.

    Vielleicht schreibst du mal Tagebuch über das, was du mit ihm erlebst. Nicht zur Kontrolle, sondern um dir klar zu werden, was gut ist und was nicht. Wenn es nicht zu belastend ist, ich habe das nie über längere Zeit gemacht, ist nur so ne Idee, weil ich jetzt manchmal versuche, mich zu erinnern, wie das genau war und es einfach nicht mehr weiß. Aber vielleicht auch besser so.
    Oder statt Tagebuch vielleicht einfach nur eine Art Bilanz. Das habe ich diesmal einen Abend gemacht und es hat mir die Augen geöffnet, was ich mit ihm alles mitgemacht habe. Die positiven Dinge sind ganz klar auch da und ich hab ihn geliebt, liebe ihn vielleicht noch, aber es waren so viele Dinge, bei denen ich mich für ihn eingeschränkt habe und die ich alle verdrängt habe.

    Bei der ersten Trennung habe ich 2 Jahre gebraucht vom Trennungsentschluss bis zur Umsetzung. Sehr lange. Aber was solls, ich habs geschafft.

    Diesmal, nach seinem Rückfall, gings ruckzuck, aber die Initiative ging auch stärker von ihm aus, seine Aggressionen gegen mich. Also war der Leidensdruck einfach sofort total extrem, so dass klar war, dass ich es so nicht lange aushalte. Bloß mir ist dann nach der schriftlichen Bilanz auch sehr schnell klar gewesen, dass ich ohne ihn besser lebe. Und die Kinder auch, aber die sind auch noch sehr klein, die vermissen ihn noch nicht so.

    Also, alles Gute für dich
    Doro

    Hab grade eben erst Dagmars Antwort gelesen, hat sich überschnitten.
    Also, ich wollte Dagmars Einschätzung keinesfalls irgendwie einschränken, dass ich die Gefahr insgesamt nicht so schlimm sehe.
    Aber jeder Mann ist eben anders und irgendein Bild hat man ja dann doch, zu was einer in der Lage ist, auch wenn man sich darauf natürlich nicht wirklich verlassen kann.

    Und bei mir war das ja ein vorübergehender Zustand, er ist ja Gott sei Dank jetzt erstmal draußen und die Schlösser habe ich auf Rat der Anwältin auswechseln lassen und vorübergehend hatte ich mir als Schutzschild Verwandtschaft einquartiert, was ihn fuchsteufelswild gemacht hat (in seinem Haus!!! das eigentlich nur der Bank gehört, weil frisch auf Kredit gekauft).

    Wollt ich noch loswerden, damit nicht der Eindruck entsteht, dass ich die Gefahr irgendwie gering einschätze.

    Grüße
    Doro

    Hallo Gartenarbeit,

    ich würde auf deine Frage, ob man solche Drohungen ernst nehmen kann, antworten:

    1.) Du kannst ihn am besten einschätzen. Von außen kann man das am wenigsten sagen.
    Mein Mann hat unterschwellig auch mit Selbstmord gedroht, aber ich persönlich glaube nicht daran, aber...
    2.) Letztlich weiß niemand, auch du nicht, zu was ein Mensch, und dann noch unter Alkohol, imstande ist. Ein Restrisiko bleibt.
    3.) Aber du kannst ja nicht deswegen bei ihm bleiben, weil er sonst Selbstmord begeht oder das Haus abfackelt. Das wäre Erpressung.
    Jedenfalls empfinde ich das so. Ich würde es höchstens in einger ganz akuten Situation so handhaben, dass ich danach handeln würde (also wenn er schon die Tabletten in der Hand hat, würde ich wahrscheinlich dann nicht noch provozieren).

    Insofern kannst du nur versuchen, dich zu schützen.
    Und wegen der Selbstmorddrohung könntest du natürlich evtl. z.B. den sozial-psychiatrischen Dienst anrufen, wenn du dir ernsthaft Sorgen machst. Und wenn es akut wäre, die Polizei.

    Also, ich habe zumindest zum Thema häusliche Gewalt gelesen, dass viele Frauen auch deshalb bei ihren Männern bleiben, weil sie die Gewalt fürchten, die sie erwartet, wenn sie gehen. Und dort wurde geraten, dass dies eine sehr trügerische Sicherheit ist, denn oft steigert sich gerade auch in der Beziehung die Gewalt langsam.

    Also als mein Mann hier bei uns zuhause (vor allem verbal) aggressiv wurde, da hatte ich schon auch Angst, obwohl ich es ihm nicht wirklich zutraute, aber wer weiß das schon und meine Verwandten haben mich verrückt gemacht, weil sie auch Angst um mich hatten. Manche empfahlen mir eine sofortige Flucht mit dem Auto. Ich habe einmal abends spät, weil es so unheimlich für mich war, das Frauenhaus angerufen und mich mit denen beraten, was ich tun könnte. Die meinten aber auch, dass man das natürlich als Partnerin besser einschätzen kann, wie groß die Gefahr tatsächlich ist, aber wie gesagt - Restrisiko. Aber wer einem wirklich ans Leben will, kann das zur Not auch auf der Straße tun.

