Beiträge von desperateS

    Hallo zusammen!

    Habe den Jahrestag gut rumgekriegt.
    Gegen Mittag kam ein Anruf von XY. Ich habe abgenommen.
    Was soll ich sagen? Er war voll.

    Mehr muss ich eigentlich dazu nicht sagen. Außer vielleicht, dass ich danach einen kurzen, aber sehr heftigen Heulkrampf hatte.
    Als der vorbei war, hab ich was für mich getan.
    Typveränderung nennt man das wohl.
    War beim Frisör und hab mir für teuer Geld mein Haar verlängern lassen.
    Ich bin überaus zufrieden mit dem Ergebnis und musste auch nicht mehr sonderlich viel an IHN denken.
    Aber jetzt kehrt Ruhe ein Zuhause, und ich habe Angst, dass ich dann doch wieder ins Grübeln komme.

    Ach, was solls... Ich wasch mir jetzt die Haare und probier mal aus, wie ich mit der neuen Haarpracht zurechtkomme :D

    Hallo Sternchen!
    Schön, dass Du da bist.
    Dieses Forum hat vielen von uns sehr geholfen, und ich glaube, das wird es Dir auch.

    Ich finde sehr gut, dass Du schon etwas in Richtung Beratung getan hast.
    Das ist der erste und wichtigste Schritt.
    Alles weitere folgt dann, vielleicht auch mit Unterstürzung des Forums.

    Liebe Hanna,

    dieser Satz hätte von mir stammen können:

    Zitat von "Hanna2010

    In dem ich immer und immer wieder versuche zu beweisen, dass ich doch in Ordnung bin, treu, solidarisch, liebevoll und loyal, hat er mich da, wo er mich haben möchte.....Er kann beliebig diese Tasten bei mir drücken und Schema F läuft ab.

    Auch ich habe fast 2 Jahre nur damit verbracht, mich ihm gegenüber zu beweisen. 10000 mal habe ich ihm meine Treue, Loyalität und Liebe bekundet.
    Und am Ende hat er mich mit Vorwürfen immer wieder dazu gebracht, damit weiter zu machen und weiter an ihm fest zu halten.
    Jeder Tritt von ihm hat mich nur noch mehr dazu getrieben, mich zu beweisen.

    Ich blicke leider auch noch nicht ganz durch was meine Co-Abhängigkeit und alles, was dazu gehört, angeht.
    Aber ich bin auf einem guten Weg.
    Ich wünsche Dir von Herzen, dass es Dir bald genauso geht.
    Es ist wirklich hart und tut weh, aber ich bin sicher, dass es sich lohnt, für sich selbst zu kämpfen und sich selbst wieder ernstzunehmen.

    Hallo Paddy!

    Das:

    Zitat von Paddy

    Ich lasse dich jetzt gehen, weil du so bist und auch so sein möchtest wie du eben bist und aber in Folge dessen unser Leben nicht mehr zusammen paßt. Ich will mich nicht verbiegen udn ich will auch nicht dass du dich für mich verbiegst.


    habe ich meinem Ex während des letzten Jahres ca. 100 mal gesagt und 20 mal in Briefen geschrieben.
    Ich möchte Dir kein Leben aufzwingen, das Du gar nicht führen möchtest.
    Noch im September habe ich ihm das geschrieben.

    Aber getrennt haben wir uns deswegen noch lange nicht.
    Im Gegenteil. Von ihm kam dann immer die Antwort: Du weißt doch, dass ich auch anders sein kann, und ich möchte meine Zukunft mit Dir so leben, wie wir sie geplant haben.

    Funktionierte reibungslos! ich habe halbherzig versucht, das Co-Tal zu verlassen und mir vermutlich gewünscht, dass ER sich von mir trennt, aber was ich bekommen habe war das Drücken eines Co-knopfs: Das Hoffnungmachen. Alles wird irgendwann gut. Du weißt doch, er ist eigentlich ganz anders. Nämlich so wie am Anfang.

    Nichts da. Er ist, was er ist. Und zwar jetzt. Und damit kann ich nicht leben.
    Aber: ich trauere immer noch dem Mann nach, den ich geliebt habe (und wohl auch noch liebe), den es aber schon seit 1 Jahr nicht mehr gibt.
    Die Liebe zur Illusion.

    Ich glaube, dieser Thread hier hat mich auf meinem Weg ein sehr sehr großes Stück weitergebracht.

    Hallo Doro, hallo Aurora!

    Ich bin mir zur Zeit immer noch nicht sicher, wieviel Nähebedürfnis normal ist.
    In meiner letzten Beziehung habe ich es ja schon maßlos damit übertrieben.
    Mir fällt es schwer, da die Trennlinie zu ziehen. Was ist ein normaler Wunsch nach Nähe, und was ist schon wieder Co oder Bezeihungssucht?

    Im Grunde bin ich schon immer ganz gern allein gewesen. Aber es gab eben auch Zeiten (und heute gibts die auch noch), da wäre ich lieber unter Leuten.
    Sonntage zb... wie gesagt.

    Im Moment komme ich eigentlich ganz gut klar mit der derzeitigen Situation.
    Allerdings sind da zwei Dinge, die mich stören.

