Beiträge von Rosita

    Hallo Hope,

    Zitat

    Es ist einfach die Sucht nach Liebe und Anerkennung, die man in einer prägenden Phase seines Lebens nicht bekommen hat, wo man sie ganz dringend gebraucht hätte


    Ich persönlich bezeichne es nicht als Sucht nach Liebe in einer prägenden Phase sondern als *Bedürfnis nach Liebe* welches jeder Mensch hat und braucht.
    Wenn ich ein Kind vernachlässige, es nie in den Arm nehme und *liebkose*, bekommt das Kind Defizite. Das Kind hat ein Recht darauf, geliebt zu werden.
    Meine Mutter hat mich nie in den Arm genommen, das hat mein Vater eher übernommen, bzw. meine Oma.
    Ich finde für meinen Teil nicht, dass ich *süchtig* nach Liebe wäre sondern habe eher ein Bedürfnis danach, dass nicht erfüllt wird. So versuche ich mich abzulenken - umzulenken - ob das auf Dauer das Beste ist, glaube ich so auch nicht.
    Was will ich aber machen ???
    Rosita

    Liebe Ette,
    den Aspekt finde ich sehr interessant.

    Zitat

    Inzwischen konnte ich erkennen, dass SEINE Trinkerei nur MEINE eigenen Defizite endlich unübersehbar gemacht hat und ich anfing, an ihnen zu arbeiten.


    Könntest du das bitte mal weiter erklären. Vielleicht steige ich dann eher hinter MEINE Defizite, da ich es so nicht wahrnehmen kann.
    Ganz lieben Dank. Rosita

    Danke Nicole,
    für deine Antwort.
    Ja - das stimmt. Ich versuche mein Bestes.
    Es ist halt schade, aber er kann nicht *glauben* was die Schritte angeht. Er sieht es anders. Ich muss ihn lassen - loslassen - so schwer es auch hier fällt.
    Die Machtlosigkeit zeigt sich momentan wieder an allen Fronten.
    Ich schicke dir auch liebe Grüße
    Rosita

    Oh MO,
    du glaubst nicht wie ich das gebrauche:

    Zitat

    Heute schick ich das Kraftpaket!


    Es ist bei mir nicht so, dass ich mir Sorgen um seinen Pegelstand mache, eher, wie reagiert er wieder? Wie ist er zu uns? Meinetwegen kann er sich in Grund und Boden trinken - mir egal - nur soll er uns damit in Ruhe lassen!!!
    Mit meinem Sohn habe ich geredet, ihm auch ein Buch für Teenies über dieses Thema gegeben. Er nimmt es nicht an, da er glaubt, es sei wie von einer Sekte aufgebaut. Er lehnt es mit derben Worten entschieden ab. Auch in eine Gruppe möchte er in keinem Fall; er sträubt sich.
    Ich muss erst mal für mich sehen, dass ich wieder aus dem Loch komme, dann sehen wir weiter.
    Wünsche dir noch einen angenehmen Nachmittag und Abend.
    Drücke dich auch. Rosita

    Liebe MO :wink: , schön, dass du das so siehst, klasse!

    Heute ist mir allerdings ganz anders zumute, denn ich kreise auch wieder ganz schön rum. Mir wird immer bewusster - bei genauem Hinschauen - wie kaputt das alles ist.
    Die Trinkerei hat so viel zerstört; was ich auch bei dir gelesen habe. Es gibt keine Zweisamkeit mehr, keine gemeinsame anregende Gespräche, kein Vertrauen.
    Das tut gerade besonders weh. Gestern hatte ich ein intensives Gespräch darüber mit meinem Kind. Das muss sich erst mal bei mir *setzen*.
    Gerade was traurig :(
    Rosita

    Liebe Hope,
    das ist echt suuuuuuuuuuper :D
    freut mich auch total.
    Dann können wir ja bald eine Ausstellung organisieren :wink:

    Wünsche dir auch von Herzen einen sonnigen lyrischen Tag.
    Rosita

    Hallo Hope,
    freut mich, dass dir das Forum auch so gut gefällt. Mir hat es sehr geholfen und hilft es täglich. Wenn ich nicht ins Internet kann, fehlt mir was am Tag.

