Hallo!
Die Untersuchung gestern ist gut gelaufen, das Ergebnis kommt erst in einpaar Tagen. Ich bin trotzdem optimistisch.
Meine Gefühlslage war allerdings nicht so gut. Ich kann es nicht so beschreiben; ich war eher niedergedrückt, da ich immer mehr Abgrenzung erfahre. Ich komme immer weniger mit seinem *Zerfall* durch das Trinken zurecht. Es macht mich traurig, hilflos und auch wütend.
Obwohl ich weiß, dass es seine Krankheit ist, kann ich nicht verstehen, dass er es nicht einsieht und etwas dagegen tut.
Wo soll das noch enden?
Rosita
Beiträge von Rosita
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Hallo zusammen!
Heute Morgen muss ich zum Arzt, ohne Frühstück - mir ist schon ganz flau im Magen. ich bin es absolut nicht gewohnt, mit knurrendem Magen aus dem Haus zu gehen. Es muss aber für eine Untersuchung sein.
Danach gehts zur Arbeit...................wird heute Marathon!
Melde mich später wieder.
@MÖ - hast du den Tag gestern gut rumbekommen? Habe an dich gedacht.
LG.Rosita -
Lieber Harry,
danke dir von Herzen für deine offene Antwort.
Es ist schön zu sehen, wie du denkst. Mit vielem kann ich mich identifizieren. Das einfache Leben der Menschen hat mich auch schon immer beeindruckt; die Zufriedenheit die in ihren Gesichtern ist.
Wir sind verwöhnte Konsummenschen, die alles in sich *reinfressen* und immer mehr haben wollen.
Ich denke, dass auch die Süchte viel darüber verraten.
Ja - ich wünsche mir so sehr, dass mein Partner die Kurve kriegt.
Es tut weh, diesen Verfall mit anzusehen. Solange er sein Problem nicht erkennt - erkennen will - wird nichts passieren.
Ich gehe meinen Weg in kleinen Schritten immer weiter und arbeite an meiner Zufriedenheit.
Danke nochmals herzlich für den Einblick in dein Inneres. Ich freue mich wieder von dir zu lesen.
LG. Rosita -
Danke Yvonne,
ich bin auf dich aufmerksam geworden, weil du mitten in meinem Thread mal geantwortet hast. Auch hat mich deine Stadt angesprochen, die ich mal besuchte.
Ja - mein Tag ist strukturierter geworden und ich habe das Gefühl, schon einiges gelernt zu haben seit ich hier im Forum aktiv bin.
Heute bin ich von der Arbeit allerdings total müde und habe mich schon zurückgezogen, um in aller Ruhe hier noch was zu schreiben und zu lesen.
Das tut mir gut zum Feierabend.
Wünsche dir auch einen entspannten Abend und alles Liebe rüber in die Schweiz.
Rosita -
Liebe Yvonne,
habe heute Morgen einen genialen Satz in einem anderen Thread von dir gelesen:ZitatDu weißt sicher wie ich, dass sie uns bewusst oder unbewusst quälen wollen, uns ganz klein machen, weil es ihnen ja nicht gut geht.
Genau das empfinde ich schon lange - es gehört zum *Krankheitsbild*, danke, dass du mich daran erinnert hast.
EKA begleitet mich schon seit meiner Kindheit, das weiß ich, da mein Vater tagtäglich trank. Er ist schon lange verstorben.
Meine Mutter reagierte darauf mit Krebs - auch schon lange nicht mehr am Leben.
Ich, der *Überrest* darf das alles ausbaden!
Habe den zweiten Alkoholiker geheiratet und komme jetzt erst ganz langsam hinter meine Geschichte.
Wünsche dir weiterhin gute Genesung und viel Freude mit deinen Tieren.
Gehe auch gleich mit meinen Hunden gassi.
Liebe Grüße Rosita -
Liebe Mö,
danke, dass du an mich denkst!
Das tut gut
Meine Arbeit habe ich soweit erledigt - jetzt kommt noch eine Runde Forum.
Die Sache mit dem Besuch habe ich angesprochen und klären können. Es hat mich schon Überwindung gekostet, aber, es hat sich gelohnt.
Morgen ist der Arbeitsalltag angesagt, noch 3 Wochen dann habe ich Urlaub und bis dahin hoffe ich Bescheid zu bekommen, wie es mit der Festanstellung wird.
