Beiträge von wiki

    Hallo Nele!

    "Warum hast Du Angst vor dem Alleinsein? Warst Du es nicht schon seit Jahren?"

    Mir kamen gleich die Tränen... Wie recht Du doch hast!
    Wenn ich mir vorstelle, wie lieb mein Söhnchen momentan ist. Er hört auf mich und lacht... außer, daß er nach Papa fragt.
    Ich bin allein, weil der Kleine im Bett ist. Aber nicht ganz allein, weil ich Euch hier gefunden habe...
    Und wenn ich mir vorstelle, daß ich seit Monaten mal wieder Zeit finde am PC zu sitzen...wow.
    Vielleicht verbinde ich Alleinsein mit einer Partnerschaft. Da wäre ich dann allein. Ok, hat gute und schlechte Seiten. Ich kann mal tun und lassen, was ich will, kein Streit, keine Verpflichtungen, kein tägliches Aufräumen und Putzen, weil weniger anfällt. Ich habe einfach mal Zeit für mich. Aber die Kehrseite sehe ich auch. Für mich käme aus moralischer Sicht kein Mann mehr in Frage, wenn Du weißt, was ich meine...
    Vielleicht habe ich davor die größte Angst.

    Hallo Maddison!
    Du hast mich heute das erste Mal zum Schmunzeln gebracht... in meinem Thread....
    Vielleicht kann ich ja auch mal einen Beitrag abgeben. Lenkt mich von meinen momentanen Sorgen ab.
    Ich denke auch, unsere Partner merken, daß was Anders läuft. Ich habe meinem Mann oft gesagt, wie unglücklich ich bin und daß alle Verantwortung auf mir lastet. Aber damit bin ich nur auf Granit gestoßen.
    Sie wollen garnicht hören, wie es uns geht. Sie sind so sehr mit sich Selbst und ihrer Sucht beschäftigt, daß sie die Opfer sind. Sie schieben Alles auf ihre Krankheit und wir müssen immer Verständnis zeigen.
    Wenn ich mit dem Streß und der vielen Arbeit nicht mehr klar kam und es ihm sagte....oder wieder extrem an Gewicht verlor....nichts....Er sah es nicht einmal.
    Sie sind durch ihre Krankheit egoistisch....auch wenn es hart klingt.
    Nur wer zuhört und auch mal miteinander reden kann, kann Probleme bewältigen.
    In einer Trinkphase verstehen sie uns nicht und auch wir können sie nicht verstehen.

    Ich frage mich langsam, wieviele Betroffene gibt es...
    Wenn ich all das hier lese, kommen mir die Tränen und ich fühle mich auch nicht so allein. Das baut mich etwas auf!
    Hilfreich finde ich Eure Antworten...sehr sogar!

    Julchen....vor Dir ziehe ich meinen Hut...3 Kinder und allein. Weißt Du, ich habe Angst davor allein zu sein und nur für 1 Kind sorgen zu müssen.
    Ich wurde sehr konservativ erzogen. Eine Trennung würde Schande für mich sein. Ich müßte allein für meinen Sohn sorgen, mich allein um Haus und Grund kümmern. Momentan ist er noch zu klein, daß ich arbeiten gehen könnte. Ich habe Angst es nicht zu schaffen...
    Ich verstehe diesen Menschen nicht, der sich mein Mann nennt. Wir haben Alles und er setzt unser Leben und unsere Existenz auf´s Spiel. Er überlegt, ob er seinen Alkohol oder uns will. Er ist sauer auf mich, weil ich die Polizei gerufen habe und er nun dort sein soll, weil ich ihn nicht daheim haben will. Er macht mich für Alles verantwortlich, behandelt mich wie Luft, indem er nicht mit mir redet.
    Wer ist hier eigentlich das Opfer? Puh...ich bin wütend auf ihn.
    Ich lasse ihn in Ruhe nach dieser einen SMS.
    Aber ich weiß nicht, wie ich sein Verhalten deuten soll...

    Hallo tini!
    So einfach ist das leider nicht. Ich habe heute nichts Anderes im Kopf gehabt. Mir wurde erst richtig bewußt, was passiert ist.
    Weißt Du, wir haben unsere Tochter verloren, er liebt seinen Sohn und der Kleine fragt den ganzen Tag nach Papa. Ich denke nur an mein Kind.
    Darum will ich auch, daß er trocken und bei uns ist... aber eben nur trocken...für immer. Trinkt er wieder, trenne ich mich sofort.
    Wir sind letztes Jahr umgezogen. Mein Vater verstarb und ich habe nun unser Elternhaus geerbt. Das war wieder ein Schicksalsschlag für mich. Mein Vater war Akademiker und Alkoholiker... Ich konnte all die Jahre nichts tun. Nun ist er tot und ich sitze hier und frage mich, was ist nur los?

