Beiträge von Zeter

    Hallo Liebe Leute,

    wollte euch mal berichten, bei mir geht es mal ein Stück nach vorn.

    Das ich mich oft so unwohl fühlte klärt sich allmählich. Es ist nicht nur mein Ernährungsproblem, was mich schon so lange quält, es hat auch ganz viel mit meinen Verspannungen zutun. Starke Übelkeit hatte ich lange auf meine Laktoseunverträglichkeit geschoben. Habe meine Ernährung zwar auf Minus L-Produkte umgestellt, aber irgendwie reicht es noch nicht.
    Heute habe ich erfahren, dass ich mit mit zwei verschiedenen Pilzen rumschlage. Meine Abwehr ist zwar noch nicht gestärkt. Aber ich habe Medikamente bekommen. Vielleicht habe ich den Pilz innerlich auch. Auf das Ergebnis warte ich noch.
    Für meine Abwehr muss ich noch weiter kämpfen. Werde bald zu einer Ernährungsberaterin gehen.
    Gestern habe ich ganz viel im Internet gelesen bezüglich meiner Verspannungen, die ausgelöst werden durch meine Fehlhaltung (Skoliose ...) Wenn ich hier dann mal einen Masseur oder Therapeuten finde, der sich auskennt mit der sensomotorischen Körpertherapie, wäre ich bezüglich meiner starken Übelkeit auch mal ein Stück weiter. Denn ich brauche mich nur ein bischen körperlich betätigen und schon geht es mir ganz schlecht.
    Aber Geduld. Umsonst bin ich nicht auf diesen Artikel gestoßen.
    Ich hatte die letzte Zeit aus diesen Gründen immer weniger Lust mich überhaupt noch zu bewegen. Das hat mich so runter runtergezogen.
    Dann die quälenden Kopfschmerzen. Mein Hormonhaushalt ist schon lang gestört. Auch ein wenig wegen meiner Ernährung, aber auch das typische Frauenleiden...Aber hierfür nehme ich auch jetzt Medis. Mal abwarten.
    Diese Dinge stehen für mich im Moment an erster Stelle.

    Morgen gehe ich wieder in meine SHG. Um auch weiter an meiner Co-Abhängigkeit zu arbeiten.
    Denn mein XY ist immer noch mit trinken beschäftigt und mir ist das ziehmlich egal.
    Telefoniere mit ihm noch. Aber ich schaffe es immer besser mich gedanklich mit seinem Problem nicht mehr auseinander zu setzen. Mich plagt auch nicht mehr so sehr was er gerade so treibt. Ist mir schnuppe.

    Innerlich bereite ich mich schon darauf vor, wenn er wieder zu mir Kontakt aufnimmt, dass es mich nicht berührt und ich daher zielstrebig nein sagen kann.
    Ich hoffe ich bleibe stark. Denn die Hoffnung, dass er mal zur Vernunft kommt habe ich so ziehmlich aufgegeben.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Bernd,

    ich lese ja immer ganz viel bei Dir mit. Deine Co-Anteile haben mich immer interessiert. Was Du gestern da so geschrieben hast, kenne ich so gut.
    Die Langeweile. Sie frist mich immer ganz schnell auf. Muss ich mich nicht um ein Problem kümmern oder sonst was organisieren (im negativen Sinne), fällt mir ganz schnell die Decke auf dem Kopf und zu guter Letzt mache ich dann gar nichts mehr.

    Es ist so witzig, als hätten Deine Ohren geklungen. Ich wollte Dir genau aus diesem Grund eh schreiben. Aber Du bist mir ja zuvor gekommen.

    Denn ich habe für mich in meinem Inneren auch was überlegt, wie man dieses Denken, was uns beschäftigt, besser sortiert.

    Mir fällt es unendlich schwer nicht über Probleme nachzudenken. Besuche aus diesem Grunde eine reale SHG.
    Wollte so für mich es in die Richtung lotzen, dass ich nur 1x die Woche konkret mich mit diesen negativen Gedanken auseinander setze.
    Ich gehe jeden Dienstag seit kurzem dort hin.
    Wie Du siehst, bin ich mir noch nicht ganz treu.
    Das habe ich mir aber vorgenommen, um von meiner negativen Schiene weg zu kommen.

    Wann ich angefangen habe immer so negativ zu denken weiß ich nicht. Aber eins weiß ich, gesund ist es nicht das jeden Tag zu machen.
    Alles hat seine Zeit. Also es gibt auch eine Zeit des Freuens.
    Ich glaube das müssen wir langsam lernen und da gibt es dann keinen Platz für Negatives.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Gotti,

    danke für Deine Antwort.

    Was ich für mich mache. Eine Therapie habe ich gemacht. Deshalb kann ich mittlerweile auch genau beschreiben, was so bei mir bis jetzt los war/ ist.

    Zur Zeit gehe ich in eine SHG.

    Dann schreibe ich hier. Tut mir auch gut.

    Nur das reicht mir noch nicht um wirklich zufrieden zu sein.

    Ich weiß auch, dass das alles Zeit braucht.

    Was ich für mich viel üben muss. Krankes Verhalten nicht mehr zu akzeptieren. Kein Verständnis mehr zu haben.

    Ich erkenne momentan noch zu spät, wenn ich keine klaren Wege gehe.

    Wünsche Dir auch noch einen schönen Sonntag.
    :D

    Hallo Martha,

    ja, so kommt es mir vor. Deshalb hab ich auch geantwortet.

    Hallo Ette und Gotti,

    eure Argumente kann ich nachvollziehen. 40 Jahre in diesem Glaube zu leben ist nicht gesund.

    Wenn ich das richtig verstehe, verbindet ihr mit co-Abhängigkeit, mit der Tatsache, nicht allein leben zu können.

    Bei mir hat mein co-abhängiges Verhalten mehr damit zutun, dass ich krankes Verhalten immer akzeptiert habe und dann ich versucht habe es bei meinem Partner gerade zu biegen.
    Dieses wiederum mein krankes Verhalten, habe ich in meiner Kindheit entwickelt. Konnte nie ertragen, wenn ein Mensch bestraft wurde, ausgeschlossen oder auch wenn es um mich selbst ging. Habe viel zu viel Verständnis bis heute. Das ganze hat viel mit meinem Vater und Opa zutun. Denn durch sie war ich es gewohnt, merkwürdige Gestalten um mich zu haben. Habe dieses Gefühl immer weggedrückt.

