Beiträge von Sabine1969

    Hallo Kommal,

    danke für den Tipp. Ich höre abends immer Meditationsmusik zum Einschlafen oder meine "Schafezähl"-CD. Es gibt tatsächlich eine CD, wo jemand -begleitet von leiser Meditationsmusik- Schafe zählt. Das ist ungemein beruhigend. Hat allerdings in den ersten Tagen nicht geholfen. Jetzt ist es OK, ich kann wieder ruhig schlafen (auch ohne Melissentee). Denn ich habe es jetzt wirklich verstanden und stehe zu meiner Sucht. Das heißt nicht, dass ich mit dem Stempel auf der Stirn rumlaufe, aber ich habe begonnen den wichtigen Menschen zu sagen, was mit mir los ist.
    Und -es mag an der anfänglichen Motivation liegen- es fällt mir jetzt leicht und stellt keinen Verzicht dar, alkoholfrei zu bleiben. Es wird sicher auch Situationen geben, wo es weniger leicht ist, aber daran mag ich JETZT nicht denken, denn die Motivation, die ich habe, will ich nicht damit zerstören, dass ich über zukünftige Engpässe nachdenke. Ich bin ein POSITIV denkender Mensch.

    Ich weiß, ihr empfehlt in der Anfangszeit Gelegenheiten zu meiden, bei denen getrunken wird. Und ich bin durchaus gewillt mir eure Erfahrungen zunutze zu machen. Dennoch war ich -weil schon seit Monaten geplant und Hotel gebucht- gestern zum Weiberfastfeiern in Köln.
    Ich habe brav mein Mineralwasser getrunken und war glücklich damit!!!Im Gegenteil, nüchtern betrachtet ist es doch äußerst erschreckend, wie sich die Menschen im Suff benehmen. Und ich war noch an einem Platz, wo es halbwegs "gesittet" zu ging.
    Ich habe zum Glück Menschen in meinem Unfeld, die sich zu solchen Gelenheiten nicht gandenlos betrinken müssen, sondern einfach nur feiern, weil es Spaß macht. Ob mit oder ohne Alkohol. Und niemand versucht mich zum Trinken zu animieren. Und so hatte ich auch nüchtern sehr viel Spaß.
    Mein Problem war auch nie das "Auswärtstrinken" sonden eher das alleine zu Hause Trinken, so dass ich in Gesellschaft prima NEIN sagen kann. Seltsam, nicht wahr?! Trotzdem werde ich natürlich wohl überlegen, wann ich wohin gehe, damit ich nicht doch irgendwann mal der Versuchung erliege. Da meine Freunde aber jetzt Bescheid wissen, hab ich jederzeit auch Unterstützung im Standhaftbeiben.

    Genug für heute, ich will mal schauen, dass ich mit dem langen Wochenende was sinnvolles anfange und mal die Bude ausmiste. Da liegt noch jede Menge im Keller, was entsorgt werden darf. Wie im Außen, so im Innen, und da jetzt im Innen mal richtig entrümpelt habe, kann der Mist aus dem Keller auch weg ;o)

    Allen ein schönes Wochenende!!! Liebe Grüße Sabine

    Hallo Pia,
    heute war ein langer Tag im Büro angesagt, ich war erst um sieben zu Hause. Jetzt bin ich hier :)
    Allmählich lässt die Nervosität nach, die ersten Tage war ich ziemlich heftig hibbelig und habe sehr schlecht geschlafen. Gestern hab ich mir einen Tee mischen lassen, dass ich etwas zur Ruhe komme.
    Hätte ehrlich nicht gedacht, dass ich schon so drauf bin, dass ich Entzugserscheinungen habe, aber es ist wohl so. Lässt aber jetzt nach. Eine volle Woche alkfrei jetzt. Ich weiß, das ist noch nicht lange, und es werden sicher noch zahlreiche Herausforderungen kommen, aber jeder Tag zählt und ich bin sicher, dass es mit Hilfe gut zu schaffen ist. Zurzeit ist mein Wille sehr stark!!!!

    Ich hoffe Du hast es heute gut angetroffen, sowohl beim Heilpraktiker als auch beim Therapeuten. Ich habe das Glück eine Ärztin gefunden zu haben, die schulmedizinisch ausgebildet ist und sich dennoch für Naturheilkunde stark macht. Parallel bin ich bei einer Heilpraktikerin zur Psychotherapie. Dort bin ich schon länger in Behandlung, und ich denke, die Arbeit an einigen anderen "Baustellen", die ich in den letzten Monaten und Jahren geleistet habe, war mit ein Grund, warum ich jetzt endlich geschnallt habe, dass ich abhängig bin. Bis vor ca. einem Jahr hab ich darüber gar keinen Kopf gemacht, dann schon, habs aber einfach nicht wahr haben wollen, dass es schon so weit ist.
    Die Erkenntnis tut mir gut. Und nach den ersten ein bis zwei Tagen, an denen ich "getrauert" habe, nun meinen bislang so geliebten Wein nicht mehr zu trinken, fällt mir der Gedanke an ein alkoholfreies Leben schon bedeutend leichter.