    Heute war ich nicht im Krankenhaus.
    Ich weiß, daß er einen Termin bei der Ärztin hatte. Sie wollte mit ihm über meinen Standpunkt sprechen. Und sie wollte ihn über weitere Therapie informieren. Scheint wohl nicht so gut gelaufen zu sein...
    Er meldete sich nicht bei mir. Ich schickte ihm vorhin eine SMS, wie es ihm geht und ob er nicht telefonieren möchte. Zur Antwort bekam ich nur: "OK;geh´jetzt rauchen."
    ...Hm...ich glaube, er kämpft mit sich selbst und ihm ist bewußt, was er tat. Ich denke, er weiß daß es nur 2 Wege gibt und er sich nun entscheiden muß.
    Ich warte einfach ab.

    Hallo Ette!
    Ich war in der Klinik, um ihm zu sagen, daß er durchhalten muß. Auch, weil ich ihn sehen wollte und er sollte unseren Sohn sehen, damit er nachdenken kann. Ich bin es gewohnt für ihn da zu sein, bin gewohnt, immer Alles zu regeln.... Puh...
    Erreichen wollte ich nur, daß er dort bleibt, damit wir eine Chance haben.
    Und weil ich ANGST habe, daß er zu früh heim kommt, weil er es dann nicht schaffen wird. Das will ich auf keinen Fall mehr.
    Darum habe ich ihn auch vor die Wahl gestellt: Alkohol oder deine Familie.
    Weil ich soetwas nie mehr erleben möchte!
    Ich unterstütze ihn, wenn er bereit ist.
    Es liegt nun an ihm...

    Du hast sehr deutlich geschrieben. Ja, Dagmar, Du hast recht. Ich setze ihn seit Wochen unter Druck aufzuhören. Ich habe einfach keine Kraft mehr nach all den Jahren. Und was jetzt passiert ist macht mir Angst!!!
    Ich habe Angst, daß er wieder trinkt....daß noch Schlimmeres passiert.
    Darum habe ich ihn so früh vor die Wahl gestellt.
    Morgen fahre ich nicht ins Krankenhaus. Ich werde auch nicht mehr auf ihn "einwirken". Er sollte vielleicht wirklich selbst kommen, wenn er mir was zu sagen hat.
    Ich denke nochmal darüber nach. DANKE.

    2 Tage ist es nun her, nachdem er mich das erste mal schlug und ich stehe immernoch unter Schock!
    Ich war gestern im Krankenhaus, heute wieder. Er benimmt sich wechselhaft, möchte nach Hause, denkt wieder, er schafft es jetzt allein.
    Heute habe ich ihm gesagt, es ist viel zu früh für eine Entlassung. Er soll auch psychisch stabil werden. Ich habe lange mit der Ärztin gesprochen, er könnte eine ambulante Therapie machen.
    Ich sehe eine Chance, wenn er die Entgiftungszeit durchhält und auch die Therapie macht. Ansonsten sehe ich nur noch eine Trennung zum Schutz meines Sohnes und auch mir. Mein Sohn hat nur noch mich und wenn mir was passiert, was soll aus ihm werden?
    Ich habe es ihm heute auch so gesagt. Er hält sich zurück, meinte, ich würde ihn unter Druck setzen...
    Er wollte, daß ich wieder heim fahre. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
    Wenn ich ihn frage, ob er eine Chance sieht, will er nicht mehr reden.
    Er weiß nicht, daß er zugeschlagen hat. Ich glaube, er begreift es garnicht. Aber er "blockt" beim dem Thema auch gleich ab.
    Ich frage mich, will er heim um gleich wieder zu trinken oder will er heim, weil er meint, er schafft es allein?
    Vielleicht hätte ich ihn nicht so früh vor die Entscheidung stellen sollen...

