Beiträge von Nordlicht

    Liebe Monty,

    das ist eine schlimme Drohung, Du kannst reagieren indem
    Du Dich an die Polizei wendest.

    Ruf dort an und bitte um Hilfe, mehr kannst Du nicht tun.

    Du hast keine überhaupt keine Schuld.
    Er terrorisiert Dich und deine Familie.

    Wie geht es Dir jetzt, wirken die Tabletten schon ein wenig?

    Ich umarme Dich mal und schicke Dir ein wenig Kraft und
    Ruhe.

    Liebe Grüße sendet
    Gesche

    Liebe Monty,

    erstmal möchte ich Dir meinen Respekt aussprechen.

    Du hast sehr mutig und stark gehandelt. Mach nur weiter so.

    Zitat

    Eigentlich müsste ich stolz auf mich sein...nur ich bin es nicht...denke immer, ich würde ihn damit erst richtig fertig machen. Zweifel an mir selber....und doch ist es die Chance von ihm jetzt entgültig los zu kommen.

    Nein, liebe Monty nicht Du machst ihn fertig, das erledigt er ganz
    allein.
    Denke bitte nicht so schlecht von Dir.
    Du hast jedes Recht auf ein freies und selbstbestimmtes Leben.
    Kein Mensch hat das Recht einem anderem Menschen Unrecht
    anzutun, egal wie.
    Er ist suchtkrank, abhängig, ob sein Handeln daraus resultiert oder nicht,
    ist völlig egal.
    Du wirst schlecht behandelt und Dir geht es sehr schlecht damit.
    Nur das allein zählt und nur Du kannst das ändern, indem Du
    jede rechtliche Hilfe in Anspruch nimmst, die Dir zusteht.

    Tu das für Dich, sei es Dir wert.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, Mut und Ausdauer.

    Pass gut auf Dich auf.

    Sonnige Grüße

    Gesche

    Liebe Monty,

    Zitat

    doch wenn er mich gar nicht mehr erreicht, dann steht er wieder vor meiner Tür

    Auch dafür gibt es Abhilfe, wenn Du dich bedroht fühlst, dann
    rufe die Polizei.

    Dieses Wenn und Aber-Spiel, das können wir jetzt immer und
    immer so weiter spielen.
    Mir bringt es nichts, Du bist diejenige, die für sich selber handeln
    kann und darfst und nur Du.

    Du kannst deine Gefühle ausleben, deine Trauer zulassen,
    zur Ruhe kommen und ...endlich konsequent sein!!!

    Nur dann, und wirklich nur dann hast Du irgendwann deine
    eigene Lebensqualität wieder.

    Ich wünsche Dir im wahrsten Sinne einen ruhigen Abend.

    Gesche

    Hallo liebe Monty,

    das Telefon hat einen Stecker, den kannst Du rausziehen und
    das Handy hat eine Taste da steht "Aus" drauf.

    Es gibt neue Telefonnummern für das Festnetz und für
    das Handy.

    Und dann liebe Monty, wenn die Ruhe eingekehrt ist, dann
    überleg mal so ganz für Dich allein, was willst Du von
    einem Mann, der Dich so unwürdig behandelt?

    Glaubst Du wirklich, er ändert sein Verhalten, nur wenn
    er nicht mehr trinkt?
    Ich glaube das nicht!!

    Schreib Dir hier alles von der Seele und achte bitte
    gut auf Dich.

    Liebe Grüße

    Gesche

    Hallo,

    auch ich möchte diese Ekelgefühl in meinem Kopf nicht abstellen,
    wenn es berechtigt ist und für mich Gefahr signalisiert.

    Ich möchte aber nicht mit erhobenem Zeigefinger durch das Leben
    gehen und jedem, der in meiner Gegenwart Alkhol verzehrt zurufen,
    oh, weisst Du, was Du da gerade machst, mein Mann ist Trinker und
    ich konnte ihm nicht helfen, deswegen darfst Du in meiner Gegenwart
    nichts trinken.
    Wenn ich mich mit Freunden, der Familie treffe und es hat jemand
    das Bedürfnis ein Glas Wein zu trinken, dann bitteschön, ist seins.
    Die können sehr wohl für sich abwägen, was sie wollen und was nicht.
    Da sie mich kennen und mögen, würden sie mich nie in eine Situation
    bringen, in der ich mich unwohl fühle.

