Hallo Melody,
das tut mir sehr leid, dass es Deinem Schwiegervater so schlecht geht.
Wenn man so etwas liest, dann fehlen einem immer irgendwie die Worte.
Hoffentlich wird es Deinem Schwiegervater bald wieder etwas besser gehen.
Grüßle
Diandra
Hallo Melody,
das tut mir sehr leid, dass es Deinem Schwiegervater so schlecht geht.
Wenn man so etwas liest, dann fehlen einem immer irgendwie die Worte.
Hoffentlich wird es Deinem Schwiegervater bald wieder etwas besser gehen.
Grüßle
Diandra
Hi,
sei mal nicht so hart zu Dir
Das, was Du jetzt gerade durchmachst kommt mir sehr bekannt vor. Auch mir erging es nicht anders.
Ich wollte auch alles ganz genau wissen, kam mir verraten vor, weil MICH niemand gefragt hat wie es mir bei all dem geht. Immer ging es nur um ihn, um seine Sucht. ABER wenn Du mal etwas genauer hinschaust, wir sind es selber, die dafür sorgen, dass sich alles um ihn dreht ![]()
Und das Käseglockensyndrom kenne ich auch - bloss nix machen was auch nur im entferntesten Situationen von früher nahekommt. Bloss keinen Streit, bloss alles schön friedlich und schön machen. Ja und die Werbung hat mich auch kirre gemacht - mich ! Ihn weniger ![]()
Ob es funktioniert, da muss Dein Mann dran arbeiten. Er kann es auch mit den Hintergedanken schaffen, wenn er es wirklich will ! Wenn Du darüber dauernd nachdenkst und vergleichst, dann wirst Du Dich richtig verrückt machen. Jeder ist anders. Wir sind Individuen - klar, es gibt viele Parallelen, aber alles ist machbar wenn der Wille dazu vorhanden ist.
Stimmt, es lässt einen lange nicht los, ABER ... es wird leichter. Es kann in den Hintergrund treten, es ist latent vorhanden, aber alles und jedes wird sich irgendwann nicht mehr um dieses Thema drehen. Auch das kann man schaffen. Und das gibt wieder Lebensfreude, Zuversicht, das Selbstbewusstsein ist gestärkt - man lebt wieder ![]()
Und Dein Therapeut zeigt Dir immer wieder - in dieser Therapie geht es ausschließlich um Dich und Deine Gefühle. Das Du lernst Dich abzugrenzen, dass Du Dich wichtig nimmst und das sich somit in dem Moment alles um Dich dreht ![]()
Du wirst sehen ...Stern - man braucht Zeit und Geduld - dann kommt man aus diesem Jammertal wirklich raus - das sind keine leeren Versprechungen ![]()
Grüßle
Diandra
Doro, darf man petzen *empört.guck* ![]()
![]()
Naabend fliegender Stern,
herzlich Willkommen hier.
Weißt Du, wir alle waren in einem Jammertal, als wir hier ankamen. Somit können wir Dich ganz gut verstehen ![]()
Ich kenne diesen Kontrollzwang auch. Und auch das Vertrauen war mir abhanden gekommen. Nämlich das Vertrauen in mich selber. Vertrauen zum Partner muss erst langsam wieder wachsen.
Wenn Dein Partner wieder trinken will, dann wird er es tun. Egal, wie gut Du aufpasst. 24 h - Betreuung kriegt man einfach nicht hin. Wenn es ihm wirklich ernst ist und er nichts mehr trinken will, dann kann er es schaffen nüchtern und trocken zu bleiben.
Aber Du bist ja jetzt hier - ein guter Schritt um zu erkennen, dass man sich erst einmal um sich selber kümmern sollte.
Dein Partner bekämpft seine Sucht - das ist seine Baustelle. Da kannst Du nicht mithelfen.
Du hast Deine eigenen Baustellen, an denen Du arbeiten kannst, wenn Du möchtest. Gefühlsmässig sollte man sich von der ganzen Alk-Situation abgrenzen.
Du wirst hier sicherlich viele Tipps beim Lesen und Schreiben bekommen, damit Du mit Deiner Situation wieder viel besser klarkommst.
Ich wünsche Dir ganz viel Selbstvertrauen und Zuversicht.
Grüßle
Diandra
Hallo IceGirl,
es sind die kleinen Schritte, die uns voranbringen.
Mach Dir einfach mal klar, dass Du für ihn nicht verantwortlich bist. Der Alk ist seine Baustelle und alles was damit zu tun hat musst Du nicht mehr geradebiegen oder gar decken.
