Hallo Luise,
nun, eine ambulante Therapie findet in der Regel einmal wöchentlich statt. In der "freien Zeit", kann es dann durchaus passieren, dass man auf dumme Gedanken kommt und wieder mit dem Trinken beginnt. So bei mir geschehen. Man setzt sich zusammen und redet über das Thema Alkohol.
Eine stationäre Therapie ist jedoch viel intensiver. Man hat täglich 2 mal Therapie für jeweils 1-1,5 Stunden. Dazwischen finden Therapeutische Vorträge statt. Darüberchinaus kann man auch an Kursen wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung, Stressbewältigung etc. teilnehmen. Auch sportlich darf man sich betätigen. 2 mal die Woche stellen sich Selbsthilfegruppen vor.
Die Patienten hier haben fast alle Arbeit und sind alle gepflegt. Wüsste man nicht, dass man in einer Suchtklinik ist, könnte man denken, man wäre in einem Tagungshotel. Man ist übrigens dort auch nicht eingesperrt, sondern kann jederzeit das Gelände verlassen. Lediglich in der 1. Woche darf man das Gelände nicht verlassen. Man fühlt sich auch dort zu keinem Zeitpunkt eingesperrt.
Also dein Mann braucht sich keine Sorgen zu machen. Es gibt viele Gerüchte, aber nur wenige sind wahr.
Falls du noch Fragen haben solltest, scheue dich nicht diese auch zu stellen.
Gruß
Alex