Das lange Warten macht mich ganz gribbelig.
Wünsche dir eine angenehme Nachtruhe mit ganz lieben Grüßen. Rosita -
Das liest sich echt gut, liebe ETTE!
Es kommt eine Zufriedenheit bei dir rüber, die ansteckend wirkt.
Es freut mich für dich.
Liebe Grüße Rosita -
Guten Morgen in die Runde!
Es hat mir in der Tat gut getan, was anderes zu sehen gestern.
Ich bin in aller Ruhe über einen Markt geschlendert, habe mir selbstgebackenen Kuchen gegönnt und ein duftendes Steinofenbrot für den Abend gekauft.
Die kleinen Dinge des Lebens können einem Freude bereiten. Immer mehr kann ich das wieder genießen.
Das Pensum an Arbeit für heute werde ich gleich in Ruhe angehen lassen und immer mal wieder ins Forum schauen, da ich mich hier verstanden fühle.
Euch allen einen erfolgreichen Tag in kleinen Schritten.
LG.Rosita -
Hallo traurige Maus,
ich drücke dich mal ganz feste..............
Das ist ja wirklich allerhand, was du gerade durchmachen musst! Auf so absurde Gedanken bin ich auch schon gekommen, was ich denke auch normal ist, wenn man immer wieder mit der alkoholischen Sache konfrontiert wird.
Ich hoffe dennoch, dass alles gut ausgehen wird für dich. Hier sind bestimmt viele Menschen, die mit dir fiebern und an deiner Seite sind.
LG.Rosita -
Liebe Gotti,
Zitatnimm allen Mut zusammen und kämpfe für deine Freiheit!
Mir sind die Tränen in die Augen gestiegen, Gotti.
Ja - ich werde kämpfen. Ich will so nicht mehr leben.Gleich fahre ich weg..................ich muss raus...........
bis später.
LG.Rosita -
Liebe Mö, hallo zusammen,
ZitatSo voller Hoffnung, gemeinsam schaffen wir das.
Meine Hoffnung, dass wir es gemeinsam schaffen, wird immer weniger.
Er will mich kontrollieren und bestimmen, mir Sachen untersagen, die mir Freude bereiten.
Gestern war wieder so eine Situation. Er will bestimmen, wer mich in unserem gemeinsamen Haus besuchen darf und wer nicht. Ich bin so voller Wut darüber. Das habe ich ihm auch gesagt und ich meinte, wenn sie nicht kommen darf, dann dürfen seine Freunde auch nicht kommen.
Total kindisch und unreif - ist mir klar!
Heute werde ich dieses Thema nochmal aufgreifen und zu MEINEN Wünschen stehen..............üben, üben.
Wenn es letztlich nicht klappen sollte, mit Einsicht, hat das alles keine Zukunft mehr.
Ich komme mir vor wie ein Vogel, dem die Flügel gestutzt sind und der nicht mehr fliegen kann.
Wünsche allen ein schönen Sonntag, bei hoffentlich etwas Sonnenschein - heute ist doch Sommeranfang,Oder!?
Rosita -
Liebe Lobanshee,
zunächst einmal herzlichen Dank für deine ehrliche Stellungnahme.
Es hilft mir immer weiter zu verstehen und den Groll abzubauen, den ich gegen das Trinken und den Trinkenden habe.ZitatEin nicht süchtiger Depressiver wird sich selbst nicht heilen können, wenn er gegen seine Krankheit kämpft, für einen Alkoholiker gilt das selbe.
Aber niemand wird mit solchen Defiziten geboren. Da passierte etwas im Leben, was in irgendeiner Form gravierend war. Und so steht und fällt es mit einem selbst, was er oder ich daraus mache.
Wir sind beide von unseren jeweiligen Müttern misshandelt worden. Ich für meinen Teil wurde geschlagen, was das Zeug hielt. Heute nehme ich an, dass meine Mutter ihre Wut, dass mein Vater trank, an mir ausließ.
Ich möchte das so gerne vergessen, aber als ich hier anfing zu reflektieren, kam es mit geballter Kraft wieder raus.Bei meinem Partner habe ich das Gefühl, dass er mich verletzen will. Ich habe sogar das Gefühl, dass es ihm Freude macht zu sehen, wie ich leide.
Das will ich nicht mehr - lese viel über dieses Thema und habe mich auch innerlich weiter abnabeln können.
