Beiträge von Diandra

    Guten Morgen Maria,

    so ganz stimmt Deine Aussage bezogen auf meinen Thread nicht. Auch wenn ich schlussendlich eingesehen habe, dass der Alk für meinen Ex wichtiger war als ich, so bin ich weder enttäuscht noch hart dadurch geworden.

    Ich für meinen Teil fühle mich befreit, erleichtert und das letzte Jahr war mit eins der schönsten Jahre. Ich konnte nämlich meinen Traum erfüllen. Ich bin nicht mehr abhängig, treffe meine eigenen Entscheidungen und brauche mich nicht mehr ducken oder gar falsche Rücksichtnahme nehmen. Ich denke kaum noch an den Ex und bin auch nicht mehr wütend oder enttäuscht über ihn. Ex = Abschluss. Ein Kapitel meines Lebens habe ich gut beendet. Und das macht mich zufrieden und immer wieder glücklich.


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    Es hat mich zwar erst sehr getroffen, als ich hörte, dass er eine neue „Flamme“ hat. Doch als ich erfuhr, wer es denn nun war, da war ich ehrlich erschüttert. Denn diese „Dame“ passt überhaupt zu seinen Wertvorstellungen. Seine Worte: Es gibt Frauen zum heiraten und es gibt Frauen für sonstiges. Diese „Dame“ (kenne sie seit Jahren persönlich) gehört wahrlich nicht zur ersten Kategorie.

    Wenn das so ist, wie Du sie bewertest, dann würde ich den Knaben nicht mehr um mich haben wollen, geschweige denn noch jemals wieder anfassen. Das wäre es mir nicht wert, den ich bin mir was wert.

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    Hat er Dir vielleicht Deine "Macht" genommen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf ? Weil Du das nicht willst ?

    Das verstehe ich nicht?

    Ist nicht jeder Co in gewisser Weise auch hörig? Denn sonst wäre er ja nicht in diese Situation gekommen.

    Na ist es nicht so, dass wir nicht gerne zugeben an diesem Hilfsprojekt gescheitert zu sein ? Das wir glauben, unsere Liebe heilt alles ? Das wir damit sogar einen Alkoholiker "trocken" legen können. Das es allein in unserer Hand liegt, dass er wieder zu sich kommt und wir "gerettet" haben ...... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute glücklich und zufrieden ?


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    Ich möchte nicht mit einem nassen Alkoholiker alt werden (siehe bitte weiter oben).

    Natürlich ist das Traumdenken, aber hattest du dieses nicht auch bevor du unsanft und heftig auf den Boden der Tatsachen geholt wurdest?

    Natürlich war das mal mein Wunsch. Sonst wäre ich ja nicht hier gelandet. Unsanft und heftig war der Boden der Tatsachen allerdings nicht - allein durch dieses Forum. Hier habe ich gelernt mit mir umzugehen, mich auch allein auszuhalten, mich nicht mehr abhängig zu machen. Schritt für Schritt. Ein Abnabeln über viele Monate - zumindest so sanft, dass meine Tränendrüsen recht wenig zu tun hatten. Wenn auch langsam und zickig, so habe ich doch umgesetzt, was hier überall zu lesen steht. Ich habs ausprobiert und war oft mehr als angenehm überrascht wie gut mir das getan hat. Mein Selbstbewusstsein ist dadurch enorm gestiegen. Und das hat sich überall in meinem Leben als sehr positiv herausgestellt.

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    Mein Anteil liegt darin, dass ich meine Augen verschlossen habe. In einer „heilen“ Welt leben wollte. Einen Mann der mich liebt, einen Mann den ich liebe, ein partnerschaftliches Miteinander, eine Beziehung auf Augenhöhe, dass einer für den anderen da ist, ein gemütliches Zuhause, einen guten Job. Kinder, die ich gerne gehabt hätte, doch das Thema hatte sich ja mittlerweile auf natürliche Weise erledigt.

    Diese Welt gibt es immer noch Maria. Nur muss man mit offenen Augen durch die Welt gehen. Aus genau diesen Gründen habe ich den Ex losgelassen. Für mich ist er eine Zeitbombe gewesen, selbst wenn er über Monate trocken war, so konnte er jederzeit wieder hochgehen. Das war mir zuviel Unruhe in meinem Leben. Ich hätte ihn ja ständig im Auge behalten und jede Reaktion abgecheckt. Denn mein Vertrauen hatte ich wohl schon länger verloren. Ich für meinen Teil habe mir Stück für Stück diese heile Welt zurückerobert. Und darin lebt es sich verdammt gut.


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    Du hast Dich da in etwas verannt und reingesteigert, was gar keinen Bestand haben kann - so wie es jetzt ist.

    Du hast Recht, ja habe ich. … so wie es jetzt ist – meine Hoffnung war und ist, dass er die Problematik für sich erkennt und handelt.

    Das ist mein Problem, ich muss für mich einsehen, dass er die Situation nicht ändern will. Das macht mir zu schaffen und auch, bewerte ich das Thema Alkohol zu hoch? Ich sorge mich nicht um ihn, das habe ich längst abgelegt. Doch tue ich ihm unrecht? Sehe ich ein Problem wo gar keines ist?