    1. denke ich immer öfter daran, dass XY sich jetzt eine Neue suchen könnte (oder vielleicht schon hat?), und dann bin ich tatsächlich eifersüchtig. Das schlägt manchmal plötzlich um in Wut und Verzweiflung, streckenweise schon wie eine Art Panikattacke. Das sind dann die Momente, in denen ich darüber nachdenke, ihn anzurufen. Mal die Lage checken, wenn Ihr versteht was ich meine.

    Und das 2. Problem:
    Morgen wäre unser Jahrestag. Vor 2 Jahren hat er mich das erste Mal geküsst.
    Ich habe immer gern an diese Zeit zurückgedacht. Es war wirklich die beste in meinem Leben.
    Und dann werde ich traurig darüber, wie alles geendet hat und was zwischen Anfang und Ende alles passiert ist.
    Gepaart mit meinen Eifersuchtsgedanken ist das eine explosive Mischung.
    Ich merke, hier besteht Rückfallgefahr.

    Es ist für mich immer noch ein Rätsel, wie ich (wie wir alle hier!) so lange an diesem Menschen festhalten konnte. Wieso war ich immer noch in der Lage, nur die guten Seiten zu sehen, wo die schlechten doch so offensichtlich überwiegen und nichts mehr so war wie am ANfang?
    Das ist doch der aller überzeugendste Selbstbetrug überhaupt.
    Faszinierend, aber eben auch sehr beängstigend, wie man so viele Dinge einfach verdrängen kann!

    Hallo Doro!


    Zitat

    erstmal: Toll, dass sich deine Entzugserscheinungen gelegt haben. Das ist doch großartig. Bei der Übergabe der Sachen würd ich wirklich genau überlegen, wie du das machst, ohne wieder zu viel mit ihm zu tun zu haben. Aber weißte ja.


    Ganz weg sind die Entzugserscheinungen noch nicht. Ich kriege manchmal immer noch Rückfallgedanken, aber diese "Krämpfe" gehen zum Glück immer schneller vorbei.


    Zitat

    Kannst du erklären, weshalb genau dich die Einsamkeit stört?
    Ist es vielleicht das Gefühl, ausgeschlossen zu sein von der Gemeinschaft, die andere scheinbar haben? Angst, was zu verpassen?
    Oder kannst du wirklich nichts mit dir selbst anfangen?


    Das ist schwer zu beschreiben.
    Ich konnte eigentlich immer schon gut alleine bleiben. Und ich bin auch gern allein. Mehr als andere, die ich kenne. Ich kann mich auch gut selbst beschäftigen, ähnlich wie Du.
    Aber manchmal (insbesondere an Sonntagen!) habe ich das Gefühl, mir fällt die Decke auf den Kopf. Dann geht die Zeit nicht rum und ich habe nichts zu tun. Und dann ist es vielleicht wirklich so, als ob ich Angst hätte, was zu verpassen.
    Mir fehlen dann vielleicht auch "zärtliche Momente". Sowas wie man in Beziehungen eben hat: Körperkontakt, gemeinsam einfach mal die Decke über den Kopf ziehen, reden, kuscheln usw.
    Einfach mal jemanden zu haben, an den man sich anlehnen kann.
    Sowas fehlt mir manchmal.

    Zitat

    Was mich aber auch stört, ist, wenn ich das Gefühl habe, bei Freundinnen, die Partner haben, die zweite Geige zu spielen. Jedenfalls, wenn die Partnerschaft noch nicht so alt ist und noch so die Turtelphase angesagt ist. Also, ich hab jetzt z.B. zwei Single-Freundinnnen, aber ich kann mir schon vorstellen: Sobald die wieder in Partnerschaft sind, werden viele Sachen vielleicht nicht mehr so möglich sein.
    Aber leider war ich ja ganz genauso...


    Ja, so war ich auch. Aus "Rücksicht" vor dem Partner lässt man Freundinnen dann gern mal links liegen, wobei ich es in meiner letzten Beziehung eigentlich schon anders gemacht habe.
    Aber es ist eben auch so, dass Sonntag Pärchen- bzw. Familientag ist, und das kann ich noch nicht mal irgendwem übelnehmen.


    Zitat

    Ich bin jetzt wieder am Überlegen, wie ich Sylvester feiern und ob ich Besuch haben will. Und ich muss sagen: Die Vorstellung, alleine mit meinen Kindern zu feiern, die dann hoffentlich vor Mitternacht ins Bett gehen, schreckt mich absolut nicht.


    Ich muss gestehen, ich habe ein wenig Angst vor Weihnachten und Silvester.
    Ich fürchte, an diesen Tagen könnte ich mich irgendwie verloren fühlen. Im Grunde ist es bescheuert, aber mich wurmt das schon.
    Früher war ich am Heiligabend immer erst bei meinen Eltern und dann mit meinem Partner zusammen (mit dem ich dann auch Silvester gefeiert habe). Alleine war ich eigentlich nie. Und davor habe ich jetzt wirklich Angst, weil ich befürchte, dann in ein Loch zu fallen.

    Aber bis dahin vergeht ja noch ein bißchen Zeit. Vielleicht legt sich ja auch diese Angst.
    Manchmal wäre ich egoistischer Weise aber ehrlich gesagt froh, wenn ich Kinder hätte.
    Dann hätte ich nämlich jemanden bei mir. Und auch eine Aufgabe. Ich denke, das ist schon ziemlich co, oder? :oops:

    Hallo Solvejg!

    Zunächst mal herzlich willkommen! Schön, dass Du da bist.