    So habe ich den Rat meiner Ärztin verstanden, setze ihn so um
    und kann damit prima leben.

    Liebe Grüße
    Gesche

    Liebe Isis,

    genau was Du beschreibst, das kenne ich auch.
    Es geht mir immer noch so, das mir schlecht wird,
    wenn ich eine Fahne rieche.
    Morgens im Bus, besonders am Montag.
    Ich setze mich dann auf einen anderen Platz oder
    stehe lieber.

    Eine ganze Zeit habe ich keinen Alkohol getrunken,
    ist in meinem Umfeld auch einfach nicht üblich.
    Ich habe dann einmal mit meiner Ärztin darüber
    gesprochen, das ich regelrecht Angst davor habe,
    Alkohol zu trinken.
    Sie hat mir dann geraten, mich dort zu entspannen
    und nicht wieder das Problem anderer Menschen zu
    Meinem zu machen.
    Eben diese Eingeschworenheit auf das Trinkverhalten
    des Partners nicht auf andere Menschen zu übertragen.

    Mittlerweile kann wieder sehr gut damit leben,
    wenn mein Umfeld mal ein Glas Bier oder Wein trinkt,
    mache ich auch.
    Mir fällt gerdade ein, ich kann mich gar nicht daran erinnern,
    wann ich das letzte Mal ein Glas Wein getrunken habe.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    Gesche

    Hallo Ihr Lieben,

    danke liebe Skye.

    Zitat

    Bei Co's ist es oft so, dass der Gedanke vorherrscht, wenn der andere mit dem Trinken aufhört wird alles gut. Sie suchen also eine Lösung wie sie den Alkoholiker trocken legen können. Auf dem Weg finden sie dann hier her. Erst wenn sie hier in all den Beiträgen lesen, wenn sie es denn tun, werden vielen die Augen geöffnet. Das selbst dann nicht alles gut werden würde, dass sie selbst ihr Glück und Wohl in der Hand haben, dass sie selbst dafür zuständig sind. Das muss erstmal verdaut werden.

    Da hast Du genau meine Erfahrung wiedergegeben.

    Der Weg ist lang und hart, aber lohnend.

    Liebe Grüße

    Gesche

    Liebe Claudia,

    meine Kindheit empfinde ich als ganz normal.

    Ich habe festgehalten, wiel ich davon überzeugt war, dass
    er sich ändert, wieder so wird, wie ich ihn kannte und wollte.

    Das ist aber nicht so.
    Irgendwann hat es mir dann gereicht.

    Ich habe mich entschieden und nun versuche ich diese
    Entscheidung für mich zu leben.
    Das gelingt mir mit ganz kleinen Schritten immer besser.

    Nochmal liebe Grüße und Geduld und Zuversicht

    Gesche

    Liebe Emma,

    Zitat

    Und trotzdem, ich bleibe dabei. Das muß jeder für sich herausfinden und das in seinem eigenen Tempo.

    Das sehe ich ganz genau so, ich habe es nicht anders gemacht.
    Ich habe Jahre gezögert und auf Besserung meiner Situation gehofft.
    Es hat nicht geklappt.
    Ich bin diesen Weg allein, ohne dieses Forum gegangen.
    Leider habe ich erst hierher gefunden, nachdem ich mich
    getrennt hatte.
    Sonst würde in meinem Tagebuch noch viel mehr
    über meine Zweifel und Trauer stehen.
    Erst hier, habe ich gelesen und verstanden, was
    Abhängigkeit, meine und seine für mich bedeutet.

    Ich schreibe über mich, meine Gefühle, meine
    Gedanken.

    Jeder Mensch hat das Recht, abzuwägen, nachzudenken
    und dann irgendwann eine Entscheidung zu treffen.
    Seine eigene Entscheidung.

    Wenn ich mich für eine Beziehung entscheide,
    dann stehe ich dazu.
    Dann stehe ich zu meinem Partner.
    Wenn ich zu meinem Partner stehe, dann habe ich
    Vertrauen, zu mir, zu ihm und unserer Beziehung.
    Das bauen wir gemeinsam auf, Schritt für Schritt.

    Um dahinzukommen, wäge ich aber sehr genau ab,
    was gebe ich preis, wie denke ich über meinen Partner,
    den Menschen, seine Handlungen.
    Für mich schließt sich da wieder der Kreis,
    habe ich noch Respekt, empfinde ich das für ihn,
    was für mich Liebe bedeutet.