    So, ich gehe jetzt mal ins Bett. Ich hab einiges an Schlaf aufzuholen (ja, ich weiß, kann man nicht, aber müde bin ich trotzdem :) ), da ich die erste alkfreie Woche ständig nachts das Gedankenkarusell gedreht habe anstatt zu schlafen.

    Gute Nacht! LG Sabine

    Danke euch allen für euer herzliches Willkommen.
    Ja, es ist der richtige Weg, da bin ich sicher. Ich hab gestern Abend ganz lange mit meiner besten Freundin telefoniert und ihr meine Situation geschildert, sie hat super reagiert und wird mich unterstützen. So nach und nach werden es die Leute erfahren, bei denen es wichtig ist, dass sie wissen, dass ich in Zukunft alkoholfrei Leben möchte.
    Es geschieht ja nichts zufällig im Leben, und so habe ich eine beantragte Rehamaßnahme (noch ohne die Erkenntnis alkoholabhängig zu sein beantragt und wegen anderer Dinge) bewilligt bekommen und warte jetzt nur noch drauf, dass ich erfahre wann ich fahren kann. Dass ich die Chance nutzen werde, dort auch die Therapiemöglichkeiten in Anspruch zu nehmen, ist für mich sonnenklar. Hab zum Glück ohnehin schon eine gute Psychologin, an die ich mich wenden kann. Und mit meiner neuen Ärztin scheine ich auch großes Glück zu haben.
    Naja, und nicht zuletzt mit euch und diesem Forum :D

    Wir bleiben dran! Euch einen schönen Montagabend und einen guten Start in die neue Woche!

    VG Sabine

    Hallo euch allen,
    ich habe mich vor ein paar Tagen hier angemeldet und bereits im Bereich "Vorstellung" vorgestellt, möchte das aber nochmal hier wiederholen. Nachdem ich hier schon so einiges gelesen habe, finde ich Parallelen.
    Also denn: Ich heiße Sabine, bin 39 und weiß schon länger, dass ich zu viel trinke. Ich mache mir bereits seit einigen Monaten Gedanken über das Thema Alkoholismus. Noch vor einer guten Wochen habe ich mit einer Freundin gesprochen und zu ihr gesagt, dass ich Angst habe zum Alkoholiker zu werden, wenn ich so weiter mache. Ich war letzte Woche krank (grippaler Infekt) und hatte viel Zeit zum Nachdenken. Da ist mir klar geworden, dass ich keine Angst haben muss es zu WERDEN, es IST längst so weit. Denn dass die Sucht nicht erst da ist, wenn man morgens schon zum Frühstück Alkohol braucht, sondern viel, viel früher einsetzt, ist mir jetzt so richtig bewusst geworden. Spießrutenlauf im Supermarkt, wenn ich mir fest vorgenommen hatte KEINEN Wein zu kaufen. Und Nervostität und Unruhe, wenn ich einen Abend zu Hause ohne meinen heißgeliebten Rotwein verbringen musste. Wenn ich ausgehe, hab ich nichts oder nur wenig getrunken, weil ich meistens mit dem Auto unerwegs bin. Nichts zu trinken, war dann auch das geringe Übel, als NUR ein Glas zu trinken.
    Ich habe die Vorstellung von "Wasser" gelesen, da finde ich mich in sehr vielen Punkten wieder. Auch ich trinke vorwiegend abends und "nur" 1/2 oder auch mal eine Flasche Wein. Ich lege auch immer großen Wert auf Qualität und trinke lieber nichts, als etwas, das mir nicht schmeckt. Aber es ist am Ende nur eine Frage der Zeit, bis sich das mal ändert und es eben schon morgens was muss und es irgendwann auch egal ist, was es ist. Dahin möchte ich aber NIEMALS kommen.
    Seit eine knappen Woche trinke ich GAR nichts mehr, habe mit meiner Ärztin über das Thema gesprochen, mich in diesem Forum angemeldet und gestern zum ersten Mal einer Freundin gesagt, dass ich mich für ein nüchternes Leben entschieden habe und auch WARUM. Der nächste Schritt wird sein, dass ich mit meiner Psychologin an dem Thema arbeite, angesprochen hatte ich schonmal, aber da war ich noch nicht so weit zu akzeptieren und verstehen, dass ich bereits ein ernsthaftes Problem HABE. Es ist ein Anfang, und ich bin wild entschlossen, es durchzuziehen, denn ich möchte nicht die Erfahrungen teilen müssen, die viele hier schon gemacht haben. Noch verläuft mein Leben in geregelten Bahnen (guter Arbeitsplatz, schöne Wohnung, nette Leute um mich herum) und ich möchte auch, dass es so bleibt.
    Ich hab noch viel vor im Leben und der Alkohol raubt mir die Kraft dazu. Also lasse ich ihn zukünftig weg!
    In diesem Sinne! Ich wünsche euch einen wunderbaren Sonntag! Viele Grüße Sabine