Beiträge von desperateS

    Zitat von Schneewittchen 2108

    @ n i c i:

    .......vielleicht nicht, aber dann wäre sie auch nicht vom Prinzen wachgeküsst worden.... :wink:

    ... und wenn sie schlau gewesen wäre, hätte sie gar nicht auf die Wachküsserei gewartet, sondern wäre aus ihrem gläsernen Sarg gehüpft, hätte sich einen guten Job besorgt, sich ein eigenes Haus gekauft und wäre mit sich selbst zufrieden gewesen, auch ohne Prinz und Königreich. :D

    Hallo Nici,
    nur ganz kurz, denn ich bin immer noch im Backstress:


    Würde ich glatt machen. Geht ja leider nicht. Ich frage mich sowieso, wann das endlich mal erfunden wird! :D
    Aber lass dir gesagt sein: Sie sind WUNDERBAR!!! :D

    Hallo Nici!


    Richtig. Aber darum geht es mir ja:
    Ich musste erstmal erkennen, dass SEIN Alkoholismus eine Krankheit ist. Dass ich da machtlos bin. Dass ich ihm nur helfe, wenn ich gar nichts tue.
    Anfangs habe ich mir noch eingeredet, dass mein Ex aufhören kann, wenn er nur WILL.
    Klar, in gewisser Weise stimmt das auch. Aber ich glaube nach wie vor nicht, dass er das ohne Hilfe schaffen würde.
    Teilweise habe ich ihm im Inneren Vorwürfe gemacht, weil er gelogen hat, nicht "willensstark" genug war usw.
    Heute weiß ich, dass es eine Krankheit ist. Und wie es bei Krankheiten ist: Um sie aufzuhalten, muss man den Willen haben, gesund zu werden.

    Du hast mich so schön zitiert, dass es tatsächlich so aussieht, als hätte ich nur über meinen Ex geschrieben. Die Stellen, wo ich über mich, über meine Krankheitseinsicht schreibe, hast Du unter den Tisch fallen lassen. ;)

    Liebe Nici,
    ich gebe mir größte Mühe, bei mir zu bleiben.
    Aber je mehr Abstand ich gewinne, umso mehr Dinge fallen mir wieder ein, die ich verarbeiten muss.
    Da keimen dann die altbekannten Gefühle wieder auf. Wut, Trauer, Verzweiflung. Das ist schon viel weniger geworden, aber sie kommen immer wieder. Nur die Abstände werden größer. Und ich schreibe die Dinge hier auf, weil ich sonst mit niemandem darüber reden kann. Und weil ich gerne immer mal wieder in meinem eigenen Thread nachlese, wie sich die Dinge entwickelt haben usw.
    Ich bemühe mich, jeden Tag etwas nur für mich zu tun. Der Kontakt zum Ex beschränkt sich auf ein Minimum und entsteht auch nur dann, wenn etwas hinsichtlich der Trennung geregelt werden muss.
    Er ist auch nicht mehr ständig in meinem Kopf präsent, auch wenn ich zugeben muss, dass ich immer noch täglich über diese Beziehung nachdenke.
    Aber ich finde, das ist normal. Und ich erlaube mir auch, dass ich schlechte Tage habe, an denen es mir mies geht, ich an mir selbst zweifle usw.
    Stillstand ist für kurze Zeit ok. Kein Rückschritt ist auch ein Fortschritt.

    Die Zweifel sind übrigens heute wieder mal etwas lauter geworden.
    XY hat mir mitgeteilt, dass er im Januar zur Entgiftung und anschl. stationärer Therapie gehen wird.
    Er war tatsächlich bei der Suchtberatung.

    Ein kleiner Teil von mir wünscht sich, dass er nun tatsächlich die "Kurve kriegt" und die Beziehung wieder mal so schön wird, wie sie mal war.
    Dass es für diese Beziehung doch noch eine Chance gibt.
    Und etwas in mir hat auch Angst, dass ich ihm Unrecht getan habe.
    Zweifel eben.

    Aber der andere Teil meiner Gedanken sagt, dass der Weg, den ich nun gehe, der bessere ist.
    Da ist einerseits die große Skepsis (Ist das nur ein weiterer Weg, um mich zur Rückkehr zu bringen?), andererseits das zerstörte Vertrauen.
    Selbst wenn er trocken wäre, wahrscheinlich ist schon viel zu viel kaputt zwischen uns.
    Und nicht zuletzt:
    ICH bin zwar auf einem guten Weg, aber "trocken" bin ich noch lange nicht. Und ich glaube, ich würde auch schnell wieder ins alte Co-Muster verfallen.
    Damit meine Gedanken nicht mehr so viel um das "vielleicht" und die alte Freundin Hoffnung kreisen, habe ich mir vorgenommen, nicht mehr über die Zukunft MIT ihm nachzudenken, bis er denn tatsächlich mal trocken sein sollte.
    Es spräche ja nichts dagegen, einen Anlauf zu wagen, wenn er es wirklich geschafft hat und wir beide der Meinung sind, eine Beziehung miteinander wäre gut.
    Aber darum mache ich mir erst Gedanken, wenn es soweit ist.
    Und bis dahin müsste auch ICH "trocken" werden.