Da meine erste Ehe genau an diesem Punkt gescheitert ist, will ich jetzt versuchen, den Knackpunkt zu finden, damit es nicht ewig so weitergeht.Zu deiner Frage, ob ich steckengeblieben bin, möchte ich mal mit nein antworten, da ich aktiv an der Problematik arbeite und schon kleine Erfolge erzielen konnte.
Bei mir dauert es vielleicht was länger, da ich alles genau wissen möchte und dann abhake.
Es hilft mir sehr, die Sicht des Alkoholiker zu lesen. Danke für die Offenheit.
LG.Rosita -
Hallo Harry, willkommen zurück,
ZitatHat sich meine Seele verändert, meinen Zorn meinen Ärger und Groll den ich mit mir hege nur weil ich diese Zufriedenheit nie finde und den ich dann auf andere ungerechter Weise auslagere?
Verstehe ich es richtig, wenn ich daraus lese, dass du die innere Zufriedenheit nicht gefunden hast?
Kann es sein, dass ein unzufriedenener Mensch das auf andere überträgt?
Ich habe das Gefühl, dass mein Mann seine geballt Unzufriedenheit an mir auslässt, mich spüren lässt, dass es ihm nicht gut geht und nach der *Kanonade* auf mich sich besser fühlt.
Oft möchte ich das auch gar nicht mehr hinterfragen, wäre mir nur hilfreich zu verstehen.
Wünsche dir einen schönen Tag mit den Erinnerungen an Korsika.
Rosita -
Liebe MÖ, danke recht herzlich - auch für den *Drücker*!
ZitatMacht hatte bei uns nur der Alkohol...ich kam, wie alles andere sonst, an 2. Stelle in seinem Leben
Genau dieses erlebe ich auch! Da muss ich an Karstens Thread denken - vielleicht ist da doch etwas Eifersucht auf den Alkohol
Ich strenge mich nicht mehr an, ihm zu gefallen - ich tue es für mich.
Die Erwartungen, die nicht erfüllt werden, schmerzen zu sehr.
Heute bin ich auch wieder früh aufgestanden, um meine Arbeit zu erledigen, alles locker anzugehen, damit ich nicht hetzen muss.
Die Freiheit im Forum zu sein, hilft mir sehr, denn ich lese von Betroffenen und das schafft eine gewisse Verbundenheit.
LG. Rosita -
Hallo Krueger,
klingt doch gar nicht so schlecht, was du schreibst.
Loslassen muss ja nicht Fallenlassen bedeuten, es ist ein gesundes Abgrenzen, damit man selbst nicht auf der Strecke bleibt.
Mit dem Mitleid ist das so eine Sache! Es kann auch dazu führen, dass man sich zu sehr auf den Anderen konzentriert und sich auch dabei vergessen kann. Das sage ich natürlich alles an meine eigene Adresse, da ich schon viele Erfahrungen mit meinem Mitleid gemacht habe, bei dem ich mich bis zum *Selbstaufopfern* vergessen habe und mein Verantwortungsgefühl für den Anderen mich *aufgefressen* hat.
Nicht nur bei meinem trinkenden Partner sondern bei kranken Menschen aus meinem Umfeld.
Ich bin hier sehr vorsichtig geworden, damit ich mich nicht selbst dabei aufgebe, das wäre dann auch krank und zu viel Co.
Es hat bei mir gedauert, was über Jahre eingeschliffen war, überhaupt zu erkennen und als krank zu betrachten.
Wir lernen in dieser Runde doch alle voneinander, was ich als sehr hilfreich betrachte.
LG.Rosita -
Hallo Krueger,
willkommen im Klub.ZitatEin guter und aktiv-unterstützender Angehöriger kann doch für den Abhängigen eine wertvolle Unterstützung sein und Kraft geben. Leider habe ich auch hier das GEfühl, das das oft nicht so gesehen wird.
Der Andere muss es auch wollen, sonst kannst du rudern wie du willst, es wird nicht klappen.
Ich habe festgestellt, dass *Hilfe durch Nichthilfe* angebracht ist, wenn nichts mehr geht. Oft kommt dann der trinkende Partner zum Nachdenken.
Loslassen - auch wenn das widersinnig klingt, ist für Angehörige am gesündesten.
Ich habe mich seit Jahren aufgerieben und fange jetzt erst an Schrittchen für Schrittchen loszulassen und nach MIR zu schauen.
