Beiträge von Rosita

    Danke, liebe Gotti,
    der Nachfrage.
    Ich bin selber noch in Spannung und Erwartung, denn ich weiß noch nichts.
    Es ist total aufregend - leider muss die Bewerbung erst noch von 2 Gremien *abgesegnet* werden. Ende Juni bis Mitte Juli wird darüber befunden. Das kann ich kaum mehr abwarten.
    Sollte es positiv sein :D werde ich Luftsprünge machen. Dann bin ich endlich in der Gleitzone und habe meine eigene Versicherung.
    Bei der heutigen Wirtschaftslage muss man damit auch zufrieden sein, zumal ich ja in meinem Alter nochmal durchstarten möchte. Schließlich habe ich noch 13 Jahre bis zum Ruhestand.
    Ich bin ganz positiv - jedenfalls genieße ich derzeit dieses Gefühl.
    Herzliche Grüße nach Bayern.
    Rosita

    Hallo Kaltblut,
    sorry, dass ich jetzt erst zum Antworten komme.
    Was mir besonders gefallen hat:

    Zitat

    mit gesundem Egoismus mein Selbstbewusstsein gepanzert habe,


    Das ist bestimmt das, was ich mir auch wünsche.
    Daran habe ich noch eine Weile zu arbeiten. Ich tolleriere auch die ungesunden Verhaltensweisen - mal noch habe ich es getan - seit ich mir darüber im Klaren bin, dass ich ja auch was ändern kann, geht es in kleinen Schrittchen aufwärts.
    Am Sonntag habe ich in klaren Worten meine Befürchtungen geäußert, hatte mit dem Schlimmsten gerechnet, was NICHT eingetroffen ist, und gemerkt, dass es geht.
    Mir fehlt oft der Mut, zu meinen Bedürfnissen und Wünschen zu stehen. Ich habe Angst vor den Konsequenzen, dass eventuell doch eine Trennung kommt, was ich ja ehrlich gesagt, gar nicht will.
    Trotzdem kann ich mir vorstellen, alleine zu leben. Habe auch schon wegen der Wohnung gefragt. Es gibt eine Möglichkeit!

    Das alles habe ich mitgeteilt. Es hat mich Kraft gekostet.
    Ich habe es gesagt, da bin ich einwenig stolz drauf.
    HEUTE bin ich guter Dinge, dass es besser wird. Gestern habe ich mich schlau gemacht, habe jede Menge Lesestoff von einem Infostand mitgenommen und bis spät am Abend gelesen. Ich will mich dadurch stark machen und - wie du schreibst - mit gesundem Egoismus ein gepanzertes Sebstbewußtsein - entwickeln.
    Liebe Grüße, besonders an die, die mich auf meinem neuen Weg begleiten.
    Rosita

    Danke, Kaltblut,
    dass du auf meine Frage so ehrlich geantwortet hast, es hilft mir, zu verstehen.
    Da ich heute meinen wichtigen Termin habe, werde ich am Nachmittag nochmal genauer lesen und mich damit beschäftigen.
    Bin schon aufgeregt, denn ich werde gleich fahren................
    Danke nochmals, Rosita

    Danke, liebe Weitsicht,
    heute Morgen habe ich mir ein ganzes Stück Kraft geholt.
    Er weiß jetzt meinen Standpunkt, definitiv!

    ICH HABE ES AUSGESPROCHEN!
    Ich mache es nicht mehr mit!
    Morgen habe ich wegen meiner zukünftigen Arbeitsstelle einen entscheidenden Termin. Ich hoffe, dass es auch klappt. Ende Juli wird darüber befunden. Damit bekomme ich ein Stück Sicherheit.
    Bis dahin will ich mein Leben auf die Reihe kriegen.
    Ob es so oder so kommt, kann ich derzeit noch nicht sagen. Was ich weiß, ist, dass ich mir das nicht mehr gefallen lasse, was die letzte Zeit in zugespitzter Form vor sich ging.
    Ich bin fest entschlossen für mich und meine Kinder.

    Wenn ich höflich gefragt werde, bin ich bereit, die wichtigen Arbeiten zu erledigen - wäre dann auch in meinem Interesse -
    vorher NICHT!

    Jetzt lese ich noch was bei euch, damit ich auch auf dem Weg bleibe.
    Der Tag gestern und eure Antworten haben mir sehr geholfen, wirklich. DANKE :)
    Rosita

    Liebe Weitsicht,
    da hast du vollkommen recht!

    Zitat

    Hoffen darauf von unserem Partner die Liebe zu bekommen, die uns unsere Väter/Mütter nicht geben konnten, da sie mit ihren eigenen Herausforderungen ihres Lebens nicht klar kamen.


