Hallo Heike,
will doch mal nachfragen wie es Dir geht ![]()
LG
Diandra
Hallo Heike,
will doch mal nachfragen wie es Dir geht ![]()
LG
Diandra
Hallo Meni,
ZitatHätte ich meine Frage anders formulieren sollen?
Dass bei einer solchen Frage Emotionen hochkochen können, ist wohl jedem von uns klar. Aber wie kiegen wir das nur am besten hin, um im Nüchternwerden und -bleiben miteinander zu wachsen? Was kann man für eine Beziehung tun, ohne sich selbst vollkommen zum Klops zu machen, ob Co oder Süchtiger?
Nein hättest Du nicht ! Die Frage war so wie sie ist okay ![]()
Liebe Meni ich denke, man sollte eine gute Mischung zusammenpanschen ![]()
- irgendwas aus beidseitiger Toleranz und Rücksichtnahme;
- wichtiges neu Gelerntes liebevoll aber auch bestimmt durchzusetzen, wenn man merkt, dass einem genau das guttut;
- nach eigenem Instinkt handeln;
- und vor allem Gelerntes nicht einfach nur 1 : 1 umsetzen, sondern so umformen, dass beide damit zufrieden leben können.
Könnte man mit der Kreation eines neuen Gerichts vergleichen *smile* - am Anfang könnte es etwas zu scharf sein, oder zu bitter, oder es hat einen schlechten Nachgeschmack. Aber von mal zu mal wird es besser und irgendwann hat man den Bogen raus und es ist einfach stimmig !
Wer hat Dir denn diese Selbstbezogenheit beigebracht ?
Man darf einfach nicht zuviel auf einmal verlangen - wir alle brauchen einfach viel viel Geduld und müssen und ganz viel Zeit lassen.
LG
Diandra
Hallo Lilly,
puuh na das sind ja mal Fragen ![]()
ZitatGibt es eine gewisse Bereitschaft, zum CO zu werden ? Oder sind immer nur die Alkies an allem „schuld“ ?
Das ist einfach eine verhängnisvolle Spirale in der man sich befindet. Hier von "Schuld" auf beiden Seiten zu sprechen finde ich unsinnig. Hier erfolgt auf eine Reaktion jedesmal eine Gegenreaktion und im Laufe der Zeit wird das einfach immer extremer - auf beiden Seiten. Nicht mehr und nicht weniger.
ZitatIst es nicht manchmal die Angst vor Veränderungen ?
Man hat zusammen viel aufgebaut, vielleicht eine Familie gegründet, ein gemeinsames Haus ist vorhanden, eine gemeinsame Firma etc. Ist nicht vielleicht auch Bequemlichkeit der Grund, auszuharren und zu leiden unter einem saufendem Partner ?
Dies könnte sicherlich bei einigen der Grund sein bzw. irgendwann verfällt man in Resignation. Aber auf jeden kann man die Aussage "alles nur Bequemlichkeit" ganz sicher nicht münzen. Wenn ich bequem bin oder resigniert habe, dann wende ich mich weder an ein Forum
noch an eine Beratungsstelle oder an eine SHG.
ZitatOder die Scham vor der Familie und Bekannten, einen Alkie als Partner zu haben und besser die Fassade aufrecht zu erhalten ?
Das gehört Anfangs ganz sicher "zur Spirale" - nach Bemühen meinerseits, dank des Forums z. B. oder des Gesprächs in der Beratungsstelle habe ich diese Fassade ziemlich flott eingerissen - ich habe nichts mehr gedeckelt und ich habe mich ab dem Zeitpunkt auch nicht mehr für meinen Partner geschämt !
ZitatOder die Angst vor Einsamkeit, das man dann allein ist ?
Diese Ängste hat ganz sicher am Anfang jeder ! Aber wenn man sich mit der Thematik beschäftigt, dann kriecht einem der Schreck in die Glieder. Denn einsam sind wir ja eigentlich tatsächlich schon längere Zeit gewesen - es ist uns nur nicht aufgefallen weil wir so beschäftigt waren damit eine Fassade zu errichten.
ZitatOder die Angst, liebgewordene Gewohnheit aufgeben zu müssen ?
Welche liebgewordenen Gewohnheiten - viel liebgewordene Gewohnheiten hat man dann schon lange nimmer.
