Beiträge von Rosita

    Vielen Dank, Euch allen,
    für eure Ermunterung.
    Ja - der Anfang ist gemacht, trotzdem stehe ich irgendwie neben mir.
    Heute war ich viel an der frischen Frühlingsluft und habe einwenig im Garten gewerkelt.
    Ich denke viel über die Beiträge hier im Forum nach; mal bin ich ermuntert, mal über mich selber erschrocken, dass ich so viele Fehler mache.
    Ein Knackpunkt scheint mein Denkfehler zu sein, meinen Mann "retten" zu können. Ich muss mir einhämmern, dass er sich nicht ändert, wenn ICH das will. Das entnehme ich ja auch den Beiträgen.
    Ich weiß auch nicht recht, ob da noch so viel Liebe im Spiel ist, das alles durchzustehen.
    Bei der Familienberatungsstelle bin ich gewesen, dort wird auch gesagt, dass ICH was für MICH tun soll.
    Der gute Wille ist da, aber immer wieder hemmt mich was. Vielleicht ist es die Erziehung, die in mir drin viel zerstört hat. Ich habe auch mal gelesen, das die Negativbotschaften aus der Kindheit einen Menschen prägen. Da versuche ich noch dahinter zukommen.
    .........werde gedanklich versuchen, alles zu ordnen.
    Der Anfang ist gemacht!
    Rosita

    die Pferdeäpfel erinnern mich an meine Kindheit.
    Wir sind früher mit dem Leiterwagen gefahren mit einer Wanne darauf und haben die Pferdeäpfel für unseren Garten aufgeschaufelt.
    Mein Vater war Gärtner..............war auch seine Leidenschaft...........

    Bin grad ganz frustriert, dass ich mit MIR nicht weiterkomme!

    Rosita

    Liebe Thelma,

    es ist grad ganz hart für mich!
    Meine Illussion muss ich dann wohl begraben.
    Ih kenne seit Kindesbeinen an NUR trinkende Familienmitglieder. Wie kann ich da ausbrechen? Es fällt mir verdammt schwer.
    Es fällt mir auch schwer, Anforderungen, die an mich gestellt werde, abzulehnen. Jedesmal gibt es einen Riesenkrach, dem ich nicht mehr gewachsen bin.
    Wie kann ich denn damit anfangen???
    Es ist ein H I L F E R U F !
    Versteht ihr das?
    Rosita

    ...........das ist ja deprimierend für mich, und keine guten Aussichten.
    Ich dachte ich wäre auf einem guten Weg! War wohl nix!
    :roll: Jetzt weiß ich auch grad nicht weiter.
    Habe den ganzen Nachmittag mit Arbeit zugebracht, bin ausgelaugt, und ratlos...........

    ich habe noch immer die Illussion, dass der Mann trocken werden kann, wenn ich an MIR arbeite.
    Wenn ich mich verändere, MUSS er sich doch auch zwangsläufig verändern, oder liege ich da falsch? :?:
    Wenn ich nicht mehr für ihn koche, muss er zusehen, wie er satt wird.
    Oder - sehe ich das falsch? :?:
    So habe ich das gemeint, denn es hat sich schon Einiges in den paar Tagen getan. Ich "springe" nicht mehr gleich bei jedem Wunsch.......für mich ist DAS auch schon Fortschritt.
    Rosita

    Wenn ich mir nicht im Klaren darüber wäre, würde ich es ja so laufen lassen. Das tue ich ja NICHT.
    Ich habe den Kampf aufgenommen - ich denke jetzt auch mal an MICH und versuche den Kreislauf zu durchbrechen.
    Wir hatten noch keine Strafdelikte o.Ä. zum Glück ist es so weit noch nicht gekommen.
    Jahrelang hatte ich einen Pflegefall zu versorgen - jetzt im Heim - seit dem 26.03. - da habe ich Vollgas gegeben, meine Situation zu ändern.
    Ich bin am Ball.
    Was kann ich denn von 6 Tagen mehr erwarten!?!
    Ich stehe erst am Anfang und es strömt noch alles auf mich ein............booohhhhhhh
    Danke für die Offenheit und die Denkanstöße. :idea:
    Rosita