    Mein Kompromiss war dann: immer Handyakku aufgeladen und griffbereit, damit ich sofort die Polizei rufen kann. Sogar, wenn ich nachts aufs Klo gegangen bin, habe ich das Handy wie ne Waffe mitgeschleppt. Und wichtige Dokumente und Bargeld und sowas habe ich bei einer Bekannten gelagert, falls ich flüchten muss.

    Wahrscheinlich wäre mein Mann nicht wirklich zu sowas in der Lage, hoffe ich jedenfalls. Aber die Angst war einfach da, er war so völlig wesensverändert nach seinem Rückfall, dass ich ihn eben nicht mehr wiedererkannte.

    Hab ganz schön viel geschrieben, aber das ist mir alles noch so präsent, diese ganzen Gedanken, war ja erst vor 2 Monaten.

    Vielleicht kannst du ja mit der Anwältin einen vernünftigen Plan machen.
    Wünsch dir jedenfalls alles Gute

    Deine Doro

    Hallo Gartenarbeit!

    Was spricht dagegen, den Notarzt zu rufen?
    Oder ist er so ein Typ Mensch, der sowieso immer gleich Panik macht (wie mein Mann)?

    Mein Mann hat mich auch sehr beleidigt und verbal runtergemacht, aber das Verrückte ist, jetzt nach der Trennung spüre ich deshalb schon keine Wut mehr auf ihn. Ich ärgere mich selbst darüber, dass ich da immer so schnell verzeihe. Aber du hast Recht mit der Selbstachtung. Das ist echt der springende Punkt.
    Und ich bin natürlich auch an allem Schuld.
    Aber das ist eben wirklich typisch für diese Krankheit.

    Also, es fällt mir wirklich sehr schwer, das mit Krankheit und Schuld auf die Reihe zu bekommen. Einerseits ist es die Krankheit, also ist er irgendwie nur halb verantwortlich für das, was er sagt und tut, andererseits muss man ihn eben ernst nehmen, sonst verliert man jegliche Selbstachtung. Und es verletzt einfach unheimlich, mich jedenfalls, egal, ob ich weiß, dass es nur der Dämon Alkohol ist, der ihn so handeln lässt, aber er ist so hundsgemein gewesen. Er hat z.B. irgendwelche Sachen behauptet, die ich angeblich über meine Eltern oder Verwandten gesagt hätte und hat das meinen Eltern bzw. Verwandten weitererzählt, so dass die noch auf mich sauer waren, was ich da gesagt hätte. Und solche Sachen. Könnte ewig weitererzählen.

    Aber trotzdem bin ich immer ganz schnell am Verzeihen.

    Ne, du, zieh die Trennung durch. Ich bin grad dabei, es muss einfach sein, spätestens, wenn sich die Aggression auch noch gegen einen selbst richtet, ist es Zeit zu gehen (oder rauszuschmeißen.).
    Und schreib dir seine Gemeinheiten auf, damit du sie später nachlesen kannst, wenn du Abstand hast und drohst, weich zu werden.

    Alles Liebe,
    Doro

    Hallo Gartenarbeit,

    hast du dich rechtlich mal erkundigt wegen dem Haus?

    Ich glaube nicht, dass du bis zur Scheidung warten musst, hab mich wegen meinem Fall erkundigt nd es geht zwar oft nicht von heute auf morgen, das gerichtlich klären zu lassen, wer im Haus wohnt, aber schon innerhalb ein paar Wochen oder Monaten.

    Lass dich mal beraten.

    Gruß
    Doro

    Hallo Kathrin,

    du hast doch klar gestellt, dass du nur sozusagen erste Hilfe leistest und längerfristig das Jugendamt oder so zuständig ist.

    Also, ich würde da jetzt nicht zu viel reininterpretieren, von wegen, dass du das unbewusst alles auf dich lädst.
    Es ist nun mal so, dass manche Eltern zwischenzeitlich überfordert sind und ich denke, für besondere Krisen ist das auch okay, wenn man sich mal begrenzt damit befasst. Begrenzt eben. Ich kann verstehen, dass das nervt, aber ich denke, du bist ja dabei, das wieder wegzudeligieren.
    Das Problem bei der co-Abhängigkeit ist doch dieses Grenzenlose dieser Verstrickung, nicht, dass man mal was für jemanden tut, oder nicht?

    Als mein Mann hier zu Hause rumtobte und ich in Suizidstimmung war, da gab es einige Leute, die sich für eine begrenzte Zeit auch ein bisschen für mich "geopfert" haben, indem sie mich ständig auf dem Handy angerufen haben, ob es mir noch gut geht, zu jeder Tageszeit erreichbar waren, indem meine Mutter, als es mir schlecht ging, spontan hierher reiste.
    Ich denke, all das ist doch noch kein Co-Verhalten. Inzwischen komme ich alleine klar, weitestgehend, und die anderen müssen nicht mehr dauernd für mich da sein.

    Alles Gute beim Verwantwortung-Zurückgeben
    Doro