    Wie ich gerade 20 war bin ich fluchtartig ausgezogen und habe alleine gewohnt. Fand ich total toll. Endlich Ruhe, konnte machen was ich wollte. Bin in dieser Zeit oft allein ausgegangen. Tanzen und Musik hören. Habe dabei meinen Ehemann kennengelernt. Bis heute verfluche ich diesen Tag. Denn wenn er nicht ein so Durchgeknallter gewesen wäre, hätt ich mir viel Leid ersparen können, genauso hätt ich es besser gewusst, dieses andauernde ungute Gefühl nicht wieder wegzudrücken, hätt ich mich besser schützen können, wäre ich heute nicht so verletzt. Alleine ausgegangen bin ich bis zur Trennung.
    Das zieht sich durch mein Leben bis jetzt. Meinen Alki liebe ich total. Obwohl ich inzwischen mich entfernen konnte, konnte ich diese Liebe zu ihm aber nicht als unwichtig einstufen.

    Hausarbeit dauert mir zu lang. Deshalb mag ich sie schon gar nicht.
    Bin ich zuviel im Streß, ist mir meine Unordung total egal.

    Seit der Geburt meines Kindes konnte ich aber dieses Ausgehen nicht mehr so leben wie vorher. Inzwischen habe ich auch gemerkt. Da sind mir zuviele Kaputte. Denn die wurden mir oft zum Verhängnis, da ich nie ein Ende finde, wenn ich ausgehe. Habe mich schon oft in brensliche Situationen gebracht. Manchmal habe ich auch nur getanzt und mich mit niemanden dann unterhalten. Aus diesem Grunde gehe ich nicht mehr alleine aus. Wenn nur noch mit Freunden.

    Momentan habe ich auf allen Gebieten nur Probleme zu welzen und keinen Spaß. Deshalb habe ich keine Lust alleine zu sein.

    Hallo Martha,

    mit mir Alleinsein und glücklich alleinsein kann ich doch nur wenn irgendwo noch Spaß ist.

    Das mein ich.

    Ob ich mit Freunden mal ausgehe oder mal meinen Partner bei mir habe, macht mich nicht allein glücklich. Das sehe ich so wie Du.

    Das Leben was wir leben wollen macht uns glücklich.

    Ich verstehe alle nicht wenn sie so verkrampft danach ringen, sich ständig vormachen, ich bin stark, ich mache alles allein.

    Die Natur eines Menschen begründet sich in Gemeinschaft. Von Anfang an.
    Das ist aber nicht immer möglich. So gehen wir unsere Wege, teilweise alleine.
    Ich brachte das Beispiel von meiner Oma. Sie lebte allein, nahm das auch so hin. Abends aber hielt sie es nicht aus allein zu sein. So wechselte sie sich ständig mit ihrer Nachbarin ab. Mal bei ihr, mal bei ihr.
    Tagsüber war sie ständig unterwegs, mal blieb sie für sich zu Haus allein und genoss die Ruhe.

    Das meine ich damit, Gemeinschaft muss ausgewogen sein. Das muss doch kein Lebenspartner sein. Manchen Menschen reicht als Gemeinschaft schon nur ein Gespräch. Das liegt oft daran, dass diese Menschen sehr früh für sich allein waren.
    Ich bin anders aufgewachsen, somit brauche ich eine ausgewogene Gemeinschaft, wie ich es von Geburt an kennengelernt habe.

    Ist diese Gemeinschaft ausgewogen, kann ich auch glücklich mit mir selbst sein und die Ruhe mit mir selbst genießen.

    Das macht es für mich doch schwer, wenn es doch durch meine Lebensumstände nicht mehr so möglich ist.
    Das hat für mich ganz und gar nichts mit Abhängigkeit zutun.
    Bekommen wir nicht das was uns gut tut werden wir unzufrieden. So ist das bei mir immer schon gewesen.

    Jetzt kommt für mich das was ich total versäumt nicht gelernt hab im Leben. Ab wann muss ich mein Leben so schützen, dass ich nicht unter gehe.
    Denn auch durch mein bisheriges Leben, habe ich oft mit kranken Verhaltensweisen zutun gehabt. War mir persönlich lange nicht bewusst.
    Dadurch verstricke ich mich andauernd in Ereignisse, sehe viel zu spät warum das so ist. Habe wirklich mühe, dadurch, klare Wege zu gehn. Gerade in der letzten Zeit habe ich Probleme mit meinem Exmann deshalb gehabt, habe Probleme auf der Arbeit bekommen. Konnte meine Arbeit nicht zielstrebig erledigen. War in allem verstrickt.
    Das zieht mich genauso runter, wie das ganze hick hack mit meinem Alki.
    Das alles macht mich ziehmlich fertig. Finde dadurch nicht mehr zu Ruhe.
    Das ganze zieht sich bis hin zur der Erziehung meines Kindes. Bisher hab ich bei diesen Dingen noch soweit mich schützen können, dass ich Abstand wieder gewinne. Nur der ganze Streß nimmt mir den Spaß.


    Deshalb bin ich stinkich allein zu sein. Möchte mal wieder Spaß haben. Möchte endlich mal vorher so abgeklärt sein, dass ich mich nicht schon wieder so verstricke.

    Dann kann ich besser mit mir selbst glücklich sein.

    Hallo Liebe Ette, Dagmar und Martha,

    wenn ich euch so lese, denke ich die ganze Zeit, verdreht ihr da nicht was.

    Ich habe schon lange einen Durchhänger, bin total unglücklich. Räume meine Whg. nicht mehr auf, so wie sonst, mache nur das nötigste. Gehe nur noch arbeiten und dort funktioniere ich obwohl es mir nicht gut geht.

    Mein Kind ist zur Zeit nicht da, so hab ich noch viel weniger Anreiz meinen Haushalt fit zu halten.

    Habe meinen Freund, wohl besser eher gesagt Ex schon länger weggeschickt, weil er ja nicht aufhört zu trinken.

    Beschäftige mich permanent mit meinem Fehlverhalten, weil mein Fehlverhalten nicht nur in der Beziehung mit meinem Alki vor kam.

    Mein Fehlverhalten hat mich auch vor meinem Alki daran gehindert, gesund mit mir umzugehen. War mir lange nur nicht bewusst. Denn habe zu viel Kraft in die Ereignisse gesteckt, anstatt zu überlegen, wieso lasse ich kranke Verhaltensweisen in meinem Umfeld zu.

    Im meinem Beruf setze ich mich damit auseinander, bei meinen Freunden, bei meiner Familie, sogar noch meine Ex ehe (durch Kind).