    Deine Geschichte macht mich traurig. Offensichtlich hattest Du schon früh jemanden, der Dich Deines Selbstvertrauens beraubt hat.
    Und ich glaube auch, genau da liegt bei Dir (und jedem anderen, der hier schreibt!) das Problem.

    Du schreibst, Du hattest viele schlechte Beziehungen. Jetzt hast Du offenbar einen Partner, der alkoholkrank ist.
    Man sagt ja nicht von ungefähr, dass Frauen sich immer den selben Typ Mann aussuchen.
    Und ich glaube, Du bist jetzt schon wieder in einer Beziehung, die Dir nicht gut tut.

    Ich finde es gut, dass Dir Deine Arbeit so viel bedeutet, aber für mich klingt es ein bißchen so, als würdest Du Dein gesamtes Dasein ausschließlich von Deiner "Leistung" abhängig machen, und ich glaube, das ist nicht gut.

    Zitat

    Ich mache mir oft Vorwürfe, dass ich ihn nicht helfen kann, obwohl ich weiß, dass ein Ausweg aus der Sucht nur passieren kann, wenn er sich selbst seiner Sucht bewusst wird. Manchmal glaube ich sogar, dass ich mir sein Alkoholproblem lediglich einbilde, da er immer so vehement dagegen redet....

    Du musst Dir absolut keine Vorwürfe machen. Weißt Du, ein Alkoholiker weiß schon sehr früh, dass er abhängig ist. Er merkt nur leider viel zu spät, wie schlimm es tatsächlich ist.
    Du wirst hier sehr oft lesen, dass ein Alkoholiker erst seinen persönlichen Tiefpunkt erreichen muss, um tatsächlich etwas gegen die Sucht zu tun.
    Du als Partnerin kannst Deinen XY darauf hinweisen, ihn bitten, etwas zu tun und ihm Wege aus der Sucht aufzeigen, aber mehr eben auch nicht.
    Wenn ER aufhören möchte, zu trinken, wird er es tun. Ansonsten nicht.
    Du trägst dafür absolut keine Verantwortung.
    Aber Du trägst die Verantwortung für DICH SELBST.

    Übrigens wirst Du auch oft lesen, dass die coabhängigen Partner an ihrem eigenen Verstand zweifeln.
    Mir ging es damals ganz genauso. Man hört so oft, dass es gar kein Problem gibt, bis man selber glaubt, man übertreibt.
    Mein Therapeut hat mir dazu einen schönen Satz gesagt, den ich mir dann immer ins Gedächtnis gerufen habe:
    "Selbst wenn es übertrieben ist: Es ist FÜR MICH ein Problem, und wenn es für ihn keines ist, dürfte es ein Leichtes für ihn sein, einfach nicht mehr zu trinken."

    Natürlich konnte er nicht aufhören. Und er hatte auch immer tolle Argumente, weshalb er nicht aufhören wollte/konnte.
    Irgendwann stand er vor der Entscheidung: alkohol oder Partnerschaft.
    Er hat den Alkohol gewählt. Und spätestens dann dürfte klar sein, dass es definitiv ein Problem ist.

    Liebe Solvejg,
    hast Du schon mal therapeutische Hilfe in Anspruch genommen?
    Die Tatsache, dass Du Dich selbst verletzt, ist ja keine Kleinigkeit.
    Und eine Beziehung, die Dich so unglücklich macht, dass Du das Bedürfnis hast, Dir weh zu tun, kann nicht gut sein!!!

    Hallo Pummelfee!
    Ich kann Deine Verzweiflung gut verstehen.
    Mein Ex hat sich auch nicht mehr gemeldet, und auch ich frage mich, wie ich ihm so egal sein kann.
    Wir hatten doch auch mal was zusammen, dass uns beiden was bedeutet hat!

    Aber wenn Du mal genau überlegst:
    Das ist doch der Grund, weshalb wir diese Beziehung aufgegeben haben!
    Wir wollten doch eine Beziehung haben mit jemandem, dem wir wichtig sind, oder?
    Jemand, der Liebe geben kann, statt immer nur zu nehmen.
    Und weil wir das wollen, müssen wir uns selbst auch die Chance geben, diesen Menschen in unser Leben zu lassen.
    Der wird aber nicht kommen, wenn wir weiter in einer Alkoholiker-Co-Beziehung leben, denn dann würde alles so weitergehen wie bisher.

    Hier in diesem Forum sind so viele Menschen, die mit einem Alkoholiker zusammenleben. Deren Selbstwertgefühl völlig im Keller ist.
    Wir sehen uns viel schlechter, als wir sind!
    Oder glaubst Du, dass alle, die hier schreiben, tatsächlich wertlose Menschen sind?
    Ich nicht.
    Alle, die hier sind, sind liebenswert. DU AUCH!
    Wir sehen uns nur verzerrt, und zwar vor allem deswegen, weil unsere alkoholkranken Partner uns immer wieder zu verstehen gegeben haben, dass wir wertlos sind.

    Es gibt aber auch Menschen, die uns vom Gegenteil überzeugen. Und, was noch viel viel wichtiger ist: WIR KÖNNEN UNS VOM GEGENTEIL ÜBERZEUGEN!

    Gib Dir selbst diese Chance. Du hast so einen schweren Schritt getan! Lob Dich selbst dafür und vergibt Dir auch Deine Fehler.
    Das ist ein langer Weg, aber er lohnt sich wirklich!