ZitatWas ist, wenn der Alki merkt, dass der Partner gar nicht zu einem passt
Immer, wenn ich diesen Satz lese frage ich mich ernsthaft, will man uns Co's tatsächlich weismachen, dass der Alki (ich mag diese Abkürzung überhaupt net) als er die Partnerschaft eingegangen ist, schon mit Blindheit und versoffenem Verstand geschlagen war ?? Sind die Alkis denn 24 Std.. Tag für Tag so "dicht" , dass sie in ihrer ersten "erlebten" Nüchternheit mit Entsetzen feststellen müssen, welchen Fehlgriff sie sich da geleistet haben ![]()
Also ich finde diese Sichtweise geht einfach zu weit *koppschüttel*;
wenn der Alki in seinem jahrelang besoffenen Kopf die natürlichen Veränderungen dann nicht mehr mitbekommt und sich folgedessen nicht selber auch weiterentwickelt, macht es natürlich Sinn, dass man nicht mehr zusammenpasst.
Und JA, ich denke schon dass bei vielen die Liebe vorhanden ist - nur aus diesem Grund fängt man an zu kämpfen ! Bequem wäre ich nur, wenn ich abwarten würde bis mein Partner sich todsäuft ! Ihm evtl. von jedem Einkauf großzügig ein "Geschenk" mitbringen würde.
Liebe Lilly - was Dein Mann zum Thema "Schuld" gesagt hat, dem stimme ich vorbehaltlos zu ! Wenn man überhaupt von Schuld reden kann, dann wird diese mit jedem trockenen Tag kleiner und kleiner - und irgendwann ist sie verschwunden. Und ganz bestimmt nicht erst nach 10 Jahren.
LG
Diandra
ZitatIch hab dir schon 2mal geschrieben, aber bich glaube, das ist nicht angekommen,weil ich check das hier nicht so ganz.
Ich bin nicht blöd oder behindert oder so, aber ich kenn mich halt mit Computern nicht so ganz aus.
*räusper*
Ich bin behindert - und ICH komme hier mit dem System sehr gut zurecht.
Trotzdem ein herzliches Willkommen hier.
Grüßle
Diandra
Habe also tatsächlich die 14-tägige Funkstille abgebrochen.
Heute war er hier. Fünf Stunden lang haben wir geredet. Über die Therapie, über das Thema Alkohol, unsere Beziehung und wie es weitergehen wird.
Die 1. Phase seiner Therapie ist nun beendet, jetzt beginnt Phase 2. Das bedeutet er bekommt Arbeitsaufträge und seine Belastbarkeit wird dabei getestet. Weiterhin beinhaltet Phase 2 das langsame Zurückführen in die Familie, also wieder intensivere Einbindung, mehr Präsenz hier bei uns.
Einige Therapiegruppen fallen nun bei ihm weg. Er möchte in dieser zweiten Phase nochmals mehr Einzelgespräche führen, mehr "Aufarbeitungstunden" mit seinem Psychologen führen, geht weiterhin in seine SHG und zum Schluss von Phase 2 beginnt eine intensive Jobsuche. Sobald man eine feste Arbeitsstelle vorweisen kann ist die Therapie komplett abgeschlossen.
Die Tabletten hat er fast ganz ausgeschlichen - ER ist wieder da. Lebenswille und -freude sind wieder erkennbar, feste Ziele vorhanden, er setzt sich wieder durch.
Nun wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob wir diese "heftigen" Zeiten gemeinsam gut überstanden haben und einen Neuanfang starten können.
Ich bin jetzt nicht euphorisch und warte mit Gelassenheit ab, ob wir tatsächlich wieder gemeinsamen Zeiten entgegengehen können. Sollten wir auch diese Hürde noch gemeinsam schaffen, dann werden wir einen Neuanfang starten - mit allem drum und dran. Urlaub, Umzug, neues Umfeld - das haben wir uns jetzt für die nächsten Monate vorgenommen. Phase 2 wird bedeutend kürzer sein, so dass Er spätestens im Mai/Juni die WG verlassen wird.
Hallo Jason,
herzlich Willkommen - ja - hier bist Du richtig.
Es ist nur schwierig Dir auf Deine Frage eine klare Antwort zu geben.