    Ich habe meine Kindheit gehasst! Meine Mutter musste arbeiten gehen, damit das Geld reichte , ich fühlte mich von ihr verlassen, konnte diesen Schmerz kaum aushalten.
    Und zu allem Übel bezog ich noch Prügel obendrauf - von ihr - wie makaber!
    Ich bin geschädigt durch diese verdammte Kindheit, habe mir schon den 2ten Alkoholiker gesucht (unbewusst) und hänge immer noch drin.
    Ich will da raus!
    Rosita

    Heute ist das Schreiben genau so lebenswichtig wie gestern.
    Ich wollte bei keinem alte Erinnerungen wecken, bestimmt nicht, sorry.

    Als ich die Überreste des Trinkgelages heute
    Morgen gesehen habe, kam mir eine fürchterliche Wut :shock: .
    MIT MIR NICHT MEHR!.............das muss ich mir einhämmern.

    ICH WILL DAS NICHT MEHR!.............ich will da raus, es macht mich krank, es hat mich krank gemacht.
    Gleich fahre ich weg, fahre zu Leuten, die mich mögen.

    Bis später Rosita

    Liebe Zeter,
    ja - gegen die Sucht komme ich nicht an, das habe ich festgestellt.
    Ich finde es abstoßend, die Reden primitiv und ausfallend.
    Dass ich das ablehne ist doch klar, dass er sich von mir abgelehnt fühlt, kann auch sein. In diesen Situationen ist es auch so.
    Ich kann dann nicht sagen; "Oh klasse, gut was du machst, freut mich, trinke nur weiter!"
    Ich hasse es in diesen Situationen - täglich hasse ich es,

    Mein Frust ist groß - deshalb grenze ich mich so ab.
    Wenn ich dann alles wieder für ihn machen würde, wäre ich doch wieder der Depp.
    Seinen Hass auf mich spüre ich genauso, mit dem Unterschied, dass es bei mir *reinzieht*.
    Heute Nacht habe ich von meiner Mutter und meinem Sohn geträumt, dass ich sagte, mein Vater ist ein Alkoholiker, lass uns HILFE holen.
    Das war im Traum - meine Mutter ist schon lange tot.
    Das Schreiben hier gestern war für mich lebenswichtig, damit ich weitere Erkenntnisse bekomme.
    Danke euch allen, die ihr Anteil nehmt und mich ein Stück meines Weges begleitet.
    Rosita

    Danke, liebe Yvonne, dass du Anteil nimmst.

    Ich kann ihn wirklich nicht verstehen.
    Er versteht es, mich zu kränken - oder besser gesagt, ich lasse mich immer wieder kränken.
    Es trifft mich bis ins Mark, wenn er mich beleidigt. Er wirft mir an den Kopf, dass das Essen nicht schmeckt..............usw.
    Gegen diese Stiche komme ich eben nicht an.

    Ich versuche, mich zu verstehen, warum das bei mir so tief reingeht.

    Wünsche dir auch, dass es dir gut geht und dein Hund bald wieder bei dir ist.
    LG. Rosita

    Zitat

    er kann es doch nicht sehen wie er die Familie zerstört. Er ist doch nicht schuld, das bischen Bier .....


    Wie ist das gemeint?
    Kann er es wirklich nicht sehen oder WILL er es nicht sehen?
    Das kapier ich nicht.
    Rosita

    Hallo Dagmar,

    Zitat

    ich kümmerte mich um zig Streuner im Ort und drehte fast durch, wenn einer stark - ich diesem Tier nicht helfen konnte.


    Bei mir waren es nicht die Streuner, sondern kranke Menschen. Seit mein Pflegefall im Heim ist, fange ich erst an zu *denken*.
    Dort habe ich mich aufgerieben, war für alle da, habe mich fast zerfleischt an der Sache. Da wußte ich genau, so nicht mehr!
    Anschließend wollte ich in meinem Leben *aufräumen*, schön der Reihe nach - hatte ich so geplant.
    Nur den Widerstand seitens meine *Suchtmittels* habe ich nicht eingeplant.
    Ich dachte, das geht schneller, geht reibungslos, funktioniert.
    Pustekuchen!
    Es hat mich mit voller Macht umgehauen, hat mein inneres Chaos an die Oberfläche gebracht, mich in die Kinie gezwungen.
    Auf diesem Weg befinde ich mich..................
    Rosita

    Hallo Dagmar,
    das hast du gut gesagt, mit dem *krank sein*.

    Ich versuche seit 3 Tagen kosequent zu sein und ihm nicht zu helfen.
    Wenn er mich bittet, ist das eine andere Sache.
    Wenn in den Raum gestellt wird, dass dies und jenes nicht klappt, *springe* ich nicht, wie er das von mir gewohnt ist.
    Das ergab hier den eigentlichen Zündstoff in den letzten 3 Tagen.
    Vielleicht meine ich immer noch, er müsste doch auch zur Einsicht kommen, müsste sehen, wie die Familie durch den Alkohol zerstört wird.
    Da glaube ich liegt der Knackpunkt, dass ich auf MICH schauen muss und meine Entscheidungen nicht von ihm abhängig mache.
    Es fällt mir sehr schwer, meine Machtlosigkeit einzugestehen.

