Beiträge von Nordlicht

    Hallo liebe Weinbergschnecke,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier.

    Das was Du schreibst, das kenne ich so gut.
    Ich habe das viele Jahre auch mitgemacht.
    Einmal habe ich auch "nur" den Wein-und Biervorrat meines Mannes
    weggegossen.
    Das hat er mir dann als einen riesigen Vertrauensbruch
    vorgeworfen und außerdem habe ich schließlich auch noch viel schöne Euros einfach so vernichtet. So hatte ich es nicht gesehen.
    Ich wollte ihm nur helfen und ihm vor Augen führen, was er tut, das er abhängig ist, auch das glaubt er bis jetzt nicht.

    Ich wünsche Dir viel Kraft auf deinem Weg.
    Lies Dich hier ein, Du wirst dich hier in ganz vielen Geschichten, die alle wahr sind, wiederfinden.

    Herzliche Grüße
    Gesche

    Hallo Julchen,

    ich wünsche Dir einen schönen Sommeranfang.
    Ehetherapie, das sollte bei uns auch ein Thema werden. Mein Mann hat mir eine lange Zeit immer vorgeworfen ich wäre nicht normal, ich wäre krank und sollte mir unbedingt therapeuthische Hilfe holen.
    Nach vielen Streits hat er dann vorgeschlagen, wir sollten eine Paartherapie machen. Ich habe mir sofort damit einverstanden erklärt.
    Dann habe ich ein paar Tage später nachgefragt, ob er sich schon um einen Termin gekümmert hat. Seine Antwort, nein das ist nichts für mich, das ist doch nur so eine Selbstfindungssch***, kostest auch noch viel Geld, das habe ich im Internet gelesen. Reiß dich lieber zusammen, werde wieder normal und dann klappt es auch wieder mit uns.

    Als ich ausgezogen bin, war mein Mann bei einer Ärztin, die hat ihn eine Zeit wegen Burn out krankgeschrieben und ihm auch gleich noch Stimmungsaufheller mitgegeben.
    Er war dann eine Stunde bei einer Therapeutin hat von sich erzählt und die Therapeutin hat angeblich gesagt, mit seinen Problemen kommt er allein klar.

    Und schon war es doch wieder eindeutig ich, die krank ist.

    Einen schönen Sonntag
    Liebe Grüße
    Gesche

    Hallo liebe Julchen,
    das klingt so niedlich, das fast hallo liebes Julchen geschrieben hätte, damit möchte ich Dir natürlich nicht zunahe treten.
    Herzlich willkommen hier, sicher hast Du schon Einiges gelesen hier, wenn nicht, kann ich es Dir nur empfehlen.
    Du bist nicht gescheitert, Du bist der Mensch, der Du bist.
    Deine Ehe ist vielleicht gescheitert, aber bestimmt nicht wegen Dir.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft auf deinem Weg zu Dir.

    Herzliche Grüße
    Gesche

    Hallo,

    als die Mail von meinem Mann kam, immer wieder die alten Vorwürfe.
    So böse und kalt, da habe ich die Augen, auch die inneren Augen ganz weit aufgemacht und richtig hingesehen, ich hatte Angst davor, was ich in mir sehe. Ich sehe, er hat Recht, aber die Ursache für all diesen Kummer und die Schmerzen die wir uns gegenseitig zugefügt haben, bin nicht ich. Das ist das was ich sehe und das tut mir gut.
    Vielleicht versteht ihr, was ich ausdrücken will.
    Ich werde meine Gedanken und Gefühle noch heute in meinem Tb niederschreiben.

    Liebe Grüße
    Gesche

    Hallo Moni,

    er sagt, es ist nichts. Oh, wie gut ich dieses Schweigen, denn für mich ist das Schweigen und nicht reden, kenne.
    Das er Probleme mit dem Entzug hat, ist doch jetzt sicher deine Vermutung, eine Hoffnung und ich wünsche Dir von ganzem Herzen, das deine Hoffnungen sich erfüllen.
    Die Richtung, deine Richtung die bestimmst ganz allein Du.
    Mein Mann hat mir gerade eine Mail geschrieben, diese trieft für mich nur so von Vorwürfen gegen mich, das hat mich nur wieder bestärkt, meinen Weg zu gehen. Vor gar nicht langer Zeit, ca 2 Wochen ging es mir noch richtig schlecht, aber mittlerweile, Tag für Tag wird es besser, hätte ich nie geglaubt. Es gibt für mich Licht am Ende des Tunnels.
    Gehe in deine Richtung jeden Tag, Schritt für Schritt.