    meinen Vater verherrliche ich natürlich nicht, nur habe ich nicht diese Hassgefühle auf ihn wie auf meine Mutter.
    Mein Vater ist schon vor Jahren gestorben und meine Mutter starb im Alter von 37 an Krebs. Bei ihrer Beerdigung habe ich keine Träne vergossen!
    Soll ich einen 16jährigen an den Haaren ziehen und vom Vater wegreißen??? Meinst du das gefällt mir, dass er mit seinem Vater trinkt??? Ich habe so viele Male mit ihm darüber geredet, den Mund fusselig, glaube mir. Er findet das alles nicht so schlimm: "Es ist doch cool!" meint er dazu. Schließlich sei er 16 Jahre und wisse, was er tue. Er wolle ja nicht werden wie sein Vater.
    Auch ruhe ich mich nicht aus, habe schon mehrere Therapien gemacht, war in einer Klinik und arbeite FESTE an mir. Bin in dieses Forum gekommen, um weitere Hilfe zu bekommen.
    Ich möchte tatsächlich versuchen, neben meinem Mann zu leben - vielleicht verändert er sich, wenn ICH mich verändere. Das wäre ja nicht das erste Mal, dass sowas vorkommt.
    Ich gebe ihm auch keine Schuld und nehme ihn auch nicht als AlibiRosita

    deine Geschichte könne auch ich - bis auf kleine Unterschiede - geschrieben haben.
    Meine zweite Ehe möchte ich allerdings so schnell nicht aufgeben, da ich weiß, dass viele Frauen recht froh mit nassen Männern zusammenleben.
    Nur - wie das geht - muss ich noch lernen.
    Jedenfalls möchte ich nicht nur 4 Jahre überleben, sondern noch viele weitere. Ich versuche täglich eine Kleinigkeit für mich zu tun.Manchmal leiste ich mir auch einen Blumenstrauß oder was Süßes.
    Heute gönne ich mir auch eine kleine Auszeit in Form von lesen, Handarbeiten und Tee genießen.
    Ich nehme gerne Anteil an deinem Leben und hoffe für dich, dass dir dieses Forum hilft.
    LG Rosita

    Danke, liebe Maus,
    für deine offene Antwort.
    Mein Mann trinkt seit seinem 14ten Lebensjahr, wie er mir damals sagte, als ich noch nicht realisiert hatte, was das überhaupt bedeutet. Es gehörte einfach dazu, war "in".
    Es ist genau wie bei dir, dass alle anderen mies sind nur ER ist der BESTE, kann alles, weiß alles (besser)!
    Derzeit ziehe ich mich zurück und versuche, etwas für mich zu tun.
    Hier und da gelingt es mir auch ohne schlechtes Gewissen.
    Meine Kinder sind groß, der Jüngste wird in 2 Jahren volljährig, sodass ich auch alleine weg kann, wenn ich das möchte.
    Eine Scheidung schließe ich derzeit aus, da ich es erst noch einmal so probieren möchte.
    Ich arbeite daran, ihm zu sagen, dass mich sein Alkokolkonsum stört ICH damit nicht klarkomme.
    Wie macht man das am besten - so, dass man sein Gefühl erreicht und er einsichtig wird ???
    Euch allen einen guten Wochenstart...........
    Rosita

    ...............habe bis jetzt im Forum gelesen..........
    u.a. auch, ob man Kinder schützen soll?!
    Natürlich! Meine Mutter hatte mich nicht geschützt - viel schlimmer - sie mißhandelte mich so schlimm, dass ich nicht mehr sitzen konnte ; mein VATER trank. Ihn habe ich geliebt und meine Mutter gehasst. Heute noch spüre ich die Schmerzen.

    Mein Kind habe ich immer versucht vom Vater wegzuhalten, ohne Erfolg. Die Beiden verstehen sich heute bei mit ihren Flaschen bestens.
    Es ist eine schreckliche Familienkrankheit ein verfluchter Kreislauf...................ohne Ende................zumindest habe ich derzeit dieses Gefühl.
    Rosita

    Hallo Sunny,
    herzlich willkommen! Ich bin auch erst kurz hier und habe schon so viel mitnehmen können.
    Bei dem Satz:"Du machst es dir aber einfach!", musste ich mal lachen! Wie oft habe ich DEN zu hören bekommen und höre ihn immer noch, doch - versuche ich ihn jetzt zu ÜBEHÖREN - WEIL ES NICHT STIMMT.
    Es ist, wie du schreibst, harte Arbeit. Wir können doch stolz auf uns sein, schon viel geschafft zu haben und den Willen und den Biss haben, am Ball zu bleiben.
    LG. Rosita

    wünsche dir auch auf dem Weg zu bleiben, den ich ebenfalls seit einiger Zeit gewählt habe.
    Auch mein Vater, mein Schwiegervater, mein erster Mann und der jetzige haben und hatten Probleme mit dem Alkoholkonsum.
    Ich arbeite daran, MEIN Leben in die Hand zu nehmen und wieder selbstbestimmt zu handeln.
    Jahrelang wurde ich "gelebt"
    Jetzt ist Schluss damit!
    Alles Liebe Dir Co./Co. und Mut durchzuhalten.
    Rosita