    Dein Problem ist eher, dass Du nicht bereit bist, Dich gezielt nur noch um Dich und Deine Belange zu kümmern. Du hast bei ihm das Problem mit dem Alkohol und ER soll die Situation ändern. Nööö, Du musst die Situation für Dich ändern !
    Worin solltest Du ihm unrecht tun :shock: Brauchst Du Alkohol, bist Du fremd gegangen ? HALLO ....
    Oder gräbst Du nach Überlegungen, dass Du ihn in den Suff und in andere Frauenarme getrieben hast :roll: Dann würde ich sagen, ist bei Dir noch nicht viel angekommen von Deinen Hilfemaßnahmen, die Du in Anspruch nimmst wie z. B. Therapeut, SHG und Beratungsstellen.

    Maria, du bist hier, lies Dich durch die Threads. Ich wünsche Dir viele gute Erkenntnisse und die Zuversicht, Selbstbewusst ein neues Kapitel in Deinem Leben zu öffnen und zu leben. Ja, es dauert seine Zeit, aber das ist es wert. Hier geht es nur um Dich !

    Grüßle
    Diandra

    Dagmar ... vielen Dank für Dein Posting ... Deine Worte zu lesen hat auch mir mal wieder gut getan :wink:

    Hallo Antilope,

    ich glaube nicht, dass ich hart bin oder hart mit anderen umgehe. Mir geht es eher darum zu versuchen, einfach mal die Fakten klar und ohne Emotionen aufzuzeigen.

    Ich habe mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Natürlich hat hier Wichtel niemanden vor den Kopf gestossen. Mein Satz bezog sich mehr darauf, dass Wichtel ja schon einige Zeit mit einem Therapeuten, Sucht- und Lebensberatung und einer Angehörigengruppe arbeitet.

    Es stimmt, ich habe das alles hinter mir gelassen. Mir geht es gut und jeder Tag der da kommt, ist ein guter Tag und wird von mir so gelebt, wie ich es will. Ich müsste hier auch nichts mehr schreiben, denn es ist nicht meins. Aber die Gemeinschaft hier hat mir geholfen aus meinem Jammertal zu kommen - eben auch z. T. mit harten Fakten und Worten, welche ich so nicht lesen wollte. Irgendwann später hatten all diese Worte einen anderen Sinn - erst dann habe ich sie verstanden. Und da klangen sie auch nicht mehr hart.

    Es kommt eben immer darauf an, was man annimmt, was man daraus macht und was man erst einmal ignoriert. Daraus entsteht der eigene Weg - und wer lieber Sackgassen, Umwege und Stolpersteine auskundschaften will, der wird sich nicht davon abhalten lassen. Jeder kreiert seinen eigenen Weg.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Wichtel,


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    ich muss so offen sein, bin am Rand meiner Möglichkeiten. Ja, es war ein Schock, ich bin nach 7 Monaten immer noch wie paralysiert. Ich habe geglaubt er geht und merkt was er mit mir verloren hat, dass ich ihm wichtig bin und wieder kommt. Stattdessen ist er jetzt mit einer Frau zusammen, über die er vor noch nicht einmal einem Jahr sehr sehr hässliche Worte sagte. Es hat mich zutiefst erschüttert, dass er seine Wertvorstellungen so einfach über Bord kippte.


    Und welche Wertevorstellung hast Du über Dich ? Du bist erschüttert, weil er Dich einfach ausgetauscht hat. Hat er Dir vielleicht Deine "Macht" genommen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf ? Weil Du das nicht willst ?

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    Wir hatten fast immer die gleiche Ansicht, daher kam es äußerst selten zu Meinungsverschiedenheiten oder Streiten. Obwohl, wenn ich mir gegenüber ehrlich bin, habe ich mich auch öfter zurückgenommen und nichts gesagt. Bei jedem Streit hatte ich Angst, dass er mich verlässt.

    Deine Postings klingen eher so, als wenn er immer eine Meinung hatte und Du hast sie übernommen, damit es keinen Streit und keine Meinungsverschiedenheiten gibt. Ganz ehrlich, das sind keine Gemeinsamkeiten, Du bist ihm hörig und magst nicht daran arbeiten, aus diesem Hörigkeitsgefühl rauszufinden !

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    Unsere Wertvorstellungen und Ziele waren sehr identisch. Er ist der Mann mit dem ich gerne alt werden möchte. Lange haben wir nach einem Ort gesucht, an dem wir beide glücklich werden können und als wir ihn gefunden hatten und (fast) fertig waren ist er weggelaufen. Vor mir, vor sich selber, vor seinen Problemen?

    Möchtest Du wirklich mit einem Mann alt werden, dessen Alkoholkonsum sich im Laufe der Jahre weiterhin steigern wird, wenn er wie bisher weitermacht und nicht aufhört zu trinken :shock: Möchtest Du ihn hegen und pflegen, wenn die Hirnzellen alle versoffen sind ? Verstehst Du das unter gleichen Wertevorstellungen und Ziele ?

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    Auch ich bin mir sehr sicher, dass die Veränderung in seinem Verhalten mit Alkohol zu tun hat. Das könnte sich aber bei Abstinenz zurückbilden, darum wünsche ich mir nichts mehr, als dass er seine Problematik erkennt und wieder nach Hause kommt.

    Du bist Dir sicher ? Das könnte ? Und wenn nicht ? Wenn man aus der Sucht aus eigenen Stücken wieder rausfindet ist man nicht mehr einfach mal eben so wie vorher. Das ist Traumdenken ! Da muss er hart an sich arbeiten, da muss er sich auf sich selbst konzentrieren und wieder wirst Du das Gefühl haben, dabei auf der Strecke zu bleiben !

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    Natürlich habe ich habe an der Situation auch meinen Anteil und ständige Zweifel zermürben mich, ist es richtig, dass ich so konsequent bin, ist es wirklich der Alkohol? Soll ich ihn anrufen, soll ich ihm schreiben, was kann ich nur tun?