    Du fragst nach meiner Weiterbildung; das eine ist die Fortbildung in meinem Beruf, damit ich auch auf dem neuesten Stand bleibe und mit den jüngeren Mitarbeitern mithalten kann.
    Das andere Standbein ist die Kultur - Literatur, Schreiben, Prosa und Lyrik und Künstlerische Gestaltungen.
    Dafür brauche ich immer wieder neue Anregungen, die ich in meiner Werkstatt umsetze. Skulpturen jeglicher Art mit verschiedenen Materialien. Hier kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen und abschalten.
    Wenn ein *Werk* vollendet ist, bin ich total glücklich - daran kann ich mich erfreuen.
    Ganz liebe Grüße. Rosita

    Hallo Dagmar,
    das hört sich ja echt gut an.

    Zitat

    Mit beiden war ich auf einem Folkfestival, wo es super war


    Dorthin wäre ich glatt mitgekommen!
    Es freut mich immer, bei dir zu lesen und deine schönen Fortschritte mitzuerleben.
    Weiter so :wink:
    Das motiviert ungemein.
    Liebe Grüße Rosita

    Liebe Hope,
    das tut mir jetzt aber echt gut:

    Zitat

    Versuche Dir so wenig Gedanken über WAS WÄRE WENN´S zu machen.
    Genieße für DICH wieder die kleinen Dinge des Alltags.


    Das will ich versuchen. Deshalb bilde ich mich immer weiter fort - besonders kulturell - macht mir Spaß.
    Das wollte ich dir noch gerne mitteilen, bevor ich zur Arbeit fahre.
    Pass auf dich auf und bleibe auf deinem Weg.
    Herzliche sonnige Grüße :D
    Rosita

    Liebe Hope,

    Zitat

    Wenn Du Deine Gefühle als leer, unzufrieden, machtlos sein, beschreibst, bist Du dabei irgendwie innerlich ruhig oder droht Dir Kopf, Herz und Körper zu platzen?


    Ich bin da eher ruhig, das *Kopf-Platzen* ist nicht mehr da.
    Sicherlich kann mein Mann solange trinken wie er will, dennoch stört es mich, es nervt, es macht mich traurig.
    Nur manchmal sage ich noch was dazu, denn es nutzt ja nichts. Wenn ich gravierende Dinge sage, die er veranstaltet hat, lenkt er auf ein anderes Thema, was mir zeigt, dass er sehr wohl weiß, dass das nicht ok ist.
    Ich bin halt unendlich traurig, dass es bei uns so weit gekommen ist, was ich am Anfang unserer Ehe nicht für möglich gehalten habe.
    Rosita

    Dann aber schnellllllllllllll...........liebe Mö :wink:

    Ich muss heute erst später zur Arbeit.
    Heute Nacht bin ich durch die Schwüle mehrmals wach gewesen, obwohl ich mich ja über den Sommer total freue.

    Wie ich meine Gefühle beschreiben soll, weiß ich nicht recht; irgendwie leer, unzufrieden...........ich weiß auch nicht. Ich habe das Gefühl wie Don Quichotte gegen Windmühlen zu kämpfen. Die Machtlosigkeit gegenüber dem Trinken macht mir sehr zu schaffen, da ich es nicht einordnen kann. Ich verstehe nicht, wie man sich nur so ruinieren kann und das tagtäglich!
    Es ist grausam!
    Trotzdem will ich mich von diesen Gedanken lösen und meinen Weg gehen; wenns auch schwer fällt.
    Wünsche euch Mut und Kraft auf diesem Weg ebenfalls zu bleiben.
    Rosita