Kümmere Dich einfach mal mehr um Dich. Worüber würdest Du Dich freuen ? Was hast Du schon länger nicht mehr gemacht ? Brech aus alten Gewohnheiten aus. Wenn Dir etwas nicht gefällt - sage es. Und lerne dabei konsequent zu bleiben. Nein heißt nein - PUNKT. Man fängt in kleinen Dingen an. Du wirst erstaunt sein, wie das irgendwann immer größere Kreise zieht, weil man sich selbst wieder vertraut und weil man selbstbewusster wird.
Mach Dir eine Negativ-Positiv-Liste. Und ändere Schritt für Schritt das, was Du nicht mehr bereit bist zu tragen. Und setze Dich nicht unter Druck. Einfach mal nur an sich denken - und nicht über das Befinden des Partners.
Wenn Du Dich hier durchliest, dann wirste Du viel darüber erfahren, wo und wie man Veränderungen anstreben kann. Jeder hat da so seine eigene Art - aber mit Konsequenz führt sie zum Ziel.
Also Kopf hoch - Rücken durchdrücken und los
Langsam aber kontinuierlich. Es ist Dein Leben welches wieder glücklich und zufrieden werden soll.
Grüßle
Diandra
Hi Icegirl,
ja, irgendwann sind wir dann soo von der Spur. Wie lassen etwas zu, was wir eigentlich nie dulden würden. Wir lassen etwas ungesundes für uns entstehen, indem unser ganzes Denken und Handeln sich um das Wohl des trinkenden Partners dreht.
Wann hast Du da noch an Dich und Dein Wohl und Deine Wünsche gekümmert ? Wir liegen dann doch nur noch auf "hab acht"-Stellung, damit sich nur ja alles nach den Wünschen des Partners richtert. Nicht das er sonst wütend wird und verstärkt trinkt. Trinken tut er ja sowieso. Wir kennen ja schließlich irgendwann den Punkt, ab wo er dann agressiv wird und verbal oder gar mehr entgleist.
Würden wir uns das von einem nichttrinkenden Partner einfach alles so gefallen lassen ? Nöö, dem würden wir einen Vogel zeigen und fragen: gehts noch ?
Wir stecken in einer Spirale die sich immer schneller und schneller dreht - aus dieser muss man ausbrechen. Verhaltensmuster ändern, nicht mehr lieb sein. Eigene Wünsche und Vorstellungen in die Tat umsetzen - notfalls eben auch alleine.
Wir müssen lernen, dass wir nicht für die Baustellen des trinkenden Part zuständig sind. Das er erwachsen und mündig ist. Und das er für alles was er macht selber verantwortlich ist. Ja, wir sollten ihnen sogar zugestehen, dass sie wissen was sie tun. Auch wenn sie das immer wieder schnell mit dem Alk übertünchen.
Und wenn jemand aus Ehe oder Partnerschaft einfach ausbricht, dann muss man nicht stillhalten und es auf die schwierige Therapie schieben - in Therapie gehen sehr viele und längst nicht jeder sucht da mal eben Trost bei einem Gleichgesinnten. Das ist keine Entschuldigung. Aber wir nehmen diese gerne an, schweigen weiterhin denn dann könnte ja vielleicht doch noch alles gut werden.
Was sind wir uns in solcher einer Situation eigentlich wirklich wert ? Das frage ich mich öfters.
Grüßle
Diandra
Hi,
und ich sage - das ist Normalität ![]()
Wie alles im Leben liegt es daran, ob wir anfangen aus etwas normalem etwas "extremes" zu machen. Und dann wird es ungesund.
Und jetzt muss ich Frühstück machen ![]()
LG
Dia
Hi Speedy,
"Erziehung" "Generationen" der Lauf der Dinge. Dann sind wir alle ein bisken "Co".
Ich bin auch ein Mensch, der Beständigkeit liebt und neuem skeptisch gegenübersteht. Allerdings habe ich noch nie an "Sachen" gehangen. Neue Möbel - fein - kein Problem. Neue Wohnung, neue Umgebung - fein, kein Problem. Mir könnte man alles nehmen und mich in eine komplett neu eingerichtete Wohnung setzen - damit komme ich klar. Auch Fotos - da hänge ich nicht dran. Schön, das es sie gibt, verliere ich sie - nicht schlimm.
Nein zu sagen habe ich hier im Forum gelernt, angewandt und mich langsam aber sicher aus dem Strudel rausgezogen.