    Wo genau liegt Dein Anteil daran ? Ein wenig aufmüpfig zu werden, weil er trinkt ? Was noch ? Hast Du ihm die Flaschen an den Hals gesetzt und ihn gezwungen zu trinken ?
    Wichtel, Aufwachen ! Es geht hier um Dich. Du hast Dich da in etwas verannt und reingesteigert, was gar keinen Bestand haben kann - so wie es jetzt ist.

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    Trotz Psychotherapie, Gesprächen bei Sucht- und Lebensberatung und "meiner" Angehörigengruppe vom Kreuzbund schaffe ich es nicht ihn gehen zu lassen, denke nur an die schönen Zeiten, die unschönen verdränge ich, ich bin so hilflos, durcheinander und todunglücklich.

    All diese Menschen können Dir nicht helfen, wenn Du Dir nicht helfen lassen möchtest ! Das ist wie bei dem Alkoholiker, nimmt er die Hilfe nicht an und setzt sie um, säuft er weiter.

    Vielleicht solltest Du Dein Konzept mal bewusst verändern. Mach eine Liste mit all den schönen Seiten und stell all die unschönen Situationen mal dagegen.

    Was bist Du Dir Wert ? Was möchtest Du in Zukunft noch so erleiden ? Magst Du das Gefühl der Erniedrigung und des Leides dann doch lieber, als glücklich und zufrieden zu leben ?

    Wenn Du tatsächlich aus Deinem Jammertal rausfinden willst, dann fang endlich an für Dich zu sorgen ! Verabschiede Dich von den "Gedenkstunden" an ihn. Er säuft, er hat eine andere Frau um sich - Du brauchst Dich gedanklich also nicht um ihn sorgen ! Er hat sich versorgt.

    Wenn Du es wirklich willst, wirst Du es schaffen Dich auch gedanklich von ihm loszulösen. Aber dafür musst Du etwas tun und nicht ständig all die Leute vor den Kopf stossen, die Dir Wege aufzeigen, die Dir Hilfe anbieten und schlussendlich sehen müssen, dass Du gar nicht gewillst bist etwas an Deiner Situation zu ändern !

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Lucy,

    ein kräftiger Windstoss und der Käfer schafft es meist wieder weiterzukrabbeln :wink:

    Es ist zwar traurig, dass Du wieder diese Erfahrung machen musstest, aber statt im Selbstmitleid zu baden, solltest Du nun tatsächlich mal konsequent durchziehen, was Du Dir ja eigentlich vorgenommen hattest.

    Und was Ihr da Eurem Mädel antut - was glaubst Du, was Du jetzt tatsächlich in erster Linie machen solltest. Schau, dass Du Deinem Mädel hilfst. Es kann doch nicht sein, dass ein Kind in der Schule sitzt und weint, weil sie mit der Situation zu Hause nicht mehr klar kommt. Sie braucht Dich, Du bist ihr Halt und sie lernt doch von Dir :shock:

    Hör auf, Dich einlullen zu lassen, sondern geh Deine kleinen Schritte kontinuierlich und konsequent. Denk darüber nach, ob Du noch mehr Jahre auf die Art und Weise verbringen möchtest. Wende Dich an eine Beratungsstelle, lass Dir aufzeigen was es an Möglichkeiten gibt - auch in finanzieller Hinsicht. Fang einfach an ....

    Grüßle
    Diandra

    Guten Abend,

    es freut mich, dass hier gerade ein reger Austausch stattfindet :)

    Also erst einmal möchte ich sagen, wir haben uns hier in einem Angehörigen- und Alkoholforum angemeldet, weil wir mit dieser Thematik irgendwie behaftet sind. Somit lieber Silberkralle kann ich mit Deinem Einwurf grad nicht viel anfangen. Klar, essen und trinken muss ich - aber selbst da kann und sollte ich entscheiden, was mir gut tut und was nicht !

    Eric, ich bin auch nie in einer SHG oder in therapeutischer Behandlung gewesen. Dieses Forum hat mir genug Wege aufgezeigt wo es für mich langgehen kann. Hier muss aber jeder für sich selber schauen welche Hilfen er schlussendlich doch braucht.

    Ich will hier auch nichts vermischen, sondern nur beide Seiten gegenüberstellen.

    Wir wissen, was von einem Alkoholiker verlangt wird um den trockenen Weg gehen zu können.
    Die Bereitschaft selber aber auch gezielt solch einen Weg zu gehen wird oft mit dem Deckmäntelchen "Liebe", "Leid" und "Schmerz" zugedeckt.

    Ich bin der Meinung, dass das Wort "Co-Abhängig" hier viel zu oft benützt wird. Ich meine, wir sind uns ja einig, dass es eine Co-Abhängigkeit gibt - das wird gar nicht in Frage gestellt. Es geht hier auch nicht um den Schweregrad oder die Abstufungen einer Co-Abhängigkeit. Hilfe zur Selbsthilfe ist hier gefragt.
    Das Besinnen auf sich selber - auf die eigenen Bedürfnisse - und auf das Ausloten was tut mir gut - was schadet mir !

