Beiträge von shirley005

    hi nele78,

    mir gehts auch so, meine kindheit war ebenfalls gewaltfrei. meine eltern haben viel gestritten, aber mein vater war mir gegenüber nie gewalttätig. als ich daheim gewohnt habe hab ich ihn gehaßt, einfach weil er sein alkproblem nicht behandeln wollte. bisher hat sich auch nichts geändert, seine leberwerte sind schlecht, er baut immer mehr ab. aber fragt auch immer wie es mir geht etc. deswegen schaffe ich es auch nicht den kontakt komplett abzubrechen. denke aber da bin ich auch zu sehr co. und mache mir auch zuviele gedanken wie es mit meinen eltern in einigen jahren weiter geht etc. viele in meinem alter haben ja noch jüngere eltern und die können da ganz unbeschwert ihr ding durchziehen und da bin ich dann oft auch neidisch, hätte gern auch ein unkompliziertes verhältnis.
    naja weiß auch nicht so recht was ich machen soll.

    hallo beachgirl,

    bin auch mit einem alkoholikervater aufgewachsen und kenne das gleiche problem das du hier schilderst.
    wenn mein freund alkohol trinkt, bei ner party etc zähle ich auch immer mit wieviel es ist. mache das nicht wirklich bewußt, denke das kommt aus meiner kindheit als ich immer mitgezählt habe wieviel mein vater trank und geschaut habe wieviel bierflaschen noch im kasten sind etc. bin da ein kontrollfreak. natürlich hat es nichts gebracht, mein vater hat ja auch heimlich getrunken.
    denke das ist eine verhaltensweise die man schwer ablegen kann.
    manchmal wirds mir bewußt und ich frag mich dann selbst was ich da tue.
    selber trinke ich auch kaum alk. mag auch keine parties auf denen mehr getrunken wird, aber ich weiß ja woher meine einstellung kommt...

    hallo,

    ja das gute weihnachtsfest *ironisch.gemeint*
    habe mich heut morgen erst wieder gefragt wie es verlaufen wird. entweder es verläuft halbwegs freidlich da sich meine eltern beide zusammen nehmen. oder es eskaliert mal wieder mit beschimpfungen etc. naja werde einfach mal neutral an die sache rangehen, verbringe weihnachten mit meinen eltern, bin aber im anschluß des tages immer noch mit freunden verabredet. habe dann einen grund zu gehen und gleich mal ablenkung.

    hab mich gerade wieder gefunden und zwar das meine mutter vieles auch nicht direkt anspricht... waren bummeln, dann die frage oh ein bäcker hast du hunger, nun mußte man das so deuten dass sie gern was kaufen würde und es aber nicht direkt gesagt hat. war meine antwort nein, dann war sie nachher sauer. auch heut jammert sie hin und wieder über viel gartenarbeit, aber helfen darf man nicht. nehme mir nen halben tag frei um zu helfen, dann kurz vorher ein anruf nach dem motto ist jetzt schon erledigt komm doch zum kaffee. und da bei jammern über den muskelkater. total irre. frage schon garnicht mehr nach, sie solls dirket sagen. ist doch sonst nur theater und rätselraten ;(

    hi,

    oh mann ich kann das so gut nachvollziehen, habe auch immer den drang was verändern zu wollen und es ist so verdammt schwer einzusehen dass man für die anderen nix machen kann - sondern nur für sich selbst. habe auch infomaterial verteilt, links zu internet seiten verschickt. keine reaktion. aber bin bißchen auf distanz und momentan auch schon fast im freizeitstress und muß sagen mir gehts damit echt besser... aber es ist ein langer weg zur einsicht...

    ja, die eltern trinken und wie ekas könnens ausbaden. werde meine kontrollsucht auch nicht los, bei besuchen bei meinen eltern wird erstmal der pegel der flaschen gecheckt und das verhalten meines vaters, ob er schon wieder einen sitzen hat oder nicht. auch das sorgen machen und das schlechte gewissen wenn man mal paar tage nicht dort war kenn ich nur allzu gut. die frage "wann kommst du mal wieder" "was machst du heut abend" und bei jedem besuch davor das schlechte mulmige gefühl was einen wohl erwartet..

