Beiträge von desperateS

    Hallo Zwergi!
    Einige Anmerkungen von mir:

    Zitat

    Warum muss mein Leben plötzlich so kompliziert sein?


    Das muss es nicht. DU hast es in der Hand.

    Zitat

    Warum kann ich kein... naja normales Leben haben? Einem gesunden Mann, der mich liebt... Mit Kindern, Hochzeit Urlaub, der nicht zur Katastrophe wird und diesem ganzen kitschigen Mist, den man im Fernsehn immer so sieht?


    Wer sagt, dass Du das nicht kannst? Natürlich kannst Du das. Mit dem passenden Mann!

    Zitat

    Als ob ich da eine Wahl hätte, wenn mir die Liebe meines Lebens den Rücken zukehrt!


    Wenn es die Liebe Deines Lebens ist, kehrt er Dir nicht den Rücken zu.

    Du schreibst, Du liebst einen Alkoholiker.
    Bist Du Dir da sicher?
    Liebst Du den Alkoholiker, oder den Mann, der er mal war?
    Und: Wieviel ist von dem noch übrig?

    Zitat von desperateS

    Er säuft, schlägt, betrügt und tut nichts, was für eine gemeinsame Zukunft zuträglich wäre. Im Gegenteil.
    Er hatte seine Chancen, nicht nur, was den Alkohol angeht, sondern vor allem den Umgang mit mir.
    Er hätte sich anders verhalten und mich nicht als selbstverständlich ansehen können.
    Er hätte mal weniger an sich und seine Sucht, als an mich als seine "Partnerin" denken können.
    Hat er aber nicht.

    Er, er, er.
    Das kann ich so nicht stehen lassen!

    Ich bin zufrieden mit mir.
    Ich kann mein Leben ganz allein und ohne Hilfe regeln.
    Ich bin stark, und ich kann sogar in schwierigen Situationen die Nerven behalten.
    Ich bin fähig, andere Menschen zu lieben.
    Ich habe eine Menge Humor, ich bin immer ehrlich und kann auch unter Stress noch gute Leistungen bringen.
    Es gibt Menschen, die mich mögen, weil ich bin, wie ich bin.
    Ich mag mein kleines Reich, auf das ich mich jeden Tag nach der Arbeit freue.
    Es gehört mir, ich muss es nur mit denen teilen, die ich dort auch haben will (und das sind im Moment nur zwei Katzen! :) ), ich kann es einrichten, wie es mir gefällt.
    Ich muss niemandem mehr Rechenschaft ablegen, habe nicht mehr diese innere Unruhe, wenn ich mal später nach Hause komme.
    Und vor allem:
    Endlich habe ich mal wieder Zeit nur für mich. Und RUHE.

    Liebe Aurora,
    ich danke Dir für Deinen Beitrag.
    Er spricht mir wirklich aus der Seele.
    Auch ich fühle mich, als hätte ich ein Versprechen gebrochen, und ich helfe mir selbst auch damit, dass ich an all die schlimmen Dinge denke, die passiert sind.
    Er hat weder Mitleid, noch sonst irgendwas verdient.
    Genauso wenig wie ich. Ich habe mir meinen Weg ausgesucht, so wie er sich seinen ausgesucht hat.
    Mir geht es mit meinem Weg gerade sehr gut, und ehrlich gesagt, ist mir egal, wie es bei ihm aussieht.
    Aber das schlechte Gewissen kommt dennoch immer wieder.
    Und es wird auch gerade herausgefordert.
    Er hat mich heute angerufen, um mir mitzuteilen, dass ICH ihn habe hängen lassen, weil er nicht zur Arbeit gegangen ist.
    ICH hätte mich quasi darum kümmern müssen.
    So weit ist es schon gekommen!

    Er hat freundlicher Weise ein paar meiner Sachen zusammengepackt. Die darf ich mir morgen abholen.
    Vom Geld war keine Rede. Natürlich nicht.

    Dafür hat er nun seine Eltern auf mich angesetzt, die mir vorwerfen, dass ich ihren Sohn im Stich gelassen habe.
    Ich sei kaltherzig, egoistisch und hätte ihn nur ausgenutzt.
    Sowas ist natürlich Wasser auf die Mühlen meines schlechten Gewissens.
    Aber ich bleibe bei meiner Taktik, auch wenn sie nicht sachlich ist:
    Er säuft, schlägt, betrügt und tut nichts, was für eine gemeinsame Zukunft zuträglich wäre. Im Gegenteil.
    Er hatte seine Chancen, nicht nur, was den Alkohol angeht, sondern vor allem den Umgang mit mir.
    Er hätte sich anders verhalten und mich nicht als selbstverständlich ansehen können.
    Er hätte mal weniger an sich und seine Sucht, als an mich als seine "Partnerin" denken können.
    Hat er aber nicht.
    Und deswegen bin ich gegangen.