    Es gibt die Co's, die die ideale Basis haben in Bezug auf eigene Wohnung, Arbeit, Kinder die derweilen in Obhut sind und es trotzdem nicht schaffen sich erst einmal gründlich abzugrenzen. Die, die ununterbrochen sagen: Ihr habt ja Recht ... aber :shock:

    Es gibt hier viele ältere Threads wo man die Ja-Aber-Sätze nachlesen kann, die aber auch aufzeigen, wo der Weg schlussendlich dann doch hinführt. Oder die Co's welche ganz gezielt und konsequent den Ratschlägen derer gefolgt sind, die das Drama schon hinter sich hatten. Erstaunlicherweise sind diese Paare oft auch heute noch zusammen. Es hat also etwas gebracht.

    Schaut doch bitte einfach mal nur auf Euch selber. Auf Eure Gefühle, auf das was ihr von Eurem Leben tatsächlich erwartet. Seid ehrlich zu Euch selber und handelt dann dementsprechend.

    Co-Abhängigkeit ist ein Begriff und sollte nicht ständig als Entschuldigung für die eigenen Unzulänglichkeiten dienen. Das hilft niemandem ! Ich fühl mich doch nicht besser, nur weil das Kind nun einen Namen hat.

    Wir erwarten von unseren Alkoholikern das sie aufhören sollen zu trinken. Wir wissen welche Wege sie gehen sollen - und wie sieht es bei den Co's aus ? Wir wissen ... aber ??

    Grüßle
    Diandra

    Hi,

    welch ein wundervolles Wort "co-abhängig". Endlich gibt es einen Namen für unser Verhalten. Und es wird als Krankheitsbild gekennzeichnet. Endlich können wir gleichziehen mit dem Alkoholiker, welches ja auch ein anerkanntes Krankheitsbild ist.

    Mir scheint das Wort co-abhängig wird gern und oft gebraucht für jegliche Erklärungen warum man grad so ist wie man ist. Man ist ja krank ...gell ?
    Das entschuldigt natürlich so gut wie fast alles.

    Hier im Forum hat der Alkoholiker seine Grundbausteine.
    Wir Cos haben diese Grundbausteine auch !

    Leider scheint es so, dass diese Grundbausteine nicht sehr aktiv ins eigene Leben eingebaut werden.
    Man bastelt dann doch lieber so an seiner eigenen Sichtweise der Dinge.

    Der Alkoholiker lebt nach der Devise - das 1. Glas stehen lassen - 24 schöne Trockene Stunden.

    Und der Co ? Lässt er sein Suchtmittel stehen ? Geht er die nächsten 24 h an ohne sein Suchtmittel mal wieder in den Mittelpunkt zu stellen ? Nöö - man manövriert sich 24 h um das Suchtmittel herum - versucht sich zwar abzugrenzen, ist aber gleichzeitig bitter enttäuscht, wenn das auf Dauer nicht funktioniert. Ändert man dann seine Taktik ? Wird man dann konsequenter ? Nööö - denn wir sind ja co-abhängig.

    Der Alkoholiker muss konsequent sein und bleiben um trocken zu werden. Jeden einzelnen Tag den er angeht. Da gibt es keine Kompromisse ! Und er muss sich und seine Lebensumstände ändern.

    Wie würde das bei den Co's aussehen ? Muss der Co nicht genauso konsequent sein ? Konsequent und ohne Kompromisse ! Auch der Co muss seine Lebensumstände ändern.

    Und wann fangen wir an die Grundbausteine ernsthaft einzusetzen, tatsächlich konsequent und kompromisslos unser Krankheitsbild anzunehmen und dementsprechend zu handeln ?

    Ich frage das jetzt mal so in die Runde. Es interessiert mich, da ja immer wieder gesagt wird Co-Abhängigkeit ist auch ein Krankheitsbild. Oder wo liegt der Unterschied zwischen Alkoholiker die trocken werden wollen und den Co-Abhängigen.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Martigro,

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    Kann ihm das jetzt irgendwer glauben?? Alle sind auf meiner Seite und versuchen mich zu bestärken, aber ich gehe vor die Hunde. Wie kann man so einen Menschen überhaupt noch lieben? Warum WArum WARUM.... verdammt noch mal. bin so enttäuscht.


    Leg die ganzen "Warums" erst einmal in die Ecke. Es gibt Fragen, die man einfach nicht beantworten kann. Es gibt aber auch Fragen, welche man sich selber erst viel viel später selber beantwortet.

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    Er arbeitet noch nicht wieder, ich habe mir jetzt Nachtschichtarbeit gesucht um für den Lebensunterhalt meiner Kinder und mir zu sorgen. Ich gehe auf dem Zahnfleisch und er erzählt mir, das die nette Nachbarin von seinem Freund bereits ein Auge auf ihn geworfen hat. Wie armselig?

    Ja, das ist irgendwie armselig. Wieder ein Versuch, Dich wieder an seine Seite zu ziehen. Ein hübsches Muster, welches vielen von uns bekannt ist. Und man reagiert mit Schmerz und Eifersucht ! Warum eigentlich ? Entweder war es eh ein Schuss ins Blaue oder aber die andere hat grad die A-Karte gezogen die Du so schnell wie möglich abgeben solltest !

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    Er dankt mir für die guten Gedanken, die ich ihm in unserer Ehe zugeführt habe. Er ist dankbar, wofür?

    Na, damit Du Dich schön schuldig fühlst. Dich mit Warum-Fragen plagst und schlussendlich tatsächlich mal wieder die Schuld bei Dir selber suchst.

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    Bei mir geht es innerlich jetzt den BAch runter. Ich bin fertig. Ich will nicht mehr. Nach außen bin ich die Starke, aber innerlich bin ich kaputt. Will nicht mehr.
    Habe einen Beratungstermin, viele passen auf mich auf. Will auch keinen Blödsinn machen, aber es wäre so einfach. Wofür das ganze?