    Sonntage sind immer schwierig für mich.
    Meine Freundinnen verbringen diesen Tag immer mit ihrem Partner, und da hat dann niemand Zeit für mich.
    Ich mochte Sonntage allerdings noch nie so wirklich. Ist ja auch immer der Tag vor Montag, und Montage bedeuten im Prinzip ja auch nichts Gutes. :)
    Ich habe besonders sonntags Probleme, mit mir selbst klarzukommen.
    Das war allerdings schon immer so, seit ich zur Schule ging.
    Ich kann mich heute zu nichts aufraffen, und dann verfalle ich wieder ins Grübeln und denke an die schönen Sonntage mit XY.
    Ja, wir hatten wirklich schöne Sonntage zusammen.
    Bis die Trinkerei losging.
    Selbst da hatten wir dann noch einige schöne Sonntage. Und zwar deshalb, weil wir den ganzen Tag im Bett lagen, weil er in der Nacht zuvor mal wieder richtig Gas gegeben hatte.
    Er war dann immer besonders liebesbedürftig und hat Interesse an mir geheuchelt. Heute glaube ich zu wissen, dass das nur sein schlechtes Gewissen war (wegen des Filmrisses) und die Angst, dass ich ihn vielleicht doch verlassen könnte, wenn er so weitermacht.
    Er war dann immer sehr aufmerksam, zärtlich und hat mir das Blaue vom Himmel versprochen.
    Ich habe das immer sehr genossen. Zumal ich ja auch immer die Hoffnung hatte "Jetzt hat ers kapiert!!!"


    Heute Abend habe ich ein Date. Mit Harry Potter. Vor dem Fernseher.

    Emotional geht es mir heute nicht so gut.
    Die Einsamkeit geht mir auf den Geist.
    Ich bin froh, wenn der Tag vorbei ist.

    Morgen endet die selbst auferlegte Kontaktsperre.
    XY hat sich nicht mehr gemeldet, aber ich bekomme am Rande einiges mit.
    Er hat offensichtlich einen neuen Saufkumpel. Einen, mit dem man richtig Spaß kriegt. Ging ja mit mir nie. Ich mochte ja alle seine "Freunde" nicht (genaugenommen: Er hat keine Freunde, nur Saufkumpels), und wenn wir doch mal zusammen raus waren, gab es immer Streit, wenn ich auch getrunken hatte. Er hatte da regelmäßig schlimme Eifersuchtsanfälle.
    Er hat seine Saufkumpels immer schnell gewechselt. Meist, weil es irgendwann Ärger gab wegen Geld o.ä.
    Ich wusste jedes Mal, dass das alles nur eine Phase ist.
    Ich war die einzige Konstante in seinem Leben. ich und seine Eltern. Und genau uns hat er immer vorgeworfen, dass wir ihm "den Spaß (das Saufen) nicht gönnen".
    Eigentlich traurig...

    Wie gesagt: Die Kontaktsperre läuft aus, und ich stelle fest: Ich will gar keinen Kontakt mehr.
    Ich möchte am liebsten alles vergessen. Auch meine Sachen, die noch bei ihm sind.
    Vermutlich habe ich einfach Angst, wieder so traurig zu werden. Oder, was noch schlimmer wäre: Rückfällig zu werden.

    Ich sehe ihn immer mehr als diesen Strudel, der mich runterzieht und lebensgefährlich ist.
    In seiner Nähe bin ich einfach nicht sicher.

    Aber es hilft nichts, ich brauche meine Sachen früher oder später.
    Aber ich glaube, ich werde doch noch ein wenig warten mit dem ersten Kontakt.

    Hallo Pummelfee!

    Es ist an der Zeit, dass Du mal was tust, um Dein Selbstwertgefühl wieder aufzubauen!
    Sieh mal, den ersten und wichtigsten Schritt hast Du ja schon getan: Ihn rausgeschmissen!

    Stell Dir mal vor, eine Freundin würde Dir erzählen, dass ihr Partner sie derartig beschimpft, wie es Deiner getan hat.
    Ich glaube, Du hättest ihr geraten, sich zu trennen, oder?

    Du hast dich von dem befreit, was Dich runtergezogen hat. Und das ist das Beste, was Du hättest tun können!
    DU hast doch alles versucht, um die Beziehung zu retten, oder?
    Es hat nichts genützt.
    Er wird weiter seinen Weg gehen. Und jetzt bist endlich Du dran, DEINEN zu gehen!

    Triff Dich mit Freunden, tu Dinge, die Dir Spaß machen. Vertreib XY aus Deinem Kopf, so gut es geht.
    Du wirst bald feststellen, dass es noch andere DInge auf der Welt gibt als IHN und die dazugehörigen Probleme.
    Und eines Tages wirst Du feststellen, dass Du lachen kannst und Freude empfinden, auch ohne Dich erniedrigen zu müssen.

    Hast Du eigentlich mal ein Gespräch bei der Suchtberatung gehabt? Oder vielleicht sogar mal eine SHG aufgesucht?
    Das wäre sicherlich hilfreich!

    Zitat von n i c i

    Und manchmal muss man erst auf den Berg hoch um das ganze Tal überblicken zu können, oder ?!

    Liebe Nici,
    ... und je höher ich komme, um so mehr sehe ich.
    Das ist ganz erstaunlich, was man alles mit ein wenig mehr Abstand realisiert.