    Ich weiß, das klingt alles sehr Co. Ich muss das aber jetzt aufschreiben, um mich selbst immer daran zu erinnern, dass ich definitiv keinen Grund habe, mir Schuldgefühle einreden zu lassen. Die gehören ja zur Co-Abhängigkeit, leider.

    Ich habe ihn mal geliebt, ich wollte eine glückliche Zukunft.
    Ich habe erkannt, dass das nicht geht und habe die Sache beendet. Viel zu spät zwar, aber ich habe es getan.
    Und ich habe weiß Gott besseres zu tun, als jeden verdammten Tag Angst davor zu haben, was nun schon wieder los sein mag. Ob er aggressiv ist, mich runterputzt ohne Grund, mir Vorwürfe macht, weil ich seine Probleme nicht ordnungsgemäß gelöst habe, oder ob er mal wieder einen "lichten Moment" hat.
    Ich weiß endlich wieder, wie das Leben sein kann, wenn man es umarmt.
    Das tut so gut, und das lass ich mir nicht mehr nehmen!

    Liebe Susanne,

    aber wie übt man das?
    Hören die Schuldgefühle irgendwann von alleine auf?
    Im Moment wäre ich froh, XY nie wieder zusehen, nur weil ich Angst habe, dass ich dann diese Schuldgefühle immer wieder habe.
    Leider gibt es ja noch Dinge mit ihm zu klären.
    Ich halte aber bewusst Abstand. Und es fällt mir nicht mehr schwer. Im Gegenteil.

    Aber ist das nicht auch irgendwie falsch? Ist das nicht ein bißchen wie wegrennen vor meinen Ängsten?

    Liebe Joanne,

    es tut mir leid, dass im Moment bei Dir alles so schwierig ist.
    Ich kann gut verstehen, wie Du Dich fühlen musst.
    Ich kenne das auch:
    Man ist sich sicher, dass der Partner ein Problem hat, aber dann redet er auf einen ein, und vielleicht kommen noch Freunde oder Familie dazu, die auch nicht verstehen, wo man ein Problem sieht, und dann zweifelt man an sich selbst und an der eigenen Wahrnehmung.

    Irgendwann habe ich den Punkt erreicht, an dem ich gesagt habe:
    Vielleicht hat XY wirklich kein Alkoholproblem.
    Aber wenn das so ist, dann kann er ja auch einfach aufhören zu trinken.
    Er weiß ja, dass es mich stört. Und wenn er mich liebt, und das Auhören ihm keine Probleme bereitet, dann kann und wird er es tun, aus Respekt vor mir.

    Natürlich hat mein Ex es nicht gelassen. Weil er es nicht konnte.
    Irgendwann wurde das Problem so groß, dass keiner von uns beiden es noch runterspielen konnte.

    Zitat

    und jetzt wo er so locker im KH ist,und keine Probleme hat,frage ich mich was das soll?
    Er hätte es doch auch hier geschafft?


    Wenn er ein Alkoholproblem hat, schafft er es nicht allein Zuhause. Schon gar nicht, wenn er es nicht will.

    Zitat

    denn im KH die haben ja ihm gesagt er habe kein Problem.


    Weshalb hat man ihn dann nicht schon entlassen?
    Warst Du dabei, als man ihm sagte, er habe kein Problem?

    Joanne, meine ehrliche Meinung:
    Dein XY versucht, Dich zu manipulieren, und zwar nach Strich und Faden.
    Die Kunst am Trockensein ist nicht, eine Entgiftung ohne Medikamente und körperliche Entzugserscheinungen zu überstehen.
    Die Kunst liegt eher darin, selbst nicht mehr trinken zu wollen und alles dafür zu tun, dass es soweit kommt.

    Nach allem, was Du hier schreibst, klingt es für mich so, als würde Dein Mann nur deshalb diese Entgiftung machen, weil er weiß, dass er Dich damit halten kann.
    Er hat ja schon gesagt, dass er diesen Schritt für Dich tut, damit anschließend alles nach seiner Pfeife tanzt.
    Vielleicht hättest Du Deine Forderungen konkreter stellen sollen.
    Nicht "mach eine Entgiftung" sondern "mach eine Entgiftung und bleib danach trocken."
    Das sind nämlich zwei verschiedene Dinge.