    Ich wünsche Dir einen ruhigen Abend.
    Herzliche Grüße
    Gesche

    Hallo liebe Simasu,

    schön wieder mal von Dir zu lesen.
    Ich finde es sehr gut, das Du dir diese Auszeit in der Natur gegönnt hast, hilft mir auch immer sehr.
    Und wenn es nur die abenliche Rund um den Block ist.

    Ich sehe es auch momentan so, das ich einfach mal alles auf mich zukommen lasse, was mir das Leben noch so bieten will. Aber gleichzeitig arbeite ich an mir, z.B. indem ich hier viel lese und auch viel schreibe. Das hilft mir sehr und ich fange an klarer zu sehen und viel ruhiger zu werden.
    Von meinem Mann, höre ich nichts und will es auch nicht mehr, das würde mich nur wieder runter ziehen.
    Ich wünsche Dir alles Gute für deinen Weg.

    Herzliche Grüße
    Gesche

    Ja, und wenn dann diese Erfahrungen verglichen werden, dann werden sie wieder verknüpft mit den früheren Erfahrungen, gut oder schlecht.
    Das ist sicher wichtig und man muss genau hinsehen, nicht nur mit den Augen.
    Damit man entscheiden kann, ob man die schlechte Verknüpfung mit der Erfahrung in eine gute Verknüpfung umwandeln kann.

    Und umgekehrt, damit eine gute Verknüpfung keine schlechte wird.

    HG gesche

    Hallo Ihr,

    ich hatte oft, so kurz vor dem Aufwachen so einen ganz komischen Traum. Ich bekomme die Augenlider nicht auf. Bin aber trotzdem wach und versuche immer wieder die Augen zu öffnen, aber es geht nicht.
    Das ist meine Form von Augen zu und durch, nur nicht genaus hinsehen.

    Das will ich ändern. Mit allen Konsequenzen, und ich weiß, das dann auch diese komischen Halbträume verschwinden.

    Hallo Simasu,

    wie geht es Dir?
    Das Du dich deinem Leben nicht in den Weg stellen willst. Ich finde das ist ein schöner Vorsatz.
    Leider stehe ich mir zur Zeit oft noch selber im Wege und bin nicht so zielsicher wie Du.
    Darf ich fragen, was Du meinst, Du bist nicht suchend?

    Herzliche Grüße Gesche

    Hallo bitta 65,

    auch von mir herzlich Willkommen hier im Forum.
    Als ich hier vor kurzem angekommen bin, haben die lieben Menscher hier mir folgendes geschrieben:
    Gut das Du hier bist, komm erst einmal an und lies Dich ein.
    Das wünsche ich jetzt Dir.


    Ich finde Du hast sehr klar und deutlich geschrieben. Ich habe alles verstanden.

    Für mich ist das Forum genau dazu da, um meine Gedanke zu sortieren, das hilft mir wirklich. Ich denke auch oft, das ich unsoriert schreibe, aber hier werden wir verstanden, weil es vielen so geht.

    Es freut mich für Dich , das auch Du den Entschluss gefasst hast, nichts mehr zu vertuschen. Mein Mann ist auch Alkoholiker und irgendwann war auch ich nicht mehr bereit, das vor mir und dem Umfeld zu verheimlichen.
    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier und freue mich darauf, wieder von Dir zu lesen.

    Herzliche Grüße
    Gesche

    Hallo Simasu,

    es freut mich sehr, das deine Familie so reagiert. Mein Mann hat sich leider nicht so entschieden und ich habe dann die Konsequenzen gezogen und bin ausgezogen. Wir haben keinen Kontakt, aber von anderen Familienmitgliedern höre ich doch das eine oder andere.

    Du bist sehr stark und konsequent.

    Ich habe hier auch sehr viel gelesen und viele Fragen gestellt und immer die Antwort erhalten, wie geht es Dir, wie fühlst Du dich.
    Diese Fragen waren und sind immer wieder Anlass für mich, nachzudenken, was ich für mich möchte und was mir wichtig ist.
    Viele Fragen kann man sich nur selber beantworten. Ich höre viel in mich hinein, rede mit den Menschen, die zu mir stehen. Und ich schreibe hier.

    Herzliche Grüße
    Gesche

    Hallo Simasu
    und auch von mir, Gesche, ein herzliches Willkommen hier.