So wie Du das Problem geschildert hast kann man vermuten, dass Deine Freundin ein Problem mit ihrem Trinkverhalten hat. Einiges deutet darauf hin.
Du hast keine komischen Fragen gestellt - Deine Sorgen kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber was kann ich Dir raten ? Eigentlich nur, dass Du das Gespräch mit ihr weiterhin suchen solltest.
Erzähl Ihr von Deinen Sorgen, wie Du dich dabei fühlst, was Dich stört; eine Auszeit - nur weil Du Dir Sorgen machst - frage sie, ob sie da nicht etwas überreagiert.
Ich hoffe Du wirst etwas mehr Klarheit für Dich erreichen.
Grüßle
Diandra
Hallo lavendel ![]()
am Anfang sollte man das eher ruhen lassen; es sei denn ER fängt von selber an etwas dazu zu sagen. Sie haben soviel nachzudenken und das "verarbeiten" und das sich Neuorientieren kostet eine Menge Kraft.
Bei uns ist es so, dass ein paar Monate später immer mal überraschenderweise von Ihm das Thema angeschnitten wurde. Und da konnten wir dann auch beide besser drüber reden, es ist dann nicht mehr ganz so emotional.
So
jetzt geh ich ne E-mail schreiben ![]()
LG
Diandra
Hallo Anonym,
natürlich kannst Du Dich hier auch zu Wort melden ![]()
Grüßle
Diandra
Hallöchen Heike ![]()
Zitat von PottWie geht es dir damit, dass nun Tag 14 der Funkstille ist? Was fühlst du? Wie sind deine weiteren Konsequenzen? Verdrängst du deine Gefühle? Ich glaube nicht, dass du dem nur ein PS widmest - sein Verhalten ist für dich bestimmt sehr kränkend. Ich will nicht in alten Wunden rühren, aber du hast mir gesagt, ich solle mich um mich kümmern und ich habe Gefühlsinventur gemacht..... was ist mit dir? Pass gut auf dich auf!!
Ich schicke dir ganz, ganz viele Knuddler rüber und wünsche dir nur das allerbeste .- du hast es so sehr verdient!!!!!!!
Hm ...was plagt mich ? Große Ratlosigkeit, etwas Verständnislosikeit, ich bin wütend, weil ich es nicht nachvollziehen kann, wieso ER sich nicht wenigstens mal per sms oder am Tel. meldet, ich verurteile sein Wackeldackelsyndrom und nichts wäre mir mom. lieber, als dass ich eine Meldung bekäme, damit ich endlich weiß wie es mit mir weitergehen könnte.
Der Verdrängungsmechanismus würde nur funktionieren, wenn ich auch dieses Form meiden würde
Somit beschäftige ich mich eigentlich tagtäglich mit mir und meinen Gefühlen. Ist aber alles ziemlich unbefriedigend wenn man so in der Luft hängt wie ich gerade.
Habe heute morgen aber beschlossen der Funkstille ein Ende zu bereiten. Da ich evtl. einen neuen Job annehmen werde, sollte ich jetzt auch schnellstens in Erfahrung bringen welchen Weg mein Partner nun einschlagen wird. Ich gehe mal davon aus, dass er sich hier komplett rausziehen wird und somit werde ich dann einen fetten Strich ziehen und wenn, dann halt ganz neu anfangen. Ist nicht das schlechteste, ist noch früh im Jahr und vor allem kann ich mich dann fest auf meinen Job konzentrieren !
Danke Dir für die lieben Knuddler
irgendwann wird irgendwer schon richtig zu schätzen wissen, wer ich bin und was ich bieten kann ![]()
@Krebschen ... *lach* na da sind wir ja recht nah beieinander
Wohne auch in Bilk - in der Nähe vom Aachener Platz *smile*
Wünsche Euch auch ein wunderschönes Wochenende - lasst es Euch einfach richtig gut gehen.
LG
Diandra
Hallo Sabine ![]()
jawoll waschecht sogar *ggg*
Na das ist doch klasse mal jemanden aus der gleichen Stadt hier anzutreffen. Jetzt bin ich echt mal gespannt in welchem Stadtteil Du steckst ![]()
Grüßle
Diandra
Hallo Spedi,
ZitatKlartext: es entsteht ein "neuer Mensch". Einer, der sehr häufig nichts mehr mit dem "von Früher" gemeinsam hat!
