Immer noch keinen Internetzugang.
Mir fehlt der Austausch im Forum im Moment sehr.
Ich bemerke im Moment, dass ich viel mehr Energie habe seit der Trennung. Das sich nicht mehr um fremde Probleme scheren tut tatsächlich gut.
Aber ganz drüber weg über das alles bin ich noch lange nicht.
Oft überkommt mich Trauer oder Wut, oft auch Verzweiflung. Und ich muss es leider zugeben:
Genugtuung. Wenn ich sehe, wie er immer tiefer rutscht und sich wirklich zum Affen macht, dann geht es mir besser.
Und zwar sicher nicht, weil ich es gern habe, andere Menschen leiden zu sehen, sondern weil ich mich dadurch besser vor mir selbst rechtfertigen kann.
Vielleicht habe ich einfach zu oft gehört, dass ich Schuld an seiner Krankheit bin und eigentlich nur ein Klotz an seinem Bein.
Und jetzt sehe ich: Ohne mich geht es noch steiler bergab als vorher schon.
Er trifft sich jetzt wohl auch mit anderen Frauen.
Frauen in Anführungsstrichen.
19-jährige Mädchen, 10 Jahre jünger als er...
Ein wenig Eifersucht spüre ich trotzdem noch. Andererseits bedaure ich ihn auch. "Dass er das nötig hat.."
Heute habe ich eine Email von ihm bekommen. Ihm geht es schlecht, und wenn das so weitergeht, will er sich in eine Klinik einweisen lassen zur LZT.
ja... sicher.
Dann hat er mir noch vorgeworfen, ich hätte ihn hintergangen, weil ich von meinen Besuchen bei der Suchtberatung ja nie was erzählt hätte. Dabei wäre es doch um IHN gegangen...
Ich würde ihm gern erzählen, dass er sich mal nichts einbilden soll und es in den Gesprächen nur um MICH ging.
Und, dass ich es nur für mich getan habe.
Aber ich schlucke es runter (haha, wie passend...), denn es nützt ja sowieso nichts.
Ich habe nicht geantwortet und werde es auch nicht tun.
Ich bemerke gerade:
Hass keimt auch langsam auf in mir.
Ob das gut oder schlecht ist?
Auf jeden Fall mit Sicherheit normal...