Beiträge von Rosita

    .............eben wieder so eine Situation! Mir zieht es durch alle Glieder, wenn ich angemotzt werde, dass ich eine Erwartung nicht erfüllt habe - Thema Kochen. Irgendwie habe ich es ganz vergessen, da ich mir schon einen Snack unterwegs geleistet habe und nicht wusste, ob er auch was gegessen hat. Es wird von mir erwartet, dass immer was auf dem Tisch steht! Bin ich dazu verpflichtet? Kann sich der andere nicht selbst mal was machen?

    Ich bin doch nicht seine Sklavin! Oder liege ich da falsch? Ich bekomme dann zu hören, ob es denn zu viel verlangt wäre, was Vernünftiges zu kochen, hätte schließlich genug Zeit dazu!
    Ich finde es unverfroren, zumal ich auch arbeiten gehe, ein ganzes Haus sauberzuhalten habe, Hunde zu versorgen, das Kind natürlich auch - was ich natürlich damit nicht vergleichen will! Jedenfalls leiste ich eine ganze Menge, bin oft bis abends 10 Uhr noch beim Abwasch oder der Wäsche.
    Ich bin regelrecht gefrustet und enttäuscht. Ich würde mich freuen, wenn jemand mal für mich was täte.
    Rosita

    Schön Gotti, das freut mich für dich.
    Bei uns ist es umgekehrt - er geht alleine und ich bleibe zu Hause, weil ich die trinkenden Leute und unsachlichen, ordinären Gespräche nicht ab kann.
    Am Anfang konnte ich das nicht aushalten - heute nutze ich die Zeit für mich.
    Weiter so.........
    Rosita

    .........oh, Dagmar,
    wen habe ich da nun wieder gewählt? Es ist wirklich traurig, :( dass ich wiederholt in dieses Muster geschlittert bin.
    Ich habe das Empfinden, dass er mir überhaupt keine Liebe geben kann. Die Gespräche laufen so aggressiv. Manchmal habe ich keine Lust auch nur eine Frage zu stellen, da geht er schon gleich an die Decke als hätte ich sonst was getan.
    Ich versuche ja herauzufinden, was das mit MIR macht und schon gemacht hat.
    So ganz almählich versuche ich mich zu lösen, nicht gleich zu springen, wenn ich wieder was machen soll.
    Meine Bitten werden nur schleppend oder gar nicht erfüllt. Es kommt mir vor wie Rache! Ich fühle Ablehnung. Ich werde immer für arrogant gehalten, wüsste alles besser, müsste immer meinen Senf dazu geben. Das kommt mir wohl nicht so vor; leiste Hilfestellung! H A LT .........werde ich abstellen !!!
    Es gilt so viel zu verändern, dass ich oft nicht weiß, wo mir der Kopf steht.
    Rosita

    der Alk macht keine gänzlich andere Person aus einem Menschen! Er enthemmt und bringt oft das ans Tageslicht, was der wahre Mensch ist und was Erziehung bisher vertuschte....

    Der Gedanke ist mir auch schon oft in den Sinn gekommen!
    Wenn ein Mensch dazu neigt, ordinär zu sein, tut er es unter Alkohol noch schlimmer (Schimpfworte usw.) - habe ich jedenfalls festgestellt!
    Warum nur habe ich mir wieder einen Alkoholiker ausgesucht, wo doch schon mein Vater, meine Stiefmutter und mein erster Mann, sowie dessen Vater tranken? Ich könnte mich dafür in den Allerwertesten beißen, wenn ich denn dran käme.............
    :x
    Rosita

    Goten Morgen Gotti,
    kein Mitleid zu haben, wie kann ich das richtig verstehen?
    Er tut mir leid, wenn ich ihn so hängen sehe wie "Pik 7". Meinst du, dass es einem dann egal sein soll, da er sich ja selbst in diesen Zustand gebracht hat?
    Kein Mitleid mit ihm habe ich, wenn er mich verbrüllt und betituliert, das ist ganz klar, dann habe ich einen unbändigen Hass auf ihn.
    Ich kann auch ihn nicht getrennt vom Alkohol sehen und finde es schwierig die Trinkerei als eine Krankheit zu betrachten.
    Vielleicht liegt da der Knackpunkt, ich weiß es nicht.
    In meinem Leben bin ich immer wieder mit trinkenden Menschen konfrontiert worden. Ich finde es widerlich, einfach widerlich, sich so volllaufen zu lassen.
    Rosita

    Gestern Abend habe ich mich wieder "zutexten" lassen. Immer und immer wieder das selbe............
    Irgendwie habe ich schon Mitleid mit dem Anderen!