Selten entsteht dieser neue Mensch aus sich selbst heraus ! Also wird er geformt - von anderen Menschen, die die sich u. a. Therapeuten, Berater oder gar Psychologen nennen. Eins haben diese Menschen alle gemeinsam - meines Erachtens haben sie alle nach dem gleichen Lehrbuch gelernt. Trotz massivster Rückfälle - die wenigstens schaffen es über laaange Jahre trocken zu bleiben - bleiben sie bei ihrem System ! Es gibt kein dazulernen, keine Abweichungen - die Erfolgsquote ist minimal geblieben - aber es wird munter nach Schema F therapiert. Ganz bös formuliert wäre eine besprochene CD billiger, die mit den zig Geboten des Trockenwerdens besprochen wird.
Das ist kein neuer Mensch ! Das ist ein nach festen Regeln geformter Mensch.
ZitatUnd der (ich vergleiche das sehr gerne so) wie ein kleines Kind erst mal das "richtige Leben" lernen muss - er kannte ja nur die "Suff-Strategien".
Ein kleines Kind ist neugierig, wissbegierig, dem Neuen gegenüber aufgeschlossen und ziemlich unbefangen dabei - es hat keine Vorurteile, es vertraut, ist in keiner Weise verbittert oder unbelehrbar.
Zitat"Ich habe doch nicht getrunken, warum soll ich mich denn verändern", fragen mich viele Angehörige immer wieder. Nun, mal ehrlich: wäre ja auch am bequemsten so, nicht? Wird aber nicht funktionieren. Denn der "neue" Partner (=der trockene Alkoholiker) hat sich bereits verändert. Wenn der Angehörige seinerseits nun nicht auch sich den neuen Gegebenheiten stellt, sondern auf althergebrachtem beharrt, es einfordert, dann wird er naturgemäß mit diesem "neuen" Partner nicht mehr harmonieren...wie in jeder Beziehung, die sich nicht regelmässig erneuert und anpasst.
Was sollte man an sich ändern ? Soll ich mich um 360° drehen, mich auf die Couch knallen und rufen: "Schatz, mach Du das mal - Du kannst das besser ?" "Ich hab jetzt keinen Bock darauf - das ist jetzt DEIN Part" oder was ? Wieso schätzen mich alle anderen Leute nur mein Partner nicht mehr ? Was ist auf einmal an mir so falsch ? Ich weiß was an mir dann auf einmal so falsch ist ! Ich bin der ihm am nächsten stehende Mensch der allen Sch... miterlebt hat bis in die tiefsten Tiefen - und die Erkenntnis ist bitter und hart !! Für ihn - nicht für mich.
Da kommt dieser veränderte Mensch nach Hause rümpft die Nase - erzählt das muss geändert werden, dies müssen WIR anders machen, jenes ist total verpönt. Zaghaft versucht man einen Einwand (manchmal steckt sogar eine Logik dahinter) und man erntet einen bösen Blick - ich habe das so gelernt ! "Wenn ich mich in einer Situation nicht mehr wohlfühle soll ich diese verlassen"
- "wenn Du nicht mitmachst - dann geh ich halt"
und und und und
Wo ist da noch die Gemeinsamkeit ? Es wird ja nicht nett gefragt, drüber gesprochen - es kommen gradlinige Anweisungen - "zieh mit sonst geht da gar nicht mehr mit uns".
Stimmt das Trockenwerden ist ein langjähriger Prozess; das neue Miteinander aber auch - da sollte man gemeinsam reinwachsen - beide Seiten müssen Toleranz zeigen; nicht mit geballtem Wissen um sich schlagen und alles als Wort "des Heiligen Therapeuten" an die Wand nageln !
Kann ich nur mithalten und verstehen, wenn ich mich selbst therapieren lasse ? Stossen dann 2 extrem kontroverse "neu" geformte Menschen aufeinander ? Jeder will sein Erlerntes anwenden und durchziehen - na Mahlzeit ![]()
Grüßle
Diandra
jawoll - der Alltag hat mich wieder
wobei viele noch in Urlaub sind, bis heute ja noch Schulferien hier in NRW sind - somit beginnt das richtige Tagesgeschäft erst am Montag - allerdings habe ich den dann frei *freu*.