    Das Alleinsein kann ich nur akzeptieren, wenn ich auch Spaß habe. Der fehlt mir aber schon lange.
    Permanent Alleinsein ist wohl für keinen gut.
    Wenn ich Spaß habe, dann habe ich auch Lust auf meine Pflichten und erfülle diese zu aller Zufriedenheit.
    Hatte ich in meiner Beziehung Stress, bin ich immer nur noch arbeiten gegangen und war für mein Kind da.
    Alles andere haben ich fallen gelassen.
    Mit Freunden treffen ist mir zu viel, weil die meine Schmerzen nicht hören wollen. Verstellen möchte ich mich nicht.
    Früher habe ich bei Streit genau wie ein Alki, meinen Schmerz weg gesoffen, bis hin, dass ich selbst einmal auf der Intensivstation gelandet bin. Habe mich von einer Beziehung in die nächste gestürzt. So hatte ich kurzzeitig Spaß. Mein nächster Wahn, machte eine Therapie und wollte gleichzeitig Antidepressiva.
    Den Zahn hat mir meine Therapeutin gleich wieder gezogen. Sie sagte, deshalb macht man eine Therapie, damit man keine Tabletten nehmen muss. Geht es dann nicht ohne, macht man beides. Ist aber wohl besser, erst mal ohne.
    Das habe ich dann brav gemacht. Jetzt kämpfe ich mit meinen Gedanken und warte darauf, dass mein Körper anfängt zu heilen. Glücklich bin ich dabei nicht. Das braucht wohl noch sehr lange. Vielleicht auch mein ganzes Leben.
    Die ganze Zeit denke ich an meine Oma. Nach dem Tod von meinem Opa lebte meine Oma noch 10 Jahre allein. Kurz vor ihrem Tod kam sie ins Krankenhaus. Durch mehrere Schwierigkeiten konnte meine Oma nicht mehr selbst essen. Ich fuhr abwechselnd mit anderen aus meiner Familie zu ihr hin, um sie zu füttern und Gesellschaft zu leisten. Doch überwiegend war sie allein. Wie sie gefühlt hat weiß ich nicht, sie sagte nur immer wie soll das weiter gehen. Ihre Nachbarin, die bis zum Tod von meiner Oma, immer abends mit ihr zusammen war, ist in eine Depression gefallen. Meinte zu mir, sie sei ihr ganzes Leben zu verwöhnt gewesen. Ihr Mann wäre ja immer da gewesen und danach meine Oma.
    Ich dachte, hat das wirklich mit verwöhnt sein was zu tun? Für mich nein. Nur wird es wohl schwer werden im Alter, auch da mit dem Alleinsein klar zu kommen.

    Hallo Martha,
    was seinen Wunsch betrifft, weiter zu trinken, habe ich resigniert. Hatte mich das ganze letzte Jahr immer wieder aufs Neue versucht damit zu arrangieren. D. h. habe ihm keine Bedingungen mehr gesetzt, wenn Du trinkst......dann kommt das...... Wenn es mir zu bunt wurde, bin ich kurzer Hand einfach in meine Wohnung gefahren. Denn seit letztem Jahr wohnen wir nicht mehr zusammen.

    Seinen Wunsch weniger zu trinken und langsam aufzuhören habe ich versucht zu respektieren, soweit es mir möglich war.
    Denn es ist seine Entscheidung.
    Mir ist sehr wohl klar, dass es so nicht funktioniert auf zu hören, zu trinken. Habe ich ihm auch so gesagt. Er ist aber nach wie vor der Ansicht seinen eigenen Weg so zu finden. Na ja, wenn er meint, dachte ich. Kontrollverlust im Griff haben. Träum weiter. Geht mich nichts mehr an.

    Menschlich gesehen hat er mir ja sehr geholfen. Mit meinem verlorenen Selbstwertgefühl. Er hat oft nicht gemerkt, wie sehr sein Verhalten mich verletzt hat, hat aber dann sein Verhalten verändert, weil er gemerkt hat, was das in mir auslöste.
    Weil mein Leben aber vorher (vor ihm) auch nicht funktionierte, was das emotionale aus machte, sprich meine Weichheit, begann ich eine Therapie. Denn ich hatte viel aufzuarbeiten.
    Denn mit Sicherheit wäre ich nicht diese kranke Beziehung eingegangen, wenn ich nicht so quer denken würde.
    Meine Therapeutin ist der Meinung, dass ich ein sehr starker Mensch bin, und nur deshalb diese Probleme habe, weil ich mich mein ganzes Leben in den falschen Kreisen aufgehalten habe.
    Diese Aussage hat mich zwar ein wenig Stolz gemacht, aber ich komme einfach nicht mit mir weiter.
    Ich lasse mich immer wieder verstricken, in Dinge, die ich nicht will. Finde oft keine klaren Grenzen. (was meinen Freund betrifft, Exmann, meine Arbeit)
    Am schlimmsten wird es für mich, wenn ich meine Wünsche unterdrücken muss, weil sie nicht umsetzbar sind.
    Mit diesem Schreiben hier versuche ich mich weiter wach zu rütteln. Keine falschen Entscheidungen zu treffen.

    Mir ist sehr wohl klar, dass eine Trennung von meinem Freund wahrscheinlich nicht zu umgehen ist. Aber ich versuche schon sehr lange meine Schwäche in den Griff zu bekommen.
    Ich bin der Meinung, wenn ich endlich mal generell standfest bin, klar sage was ich denke, es dann auch so umsetze, wie ich es möchte, kann ich auch diese Bindung zu meinem Freund lösen, weil sie einfach keine Zukunft hat.
    Ich habe aber auch die Hoffnung, dass mein Freund es schafft, während ich an mir arbeite.
    Der Fall wird wohl nicht eintreffen, und wenn ich noch so sehr der Meinung bin, dass es nicht gut ist, dass sich Menschen immer wieder trennen. Vor allem wenn noch Gefühle vorhanden sind.