    Es geht dann oft soweit, dass ich den Raum verlasse und mich ins Bett lege.
    Es wird immer schlimmer mit der Trinkerei und immer wieder wird ein neuer Grund gefunden.
    Wann endlich kapiert er, dass es so nicht weitergeht? Er ruiniert sich, seinen "Geist" und seinen Körper.
    Obwohl es paradox ist, stelle ich mir die Frage, was ICH falsch mache, dass er nicht aufhört.
    Es heißt doch, dass die Angehörigen das Leiden verlängern.
    Hilfe durch Nichthilfe versuche ich zu praktizieren.
    Mit dem Leihwagen z.Bsp. Er sagte mir, dass es ja auch eine andere Möglichkeit gegebe hätte - JETZT, wo die "Karre" schon im Dreck liegt! :roll:
    Ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll.
    Bin ich zu blöde, das zu kapieren???
    Rosita

    Guten Abend!
    Heute habe ich nicht viel auf die Reihe bekommen, besser gesagt, ich habe mich geschont.
    Mein Körper hat mich in die Knie gezwungen.
    Ich habe mir erlaubt, darauf zu hören.
    Meinem Kind geht es besser, worüber ich erleichtert bin. Dieses blöde Virus hat es in sich und bleibt lebenslang im Körper. Man bildet Antikörper dagegen und wie ich gelesen habe, kann es bei Alkoholmissbrauch wieder zum Vorschein kommen. Es ist wie es ist!
    Rosita

    Guten Morgen!
    Der Stress der letzten Tage hat bei mir gestern Nachmittag eine fürchterliche Migräne ausgelöst.
    Der ganze Körper ist verspannt, mir ist schlecht, übel............bin froh, wenn ich heute meine Arbeit geschafft bekomme.
    Der Körper sucht sich die Schwachstellen aus und zwingt mich, kürzer zu treten.
    Bei MIR bleiben fällt mir auch nicht leicht.
    Dadurch, dass ich hier im Forum sehr viel lese, stoße ich immer wieder auf diese Aufforderung!
    Ich übe mich darin!
    Was kann ich mir heute Gutes tun?
    Mich NICHT wieder überfordern - damit will ich mal anfangen...............
    Rosita

    Bin zurück von meiner Arbeitsstelle, habe die Papiere abgegeben und hoffe nun, dass es mit der Festanstellung klappt.

    Zwischenzeitlich hat die Praxis wegen der Blutuntersuchung angerufen und das Ergebnis bestätigt. Es ist tatsächl. das Pfeiffersche Drüsenfieber. 4 Wochen unfreiwilliges zu Hause bleiben für mein Kind! Das kann hart werden für alle Beteiligten.
    Aber - auch hier kann es eine Chance geben - Gespräche und Miteinander.
    In den eigenen 4 Wänden habe ich mich noch nie vergraben, das werde ich jetzt auch nicht tun, denn ich gehe z.Zt. ja zweimal in der Woche arbeiten, stundenweise, da bleibt das Kind alleine; ist ja nicht mehr so klein! :wink:
    Ich habe liebe Freundinnen, bei denen ich mich gut aufgehoben fühle und verschiedenen andere Aktivitäten, die ich regelmäßig wahrnehme.
    Wenn nur die innere Verletzlichkeit bei mir nicht so ausgeprägt wäre! :( Diese plagt mich schon mein ganzes Leben lang. Den eigentlichen Trigger dafür habe ich noch nicht gefunden. :?:
    Ich werde weiter danach suchen.
    Rosita

    Danke, Gotti, dir auch :D
    und euch allen hier im Forum.
    Bringe gleich noch meine Unterlagen zur
    Arbeitsstelle. Habe gestern noch alles dafür vorbereitet - bin schon was aufgeregt! Die Entscheidung fällt dann in den nächsten Wochen. Es kann bis zu 3 Monaten dauern, bis der Bescheid da ist. D.h. Geduld üben.
    Gestern ging es mir ganz gut - auch damit - dass ich meine Gefühle besser analysieren kann und weiß, was für mich gut ist.
    Ich habe mir fest vorgenommen, das Thema Alkohol auch anzusprechen - dass es MICH stört und belastet.
    Es ist gar nicht so einfach, weil ich jahrelang erduldet und geduldet habe.
    Dazu muss ich all meinen Mut zusammennehmen.
    Rosita