    Hallo, liebe Hope,
    da hast du ja heute einen Marathon hingelegt; den ganzen Thread gelesen und ausführlich geantwortet.
    Ja - ich hatte schon mehrere Therapien. Die letzte im vergangenen Jahr. Es geht immer bis zu einem bestimmten Punkt - bis dahin, wo ich selbst handeln muss. Es dauert bei mir lange, bis es vom Kopf in den Bauch rutscht.
    Durch das viele Lesen von entsprechender Literatur und die Hilfe des Forums, bin ich schon ein Stück weitergekommen.
    Ich habe Probleme mit meiner Sensibilität, die absolut ausgeprägt ist, die mich oft zwischen den Zeilen und Worten erkennen lässt, was mein Gegenüber meint.
    Durch die vielen Schicksalsschläge bin ich sehr verletzlich geworden.
    Mein Mann beleidigt mich bis ins Mark! Ich will es an mir abprallen lassen, was mir jetzt schon mal öfter gelingt.
    Deine Einstellung gefällt mir gut. Man kann einem anderen nur soweit helfen, wie er sich helfen lässt. Mein Mann erkennt nicht mal sein Problem und sagt auch, dass es mein Problem wäre, wenn ich mit seinem Trinken nicht zurecht käme. Ich würde mir es eh einbilden!
    Soll er machen - ich arbeite auch hart an mir, kostet mich viel Kraft. Wenn ich mich dann wieder beleidigen lasse, ist das wie ein Hammer vor den Kopf - es lähmt mich............
    Das ärgert mich selbst. Nun ja - ich arbeite weiter daran und bin schon mal froh, es erkannt zu haben.
    Liebe Hope - mach weiter so! dann klappt es mit dem Selbstbewusstsein - bei mir hoffentlich auch.
    Ganz liebe Grüße. Rosita

    Liebe hope,
    von mir kommen die Grüße erst am Montag, weil ich mich gestern wieder kulturell (lach) gebildet habe :wink: das macht mir einfach Spaß.

    Bei manchen Verabredungen würde ich auch lieber kneifen - was ich gelegentlich auch schon getan habe.
    Wenn es mir heute nicht so gut geht, schätze ich ab, ob es wirklich notwenig ist, sie einzuhalten. Bei wichtigen Terminen - wie heute Morgen - geht es nicht anders, bei *Nichtigkeiten* kann ich auch schon mal NEIN sagen.
    Wünsche dir einen schönen Montag.............
    Rosita

    Danke, liebe Mö,
    für deine Antwort.
    Ich kann es nur bewundern, mit so viel Energie Kind, Haushalt und Arbeit auf die Reihe zu kriegen.
    Es freut mich, dass dein Kind so selbständig werden konnte, nicht zuletzt durch die Hilfe einer liebevollen Mutter, toll.
    Heute fühle ich mich wie gerädert, konnte bei der Schwüle heute Nacht kaum schlafen. Das Programm für den Tag habe ich auch schon festgelegt; einen wichtigen Termin, Haushalt, Einkaufen.........
    Ich will es mit einem guten Frühstück in Ruhe angehen lassen und danach in den Tag starten.
    Herzliche Grüße und einen guten, erfüllten Tag.
    Rosita

    Guten Morgen, liebe Mö,
    danke, dass du dir Gedanken machst.
    Bei meinen *Flügen* denke ich nicht an Flucht - eher an input. Ich liebe es, neue Eindrücke zu bekommen und diese künstlerisch zu verarbeiten. Das wiederum beflügelt meinen *Geist*. Dadurch, dass ich das tue, erhalte ich mich am Leben. So sehe ich es :wink:

    Hast du eigentlich Hilfe bei der Betreuung deines Kindes? Ich stelle mir das sehr schwierig vor mit einem harten Job gleichzeitig. Können deine Eltern dir noch dabei helfen?
    Wenn du hier im öffentlichen Forum nicht darauf anworten möchtest, ist das natürlich ok. Ich fühle nur mit dir, da ich Ähnliches kenne.