    Rosita

    Hallo Harry,

    seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit deinem Thread, um zu sehen, wie es einem trinkenden Menschen geht.
    Als CO habe ich mit vielen Problemen zu kämpfen und kann meinen Partner nicht verstehen, weshalb er so ungerecht zu mir ist. Es Quält mich.
    Aber - über folgenden Satz bin ich gestolpert:

    Zitat

    eins hatte ich nie erreicht die innere zufriedenheit und die befreiung von meinen süchten.


    Die innere Zufriedenheit kann ich bei allem Kampf auch nicht finden. Ich bin hin und her gerissen von meinen Gefühlen.

    Wie hast du das geschafft?
    Welcher Blickwinkel hat sich bei dir verändert?

    Für eine Antwort wäre ich dir dankbar.
    Rosita

    Hallo Kaltblut,

    Zitat

    nannte mich hier jemand Masochist.


    oder wie mir jemand sagte: "Brauchst du das?"
    Natürlich NICHT !!!
    Was ich brauche ist Ruhe und Frieden.

    Zitat

    dass da was dran war und dass da ein Verhalten ausgeprägter war als bei anderen. Da war es nicht mehr so schlimm und wurde korrigiert.


    Darf ich dich danach fragen, welches Verhalten du gefunden hast bei dir? Ich komme bei mir nicht dahinter. Das würde mir helfen, denn ich will ja was ändern.
    Rosita

    Danke beano, für diesen Aspekt,

    Zitat

    scham ist nichts anderes, als das pflaster auf deinem mund, das dich zum schweigen bringen soll - und genau das hat dich ja zur CO gemacht


    und dann bekomme ich noch gesagt, ich müsste in die *Anstalt* weil ich mir das alles einbilde und mit nicht zufrieden sei!
    Das ist alles so widersinnig, verrückt, paradox...........
    Rosita

    Zitat

    daneben gegriffen ... nicht nur einmal .... nun, da dürftest Du hier nicht die einzige sein


    Dafür schäme ich mich unendlich, so dumm gewesen zu sein!
    Damals dachte ich, dass endlich alles besser wird, dass ich endlich die Partnerschaft bekommen würde, die ich mir wünschte.
    Was mich im Kreis drehen lässt, ist sicherlich die Angst und mir meine Fehler einzugestehen.
    Dass ich als Co krank bin, will ich nicht in Abrede stellen.
    Mir ist Gotti ein Beispiel; bei ihr hat es doch auch geklappt mit durchsetzen, abgrenzen usw.
    Rosita

    Zitat

    schau bei dir, denn alles liegt in dir.


    In mir ist nur noch Chaos, Verzweiflung, Trauer.
    Meine Vorstellung von Liebe, Partnerschaft, Vertrauen, Respekt sind allesamt über Bord gegangen. Was zurückgeblieben ist, ist NICHTS.
    Dass es keine *vollkommene* Partnerschaft gibt, ist mir klar - aber 2mal schon so daneben gegriffen zu haben, ist alles andere als normal. :roll:
    Rosita

    In mir ist eine unendliche Spannung. Ich kann es kaum aushalten.
    Mir drehen sich die Gedanken im Kopf. Fagen über Fragen. Eine Traurigkeit, die mich in die Knie zwingt und mich lähmt.

    Durch das Lesen hier stoße ich immer wieder auf Trennung; dass man sich in der Beziehung selbst nicht so abgrenzen kann.
    Den Weg der Konfrontation, den ich zu beginnen wage, macht mir Angst. Angst vor dem was kommt, Angst, ob ich es schaffe, Angst, ob ich es durchhalten kann und es dann auch Erfolg hat.
    Was, wenn ich völlig am Boden bin, es nicht mehr weitergeht und ich wieder alles verliere?
    Rosita

    Weil ich schon eine schlimmer Erfahrung damit gemacht habe, zu gehen und der Schuss ging nach hinten los.
    Ich versuche es hier, dass ich mir wieder meine eigene Sebstachtung aufbaue und die Anderen auch wieder Achtung vor mir bekommen.
    Ich arbeite an mir, damit ich es irgendwie hinbekomme.
    Noch bin ich der Meinung, dass man das wieder schaffen kann.
    Hast du Achtung vor die selbst?
    Rosita

    Hallo beano,

    meine CO-Abhängigkeit hat in der Kindheit begonnen. Durch den frühen Tod meiner Mutter wurden mir Pflichten aufgebürdet, die zu groß waren. Mein Vater trank - ich *durfte* ihn aus der Kneipe holen, weil er ja auf mich *hörte*,wie meine Mutter sagte.
    Von ihr wurde ich verprügelt! Immer schön lieb sein! war meine Devise, was mich zu einer stillen angepassten Frau machte, die den Mund nicht aufmachen durfte, sonst gab's was drauf.
    Und heute trage ich die Konsequenzen - habe mich immer ausnutzen lassen, traue mich heute nur selten, den Mund aufzumachen.
    Heute werde ich ausgegrenzt, verachtet..........habe es ja bei MÖ geschrieben.
    Rosita