Beiträge von desperateS

    Hallo Empty!

    Von mir nur ganz schnell ein paar Zeilen.
    Ich finde toll, wie Du Dein Leben meisterst. Und VERBESSERST!
    Ich finde, du bzw. deine Postings strahlen im Moment wieder viel Lebensfreude aus. Du hast Dich nach der Begegnung mit dem Ex sehr schnell wieder gefangen, und ich finde, dass ist ein weiterer Fortschritt.

    Dass Dein Vermieter das Geld von Dir fordern kann, habe ich einerseits befürchtet, andererseits kann ich es irgendwie kaum glauben.
    Du bist doch nur Mieterin. Eigentümer ist doch der Vermieter. Und die Kaution ist doch nur dazu da, evt. Schäden zu übernehmen, die DU verursacht hast.
    Also, nach meinem Rechtbewusstsein hätte der Vermieter sich darum zu kümmern, das Geld vom Ex zu holen.
    Aber Du hast Recht: Wenn bei XY nix zu holen ist, dann lass es lieber gleich.
    Ein Berührungspunkt weniger.
    Wäre ich in Deiner Lage, müsste ich es ähnlich handhaben. Mein Ex hat nämlich auch keinen Cent übrig. Die Kohle wird sofort versoffen und verspielt.

    Aber das juckt uns ja nicht mehr! Herrlich, oder? :D

    Ihr Lieben,
    vielen Dank für Euren Zuspruch.

    Ich habe mich nicht mehr bei ihm gemeldet, und besagte Internetseiten habe ich vorerst gemieden.
    Mir geht es im Moment nicht gut.
    Ich habe regelrechte körperliche Beschwerden. Magenkrämpfe, Erbrechen...

    Ich weiß nicht, wieso das alles jetzt plötzlich mit so einer Wucht auf mich zukommt.
    Es hat mich völlig umgehauen.
    Dabei hatte ich wirklich geglaubt, das schlimmste sei überstanden.

    Ich bin so furchtbar müde. Das ständige mit mir selbst kämpfen, immer wieder sich selbst sagen müssen, dass es keine Hoffnung, sondern reines WUnschdenken ist...
    Das macht mich so mürbe.

    Dieser Rückschlag hat mich wirklich tief getroffen.
    Im Augenblick kommt es mir so voe, als würde dieser Trennungsschmerz und all die anderen Gefühle jetzt bis zum Lebensende anhalten.
    Als könnte ich niemals darüber hinwegkommen.

    Und selbst wenn: Ich werde doch trotzdem immer wieder dranbleiben müssen, auf Co-Fallen achten, mir die Menschen in meinem Umwelt genau ansehen müssen, immer wieder auf mein Verhalten achten.
    Das ist etwas, was mich alle Hoffnung verlieren lässt.

    Und ehrlich gesagt, finde ich es auch ungerecht!
    Wieso muss ausgerechnet ich Co sein???
    Ich habe doch nur dieses eine Leben. Warum muss ich das damit verschwenden, nicht mehr Co sein zu wollen?

    Ich weiß, ich jammere heute viel zu viel. Aber ich fühle mich buchstäblich niedergeschlagen.
    Ich würde gern den ganzen Tag im Bett bleiben und nichts tun.
    Draussen liegt der erste Schnee. Das nervt mich auch. Den letzten Sommer habe ich gar nicht richtig miterlebt.

    Liebe Feeli,
    vielen Dank.
    Ich weiß das ja auch alles... aber Du kennst das Spiechen ja selbst.
    Plötzlich herrscht in mir so ein enormer Druck!
    Und das nur wegen einer solchen Lapalie.
    Dann denke ich plötzlich: Das Leben ist mit ihm besser als ohne ihn.
    Glücklich werde ich doch sowieso nicht, weshalb dann nicht bei ihm sein und mir selbst den Druck und die Angst nehmen?
    Wieso reicht das bißchen schon aus, um mich wieder aus der Bahn zu werfen?

    Es ist zum Haarerauffen!

    Es ist zwar völlig off topic, aber ich muss es trotzdem loswerden:

    Zitat von frau

    2011 werde ich eine ausbildung zum suchthelfer machen


    Die Ausbildung hab ich schon hinter mir. Ich kann prima der Sucht meines Exfreundes helfen.
    Entschuldigt meinen Sarkasmus, aber heute ist ein sarkastischer Tag.

    Feeli,
    solche bescheuerten Gedanken habe ich auch oft.
    Habe auch vorhin überlegt, ob ich XY an einen Termin erinnere, den er morgen hat.
    Er wird ihn vergessen, dabei ist er wichtig.
    Und ich mache mir deshalb immer noch Gedanken, dabei geht es mich doch gar nichts mehr an.