    hallo,

    das buch habe ich mir auch besorgt finde es aber auch nicht so leicht selbst durch zu arbeiten. manchmal frage ich mich ob ne therapie nicht sinnvoll wäre, oder meint ihr man kann das thema auch selbst aufarbeiten?

    hallo,

    das mit dem tod wünschen kenne ich nur allzu gut, hatte früher oft den gedanken und auch diese unbändige wut, bin da auch mal ausgetickt und habe türen geknallt und so manches schimpfwort ist gefallen. heut seh ich das ganze aus der ferne und weiß dass es einfach nur die pure verzweiflung war, nichts ändern zu können und wieder mal enttäuscht worden zu sein.
    heute versuche ich das ganze neutral zu sehen und abstand zu gewinnen, das ist aber für mich noch sehr schwer. als ich meinen vater gehaßt habe, war es leichter abzuschalten. beim neutralen betrachten gerate ich gewaltig ins grübeln.

    hallo,

    danke für eure antworten. hat mir sehr gut getan. manchmal braucht man einen der einen auf bestimmte dinge hinweist. bei anderen sieht man ja schneller das problem und bei sich selbst oft den wald vor bäumen nicht. es ist absolut eine verlagerung der zielperson bei mir. und ich sehe jetzt selbst ein dass ich nichts ändern kann. werde echt versuchen auf distanz zu gehen, das ganze zieht mich momentan recht runter. muß wirklich nicht nur emotional den abstand vergrößern, sondern will sie jetzt nicht mehr soviel besuchen. dachte ich könnte mich emotional distanzieren und meine eltern trotzdem persönlich treffen aber bin da wohl momentan nicht so dazu in der lage.
    mache mir jetzt erst einmal nen schönen abend und versuche mich abzulenken.
    lg

    hallo,

    bin an einem tiefpunkt, habe viel gelesen und es ging mir besser, hab mich tausendfach wieder gefunden. die krankheit meines vaters als solche akzeptiert und kann viel besser mit umgehen. nun ist meine mum das problem. seit jahren ist sie co, nun auch depressiv. sie will sich einfach nicht trennen, schafft den absprung nicht und ist immer schlechter gelaunt, sagt das leben hat so keinen sinn mehr... aber ändert nichts.
    kennt ihr die situation? wie seid ihr damit umgegangen. will mich distanzieren, sie aber auch nicht hängen lassen und weiß einfcah nicht mehr weiter. zum reden hab ich da keinen so wirklich. mein freund weiß auch nich weiter. habe angst das sie noch depressiver wird und sich was antut. ein teufelskreis. meine gedanken kreisen nur noch darum. :x

    hallo,

    auch ich kenne die "schöne weihnachtszeit". immer nur terror daheim. streit und alk. vor einigen jahren war ich dann mal bei den eltern meines freundes an weihnachten, alles total entspannt und unkompliziert. keine heuchelei, kein geschenkezwang. nichts ala alles muß toll sein, was sind wir doch für ne tolle familie. seit dem kann ich den weihnachtsmärkten etwas mehr abgewinnen, kenne jetzt auch ein anderes weihnachten. doch dieses jahr hab ich auch ein mulmiges gefühl... weihnachten bei meinen eltern ist angesagt und ich sehe die katastrophe schon wieder auf mich zu kommen. einen tag muß ich mich wohl oder übel mal sehen lassen, aus pflichtgefühl?
    sonst waren meine eltern immer verreist und nun dieses jahr sind sie daheim. naja mal sehn wie es wird. göhn dir ne auszeit und triff dich mit freunden, irgendwie ablenken...

