Beiträge von desperateS

    Hi Feeli,

    mir ist gar nicht nach heulen zumute. Wie schon gesagt. ich habe eigentlich kaum Emotionen im Moment. Aber ich bin mir selbst unheimlich. Ich kanns schlecht erklären. Vielleicht liegt es ja wirklich an der körperlichen Sache.
    Bei Fieber bin ich eh immer "entfremdet".

    Medikamente nehme ich übrigens schon seit 2 Jahren gegen meine Depressionen und Angstzustände (die ich schon vor der Beziehung hatte... ;))
    Mir haben sie damals auch sehr geholfen. Ob sie heute tatsächlich noch wirken, weiß ich gar nicht.
    Aber absetzen werde ich sie noch nicht.
    Mein Arzt ist auch der Meinung, dass jetzt kein guter Zeitpunkt dafür wäre.
    Selbst wenn man es sich vielleicht nur einbildet: Die Medikamente sind schon sowas wie kleine Stützpfeiler.

    Hallo Matthias, hallo Feeli,

    ich habe gerade ein sehr seltsames Tief. Vielleicht liegt es an meiner bevorstehenden Erkältung?
    Wie dem auch sei, ich habe gerade in den Spiegel geguckt und mich selbst nicht mehr wiedererkannt.
    Ich sehe schlecht aus. Richtig schlecht.
    Spontan würde ich sagen "vom Leben gezeichnet".
    Ich sehe mir in die Augen, und die sind so dunkel... ich kann es kaum beschreiben.

    Und ganz plötzlich kam der Gedanke: WER BIN ICH?
    Was tu ich denn hier? Ich gehöre hier nicht hin!
    Mein Leben, all die ganzen Fehler... das kann ich mir nie verzeihen!
    Und ich habe keine Ahnung, wie es weitergehen soll.
    Absolut keine! Meine Perspektiven sind weg.
    Vor ein paar Tagen noch habe ich mich daran festgehalten, dass ich beruflich an einem Aufstieg arbeite, aber jetzt gerade habe ich das Gefühl, ich werde es nie schaffen und selbst wenn... es kommt mir so sinnlos vor. ALLES!

    wenn ich an meinen XY denke, habe ich nicht mehr das Gefühl, dass mich noch irgendwas zu ihm zieht. Ich sehe ihn tatsächlich als eine Art Strudel, in dem ich mich selbst verliere.
    Ich sehe mich mit ihm leben und mich selbst komplett aufgeben. Wie ein Hund lebe ich da, der in jeder Sekunde nur dafür lebt, ein wenig Aufmerksamkeit von seinem Herrchen zu erhaschen.
    Nur, weil er daran sein Dasein festmacht.

    Das klingt alles sehr dramatisch und vielleicht auch geschwollen dahergeredet, aber so sieht es derzeit in mir aus.
    Ich erkenne mich nicht wieder. Nichts erinnert mich mehr an die, die ich mal war - ganz früher, vor 2 Jahren, als ich aus der Therapie kam und tatsächlich der Meinung war, das Leben ist wunderschön und vorallem: Ich bin bereit, es zu leben!
    Heute sehe ich diese dunklen Augen, und irgendwie ist alle Hoffnung dahin. Und auch alle anderen Gefühle. Ich fühle zur Zeit nicht mal Schmerz, sondern nur ein tiefes Unbehagen. Irgendwie habe ich Angst vor mir selbst. Ich bin mir unheimlich!

    In einem anderen Thread habe ich es schon geschrieben, und ich glaube, diese Gedanken sind es, die mich gerade dazu verleiten, mir selbst nicht zu verzeihen.

    Ich hatte in der Beziehung mit XY fast von Beginn an immer Angst, er könnte mich betrügen.
    Das hat er vorher mit allen seinen Partnerinnen getan. Mir hat er geschworen, sowas würde er mir nie antun.
    Und dennoch hatte ich so große Angst davor.
    Und es gab auch einige Vorfälle, die stark grenzwertig waren.

    Was ich mir heute so vorwerfe ist die Tatsache, dass ich bis zu meinem Auszug ALLES dafür getan habe, dass er NICHT fremdgeht.
    Ich habe mich seinen Wünschen so angepasst, dass es schon widerlich war.
    Ich habe alles getan, um ihn an mich zu binden.
    Sowohl in sexueller Hinsicht, als auch im Zwischenmenschlichen usw...

    Ich hatte tief in mir drin immer den Gedanken, ihn vor diesem großen Fehler bewahren zu können.
    Ich wollte IHN davor schützen, MIR wehzutun!