    Wofür ? Um endlich Dein eigenes Leben mit Deinen Kindern zu leben ! Nämlich ein glückliches und zufriedenes :D . Lass dieses elendige Tal Schritt für Schritt hinter Dir und Du wirst erstaunt sein, was Dir alles gelingen kann. Was das Leben Dir und Deinen Kiddys wirklich zu bieten hat ! Man muss nur dieses krankhafte Klammern an alte Gewohnheiten zurücklassen. Das dauert etwas - aber jeder einzelne Tag hilft Dir, dass es leichter wird. Da werden Energien freigesetzt, das ist unglaublich.

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    Lacht ihr jetzt über mich? Da habt ihr auch allen Grund zu.... wie blauäugig und doof ich bin.....

    Lachen oder Schadenfreude ?? Nein ! Du bist nicht die erste, die weiterhin ausgeharrt hat und sich an "Strohhalme der Hoffnung" geklammert hat ! Die Enttäuschung und die Wut auf einen selber - diese Gefühle habe ich auch gekannt. Ich kann Dir nur sagen, heute haben die sich bei mir völligst in Luft aufgelöst !

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    Wünsche mir endlich Frieden. Wie halte ich das bloß aus. Ständig ruft er an, schickt sms. Weckt mich morgens nach der Nachtschicht mit neuesten Geschichten, wie gut es ihm geht. Seine Sachen sind noch hier. Ständig wird mir das neueste über ihn zugetragen. Wie kann man das ertragen, das es so endet?

    Nur mit rigeroser Konsequenz ! Neue Handy-Nr., alle Sachen raus aus der Wohnung, absolute Kontaktsperre und dem eigenen Umfeld ganz klar und deutlich erklären, dass man keine "Geschichten" mehr hören möchte - PUNKT.

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    Ich weiß ja, das es die richtige Entscheidung ist und jetzt mache ich mir Gedanken,ob er tatsächlich jetzt trocken wird. War ich doch schuld? Aber in seiner ersten Ehe war es genau so.

    Stell Dir diese Frage noch einmal in 12 Monaten absoluter Konsequenz ! Selbst wenn er dann noch trocken ist wirst Du sie Dir selber beantworten können ! Der letzte Satz sagt doch eine Menge aus.


    Hey ich finde es klasse, dass Du hier wieder angekommen bist. Raus mit dem Ärger und der Wut und der Enttäuschung. Und dann leg los - Schritt für Schritt - Du kannst das schaffen, wenn Du nur daran glauben kannst, das es mit jedem Tag einfach leichter wird.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Monty,

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    vielleicht hast du Recht und man muss erst bis zu seiner Grenze kommen...ich weiß es nicht...ja, ich habe Angst...Angst, dass es wieder von vorne anfängt.

    Aus genau diesem Grund klingt eine Antwort von mir manchmal hart und kompromisslos. Ich habe dieses ganze Desaster durchgemacht. Man will mit den eigenen Erfahrungswerten einfach andere davor schützen in die gleiche Falle zu laufen. Ich habe mit meinem Ex 4 oder gar 5 Entgiftungen und mind. 3 Langzeittherapien mitgemacht. Die nüchternen Tage oder Wochen dazwischen wurden immer kürzer statt länger :roll:

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    Auf der anderen Seite sage ich mir, warum sollte ich ihm nicht noch eine, die letzte Chance geben? Er war noch nie so weit, dass er eine Entgiftung gemacht und eine LZT beantragt hat.
    Warum sollte er nicht jetzt wirklich einen neuen Weg gehen??

    Genau das waren auch meine Worte - bei jeder Entgiftung und bei jeder LTZ. Mittlerweilen habe ich eingesehen, dass jeder erst einmal für längere Zeit seinen eigenen Weg gehen muss ! Beide müssen erst einmal für sich selber aufarbeiten und zu sich kommen. Und wenn das geschafft ist, dann kann auch wieder eine gute Annäherung funktionieren !

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    Die Leiterin dort hat gesagt, dass es gut ist, dass ich so ehrlich bin und meinte auch dadrauf muss ganz stark eingegangen werden.
    Also ich hatte das Gefühl, dass auch auf mich eingegangen wird.

    Darin liegt ja auch der Sinn einer SHG. Wenn zu Anfang beide die gleiche besuchen, dann gibt es Hemmschwellen. Und unausgesprochene Rücksichtnahmen - denn wer will schon die Nüchternheit des Partners "gefährden", wenn er schonungslos offen ist. Das liebe Monty steckt einfach in uns. Rücksichtnahme ohne Rücksicht auf eigene Verluste.

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    Diandra..ich bleibe bei mir...und ich arbeite auch weiterhin an mir...höre immer wieder in mich hinein..und wenn ich merke, dass es alles umsonst ist und es wieder nur Hoffnungen meinerseits sind...dann kehre ich auch wieder um...so weit bin ich jetzt!

    Das klingt gut, wenn man es auch wirklich beherzigt und sich selber treu bleibt. Aber ganz ehrlich Monty, wenn man wieder guten Kontakt hat mit Telefongesprächen, Kaffee trinken, Spaziergängen - womit beschäftigen sich die Gedanken dann zu Hause ? Mit einem selbst - nööö - eher nicht ... gell?
    Suchst Du denn weiter nach einer neuen Wohnung ? Willst Du einen Neuanfang für Dich und die Kinder - unabhängig davon, ob er trocken bleiben wird ?