    Und genau daran arbeite ich im Moment verstärkt.
    Habe mir heute Adressen von SHG besorgt.
    Leider gibt es hier nicht so viele SHG für Angehörige. Es gibt SHG für ALLES. Jede noch so unbekannte Krankheit usw. Aber kaum welche für Cos bzw. Angehörige.
    Die SAche ist ja die:
    Ich bin ja gar nicht mehr wirklich Angehörige eines Alkis.
    Mein Problem bin ja im Moment ich selbst, also meine Co-Abhängigkeit. Und die bleibt auch, wenn XY schon über alle Berge ist.
    Und die kommt auch wieder, wenn ein anderer Mann in mein Leben tritt.
    Aber eine SHG speziell für Cos und/oder Beziehungssüchtige gibt es hier nicht.
    Vielleicht besuche ich trotzdem mal die Angehörigen-Gruppe. Schaden kann es ja eigentlich nicht, aber mich stört im Moment, dass es da doch vorrangig um den Alkohol geht. Schau'n wir mal.

    Heute backe ich Weihnachtsplätzchen mit meiner Mutter.
    Der Schnee türmt sich hier, und ich kam heute gar nicht erst zur Arbeit, weil die Straßen so verstopft waren.
    Morgen Abend ist Weihnachtsfeier mit ein paar Kollegen.
    Einerseits freue ich mich darauf, andererseits ist mir auch irgendwie mulmig zumute.
    Ich werde bei einer Arbeitskollegin schlafen, weil ausnahmsweise ICH mal Alkohol trinken werde. Naja, das ist noch nicht sicher. Seit XY ist mir ziemlich die Lust darauf vergangen. Ist ja auch nicht schlimm. Ganz im Gegenteil.
    Aber es nervt mich irgendwie, dass diese ganze Sache so weite Kreise zieht und mein Leben so verändert hat.
    Wenn mein Vater, der definitv KEIN Alkoholproblem hat, einmal im Monat eine Flasche Bier trinkt, dann kriege ich beim Geräusch des ploppenden Kronkorkens Wut im Bauch.
    Ich bin völlig darauf konditioniert, und das stört mich unglaublich.

    So, und nun wird gebacken.

    Ich wünsche Euch einen schönen Abend!

    Hallo Joanne!

    Code
    Hier habe ich mir sofort gedacht: Schade, dass Joanne nicht so ganz kapiert hat, um was es geht... 
    Alleine das verniedlichende Wort "Bierchen"...
    Zitat

    das Wort Bierchen habe ich nur geschrieben,weil er es immer so nennt

    Genauso war es bei meinem Ex auch. Er hat sein Lieblingsgesöff immer verniedlicht.
    "Bierchen trinken"... da kriege ich das kalte K.....
    Ich hab ihn irgendwann mal drauf angesprochen, warum er seiner Flasche einen Kosenamen gibt. Ich hatte nämlich im letzten Jahr keinen mehr.
    Seltsam, oder?
    Nein, gar nicht. Der Sache, die man am meisten liebt, gibt man eben Kosenamen... :twisted:

    Joanne,
    Du schreibst, dass Du zur Zeit in Deiner Position verharrst.
    Ich finde das ganz in Ordnung. Manchmal braucht man eben eine Art Pause.
    Aber ich bitte Dich: Mach keinen Schritt mehr zurück, und verharre auch nicht zu lange an einer Stelle. Sonst holt Dich der Alkohol irgendwann ein, und das wäre zu schade.
    Wie sehen denn die Schritte aus, wenn Dein Mann die Therapie nicht macht, abbricht oder sofort danach wieder weitertrinkt?
    Hast Du da schon konkrete Pläne gemacht?