    2 Tage ist es nun her, nachdem er mich das erste mal schlug und ich stehe immernoch unter Schock!
    Ich war gestern im Krankenhaus, heute wieder. Er benimmt sich wechselhaft, möchte nach Hause, denkt wieder, er schafft es jetzt allein.
    Heute habe ich ihm gesagt, es ist viel zu früh für eine Entlassung. Er soll auch psychisch stabil werden. Ich habe lange mit der Ärztin gesprochen, er könnte eine ambulante Therapie machen.
    Ich sehe eine Chance, wenn er die Entgiftungszeit durchhält und auch die Therapie macht. Ansonsten sehe ich nur noch eine Trennung zum Schutz meines Sohnes und auch mir. Mein Sohn hat nur noch mich und wenn mir was passiert, was soll aus ihm werden?
    Ich habe es ihm heute auch so gesagt. Er hält sich zurück, meinte, ich würde ihn unter Druck setzen...
    Er wollte, daß ich wieder heim fahre. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
    Wenn ich ihn frage, ob er eine Chance sieht, will er nicht mehr reden.
    Er weiß nicht, daß er zugeschlagen hat. Ich glaube, er begreift es garnicht. Aber er "blockt" beim dem Thema auch gleich ab.
    Ich frage mich, will er heim um gleich wieder zu trinken oder will er heim, weil er meint, er schafft es allein?
    Vielleicht hätte ich ihn nicht so früh vor die Entscheidung stellen sollen...

    Hallo zusammen!
    Ich hoffe, daß ich hier vielleicht weiter komme... daß es Leute gibt, die mich verstehen und mir vielleicht einen Rat geben können...
    Meinen Mann lernte ich kennen, als er "trocken" war. Er hat bereits mehrere Entgiftungen und sogar 2 Langzeittherapien hinter sich. Die Alkoholabhängigkeit war mir bekannt. Wir hatten ein schönes Leben, waren glücklich. Dann starb unsere Tochter vor 3,5 Jahren und er trank wieder. Ich erlebte ihn zu diesem Zeitpunkt das erste Mal als "anderen Menschen". Ok, es ist eine Krankheit und er ging anders damit um als ich. Ich selbst streßte mich in Arbeit. Seit dieser Zeit ist er wechselweise trocken, dann wieder Exzesse über Wochen. Immer ein Hin und Her. Aber er zeigte nie Gewalt. Wenn er nicht trinkt, ist er sehr liebevoll und gütig.
    Vor 2 Jahren bekamen wir noch einen Sohn. Er liebt ihn über Alles!
    Aber dieses Hin und Her hörte damit nicht auf.
    Seit einigen Wochen trinkt er wieder und es wurde täglich schlimmer. Er schläft bis mittags, dann Bier und in der letzten Woche Schnaps dazu. Dann ging er verbal auf mich los, daß ich Angst bekam. Er wollte wieder entgiften, aber zu Hause, mit xxx als Unterstützung für die ersten Tage.
    Gestern eskallierte die Situation. Er trank Bier, Schnaps und Wein, nahm xxx dazu. Er stand völlig neben sich.
    Dann ging er plötzlich auf mich los, weil der Kleine eine Weinflasche unter dem Schreibtisch vorgezogen hatte und ich sagte nur: "Geh´weg...Weg von uns!"
    Er schlug plötzlich zu, warf mich gegen den Schrank und knallte meinen Hinterkopf immer wieder dagegen. Dann ging er. Ich zitterte am ganzen Körper. Er kam zurück und packte mich ein weiteres Mal und schlug auf mich ein. Ich hatte nur noch Angst!!!
    Ich nahm den Kleinen und das Telefon und rief die Polizei. Was hätte noch passieren sollen? Er stritt den Vorfall ab, ging dann aber trotzdem freiwillig mit und ist nun in der Psychiatrie zur Entgiftung.
    Heute war ich dort. Er erinnert sich an nichts, nur daß ich die Polizei rief und ist stocksauer auf mich. Er hatte einen völligen Blackout und das glaube ich ihm sogar.
    Meine Verwandten sind außer Rand und Band, reden nur von sofortiger Trennung. Aber so einfach ist das nicht...
    Es ist noch niemals passiert und ich wenn er trocken ist, ist er ein anderer Mensch. Er liebt seinen Sohn über Alles und mich auch, sagt er.
    Was soll ich jetzt nur machen???
    Ich denke, wenn er es schafft und auch schafft, trocken zu bleiben, hätten wir doch eine Chance!?
    Ich habe aber Angst, daß es nochmal passiert, vielleicht dann schlimmer... Angst um unseren Sohn...
    Hängen lassen will ich ihn auch nicht. Er zeigt ja Willen und entgiftet gerade.
    Gibt es Fälle, wenn er einmal geschlagen hat, daß nun die Grenze überschritten ist und er es wieder tut, auch wenn es ein Blackout war?
    Es gibt doch Leute, die es schaffen...
    Oder mache ich mir nur Illusionen?
    Ich will nicht, daß Alles kaputt geht, mein Sohn soll nicht ohne Vater aufwachsen und ich liebe den "trockenen".
    Ich möchte ihm eine Chance geben, habe aber auch Angst!
    Was meint Ihr dazu?

    edit summerdream: bitte keine medikamentennamen und wirkstoffe nennen - thx