    Kann man sich das vorstellen?
    Ich habe wirklich irgendwo geglaubt, es läge in MEINER Hand, ob er fremdgeht oder nicht.

    Er ist fremdgegangen.
    Und ich bin ausgezogen. und konnte mich trotzdem noch nicht trennen.
    Und jetzt sitze ich hier, und kann nicht fassen, was ich hier erzähle.
    Wie konnte ich glauben, seine Treue läge in meiner Verantwortung???
    Als ob ich ein Übermensch wäre. Eine Halbgöttin!

    Zwei Dinge daran nehme ich mir übel:
    1. dass es schon sehr eingebildet und überheblich ist, sich anzumaßen, Einfluss auf das Verhalten eines anderen Menschen zu haben und

    2. dass ich mich selbst so verraten habe.
    Ich habe immer gesagt: Beim Fremdgehen ist der Ofen aus. Und bin trotzdem geblieben. Und vor allem:
    Ich habe mich so dermaßen für ihn verstellt... da ist es doch kein Wunder, dass ich heute nicht mehr weiß, wer mich da im Spiegel anschaut!

    Wieso habe ich mir selbst das angetan????

    Hallo innocent!

    Wie oft habe ich gedacht, ich müsste ihn vor sich selbst beschützen.
    Sogar, als ich Angst hatte, er könnte fremdgehen, hatte ich immer noch irgendwie die fixe Idee im kopf, das läge in meiner Verantwortung, ich könnte es ändern...
    Lange habe ich es versucht.
    Mich regelrecht zum Affen gemacht, ihm jeden Wunsch von den Augen abgelesen, nur um ihn davor zu schützen, MIR wehzutun.

    Das war der Gipfel meiner Krankheit.
    Und als es dann passiert war - ich konnte ihn nicht aufhalten! er ist fremdgegangen! - hat sich meine Situation tatsächlich gebessert.
    Mit jedem Tag.

    Wir können uns für den anderen in den Sturm stellen.
    Aber was, wenn der Sturm durch den anderen verursacht wird????

    Hallo Marinchen!

    Ich bin keine Fachfrau, aber ich denke, die körperlichen Entzugserscheinungen sind bei deinem Mann so gering, dass sie nicht medikamentös behandelt werden müssen... ?
    Eine psychische Abhängigkeit ist aber offensichtlich da, und die muss behandelt werden.

    Ist ja bei allen Süchten so. Der Körper ist relativ schnell "runter" von der Droge, aber der Geist leider nicht...
    Ich hoffe, ich habe dir jetzt keinen groben Unfung erzählt.
    Ich war mit meinem XY noch nicht so weit, dass ich mir um eine Entgiftung Gedanken machen musste.

    Hallo Emma!

    Zitat von Emma2010

    Jetzt bin ich total glücklich, es tut so gut, wenn es da Menschen gibt, die weiter wissen und ich nicht mehr gar so völlig alleine dastehe.

    Irre, oder? Sowas ist man als Co doch gar nicht gewohnt. Da gibt es Menschen, die einem helfen. Und zwar durch Hilfe zur Selbsthilfe.
    Bei mir war es immer so, dass ICH diejenige war, die alles regeln musste und die Probleme von ZWEI Leuten lösen musste.
    Denn meine "bessere Hälfte" hatte ja die Angewohnheit, die Probleme zu ertränken.

    Ich wünsche Dir, dass Du weiterhin so positiv denkst und etwas nur für Dich tust.

    Und was die Trauer und das Loslassen angeht:
    Ich denke, das wird noch eine Weile dauern.
    Aber je mehr Du damit abgelenkt bist, Dein Leben neu zu ordnen, um so weniger wirst Du an die verflossene Beziehung denken.
    Du verbindest dann quasi das Positive mit dem Nützlichen.
    Nur Mut! Du schaffst das. Wirst schon sehen!

    Hallo myself!

    Ich kann Dich bestens verstehen.
    Auch ich habe immer gehofft, dass mein XY es irgendwann schafft.
    Nach 2 Jahren ist diese Hoffnung zunichte und ich habe mich getrennt.
    Du siehst ja selbst: Alleine schafft er es nicht, und DU kannst ihm dabei nicht helfen.
    Du möchtest gern wissen, wie Du Dich verhalten sollst?

    Ich glaube, zu allererst solltest Du Dir eine ganz ganz wichtige Frage stellen:

    Was möchtest DU? Möchtest Du ein Leben führen, in dem Du glücklich bist? Kannst Du das mit IHM?

    Wenn Du ihn auf seine Trinkerei angesprochen hast, was denkst Du, wird er sagen?
    Glaubst Du, er wird von sich aus etwas dagegen tun?
    Und wenn er es nicht tut: Was willst Du dann machen?