    Natürlich nicht, liebe Linde!
    Ich quäle mich gern noch ein bißchen mit meiner bescheuerten Co-Abhängigkeit.

    Linde, Du klingst immer so gefestigt und klar.
    Als ob Dich nichts und niemand mehr aus der Bahn werfen kann.
    Wie bist Du dahin gekommen???
    Und wie lange hat das gedauert?

    Denkst Du, denkt IHR alle, dass wir jemals wirklich geheilt werden können von dieser Krankheit?

    Hallo Andrea!

    Ich kann das alles sehr gut nachfühlen.
    Mir gehts gerade ähnlich, allerdings brauchte es für dieses Tief nicht mal eine persönliche Begegnung.

    Ich verstehe auch nicht, woher diese Macht kommt.
    Ein kleiner Zwischenfall reicht aus, und wir sind wie hypnotisiert.
    Bei mir ist es so, dass ich nur etwas über ihn lesen muss, und schon bin ich wieder Feuer und Flamme.
    Und das nach fast 2 Monaten Trennung.
    Und wenn ich dann mit mir selbst darüber philosophiere, weshalb ich eigentlich so auf ihn anspringen, kann ich es mir selber nicht erklären.

    Andrea, ich finde, dass Du einen guten Weg eingeschlagen hast.
    Empty, Du übrigens auch. Ihr seid vielleicht doch schon einen Schritt weiter als ich.
    Ich hoffe, dass ich bald auch an der Stelle stehe, an der Ihr gerade steht.
    Und dass Ihr in der Zwischenzeit schon wieder ein Stück weiter seid. ;)

    Hallo Empty!

    ich finde es toll, wie du dich schlägst.
    Im Ernst, es klingt für mich eigentlich so, als hättest du quasi alles unter Kontrolle.

    Und es stimmt ja auch. Eigentlich hast du gar keinen Grund, um schlecht gelaunt zu sein.

    Versuch, nicht mehr an die Begegnung mit XY zu denken.
    (Im Tipps geben bin ich ne Eins... aber leider läufts bei mir ja grad auch ganz ander...)
    Und wenn Du dran denken musst, dann sei ruhig wütend und lass das irgendwie produktiv raus.
    Oder versohl Dein Sofa, das hilft auch manchmal.
    Nen kleinen privaten Tobsuchtsanfall inszenieren, alles rausschreien (oder -schreiben, denn Schreie in der Wohnung sind nicht immer gern gesehen. Aber falls Du ein Auto hast: Reinsetzen, schreien, bis gar nichts mehr geht, aussteigen, fertig. Hört garantiert keiner.), die Kissen verkloppen und dann völlig erschöpft ins Bett gehen.

    Das entspannt ungemein.

    Ich würde alles dafür geben, nicht mehr Co zu sein. Gerade heute ist ein sch.... Tag für mich.
    Aber es nützt ja nichts, darüber zu jammern.

    DIESER IMMERWÄHRENDE KAMPF!!!

    Ich bin es so leid!!!

    Gerade, als ich dachte, ich wäre so einigermaßen aus dem Gröbsten raus, gehts wieder von vorne los.
    Ich wollte XY auf ignorieren setzen.
    Und plötzlich sehe ich, er hat seinen Beziehungsstatus zu Single geändert. Und einer Dame, mit der er früher ein Techtelmechtel hatte (trotz Beziehung mit meiner Vorgängerin...), fällt nichts besseres ein, als das mit Freude zu kommentieren.

    Und ZACK!!!
    Sofort dreht sich mein Gedankenkarussel wieder.
    Ich will nicht, dass er eine andere hat. Ich bin eifersüchtig. Sein "Single-Sein" nervt mich.
    Ich will ihn zurück. Das war doch alles gar nicht so schlimm, und er will ja jetzt auch was tun...

    Der übliche Abfall, der einem im Hirn festsitzt.
    Es ist furchterregend.
    Ich komme niemals von ihm los!
    Diese immerwährende Qual, das Hinundhergerissensein.
    Wann hört das endlich auf???

    Ich habe riesige Angst, dass ich schwach werde und doch wieder bei ihm angekrochen komme.
    Und ich weiß nicht mal wieso!!!