    Wenn ich ihm vorgeworfen habe,das er so viel und jeden Abend trinkt,hat er immer geantwortet, :arrow: was willst du nur,wenn ich ein paar Bierchen trinke ist das doch nicht schlimm,das macht mich nicht zum Alkoholiker :!:

    Ich weiß sehr wohl um was es geht,habe heute mit meiner besten Freundin darüber gesprochen und da habe ich im Gespräch gemerkt,das ich gar nicht so ruhig bin wie ich gestern noch geschrieben habe
    ich habe das Gefühl das er wohl die Therapie schafft,aber das was dann kommt wohl eher nicht,er sagt jetzt schon das er sich dann nicht hinsetzt und nur Cola oder Wasser trinkt
    Es ist so als ob man zu einer Prüfung geht und genau weiss,das man nicht gelernt hat und die Chance es zu schaffen nur gering sind,und trotzdem sagt man sich, ach irgentwie schaff ich das,es wird schon von irgentwo ein Wunder herkommen

    Er war heute wieder weg,und hat Bier und Schnaps getrunken,hat mich als er nach Hause gekommen ist total ängstlich angeguckt,aber ich habe nichts gesagt

    Das ist mein Problem,ich weiss genau um was es geht,aber ich bin unfähig zu handeln,ich müsste ihm sagen so geht es nicht weiter,wenn du diese Therapie machen willst,dann musst du jetzt schon anfangen dich willig zu zeigen,aber ich sage nichts und unternehme nichts

    Ich merke wie sich langsam mein Bauch wieder meldet oder liegt es daran,das ich abends wieder zu Hause bin,denn letzte Woche hatte ich so viel Stess( und Spass) das ich nicht zum Nachdenken gekommen bin und es auch nicht gesehen habe ob und was er getrunken hat

    habe im Internet bei den Adressen nachgesehen die ich bekommen habe und werde morgen tel. und mir einen Termin machen,vielleicht klappt es ja beim 2.Anlauf

    Joanne[/quote]

    Hallo Sorrowful!

    Ich erkenne mich selbst in Deinen Zeilen wieder.
    genau an diesem Punkt war ich letztes Jahr im März, als ich mich hier angemeldet habe.

    Ich verstehe Deine Sorge um Deinen XY.
    Ich verstehe auch, dass Du alles dafür tun möchtest, um ihn von einer Therapie zu überzeugen.
    Glaub mir, ich habe 1000000 Lösungen für IHN gesucht.
    Mein Ex hat auch immer wieder gesagt, dass er die Lösungen super findet.
    Aber sie wahrgenommen hat er nicht ein einziges Mal.
    Als ich mit Trennung gedroht habe (das habe ich ca. 200 mal getan), da hieß es, ähnlich wie bei Euch: Bitte hilf mir da raus, ich will das nicht mehr.
    Und ich glaube, er hat es da auch so gemeint.
    Aber schon 12 Stunden später war die Sucht dann größer. Und ich wurde immer egaler, bis dann irgendwann wieder der große Knall kam.

    Liebe Sorrowful,
    Du schreibst, Du willst nicht Co-abhängig werden.
    Ich muss Dir nun leider sagen, dass Du es schon bist.
    Und das ist auch gar nichts schlimmes, zumindest noch nicht. Meiner Meinung nach ist es sogar ein Stück weit normal.
    Was ich Dir jetzt schreiben werde, wird Dich nicht erfreuen, aber es entspricht meinen Erfahrungen und den Erfahrunge der meisten anderen hier im Forum:

    Dein Freund wird nicht aufhören zu trinken.
    Im Gegenteil. Die Sauferei wird noch viel schlimmer.
    Wenn Du sagst, Du willst nicht zusehen, wie er sich zugrunde richtet, hast Du nur eine einzige Wahl:
    Dreh Dich um und geh.
    DU lässt ihn dadurch nicht im Stich. Im Gegenteil. Lösungsvorschläge hast DU zu genüge gemacht.
    Und selbst, wenn Du nichts vorgeschlagen hättest:
    Vom Entzug hat jeder schon mal gehört. Es gibt das Internet, in dem man sich informieren kann usw.
    Dein Freund wird das tun, wenn er aufhören will.
    Aber im Moment will er nicht.

    Du hast nun die Wahl:
    1) weitermachen wie bisher und dich dabei immer mehr mit runterziehen lassen
    2) gehen, DEIN Leben leben und ihm dadurch auch die Chance lassen, zu erkennen, dass seine SAuferei Konsequenzen hat. Denn nur DANN wird er aufhören.

    Was immer Du tust, ein wichtiger Ratschlag von mir, und ich bitte Dich darum, Dir diesen zu Herzen zu nehmen:
    Wenn du irgendetwas androhst, zb. Auszug, Trennung oder auch alles andere, dann sei bitte konsequent und halte es auf jeden Fall ein. Drohe niemals etwas an, das Du nicht halten kannst.

    Ich habe das leider nicht getan, was zur Folge hatte, dass mein Ex mich nicht mehr ernstgenommen hat.

    Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.
    Ich weiß, in welcher Lage Du bist, und ich würde Dir gern andere Antworten liefern, aber leider gibt es die nicht.

    Hallo Hartmut!

    Zitat von Hartmut

    ich frage mal wer ist man ? Wenn man , du selbst bist, hast du es auch erst erkannt ;)

    Ich bemühe mich immer, wenn ich hier im Forum schreibe, nicht von "man", sondern von "mir" zu schreiben. Das hab ich in meiner Therapie gelernt und achte seit dem sehr darauf.
    Dieses mal habe ich es vergessen, und Du hast mich prompt erwischt. ;)
    Ja, ich meinte nicht "man", sondern MICH.

    Liebe Feeli,
    XY hat ja nie behauptet, dass ihm sowas vorgeschlagen wurde.
    Er geht aber mit der Erwartung zur Suchtberatung (nein, falsch: Er sagt, er würde gehen, denn er wird nicht gehen, das weiß ich...), dass man ihm dort sagt, wie er wieder "kontrolliert" trinken kann.
    Ganz aufhören muss er nämlich seiner Meinung nach nicht.

    Ich sehe ihn immer tiefer abrutschen.
    Das bißchen Kontakt, dass wir in den letzten Wochen hatten, hat da gereicht.
    Er hat seinen 400-Euro-Job geschmissen. Weil er Angstzustände hat, sagt er.
    Und überhaupt, die sind da alle doof, der Chef zahlt nicht pünktlich usw.
    Ich glaube:
    Der Job steht dem Saufen im Weg, nichts anderes.
    Seine Eltern machen übrigens immer noch munter mit. Die beiden sind auch Co, da bin ich mir mittlerweile sicher.
    Sie lassen sich manipulieren und von XY Schuldgefühle einreden, und das Ende vom Lied ist dann immer, dass sie ihm Geld zustecken, einkaufen gehen (und natürlich wird da auch ein Kasten Bier bezahlt, obwohl sie bestens über sein Suchtproblem Bescheid wissen...) usw.

    Als ich ausgezogen bin, hat sein Vater zu mir gesagt, dass er es lieber hätte, wenn ich doch da wohnen bliebe.
    Ich weiß auch weshalb. Weil sie dann jemanden hätten, der auf Sohnemann aufpasst.
    War ja bisher auch so.
    Im März war ich ohne XYs Wissen bei seinen Eltern und habe ihnen alles erzählt. Wieviel er trinkt, was er dann so tut, wo ihr Geld landet usw.
    Wir hatten uns darauf geeinigt, gemeinsam eine Beratung aufzusuchen. Erstmal, ohne das XY etwas davon weiß.
    Die beiden hatten mir damals erzählt, dass sie ja wussten, dass er Alkoholiker ist, nicht aber, wie schlimm es wirklich ist.
    Mir schlug eine Welle des Verständnisses entgegen.
    Und man bot mir auch an, dass ich mich immer an sie wenden könnte, wenn eine Situation mal eskaliert.

    Einige Wochen später war es dann soweit.
    Er ging mir im Vollrausch an die Gurgel. Ich bin in mein Auto geflüchtet und habe seine Eltern angerufen, die dann die Polizei verständigten und selbst auch vorbeikamen.
    Und ganz plötzlich wendete sich das Blatt.
    XY saß heulend auf dem Sofa, und plötzlich war ich diejenige, die das alles ja provoziert hatte und dringend Hilfe bräuchte.
    Mit seiner Mutter hatte ich eine regelrechte Schreierei, und das Verhältnis war daraufhin unwiederbringlich gestört.

    Heute weiß ich, dass XY die Sache mit den Co-Knöpfen schon früh gelernt hat, und zwar bei seinen Eltern.
    Die erfüllen ihm jeden Wunsch. Spätestens dann, wenn er mit Liebesentzug droht.

    Ich weiß, ich schreibe schon wieder zu viel über ihn anstatt bei mir zu bleiben, aber diese Geschichte mit seinen Eltern ist etwas, das mir schon lange auf der Seele lastet.

    Nun aber zu mir:
    Fühle mich immer noch gut und stabil.
    Das Löschen meines Accounts war ein wahrer Segen.
    Gestern ist übrigens mein sündhaft teurer Mantel eingetroffen.
    Ich bin ganz hingerissen von dem Ding. :D
    Generell hab ich es in den letzten Tagen wieder etwas übertrieben mit dem Shoppen.
    Ich hoffe, dass artet nicht noch aus.
    Quasi ein Suchtersatz: Kaufsucht statt Beziehungssucht....