    Und: Was tust Du eigentlich FÜR DICH?

    Hallo Ihr!
    Ich bin krank :(

    Habe mir eine fette Erkältung zugezogen und werde wohl heute nur noch das Bett hüten.
    Fieber ist auch im Anmarsch, das merke ich schon.
    Die Kontaktsperre funktioniert wieder einigermaßen.
    Zwischendurch bekomme ich noch sms, aber das was drinsteht, glaube ich nicht mehr.
    Und es ist auch nicht mehr wichtig.

    Habe heute erfahren, dass mein Restauszug wohl doch nicht dieses Wochenende stattfinden wird.
    Ist vermutlich auch besser so, wenn ich jetzt krank werde. Das wird sich meiner Erfahrung nach ein paar Tage hinziehen.

    Trotzdem: Es ärgert mich. Ich möchte so gerne ganz schnell da raus sein, damit keine Berührungspunkte mehr bestehen.
    Traurig bin ich immer noch oft.
    Auch, weil noch so viele schöne Erinnerungen an dem Haus haften.
    Aber das ist Vergangenheit.

    Zitat von em(m)a

    .
    sie meinte: weil wir unsere vielen kleinen täuschungen so lieben...

    Hi Emma!
    Mir gehts genau wie Dir. Auch ich habe eine Illusion bzw. die Vergangenheit geliebt.
    Und soll ich Dir was sagen?
    Ich glaube, meinem XY ging es genauso!

    Ich glaube, in seiner eigenen Welt hat er sich auch immer gewünscht, dass wir wieder so glücklich werden wie früher, und dass das alles schon wieder werden würde.
    Aber er konnte das alles ja schön in Alkohol einlegen und konservieren. Und hat dadurch gar nicht gemerkt, dass es schon längst verschimmelt war.

    Hallo Laura!

    Was Du schreibst, klingt erst recht positiv.
    Aber das Ende ist leider nicht so schön.
    Schön ist, dass Dein Partner sich behandeln lässt.
    Nicht schön ist, dass er Dich geschlagen hat.
    Und was viel wichtiger ist: Dass DU Dich hast schlagen lassen!

    Hast Du vor, es Deinem XY gleich zu tun und Dich behandeln zu lassen? Wie sieht es da aus mit Eurem Kind? Bekommt das fachmännische Hilfe?
    Ich denke, dass sollte für Dich im Moment viel wichtiger sein.

    Du schreibst, wie schlimm es ist, dass er das Kind nicht sehen kann.
    Ist es nicht viel schlimmer, dass das Kind IHN besoffen sehen musste? Und Deine Wunden? Deine Co-Abhängigkeit?
    Wie sieht es damit aus?

    Hallo Ihr Lieben!

    Also, er hat nicht darum gebeten, dass ich mitgehe zum Hausarzt. er hat nur gefragt, ob ich mitgehen möchte.
    Vermutlich, um mir zu beweisen, dass er geht.
    Ja, ich denke auch, dass das einfach nur ein Co-Knopf ist.
    Dummer Weise bin ich aber immer noch Co, und der Mist funktioniert bei mir.
    Aber: Nur ein bißchen.
    Ich habe gerade wieder Hoffnung, bleibe aber trotdem auf Abstand.
    Werde ihm das auch so sagen.
    Ich will nämlich auch BEWEISE.

    Der Suchtberater hatte so einen schönen Spruch:
    "Ich glaube Dir ohne weiteres, dass Du aufhören kannst zu Trinken. Aber können und tun sind zwei verschiedene Dinge."

    Liebe Joanne,
    die räumliche Trennung habe ich ja schon lange. Und die werde ich auch so schnell nicht mehr aufgeben.
    Die nächsten 1,5 Jahre werde ich ohnehin aus beruflichen Gründen nirgendwo anders hingeheh.
    Und in der Zeit kann ganz viel passieren.
    Wenn er tatsächlich eine Therapie machen würde (WÜRDE!!!) und trocken bliebe, könnte man in 1,5 Jahren darüber nachdenken, wieder zusammen zu ziehen.
    Weil es dann in meine Pläne passen würde.
    Ob ich das dann aber will (und vorallem: Ob er dann trocken ist...), ist eine andere Geschichte.

    Die räumliche Trennung war auf jeden Fall das beste, was mir passieren konnte.
    Am Anfang wollte ich das nicht wahrhaben, aber es stimmt.