    Wünsche dir einen schönen und entspannten Sonntag.
    Rosita

    Liebe Ette, guten Morgen!
    Dein Bericht spiegelt mich glasklar.

    Zitat

    Sobald es hieß „jemand müsste mal dies oder jenes tun“, war ich vorne dran.


    Wie ich das kenne :!:
    Daran arbeite ich auch mit ganzer Macht. Das schlechte Gewissen deswegen wird immer weniger, denn ich kann nicht alle *retten*. Sobald *Hilfe* gerufen wurde, war ich da.
    Heute halte ich mich mehr und mehr zurück, da es mir nicht guttut.
    Wie oft wünsche ich mir dann, auch einmal Hilfe zu bekommen. Aber - darauf kann ich lange warten.....................
    Wünsche dir einen schönen und entspannten Sonntag.
    Rosita

    Danke, liebe Mö,
    ich gebe mir alle Mühe.
    Heute war ich wieder "ausgeflogen", habe meine Flügel ausgebreitet, war mit einer Freundin bummeln. Das hat so richtig gut getan!
    Ich habe Hausarbeit Hausarbeit sein lassen und siehe da, als ich heim kam, war sie immer noch dort...................... :wink:

    Mit den Helferberufen ist das eine interessante These; habe ich bei hope gelesen, dass diese Menschen auch *hurra* schreien, wenn ein *Bedürftiger* kommt, was ich glatt nachvollziehen kann.
    Vielleicht wünscht man sich auch solche Hilfe und fliegt deshalb auf suchtkranke Menschen.
    Das Bwusstsein darüber hilft ja auch schon.
    Wünsche dir noch einen schönen Restsamstag. Rosita

    Mannnn - ohh mannnn.............
    da sind wir schon 3 im Club!
    Ich habe auch 2x reingepackt!

    Zitat

    Irgendwann senden wir nicht mehr die Signale aus: "Hier Erste-Hilfe-Station, bitte eintreten".


    Hoffentlich, hoffentlich................. :!:

    Heute fällt mir das Schreiben sichtlich schwer, habe aber mit Amüsement eure Beträge gelesen - hope und Mö.
    Liebe Grüße Rosita

    Liebe Hope,

    Zitat

    Die eigenen Bedürfnisse erkennen und umsetzen.


    danke dir für diesen Satz heute Morgen - den werde ich mir hinter die Ohren schreiben!
    Seit einiger Zeit lese ich heute Morgen schon hier im Forum, dass mir die Zeilen verschwimmen.....................aber- dieser Satz ist die Quintessenz aus dem Gelesenen, so einfach und klar.
    Einen schönen Tag - Hope - und herzliche Grüße
    Rosita

    Danke Thelma, Gotti und ((MÖ)) für euren Zuspruch!
    Täglich übe ich bei mir zu bleiben, nicht nach ihm und seinen Launen zu schauen, *Anweisungen* zu ignorieren................
    Ich habe bei mir das Gefühl, ständig auf der Flucht zu sein, Leute zu besuchen, raus in die Natur.
    Gestern habe ich mich mit einer Freundin unterhalten und habe festgestellt, dass ich noch NIE ein heimeliges Zuhause hatte, in das ich gerne gekommen wäre. Als Kind schon musste ich immer *raus*, *ab*, *weg*.................dadurch bin ich mit meiner Großmutter viel rumgekommen; sie war auch eine Reisetante.
    Mir fehlt dieses Gundbedürfnis nach Liebe, dieses Urvertrauen, wie es bei Tieren auch beschrieben wird (nicht lachen :wink: ). Meine Mutter hat mich NIE in den Arm genommen oder mal gedrückt - das kenne ich gar nicht. Mein Leben lang bin ich dieser *Wärme* hinterhergelaufen. Das macht mich unendlich traurig.
    Aber - heute ist heute - und ich arbeite daran, meine Zufriedenheit zu gewinnen.................es ist noch ein langer Weg....................
    Rosita