    Nein, ich denke, da werde ich früh genug die Bremse ziehen. Ich oder mein Konto.
    Es ist ja auch nicht so, dass ich nur nutzloses Zeug kaufe.
    Die Klamotten waren schon lange fällig, vor allem der Mantel.

    Heute Abend mache ich es mir mal wieder richtig gemütlich Zuhause.
    Einfach mal nix tun, ein bißchen Fernsehen und dazu einen heißen Tee.

    Hallo Blaubärchen,
    mein Ex hat eine ambulante und eine stationäre Therapie gemacht wegen seiner Angstzustände.
    Alle Therapeuten wussten, dass er täglich trinkt, und dennoch haben alle gesagt, XY sei kein Alkoholiker.
    Ich denke, er hat einfach perfekt gelogen bzw. das Wesentliche verschwiegen, sonst hätte die Diagnose anders gelautet.

    Zitat von Blaubaerchen

    du brauchst tatsächlich nicht alles von meinem Thread zu lesen, denn es wiederholt sich immer alles. Die Erkenntnis, die Entscheidung, und dann doch wieder die Rückkehr.

    Ja, genau diese Wiederholung habe ich auch schon 200 mal hinter mir.
    Wir sind eben im Grunde alle gleich. ;)
    Aber das hat ja auch was tröstliches. Man weiß plötzlich, dass man nicht allein ist.

    Ich wünsche Dir, dass Du nicht noch eine Wiederholung durchmachen musst.

    Hallo Georgina,

    Zitat von Georgina

    aber trotzdem ist es meine Meinung das jeder Alkoholiker und die Sucht anders sind


    Dieser Trugschluss war für mich einer der Gründe, weshalb ich mich immer und immer wieder auf eine Beziehung mit meinem Ex eingelassen habe.
    Alkoholismus ist eine Krankheit!
    Das Verhalten Deines freundes sind Symptome dieser Krankheit.
    Glaub mir, es gibt nicht solche und solche Alkoholiker.
    Es gibt nur Alkoholiker oder Nicht-Alkoholiker, Sucht oder Nicht-Sucht.

    Nichts desto trotz:
    Ich wünsche Dir von Herzen, dass diese "Chance" tatsächlich zu dem führt, was Du Dir wünschst.

    Hallo Blaubärchen!

    Ich beglückwünsche Dich zu Deiner Entscheidung und Deiner momentanen Verfassung.
    Du klingst entschlossen, das gefällt mir.
    Ich habe nicht alles in Deinem Thread gelesen, aber die Erfahrung sagt mir, dass ich das auch gar nicht muss.
    Schon auf den ersten beiden Seiten habe ich Dich voll und ganz verstanden.
    Du hast vollkommen Recht:
    Wenn Ihr für einander geschaffen seid, dann werdet Ihr wieder zueinanderfinden. NACH der Therapie.
    Schön, dass Du Dir Hilfe gesucht hast. Eine Therapie für Dich selbst klingt auch sehr gut.
    Ich wünsche Dir viel Kraft und eine Riesenmenge an positiven Erfahrungen auf DEINEM WEG!

    Hallo Hartmut!


    Zitat

    kommen wir zum Tagesgeschäft zurück. Gesund werden ohne die Kontrolle zu verlieren.


    Recht hast Du, mir geht es hier jetzt in allererster Linie darum, dass ICH gesund werde, auch wenn ich gerne mal hier und da abschweife. ;)
    Aber für mich persönlich war auf dem Weg heraus aus dem ganzen etwas ganz entscheidend:
    Die Einsicht, dass ich über meine Co-Abhängigkeit absolut keine Kontrolle hatte.
    Ich finde, man muss erstmal wirklich begreifen, dass man die Kontrolle verloren hat - und zwar über sich, nicht über den alkoholkranken Partner-, damit man sie quasi auf anderen Wegen wiederfinden kann.
    Und mir musste auch erst bewusst werden, dass mein Ex das alles gar nicht mehr kontrollieren kann. Erst da habe ich verstanden, dass er wirklich KRANK ist und das alles nichts mit Ausdauer, Willensstärke oder gar Liebe zu tun hat.
    Ich hoffe, dass Ihr versteht, was ich meine.
    Mein Gehirn läuft heute nämlich nicht gerade auf Hochtouren. ;)

    Hallo Schneewittchen!

    Zitat von Schneewittchen 2108

    Aber ich bin nicht bereit, wegen einiger Gläser Bier oder Wein, meine Liebe, meine Familie und alles was wir uns gemeinsam aufgebaut haben, aufzugeben!


    Wenn Du Deinen Mann vor die Wahl stellen würdest: Wie würde er sich entscheiden? Wäre vielleicht ER bereit, die Liebe aufzugeben?
    Das wäre für mich wie davonlaufen.