    Heute war die Arbeit ganz ok. Bin froh, dass ich dabei auch echt abschalten kann.
    Ich hoffe nur, dass es mit einer Festanstellung klappt, dann hätte ich für mich eine gewisse finanzielle Sicherheit.
    Nach der "Kinderzeit" wieder einzusteigen, ist ja nicht so ganz leicht, denn an den Ablauf muss ich mich erst wieder gewöhnen.
    Meinem Kind geht es etwas besser. Ist auch während meiner Abwesenheit gut gelaufen!
    Werde noch was lesen und dann schlafen.
    Gute Nacht, Rosita

    Hallo Gotti,

    habe mich mal etwas in deine Geschichte eingelesen.
    Soooooooo viele Gemeinsamkeiten, ist enorm.
    Ein Kompliment für deine tolle Entwicklung. Es macht mir Mut, dass ich mich jetzt auch näher mit mir befasse.
    Meine Gefühle zu reflektieren und sie zu artikulieren.
    Weiter so!
    LG Rosita

    Danke, Käferchen, für deine Worte.

    Gestern habe ich , bevor ich mit dem Kind zum Arzt bin, das Fenster geöffnet und ihm gesagt, jetzt könne er wieder rausbrüllen! Es würde enorm das Selbstwertgefühl aufwerten und ich ließe mir kein schlechtes Gewissen einreden, dass ich an dem teuren Leihwagen schuld sei.
    Für MICH war das wie eine Befreiung mit der Konsequenz, dass er mich nicht mehr beachtet.
    Gut - damit muß ich dann leben.
    A B E R - ich habe es gesagt! Er weiß nun wie ich darüber denke. Ich habe es nicht einfach so hingenommen.
    Ist das der Weg???
    Meinem Kind geht es immer noch nicht gut. Blut wurde abgenommen und muss eingeschickt werden. Da kann man nur abwarten und hoffen, dass die Medizin anschlägt.
    Rosita

    Guten Morgen!
    Heute startet der Tag gleich wieder mit einem Arztbesuch.
    Das Kind hat wahrscheinlich Pfeifersches Drüsenfieber. Muss die ganze Woche das Bett hüten. Eine Blutuntersuchung bringt Gewissheit.
    Heute Nachmittag muss ich zur Arbeit, das wird dann auch hoffentlich klappen.
    Von einem Dilemma ins nächste. Irgendwie kehrt nie Ruhe ein.
    Mit Lektüren über Alkoholismus habe ich mich die halbe Nacht beschäftigt.
    Ich will endlich aus dieser Co-Abhängigkeit raus und Lichtblicke in meinem Leben sehen.
    Ich habe auch gelesen, dass man den Alkoholiker mit den Realitäten konfrontieren soll. Da bin ich mir total unsicher WIE ich das machen soll. Ich habe dann immer Angst vor den Reaktionen und, dass es ein Schuss nach hinten wird.
    Könnt ihr mir dabei helfen? Dafür wäre ich sehr dankbar.
    Rosita

    Danke Gotti,
    bin grad zurück von meiner Arbeit.
    Es hat geklappt - war allerdings auch anstrengend.
    Muss gleich mit meinem Kind zum Arzt, hat dicke Mandeln und einen eingewachsenen Zehennagel.
    Jeder Tag birgt eine neue Herausforderung!
    Mein Arzt weiß über sie Sache bescheid- er würde mir auch eine Kur anbieten, die ich JETZT nicht machen werde, da ich die Arbeit noch nicht so lange habe und hoffentlich bald fest angestellt werde.
    Die brauche ich dringend für MICH, die Arbeit.
    Einige Therapien habe ich schon gemacht. Immer an einem bestimmten Punkt geht es da nicht weiter. So versuche ich hier durch reflektieren dahinterzukommen.
    Angst ist so ein Punkt! Es rührt alles aus meiner Kindheit, denn ich wurde schrecklich mißhandelt, was mir immer noch nachhängt.
    Hoffentlich wird es mit meinem Kind heute nicht so schlimm, werde berichten - bin auf dem Sprung.
    Danke für die Ermunterung.
    Bis später Rosita