Hatte 7 Wüstenrennmäuse - eine 3-er Gruppe und eine 4-er Gruppe. Jede Gruppe ist in einem Terrarienbecken. Somit haben wir zwei. Mittlerweilen ist aber in jedem Becken ein Mäuschen weniger drin. Wüstenenrennmäuse werden höchstens 4 Jahre alt. Und wir befinden uns schon am Ende des 3. Jahres.
Wünsche Dir auch ein richtig feines Wochenende ![]()
LG
Dia
Mein Tag heute war okay - auf Arbeit gabs gerade soviel zu tun, dass mich nicht unbedingt die Langeweile geplagt hat ![]()
Die Mädels sind wieder gesund - und ich bin immer noch mopsfidel *gg*.
Tja, das Katzenmädel macht nun einen auf Psycho
Hockt stundenlang vorm Küchenschrank auf der Lauer, angelt immer mal wieder mit der Pfote drunter - rennt hin und her, so dass ich dauernd unsere Wüstenrennmäuse zählen gehe
Dabei kann sie an die Terrarienbecken gar nicht ran ![]()
Die Krönung ist neuerdings morgens früh - Katzenmädchen turnt ganz oben auf den Küchenschränken rum. Früh morgens ein KRAWUMM - wir alle saßen senkrecht im Bett
- wat hat se nu wieder angestellt. Sie fand es lustig, das dickste Kochbuch - wie auch immer - rauszuschubsen, welches dann auf den Küchenfußboden knallte. Als wir alle wach waren tänzelte sie freudig um uns rum und fand es superklasse, dass sie nun gefüttert wird ![]()
Liebe Heike, ich wünsche Dir morgen auch einen richtig schööönen Tag ![]()
LG
Diandra
Ansonsten kann ich nur sagen, dass heute Tag 13 der totalen Funkstille gewesen ist ![]()
Hallo meni,
ich würde mir von meinen Partner wünschen, dass er mehr mit mir reden würde - also darüber wie er sich fühlt, was ihn frustet, was ihn stolz macht - halt über seine Gefühlswelt. Da nicht jeder jeden Tag unbedingt gesprächswillig ist sollte man sich vielleicht 1 x die Woche gemütlich zusammensetzen, eine behagliche Atmosphäre schaffen und über die Woche, über Ängste, Ärger usw. in Ruhe sprechen.
Und das er "Hilfe" annimmt, aber dabei das für sich Wichtige besser rausfiltert und anwendet. Oft hat man das Gefühl das neu Erlente wird 1:1 einfach umgesetzt - ohne Rücksicht auf die Gefühle des Partners. Ich denke, wenn beide an der Beziehung arbeiten, muss es möglich sein respekt- und liebevoll weiter miteinander umzugehen.
Man soll ja den Alltag neu strukturieren. Gewohnheiten über Bord werfen, neue Hobbys und Beschäftigung einplanen - aber sicher hat jeder auch liebgewonnene Rituale. Warum gleich alles rigeros ablegen und ändern. Das eine oder andere Vertraute beibehalten, ausbauen - einfach zeigen, dass das "gemeinsame" Leben noch einen wichtigen Wert für einen hat.
Ich stelle gerade fest, es ist gar nicht so einfach auszudrücken, was man für Vorstellungen und Wünsche am trockenen Partner hat.
Grüßle
Diandra
Hallo Heike,
Du denkst an so viele "wenn" und "aber" - versuchst alles und jede Situation durchzuspielen, machst Dir so viele Gedanken, dass Du gar nicht mehr dazu kommst etwas für Dich zu tun. Du musst auch nicht unbedingt tiefes Mitleid mit Deinem Mann haben - er wird das gut durchstehen.
Eine SHG zu besuchen und einen Psychologen aufzusuchen sind doch schon mal gute Ansätze - ihr müsst nur schauen, dass das ein fester Bestandteil seiner Wochenplanung auf längere Sicht bleiben wird.
Dich plagen die gleichen Ängste wie mich
Auch wir fühlen uns unsicher, man ist eifersüchtig, es plagen einen Verlustängste und man ist irgendwie mit der ganzen Situation überfordert. Plötzlich bestimmen fremde Menschen über das eigene Leben. Dazu kommen die neugewonnenen Erkenntnisse, das alles ist nicht leicht unter einen Hut zu bringen.