    Die letzten Wochen waren sehr hart für mich. Meine Tochter war bei ihrem Vater. Er trinkt mittlerweile auch zuviel und seine neue Partnerin ist eine Alkoholikerin.
    Ich schreibe extra, er trinkt zuviel. Denn bei ihm hat es nicht die Auswirkungen, wie bei seiner Partnerin und meinem Freund. Da gibt es unterschiede im Verhalten. Meine Tochter möchte ihren Vater sehen + ihre Halbschwester. Bin aus diesem Grunde und wegen einem Vorfall, den es letztes Jahr wegen meinem Freund gab, mit meiner Tochter zu einer Beratungsstelle für Kinder gegangen. Die waren gottseidank der Meinung, dass meine Tochter keine Probleme damit hat. Sie meinte wichtig sei es, dass ich als Mutter weiter so mache, wie bisher. Denn ich hätte viel erreicht, habe denen von Geburt an bis jetzt alles genau beschrieben. Das führe ich aber hier jetzt nicht weiter aus.
    Aber der Stress, den ich mit meinem Exmann ständig habe, macht es mir unendlich schwer, den Kontakt aufrecht zu halten. Denn ich dachte, ich hätte endlich mal alles geklärt. Nein, ich blöde Kuh bin wieder weich geworden, und habe jetzt den gleichen Ärger wie vorher.
    Am liebsten würde ich diesen Kontakt abbrechen, aber ich nehme Rücksicht auf meine Tochter. Die möchte trotz der erschwerten Verhältnisse dort immer noch hin.
    Wie es in mir aussieht, nach diesem Stress, fange ich in mir immer wieder von vorn an.
    Ja ich kann mir vorstellen, was ihr mir jetzt schreibt. Trenn dich von Deinem Freund. Da hast Du schon ein Problem weniger. Brich den Kontakt ab zu Deinem Exmann.
    Wenn das mal alles so einfach währe.
    Nächste Woche gehe ich wieder arbeiten und da wartet wirklich der gleiche Mist auf mich.
    Da muss ich wieder verantwortungsvolle Entscheidungen treffen, und gleichzeitig darf es nichts kosten. Ist einfach nicht umsetzbar. Irgendwie drehen alle am Rad.

    Somit bin ich ziemlich genervt. Mir graut es vor den nächsten Wochen. Denn da warten noch mehr unerfreuliche Ereignisse auf mich, die ich aber hier nicht näher beschreiben möchte.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Mein Weg aus der Co-abhängigkeit ist dieser, dass ich weiter an mir arbeite, ein nein auch als ein nein stehen zu lassen.
    Wenn das am Ende auch die Trennung vom trinkenden Partner beinhaltet, ist das natürlich eine Erleichterung, wenn dieser trinkende Partner vielleicht sowieso seinen Weg nie finden wird.

    Denn als ich meinen Partner kennenlernte, dauerte es gerade mal 2 Wochen, dass ich erkannt hatte, er ist ein Alkoholiker. Blind war ich nicht, sondern war direkt wieder mal damit beschäftigt einen Menschen zu retten.

    Auf der Arbeit muss ich Entscheidungen treffen, wo es auch oft darum geht, eine vernünftige Lösung zu finden. Da mein Beruf viel mit Geld zutun hat, bleibt da erst recht das menschliche auf der Strecke.
    Darf mich nicht um die Belange des Einzelnen kümmern, weil es zuviel Geld kostet. Das ist für mich schon ein glatter Hohn, aber leider die Realität.
    Also bin ich dort gezwungen, dass menschliche auszuschalten.
    Ist nicht gerade meine Stärke.
    Meinen Beruf mag ich aber trotzdem, weil ich dort eine gerade Linie fahren kann, in Form von Zahlen, Wissen......

    Wenn es um meine Wünsche geht, schaffe ich sehr schlecht das Wollen und das Können unter einen Hut zu bringen. Dadurch treffe ich falsche Entscheidungen. Sprich meine empfundene Zuneigung zu meinem Freund verbunden mit meinem Wünschen.

    Weil ich so viel für mein Gegenüber an Verständnis aufbringe, schlidder ich in ein Geflecht, welche ich nachher nicht mehr im Griff habe.
    Somit bin ich für einen alkoholkranken Menschen ein gefundenes Fressen.

    Denn in meiner Ehe war Alkohol kein Thema, da stand immer die Unvernunft von meinem Exmann so im Vordergrund, dass ich nur damit beschäftigt war, alles zu organisieren.

    Haben Menschen in meinem Umfeld Probleme, habe ich schnell Verständnis für diese, auch wenn sie sich noch so sehr daneben benommen haben.

    So zieht mich meine verständnisvolle Art immer weiter in die falsche Richtung.

    Momentan versuche ich daran festzuhalten, mich so zu schützen, dass mein Reich, sprich meine Wohnung, mein Geld mir niemand mehr klauen kann. Muss meine Ansagen so durchziehen wie sie von mir angekündigt wurden, ohne wieder schwach zu werden, weil mein Gegenüber wieder an mein Verständnis apelliert. (Sprich mein Exmann).

    Die Augen habe ich nie zu gemacht, nur lasse ich mich viel zu schnell umstimmen.

    Das sind meine Wege aus der Co-abhängigkeit.

    Den Preis den ich für diese Art bezahlt habe, war das ich sehr unter dem Verlust meines Selbstwertgefühles gelitten habe.
    Seit letztem Jahr habe ich dieses aber wieder aufgebaut. In Form einer Therapie, teils sogar mit meinem trinkenden Partner. Dafür bin ich ihm noch sehr dankbar. Ändert nur leider nichts an der Tatsache, dass er nach wie vor seinen falschen Weg geht.

    Ich weiß nicht was sich so hinter jeder Geschichte hier genau versteckt. Aber die Schuld für meine falsche Verhaltensweise trage ich ganz allein und nicht mein trinkender Partner. Vielleicht mag es bei dem ein oder dem anderem im Leben vorher alles funktioniert haben. Bei mir war das nicht so.

    Ich wünsche jedem den richtigen Weg. Meiner wird vielleicht auch mein ganzes Leben dauern.

    Liebe Dagmar,
    Liebe Aufbruch,

    eure Argumente kann ich nachvollziehen in Bezug auf einen trinkenden Partner.
    Aber ich für mich sehe mein Problem in ganz anderer Weise.
    Denn ich schrieb, ich sehe meine falsch erlernte Verhaltensweise als hinderlich.
    Sprich nicht genügend Stärke für ein nein zu besitzen.
    Akzeptiere viel zu schnell. Das hat aber überhaupt nichts mit meinem trinkenden Partner zutun, der wenn er trinkt und dadruch unkorekt wird, nur noch für mich einen oben drauf setzt.

    In meiner Vergangenheit war ich immer zu weich. Das war bei mir schon als Kind so. Das geht bis heute so. Auch im berufsleben spiegelt sich das wieder.