    hallo, vielen lieben dank für eure antworten. momentan gehts mir wieder besser. habe das grübeln wieder besser im griff. ansonsten habe ich meine eltern immer so 2-3x die woche besucht, wohnen ganz in der nähe und war dann auch immer der problemmülleimer für die sorgen meiner mum. sie ist selbst krank und leidet an der ganzen situation. andrerseits hätte sie ja schon lange was ändern können. aber so habe ich immer den inneren zwang nach ihr zu schaun, ob es ihr gut geht und wenn sie mich dann volljammert zieht mich das auch immer mit runter und der tag ist gelaufen. total doof, aber es ist schwer seine stimmung nicht davon abhängig zu machen. mal für mich, bin eben auch ein kontrollfreak. jetzt sind meine eltern gerade im urlaub und ich hab sozusagen auch garnicht die möglichkeit mich so um sie beide zu sorgen. das tut gut. muß da mehr distanz reinbringen. freundinnen von mir sehen ihre eltern auch nur 1x die woche oder noch seltener.

    hallo,

    ich bin eka und lese seit ca einem jahr mehr oder weniger regelmäßig hier im forum und habe mich 1000 mal wiedergefunden.
    es hat mir auch viel geholfen, erkenne die krankheit als solche jetzt besser an und der umgang mit meinem vater klappt auch immer besser.
    allerdings befinde ich mich momentan in der absoluten grübelphase, die gedanken drehn sich ständig um meine eltern, den alki und die co-abhängige und auch den drang immer noch was verändern zu wollen. das stresst mich ziemlich, aber ich kann das grübeln nicht stoppen. ging es euch auch so?

    hallo karotte,

    das ist ein sehr guter tipp mit dem gedanken weiterschicken!!
    das grübeln ist ehrlich mein größter feind und bringt mich immer wieder um den schlaf. man kann sich auch die schlimmsten szenarien vorstellen.
    merke schon jetzt hab ich meine eltern 2 tage nicht gesehn und schon frage ich mich was sie wohl so machen. ob mein vater schon wieder blau ist, wie sie stimmung daheim ist etc.
    aber werde das gleich mal weiterschicken und mir noch einen schönen abend machen.

    hallo caro,

    danke für deinen post. habe es mir heut schon mehrmals durchgelesen.
    ist alles so wahr was du geschrieben hast.
    werde mich jetzt vermehrt um mich kümmern, ist ja auch das einzige was hilft. mache mir immer zuviele gedanken und komme immer nicht mehr aus dem grübeln raus, liege nachts oft wach und werd dann durch die gedanken immer unruhiger. an schlaf ist da nicht zu denken.
    von daher auf in ein neues leben, mal versuchen wies so klappt.

    hallo bin ein eka und weiß momentan nicht wie ich weitermachen soll. habe viel hier im forum gelesen und auch in büchern.
    einerseits heißt es man soll sich abgrenzen , andrerseits das man die krankheit einfach akzeptieren soll und den kranken so nimmt wie er ist und auch nicht darauf anspricht.
    finde das unheimlich schwer. wenn mein vater ständig mit einer fahne rumläuft soll ich das jetzt ignorieren? nichts sagen? oder sagen wenn das so weitergeht das ich dann den kontakt abbreche?

    hallo,

    momentan habe ich mal damit begonnen mir was gutes zu tun, habe nen schönen tag hinter mir :D und versuche mehr zeit für mich selbst zu gewinnen und das thema eltern mal hinten anzustellen, die können auch ganz gut mal ohne mich auskommen. ist zwar nicht so leicht nur an sich zu denken, meine gedanken driften immer ab, aber ich versuchs..

    hallo ihr lieben,

    vielen dank für eure antworten.
    ich sehe die baustelle liegt hier erstmal bei mir. und das erste problem scheint auch das abgrenzen zu sein. mein freund meint auch das ich mich meiner mum gegenüber immer sehr vorsichtig verhalte, sehr darauf achte wie ich was sage etc.
    meint ihr das ganze ist auch ohne therapie machbar? das ist was wovor ich doch sehr zurückschrecke, tue mir sehr schwer über meine gefühle zu reden. :?
    nachher steht erstmal wieder ein gemeinsames mittagessen an, mal sehen wie das verläuft...