Beiträge von avalon222

    Hallo prof_schröder,

    ich habe mich bei dir durchgelesen und auch für mich einiges rausgezogen.
    deine Entwicklung, in der Zeit wo du hier geschrieben hast, ist nicht zu übersehen.
    dein Mann meinte:
    er habe Samstag abend 4 Bier getrunken und es sei ok gewesen, aber er müsse das nicht haben, es habe ihm nicht geschmeckt..Als ich das gelesen habe fragte ich mich,ja wenn es nicht geschmeckt hat, warum musste es dann trotzdem sein ?
    Ich habe auch noch einen weiten Weg vor mir, soweit wie du bin ich noch nicht.Aber ich werde mich bemühen, Schritt für Schritt Verantwortung für mich selber zu übernehmen.

    Bisher habe ich morgens immer geschaut wieviel Bier fehlt,wieviel Schnaps aus der Flasche.
    Heute war ich ganz stolz das ich nicht geschaut habe.Dachte mir so, kannst ja heute Abend gucken.
    Dann kam es wie ein Gedankenblitz,das Ist Coabhängigkeit oder Cosucht ? :oops:
    Der Trinkende sagt vielleicht auch, oh heute Morgen habe ich keinen Schluck getrunken, da kann ich aber dann heute Abend...
    Ist schon lehrreich wie man durch das eigene Schreiben zu Selbsterkenntissen kommt.
    Durch das lesen und informieren hier lernt man schon viel, das selber schreiben eröffnet einem nochmals neue Sichtweisen.

    Rosita, das ist ein guter Gedankenanstoss, ich sollte nicht denken,warum erledigt er es nicht,wo er es mir doch immer wieder versprochen hat.Sondern bei Terminsachen werde ich es selber erledigen. DAMIT ES MIR GUT GEHT !!!!
    Und ob er sich rasiert oder nicht, pünktlich aufsteht ...sind seine Dinge.Darum muss er sich selber kümmern.
    Und ich muss lernen mich auf mich zu konzentrieren.
    Ich frage mich nur,was denkt er wen er nicht pünktlich zur Arbeit geht ? Macht ihm das nichts aus ?er hat Glück in einem Job zu arbeiten wo er keinen Ärger bekommt wenn er später erscheint. Hätte er eine andere Arbeit wo Pünktlichkeit oberstes Gebot ist wäre er den Job wohl schon lange los.Doch vielleicht sollte ich mir auch darum keinen Kopf machen.
    Aber aller Anfang ist schwer !

    Danke Rosita für deine Worte.Es tut gut zu wissen das man mit seiner Problematik hier nicht alleine steht.
    Wodka kaufe ich keinen mehr, aber ich kontrolliere noch wieviel Bier weg ist und wieviel aus der Wodkaflasche.Oft höre ich das meine Wahrnehmung nicht stimmt und dann vergewissere ich mich ,das ich nicht spinne. In den Wodkaflaschen verändert sich der Inhalt, mal ist weniger drin, dann wieder mehr,es wurde und wird mit Wasser aufgegossen.
    Früher hat er nur auf Feiern soviel getrunken, selten in der Woche.
    Jetzt trinkt er alleine für sich, jeden Abend,einige Bier und dazu noch etwas Wodka.Ich habe gehört das es Trinker gibt die mal einige Zeit exessiv trinken und dann wieder einge Zeit Ruhe ist.Doch mein Mann trinkt jeden Abend soviel das er angetrunken ist,dadurch hat er auch keine Lust mehr irgendetwas zu erledigen.
    Ich weiss man soll es dann auch nicht tuen,doch bei vielen Dingen wie zb. Steuererklärung hängt man doch mit dran,auch Haushalt,terminlich fetsgesetzte Erledigungen.Werden gewisse Dinge nicht erledigt bekommt nicht nur er Stress, sondern man selber auch.
    Rasiert er sich mal ein paar Tage nicht weil es ihm egal ist, verliere ich kein Wort darüber.Er kam dann schon nach Hause und meinte "meine Kollegen haben gesagt-wie siehst du denn aus".Dann frage ich nur"was meinst du dazu?seine Antwort," ich glaube ich sollte mich rasieren".Was er dann auch tut.
    Doch vieles Termingebundene was beide Partner betrifft muss dann von einem selbst erledigt werden.

    Wir waren sehr jung als wir uns kennenlernten,er beim Bund ,ich in der Ausbildung.Damals viel mir nicht auf ,das er wenn er Alkohol trank immer recht betrunken war.Ich hatte keine grosse Erfahrung mit Alkohol. Es wurde geheiratet ,die Kinder wurden geboren und immer mal wieder wurde soviel Alkohol getrunken das er nicht mehr stehen konnte,aber noch nicht täglich.Ansprechen durfte man ihn dann nicht .das löste verbale Beleidigungen und Rempelei aus.
    Auf Feierlichkeiten war es grundsätzlich so ,das er betrunken war.Äusserte ich meinen Unmut darüber hiess es auch von aussen, es ist doch eine Feier lass ihn doch.
    Ich zweifelte (heute noch manchmal )an meiner Wahrnehmung und war ruhig.
    In den letzten Jahren viel mir auf das immer Alkohol im Haus war und ist. 3-5 Bier am Abend und noch ein Schluck Wodka aus der Flasche im Keller.
    Natürlich der teuerste den es gibt, er ist ja kein Säufer, sondern nur Geniesser.
    Ich habe ihn darauf angesprochen das ich glaube er trinkt zuviel Alkohol. Seine Reaktion war, ich solle mal von meinem hohen Ross runterkommen und mir überlegen was ich sage.
    Ich gebe zu, ich habe kontrolliert,wieviel Bier fehlt im Keller und wieviel aus der Flasche.Habe anfangs nichts dazu gesagt,aber schon ab und an billigen Wodka gekauft.Dachte mir, er holt ihn sowieso, warum jeder Woche den teuersten.Ich kaufe jetzt keinen Wodka mehr, nachdem ich hier lange mitgelesen habe.

    Nach langem mitlesen habe ich mich vorgestellt und möchte es hier auch tun.
    Da ich schon einige Zeit mitlese und das miteinander hier sehr fair und wohltuend empfinde kann ich meine Scheu überwinden und hier posten.
    Ich bin weiblich und wohl auch Coabhängig.
    Bin verheiratet,habe erwachsene Kinder und arbeite selber im medizinischen Bereich ,im Moment nicht da ich an MS erkrankt bin.Was vielleicht auch durch das jahrelange Verdrängen und dem übermässigen Helfersyndrom mit gefördert wurde.Ewig in Anspannung und Stress zu leben fordert seinen Tribut.
    Mein Mann trinkt schon sehr gerne solange ich ihn kenne.Habe es erst spät gemerkt, da in meiner Familie so gut wie nie getrunken wurde,dafür war aber Agression ein Thema.
    Seit 2 Jahren nehme ich bewusst war das mein Mann jeden Abend angetrunken ist.Er neigt auch zu verbalen Entgleisungen und Beleidigungen.
    Ich würde hier gerne weiterhin lesen und schreiben und lernen.