    Ich freue mich sehr für Dich.
    Auch ich wäre dazu bereit gewesen, es wieder
    zu versuchen.
    Heute aber, mit meinem Abstand und meiner Entscheidung,
    bin ich nicht mehr dazu bereit.
    Egal, wie sich das Leben meines ehemaligen Partners entwickelt,
    für mich gibt es kein Zurück.

    Liebe Emma ich wünsche Dir und deinem Partner alles Gute
    auf eurem gemeinsamen Weg.

    Herzliche Grüße

    Gesche

    Liebe Emma,

    vielen Dank für deine Meinung zu meinem Beitrag.

    Zitat

    Alkoholiker sein, heißt ja nicht gleich aggressiv, faul, gemein und egoistisch


    Wo, liebe Emma habe ich das geschrieben?

    Zitat

    Mein Partner trinkt seit über 30 Jahren Alkohol, zwar normalerweise nicht exzessiv aber stetig. Und selbst wenn er zuviel trinkt, so ist er trotzdem noch ein geistreicher und liebevoller Mann.

    Als ich meinen Partner kennenlernte war er auch ein liebevoller, geistreicher Mensch.
    Mein Partner hat sich verändert, bedingt durch seine Sucht, oder
    einfach so.
    Ich mag diese Veränderung nicht.
    Auch ich hatte mich verändert und auch diese Veränderung
    mochte ich nicht.
    Ich wollte nicht mehr länger der Handlanger für seine Sucht sein.

    Das liebe Emma, sind meine Empfindungen im Bezug auf
    meinen alkoholkranken Partner.

    Zitat

    Es ist zu einfach, zu glauben, daß man einen Alkoholkranken mit einer Trennung in den Tiefpunkt schicken kann.


    Das habe ich geglaubt, gehofft, und dann wäre ich
    den Weg des Entzuges, Therapie vielleicht mitgegangen,
    sofern er es dann gewollt hätte.
    Ob ich diese Partnerschaft dann noch gewollt hätte,
    das weiß ich auch nicht.

    Zitat

    Der Tiefpunkt könnte auch das Endstadium dieser Krankheit sein.


    Das wünsche ich niemandem.

    Zitat

    Man sollte vlt. auch den Menschen und seine Biografie kennen und verstehen.


    Ich kenne meine Biographie, die meines Partners insoweit ich sie entweder miterlebt habe oder er sie mir dann anvertraut hat.
    Ich habe Verständnis für die Biographie eines jeden Menschen,
    ich kann aber die Folgen dieser Biographie nicht ändern.
    Das kann ich nur für mich ganz allein.

    Zitat

    Mein Freund kann sich ein Leben ohne Alkohol nicht vorstellen.


    Mein Mann auch nicht.
    Ich konnte und wollte nicht mehr mit den
    Auswirkungen auf sein Leben, seine Gesundheit leben.
    Ich will nicht mehr zusehen, wie er sich Stück für Stück zugrunde richtet.
    Ich wollte auch mich nicht mehr immer weiter in diesem Strudel aus
    Lügen und Beschönigungen versinken sehen.

    Zitat

    Ich kann ihn nicht ändern, aber mich kann ich ändern und dadurch wird sich auch die Partnerschaft ändern, das ist meine Meinung.

    Ich habe mich geändert und bin meinen Weg gegangen.

    Liebe Grüße
    Gesche

    Hallo,

    Zitat

    Vielleicht sogar ist er mein Sündenbock, wegen dem ich nun unglücklich bin - viel leichter wohl, als selber für mein Glück verantwortlich zu sein. Viel leichter zu sagen, ich bin fertig weil er/sie dies oder das tut, als selber das Leben in eigene Hände zu nehmen.

    Ja, Dagmar, genau.
    Das war für mich dann der Punkt den ich mit dem Respektverlust meine.
    Ich bleibe da, gehe nicht aus dieser mich krankmachenden Situation.
    Schaue zu, wie sich der abhängige Mensch quält.
    Sich jeden Tag, zweimal die Woche oder, oder, wieder und wieder in den
    Strudel seiner Abhängigkeit begibt und darunter leidet.
    Weil er es nicht schafft, seine Sucht zu besiegen, die Sucht ist einfach
    stärker.
    Ich bleibe da, trenne mich vielleicht räumlich und sehe zu.
    Lebe mein Leben, führe ihm vor, schau hin, ich brauche dein Suchtmittel
    nicht, ich bin stark.
    Rache?
    Aber ich leide, weil ich sehe, wie er sich damit immer weiter zugrunde richtet.
    Damit wiederum mache ich mich krank an Körper und Seele.