Menschen sind mir auch sehr wichtig. Da bin ich beständig, allerdings wird nicht mehr geklammert. Durch den Tod meiner Brüder und meines Dads musste ich lernen, dass ich loslassen muss. Ich habe da wohl so meine eigene Art entwickelt. Wird nicht jeder verstehen - aber mich schützt es davor, daran nicht kaputt zu gehen. Dazu kommt noch mein eigener Glaube der mir hilft es zu akzeptieren dass nicht alles für "ewig" ist.
Stimmt Speey - heute wird mir das auch nicht mehr passieren. Es gibt Bereiche, da habe ich enge Grenzen gesteckt - die helfen mir. Und mein Vertrauen in mich habe ich nicht verloren. Ich höre auf meine Intuition.
LG
Dia
Hallöchen Speedy,
ZitatCo-Abhängigkeit ist ein Verhalten, welches schon sehr früh in der Kindheit angelegt ist und an Verhaltensauffälligkeiten kann man arbeiten.
Hm .... in meiner Kindheit wurde sowas aber nicht angelegt. Ich hatte eine gute Kindheit und denke gerne daran zurück.
Ich habe diese Co-Spirale parallel zum trinkenden Ex entwickelt. Über viele Jahre - jetzt isser wech und weder in der Familie noch beim Arbeitgeber gibts auch nur kleine Anzeichen davon, dass ich dieser Abhängigkeit noch irgendwie fröne.
LG
Dia
Hallo kk,
ich hab schon verstanden was Du damit meintest.
Ich finde es aber auch unproduktiv still zu halten und abwarten zu müssen in welche Richtung sich die Verwirrtheit lichtet.
Dieses ständige Verständnis haben zu müssen oder zu sollen dient auch nicht gerade der ehrlichen Kommunikation. Das Stillhalten haben wir doch lange genug praktiziert. Dann lieber Funkstille - Auszeit - Besinnungszeit.
Auch ein Co darf sich unbequem äußern und nicht alles im Licht der Sucht und Therapie über sich ergehen lassen. Wir sind doch keine Schäfchen denen man übers Köpfle streichelt und sagt: alles wird gut - Du brauchst nur ganz viel Geduld und Zähneknirschen.
Grüßle
Diandra
Hallo Seti,
also ich denke mal sie werden da ja nicht ständig verwirrt rumlaufen
Mich stört dieser Ausdruck sehr. Sie haben Therapeuten und Berater dort, sie werden therapiert. Jegliche Verwirrung kann dort besprochen werden. Sowohl in Einzel- als auch in Gruppengesprächen.
Natürlich ist so eine Therapie kein Zuckerschlecken.
Du solltest aber wirklich mal mehr an Dich denken. Auch mal etwas egoistischer sein. Nach Deinen Postings hat es den Anschein, als wenn Du nur für die Telefonate lebst.
Was machst Du den ganzen Tag ? Was tust Du Dir gutes Seti ? Lies Dich mal hier durch die Geschichten - dann wird Dir einiges auffallen und einiges wird sich von selbst erklären.
Ich wünsche Dir viel Energie und Kraft damit Du Deinen Weg findest.
Und jetzt wünsche ich Dir ein guts Nächtle ![]()
Grüßle
Diandra
Zitatda ist einer verwirrt. und der andere ist auch verwirrt. und alle sind es in ihren gefühlen.
glaubst du deiner frau ergeht es so viel anders (besser) als es dir ergeht? glaubst du, für deine frau fühlt sich alles klar wie kloßbrühe an? sind denn emotionenen nicht eher immer gemüsebrühe mit klößen zusammen gemischt und wird mit brot serviert? sind denn schritte nach vorne nicht immer erst einmal verwirrend? ist denn eine therapie nicht ein schritt nach vorne?
Und jetzt bin ich verwirrt ![]()
Eine verwirrende Therapie ist also der Freifahrtschein dafür, dass man sich mit seinen verwirrten Gefühlen einem anderen verwirrten Menschen zuwendet ohne Rücksicht auf die Gefühle des eigenen verwirrten Partners, der zu Hause sitzt und nach der tollen Eröffnung - man habe sich verliebt - noch verwirrter rumsitzt ??
HALLO - um wieder auf Augenhöhe miteinander kommunizieren zu können muss ich diese merkwürdige Verwirrtheit dulden, schlucken und abwarten, ob es nicht nur ein Therapiestrohfeuer ist ?