    Er will keine Therapie machen, und ich glaube, dass es bei Euch Zuhause nach der Entgiftung noch schlimmer wird als vorher.

    Liebe Joanne,
    lenk Deine Gedanken mal wieder mehr auf Dich.
    Du hast ein Problem damit, dass Dein Mann trinkt. Du willst Deine Tochter nicht mit einem alkoholkranken Vater aufwachsen sehen.
    Du möchtest eine Beziehung mit gemeinsamen Unternehmung, ohne Angst usw.
    Das sind alles durchaus berechtigte Wünsche!!!!
    Lass Dir von niemandem einreden, dass das nicht so ist.


    Joanne, was wirst Du tun, wenn Dein Mann nach der Entgiftung nach Hause kommt und weitertrinkt? Oder wenn er nicht mehr trinkt, sich aber nichts an seinem Verhalten geändert hat?

    Liebe Eisblume,

    Zitat von Eisblume

    Denke manchmal ich darf das Leben erst wieder geniessen, wenn mit ihm alles besser wird. Weiss aber auch, dass ich da noch ganz lange warten müsste.


    So geht es mir im Moment auch.
    Aber ich weiß genauso gut wie Du, dass ich da lange warten könnte.
    Ich fühle mich offenbar immer noch irgendwo verantwortlich. Als schulde ich ihm irgendwas.
    Ich würde gern lieber heute als morgen lernen, dass ich MIR zu allererst etwas schulde.
    In meinem Inneren glaube ich, dass mein Ex ohne mich erstrecht untergeht, und ich denke wohl immer noch irgendwo, dass es meine Aufgabe ist, das zu verhindern. Ich finde es unfair von mir, einfach weiterzuleben (und das auch noch gut!), wo es bei ihm immer weiter bergab geht. Das ist wohl das, was eine gute Co-Abhängige ausmacht. ;)

    Ich weiß aber auch:
    Er hat die Möglichkeit, sich helfen zu lassen. Von Menschen, die das können. Die dafür studiert haben und genau zu diesem Zweck da sind.
    Ich habe ihm diese Möglichkeiten ja auch alle aufgezeigt (als ob er nicht alleine drauf kommen könnte! :roll: ).
    Wenn er das nicht nutzt, ist es ja SEIN Problem, nicht meins.
    Und er sagt mir ja auch oft genug, dass es ihm so, wie er gerade lebt, gut geht und er nichts ändern möchte. (Aber dann sagt er auch immer wieder, dass sein Leben den Bach runtergeht... ich weiß nicht, wie er es wirklich sieht.)

    Ich habe mir selbst jetzt geholfen.
    Und es geht mir gut damit. Wenn das blöde Gewissen nicht wäre...

    Hallo Susanne, hallo Feeli!

    Es ist wirklich unglaublich, wie verzerrt man die ganze Sache mal gesehen hat. (Ich schreibe "man", weil ich damit mich und Euch meine :) )

    Noch vor 3 Monaten war es für mich unerträglich, auch nur an Trennung zu denken.
    Ich wusste zwar, dass es irgendwann soweit sein würde und dass es das einzige ist, was ich für mein persönliches Glück tun könnte, aber der Gedanke, ohne XY zu sein...
    Naja, Ihr wisst ja, wie es sich anfühlt.

    Je mehr Abstand ich gewonnen habe, umso verrückter kam mir das Ganze vor.
    Der Mann hat mich verprügelt und es am Ende so aussehen lassen, als wäre es meine Schuld gewesen.
    Er hat mir Dinge an den Kopf geworfen, die so dermaßen unter der Gürtellinie waren... So gemein war vorher noch niemand zu mir.
    Er war tagelang besoffen, ist fremdgegangen (von einem Mal weiß ich, zweimal war es kurz davor und wer weiß, was noch alles war...?), hat Dinge, die mir wichtig waren, im Suff kaputtgeschlagen, meine Katzen im Rausch angegriffen...
    Und ich dumme Kuh bin immer noch geblieben!
    Und als ich mich dann endlich getrennt hatte, wollte ich nichts mehr, als dass er und ich wieder zusammenkommen und die Illusion leben, in die ich mich verliebt hatte.

    Jetzt, wo ich andere Menschen getroffen habe, geht mir erstmal richtig auf, was ich verpasst habe.
    Dass es eben nicht "normal" ist, dass man mit steigendem Pegel immer mehr Sticheleien ertragen muss. Dass es nicht normal ist, sein Leben nach dem Pegelstand des Partners zu richten.
    Dass man zusammen weggehen kann und niemand trinkt dabei Alkohol.