    Liebe Dagmar,

    Zitat

    Ich habe der Ursprungsperson nachgeweint, mit der ich zusammen gekommen war. Nur, jetzt bin ich der Meinung, schon damals hat sich der Mensch angepasst. Also nicht der Hilfsbereitschaft willens, sondern um eben eine/diese Partnerschaft zu führen.

    Genau daran habe ich auch schon häufig gedacht.
    Ich weiß, dass mein XY in früheren Beziehungen auch schon so war, wie er am Ende mit mir war.
    Aber er hat von Anfang an gesagt, dass er sich ändern möchte. Und es sah ja auch ganz danach aus!
    Oft hört man den Satz "Die Menschen ändern sich nicht." Und langsam aber sicher glaube ich das auch.
    Man ist eben, wer man ist...

    Hallo Emma!
    Ich möchte Dich im Dialog mit Frozen Tears nicht stören, aber mir sind ein paar Dinge aufgefallen, und die würde ich Dir gern mitteilen.

    Zitat von Emma2010

    Wenn mein Partner im Vollrausch ausgetickt ist, so haben mich momentan seine Worte zwar auch sehr gekränkt, aber ich habe das niemals auf mir so sitzen lassen, weil ich genau wußte, daß dieser Mensch momentan unzurechnungsfähig ist. Eben weil es auch eine Krankheit ist, kann ich ihm nichts vorwerfen über Dinge, an die er sich gar nicht mal mehr erinnern kann.


    Und ob Du kannst!
    Er hat sich doch selbst dazu gemacht! Er hat sich vollaufen lassen, und ER hat Dir die Dinge an den Kopf geworfen. Er alleine ist dafür verantwortlich. Er weiß, dass er (manchmal...) so derbe über die Strenge schlägt, dass er Dinge tut, die er hinterher bereut.
    Und trozdem tut er es.
    Wenn sich jemand betrunken hinters Steuer setzt, tut er das doch auch vorsätzlich, oder? Wenn er einen Unfall baut, hat er doch Schuld!
    Das ist doch durchaus vergleichbar.

    Zitat

    Nein, nein, nein da muß ich wiedersprechen. Aus diesen Gründen wollte ich nicht bleiben, sondern weil es da trotz der Krankheit seine herzensgute Art gibt, sein Lächeln, seinen Humor, seine Hilfsbereitschaft uvm.


    Diese guten Seiten hat jeder Alkoholiker. Aus irgendeinem Grund neigen wir Cos aber dazu, diesen guten Seiten doppelt so viel Bedeutung beizumessen als den schlechten.
    Wir sehen das Ganze einfach verzerrt.
    Ich finde, das ist ein faszinierender Vorgang.
    Mein Ex hat mich in seinem alkoholischen Eifersuchtswahn mehrmals körperlich angegriffen.
    Und trotzdem hat für mich immer nur gezählt, dass er so ein liebenswerter Mensch ist.
    Genaugenommen ist das schon ziemlich hirnrissig. Jedem anderen hätte ich gesagt: Hau bloß schnell da ab!
    Aber für mich selbst konnte ich nicht so entscheiden.
    Es ist schon fast sowas wie ein Zwang.
    Der Verstand schreit auf: Weg da! und das Herz hält immer noch fest...
    und ich wollte bleiben, weil ich mir auch nichts anderes gewünscht habe.


    Zitat

    Dennoch ich habe Angst um ihn, weil ich ihn in den letzten beiden Jahren schon überall hin begleiten mußte. Sein Realität ist eine andere.
    Daher habe ihm jetzt ein Fachbuch zukommen lassen, dass er sich zumindest mal anschauen will.


    Du bist nicht seine Mutter. Er ist erwachsen. Du hast ihm Mittel und Wege aufgezeigt. Die hätte er nutzen können. Und kann es immer noch!
    Aber er will das nicht. Und genau deshalb solltest Du Dich ganz von ihm fernhalten.
    Kein Fachbuch der Welt wird ihn retten. Er allein muss das tun.
    Deine Unterstützung beweist ihm doch nur, dass er so weitermachen kann.

    Zitat

    Und trotzdem sterben jedes Jahr sehr viele Menschen an dieser Krankheit.


    Und viele davon (vielleicht nicht alle...) hatten selbst die Möglichkeit, das zu verhindern.
    Sie haben es aber nicht getan.

    Zitat

    Und damit hat mir mein innerer Schutzengel einen guten Dienst erwiesen.


    ...und den Tag solltest Du Dir rot im Kalender markieren.

    Ich hoffe, Du weißt, dass ich das Geschriebene nicht böse meine. Mir sind eben nur so viele kleine Co-Symptome aufgefallen.

    Bleib auf Deinem Weg, Emma.
    Und lass IHN seinen gehen.

    Hallo Bohne!

    Wie sieht es denn heute bei Dir aus?
    Du hattest ja ein Ultimatum bis zum 18. gesetzt. Das hast Du jetzt wieder "verlängert"?

    Weißt Du, es ist das aller aller wichtigste, dass Du nur Dinge androhst, die Du auch einhalten kannst.
    Durch das ewige "Verlängern" lernt Dein XY nur, dass Du genauso inkonsequent bist, wie er.

    Übrigens: mein Ex hat auch immer gesagt, dass er wieder zurück nach Spanien möchte. Dort hat er mal längere Zeit gelebt. Er meinte immer, wenn er dort leben könnte, würde auch die Trinkerei wieder aufhören. Dort wäre ja alles anders...