Ich würde Seti eher empfehlen mal darüber nachzudenken, was genau er dabei empfindet. Ob er diesen Schlamassel mal eben so wegstecken kann um des lieben Friedens willen ?
Als Co hat man wohl auch für solche Ausrutscher verständnis zu haben ? Und als Co ist man ja auch selber schuld, wenn der Partner die Therapie auch anderweitig ein bisken nutzt ...gell ?
Sorry seti - ist ja Dein Thread - aber ich denke, Du darfst auch ruhig mal wütend werden. Und das auch sagen. Man muss nicht alles dulden ! Es sei denn, man will weiter schlucken und demütig darauf warten, dass alles wieder gut wird.
Grüßle
Diandra
Hallöchen Speedy ![]()
schön mal wieder etwas von Dir zu lesen. Also erst mal ein herzliches reWillkommen ![]()
LG
Dia
Hallo Weinbergschnecke,
auch von mir mein herzlichstes Beileid.
Schuldgefühle solltest Du Dir nicht aufladen. Woher willst Du wissen, ob ein Telefonat mit Dir dieses Unglück verhindert hätte ?
Du hast die Wut auf dem AB hören können. Was hätten Worte von Dir ändern können ?
Das war ein Unglücksfall. Du hattest da überhaupt keinen Anteil dran. Ja, es ist unfassbar, wenn ein Mensch gestern noch da war und dann plötzlich verstirbt. Trauern ist gut. Das Du trauerst ist verständlich. Aber die Schuld sollst Du nicht bei Dir suchen - das wäre völligst falsch.
Vielleicht hilft es Dir ja, wenn Du Dir eine Trauergruppe in Deiner Umgebung suchst. Dort wird man Dich verstehen. Dort gibt es Trost und dort gibt es Hilfe. Hilfe für Dich, damit Du Dich jetzt nicht in etwas verrennst, weil die Trauer jetzt noch sehr groß ist.
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Liebe und Gute. Irgendwann wird die Trauer nachlassen, irgendwann wirst Du wissen - Dich trifft keine Schuld.
Liebe Grüße
Diandra
Weiter gehts ....
Seit Ende Juli lebe ich nun schon in unserem Haus. Natürlich ist nicht alles glatt gegangen ![]()
Momentan leben wir sehr beengt im Erdgeschoss, da meine beiden Mädels mein Schlafzimmer und ein Arbeitszimmer in Beschlag genommen haben. Ich habe meine "Zelte" im sog. Wintergarten aufgeschlagen ![]()
Leider haben wir sehr schnell rausgefunden, dass das Abwasserrohr leckt - also ein fast Rohrbruch. Der Putz musste abgehauen werden und zur Zeit steht ein Trockengerät im Keller. Einige Wände waren feucht und gammelig. Nur gut, dass der Verkäufer dies nun alles in Ordnung bringt. Somit können meine "Kellerkinder" ihre Räume unten noch nicht wohnlich und gemütlich machen.
Heute ist Muttern in die 1. Etage eingezogen. Auch dort fehlten Wasseranschlüsse für die Küche, die eigentlich mal vorhanden waren, aber dann wohl doch stillgelegt wurden. Auch hier wurden neue Rohre verlegt - das ist nun fertig.
Mein Weg zur Terrasse hoch gelegt hatte auch ein paar "Stolperfallen" - falsch berechnet - Schräge viel zu steil - nu muss alles abgerissen und neu geplant und verlegt werden. Schön, jetzt kriege ich gleich die große Terrasse neu mitgefließt - weniger schööön - kostet natürlich auch mehr Geld. Aber dann ist es wenigstens schon richtig schön und ich muss später nicht anstückeln oder so. Also freu ich mich mal lieber darauf, dass es dann wirklich toll aussieht und für mich dann auch viel besser zu bewältigen ist.
Vieles ist noch im argen, mein Geld wurde noch immer nicht überwiesen, die alte Wohnung muss noch tapeziert und gestrichen werden - aber auch das werden wir mit Ach und Krach noch irgendwie hinbekommen.
Es wird - wenn auch langsam. Und mir geht es gut dabei, auch wenn nicht alles gut ist. Manches ist mir über den Kopf gewachsen - aber auch das lässt sich händeln und in Ordnung bringen.
Ich bin froh, dass wir diesen Schritt gewagt haben. Ich bin gespannt, ob dieser verwirklichte Wunschtraum ein weiterer richtiger Schritt war. Ich habe es versucht - ich darf ihn jetzt leben und werde nie das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben, nur weil ich nicht genug Mut hatte dies umzusetzen.