    Ich gebe dem abhängigen Menschen nicht die Chance, an seinen
    Tiefpunkt zu kommen, an dem er/sie sagen will!!! es ist genug, ich
    brauche Hilfe.
    Mir selber nehme ich diese Chance auch.
    Denn ich bin ja stark, ich brauche das Zeug nicht.

    Gruß Gesche

    Hallo Ihr Lieben,

    Zitat

    Zielführend aus der Co-Krankheit geht nur über sich selbst und nicht über den Nassen Alkoholiker.

    Hartmut, für mich ist das keine gewagte These sondern eine Erkenntnis,
    meine Erkenntnis.
    Wenn ich gesund und selbstbestimmt leben will, dann ändere ich mich.

    Meine Haltung meiner Art, verändert sich, ich treffe für mich die Entscheidung, ich will so nicht leben.
    Somit verlasse ich mein bisheriges Umfeld.
    Ich habe meinen alkoholkranken Partner verlassen, weil ich
    so nicht mehr leben wollte, das ist meine Entscheidung
    um mich aus meiner Sucht zu befreien.

    Ich wollte nicht weiterhin, der Beobachter, der Bewerter meines
    Partners sein.
    Ich konnte seine Handlungen, seine Beweggründe nicht mehr
    nachvollziehen.
    Vielleicht klingt das jetzt komisch aber ich habe in dem Moment,
    als ich anfing sein Verhalten zu sezieren, den Respekt vor ihm verloren.
    Das war mein Grund, meine Ehe zu beenden.

    Herzliche Grüße

    Gesche

    Liebe Lolli,

    wenn Du wirklich eine Besserung deiner Lebensumstände möchtest,
    dann lass ihn da, wo er ist.
    Ich denke nicht, das Alkohol und andere Drogen der richtige Umgang
    für Dich und deine Kinder ist.

    Wenn er sich ändern will, dann tut er es.
    Du hilft Dir nicht, wenn Du immer wieder auf ihn eingehst.
    Keinen Kontakt, sorry klingt hart, aber ist wirklich die einzige
    und wirksame Hilfe für Euch.

    Ich wünsche Dir und deinen Kindern eine gute Nacht.

    Liebe Grüße

    Gesche

    Hallo liebe Lolli,

    Zitat

    das ich machtlos bin

    Im Bezug auf den Alkohol hast Du absout recht,
    da sind wir machtlos.

    Aber im Bezug auf deine Leben, Lolli, da bist
    Du absolut nicht machtlos. Du hast die Macht dein
    Leben selber in die Hand zu nehmen.
    Für Dich und deine Kinder ein lebenswertes Leben
    zu erschaffen

    Zitat

    das ich versagt habe


    Das Gefühl, versagt zu haben, das hatte ich auch
    eine lange Zeit. Heute weiss ich, ich habe nicht
    versagt, ich habe kapituliert, vor der Macht der
    Droge Alkohol.
    Ich habe für mich entschieden, ich will meinen Mann
    nicht mit dieser Macht teilen und habe mich für mich und mein
    Leben entschieden, das kannst Du auch

    Zitat

    ich hab schuldgefühle er tut mir leid


    Schuldgefühle, Lolli, warum?
    Du hast doch alles versucht, jetzt bist Du dran,
    versuche dein Leben für Dich aufzubauen.
    Leid tun ja, das ist doch ok, aber das hiflt weder Dir noch
    ihm.

    Lolli, Du kanst ihm nicht helfen, das kann nur er.
    Versuch Dich auf dich zu konzentrieren.
    Schreib hier alles auf, was Dich bedrückt, was Dir Sorgen und
    Kummer macht, mir hilft das sehr.
    Hier ist immer jemand der liest und vielleicht auch einen
    Rat oder Trost für Dich hat.

    Liebe Lolli, ich wünsche Dir viel Kraft und Ausdauer auf deinem Weg,
    es wird besser und leichter mit jedem kleinen Schritt den Du für dich gehst.

    Ich drück Dich mal tröstlich.

    Liebe Grüße

    Gesche