    Und trotz all der Dinge, die XY mir angetan hat (und die ich mir habe antun lassen, das ist nämlich das Entscheidende für mich!!!), habe ich immer noch Sorge und Mitleid für ihn übrig.
    Ich bin so darauf programmiert, mich um SEIN Wohl zu kümmern, dass es mir jetzt, wo ich merke, mein neues Leben fängt an, schwerfällt, mir zuzugestehen, dass ich glücklich sein darf, auch ohne ihn.

    In den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass er mir wirklich egal geworden ist. Und dafür schäme ich mich vor mir selbst.
    Ich werfe mir vor, dass ich nicht mehr an ihm hänge, obwohl er so viele Probleme hat, die er alleine zur Zeit nicht lösen kann.
    Ich habe das (bescheuerte) Gefühl, ich wäre ihm irgendwas schuldig!

    Das wurmt mich sehr.
    Ich glaube auch, dass das etwas ist, was ich mit mir selbst ausmachen muss.
    Das ist eigentlich ganz unabhängig von XY.
    Ich habe einfach ein Problem damit, mich selbst glücklich zu machen.
    Meine Freundinnen sagen alle das Gleiche:
    Denk endlich mal nur an Dich!

    Aber wenn ich das tue, habe ich ab einem bestimmten Punkt ein schlechtes Gewissen.

    Hallo Eisblume!
    Schön, dass Du hier bist!
    Die Probleme mit der Foren-Technik werden bald verschwunden sein. Das hat nichts mit Unfähigkeit zu tun. Ich schreibe hier täglich und hab noch nicht alles verstanden. :D

    Liebe Eisblume,
    ich verstehe gut, wie es Dir jetzt geht.
    Ich bin auch an so einem Punkt angelangt.
    Mir geht es nach der Trennung von meinem Ex richtig gut, aber ich kann das nicht immer genießen, weil mein Gewissen und meine Schuldgefühle mir einen Strich durch die Rechnung machen.
    Mir fällt es sehr schwer, etwas für mich zu tun und mir zu erlauben, glücklich zu sein, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Was tust denn Du für Dich?
    Wie Du schon sagst: Ausziehen/Trennung allein reicht leider nicht aus.

    Mir geht es gut.
    Ich hab eigentlich wirklich überhaupt keinen Grund zu klagen. Zumindest war das bis heute so.

    Ich denke kaum noch an XY, bin mit mir selbst und meinem Leben eigentlich zufrieden. Alles ist ruhig, das kenne ich so gar nicht mehr.
    In mir herrscht sowas wie Ruhe, und diesen Zustand hatte ich schon lange nicht mehr.

    Allerdings gab es heute einen kleinen Rückschlag, und ich kann gar nicht genau sagen, woran das liegt.
    XY hat diese Woche zur Probe gearbeitet, mit der Chance auf eine unbefristete Vollzeitstelle.
    Ich habe mir selbst immer wieder gesagt: Das hält er sowieso nicht durch. Aber wie es schien, lief es ganz gut, und er hat wohl auch nicht so viel getrunken wie sonst und war nicht "auf der Piste" o.ä.
    Gerade, als mein Herz mir mitteilen wollte, dass ich ihm vielleicht Unrecht getan habe, dass er sich jetzt wirklich ändern will, "alles gut wird" und ich schäbige Person ihn viel zu früh verlassen habe, da kam auch schon der nächste Grund FÜR eine Trennnung.
    Wir hatten uns heute mittag verabredet, weil er mir einen Teil meines Geldes wiedergeben wollte.
    Er sollte eigentlich heute noch arbeiten und sich dann melden.
    Als er sich um 2 Uhr immer noch nicht gemeldet hatte, habe ich ihn angerufen, aber das Handy war aus.
    Weil ich in der Nähe war, bin ich vorbeigefahren.
    Er lag im Bett, hatte eine durchzechte Nacht hinter sich, war NICHT arbeiten, hat auch nicht dort Bescheid gegeben, weil er sein Handy im Suff verloren hat (mal wieder).
    Er hat gesagt, er hätte nur 4 Bier getrunken. Natürlich lügt er. So blöd bin ich auch nicht.
    Und das Geld, das er mir wiedergeben wollte???
    Versoffen.

    Also nix Neues.
    Aber mein Herz hat sich lautstark bei mir entschuldigt, weil es sich getäuscht hat.