Selbst wenn sich in ein paar Jahren rausstellt - das war nix - durfte ich diese Erfahrung machen und setze mich dann halt wieder kleiner in eine schnuckelige Mietwohnung. Alles ist möglich und die Zukunft macht mir keine Angst.
Grüßle
Diandra
Hallo liebe Ayki,
da wünsche ich Dir und Deinen Kiddys alles Liebe und Gute.
Was die Zukunft bringen wird ? Na lass Dich überraschen ![]()
Ich finde es gut, dass Du nochmals nachdrücklich klar gemacht hast, was DU möchtest. Damit hast Du ganz klar eine Grenze gesetzt.
Wie heißt es oft so schön Ayki ......jetzt gehts looooos
Auch wenn Dich noch hin und wieder die Wut packt - schau drauf, wäge ab und zieh schlussendlich Dein Ding durch - so wie Du es willst.
Lass mal was von Dir hören, auch wenn es Dir richtig gut geht ![]()
LG
Dia
Hallo Hartmut,
würde ich nicht bei den trockenen Alkoholikern lesen, dann hätte ich einiges nicht oder gar falsch verstanden in Bezug auf Co und Alkoholiker.
Z. B. hätte ich dann heute noch eine immense Wut auf meinen Ex. Und ich hätte ihn in allen Punkten der Anklage schuldig gesprochen
Und wahrscheinlich hätte ich alle Alkoholiker "über einen Kamm" gescherrt ala - hat Jahre gesoffen - taugt nix ![]()
Durch fleissiges Lesen, durch interessierte Nachfragen der Trockenen, durch ihre Antworten hat sich mein Bild der Dinge geändert. Ich denke mal dadurch hat sich einiges "gesund" geschrumpft. Der tägliche Kampf der Anfänger, das Hinterfragen und sortieren derer, die schon mehrere Monate trocken sind und dann die, welche schon Jahre keinen Alkohol mehr trinken - das ist bewundernswert, auch davon kann man als Co einiges von mitnehmen und ist hilfreich.
Und im Mittelpunkt steht der Mensch ! Hier habe ich ja gelernt, dass ich als Co keinem Alkoholiker helfen kann. Tipps und Ratschläge zum Trockenwerden und bleiben kann ich ja gar nicht geben.
Aber es gibt ja noch die menschliche Seite, zeigen, dass man Anteil nimmt, plaudern (ja ja ich weiß, wird nicht gern gesehen
) - mir hat es einfach gezeigt, dass auch die Suchtabhängigen liebenswerte warmherzige Menschen sind.
Meines Erachtens können beide Seiten voneinander profitieren. Jeder da, wo er nützliches und hilfreiches für sich herausziehen kann. Ich hätte sonst niemals mehr ein für mich normales Verhältnis zu einem trockenen Alkoholiker oder zum Alkohol selbst aufbauen können. Ich verdamme nicht mehr - weiß jetzt aber genau, ab wo meine Grenzen anfangen - wo ich mich selber rausnehme oder gar keinen Kontakt zulasse.
Grüßle
Diandra
Hi,
"Auslöser" gab es nicht für mich. Bei mir ging das alles laaangsam und schleichend von statten.
Erst einmal musste mir bewusst werden, dass seine Probleme nicht meine sind und ich somit für ihn nicht mehr in Aktion treten musste. Der Satz "es ist seine Baustelle" hat mir dabei unheimlich geholfen, da ich über eine Menge Fantasie verfüge. Ich konnte das gedanklich sehr gut ausbauen und dann auch tatsächlich anwenden. Da er "seine Baustelle" von da an hatte, musste ich mich "meiner Baustelle" zuwenden ![]()
Mir hat es sehr geholfen, dass plötzlich räumliche Trennungen durch seine Laaaangzeittherapien anstanden. Das hat mich "entwöhnt". Eigentlich war ich es ja schon immer gewohnt alles selber zu regeln, aber immer mit dem Gefühl - jemanden "im Rücken" zu haben auf den ich zurückgreifen könnte, wenn es nötig wäre. Dann habe ich festgestellt, dass ich durchaus in der Lage bin allein zu handeln. Das Selbstbewusstsein wuchs dadurch enorm. Mir ist dann irgendwann klar geworden, dass ich ja schon immer allein auf mich gestellt war ![]()
Dann kamen ja erst wochenlange, dann monatelange Pausen mit absoluter Funkstille. Auch dies hat mich weiter "entwöhnt". Ich lernte mit mir allein zu recht zu kommen. Habe es genossen z. B. Herrin der Fernbedienung
zu sein, obwohl ich gar nicht so viel fern sehe. Ich habe mich mit Freunden oder Bekannten verabredet - schöne Abende verbracht ohne schlechtes Gewissen oder Ängste, was mich zu Hause erwartet, wenn ich zurückkomme. Das war wieder ein großer Pluspunkt der mir gefiel.