    Jeder will überleben. Jeder will spaß. Lasse mich viel zu schnell benutzen.

    Wenn ich mich von meinem Partner löse, habe ich nicht mein Problem behoben.

    Die Therapie, die ein Co-abhängiger braucht, sieht meiner Meinung etwas anders aus, als so viele sich hier herbei wünschen.

    Denn eine Trennung kann dabei hilfreich sein, ist aber keine vernünftige Lösung auf Dauer.

    Denn in der Zeit meiner Ehe, war ich auch Co-abhängig ohne es zu wissen.
    Nach der Trennung von meinem Mann musste ich erst mal mit der Niederlage klar kommen, weggeworfen zu werden, obwohl ich im Recht war.
    Habe anfangs ohne das Wissen über Co-abhängigkeit meinen Ruhe gefunden, indem ich mir ein Ritual überlegt habe, Härte auszuhalten.
    Jetzt durch meinen Freund habe ich gelernt nicht mehr zu helfen, weil ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe. Das brachte in meiner Seele ein Stück mehr Ruhe rein. Genauso lasse ich mir nicht mehr die Laune verderben wenn er trinkt. Ist seins.
    Leider bin ich immer noch nicht in der Lage, vernünftig mich abzugrenzen, indem ein nein auch ein nein bleibt.

    Denn aus der Ehe mit meinem Exman gibt es ein Kind.

    Gerade letzte Woche bin ich wieder zu weich gewesen, habe dadurch mich in ein Verantwortungsgeflecht hineinziehen lassen, wobei mein Recht auf der Strecke blieb. Denn aus von mir unüberlegten Entscheidungen, aus Rücksicht auf andere, wurde ich so in die Enge getrieben, dass nachdem ich versuchte mein Recht durchzusetzen, mein Ex nur mein Ablehnen sah.
    Hätte ich klar und deutlich von Anfang an, an mein Recht weiter festgehalten, wäre später kein Chaos entstanden.

    Ich finde, dass wir Co´s uns da verdammt schwer tun.

    Ob ich wirklich mit meinem Freund zusammen bleibe, weiß ich nicht. Denn natürlich, muss ich mich trennen, wenn er meint weiter solch ein Chaos zu verbreiten, welches durch das Trinken entsteht.

    Ich für mich interressiere mich mehr momentan für meine immer wieder zu weiche Art. Denn das muss ich wirklich ablegen. Denn das hat mich oft schon viel zu viel Kraft gekostet, alles was daraus entsteht, wieder gerade zu biegen.
    Ich übe mich weiter in klaren Ansagen, die ich dann mal auch so durchführe.

    Hallo an alle,
    ich sehe das nicht ganz so wie ihr.
    Denn ich finde schon, dass es was anderes ist, einen Menschen zu verlassen oder nur den Alkohol wegzulassen.
    Die Frage kann man nicht so beantworten, wir sollen den gleichen Weg gehen, wenn man wie in meinem Fall den Partner schon als trinkenden Partner kennengelernt hat.
    Da habe ich mit dem was vorher war reichlich wenig zutun.
    Somit dürfte ein trinkender Mensch erst wieder eine Partnerschaft eingehen, wenn er den Alkohol hinter sich gelassen hat.
    Das ist in vereinzelten Fällen eben nicht so gewesen, d. h. es gab Partnerschaften, wo es nachher funktionierte ohne Alk.
    Das finde ich hat aber dann eher mit der Tatsache zutun, welche Strukturen bei dem Süchtigen aus der Kindheit schon vorhanden waren, um den richtigen Weg zu finden.

    Vielmehr finde ich meine falsch erlernte Verhaltensweise, daß ich nicht genügend Stärke besitze , nein zu sagen, hinderlich.
    Klar meine Wünsche auszusprechen.

    Wir machen es eher so, dass wir versuchen erst mal zu aktzeptieren und möchten verändern was nicht in Ordnung ist.

    Ich für mich habe lange dafür gebraucht nicht mehr an meinem Partner rumzuerziehen. Jetzt stecke ich mittendrin, muß erkennen, dass ich meine Wünsche mit ihm nicht erfüllen kann.

    Einen Menschen zurück zu lassen, wo trotz allem eine Bindung entstanden ist.

    In meinem Fall hatte ich ganz viel an meinem Selbstwertgefühl natürlich aufzubauen. Ist mir gelungen. Aber die trauer einen Menschen zurück zu lassen tut mir persönlich weh, weil diese Person ein menschliches Wesen ist und kein Monster.

    Das ist für mich der Grund, warum ich nicht bereit bin loszulassen.

    Genauso geht mir einfach nicht in den Kopf, weiso so viele Menschen immer wieder sich seelisch verletzen.

    Denn mir ist aufgefallen, dass der Alkohol zwar Menschen dazu treibt, wirklich kopflos zu handeln, aber Menschen, die keine Grenzen als Kind erfahren haben, tun das auch. Oder immer ihre Wünsche erfüllt bekommen haben.
    Sie sind verantwortungslos, oft nur auf sich selbst bedacht. Dadurch verletzen sie genauso ihre Mitmenschen, wie es durch zu großem Alkoholkonsum passieren kann.

    Somit sehe ich diese Frage als nicht so eindeutig zu beantworten.

    Hallo Maria,
    Hallo Melanie,

    eure Argumente kann ich verstehen. Ich wollte mit dem was ich geschrieben habe niemanden verurteilen, sondern lediglich meine Gedanken dazu mitteilen.
    Denn jeder geht natürlich seinen eigenen Weg. Was letztendlich zu einer Trennung führt ist oft ganz unterschiedlich.
    Aber weil hier in unserem Land die Entwicklung mittlerweile ja so ist, dass man mal eben heiratet oder bei Problemen geht. Egal ob gorße oder nur kleine.
    Denn ich bin sehr traurig darüber, dass wir gerade diese wichtigen Teile, wie löse ich Konflickte, oder wie erlerne ich Selbstbewußtsein, dass ich keine Süchte entwickel.
    Diese sind für Beziehungen enorm wichtig. Als Kind sollte man diese Eigenschaften erlernen. Nur ich merke gerade jetzt bei der Erziehung meiner Tochter wie schwer das ist. Als Mutter dies zu vermitteln und meine Tochter muss genügend Selbstbewußtsein entwickeln, um ihre kleine Konflickte zu lösen und nicht am Ende ganz allein dazustehen. Denn soziale Kontakte müssen auch Kinder halten können.