    Da hast du aber mächtig was geschafft. Alle Achtung, Dagmar!
    Heute habe ich auch für MEIN Wohlergehen gesorgt. Ich war Pizza essen und choppen, denn die Geschäfte waren offen. War toll! Mit einer Roten Rose bin ich nach Hause gekommen, die wurden in der Stadt verteilt.
    Habe nichts gesagt dazu!
    War ein tolles Gefühl. Gleich mache ich es mir mit Tee und Gebäck gemütlich.
    Wünsche euch allen einen schönen und ruhigen entspannten Restsonntag.
    Rosita

    Liebe Dagmar,
    ja - du hast ja so recht!
    An dem Punkt, dass ich ganz ausziehe, bin ich nicht.
    Ich halte es für möglich, mich hier abzugrenzen. Mein Zimmerchen habe ich auch weil es KEINE Nähe mehr zwischen uns gibt. Damit komme ich auch nicht klar. Nichts geht mehr! Erst waren es die Medikamente schuld, dann der Rücken, dann der Arbeitsstress...............
    Es ist wie es ist!
    Dass Co-Abhängigkeit eine Krankheit sein soll, hat mich erschrocken. So habe ich das nicht gesehen.
    Ich werde an mir arbeiten, meine Zufriedenheit wiederzubekommen.
    Wie? Ja - das eben weiß ich noch nicht.
    Von dem Forum - habe ich so nocht nicht probiert - erhoffe ich mir Hilfe, die ich wirklich BRAUCHE.
    LG Rosita

    eine räumliche Trennung habe ich mit meinem Zimmerchen schon gemacht. Es ist mein Rückzugsgebiet seit einiger Zeit.
    Ich bin aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ausgezogen, weil ich die "Geräuschkulisse" und "Düfte" nicht mehr ertragen habe, auch die nächtlichen lautstarken Träume seinerseits.
    Selbst im Schlaf hat er mich betituliert, unglaublich.
    Was mag in einem solchen Menschen innerlich vorgehen? Kann ein trinkender Mensch einen anderen so hassen? Ich habe auch schon gehört, das er im Grunde sich selbst damit meint.
    Vielleicht kann ich besser damit umgehen, wenn ich weiß, warum er so ist wie er ist.
    Rosita

    Ja - dass es nicht einfach ist, kann ich mir lebhaft vorstellen.
    Es kostet Kraft, eine Entscheidung zu treffen.
    Eine Scheidung möchte ich so schnell nicht wieder, denn nach der ersten Scheidung dachte ich, nie wieder einen Alkoholiker. Das ging "voll" daneben. Ehe ich es realisiert hatte, hing ich in der selben Sch........ wieder drin.
    Meine Kraft möchte ich darauf verwenden, mir neue Lebensmuster anzueignen. Die Grundbausteine habe ich mir heute mehrfach durchgelesen, wo es heißt, dass Ehrlichkeit und Offenheit zu einer funktionierenden Partnerschaft dazugehören.
    Ich für meinen Teil, verschweige sehr vieles, weil ich Angst habe, dass er es unter Alkoholeinfluss "gegen mich verwendet". Ist am Anfang sehr oft passiert, bis ich immer schweigsamer wurde.
    Offenheit muss ich ganz neu lernen - in meinem Alter auch nicht mehr so einfach.
    Rosita

    manchmal denke ich, dass ich zu blöd bin, zu kapieren, was richtig ist.
    Wobei man ja auch nicht von richtig oder falsch sprechen soll.
    Meine Ängste blockieren mich. Es ist doch nicht normal, zu zittern, wenn er heimkommt.
    Ich habe große Probleme mit seinem Alkoholkonsum - nur wie sage ich es ihm, da er immer wieder behauptet, ich würde es mir nur einbilden.
    Ich hasse diese Lügen. Ich glaube sie nicht. Er macht sich doch täglich was vor, redet es schön.
    Ich will ein Zusammenleben, mit dem ich zufrieden bin.
    Von Vielen habe ich gehört, das es geht - auch mit einem noch trinkenden Partner.
    Aber wie...................?
    LG Rosita

    Mir ist eben wieder ganz schlecht geworden als mein Mann nach Hause kam. Ich weiß nicht, wie ich reagieren soll, wenn er wieder irgendwas von mir will. Er geht so schnell an die Decke, wenn was nicht läuft. Manchmal mag ein Blick von mir genügen und die Stimmung kippt.
    Ich möchte ihn nicht mit Samthandschuhen anfassen müssen. Es gelingt mir nicht, den richtigen Weg zu finden.
    Es ist eine Stimmung in der Luft zum Knistern, hochexplosiv. Ich flüchte schon immer in mein Zimmerchen und schnappe mir meinen Laptop, damit ich es wenigstens irgendwo loswerden kann.
    Wie gehe ich damit um? Kann ich hier Antworten bekommen?
    Im Vorstellungsbereich scheint das nicht so zu gehen. Ist das jetzt hier noch der Vorstellungsbereich?
    Rosita