    Zitat

    Eine Ehe ist doch ein ständiges Geben und Nehmen - und es ist ja nicht so, dass ich nichts bekomme, ganz im Gegenteil!! Ich habe einen sehr fürsorglichen, liebevollen Ehemann.

    ... der weiß, dass dich Alkohol anekelt und es trotzdem nicht lässt.
    Wenn er kein Alkoholproblem hätte, könnte er ganz locker darauf verzichten.

    Zitat

    Erstes will ich nicht und beim Zweiten bin ich der Meinung, dass ich nicht das Recht habe, jemanden wegen meiner Befindlichkeit, in seinem Leben so einzuschränken!


    Richtig. Niemand hat das Recht, einem anderen etwas zu verbieten oder aufzuzwingen, was dieser nicht will. Aber gilt das nicht für BEIDE SEITEN?
    Du hast genau 3 Möglichkeiten:
    1. Dein Mann trinkt nicht mehr. --> will er nicht
    2. Du trennst Dich. --> willst Du nicht
    3. Du hörst auf zu jammern, akzeptierst es und stellst Deine Bedürfnisse hinten an.

    Liebe Schneewittchen,
    ich kann dich so gut verstehen!
    Das, was Du schreibst, hätte von mir kommen können vor ca. 1,5 Jahren.
    ich wollte auch immer, dass am Ende alles gut wird in meiner Beziehung, wie im Märchen.
    Ich habe sogar sehr lange daran geglaubt, dass es irgendwann so ist.

    Eines Tages bin ich aufgewacht und habe gemerkt:
    Es gibt nur eine Lösung für mich. Beine in die Hand und WEG!
    Glaub mir, das fiel mir unfassbar schwer, und so ist es heute noch manchmal.
    Aber die Alternative wäre gewesen:
    Eine Beziehung mit einem Menschen, der dem Alkohol für immer einen höheren Stellenwert beimisst als mir, seiner Partnerin.
    Auf ewig die 2. Geige, das wäre meine Rolle gewesen.
    Und dazu bin ich mir einfach zu schade.

    Wie steht denn Dein XY zu all dem?
    Würde er aufhören zu trinken, um die Beziehung zu retten?
    Oder hast Du ihn gar nicht gefragt, weil Du ANgst vor der Antwort hast?

    PS:
    Noch kurz was zum Thema Kontrolliertes Trinken:
    Derartige "Seminare" gibt es wirklich.
    Habe mich da auch mal schlau gemacht, als mir dämmerte, dass XY abhängig ist.
    Da bekommt man ein paar Blatt Papier mit Regeln drauf und soll dafür noch ca. 40 Euro (so um den Dreh) bezahlen.
    Mich würden ja mal die Erfolgsbilanzen interessieren.
    Und wenn man es genau nimmt:
    Ich könnte so ein Seminar locker selber halten.
    Ich hab unheimlich viel Erfahrung damit, wie ein Alkoholiker versucht, kontrolliert zu trinken.
    Und ich kann da auch ganz tolle Tips geben, wie er das schaffen KÖNNTE, wenn er doch nur wollte....

    Im Ernst und ohne Ironie:
    XY hat 200 mal versucht, kontrolliert zu trinken.
    Das ging auch. Und zwar genau 2 Tage.
    Dann wars wieder nicht kontrolliert.
    Denn dann gab es wieder einen Grund, um doch wieder richtig zuzulangen.
    Und wenn der nur lautete: Heute hab ich Bock auf 10 Bier.

    Alles Müll und Selbsttäuschung.
    Kontrolliert geht nicht, weil es ja genau dem Krankheitsbild eines Alkoholikers entspricht, das Trinken NICHT mehr unter Kontrolle zu haben.

    Diese Seminare sind meiner Meinung nach nur zu einem nutze:
    Dem Anbieter die Taschen voll zu machen.

    Hallo Ihr Lieben!

    Ich glaube, Ihr habt da etwas durcheinander geworfen. :D
    Er war doch noch gar nicht bei der Suchtberatung.
    Der Termin ist erst Ende der Woche.
    Er stellt sich vor, dass er dort hingeht und die netten Leute dort ihm dabei helfen, weniger zu trinken ("kontrolliert") und nicht dabei, GAR NICHT zu trinken.
    Er meint, das würde er schaffen, wenn er dabei Hilfe hätte.
    Er sieht sich nicht als SO EIN Alkoholiker.
    Alkoholiker ja, aber eben nicht wie die anderen.
    Kennen wir doch alle. ;)

    Ich habe zu dem ganzen Thema nur zwei Sätze gesagt:
    Kontrollierte Alkoholiker gibt es nicht, denn dann wären sie keine Alkoholiker. Und die Suchtberater werden Dir genau das selbe sagen.