    Beim Lesen deiner Geschichte ist mir ein Part besonders ins Auge gefallen und dazu möchte ich gern etwas antworten.

    Auch für mich war es sehr schwierig der Familie und den Freunden zu erzählen, das mein Mann alkoholkrank ist. Sie haben alle anders reagiert als ich befürchtet habe und Du jetzt befürchtest.
    Sie sind alle sehr verständnisvoll und achten mich als Menschen genauso wie vor meinem Geständnis.

    Setze die Pläne für Dich um, tu was Dir gefällt und worauf Du dich so sehr freust.

    Leider kenn ich das Gefühl der persönlichen Niederlage nur zu gut und ich arbeite immer noch fleißig daran es nicht so zu sehen.
    Alle die lieben Menschen hier helfen mir dabei.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und fühl Dich wohl hier.

    Ganz herzliche Grüße
    Gesche

    Hallo Dagmar,
    einen schönen Gruß in den Sonntag. Teenagerspätlese, das klingt richtig gut....

    Ich habe mich länger nicht gemeldet, war zu einem Familienbesuch. Leider war der Besuch nicht so erfreulich für mich. Ich musste das ersteinmal alles für mich verabeiten. Der Besuch hat mich auf der einen Seite an wirklich schöne Zeiten erinnert, auf der anderen Seite aber auch wieder viele schlechte Erinnerungen hervorgerufen.

    Eigentlich, und da sind wir dann wieder beim nicht nein sagen, wollte ich dort nicht hinfahren. Ich bin dann überredet worden und ich bin schon mit einem schlechten Bauchgefühl, ja einem Anflug einer Panikattacke losgefahren und mein Gefühl hat mich nicht getrogen.
    Es hat meine Vorahnungen nur bestätigt. Ich habe dort das gleiche Verhalten wie bei meinem Mann festgestellt. Sie ist seine Schwester....Könnt Ihr auch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe?

    Ich möchte es hier nicht genauer ausführen, aber ich bin schon sehr traurig und auch verwirrt...

    Liebe Grüße Gesche

    Hallo liebe Doro und liebe Dagmar,

    im Moment bin ich beruflich sehr eingespannt, das ist für mich sehr gut, ich bin dann wirklich abgelenkt und die traurigen Gedanken kann und muss ich hintenanstellten.

    Leider komme ich aber deswegen auch erst jetzt wieder dazu hier mal zu schreiben. Dazu mag ich es doch dann ruhig haben.

    Ich habe sehr viel über eure Antworten nachgedacht und ich emfpinde es genauso wie Du, liebe Doro.
    Ich habe viel zu viel Verantwortung übernommen, zum Teil gewollt, zum Teil aber auch wirklich unbewusst und im Nachhinein auch ungewollt. Und genau das ist es dann auch was bei mir zu diesen Panikattacken geführt hat.
    Mein Körper und meine Seele haben die Notbremse gezogen. Es gab keine Zuverlässigkeit, keine Vertrauensbasis mehr und dieser Weg, das zu erkennen und zu akzeptieren war unglaublich schwer für mich. Ich war sehr verunsichert und hatte Angst vor der Entscheidung, vor meiner Zukunft, bis ich eben die für mich richtige Entscheidung, eben Trennung, getroffen habe.

    Oft ist es auf der Arbeit auch so, dass ich in Situationen befinde, wo ich einfach mal nein sagen muss. Da habe ich auch die Verantwortung für meine Handlungen, und das ist ein Vorgang der für mich selbstverständlich ist. Oder ich denke dann, hier warst Du nicht konsequent, dass musst Du ändern, das klappt.

    Leider hat es im Privatleben nicht mehr geklappt, aber das zu ändern, daran arbeite ich. Ich finde das ist ein guter Vorsatz für mich.
    Man kann auch nett, freundlich und zufrieden sein, ohne ständig für alles und jeden die Verantwortung zu übernehmen und sich immer über alles Gedanken zu machen, vielleicht versteht ihr was ich meine.

    Dagmar, es freut mich sehr, dass meine Worte Dir dieses Erlebnis beschwert haben.
    Genau, das war es, Flucht in andere Arme um zu vergessen. Ist natürlich nicht gelungen, aber das habe ich zu dem Zeitpunkt nicht sehen wollen.
    Ich habe die Zeit wirklich genossen, die Komplimente, die Schmetterlinge, das Verliebtsein, die Vertrautheit...ich fange richtig an zu schwärmen....
    aber wie ich schon geschrieben habe, möchte ich den Liebeskummer, den ich zum Teil immer noch habe, und auch diesen Trennungschmerz nicht wieder erleben. Und die momentane wirklich unerfreuliche Situation auch nicht.