    Bin ich denn tatsächlich so unfähig, allein zu leben?MUSS ich denn wirklich eine Aufgabe im Leben haben, die lautet:
    Opfere Dich dem ALkoholiker??
    Wieso fällt es mir so schwer, zu akzeptieren, dass er nicht der Mensch ist, mit dem ich glücklich werde????
    Nach allem was war, wieso glaube ich plötzlich wieder, ohne ihn sei ein Leben nicht lebenswert??
    Und vorallem: Wie komme ich da raus, ohne den Fehler zu begehen, nochmal mit ihm über alles reden zu wollen????? Ihm, mir, uns... dem allen noch eine Chance zu geben???

    Herrgott, mach, dass das aufhört!!!!!!!

    Liebe Feeli,

    so sehe ich das auch. Wir waren also tatsächlich ver-rückt in unserer Denkweise, und sind es auch heute noch ein Stück weit.

    Für mich ist es immer noch ein Rätsel, wie ich mich so lange selbst belügen konnte.
    Und es ist mir nicht mal aufgefallen...

    Hallo Emma!

    Zitat

    - ich habe gelernt, alleine den Alltag zu managen
    - habe meine seelische Balance stabilisieren können
    - bin wieder fantasievoll
    - bin wieder dynamisch und denke realistisch

    Also doch sowas wie eine kleine Verschnaufpause vor der nächsten Runde?

    Zitat

    1.) wer weiß, vlt. geht ihm noch ein :idea: auf


    Ja, wer weiß´. Aber im Augenblick gibt es doch nichts, was darauf hindeutet, oder? Das eben ist es, was es mir so unverständlich macht.
    Du sagst, bei dir hat sich vieles verändert. aber wieso dann zurückgehen, wenn sich bei IHM nichts verändert hat?

    Zitat

    2.) mein Hauptthema ist Respekt


    Und den Respekt bezeugt man, indem man dir sagt, Du bist mir egal und im Frühjahr suche ich mir eine Neue? :?

    Zitat

    He, ehrlich, vielleicht bin ich ja wirklich viel zu positiv denkend, aber
    es gibt doch einige Alkoholiker hier, die ihr Leben selber auf die Reihe gekriegt habe, ohne die Kapriolen eines Angehörigen.
    Warum sollte das meinem Freund nicht auch noch gelingen.


    Ich würde sogar fast behaupten, ALLE haben es ohne Kapriolen eines Angehörigen geschafft. Vielleicht auch GERADE deshalb...
    Du lässt Deinem Freund aber doch gar keine Chance dazu, oder?

    Warum, frage ich Dich, sollte er je etwas ändern, wenn DU ja ohnehin zurückkehrst?
    Ist doch spitze! Dann hat er Dich wieder, ohne auch nur einen Finger gekrümmt zu haben.

    Zitat

    Ich glaube fest daran, dass seine Heilungstendenzen gar nicht von mir abhängig sind.


    Glaubst Du denn überhaupt noch an eine Heilung für ihn???


    Liebe Emma,
    ich will Deine Entscheidung nicht kritisieren und Deine Postings nicht auseinanderpflücken. Mir ist nur wichtig, dass ich Dir mitteile, wie Dein Verhalten bei mir ankommt. Auch dafür ist ja das Forum da. Um einander ehrlich die Meinung zu sagen.
    Und ich werde jetzt auch ganz ehrlich sein:
    Du wirkst auf mich im Moment SEHR Co.

    Nichtsdestotrotz:
    Es ist DEIN Leben, und Du wirst für Dich so entscheiden, wie es Dir im Moment am besten scheint.

    Hallo Hartmut!

    Ja, Zeit geschindet habe ich auch. Eine ganze Weile lang. Aus dem selben Grund, aus dem mein Ex mir gesagt hat, er müsse sich erst an das "weniger Trinken" gewöhnen:

    Ich habe gehofft, dass sich irgendwann vor selbst alles ändert.
    Hab es auf die lange Bank geschieben, endlich konsequent zu sein.

    Wenn Du mich fragst:
    Alkoholabhängigkeit und Co-Abhängigkeit sind sich im Wesentlichen sehr ähnlich, nur dass beim einen die Flasche das Suchtmittel ist und beim anderen der Partner.

    Hallo Empty!
    Erstmal ein Lob an Dich, dass Du das alles so schnell regelst!

    Also, wenn XY Dir die Tür eintritt, kann doch dein Vermieter nicht von Dir das geld dafür verlangen.
    Es warst ja nicht Du, die was kaputtgemacht hat.

    Was wäre denn, wenn es ein Wildfremder gewesen wäre?
    Nein, ich glaube, da hast Du sicher nichts zu befürchten, aber ob das tatsächlich so ist, wird dir ja dann der Anwalt sagen.

    Ich drück Dir die Daumen!