    Ihr Lieben,
    mir scheint, mir steht eine harte Prüfung bevor.
    Er hat mir einen Brief geschrieben.
    Und interessanter Weise steht da drin, dass er plötzlich auch alles so will, ich ich es immer wollte.
    Sprich: Mehr Nähe (nicht mehr dieses "Vor-dem-TV-hocken-und sich-vollaufen-lassen), nicht mehr lügen, wieder für einander da sein, gemeinsame Unternehmungen, seine Schulden in den Griff kriegen, und... TADAH: Den Alkohol.

    Er hat angeblich schon einen Termin beim Hausarzt.

    Ihr ahnt sicher, was in mir vorgeht...
    Was, wenn er das alles ernst meint?

    Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie ich mich da verhalten soll.
    Er hat mich gefragt, ob ich mitgehen will zum Arzt.
    Einerseits sehe ich das so wie Ihr:
    Damit ist es noch nicht getan, und der Weg ist schwer.
    Andererseits habe ich wieder diese Angst, ihm Unrecht zu tun, wenn ich das alles als Versuch werte, mich wieder rumzukriegen.

    Ich würde ihm so gerne glauben, aber ich sehe mich schon wieder da sitzen, neben einem besoffenen XY...

    Hallo Anni,

    das klingt alles furchtbar schlimm.
    Wenn Dein Ex jetzt sogar bei Dir Zuhause auftaucht, würde ich an Deiner Stelle knallhart Grenzen setzne, und zwar auch mit polizeilicher Unterstützung!

    Du musst doch endlich mal zur Ruhe kommen!

    Und auch sonst glaube ich, dass Du dringend Unterstützung brauchst.
    Hast Du therapeutische Hilfe?

    Hallo Doro!
    Alleine mache ich es schon deshalb nicht, weil ich Angst habe, doch noch wieder einzuknicken.
    Wäre ganz ganz blöd, wenn das passieren würde.
    Heute morgen hatte er mich fast so weit.
    Er hat heute Nacht meine Mailbox vollgequatscht, weil ja das Handy aus war.

    Kurze Zusammenfassung:
    Er liebt mich, vermisst mich, weiß auch nicht, warum er immer so nen Mist macht, will jetzt diese Woche zum hausarzt und sich mal erkundigen, was er so tun kann gegen seine Sucht.

    Zuerst hab ich gedacht, ein Wunder ist geschehen.
    Aber dann fiel mir ein, dass das wahrscheinlich doch wieder nur ein Co-Knopf war.
    Wie dem auch sei: ich glaub's erst, wenn ich's sehe.
    Ist mein absoluter Lieblings-Leitfaden geworden.
    Und wohl auch sehr gesund, denn gesehen habe ich bisher nie was! :D

    Nein, nein... ich plane jetzt erstmal nur noch mich ein. Heute Abend werde ich mal auf Internetshoppingtour gehen, auch, wenn ichs mir gar nicht leisten kann.
    Und ich werd mir endlich die Jacke bestellen, die er so doof fand. Bätsch! :D

    Zitat von Heinrich64

    was zum Deibel, geht es Dich an, wenn XY sich die Hacken ab säuft?

    Stecker vom Tel. raus und Tür zweimal abschließen. Gibt´s Terror, ruf die Tschackos.

    Hallo Heinrich!
    Es geht mir schon wieder ganz gut. Ich bin ja auch selber schuld. Was geh ich auch ans Telefon? Um diese Uhrzeit, am Samstag Abend?
    Was hab ich denn erwartet? :roll:
    War wohl ein Co-Knopf, den er gedrückt hat.
    Und ich bin reingefallen. Aber: Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich.
    Das Telefon ist jetzt aus.

    Liebe Anni!

    Zitat

    Warum bricht man nicht den Kontakt zu solchen Menschen komplett ab? Warum fällt das einem so schwer? Fühlt man sich verantwortlich für die vermeindlich hilflosen Süchtigen?

    Ich fühle mich nicht mehr verantwortlich für ihn. Er hatte jede nur erdenkliche Möglichkeit, aus dem Sumpf herauszukommen.
    Ich hatte wohl irgendwie erwartet, dass er mir wirklich was zu sagen hat. Vermutlich habe ich sogar gehofft, er ruft an, um mir zu sagen, dass er gleich am Dienstag in eine Klinik gegangen ist und jetzt eine Langzeittherapie macht, und jetzt, wo er mal ein paar Tage nüchtern ist, alles genauso sieht wie ich. Und alles wird dann wieder gut.
    Haha... :twisted:

    Warum einem der Kontakabbruch so schwerfällt?
    Ich kann es Dir immer noch nicht genau sagen. Die Frage geistert ständig in meinem Kopf herum.
    Aber solche Anrufe bestätigen mich eigentlich nur noch in meinem Tun.


    Hi Susanne!