    Wenn er dann aber erzählte von Spanien, dann gab es eigentlich nur "Saufgeschichten".

    Man kann vor seinen Problemen nicht davonlaufen. Sie holen einen doch wieder ein.
    Und genauso ist es auch bei Dir.

    DU hast ein Problem mit seiner Trinkerei. Ihn stört es nicht, oder?
    Also musst auch DU etwas ändern.

    Ich wünsche Dir viel Kraft!

    Hallo Angie!

    Schön, dass Du hier bist.
    Das Schreiben hier im Forum ist schon mal ein toller Anfang.

    Was Du schreibst, klingt sehr verzweifelt.
    Wir alle hier kennen das Gefühl, sich für den Partner aufzureiben.

    Du sagst, Deine Akkus sind leer.
    Das ist ein ganz klares Zeichen dafür, dass sich dringend etwas ändern muss.
    Nur siehst Du im Moment leider noch keinen Ausweg.
    Du schreibst, dass für eine SHG im Moment die Zeit fehlt.
    Warst Du denn schon mal bei einer Suchtberatung?
    Die Leute dort kennen sich ja bestens aus und wissen mit sicherheit einen Weg aus der Krise.

    Ich glaube, Du brauchst zu allererst mal ein paar Tage nur für Dich, um den Kopf wieder klarzubekommen.
    Meinst Du, Du hättest irgendeine Möglichkeit, Dir mal eine Auszeit zu nehmen?
    Es gibt doch sicherlich Mittel und Wege, oder?
    Auch wenn das bedeutet, dass Dein Mann mal alleine klarkommen muss?

    Hallo myself,

    den Absprung habe ich noch lange nicht geschafft.
    Was ich geschafft habe, ist mich endlich zu trennen. Aber das bedeutet (noch) nicht, dass ich nicht an meinen Ex denke und mich streckenweise immer noch verantwortlich für ihn fühle.
    Das wird noch eine ganze Weile dauern, da bin ich sicher. Und ich trauere auch immer noch den "guten Zeiten" nach.

    Wenn Du wissen willst, was mich zur Trennung verleitet hat:
    Es war der für diese Krankheit leider so normale Verlauf der Dinge!
    Die Sucht ist eine Krankheit, die Symptome zeigt.
    Und diese Symptome waren es letzten Endes, die mir gezeigt haben: Ich kann hier nichts mehr tun!

    Mein Ex steckt schon so unglaublich tief drin in der Sucht, dass ihm selbst wichtige Dinge ganz egal sind.
    Ich weiß, dass ich ihm mal wichtig war. Wirklich. Und das ist noch gar nicht so lange her.
    Heute ist ihm sogar mein Geburtstag egal. Er hat ihn ordentlich begossen. Und mehr nicht.
    Ich habe immer mehr Abstand zu ihm gewonnen und dadurch immer klarer gesehen.
    Gesehen, wie die Krankheit ihren Verlauf nimmt. Wie er sich verändert hat. Von einem lebensfrohen Menschen zu einem Riesenbaby, das nicht mehr isst, den Hund nicht mehr füttert, weil das Geld für Bier draufgeht.
    Der morgens schon besoffen ist, weil er ein schlechtes Gewissen hat, dass er abends so viel getrunken hat, und deswegen 3 Tage dauervoll ist.

    Ich habe ihn da sitzen sehen, sich selbst in die Tasche lügen, dass doch alles nicht so schlimm ist, dass ich übertreibe, dass er alles unter Kontrolle hat, dass wir in dieser Dreiecksbeziehung - ich, er und das liebe Bier - doch trotzdem glücklich werden können.
    Und plötzlich wurde mir klar, dass ich nicht weiterhin die 2. Geige spielen will.
    Dass es in diesem Leben noch viel mehr gibt als Alkohol und alle Probleme, die damit zu tun haben.
    Dass das Leben auf mich wartet und ich die Zeit nicht mehr damit verplempern will, jemanden vom Saufen abzuhalten, der doch aber saufen WILL.

    Kurz gesagt: Ich habe den Absprung geschafft, weil mein Leidensdruck zu groß wurde.
    Genau wie bei einem Alkoholiker.
    Erst, wenn der Tiefpunkt da ist, kann der Wendepunkt kommen.

    Vielleicht dauert es bei Dir noch lange, bis dieser Punkt erreicht ist.
    Vielleicht kommt er auch schon morgen.
    Niemand weiß das.
    Aber sei Dir gewiss: Er wird kommen, egal was Du tust.
    Irgendwann kann man es einfach nicht mehr mitansehen, und dann wird einem klar, dass man gehen MUSS, weil das die einzige Chance auf Besserung ist.
    Ich hoffe, dass bei Dir dieser Punkt nicht allzu lange auf sich warten lässt. Denn je länger Du wartest, umso schwieriger wird es, glaube ich.
    Und die "Kollateralschäden" sind auch nicht zu verachten.

    Hallo Frozen Tears!

    Zitat von Frozen Tears

    Was ahbe ich von meinem Vater gehabt all die Jahre, wo war er überhaupt? Er war eh ständig unterwegs und hat nur Unruhe und schlechte Stimmung in unser Haus gebracht. Da hätte ich gut und gern drauf verzichtet.