Ich kann Dir nur sagen, es wird wieder besser. Viel miteinander reden hilft in den nächsten Tagen. Viel zuhören, er wird viel zu verarbeiten haben. Und versuchen den Alltagstrott zu ändern.
Gestern warst Du aufgeregt - arbeit lenkt sehr gut ab, stärkt das Selbstwertgefühl und tut eigentlich richtig gut. Also überlege es Dir nochmal - ist nicht das schlechteste. Und zum Thema abholen: Ihr seht Euch am Samstag und werdet sicherlich eine gute beidseitige Lösung finden. Mach Dir da mal keine Gedanken.
Du fandest mein Geschreibsel strukturiert
ich kann Dir nur sagen, ich hab mich aber so nicht unbedingt gefühlt
Allerdings habe ich da schon einige Entzüge und seine 1. WG-Erfahrung hinter mir gehabt.
Du wirst nicht durchdrehen - kümmer Dich jetzt erst mal intensiv um dich, dass hast Du verdient und das solltest Du auch machen ![]()
LG
Diandra
Hallo Marlasingers,
ZitatSchön, dass man auch hier der Meinung sind, dass ich überhaupt nichts tun kann. Am Besten wäre es wohl, ich verlasse ihn und hoffe, dass er sich möglichst schnell unter die Erde säuft. Das war die Reaktion, auf die ich auch im Bekanntenkreis gestossen bin (daraufhin habe ich mich hier angemeldet, ich hatte mit etwas Kontsruktiverem gerechnet).
Was Du jetzt hier an Antworten liest liebe Marlasingers, das sind bitter Erfahrungswerte. Ich wünschte es gäbe konstruktive Tipps. Hast Du Dich selber denn schon mal an eine Beratungsstelle gewandt ? Vielleicht so als Vergleich zwischen den Aussagen hier im Forum und dort in der Beratungsstelle ?
Mein Partner ist auch ein friedlicher Zeitgenosse. Aber laß Dir gesagt sein, dass sind die Anfänge - so etwas kann sich auch ganz schnell ins Extreme umschlagen und dann ist das friedliche weg. Es muss ja nicht immer körperliche Gewalt im Spiel sein - aber glaube mir, auch verbal kann man ganz schön verletzt werden.
ZitatZu dem Satz "Klare Regeln aufstellen. Wenn er nüchtern ist das Gespräch suchen, Hilfe anbieten ala: ich bin immer für Dich da - vorausgesetzt Du bist nüchtern und willst es auch bleiben. " brauche ich als Neuling noch ein bisschen Info: Wie sehen die Regeln aus?
Was erwartest Du denn überhaupt von Deinem Partner ? Kontrolliertes Trinken ? Das wird nicht klappen !! Das wird sich ganz schnell wieder zur normalen Trinkgewohnheit steigern.
Also aufhören...gell ?
Mit seinen ganzen Aussagen zeigt er aber, dass er dazu noch gar nicht bereit ist. Somit, was willst Du tun ?
Du kannst nur versuchen, wenn er nüchtern ist mit ihm zu sprechen. Sage ihm wie Du Dich fühlst, was Dich stört, was Du von ihm erwartest. Du wirst sehen, er wird wieder alles abwiegeln, Ausreden parat haben, sich winden, versuchen Dir das kontrollierte Trinken schmackhaft zu machen !
Ehrlich, gäb es einen einfachen Weg durch viele gute Tipps - ich wäre Ihn schnurstracks gegangen. Leider versagen bei einer Sucht alle Mechanismen - die Sucht wird immer stärker sein !
Weißt Du marlasingers, mit fast der gleichen Einstellung bin ich im März 2006 hier aufgeschlagen
- leider musste ich so nach und nach erkennen, dass es keinen anderen Weg gibt als konsequent zu sein, sich selber viel Gutes zu tun, sich vom trinkenden Partner abzugrenzen - bei mir ist nun sogar die räumliche Trennung schon lange vollzogen - und sich aus dem co-abhängigen Verhältnis zu lösen.
Grüßle
Diandra
Hallo Kadipp,
ZitatWenn ich gehe, sagt er, er muss trinken, weil er enttäuscht von mir ist und ich ließe ihn alleine.
Na damit hat er dann doch wieder einen guten Grund gefunden um seine Trinkerei zu begründen.