    Alkoholismus ist eine schreckliche Krankheit. Oft vermischt mit anderen Süchten oder Verhaltensstörungen.

    Seit letztem Jahr beschäftige ich mich durch meinen Freund, der dem Alkohol verfallen ist, gleichzeitig mich mit meinen ganzen Süchten.
    Ich habe eine ganze Menge zu beachten, dass ich nicht immer wieder meine ganzen falschen Verhaltensweisen falle.

    Das eine Beziehung weiter bestehen kann, dafür müssen beide Partner an diesen Grundsätzen festhalten.
    Wenn ein Mensch sich nicht helfen lassen will, kann man wirklich sich nur zurückziehen, um nicht daran zu zerbrechen.

    Ich bin froh, dass mein Freund und ich bis jetzt doch immer noch die Kurve bekommen haben.
    Schwierig bei dem ganzen ist aber auch, immer die ganzen Mißverständnisse. Denn jeder verbindet, Worte die gesprochen werden, mit anderen Gefühlen. Teils aus Erlebnissen, aber auch teils was uns nunmal über die Gene mitgegeben wurde.
    Bekanntlich sind ja Gefühle sehr schwer zu erklären. Denn mir geht es oft so, dass mir einfach so viele Worte für bestimmte Gefühle fehlen und dadurch fange ich an sie zu beschreiben und das kann einen Zuhörer nerven. Sowas ist dann sehr langatmig. Würde jeder das gleiche fühlen, würden oft ansetze dieser Worte reichen. Sowas kommt auch vereinzelt vor.
    Der Alkohol macht die Menschen aggressiv, aber auch langsamer im Denken und dafür empfindlicher in der Gefühlswelt. Verdammt schlechte Mischung. Dann der Beruhigungsefekt und der Spaßfaktor. Alles zusammen ergibt dann eine komplette Scheinwelt.
    Ich habe den Alkohol wie Medizin benutzt. Völlig daneben.
    Wenn man sich so von dem Alkohol einlullen lassen hat, ist es schwer davon zu lassen, aber dennoch möglich.
    Denn unseren freien Willen haben wir alle.

    Also wer sich getrennt hat, der hat mit Sicherheit triftige Gründe dafür. Ich wollte nur eine Anregung geben. Denn auch ich selbst tue mich schwer auf diesem Gebiet. Ganz besonders bei dem Thema verzeihen.

    Aber was ich schon so über mich gelernt habe, denn ich reagiere oft aggressiv, weil ich Schwierigkeiten habe Schmerzen auszuhalten. Das war für mich im Kindesalter schon ein Thema. Bis heute hauen mich auch schon wirklich kleine Sachen aus den Socken.
    Mittlerweile schaffe ich es auch ohne Betäubung durch Alkohol und ohne gleich wieder alles auf den Kopf zu stellen.

    Am meisten hat mir das Schreiben und das Lesen hier geholfen. Denn ich musste dadurch ganz tief in mich rein. Da ich aber ziehmlich faul bin, habe ich oft versucht in einer Abkürzung zu schreiben. Oft lösche ich den Text und lese ihn immer wieder mir vor. Dadurch habe ich sehr viele Gefühle und neue Denkansaätze in mir entwickelt.

    Aber nicht jeder wählt diesen Weg. Mein Freund kann damit nichts anfangen. Denn vereinzelt hat er geschrieben. Dann wieder nicht. Naja jedem das Seine.

    Liebe Grüße
    Zeter :D

    Hallo Maria,
    Hallo Melanie,
    Hallo Matthias,

    ich kann eure Argumente gut verstehen. Davon, von den ganzen negativen Dingen, die wirklich durch falsches Verhalten entstehen, rede ich nicht.

    Ich weiß, wenn Menschen gewaltätig sind, ist es verdammt schwer, da wieder einen gemeinsamen Nenner zu finden. Kann ich selber ein Liedchen von singen.

    Ein ganz wichtiger Punkt ist natürlich die Liebe. Ohne sie kann eine Beziehung nicht bestehen.

    Also was ich eigentlich damit sagen will, ist doch, wer eine Beziehung eingeht, egal ob mit Trauschein oder ohne, trägt Verantwortung. Das macht ein Versprechen doch eigentlich aus.
    Deshalb ist für mich Harthärzigkeit, wenn man versucht immer nur den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, nicht mehr miteinander redet, weil man ja so sehr verletzt ist. Das ist in gewisserweise doch verantwortungslos.
    Probleme lassen sich nicht in ein oder zwei Wochen oder sogar Monaten lösen.
    Ich finde dass unsere Seele viel zu kompliziert ist, denkt man, ja ich habe es endlich begriffen, kommen neue Eindrücke und die alten sind schon wieder über Bord.
    Wer den Weg des Klärens wählt, verliert nicht dabei sich selbst. Ich habe dabei eine ganze Menge gefunden. Kann ich nur weiter empfehlen.

    Abgrenzen ist wichtig, darf aber nicht in Bitterkeit enden.

    Wer also eine Beziehung lösen möchte, weil er nicht mehr liebt, oder sogar festgestellt hat, es war ja nie wirkliche Liebe da, sollte gehen.
    Aber was ich selbst auch gemacht habe, weil ich es mal nicht besser wusste, unbedacht an Dinge rangehen, schauen was wird. Das machen leider viele so.
    So entstehen dann aber leider keine echten Bindungen, denn wer einfafch ja sagt ohne genau hinzuschauen, wacht schnell in der Wirklichkeit auf.
    Denn gute Zeiten heißt ja nicht, ich muss mit der rosaroten Brille rumlaufen und alles ist schön , es kann auch einfach ruhig und stupiede einfach sein.
    Jeder sollte in sich hineinhören, was man will, und liebt man noch, und ist einem die Beziehung wirklich wichtig, sollte man auf jedenfall Kraft in diese Beziehung stecken.
    Probleme gibt es immer wieder, die heißt es zu bewältigen. Das sind dann die sogenannten schlechten Zeiten.
    Leider ist es aber doch oft in unserem Leben, dass alles schnell aus dem Ruder läuft.
    Denn wir haben alle Ansprüche, die wir erfüllt haben möchten, doch die meisten lassen sich nicht umsetzen.
    Wer in der Vergangenheit lebt oder in der Zukunft, der verpaßt das Leben. Stammt nich von mir.