    Ich habe gerade einen (vielleicht bescheuerten) Gedankengang:
    Ich bin furchtbar froh, dass ich keine Kinder mit meinem Ex habe, obwohl ich mir lange welche gewünscht hatte.
    Wie schlimm hätte es enden können!
    Was hätten diese armen Wesen alles ertragen müssen, nur weil ich zu schwach war, mich von ihm zu trennen.
    Aber zum Glück habe ich frühzeitig die Kurve gekriegt.
    Und wenn ich mal Kinder haben sollte, dann werde ich ihnen das, was Du erfahren musstest, ersparen.

    Liebe Blumenwiese,
    ich sehe es genau wie Nici. Ich glaube auch, ein wenig Abstand würde Dir gut tun.
    Ich glaube aber auch zu wissen, was bei dem Gedanken daran, Deinen XY ein paar Tage allein zu lassen, in Deinem Kopf vor sich geht.
    "Das geht nicht, dann säuft er noch mehr!", "Das geht nicht, dann habe ich ihn nicht mehr unter Kontrolle!" oder "Das geht nicht, dann geht er fremd!" waren für mich immer typische Sätze.
    Ich habe mir dann irgendwann mal vor Augen gehalten, welche Rolle ich für mich in der Beziehung vorgesehen hatte.
    Ich wollte eigentlich nur eine gleichberechtigte Partnerschaft mit einem Menschen, der mich liebt.
    Und stattdessen bin ich zu sowas wie seiner Übermutter mutiert, die ständig auf ihn aufpassen musste.

    Mach Dir doch mal eine Liste mit den Dingen, die Du in einer Partnerschaft willst.
    Wann wäre eine Beziehung für Dich perfekt?
    Und dann stell dem gegenüber, was Du gerade hast.

    Du wirst sehen, Deine beziehung ist weit davon entfernt, perfekt zu sein. Natürlich gibt es keine perfekte Beziehung.
    Aber es gibt eine, die glücklich machen kann.
    Und die hast Du nicht.

    Wenn Du all das aufgeschrieben hast, stell Dir die Frage, was Du von Deinem XY noch erwarten kannst.
    Und streich den Gedanken "Er könnte trocken werden und es bleiben" mal aus Deinem Kopf.
    Es wird nicht mehr viel übrig bleiben, denke ich.

    Zitat von Emma2010

    Aber ich glaube, wenn ich es wirklich will, kann ich mich aus meiner Niederlage bald wieder befreien und muss dann da auch gar nichts erklären.

    Hoffentlich,...


    Hallo Emma!
    Selbst wenn...?
    Was ist denn so schlimm daran, zuzugeben, weshalb diese Beziehung gescheitert ist?
    Glaub mir, die Menschen, die es ernst mit Dir meinen, werden dafür Verständnis aufbringen.
    Das erfahre ich im Moment am eigenen Leib.

    Und die anderen können Dir gestohlen bleiben. Du merkst doch, dass Du nicht auf andere angewiesen bist. Du kannst Dir bestens selbst helfen, und wenn Du nicht mehr weiter weißt, findest Du jemanden, der es weiß. ;)
    Hör nicht zu sehr auf die negativen Stimmen in Dir. Die haben einfach keine Ahnung und möchten doch genau das: Dass Du Dich schlecht fühlst.
    Aber dazu gibt es keinerlei Grund! IM GEGENTEIL!

    Hallo Sonnenschein!

    Was Dir im Moment passiert, passiert jeden Tag 100 mal auf dieser Welt und gehört zum Leben dazu.
    Sowas ist sehr schmerzhaft, und ich kann mir vorstellen, was in Dir vorgeht.
    Was in Deinem Mann vorgeht, weiß nur er allein.
    Du fragst, ob er sich die neue Partnerin ausgesucht hat, weil sie ihn besser versteht.
    Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen und sagen, dass es bei meiner letzten Beziehung genau so war:
    Ich fühlte mich von meinem neuen Partner einfach besser verstanden.

    Wie das bei Deinem Mann aussieht, kann ich Dir natürlich nicht sagen.
    Dass er die neue Frau nur 5 Tage kennt, spricht aber eigentlich nicht wirklich dafür, dass es etwas "von Dauer" ist.

    Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du aus der Situation das Beste FÜR DICH machst.

    Hallo Ihr Lieben!

    Zitat von silberkralle

    alle ? die in diese richtung gehn sin ganz einfach zu beantworten = krankheit co-abhängigkeit


    Matthias, das hat mir schon wieder ein wenig mehr die Augen geöffnet. Vielen Dank dafür.
    Vielleicht erkenne ich erst jetzt das ganze Ausmaß meiner Krankheit, die sehr viel tiefer geht, als ich es anfangs geglaubt habe.
    Und das merke ich erst durch das Lesen und Schreiben hier...

    Liebe Blumenwiese,

    Zitat

    In einer Singlebörse ist er seit ein paar Tagen angemeldet, sucht dort seine "große Liebe". Und was mache ich? Ich versuche mich besonders seinen Wünschen anzupassen, ihm alles recht zu machen. Hilfe, wie blöd bin ich denn? Suche wie so oft die Schuld bei mir.