    Ich glaube immer noch nicht, dass er dort wirklich hingeht.
    Er hat auch gar nicht das dafür benötigte Auto.
    Er meinte zwar, er würde dann den Bus nehmen, aber... bitte, als ob ER Bus fahren würde, nur um vom Alk los zu kommen.
    Oder besser: Nicht ganz los zu kommen, sondern nur ein bißchen.
    Er ist nämlich nur ein bißchen alkoholkrank.
    Genau. Und ich bin nur ein bißchen Co...

    So, Schluß mit dem Sarkasmus (obwohl es mich freut, dass ich das mittlerweile sein kann: sarkastisch!).
    Der Winter hat Einzug gehalten in NRW.
    Das bedeutet für mich:
    Anstrengende stundenlange Autofahrten, viel zu frühes Aufstehen (muss dann ab jetzt jeden Morgen um halb 6 losfahren :() und frieren ohne Ende.

    Ich mag den Schnee ja, aber nur zum angucken und mal drin spazierengehen.
    Heute Nacht soll es hier dann auch endlich richtig kalt werden.
    -10 Grad. Das verkraftet meine Haut leider sehr schlecht.
    Inzwischen ist es auch schon immer stockdunkel, wenn ich nach Hause komme.
    Und ich habe dann auch eigentlich zu gar nichts mehr Lust.
    Am liebsten würde ich dann in mein Bett kriechen, Tee trinken und dann schlafen.
    Geht aber leider nicht.

    Die Arbeit macht mir im Moment auch keinen Spaß mehr.
    Ich zähle schon die Tage bis zum Weihnachtsurlaub. Noch 3,5 Wochen.
    Ich hoffe, dass das Wetter bis dahin einigermaßen erträglich bleibt, also kein komplettes Schneechaos o.ä.

    Für meinen Urlaub habe ich noch keine konkreten Pläne, aber ich spiele mit dem Gedanken, mal ein paar Tage einfach wegzufahren.
    Mal schauen, was sich da noch so ergibt.
    Viel leisten kann ich mir ja leider nicht. Hätte ich diesen sauteuren Mantel nicht bestellt... :D

    Ansonsten geht es mir ganz gut.
    Habe auch nicht viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Das tut richtig gut: mal nicht nachdenken, zumindest nicht über Alkohol, XY und meine eigene Krankheit.

    PS:

    Der Vollständigkeit halber:
    Xy hat mir mitgeteilt, dass er nicht aufhören muss, zu saufen.
    Den Termin bei der Suchtberatung hat er deshalb gemacht, weil die ihm dort sagen sollen, wie er wieder kontrolliert trinken kann.

    Ich habe ihm gesagt, dass er das nie wieder kann.Er ist da anderer Meinung. Genaugenommen:
    Er ist sich sehr sicher, dass er nur ein bißchen Hilfe beim "Kontrollieren" braucht, dann läuft das wieder wie früher: Abends nur 1-5 "Bierchen" (--> er nennt es immer nur "Bierchen", nie "Bier").
    Ehrlich gesagt kann ich mich nicht dran erinnern, wann er es jemals geschafft hat, nur ein "Bierchen" zu trinken.
    Aber ob nun 1 oder 5, was macht das für einen Unterschied?
    Habe aber auch nicht weiter diskutiert.
    Wenn er der Ansicht ist, dass er das kontrolliert hinbekommt, soll er es machen. Ich weiß ja, was draus wird. ;)
    Schön, dass ich damit nichts mehr zu tun habe!!!!

    Hallo, Ihr Lieben!

    Dieses Wochenende ist vollgestopft mit Unternehmungen, so dass ich nicht viel Zeit habe, mich zu melden (ist das nicht herrlich?! :D).

    Ich bringe mich dieses Jahr so richtig schön in Weihnachtsstimmung. Das hat in den letzten Jahren leider nie wirklich geklappt.
    Auf einmal war Heiligabend, und ich war immer noch nicht in Stimmung.
    Aber dieses Jahr ist es anders.

    Ich fühle mich schon richtig vorweihnachtlich.
    Werde auch gleich die letzten Deko-Klamotten in meinen vier WÄnden verteilen.
    Geschenke habe ich auch schon gekauft. Allen voran eins für mich. :D
    Habe mir einen sauteuren, furchtbar unpraktischen Wintermantel bestellt.
    es ist herrlich, wenn man sein Geld auch mal für Nippes raushauen kann, ohne Angst zu haben, dass man am Ende des Monats den XY mitfinanzieren muss.
    Und es erleichtert auch, dass ich von ihm nichts mehr erwarte im Hinblick auf Weihnachten.
    Kein liebes Wort, kein Geschenk, nichts.
    Das macht mich frei, warum auch immer.