    So blöd es klingt:
    Zeitweise hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil es mir ohne ihn so gut geht.
    Mir tut es so leid, dass die Sache so enden musste.
    Dass ich für ihn plötzlich nichts mehr empfinde.
    Das ist für mich das schlimmste:
    Dass ich ihm immer gesagt habe, dass ich auf immer und ewig für ihn da bin, und jetzt ist er mir fast egal.
    Ich komme mir ein bißchen so vor, als würde ich mich selber verraten, und auch die Beziehung, auf die ich immer gehofft hatte.

    Dieses Gefühl, dass er mir egal ist, ist auch seltsam.
    Zwischendurch habe ich an meinem Verstand gezweifelt.
    Wie kann es Dir so gut gehen??
    Die absolute Katastrophe ist eingetroffen (Trennung... das war ja für mich das schlimmste, was hätte passieren können!), und ich hocke hier und bin zufrieden mit mir und meinem Leben und bin sogar glücklich!!!?

    Es ist schon traurig, dass ich Schuldgefühle habe, weil ich OHNE IHN glücklich bin.
    Aber ich denke, diese Gefühle werden bald weniger werden.
    Ich richte mir mein Leben gerade sehr gemütlich ein, schmiede Pläne, habe neue Freunde gefunden.
    Nichts ist mehr, wie es war. Da hatte ich ja auch Angst vor: Vor der Veränderung.
    Heute bin ich froh. Mehr als das! Ich freue mich auf meine (ungewisse) Zukunft. Und weil ich das Gefühl schon lange nicht mehr hatte, fühlt es sich komisch an.

    Hallo Feeli!

    Heute geht es mir sehr gut!

    Es verblüfft mich selber, aber obwohl heute kein besonderer Tag war, fühle ich mich so gut wie schon sehr sehr lange nicht mehr.

    Ich habe gerade ein absolutes Hoch, verbunden mit dem Gedanken an Deinen Satz:
    Rein ins neue Leben!
    Und genauso fühlt es sich an! So, als würde nun endlich ein neues Leben für mich beginnen.
    Ich habe heute nur einmal kurz an XY denken müssen, und dabei habe ich festgestellt, dass es mir (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) egal ist, was er nun tut. Es ist mir sogar egal, ob er überhaupt jemals aufhört zu trinken, oder ob er schon eine neue Dame an seiner Seite hat.
    Das Gefühl ist unbeschreiblich erleichternd, und gerade fühle ich mich richtig frei.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Zustand nicht ewig anhalten wird.
    Genaugenommen: Tief in mir drin warte ich schon fast auf die nächste Katastrophe, die mich wieder runterzieht.
    Aber für heute genieße ich das Gefühl, dass mein neues Leben gerade anfängt und ich noch eine Menge vor mir habe.

    Ja, ich bin in der Tat sprunghaft.
    Allerdings vermittele ich wohl auch häufig den Eindruck, weil ich wirklich ALLES aufschreibe, was in mir vorgeht.
    Jedes kleine bißchen. Dieser Thread ist sowas wie mein Tagebuch.
    Ich wünsche mir so sehr, dass nun mal eine ganze Zeit lang nur solche Einträge wie der heutige von mir kommen!!!

    Mein Auto ist übirgens wieder frei, und damit auch ich.
    Ich war wirklich dankbar, dass ich heute wieder zur Arbeit durfte.
    So abgeschlossen von der Aussenwelt, das ist schon kein so schönes Gefühl.
    Vielleicht geht es mir ja auch deshalb heute so gut, weil ich endlich wieder frei bin?! :D

    Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend und eine ebenso gute Stimmung, wie sie gerade bei mir herrscht!

    Ihr Lieben,

    Ich danke Euch für die Rückmeldungen.
    Ich würde allerdings die Sache gern auf sich beruhen lassen.
    Ich habe mich angegriffen gefühlt, und auch, nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, sehe ich die Dinge noch genauso.
    Ich bin durchaus kritikfähig, aber ich verlange einfach auch, dass diese Kritik in einem Ton vorgebracht wird, der Respekt vermuten lässt.
    Übertreibungen, Unterstellungen und Bewertungen meiner Persönlichkeit finde ich nun mal überflüssig.

    Es wäre schön, wenn die Sache nun endlich ruhen könnte, damit ich meinen Thread wieder wie ursprünglich nutzen kann.

    Hallo Sorrowful!