    Genau das kenne ich auch aus meiner ehemaligen Beziehung. ER hatte sich auch bei so einer Single-Börse angemeldet.
    Und meine Reaktion war zunächst Wut, Konfrontation und dann wieder dieses Bedürfnis, alles mit ihm auszudiskutieren, ihn nach den Dingen zu fragen, die ihm fehlten usw usw.
    Ja, natürlich habe ich geglaubt, die Schuld läge bei mir.
    Was für ein riesen Haufen MIST!
    Er war schon immer untreu. Ich habe geglaubt, meine unermessliche Liebe hätte ihn davon abbringen können. Ihm quasi zeigen können, dass Treue Spaß machen kann...
    Aber es lag gar nicht an mir. Jede andere Frau hat und hätte er auch betrogen.
    Und umgekehrt? Was hat er getan, damit ich nicht fremdgehe?
    Nichts! Das musste er gar nicht. Meine Loyalität kannte keine Grenzen.
    Übrigens: Bei meinem Aufenthalt in der Psychiatrie (klingt schlimmer, als es war!) wurde u.a. festgestellt, dass gerade meine Loyalität im Vergleich zu "normalen" Menschen unglaublich hoch war. Ein krankheitsbild!

    Liebe Blumenwiese,
    tu Dir bitte nicht sowas an. Mach nicht den gleichen Fehler wie ich.
    Liebe kann man nicht erbetteln. Entweder, man wird geliebt, weil man ist wie man ist, oder es ist keine Liebe.
    "Eifersucht ist die Angst, etwas zu verlieren, von dem es sich sowieso nicht lohnt, es zu behalten". Ich weiß nicht mehr, von wem das ist, aber ich finde es unheimlich treffend.


    Liebe Doro!

    Zitat

    Ich habe es damals so gewollt, ich wollte nicht - wie ich dachte - oberflächlich glücklich sein, ich wollte mehr, ich wollte dieses große Problem mit ihm lösen. Ich glaube, ich hab mir vom Leben irgendwie mehr Tiefgang erhofft. Die Leute, die sich nur darum gekümmert haben, dass sie ihr kleines Biedermeierleben auf die Reihe kriegen, hab ich verachtet.

    Das hätte auch von mir stammen können.
    Klingt ganz nach meinem "Märtyrer-Dasein" gepaart mit dieser ja so unglaublich großen Liebe, die alle Probleme überwindet und in der man dann ganz aufgeht, quasi EINS wird.
    Davon können die anderen Biedermeier-Menschen doch nur träumen!
    So habe ich anfangs in etwa gedacht.
    Diese Beziehung sollte was "ganz Großes" sein. Sowas wie Romeo und Julia, nur eben mit Happy End...
    Und leidenschaftlich war diese Beziehung tatsächlich! Aber die das Wort schon sagt: LEIDENschaftlich...


    Zitat

    Es war MEIN WEG, ich kann dazu stehen und schäme mich nicht dafür.
    Jetzt weiß ich jedenfalls viel besser, was ich will und was nicht mehr.

    Man kann Dinge immer so oder so betrachten.


    Da hast Du völlig Recht. Ich bin auch gar nicht mehr so wütend und entsetzt, wie ich es gestern war.
    Und trotz allem, was passiert ist, glaube ich immer noch, dass diese Beziehung etwas für mich positives gebracht hat:
    Wenn das alles hinter mir liegt, weiß ich, dass ich mich NIE MEHR für einen anderen Menschen so verbiegen und aufopfern werde.
    Aber ich glaube, da ist noch eine Menge mehr zu tun, als mich nur zu trennen und mein eigenes Leben aufzubauen.
    Mein Selbstwertgefühl lässt schwer zu wünschen übrig. Das war schon immer so. Und daran muss ich dringend arbeiten.
    Das komische ist: Einerseits mag ich mich wirklich gern. Ich halte mich, auch wenn es eingebildet klingt, schon für was Besonderes. Ich komme auch mit Kritik gut klar, kann Menschen gegenüber offen zeigen, ob ich sie mag oder nicht mag, kann auch nein sagen, aber auf der anderen Seite fühle ich mich immer noch klein und teilweise weniger wert als manch anderer...

    Liebe Nici,

    Zitat

    Und dann zum zweiten Schritt....im Hier und Jetzt zu leben, ohne nach dem Gestern zu schauen. Und sich nicht mit Schritt eins stets aufhalten.


    Einerseits glaube ich, da liegst Du völlig richtig.
    Aber wenn ich so an meine Zukunft denke, habe ich schon Angst, dass ich die selben Fehler immer und immer wieder machen werde.
    Man sagt ja auch, Frauen suchen sich unbewusst immer den selben Typ Mann...
    Und das möchte ich vermeiden. Nicht nur, was die Partnerwahl angeht, sondern alle Bereiche des Lebens.
    Und da ist es vielleicht ganz heilsam, wenn man sich mal vor Augen führt, welche Fehler man gemacht hat.
    Für mich war das gestern wieder so eine Art Aufwach-Moment.
    Je größer der Abstand zu XY wird, umso klarer sehe ich wohl.

    Blumenwiese,

    Zitat

    Jedes Ende ist auch ein Anfang für etwas Neues. Eine Chance... ach, das klingt jetzt gut, dabei hänge ich auch noch bei Schritt eins.

    Du kannst JETZT SOFORT daran etwas ändern.
    Willst Du ewig der Hund bleiben? Oder vielleicht doch irgendwann mal die Chance auf ein glückliches Leben, Selbstzufriedenheit und evt. auch irgendwann eine Beziehung auf Augenhöhe haben? Es liegt ganz allein in deiner Hand.
    Das zu erkennen hat bei mir viel zu lange gedaudert...