    Monty, ich wünsche jedem hier, dass sein Weg der richtige ist - wirklich. Aber wenn Du Dir all die Threads hier - vor allem die älteren durchliest, Dich damit beschäftigst, Erkenntnisse daraus ziehst, dann wirst Du herauslesen, wo es eigentlich wirklich lang geht. Mein Weg ist der Weg von ganzen vielen - leider habe ich das auch erst nach 3 Jahren erkannt.

    Viel Glück Monty.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Monty,

    ich verstehe es aus dem Grund nicht, weil ich dies alles schon hinter mir habe. Mein Ex war fast ein ganzes Jahr nüchtern. Hatte neue Ziele, nahm wieder am Leben teil, hat die Wohnung umgekrempelt, obwohl er in einer WG zu dem Zeitpunkt lebte. Gute Gepräche hatten wir auch - immer wieder - nächtelang. Tja, die guten Gespräche sind bei mir hängengeblieben - er hat sie wohl längst wieder vergessen.

    Leider scheint es wohl so zu sein, dass jeder seine eigenen Erfahrungswerte machen will. Sein eigenes Leid bis zur Grenze auszukosten, bevor man endgültig das Handtuch wirft. Somit gesehen kann ich Dir wirklich nur alles alle Gute wünschen.

    Wenn es dann wieder losgeht, dann wird es doppelt so hart werden. Die Hemmschwellen werden noch geringer sein.

    Monty, hättest Du es wirklich hier jetzt schon erzählt, das Du wieder Kontakt zu ihm hast, wenn Du nicht auf Aurora getroffen wärst ?

    Für mich ist eine SHG am wertvollsten, wenn ich ohne Partner dort hin gehe. Gemeinsam in eine SHG - das kommt viel später, nämlich dann, wenn man gefestigt ist, wenn viele Monate der Nüchternheit hinter ihm liegen. Jetzt sollte vorranging Deine Gefühlswelt dort gespiegelt werden. Du solltst lernen mit Dir selber klarzukommen, Mechanismen kennenlernen, die man halt gemeinsam entwickelt hat. Und Erkenntnisse daraus ziehen, was Du wirklich für Dich und Deine Kinder möchtest.

    Hier und jetzt bleibt einem wirklich nur - Dir alles Gute zu wünschen.

    Grüßle
    Diandra

    Hi Ihr Lieben,


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    Mitgefühl mit anderen Menschen : ja - aber wo ist die Grenze, und erkenn ich dann auch die Grenze, wenn es soweit ist ???
    Helfen : ja, - aber wo fängt die Aufopferung an, und werde ich mir dessen bewußt sein ???
    Auch wenn einem die Bausteine Co einleuchten, heißt es nicht, dass sie immer erkennen werde in akuten Situationen. Werde also hart arbeiten müssen.

    Da wird wohl jeder seine eigene Grenze ziehen müssen. Für mich ist die Grenze da, wo ich mich nicht mehr wohlfühle, wo ich mich wieder selbst in den "Schatten" stelle. Da, wo ich wieder ins EXTREME abgleite, da fängt für mich wieder das ungesunde Verhalten an.

    Hier werden ständig Gründe gesucht, um das Verhalten eines Alkoholikers zu entschuldigen, annehmen zu können und ihn schlussendlich als "arme verlorene Seele" darzustellen ! Bevor ein Alkoholiker tatsächlich abhängig ist, vergehen oft viele Monate oder gar Jahre ! Wie entschuldigt ihr denn diese Zeitspanne ?

    Und ein Alkoholiker, der schon mal einen längeren Zeitraum trocken war, der weiß genau wo er Hilfe findet, an wen er sich wenden muss und in welcher Reihenfolge dies geschieht! Wenn ihm dieser Weg aber zu unbequem und lästig ist, dann geht es ihm anscheinend doch noch nicht schlecht genug.

    Nehmt all die, die schon zig mal in der Entgiftung waren. Sie kennen alle Tricks und Schlichen, um in die Entgiftung aufgenommen zu werden. Sie lassen sich aufpäppeln, haben geregelte Mahlzeiten und witzeln in ihrer freien Zeit über ihre "Krankheit. Und nach der Entlassung führt der erste Weg wohin ? Na ihr werdet es sicherlich erraten.

    Wenn man sich in der Co-Abhängigkeit befindet, wenn man aus dem eigenen Dilemma rauswill, dann sollte man sich mehr mit sich selber befassen. Ich halte es auch für sehr co-abhängig sich ständig mit der Gefühlswelt des abhängigen Partners zu beschäftigen. Ich mag zwar einiges besser verstehen, aber es bringt mich nicht aus dem Teufelskreis. Der Weg sollte umgekehrt laufen ! Erst einmal sich selber in Sicherheit bringen. Raus aus dem Dunstkreis. Eigeninitiative entwickeln. Später ist es dann an der Zeit sich auch mit Sucht des Partners auseinanderzusetzen, Abläufe zu verstehen. Das ist dann die Aufarbeitungszeit, damit einen Hass, Wut, Unverständnis nicht im Weg stehen, wieder ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen !

    Irgendwie wird hier viel zu oft das Pferd von der falschen Seite aufgezäumt. Kümmert Euch in erster Linie erst einmal um Euer Wohlergehen, erst dann kommt die Aufarbeitung und das Verständnis !

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Simone,

    wie geht es Dir ? Liest Du hier noch ?

    Zitat

    manchmal ganz ehrlich wünsche ich mir er wacht morgens garnicht mehr auf dann bin ich es los so hart wie es klingt es ist so

    Das ist schon hart, was Du Dir da denkst.