    Zitat

    es gibt andere zum Schleppen und es geht auch alles ohne Besprechen.
    Habe ich so erlebt.
    Halt dich nicht an solchen dingen fest,dann kannst du bei dir bleiben.


    Besprechen muss ich leider schon noch was mit ihm, es sei denn ich wollte auf 1000 Euro Schulden sitzen bleiben, die er verursacht hat. Aber das dürfte nicht länger als 20 min. dauern.
    Ich habe gerade mit meiner Schwester telefoniert, und die kennt ein paar starke Kerle, die sich vermutlich zu bereiterklären werden, mir beim Schleppen zu helfen. Viel ist es ja nicht mehr. Nur leider sperrig.
    Und Kartons muss ich auch noch packen, aber ich werde versuchen, das so einzurichten, dass XY nicht da ist.

    Und der tatsächliche Auszug sollte auch dann stattfinden, wenn er nicht da ist. Oder, wenn er sich weigert, zumindest um die Mittagszeit herum, weil da die Chancen besser stehen, ihn nüchtern anzutreffen.
    Traurig, dass ich das berücksichtigen muss.
    Wobei... muss ich das?
    Da werd ich noch drüber nachdenken müssen.

    Krise!
    Es ist das eingetreten, was ich befürchtet hatte.
    Ich kam gerade heim von meiner Freundin und hatte gute Laune, und dann...

    ER hat angerufen. Und ich war so durcheinander, weil ich nicht mal wusste, was ich tun sollte - niemals hatte ich damit gerechnet, dass ER sich melden könnte!!!- dass ich drangegangen bin.

    Dummer Fehler, ganz dummer Fehler!
    Aber irgendwie hatte ich gehofft, er fragt, wie das mit meinen Möbel denn nun abläuft. Oder irgendwas, naja... Keine Ahnung!

    Genau genommen hat er nur gefragt, ob alles ok wäre. Er ist jetzt bei irgendeinem Kumpel, den ich nicht kenne. Und natürlich besoffen. Aber nur 1-2 Bier, dann will er wieder nach Hause.
    Jaja, kenne ich schon. Bei dem Pegel, den er gerade schon hatte, kann es gut sein, dass er wieder halbtot um 6 Uhr morgens vor der Haustür liegt.
    Und ich habe wieder diese Unruhe. Schrecklich ist das. Das Gespräch hat 30 sek. gedauert, und ich habe es beendet.
    Habe gar nicht viel gesagt, ausser 2 mal zu fragen, weshalb er denn nun anruft.
    Und jetzt bin ich so wütend!! Auf ihn und auf mich!
    Er begreift nichts, und ich hab das Gefühl, einen Schritt zurück gemacht zu haben!


    Grrrrr, ich könnte schreien!
    Wieso bin ich drangegangen?
    Wieso ruft er mich an?
    Und vor allem: Wie werde ich diese Unruhe jetzt wieder los?

    Meine Güte, da denkt man, man ist gerade wieder einigermaßen stabil, da kommt wieder ein Schuss vor den Bug.
    Ich frage mich, wie ich meinen Restauszug überleben soll. Ich hab ja noch einiges mit ihm zu klären, und ich werde wohl auch seine Hilfe brauchen beim Schleppen... es ist zum Haare rauffen!!!

    Hallo Nici,

    bin auch auf dem Sprung, allerdings nicht zur Arbeit, sondern zu meiner Freundin, deswegen auch nur kurz meine Antwort:

    Zitat

    Nein, liebe D., den der Matsch "Alkohol" ist wie ein Moor, das uns erbarmungslos runterzieht, wenn wir nicht aufpassen.
    Sorry, aber wenn man droht mit der Nasenspitze unterzugehen,
    muss man vielleicht auch ziehen, bevor das Bein nicht mehr so weh tut.


    Um bei dem Gleichnis zu bleiben:
    Ich sehe es so, dass ich schon aus eigener Kraft aus dem Moor gekrochen bin, jetzt aber daneben hocke, mit gebrochenem Bein, und einfach mal für kurze Zeit dort verharren will und heulen darüber, dass ich überhaupt reingefallen bin und dass mein Bein so wehtut.
    Natürlich hüpfe ich jetzt nicht mehr zurück ins Moor, sondern rapple mich auf und gehe weiter. Möglichst weit weg von allen Mooren dieser Welt! :)

    Zitat

    ich denke Du weißt, dass ich es gut gemeint hab,


    Das weiß ich.
    Der Kuche muss leider noch kaltgestellt werden, bevor ich ihn essen kann. Aber ich habe ja Geduld! :D
    Wünsche Dir auch ein schönes Wochenende!