    Wie Du schon schreibst, liebe Dagmar es liegt noch viel Aufarbeitung vor uns.

    Ich wünsche uns Allen, das unsere Zeit immer besser wird. Ich lese aus euren Beiträgen hier so viel Mut und Lebenswillen, das freut mich sehr für Euch

    Das Wetter ist schön, die Luft ist klar und ich finde, das hilft beim Verarbeiten, sprich klarer sehen.

    Ja, hier zu lesen und zu schreiben ist wirklich sehr, sehr, hilfreich.

    Ganz herzliche Grüße
    Gesche

    Hallo kleinerfisch,

    herzlich Willkommen hier. Das was Bernd geschrieben hat, finde ich ganz mutig von ihm und sehr wichtig für uns, die wir mit einem alkoholabhängigen Partner leben oder gelebt haben.

    Es ist doch schon ein großer Schritt für Dich, dass Du erkannst hast, was los ist.

    Ich wünsche Dir alles, alles Gute auf deinem Weg zu Dir.

    Viel Dich ganz herlich gedrückt.

    Gesche

    Hallo liebe Dagmar,

    gestern und heute komme ich mit meiner Situation gut klar. Wie lange das so bleibt, ich weiß es nicht. Ich weiß aber, das meine Traurigkeit, meine Unsicherheit und auch Angst vor dem Alleinsein, der Zukunft mich immer wieder treffen werden, vielleicht nicht mehr so hart und ich merke, dass das vergeht und ich aus jedem Tal ein wenig positiver auftauche, das habe ich schon oft gelesen, dass es so sein wird, aber ich glaube es jetzt es wirklich, weil ich es spüre.

    Ja, Dagmar auch mein Umfeld hat den Spiegeltrinker beser erkannt als ich.
    Du schreibst, sofern es möglich ist, stimmt genau.
    Und genau das ist doch auch das Unglaubliche, was sicher auch dem Betroffenen die Einsicht so schwer macht: Vermeindlich hat er ja alles im Griff, steht morgens auf, pflegt den Körper, geht der Arbeit nach, erfüllt seine Pflichten und denkt alles im Griff zu haben.
    Das ist aber nur oberflächlich so, jede kleine Abweichung von der eingeprägten Routine, wirft ihn dann völlig aus dem Bahn.
    Frühlingssituation: Sonnenschein, Heimweg von der Arbeit. Ich frage im Auto, könnnen wir kurz beim Gärtner vorbeifahren, um ein paar Pflanzen zu holen.
    Das ging nicht, es folgten dann anscheinend plausible Begründungen, wie die Terasse muss erst gereinigt werden.
    So war es zu Anfang, später dann einfach nur das entschiedene nein. Jetzt weiß ich warum, ich habe damit dem Weg zum Kühlschrank und zum ersten Bier versperrt, also schuldig.

    Liebe Dagmar, Du schreibst von einem neuen Kontakt. Wenn dieser Mann sich wirklich für Dich interessiert, wird er doch sicher wissen wollen, wie dein Leben bisher verlaufen ist und nicht um Dich dann im negativen Licht zu sehen, sondern einfach nur um Dich näher, besser kennenzulernen, also im Idealfall reines freundliches Interesse.

    Hast Du Angst davor, das es dann ein prägendes Thema wird? Oder das dieser Mann dich dann mit anderen Augen sieht?
    Ich hoffe meine Fragen sind nicht zu aufdringlich,
    oder gehen in die falsche Richtung.
    Ich kann hier "klug" schreiben, weiß aber wirklich nicht, wie es wäre wenn ich einen anderen Mann kennenlernen würde und das oben genannte Interesse an mir hätte, wie oder wann ich mich dahingehend öffnen könnte.
    Vor ungefähr zwei Jahren, habe ich einen Kollegen, wir kennen uns schon länger, und waren uns immer schon sympatisch, näher kennengelert.
    Die absolut klassische Situation, er verheiratet, zwei Kinder, ich verheiratet, aber beide absolut empfänglich für das, was dann folgte...
    Für mich war das eine Flucht, Anerkennung, Zärtlichkeit und................viele Tränen, Liebekummer bis heute. Er hat mir viel von sich erzählt, ich habe nichts von meiner Situation erzählt, ich konnte es nícht.
    Leider arbeiten wir jetzt enger zusammen und kommen beide mit der Situation nicht zurecht.