    Liebe Emma,
    auch mir sind die Gründe, weshalb Du zurückgehen willst, nicht klar.
    Deine Umschreibungen dafür verstehe ich nicht.

    gehst Du zurück, um zu erfahren, wie Co Du wirklich bist?
    Oder hattest Du nun 10 Monate Pause, um die schlimmsten Folgen Deiner Krankheit zu beseitigen, mal Luft zu holen und gehst nun "gestärkt" in die nächste Runde?
    Bei einem Alkoholiker würde man dann sagen:
    Das war keine Trockenheit, nur eine Trinkpause.

    Liebe Emma,
    eines kann ich Dir versichern:
    Kein Nicht-Co würde in eine Beziehung zurückkehren, in der
    1.)der Partner nichts gegen seine Erkrankung unternimmt
    2.) das Hauptthema das "Helfen" ist und
    3.) der Partner durch erzieherische Maßnahmen zum sich-Ändern bewegt werden soll.

    Hallo zusammen!

    Die Assoziation Co=gut, Alki=böse entsteht wohl deshalb, weil der Co sich gern in die Operrolle begibt.
    Ich glaube zwar auch, dass eine Krankheit nicht als Bosheit ausgelegt werden darf, aber ich weiß auch, dass mein Ex oft absichtlich wirklich böse und verletztend war, weil er wusste, dass ich so länger Co bleibe.
    Ich will nicht sagen, dass ich "gut" war.
    Aber ich bin der Meinung, dass meine Absichten im Grunde "gut" waren.
    Rein vernunftsbezogen gedacht, ist es ja auch eine gute Sache, jemanden vom Trinken abbringen zu wollen.
    Nur die Mittel waren die falschen. Bzw.: Nur der Trinkende kann sich vom Trinken abhalten.
    Das einzusehen hat bei mir ewig gedauert.
    Und erst heute weiß ich, dass ich meinem Ex mit meiner "Fürsorge" nur noch mehr geschadet habe.

    Als Opfer sehe ich mich so gut wie kaum noch.
    Ich habe mir das Leben ja so ausgesucht.
    Ich hätte jederzeit gehen können, und irgendwann hab ich es ja auch getan.
    Trotzdem: Wut auf XY habe ich immer noch. Weil er mich ausgenutzt hat, verletzt und niedergemacht.

    Es heißt aber auch: In einer gewaltätigen Beziehung gibt es immer einen der schlägt, und einen der sich schlagen lässt.
    Die Schuld trifft also beide zu gleichen Teilen.
    Und so ist es auch in meiner Beziehung gewesen.

    Ich allein hätte dafür sorgen müssen, dass mir niemand etwas antut, und wenn, dann nur einmal.
    Meine Entscheidung, genau, wie es seine Entscheidung war, auf mir rumzutrampeln.

    Ich wusste, dass so eine Antwort kommt, liebe Linde! :D

    Ja, im Prinzip hast Du Recht, ich sollte sowas gar nicht mehr lesen.
    aber zu meiner Ehrenrettung: Es sprang mir ins Auge, in einem sogen. Sozialen Netzwerk ;)
    Direkt nachgesehen habe ich nicht, und das halte ich schon wieder für einen Fortschritt im Vergleich zu früher.

    Der nächste Schritt wird wohl sein, Xy auf IGNORIEREN zu setzen.
    Fällt mir im moment noch nicht so ganz leicht.

    Wie überaus CO VON MIR!!!

    Ich habe mich gerade dabei erwischt, wie ich enormes Co-Denken an den Tag gelegt habe.

    Wie erwähnt: XY hat nächste Woche einen Termin zur Suchtberatung.
    Ja, mir ist klar, dass sich dadurch nichts ändert.
    Und trotzdem hatte ich wohl noch Hoffnung, denn als ich gerade im Internet gelesen habe, dass er sich 2 Tage nach dem Termin zu einer Sauftour angemeldet hat...
    Da war wieder dieser Stich ins Herz. Wut, Trauer, Enttäuschung, irgendsowas wie Eifersucht (so fühlt es sich an, aber ob es Eifersucht ist, und wenn ja, worauf... keine AHnung!)...
    Die altbekannten Gefühle eben, die ich immer hatte, wenn solche Sauftouren geplant waren.

    Ich weiß auch nicht. Ich dachte, er wäre mir egaler, aber so egal wohl auch wieder nicht.
    Um ehrlich zu sein: In diesem Moment wünsche ich mir, dass doch noch alles gut wird zwischen ihm und mir.
    Und ich ärgere mich darüber, dass ich diese Gedanken habe. Wann hört das endlich auf????????