    Tröste Dich, denn das, was Du gerade erlebst, haben die meisten anderen hier auch durchgemacht.
    Eines Tages fällt es einem wie Schuppen von den Augen.
    Ich habe auch lange Zeit nicht gemerkt,dass ich mir selbst etwas vormache.
    Ich habe einfach alles verzerrt gesehen.
    Aber Du hast ja jetzt sowas wie einen Scheitelpunkt erreicht. Jetzt ist es Zeit, zu handeln.

    Wie geht es Dir denn heute? Bist Du schon ein Stück weiter in Deinen Überlegungen?

    Hallo Feeli!


    Zitat

    Liebe S, ich finde, in der Sache hat Melanie Recht. Es ist zu früh, wenn Du Dich auf eine neue Beziehung einlässt. Bitte verliere nicht aus dem Blick, dass nicht nur Dein XY krank ist, Du bist es auch, genauso wie ich es bin. Ich hätte gerne eine neue Beziehung. Aber damit es diesmal nicht wieder schief läuft, möchte ich erstmal meine Krankheit überwinden. Vielleicht ist das auch die richtige Strategie für Dich.


    Ich habe ja nicht vor, mich in eine neue Beziehung zu stürzen. Ich möchte auch gar keine neue Bezieung!
    Ich habe nur aufgeschrieben, was im Moment in mir vorging.
    Und ich habe ja auch selber betont, dass ich es nicht für klug halte, wieder eine neue Beziehung einzugehen.
    Darum habe ich ja auch geschrieben, dass ich mir Sorgen mache, wenn ich tatsächlich verliebt wäre und der "Neue" auch. Aber das ist doch nur ein "Was wäre wenn...?" :)

    Ich weiß, dass ich krank bin. Ich weiß auch, dass diese Krankeit nicht weg ist, nur weil XY weg ist.
    Aber ich darf mich trotzdem darüber freuen, dass ich feststelle, dass es auch Menschen gibt, die ganz anders sind (und damit meine ich nicht nur besagten Kollegen!).
    Das ist doch auch ein Prozess, der bei der Genesung hilft. Zumindest hat mein Therapeut mir gesagt, dass es so kommen wird.
    Irgendwann spürt man, es gibt noch was anderes als Alkohol und diese Ex-Beziehung. Und mir tut das gut. Und es stärkt mein Selbstbewusstsein, das so lange mit Füßen getreten wurde.
    Und das ist doch auch ein Teil des "Etwas für sich selbst tun", oder sehe ich das falsch?


    Zitat

    Und wenn Ihr beide jetzt auch nicht böse auf mich seid.


    Ich bin mit Sicherheit nicht böse auf Dich, Feeli.
    Im Gegenteil. Ich schätze Dich und Deine Beiträge sehr und lese gern von Dir.
    Aber es ist nun mal so: Der Ton macht die Musik, und besagtes Posting (und alles was danach kam) ist für mich in einem Ton geschrieben, der nicht angebracht war.
    Zu guter Letzt tauschen sich doch hier völlig fremde Menschen aus, und da finde ich es schlichtweg daneben, wenn mein Gegenüber meine Persönlichkeit derart bewertet und mir Dinge als Tatsachen unterstellt, die nie passiert sind.
    Jeder Mensch ist nämlich auch dafür verantwortlich, WIE er etwas sagt, ganz egal, wie zufrieden er mit sich ist.
    Respekt sollte man seinem Gegenüber schon entgegenbringen. ;)

    Und damit ist das Thema für mich erledigt, und ich komme mal wieder zurück zum Wesentlichen.

    Mein Auto ist immer noch eingeschneit.
    Der Winterdienst fährt nur noch die großen Straßen an. Ich frage mich, wie die ganzen Leute aus der Nachbarschaft zur Arbeit kommen.
    Ich mag Schnee ja, aber das, was gestern vom Himmel fiel, war schon eine Nummer zu groß.
    Heute Morgen, als ich versucht habe, aus der Parklücke zu kommen, habe ich noch überlegt, was wohl passieren würde, wenn ein Krankenwagen hier durch müsste. Das würde nämlich mit Sicherheit nicht klappen.
    Hoffentlich ist es morgen wieder besser, aber angeblich soll es ja wärmer werden und nicht mehr scheien.

