Hallo Lohokla,
"nur nicht der Alkohol"
Eben!
Durch den Alkohol wird aber alles andere irgendwann nebensächlich.
Wie stellst du dir denn konkret eine Beziehung vor? Denk das mal zuende.
Im Augenblick hast du noch dein eigenes Leben, aber wird das auch so bleiben? Wie war es denn vor eurer Trennung, warum hast du denn damals noch nicht dein eigenes Leben - unabhängig vom Alkohol - weiter leben können? Wenn alles passt zwischen euch, wieso kam es denn damals zur Trennung?
Bei ihm hat sich nichts verändert, außer, dass er weiter abgebaut hat.
(Dass er jetzt weniger trinkt als vorher - warum sollte das stimmen, ein Alkoholiker kann höchstens phasenweise reduzieren, die Krankheit schreitet fort, wenn er nicht trocken wird.)
Was wird mit eurem Kind? Was bedeutet es denn jetzt für ihn, wenn du da die Beziehung wieder aufwärmst?
Dass du dich nie von ihm lösen könntest, könnte natürlich auch damit zusammenhängen, dass du eben immer noch KOntakt mit ihm hattest, ist schwierig, sich da endgültig zu lösen.
Ich hab damals auch nach einer ersten Trennung drei Jahre lang nur platonischen gelegentlichen Kontakt gehabt, trotzdem war es wunderschön, als wir uns wieder gefunden hatten. Allerdings war er dann trocken. Ich kann das verstehen, das war ein Sich-Fallen-Lassen in Vertrautes, das war wirklich viel Liebe. Gewarnt wurde ich genug, ich wollte es so. Ich wollte ihn, ich wollte an uns glauben. Und er war ja immerhin trocken!
(Und das ist bei deinem Freund ja anders.)
Einige Jahr später kam dann bei meinem Mann der böse Rückfall.
Ich weiß auch gar nicht, ob dich hier ernsthaft jemand davon abbringen kann, diesen Weg zu gehen. Aber vielleicht passt du dann trotzdem besser auf dich auf und wertest die Signale richtig.
Mich würde noch mal interessieren, was genau dich zu der Trennung damals bewogen hat, falls du das andeutungsweise schreiben magst.
Doro