    Vielleicht solltet ihr mal darüber nachdenken und nicht nur das ganze falsche Verhalten beurteilen. Denn wir sind alle Menschen und machen ohne Ende Fehler. Wie ist es denn mit dem Wort Verzeihung.
    Der, der den Fehler begangen hat und auch der Geschädigte sollte es können, verzeihen.
    Wenn das nicht mehr geht, ist man verbittert und lehnt irgendwann jeglichen sozialen Kontakt ab.
    Das ist meine Meinung.

    Liebe Grüße
    Zeter :D

    Hallo Frank,

    ich danke Dir für Deine nette aufrichtige Antwort. Ich verstehe, für Dich gibt es halt nur den Weg der Trennung.

    Ich finde es nur sehr schade, dass hier so einige gar nicht verstehen worauf es mir hier ankommt.

    Denn wer redet denn von Schlagen oder missbrauch...... wie es Maria schrieb
    oder das ich Dein Gefühl als schlechtes Gewissen beschrieben habe, war doch darauf bezogen, dass Du meinst, dass Deine Frau es Dir macht. Für mich geht dieses Gefühl nur von Dir selbst aus. Matthias hat mich gar nicht verstanden.
    Wie Yvonne schrieb: Es wäre ein Umweg. Auch ist es für mich kein Umweg. Ja leicht ist dieser Weg nicht, nur schwerer.

    Ich finde nur die Harthärzigkeit so schlimm. Denn eigentlich müssten Menschen, die sich mal geliebt haben oder sich noch lieben, doch miteinander kommunizieren können, als das immer vom schlimmsten auszugehen ist.(Trennung)

    Leider finden die wenigsten Menschen wieder zu einander und das finde ich sehr schade.

    Ich will Dich nicht als harthärzig einstufen, denn so wie Du schreibst klingt es sehr fair von Dir, wie Du Dich in der Trennung gegenüber Deiner Frau verhältst. Vielleicht findest Du und Deine Frau einfach nicht mehr anderes heraus als dass ihr euch trennen müsst.
    Bestimmt ist der faire Weg auch eine Geährdung für Deine Trockenheit. Aber ich finde es sehr gut von Dir.

    Alleine wohnen ist für die Trockenheit sehr wichtig. Denn so kannst Du Dich mehr auf Deine Trockenheit konzentrieren. Musst den Tagesablauf alleine planen etc.... Auch ist es besser, wenn Du nicht in einer Beziehung steckst. Denn durch eine Beziehung hast Du Verpflichtungen, die Dich bei Deiner Genesung blockieren könnten.

    Was Du Dir vorgenommen hast, ist schon richtig.
    Nur leider sind die Verführungen überall.
    Ich wollte Dir lediglich nur einen Denkanstoß geben.

    Ich wünsche Dir jedenfals Kraft für Deinen Weg.

    Liebe Grüße
    Zeter :D

    Hallo Frank,

    ich las Deine Zeilen und dachte bei mir: Warum ist das für Dich so wichtig, Deiner Frau klar zu machen, dass Du jetzt gehst?

    Ist es für Dich um eine klare Entscheidung zu treffen, nach außen oder möchtest Du hart zu Dir selber sein, dass Du diesen Weg schaffen kannst?

    Ich finde Deine Gefühle ganz richtig. Dein Herz und Dein Inneres macht Dir das schlechte Gewissen, bestimmt nicht Deine Frau. Ich finde die Tatsache einer Trennung immer sehr beunruhigend.
    Mir blutet jedesmal das Herz, wenn ich höre, dass sich ein Paar trennt.
    Das Leben ist so kurz.

    Müssen wir denn immer nur auf der Suche sein?

    Es könnte das nächste Mal besser werden?

    Es heißt doch: So wie in den Guten als auch in den Schlechten Zeiten.

    Ich finde jedenfalls eine entgültige Trennung nicht immer die beste Lösung.
    Nur wenn Du beschlossen hast für Dich alleine zu Leben, damit Du Dich selbst finden kannst und nur mit Dir selbst lebst.
    Aber die meisten Menschen suchen doch immer wieder Zweisamkeit.

    Ganz lieb gemeinte Grüße
    Zeter

    Hallo Kaleu,

    das was Du beschreibst ist eine Depression. Nur ist das wirklich so schlimm?

    Wenn ich so fühle, sehe ich zu, dass ich anfange meine Situation zu ertragen.

    Denn der Spruch: Die Zeit heilt alle Wunden.

    Das geht nicht so schnell.

    Ich hab schon des öfteren Dich aufgefordert in Dich hinein zu hören.
    Denn Deine Trauer zeigt Dir ein noch nicht geklärtes Gefühl.

    Frag Dich wirklich aufrichtig und fang es an zu bearbeiten. Ist doch egal ob es unangenehm, peinlich oder sonst was ist.

    Wichtig ist doch, dass Deine Seele heilen kann.

    Du fragst dich, warum Du auf Sand gebaut hast? Haben wir das nicht alle mal im Leben?
    Das ist das Leben.

    Dadurch das wir geschwächt sind, bestehen wir nur schlecht schwierige Situationen, gleichzeitig fällt es uns schwer die Probleme zu meistern.

    Frag Dich doch mal wie Du einmal sterben möchtest. Verzweifelt oder glücklich?

    Ich habe mich für glücklich entschieden und sehe zu mich zu schützen.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Manfred,

    was Du so zusammenfassend über die Bedürfnisse geschrieben hast, sind auch genau meine Gedanken.
    Denn ich quälte mich lange mit der Frage: Bin ich ein süchtiger Mensch? Dabei durchlief ich alle Stationen, die Du beschrieben hast.
    Ich bekam von der Frau von der Beratungsstelle für Kinder für meine Tochter zwecks Aufklärung, wenn sie ins jugendlichen Alter kommt, eine Broschüre. Sie nennt sich Sehnsucht.
    Dort wurden sämtliche Drogen aufgezählt. Alles drehte sich aber um die Sehnsucht, als Beispiel wurde unter anderem von Menschen berichtet, die nicht gelernt haben, Konflikte durchzustehen oder Enttäuschungen zu ertragen.
    In diese Richtung kann ich mich einordnen.
    Dadurch entwickelte ich die Macke bei Konflickten zur Flasche zu greifen. Wollte mir immer ein bischen Ruhe (Bedürfnis) damit gönnen.
    Fataler Fehler von mir. Denn jetzt sitze ich hier und muss ganz langsam lernen Konflickte ohne Alkohol zu bewältigen.
    Noch schwieriger wird es, wenn es um mein Problem, der Co-abhängigkeit geht. Warum muss ich auf der einen Seite hart sein um mich zu schützen, obwohl ich ganz anders empfinde? Vom vielen Grübeln ist mir schon ganz schwindelig geworden.