Viel Erfolg bei deiner Arbeit an DIR.
Rosita -
Liebe Grüße an MÖ und Yvonne,
ob es sortierter heute wird, weiß ich noch nicht, werde aber - genauer hinschauen - versprochen.
Nach Zürich kann ich mich auch hindenken - Yvonne - habe unglaublich gute Erinnerungen an diese Stadt und den See!
Mit den Hunden bin ich auch oft unterwegs, das lenkt ab und den Blick gleichzeitig auf die Natur.Trotzdem - die Leere in mir macht mir arg zu schaffen! Ich sehe, dass mein Mann immer mehr trinkt, jeden Tag recht viel und ich kann nichts daran tun.
Ich bleibe bei mir und muss es hilflos mit ansehen, wie er sich verändert.
Da ich viel mit mir beschäftigt bin, geht es nicht mehr so arg an mich ran.
Wenn ich allerdings überall die leeren Flaschen sehe, steigt eine Wut in mir auf, der ich oft lautstark Ausdruck gebe - wenn ich alleine bin.
Diese Machtlosigkeit macht mir Angst.
Eigentlich bin ich ein Mensch, der SEINE Sachen in die Hand nimmt - nur hier - kann ICH nichts machen.
Es tut weh.
Rosita -
Hallo zusammen,
die Gefühle, die ich heute habe, sind komisch!
Wir gehen uns aus dem Weg, ich lasse ihn................ich lerne unentwegt
bei MIR zu bleiben und die Zeit alleine für mich zu nutzen. Klappt auch recht gut, denn ich konnte sogar schriftliche Sachen ohne Kopfkarussell erledigen.
Aber - irgendwas fehlt mir: Geborgenheit, Gespräche, Anerkennung.
Die Leere in mir ist groß! Ich möchte so gerne dieses Loch stopfen. Das Lesen hier tut mir gut, dennoch ..................
Rosita - unsortiert -
Liebe MÖ,
Zitatich für mich hab die Erfahrung gemacht das ich das Gefühl nicht immer bewahren kann...aber ICH KANN ES MIR ZURÜCKHOLEN, indem ich ganz fest daran denke!
*Kopfkarussell bremst eben, manchmal noch, *bei mir zubleiben* aus.
du glaubst gar nicht wie oft am Tag ich mich *zurückholen* muss. Es scheint ein ständiger Lernprozess zu sein.
*Bei mir bleiben* ist einer der schwierigsten Punkte, denn ich ertappe mich immer wieder dabei, zu sehen, was macht er, warum trinkt er nur wieder??
Es ist verrückt! Es ist seine Sache, sein Ding und seine Gesundheit!
Ich kann mir noch so sehr den Kopf zermartern - es ändert nichts.
Für MICH möchte ich den Frieden finden, der mich trotzdem einigermaßen froh leben lässt. Klar braucht jeder Mensch Anerkennung und Zustimmung, nur weiß ich, dass ich sie von meinem Partner nicht erwarten, nicht bekommen kann. Es ist traurig, aber - ich höre auf dagegen bzw. dafür zu kämpfen. Es reibt mich nur auf.
Gleich bin ich mit einer lieben Freundin verabredet, darauf freue ich mich und daher bekomme ich dann wieder Kraft, auf meinem Weg weiterzugehen.
Allen einen schönen erfolgreichen Tag.
Rosita -
Liebe MÖ,
ZitatUnd ich lese immer noch, fühle mich wohl, hole mir Kraft, stolper auch mal rum...aber ich bin hier, weil es mir guttut, und ich denke, ähnlich geht es Dir auch.
Ja - genau so geht es mir auch.
Ich bin so froh, euch gefunden zu haben und schon früh morgens oder auch mitten in der Nacht, mich hier aufhalten zu können.
Obwohl virtuell, ist man nicht alleine.
Die *Absicherung* hat mir am Sonntag tatsächlich geholfen und mir neuen Schwung gegeben.
Natürlich kommen immer wieder Rückschläge, aber ich weiß ja wo es Hilfe gibt.
Das Lesen auch in Büchern, hat mich insofern weitergebracht, dass ich Einsichten über diese Krankheit bekommen habe.
Heute kann ich sagen, geht es doch recht gut.
Wie gerne möchte ich dieses Gefühl bewahren!
LG Rosita