Guten Morgen Maria,
so ganz stimmt Deine Aussage bezogen auf meinen Thread nicht. Auch wenn ich schlussendlich eingesehen habe, dass der Alk für meinen Ex wichtiger war als ich, so bin ich weder enttäuscht noch hart dadurch geworden.
Ich für meinen Teil fühle mich befreit, erleichtert und das letzte Jahr war mit eins der schönsten Jahre. Ich konnte nämlich meinen Traum erfüllen. Ich bin nicht mehr abhängig, treffe meine eigenen Entscheidungen und brauche mich nicht mehr ducken oder gar falsche Rücksichtnahme nehmen. Ich denke kaum noch an den Ex und bin auch nicht mehr wütend oder enttäuscht über ihn. Ex = Abschluss. Ein Kapitel meines Lebens habe ich gut beendet. Und das macht mich zufrieden und immer wieder glücklich.
ZitatEs hat mich zwar erst sehr getroffen, als ich hörte, dass er eine neue „Flamme“ hat. Doch als ich erfuhr, wer es denn nun war, da war ich ehrlich erschüttert. Denn diese „Dame“ passt überhaupt zu seinen Wertvorstellungen. Seine Worte: Es gibt Frauen zum heiraten und es gibt Frauen für sonstiges. Diese „Dame“ (kenne sie seit Jahren persönlich) gehört wahrlich nicht zur ersten Kategorie.
Wenn das so ist, wie Du sie bewertest, dann würde ich den Knaben nicht mehr um mich haben wollen, geschweige denn noch jemals wieder anfassen. Das wäre es mir nicht wert, den ich bin mir was wert.
ZitatZitat:
Hat er Dir vielleicht Deine "Macht" genommen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf ? Weil Du das nicht willst ?Das verstehe ich nicht?
Ist nicht jeder Co in gewisser Weise auch hörig? Denn sonst wäre er ja nicht in diese Situation gekommen.
Na ist es nicht so, dass wir nicht gerne zugeben an diesem Hilfsprojekt gescheitert zu sein ? Das wir glauben, unsere Liebe heilt alles ? Das wir damit sogar einen Alkoholiker "trocken" legen können. Das es allein in unserer Hand liegt, dass er wieder zu sich kommt und wir "gerettet" haben ...... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute glücklich und zufrieden ?
ZitatIch möchte nicht mit einem nassen Alkoholiker alt werden (siehe bitte weiter oben).
Natürlich ist das Traumdenken, aber hattest du dieses nicht auch bevor du unsanft und heftig auf den Boden der Tatsachen geholt wurdest?
Natürlich war das mal mein Wunsch. Sonst wäre ich ja nicht hier gelandet. Unsanft und heftig war der Boden der Tatsachen allerdings nicht - allein durch dieses Forum. Hier habe ich gelernt mit mir umzugehen, mich auch allein auszuhalten, mich nicht mehr abhängig zu machen. Schritt für Schritt. Ein Abnabeln über viele Monate - zumindest so sanft, dass meine Tränendrüsen recht wenig zu tun hatten. Wenn auch langsam und zickig, so habe ich doch umgesetzt, was hier überall zu lesen steht. Ich habs ausprobiert und war oft mehr als angenehm überrascht wie gut mir das getan hat. Mein Selbstbewusstsein ist dadurch enorm gestiegen. Und das hat sich überall in meinem Leben als sehr positiv herausgestellt.
ZitatMein Anteil liegt darin, dass ich meine Augen verschlossen habe. In einer „heilen“ Welt leben wollte. Einen Mann der mich liebt, einen Mann den ich liebe, ein partnerschaftliches Miteinander, eine Beziehung auf Augenhöhe, dass einer für den anderen da ist, ein gemütliches Zuhause, einen guten Job. Kinder, die ich gerne gehabt hätte, doch das Thema hatte sich ja mittlerweile auf natürliche Weise erledigt.
Diese Welt gibt es immer noch Maria. Nur muss man mit offenen Augen durch die Welt gehen. Aus genau diesen Gründen habe ich den Ex losgelassen. Für mich ist er eine Zeitbombe gewesen, selbst wenn er über Monate trocken war, so konnte er jederzeit wieder hochgehen. Das war mir zuviel Unruhe in meinem Leben. Ich hätte ihn ja ständig im Auge behalten und jede Reaktion abgecheckt. Denn mein Vertrauen hatte ich wohl schon länger verloren. Ich für meinen Teil habe mir Stück für Stück diese heile Welt zurückerobert. Und darin lebt es sich verdammt gut.
ZitatZitat
Du hast Dich da in etwas verannt und reingesteigert, was gar keinen Bestand haben kann - so wie es jetzt ist.Du hast Recht, ja habe ich. … so wie es jetzt ist – meine Hoffnung war und ist, dass er die Problematik für sich erkennt und handelt.
Das ist mein Problem, ich muss für mich einsehen, dass er die Situation nicht ändern will. Das macht mir zu schaffen und auch, bewerte ich das Thema Alkohol zu hoch? Ich sorge mich nicht um ihn, das habe ich längst abgelegt. Doch tue ich ihm unrecht? Sehe ich ein Problem wo gar keines ist?
Dein Problem ist eher, dass Du nicht bereit bist, Dich gezielt nur noch um Dich und Deine Belange zu kümmern. Du hast bei ihm das Problem mit dem Alkohol und ER soll die Situation ändern. Nööö, Du musst die Situation für Dich ändern !
Worin solltest Du ihm unrecht tun
Brauchst Du Alkohol, bist Du fremd gegangen ? HALLO ....
Oder gräbst Du nach Überlegungen, dass Du ihn in den Suff und in andere Frauenarme getrieben hast
Dann würde ich sagen, ist bei Dir noch nicht viel angekommen von Deinen Hilfemaßnahmen, die Du in Anspruch nimmst wie z. B. Therapeut, SHG und Beratungsstellen.
Maria, du bist hier, lies Dich durch die Threads. Ich wünsche Dir viele gute Erkenntnisse und die Zuversicht, Selbstbewusst ein neues Kapitel in Deinem Leben zu öffnen und zu leben. Ja, es dauert seine Zeit, aber das ist es wert. Hier geht es nur um Dich !
Grüßle
Diandra
Dagmar ... vielen Dank für Dein Posting ... Deine Worte zu lesen hat auch mir mal wieder gut getan ![]()