    Auf der anderen Seite drehen sich Deine Gedanken nur um ihn. Er ist erwachsen! Er könnte sich ja Hilfe holen. Das wird er aber wohl nur dann machen, wenn er selber einsieht - so kann ich nicht mehr weitermachen.

    Du hast Dich doch hier angemeldet - ein guter 1. Schritt für Dich um anzufangen, Dich aus dem Teufelskreis zu lösen. Ich hoffe, Du wirst hier weiter schreiben und in anderen Threads lesen. Das wird Dich weiterbringen.

    Wäre schön, wenn Du Dich mal wieder meldest.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Simone,

    warum sollte es besser werden ? Du zahlst seine Schulden, Du nimmst ihn immer wieder auf, Du hälst zu ihm, Du räumst ihm jede Schwierigkeit aus dem Weg.

    Ihm geht es doch gut !

    Wenn Du wirklich etwas ändern willst, dann musst Du bei Dir anfangen. Ehrlich hinterfragen, ob Du so weiterleben willst. Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
    Wie lange wirst Du die Kraft dafür noch aufbringen ? Wann wirst DU daran zugrunde gehen ? Welches Krankheitsbild wird sich bei Dir dadurch aufbauen ?

    Das kann sich zu einer Endlosspirale entwickeln, die sich immer schneller und immer enger dreht. Er wird immer mehr Alkohol brauchen, das ist leider so.

    Und dann die Krampfanfälle ! Willst Du tatsächlich ständig parat sein um sein Leben zu retten ? Und wenn Du mal grad nicht da bist ? Willst Du Dich ewig schuldig fühlen ? Dein Partner gehört in ärztliche Behandlung !!

    Du hast Dir da eine Verantwortung aufgebürdet die eigentlich untragbar ist.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo hiswife,

    das kommt sogar sehr häufig vor.

    Da kommen allerdings auch viele Faktoren ins Spiel.

    mehrere Monate Langzeittherapie
    Therapeuten stellen oft die Beziehung in Frage bzw. suchen nach den Knackpunkten, warum getrunken wird
    Tiefpunkte - man sucht Trost, hat Gleichgesinnte um sich, die einen verstehen
    alles wird in Frage gestellt

    Der wichtigste Punkt dürfte aber auch sein - es hat schon vorher in der Beziehung einiges nicht mehr gestimmt.

    Wir als Co's geben das natürlich nicht gerne zu und schieben es oft nur auf die Trinkerei des Partners. Wer will schon in die Tiefe gehen, ehrlich mit sich selber sein und schlussendlich zugeben, dass die Partnerschaft auch schon so einen Knacks weg hatte. Wer wirklich an sich arbeitet, wird auch mit diesem Punkt irgendwann konfrontiert. Und das kann sehr hart sein.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Welia,

    meine Co-Dasein hat sich ausschließlich in Bezug zu meinem trinkenden Partner entwickelt. Weder auf Arbeit noch bei Freunden oder Bekannten habe ich irgendwelche Co-Züge entwickelt.

    Ich hatte eine schöne Kindheit, mein Elternhaus war frei von Alkohol - selten gab es Feten oder Feiern wo es Alkohol gab und in Strömen floss er nie. Und Streit, Ärger oder eine Trennung gab es auch nie bei meinen Eltern.

    Mein Ex-Partner und ich haben es aber geschafft, die klassische Co-Spirale in all den Jahren gemeinsam aufzubauen. Er hat agiert - ich habe reagiert. In seinem Elternhaus war Alkohol allerdings Lebenselexier.

    Jetzt, wo ich wieder allein lebe - ohne jeglichen Kontakt zum Ex - habe ich keinerlei Anzeichen mehr von coabhängigem Verhalten.

    Diese Variante gibt es also auch.

    Grüßle
    Diandra

    Monty,

    da ich Dich nicht mal eben kräftig "schütteln" kann :wink: versuche ich halt auf diesem Weg Dich aufzurütteln.

    Du ärgerst mich nicht - ich brauche Deinen Thread ja nicht zu lesen, würde ich mich darüber ärgern oder gar aufregen.

    Monty, ich möchte doch nur, dass Du Deinen gesunden Menschenverstand einschaltest :!:

    Du schreibst und schreibst und schreibst nur über IHN. Man sieht Dich ja schon förmlich als Nervenbündel vor sich stehen. Es ist nicht schön zu lesen wie Du dermaßen leidest. Es ist aber auch unverständlich, warum unsere Worte Dich einfach nicht erreichen !!

    Wir haben Wochenende ! Da hat ein Krankenhausbetrieb seine ganz eigene Art Patienten zu versorgen. Und bei so einer schwerwiegenden Diagnose werden vorher erst zig Untersuchungen gemacht - bevor es überhaupt eine Diagnose geben wird ! Und einen Krankenhausbericht kriegt man auch nicht mal so eben - weil man seine Sachen holt - um wieder ins Krankenhaus zu wandern. Hier gibt es sooo viele Ungereimtheiten, dass Du aufhören solltest Dich im Vorfeld so verrückt zu machen !!

    Monty, versuche doch bitte einfach zur Ruhe zu kommen. Schieb den ganzen Mist auf Seite und besinn Dich auf Dich. Geh heiß Baden, schau fernsehn, les ein Buch oder sage Dir 1.000 x "ich lass mich nicht für blöd verkaufen" - tu etwas ! Tu es für Dich und Dein Nervenkostüm.