    Meinen zweiten totalen Zusammenbruch habe ich dadurch vermieden, in dem ich die Notbremse gezogen habe, Beendigung des Verhältnisses, Auszug und Ruhe suchen.

    Ich weiß, das ich nie wieder im meinem Leben solchen Kummer und solche Schmerzen erleben möchte.

    Tja, Dagmar, das Leben ist immer für eine Überraschung gut oder auch schlecht-
    Ich wünsche Dir und mir gute Überraschungen oder keine Überraschungen, das ist auch gut.

    Ganz herliche Grüße
    Gesche

    Guten Morgen,

    beim lesen und schreiben in diesem Forum habe ich gemerkt, wieviele gute Stimmungen, gute Gefühle, positive Gedanken in den letzten Jahren von mir nicht gedacht oder empfunden wurden, einfach weil ich nicht so empfunden oder gedacht habe.
    Euer Zuspruch, eure Gedanken, eure Fragen haben mich darauf gebracht.

    Ich bin froh und dankbar, das ich dieses Forum gefunden habe, und das ihr hier alle, trotz eurer eigenen Probleme so viel Lebensmut weitergeben könnt und ich hier so viel Zuspruch finde.
    Es ist für mich sehr schön, zu erleben, wieviel Vertrauen mir hier entgegengebracht wird, Vertrauen in mich.
    Wie schafft ihr das? Empfindet ihr das für euch auch als hilfreich?

    Mir hilft es sehr, zu erfahren, das es wirklich Menschen gibt, die genauso denken und fühlen, die das Gleiche erleben. obwohl ich keinen von Euch kenne.

    Natürlich wusste ich, dass es viele Menschen gibt, mit Alkoholproblemen und das deren Angehörige genauso betroffen sind.
    Als ich den Mut gefunden habe, die Trennung wirklich durchzuziehen, habe ich mit den Menschen, denen ich vertraue sehr offen darüber gesprochen. Die Reaktionen waren immer gleich, Betroffenheit und oft das Eingeständnis, ja, das haben wir uns schon gedacht, das er Probleme hat.
    Ich habe dann auch viel Zuspruch und Bestätigung erfahren.

    Ich war bin stolz auf mich, das ich so offen war und es hat mich erleichtert. Vorher habe ich oft gedacht, was denken die von Dir, wenn du jetzt einfach deine Probleme erzählst.
    Das ist wirklich falsch, erstmal ist man oft anderen Menschen nicht so wichtig, das sie so genau hinschauen, wie es dem anderen wirklich geht, und die Menschen denen man wirklich wichtig ist, die akzeptieren die Entscheidung. Meine Kollegen, Freundinnen haben gemerkt, wie sehr ich mich verändert habe und mich oft gefragt, was hast Du? Diese Frage konnte ich aber erst beantworten, als ich es selber wusste.

    Das öffentliche Eingeständnis das ich zugegeben habe, das mein Mann Alkoholier ist, war für mich ein Schritt des Loslassens, so ausgesprochen ist das Tatsache und kann nicht mehr von mir innerlich verleugnet werden.

    Gestern habe ich mit meiner Familie einen Strandspaziergang gemacht und mich einfach an den Strand gesetzt und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Beim in mich hineinhorchen spürte ich Ruhe und hatte den Anflug eines Glücksgefühls, wie schön doch so ein Tag sein kann, ohne dieses ständige Getriebene, das auslosten der Stimmung, das abwägen meiner oder anderer Menschen Worte. :idea:

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich an euren Gedanken und Gefühlen teilhaben lasst und vielleicht kann ich auch ein Stück dazu beitragen, das es uns besser geht und wir uns und unsere Situationen leichter ertragen, verstehen und verarbeiten können.

    Herzliche Grüße
    Gesche

    Guten Morgen Elocin,

    vielen Dank für deine Frage.
    Es ist mir wichtig, damit ich meinen Entschluss vor mich selber rechtfertigen.

    Aber das ist Quatsch, denn ich habe mich entschieden, mein Entschluss war richtig und es ist nicht wichtig, was er davon hält.
    Wenn ich das eben geschriebene für mich wirklich verinnerliche, dann bin ich auf dem richtigen Weg.

    Deswegen noch einmal vielen Dank für die beiden Fragen.

    Frohe Ostern

    Herzliche Grüße
    Gesche