    Heute Abend schaue ich mit einer Freundin zusammen DVD, und dann ist das Wochenende auch schon wieder vorbei.
    Leider. Irgendwie graut es mir vor morgen. Die Arbeit geht mir im Moment gegen den Strich.
    Ich bin froh, wenn ich endlich Urlaub habe, auch, wenn ich dann viel Zeit Zuhause und allein verbringen muss.
    Leider dauert das noch 4 Wochen.

    Im Moment fühle ich mich wieder recht stabil.
    Ich hoffe, das bleibt auch erstmal so.

    Heute muss ich viel über Doro nachdenken und die Tatsache, dass ihr XY den Absprung vom Alkohol leider nie geschafft hat.
    Ich finde es so erschreckend, dass der Alkohol so eine Macht hat und auch niemand einschreitet, wenn die Menschen buchstäblich vor die Hunde gehen.
    Damit meine ich natürlich nicht die Partner/Angehörigen, sondern unseren lieben Vater Staat.
    Mir ist es immer noch unbegreiflich, wie eine Droge, die offensichtlich so viel Schaden verursachen kann, immer noch so leicht zu beschaffen ist.

    Naja, am Ende ist jeder für sich selbst verantwortlich, aber das könnte man dann ja im Bezug auf z.B. Heroin auch sagen...

    Ich werde da noch ein bißchen drüber nachdenken.
    Aber erst bringe ich mal meine Lichterkette an. :D

    EInen wundervollen, ruhigen Advent wünsche ich Euch allen!!!

    Liebe Doro,

    mir tut es furchtbar leid, dass es nun doch soweit gekommen ist.
    Dein Mann hat seinen Tiefpunkt leider nicht erreicht, bevor es zu spät war.
    Und mich macht es traurig und wütend, dass sowas überhaupt geschehen kann.
    Es zeigt einem doch auch wieder, wie unendlich machtlos man ist gegenüber dieser Krankheit.

    Ich finde es bemerkenswert, wie Du mit dieser Situation umgehst.
    Man merkt sehr deutlich, dass Du was Deine eigene Erkrankung angeht, sehr viel gelernt hast.
    Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt nicht ohne Schuldgefühle auskommen, wenn ich in Deiner Situation wäre.
    Ich bin froh, dass Du Deinen Frieden findest.
    So hat im Grunde jeder den Weg gewählt, den er gehen wollte, auch, wenn es traurig endete.

    Liebe und Fürsorge... ich glaube, diese Empfindungen sind ganz normal und absolut nicht co-abhängig.
    Ich finde auch, dass hier im Forum diese Gefühle oft "schlechtgemacht" werden.
    Aber ich glaube, dass diese Art, damit umzugehen, vielen hier hilft, von der eigenen Erkrankung loszukommen.
    Die Grenze zwischen "normaler" Liebe und Fürsorge hin zur Co-Abhängigkeit sind für uns zunächst nicht greifbar. Erst, wenn der Abstand immer größer wird, sieht man nach und nach die Unterschiede.
    Und merkt eben auch, dass man auch an sich selbst denken muss.

    Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, aber NICHT MEHR.

    Liebe Doro,
    ich wünsche Dir alles Gute

    Guten Morgen Ihr Lieben!

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.
    Mir gehts es schon wieder bedeutemd besser.
    Ich habe ihn nicht auf ignorieren gesetzt, sondern ich habe mein eigenes Profil komplett gelöscht.
    Das schien mir der klügere Weg. Anders würde ich vielleicht doch wieder nach ihm sehen, und das vermeide ich, indem ich mich da erstmal ganz verabschiede.
    So wichtig ist es mir auch nicht, denn die wirklich wichtigen Kontakte erreichen mich auch jenseits des Internets.

    Heute gehe ich erst mit einer Freundin frühstücken und dann in aller seelenruhe bummeln.
    Ich brauche dringend eine neue Winterjacke.
    Hier liegt jetzt schon Schnee, und gestern, als ich spazieren war, war es so kalt, dass meine Gesichtshaut schon knallrot ist.
    Der Winter kommt wieder viel zu schnell, aber irgendwie freu ich mich auch schon.
    Auch auf Weihnachten und Silvester, obwohl da immer noch Unbehagen mitschwingt.

    Werde heute mein kleines Reich weihnachtlich dekorieren.
    Das letzte Weihnachtsfest war leider nicht so schön, aber ich glaube fest daran, dass ich dieses Jahr mal wieder in richtige Weihnachtsstimmung kommen werde.