    Diandra

    Ich warte die ganze Zeit darauf, dass gleich laut "April, April" gerufen wird :?

    Monty, es ist tiefstes Wochenende !! Gestern wird er eingeliefert und heute kann er Dir eine fix und fertige Diagnose zu Füßen legen :shock: Ja nee ist klar - und grad bei so einer Diagnose schickt man Dr. Z. mal eben rein zum Patienten ala tach - ihre Bauchspeicheldrüse ist im A... aber gegen ihre Alkoholsucht können wir ja noch was unternehmen :roll:

    Sorry, aber das alles hier wird langsam zum Kasperltheater *koppschüttel*

    Monty, in diesem Thread geben sich so viele Leute so viel Mühe - sie investieren ihre Zeit, ihr Mitgefühl - sie versuchen Dich aufzubauen und zu helfen.

    Ich würde Dir gerne raten Dich mal vernünftig zu sortieren und mal mit reinem Menschenverstand darüber nachzudenken, ob das tatsächlich alles so sein kann.

    Ach ja - ich frage mich wieso Du immer noch das vermaledeite Handy auch nur in Reichweite liegen hast und weiterhin dran gehst.

    Ehrlich, so langsam frage ich mich - wer ist hier eigentlich krank ?

    Diandra

    Hallo Monty,

    was genau hast Du denn bis heute erreicht ?

    Du stehst unter großem seelischen Stress, lässt Dich weiterhin unter Druck setzen, suchst Erklärungen über Erklärungen um Dein Verhalten zu rechtfertigen.

    Du machst gerade eine sehr harte Zeit durch Monty. Du setzt aber definitiv keinen festen Schlusspunkt. Alles ist halbherzig und Du lässt zig Hintertürchen weit geöffnet.

    Es gibt absolut gar keine Gründe dafür, dass Du Dir nicht endlich eine andere Handy-Nr. geben lässt ! Es ist absolut unverständlich, warum Du weiterhin die sms liest, ans Telefon gehst, obwohl Du genau weisst, dass Du nur derbe beschimpft wirst. Du machst Dich dermaßen "abhängig", dass es Dir immer schlechter geht. Und Du redest es Dir dann schön, damit Du vor Dir selber noch irgendwie bestehen kannst.

    Monty, es geht hier um DICH! Wir wollen, dass es Dir wieder besser geht. Wir wollen Deine Lebensfreude lesen und in jeder Zeile spüren. Das hast Du Dir redlich verdient - aber dafür musst Du Dich ganz besonderes gut um Dich kümmern - nur um Dich ! Du kannst ja gar nichts mehr genießen. Deine Wohnung ist zu einer Festung geworden. Gassi gehen nur dann, wenn die Luft "rein" ist. Was ist denn das für ein Leben ?

    Und nur Du kannst dies ändern. So, Du warst bei Gericht - einen guten Schritt hast Du getan. Und jetzt liegt es an Dir !! Jetzt ist Konsequenz angesagt mit zusammengebissenen Zähnen. Absoluter Kontaktabbruch in allen Bereichen. Monty, mit jedem Tag danach wird es besser ! Suche Dir eine Beschäftigung - etwas, was Dir Spaß macht ! Lenke Dich einfach ab - am Anfang klappt das nicht auf Anhieb immer - aber es funktioniert dann immer öfters.

    Wenn ich in letzter Zeit hier gelesen habe, hat sich ja schon fast der Eindruck gebildet, dass Du diesen Terror brauchst und geradezu danach suchst.

    Das Wochenende steht vor der Tür Monty. Wie wäre es mit einem Block und einem Stift - so als Anfang. Überschrift: Was werden meine nächsten Schritte sein! Und die arbeitest Du dann konsequent ab ! Nächstes Blatt: Positiv - Negativ. Was ist das positive an ihm ? Was das negative ? Ehrlich zu sich selber sein !
    Schreib für Dich auf, was Du alles erniedrigendes mit ihm erlebt hast ! Halte Dir das bitte mal vor Augen - lies es wieder und wieder durch und frage Dich dann ? Dürfte ein Fremder oder jemand aus der Familie soooo mit mir umgehen ?? Sei ehrlich zu Dir !!

    Monty, ich wünsche Dir ein ausgefülltes und erkenntnisreiches Wochenende ! Und viel Spaß bei Deinen Unternehmungen. Jetzt krämpel wirklich mal die Ärmel hoch und überlass den Kerl sich selber !!

    Grüßle
    Diandra

    Naabend Ette :D

    ... und ich bin auch noch da 8) Recht zufrieden mit mir - leider mal wieder ein Ausbund an Geduld :roll: und Antriebslosigkeit umschwirrt mich zur Zeit auch recht oft.

    Mir fehlt einfach Wärme und Sonne :D

    Wünsche Dir eine schöne Woche liebe Ette.

    LG
    Dia

    Na Hallo,

    merkwürdige Empörung hier :D

    Ich finde, Petra macht es doch richtig - Sie hat sich Hilfe ins Boot geholt. Erst wird immer angeraten Hilfe in Anspruch zu nehmen - jetzt scheint es wieder nicht richtig :shock:

    Und dann erinner ich mal an diesen Satz von Petra:

    Zitat

    ich wohne jetzt elf Jahre hier in dieser Wohnung. Vor zwei Jahren habe ich ihn mit in den Mietvertrag aufnehmen lassen.

    Ich finde da nichts ungewöhnliches dran, wenn man sein Reich dann auch wieder für sich haben will.

    Grüßle
    Diandra