    Ich werde den Tag heute damit verbringen, mal richtig auszumisten. Viel habe ich ja nicht mehr, weil ich zum Glück den meisten Ballast schon vor Jahren weggeworfen habe, aber es sammelt sich immer noch viel Kleinkram an, den man aus irgendwelchen Gründen doch noch nicht sofort wegwirft, und der dann die Schränke verstopft. Und ich brauche dringend Platz im Schrank! :)

    Wenn ich das dann erledigt habe, werd ich mir die Glotze anmachen, einen Tee kochen und weiterhäkeln. Es wird also heute ein gemütlicher Tag. Zwangsweise. :)

    Zitat von Melinak

    es geht hier um hilfe zu selbsthildfe und manches ist einfach nicht immer so geschrieben wie du es gern möchtest....
    aber doch wohl immer noch in einem respektvollen Ton, oder? :?


    Den Ball spiele ich doch glatt zurück. Ich habe Dich nicht angegriffen, Du mich aber, und zwar aus heiterem Himmel.
    Und ich verstehe immer noch nicht, was der Grund dafür war.

    [quote]schroff ist was anderes, dafür würde ich ganz andere worte benutzen...


    Dann will ich das gar nicht erst lesen müssen.

    Aber seis drum. Du bist losgeworden, was Du sagen musstest. Zu Herzen nehme ich mir das allerdings nicht, weil ich es schamlos (und) übertrieben finde.
    Mehr werde ich auch dazu nicht mehr sagen.

    Schönen Abend noch.

    Hallo Melanie,
    diesen Post:

    Zitat von Melinak

    ist schon okdesperateS wenn du wachsam bist, ist ja gut, dann ist alles ok . brauchst dir ja dann weiter hier keine gedanken mehr machen...

    ich male weder schwarz, noch bin ich negativ oder so.Alkoholismus ist ne slimme sache, vielleicht hast du bei all dem das schon vergessen.ich habe meine erfahrung und die gebe ich weiter. mir geht es weder um recht haben noch sonstwas mein leben ist sehr positiv erfüllt und bin ein sehr freundlicher mensch und mit mir selbst total zufrieden. ich sitz in ner verscheiten bude und muss mir keine gedanken darüber machen wer zu mir kommen könnte, das ich gelangweit bin, und schon nach einigen wochen der trennung den nächst besten mann, der mal total nett ist und aussnamsweise mal nicht trinkt schon wieder meinen gedanken zuwende.

    menschen kennen lernen und löcher stopfen ist ja allgemein so gang und gebe und ich wünsch dir noch sehr viel spass dabei zuzuschauen, das es auch menschen gibt die nicht trinken.

    lg melanie

    finde ich von vorne bis hinten daneben, sorry.
    Hab ich Dir irgendwas getan?
    Du greifst mich derart schroff an, dass ich mich frage, was los ist?

    Ich habe mit Sicherheit nicht vergessen, dass Alkoholismus "'ne schlimme Sache ist". Weder stopfe ich Löcher, noch wende ich mich "dem n
    ächstbesten Mann zu" oder zweifle Deine Selbstzufriedenheit an. Ich finde es mehr als anmaßend, was Du mir hier unterstellst, und ich habe keinen Schimmer, weshalb Dir Dein Ton derart entgleist.

    Hallo Monty!

    Zitat

    ich denke mal, du machst dir da einfach zu viel nen Kopf.
    In dir wie auch bei vielen Anderen hier sitzt die Angst..Angst das man wieder die Hölle erleben muss...Angst vor Enttäuschungen.

    Ja, so ist es wohl. Und auch Angst, dass ich mir dann dadurch selbst im Weg stehe.

    Zitat

    Lass einfach alles auf dich zukommen, du wirst sehen, was im Endeffekt dabei heraus kommt, denke nicht so viel darüber nach. :wink:


    Das halte ich auch für die beste Idee.
    Wie gesagt, noch ist ja gar nichts gewesen. :)

    Zitat

    Ist ja lustig...stricke auch gerade einen Schal...nach ewigen Jahren habe auch ich mal wieder die Stricknadeln in die Hand genommen.
    Mich beruhigt es richtig.


    Mich beruhigt es auch. Leider läuft es gerade nicht besonders gut. Ich stricke plötzlich rund, und ich hab den Fehler noch nicht gefunden. Aber ich bin schon ein bißchen stolz darauf, dass ich es nach so vielen Jahren überhaupt noch kann :D

    Zitat

    Wünsche dir noch einen schönen Rest 4. Advent.