    Hallo Empty!

    Ich kenne mich mit sowas nicht aus und weiß auch nicht, wie Dein Ex tickt, aber mein erster Gedanke war:
    Umdrehen würde ich nicht, weil das zeigt, dass er Dich einschüchtern kann.
    Weitergehen und ignorieren, das wäre mein erster Impuls.
    Vielleicht lässt Du Dich da nochmal genauer von der Polizei beraten.
    Die Verfügung würde ich aber definitiv beantragen.

    Die Wut, die Du auf ihn hast, ist verständlich. Und es ist auch gut, dass Du sie nicht an ihm abreagieren willst.
    Ich glaube, für sowas ist dieses Forum sehr gut geeignet.
    Mach Dir hier Luft, das hilft!

    Hallo Inga!

    Zitat von inga

    wenn Du vom Sport, vom Gang mit dem Hund oder von der Adventsausstellung nach Hause kommst, freust Du Dich noch darauf? Freust Du Dich auf Dein nach Hause kommen?

    Ich frage nur, weil ich solche Bauchgefühle lange Zeit ignoriert habe und mir gar nicht bewußt war, daß ich mich bei ihm nicht mehr wohlfühlte.

    Das selbe kann ich auch bestätigen.
    Auf Zuhause gefreut habe ich mich nicht. Als ich dann ausgezogen war und die Beziehung mal kurz auflebte, weil er nicht mehr trank, habe ich mich wieder auf meinen XY gefreut.
    Ziemlich genau 21Tage lang.
    Und davon wurde meine Freude an 11 tagen gedämpft, weil er schon voll war, als ich zu ihm kam, teilweise gab es dann auch wieder verbale Sticheleien etc.
    Dieses Unbehagen habe ich eine ganz ganz lange Zeit gar nicht richtig wahrgenommen.
    Es war mehr so eine generelle Unzufriedenheit.


    Liebe Joanne,

    wie gehts DIR denn heute?

    Hallo Ihr Lieben,
    es war ein anstrengender, aber schöner Tag und ich bin hundemüde, deswegen nur ganz kurz meine Meinung:

    Ich habe meinen Partner geliebt, und das tue ich vermutlich immer noch.
    Was mir aber durch meine Co-Krankheit nicht aufgefallen ist:
    ER ist gar nicht mehr derselbe.
    Er hat sich drastisch geändert und sich schon viel früher entliebt, nämlich in dem Moment, in dem sein Bier seine feste Partnerin wurde.

    Was ich geliebt habe und immer noch liebe, ist der, der er mal war, ganz am Anfang und bis vor über einem Jahr.
    Der Mann, den ich liebe, ist quasi tot. Ihn gibt es nicht mehr.
    Ich bin einer Illusion nachgejagt und habe immer daran geglaubt, dass der Mann, den ich liebe, irgendwo unter dem Alkohol versteckt immer noch da ist und auch wieder rauskommt, wenn der Alk mal weg ist.

    Wie Nici schreibt: Was nicht sein darf, ist nicht.
    So habe ich gedacht, wenn auch unbewusst.
    Die Erkenntnis, dass ich schon längst nicht mehr den liebe, der vor mir steht, hat mich sehr viel weiter gebracht in meiner Gesundung.
    Und als es mir dann klar wurde, habe ich um diese Illusion genauso getrauert, wie um eine "echte" Beziehung.

    Ich glaube, das Entlieben fing bei meinem Ex zuerst an. Mein Stellenwert in seinem Leben wurde immer kleiner, bis ich ihm so egal war, dass er nicht mal mehr an meinen Geburtstag gedacht hat.
    Leider habe ich das alles zu spät gesehen und dachte: Er war mal so, also kann er auch (DURCH MEINE HILFE!) wieder so werden.

    Bedingungslose Liebe ist das nicht mehr, und das ist ja eigentlich ein wenig scheinheilig, denn genau die habe ich ja von IHM erwartet...


    Lieber Heinrich,
    lebst du denn noch mit Deiner XY zusammen?
    Ich erfahre ja gerade am eigenen Leib, was Du durchmachst.
    Hier wird auch immer noch so getan, als wäre diese Trennung ja gar keine Endgültige, und ich werde auch mitten in der Nacht noch angerufen und um Hilfe (finanzieller Art, weil man sich beim Pokerspielen verschuldet hat) gebeten.
    Aber seit ich mich klipp und klar abgegrenzt habe und den Kontakt total abgebrochen habe, wird es wieder weniger.

    Vielleicht ist das auch die Lösung für Dein Problem:
    Aus den Augen, aus dem Sinn?