    Gotti, ich habe solche Angst.
    Ich war gestern so am Zittern! wie ein kleines Kind!
    In mir sitzt was, dass mich lähmt.
    Ich will versuchen, mich gedanklich abzugrenzen.........damit das Karusell im Kopf mal aufhört.
    Heute Morgen habe ich einiges im Alkoholikerforum gelesen, damit ich mich eventuell in einen trinkenden Menschen hineinversetzen kann.
    Vielleicht nehme ich es dann nicht mehr so schlimm.
    Mein Kopf schaltet NICHT ab!
    Rosita

    Auch ich wurde schon oft gefragt, warum ich noch bei dem Mann bleibe. Ich weiß es nicht!
    Mein Vater trank, mein erster Mann trank und der zweite auch.
    Es ist erschreckend zu sehen, hätte ich alle 3 von hinten gesehen, gleichen sie sich in Größe, Gehabe, Sensibilität usw.
    Dieses *Muster* habe ich mir unbewußt ausgesucht und heute komme ich nicht mehr davon los.
    Warum mache ich das alles hier mit?
    Warum ziehe ich mir immer wieder den Schuh an?
    Warum kann ich meine Gedanken nicht loslassen?
    Warum kann ich IHN nicht loslassen?

    A N G S T ist es - die lähmt.
    LG Rosita

    Die Nacht war schrecklich!
    Wegen des teuren Leihwagens hat er MIR die Schuld gegeben. Hat mich verbrüllt, das Fenster geöffnet und rausgeschrien, wie schlimm ich wäre.........(was sollen die Nachbarn denken, wie schrecklich diese arrogante Frau ist!) die schändlichsten Worte. Bin auf den Dachboden und habe mir den Walkman genommen und die Musik so laut aufgedreht, dass ich ihn nicht mehr hörte.
    Er erwartete, dass er MEIN Auto bekommen hätte (hat NICHT gefragt - aber ich soll das riechen; oder was???) - ich würde ja nur an mich denken...........wieder Betitulierungen - Ich kann das nicht mehr aushalten.
    Heute muss ich noch arbeiten und morgen auch. Wie soll ich da meine Gedanken zusammenhalten? Es sind zwar nur paar Stunden, aber es ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, die ich nicht auf eine Backe absitzen kann.
    Rosita

    Jetzt habe ich mir mal die Zeit genommen, die ganzen Beiträge zu den "Knöpfen" durchzulesen, da mich das Thema brennend interessiert.

    Mein Knopf ist das Wissen, was doch besser ist/wäre für seine/ihre jeweilige Entscheidung. Ich will es mitbestimmen wollen.............eijeijei!
    Wodurch kommt das bei mir ??? Jede Menge schlechte Erfahrungen mit - von anderen gemachten - Entscheidungen. Immer wieder habe ich dafür meinen Kopf hingehalten; Konto ausgebügelt, Sachen gemacht, die ich gar nicht wollte, die Faust in die Tasche gemacht -mir dreht sich grad wieder der Magen um.
    Vieles mache ich, obwohl ich es nicht will, nur damit es keinen Krach gibt.
    Ich bin harmoniesüchtig! Ist das der Punkt? Ich weiß es nicht.
    Rosita

    Langsam glaube ich echt, ich spinne.
    Sein Auto hat einen Motorschaden, wurde abgeschleppt und ein Leihwagen musste her.
    Eine sündhaft teure Kiste.
    Mir fällt dazu nichts mehr ein!
    Als ich meine Einwände dagegen brachte, meinte er nur, ich solle das Denken anderen überlassen.
    Wie kann man nur!!!
    Ich begreife nicht, dass dafür sooooooo viel Geld ausgegeben wird. Das sollte ich mal machen! Wegen 5 Euro werde ich blöd angemacht. Ich begreife es nicht! H I L F E !!!

    Wie gehe ich nun damit um, dass ich meine Gefühle nicht vollständig ruiniere???
    Muss ich das alles so hinnehmen? Immer sind für SEINE Bedürfnisse alle Wege offen. Komischer Weise ist dafür dann das Geld da. Ich begreife die Welt nicht mehr.
    Rosita