    Aber mein Glaube führt mich da in die richtige Richtung.

    Wie ich aus Deinen Worten so las, beschäftigst Du Dich mit der höheren Macht. Jetzt ganz neu wieder.

    Deine Worte zur Demut sind wirklich ein wichtiger Bestandteil für, ich nenne es mal jetzt, verdrehten Verhaltensweisen. Egal ob es sich um das Erfüllen von Bedürfnissen handelt oder ein Verhalten zum Schutz, wie es für Co-abhängige wichtig ist.

    In unserer Gemeinde viel da auch das Wort Verzicht.
    Erst dann kann der Geist wachsen.
    Das schützt mich. Passe ich nicht richtig auf mich auf, oder bin noch sehr unstabil oder bin ich wieder mal einer Gier verfallen, der Prediger nannte sogar die Liebe als Beispiel oder den Alkohol (hat man sie kennengelernt will man sowieso immer mehr), kann ich durch Verzicht wachsen.

    Allmählich gehe ich Schritt für Schritt nach vorne. Denn meine Macke Konflickte mit Alk zu lösen und meine Co-abhängigkeit machte mich depressiv. Meine Depressionen kommen noch vereinzelt hoch, wenn ich nicht genug auffpasse. Ist viel Kopfarbeit. Wird aber immer besser.

    Liebe Grüße
    Zeter :D

    Hallo Manfred,

    habe bei Dir noch weiter gelesen. Ja das kenne ich auch. Manchmal wenn ich hier schreibe, wühlt es mich auf.

    Das liegt aber auch oft daran, dass man hier nicht seine ganze Lebensgeschichte so richtig wiedergeben kann, dass einem die Argumente immer weiter helfen, die hier aufgeführt werden.

    Bei mir treffen dann oft Antworten nicht mein Gefühl.

    Ich habe aber dadurch auch angefangen, manchmal eben das Thema nochmal aufzugreifen. Habe genauer darüber nachgedacht, wie kann ich es aufschreiben, dass ich auch richtig verstanden werde.

    Dadurch musste ich immer tiefer in mich hineinhören. Habe dabei fast immer neue Gefühle entdeckt, die mich dann doch weiter brachten.

    Ich wünsche Dir bei Deiner suche nach dem Urvertrauen aber weiter viel Glück und Du wirst es dabei auch finden. Denn wer suchtet, der findet.

    Liebe Grüße
    Zeter :D

    Na mir ist da noch was eingefallen.

    Denn musste eben weg. Also schreibe ich es jetzt als Nachtrag noch hinterher.

    Habe mich oft gefragt, warum treffe ich immer wieder auf solche Menschen.

    Seit letztem Jahr höre ich in mich sehr hinein. Dabei habe ich festgestellt, dass bei mir das Thema Sucht lange in meinem Leben schon vorhanden ist.

    Dadurch entwickelte ich auch diese Verhaltensweisen. War mir lange nicht klar.
    Man sucht sich halt das was man kennt.

    Was für Co-Abhängige wohl am schwersten ist. Sich klar abzugrenzen.

    Das habe ich auch lange nicht gemacht. Habe immer versucht mit ganz schwierigen Situationen klar zukommen. Zu akzeptieren. Denn Lösungen gibt es ja immer.

    Aber meine Gefühle zu meinem Freund kann ich schon als Liebe bezeichnen.

    Meine Suchtgefühle fühlen sich ganz anders an als Liebe.

    Sucht ist für mich zerstörerisch. Hat mich einmal fast mein Leben gekostet. Liebe ist für mich schöpfend. Dieses Gefühl verbinde ich mit meinem Freund. Auch wenn er süchtig ist, war zwischen uns viel Positives. Ich habe mich oft sehr geborgen bei ihm gefühlt.

    Nur wenn ein Mensch süchtig ist, geht vieles kaputt, weil ein sozialer Kontakt nicht wirklich bestehen kann.

    Wenn Du also so leidest, finde ich, hat doch eigentlich nur mit der Tatsache zutun, dass ein Mensch aus Deinem Leben verschwunden ist, den Du doch eigentlich nicht wegschicken wolltest.
    Weil aber sein süchtiges Verhalten einen sozialen Kontakt unmöglich macht, geht diese Beziehung dann den Bach hinunter.

    Das sind meine Gedanken dazu, ob Du es nachempfinden kannst, weiß ich nicht. Aber ich denke schon.
    Was ich so seit letztem Jahr beobachtet habe und ich dadurch mich dann klarer Verhalten konnte, hat mich schon ein wenig weiter gebracht.

    Ich habe mir es so erklärt und es zieht mich nicht mehr ganz so runter. Habe dadurch, weil ich mehr Verantwortung für mich selbst übernehme (abgrenzen), aufgehört darauf zu warten, dass mein Freund verantwortungsvoll mit mir umgehen wird.

    Ein totaler Kontaktabbruch ist deshalb auch ja so sinnvoll, weil dadurch die Wunde nicht immer wieder neu aufgerissen wird.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Martha,

    was Du schreibst kann ich total nachvollziehen. Denn mit dem totalen Kontaktabruch sehe ich auch wirklich die einzige Chance sich wieder auf neue Dinge einlassen zu können.

    Denn selbst in den 3 Jahren der Trennung von meinem Freund hatte ich es nicht geschafft mich emotional zu lösen. Das lag zum großen Teil daran, dass er sich immer wieder bei mir in Erinnerung rufte. So kam es dass wir wieder zueinander fanden.

    Aber ich weiß nicht ob Liebe, die ich nunmal für meinen Partner empfinde mit Sucht gleich zusetzen ist.

    Ich für mich musste vieles was diese Beziehung betraf für mich sortieren. Ob ich jetzt so langsam damit durch bin weiß ich nicht.

    Was ich aber als sehr sinnvoll erkenne: Totaler Kontaktabruch.

    Mittlerweile denke ich viel über das Thema Verantwortung nach. Dadurch schaffe ich es mich zurück zu ziehen.

    Wenn ich daran denke ihn unverhofft zu sehen, oder er versucht mich anzurufen, das macht mich jedesmal fertig. Aber nur weil meine Gefühle noch für ihn da sind, und ich ja gehe weil ich mich sonst ganz verlieren werde.

    Das macht mich sehr traurig. Aber der totale Kontaktabruch bringt ein bischen ruhe in das Ganze.

    Liebe Grüße
    Zeter