    Liegt es am Schnee? Bin ich nicht nur eingeschneit, sondern auch in ein Zeitloch gefallen?
    Ich dachte, heut wäre erst der zweite Advent?! :D:D:D


    Liebe Melanie,

    ich verstehe Deine Einwände.
    Aber ich finde auch, dass Du ein wenig zu schwarz malst.
    Ich habe ganz sicher nicht vor, irgendein Loch zu stopfen.
    Ganz im Gegenteil.
    Und die Tatsache, dass ich mir jetzt schon den Kopf darüber zerbreche, was wäre wenn... zeigt doch, dass ich wachsam bin.
    Ich will kein Loch stopfen. Es gibt nämlich eigentlich gar kein Loch.
    Ich bin im Moment sogar sehr froh, dass XY auf meinem Leben verschwunden ist.

    Ich habe in den letzten Wochen eine Menge Menschen kennengelernt.
    Ich war völlig überrascht, dass Menschen auch anders können, als nur zu trinken.
    So viele Kleinigkeiten sind mir aufgefallen!
    So blöd das klingt:
    ich hatte vollkommen vergessen, dass es Männer gibt, die nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein Bier trinken müssen.
    Die sitzen den ganzen Abend neben mir und trinken nichts!
    Und sie unterhalten sich mit ihren Gegenübern, über Gott und die Welt, auch anspruchsvolle Themen. Und sie sind offen, und ehrlich, haben nicht ständig irgendwas an einem auszusetzen, stellen Fragen, haben Interesse an mir als Person und sagen auch mal was Nettes, ohne irgendwelche Hintergedanken...
    Und es gibt so viele Leute, die so sind!
    Es klingt bescheuert, aber ich hatte wirklich vergessen, dass es auch anders geht!

    Vorgestern Abend bei der Weihnachtsfeier mit den Kollegen habe ich mich oft dabei erwischt, wie ich erstaunt war darüber, wie die anderen reagiert haben. Ich kannte das nämlich zuletzt immer ganz anders.

    Heute ist kein guter Tag.
    Ich bin hier in meinem blöden Dorf eingeschneit.
    Ich werde morgen wohl nicht mal zur Arbeit kommen. Ich komme nicht mal mit dem Auto aus der Parklücke. Mich macht das fast wahnsinnig. Ich fühle mich angekettet.

    Ich habe heute damit angefangen, einen Schal zu häkeln. Ich kann das eigentlich gar nciht mehr, aber es macht mir Spaß und lenkt ab.
    Naja, es lenkt vom Eingeschlossensein ab, aber nciht von der Grübelei.

    Im Moment denke ich darüber nach, ob es klug wäre, sich auf eine neue Beziehung einzulassen.

    Ein Arbeitskollege macht mir im Moment quasi Avancen.
    Ich mag ihn, und ich überlege, ob daraus vielleicht was werden könnte.
    Er hat erfreulicher Weise kein Alkoholproblem, aber ich habe trotzdem Angst, das etwas Ähnliches "in ihm lauert".
    Abgesehen davon: Es wäre sicher unklug, jetzt schon etwas Neues anzufangen.
    Ich möchte ja schließlich lernen, wie es ist, allein zu leben, bevor ein neuer Mann infrage kommt.
    Ich lass das alles jetzt erstmal auf mich zukommen, bis es tatsächlich ernst werden sollte. Dann kann ich ja immer noch entscheiden.

    Ich habe ein bißchen Angst, dass ich gerade dabei sein könnte, mich wieder zu verlieben.
    So fühlt es sich nämlich an.
    Ich denke mehr an den Neuen, als an den Alten. :D

    Das ist ja im Prinzip gut, aber wenn ich tatsächlich feststellen sollte, dass ich mich verliebt habe und er das Gleiche fühlt...
    Was mache ich denn dann???

    Ach, wer weiß. Vielleicht ist mein Herz nur auf der Suche nach einem neuen Thema, mit dem es sich beschäftigen kann.
    Oder meine Co-Abhängigkeit auf der Suche nach einem neuen Opfer??
    Oder liegt es am Eingeschneitsein?

    Mal sehen, wie es morgen aussieht.
    Draußen vor der Tür und in mir drin.

    Hallo zusammen!

    Ich hatte einen schönen Abend gestern. Die Feier mit den Kollegen hat richtig Spaß gemacht.
    Ich habe tatsächlich auch mal wieder was getrunken, und heute leide ich ein wenig darunter, denn mein Kopf schmerzt schon ein bißchen, aber ich denke, dass das auch am Schlafmangel liegt. Haben bis nachts um 3 geredet, gesungen und getanzt, und zum ersten Mal habe ich nicht eine einzige Sekunde an XY gedacht.
    Es war richtig schön.

    Gleich gehts auch schon wieder weiter, zum Weihnachtsmarkt.
    Aber vorher hole ich noch eine Mütze Schlaf nach. :)