Irgendwann vergaß ich ihn zeitweise sogar - da fehlt nichts und ich kam mit meinem Mädels bestens zurecht.
Seit dem 8. Januar 09 haben wir nichts mehr von ihm gehört. Er fehlt uns auch nicht und wir schwelgen auch in keinen Erinnerungen mehr. Ich fühle mich frei, zufrieden und neugierig auf das, was da hoffentlich noch so alles kommen wird. Aufgeschlossen und empfänglich für Neues.
Ohne Skrupel gibt es neue Handy-Nummern und auch der Festnetzanschluss wird eine neue Nummer tragen
Bei uns gibt es keine Hintertürchen mehr die geöffnet oder angelehnt sind.
Mir hat diese Art der "Trennung" so im nachhinein gut getan - trotz allem Ärgernis, trotz aller Ängste, trotz der ganzen "Ungewissheiten". Ich konnte mich so langsam aber sicher abnabeln.
Keine Depressionen, kein Bedauern und zurückerinnern, keine Fragen mehr wieso weshalb warum.
Es ist wie es ist und ich kann damit prima leben. Es geht ja weiter - nur für mich. Alles was jetzt kommt liegt einzig in meiner Hand und kann von mir gehändelt werden wie immer ICH es will. Gutes Gefühl ![]()
LG
Diandra
Hallo Trauerkloss,
Du willst in Ruhe erst einmal über die Antwort nachdenken ? Du hast jetzt in 4 Threads ein paar kurze Zeilen abgelegt. Diese Zeit hättest Du nutzen können, um in Ruhe nachzudenken und hier in Deinem Thread zu antworten und auch um Fragen zu stellen.
Was soll ich Dir hier auf Deinen 4-Zeiler antworten ?
Ette hat Dir Fragen gestellt. Wieso beantwortest Du diese nicht ?
Meine Töchter benützen auch den PC - jeder hat da so seine feste Zeiten und dann funktioniert das auch.
Zum Thema Gesundheit / Krankheit bei Alkoholikern. Jeder Mensch ist individuell. Jeder spürt andere Auswirkungen. Jeder hat ein anderes Trinkverhalten. Da kommen viele verschiedene Aspekte zum Tragen, warum der eine an Leberzirose erkrankt und der andere nicht. Auf solche Fragen kann man also schlecht antworten.
Zum Thema Launenhaftigkeit. Launisch sein kann jeder - dafür muss ich nicht alkoholkrank sein. Und wenn ich diese Launen nicht mag, oder sie nicht ertragen kann und will, dann sage ich das klar und deutlich ! Ich muss da keine Rücksicht darauf nehmen, dass er AlkoholKRANK ist !!
Wann fängst Du an in diesem Thread mehr über Dich zu schreiben ? Deinem Mann kann niemand helfen - auch Du nicht. Er muss sich selber Hilfe suchen, wenn er es denn wirklich will. Also nutze diesen Thread für Dich ! Wir wollen wissen wie es Dir damit geht, was Du für Dich unternimmst und ob es DIR dabei gut geht. Ob Du Dich aus deiner derzeitigen Lage lösen kannst und effektive Lösungen gefunden hast.
Diandra
Hallo Higgins,
niemand hat gesagt, dass es einfach wäre
Aber jetzt kann man wenigstens anhand Deines letzten Postings doch etwas mehr von Deinen Gedanken und Ideen ersehen. Und dann klingt alles schon etwas anders - Du suchst nach Lösungen und das ist ein guter Schritt.
Wenn Du guten Gewissens sagen kannst, dass der Vater Deines Töchterchens sorgsam mit der Kleinen umgeht, dann verlangt sicher niemand, dass Du jeglichen Kontakt unterbindest. Woher aber kommen dann Deine Überlegungen, dass er sie evtl. mitnehmen könnte ? Ganz so sicher scheinst Du Dir also nicht zu sein.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Zuversicht und viele gute Lösungen, damit Du und Deine Tochter ein zufriedenes Leben leben könnt.
Grüßle
Diandra