ZitatWenn ich bleibe sagt er, ich soll ihn doch mal in Ruhe lassen, er würde jetzt keine Umarmungen wollen..??????
Na kannst Du ihn in einen Rausch versetzen ? Riechst und schmeckst Du nach Alk - um es mal ganz uncharmant auszudrücken ? Somit wirst Du gleich wieder auf Platz xx zurückgewiesen.
Du hast es schon ganz richtig gesehen, egal wie wir was machen, es ist falsch und wird nicht angenommen. Somit haben wir gar keinen Spielraum für irgendwas.
Man kann da wirklich nur mit Konsequenz rangehen. Klare Regeln aufstellen. Wenn er nüchtern ist das Gespräch suchen, Hilfe anbieten ala: ich bin immer für Dich da - vorausgesetzt Du bist nüchtern und willst es auch bleiben.
Grüßle
Diandra
Nachsatz:
uuups - natürlich erst mal ein ganz herzliches Willkommen hier marlasingers ![]()
Hallo marlasingers,
ZitatDass es nicht nur leere Versprechungen sind, sehe ich an seinem Bemühen, weniger zu trinken
Weißt Du, warum er sich bemüht ? Nicht weil er die Problematik erkennt, sondern weil er seine Ruhe haben will. Er bildet sich ein solange er weniger trinkt gibst Du Dich damit zufrieden und er kann weitertrinken.
ZitatIch weiss, dass ihm Vorhaltungen und Trennungsdrohungen noch weiter in die Sucht treiben, also möchte ich das gern vermeiden (zumal es sowieso noch nie gefruchtet hat).
Ich weiche dem Thema nciht aus, nenne ihn auch offen einen Alkoholiker (was ihn natürlich erstmal zur "Siehst du, ich bin ja krank"-Argumentation bringt, ich erhoffe mir durch den offenen Umgang aber schon einiges).
Er sieht die Problematik, und ich unterstütze ihn wirklich gern dabei. Am sinnvollsten wäre es, eine Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe zu besuchen, um das Problem langfristig zu lösen, "so schlimm" ist es aber nciht, er möchte es "alleine schaffen". Gibt es wirklich sinnvolle Verhaltensweisen?
Drohungen zeigen keinerlei Wirkungen - was soll denn schon passieren ?
Die ganze Argumentation ist völligst typisch für jemanden, der nicht vom Alkohol lassen will. All diese Ausreden hat mein Partner auch benutzt. Vor allem der Satz: ich bin ja krank
Er will gar nicht mit dem Trinken aufhören und somit hat er rein gar nix kapiert. Wie gesagt - er will nur in Ruhe weitertrinken dürfen.
Man kann da nur ganz konsequent rangehen - reine Einsicht, und ich schaff es allein, ist von vorn herein zum scheitern verurteilt. Du kannst ihm gar nicht helfen, weil er noch gar keine Hilfe sucht.
Die beste Hilfe die wir geben können ist keine Hilfe anbieten und sich konsequent abgrenzen. Sonst wird sich gar nichts ändern.
Grüßle
Diandra
ZitatWenn ich umgezogen bin,in ca.2 Wochen gehts los, und alles fertig habe, werde ich mich nur noch um mich kümmern und mir selbst auch helfen indem ich eine Therapie mache, ich will nicht mehr umkippen...
Fang jetzt damit an
Du brauchst Deine ganze Energie für den Umzug.
Zitatmit meiner Schwester habe ich auch heute telefoniert, die ist der Meinung, lass ihn einfach in Ruhe,rede nur das was nötig ist mit ihm, nicht auf Endlosdiskussionen einlassen, wenn er was braucht, soll er sich melden, oder er soll seine Sachen sowieso mal alleine machen,ich brauche nicht seine Waschfrau spielen, einfach loslassen und das eigene Leben leben... Recht hat sie...
Wenn Du es schaffst den Ratschlag Deiner Schwester in die Tat umzusetzen, dann bist Du schon wieder ein ganzes Stück weiter.
Kümmer Dich um Dein neues Leben - neue Wohnung, neue Freunde - das wird richtig spannend für Dich
und vor allem, freu dich drauf.
Wünsche Dir, dass der Umzug gut über die Bühne geht ![]()
Grüßle
Diandra