Beiträge von Zeter

    Hallo Kathi,

    meine Stärke die Du von mir so empfindest habe ich mir erarbeitet. Man wird halt auch älter. Auch ich war sehr naiv.
    Aber genau das meine ich mit dem was man aus der Kindheit mitgenommen hat. Nicht die schlimmen Erlebnisse, sondern evtl. Weisheit. Meine Mutter ist in allen Dingen sehr oberflächlich und kein bischen beweglich. Ich meine damit, sie hört bei jedem Problem einfach weg. Macht nur zu. So wurde ich erzogen.
    Richtiger wäre doch eher, wie verhalte ich mich in solchen Situation, um den bestmöglichen Erfolg zu bekommen.
    Denn hast Du jemals in Deinem Leben erlebt das alles glatt läuft. Ich nicht. Für unsere Psyche finde ich es wichtig, dass wir bei Problemen nicht uns selbst verlieren.

    Denn es gibt ja auch immerhin manche Alkoholiker, die es schaffen. Und das Dauerhaft.
    Also gibt es hierfür auch Signale, dass es geht. Das denke ich jedenfalls.

    Demnach haben wir uns nur zu lang blenden lassen von den falschen Aussagen und vielleicht auch von den Verhaltensweisen. Nur bei diesen haben wir vielleicht manchmal richtig gefühlt, sind aber immer wieder auf die blendenden Worte reingefallen.

    Gestern und auch das ganze Wochenende hat sich mein sogenannter Ex wieder bei mir gemeldet. Er hat wirklich alle Register gezogen. Wollte mich mit allem blenden. Erst hat er so getan als hätten wir Streit und er wollte sich versöhnen. Dann als er gemerkt hat, ich zeige keine Reaktion, fing er wieder an mich zu beschimpfen. Ich zeigte wieder keine Reaktion. Meldete mich erst morgens. Teilte ihm mit das er nicht nachts so einen Terror machen sollte und mal almählich Ruhe geben sollte. Fehler von mir mich zu melden.
    Das nahm er wieder als Anlaß vor mir zu weinen. So bekam ich Mitleid und hoffte das er bald aufhören wird sich so hinein zu steigern. Es gingen dann ein paar SMS hinundher. Zu guter letzt schrieb ich ihm, er soll mich in Ruhe lassen, da er sein Leben ja nicht aufgeben möchte, immer weiter trinken und wie ein Penner leben.
    Das nahm er dann zum Anlaß und wollte eine lebenslange Freundschaft mit mir. Ich lehnte ab und teilte ihm nochmal mit, es ist aus. Aber er schrieb nur wieder zurück, ich soll nicht traurig sein, dass wir uns lange nicht sehen können. Seitdem antworte ich nicht mehr.
    Ich glaub, dass geht immer weiter so. Er ist richtig penetrant.

    Kathi vielleicht quält Dich die Frage, ob Du geliebt wurdest? Aber ich kann dazu nur sagen. Auch Alkoholiker können lieben. Nur sind sie durch die Probleme, die sie mit sich selbst haben, etwas sehr durcheinander in ihrem handeln.
    Die Verantwortung, die man dann so im Leben zu tragen hat, scheint dann als nebensächlich. Das beziehe ich auf den Kredit und auch auf die Verantwortung in einer Beziehung und somit wird halt auch die Liebe mit Füßen getreten.
    Ich finde auch, dass uns die Gesellschaft dazu treibt mit Alkohol zu leben. Also wird man dann ja auch wie ein Fragezeichen angesehen, wenn man sagt, hey Du trinkst zuviel. Denn der Prozeß ist so schleichend, wenn man zum Alkoholiker wird.

    So jetzt habe ich wieder soviel geschrieben. Beim erzählen fällt einem das dann nicht so auf, wieviel wieder geplaudert wurde.

    Ich wünsche Dir auch noch eine schöne Woche und freue mich auch wieder von Dir zu lesen.

    LG
    Zeter

    Hallo Kathi,

    ich gebe Dir recht. Unser Leben ist wirklich zu kurz, um immer weiter zu leiden. Denn Glücklichsein ist viel besser.

    Aber ein gutes hatte dieser Streß. Ich habe dadurch normal angefangen über mich mehr nachzudenken. Somit habe ich letztes Jahr dann begriffen, dass ich co-abhängig bin und das halt auch schon in meiner Ehe. Habe in dieser Ehe nur gelitten. Denn mein Exmann passte einfach nicht zu mir und ich bin dadurch depressiv geworden. Er haßt mich bis heute und dieser Haß hatte mich fast das Leben gekostet.

    Die Beziehung zu meinem Freund war nicht so. Aber durch sein Problem trinkt er immer weiter. Jetzt ist er hochgradig abhängig vom Alk.
    Ich bin davon überzeugt, dass mein Freund mich liebt. Aber sein Problem überwiegt alles und dadurch steht er sich selbst im Weg.
    Ich habe akzeptiert, dass keine Beziehung mit ihm möglich ist. Wenn er aber eine Frau findet, die dann vielleicht das Ganze versucht auszuhalten ist mir ziemlich egal. Trotz das ich ihn liebe. Ich lasse in liebe los. Verachte ihn nicht oder bin böse auf ihn. Nur ein wenig traurig. Denn ich werde nicht mehr leiden und auch nicht mehr depressiv werden, nur weil entweder ein Mensch nicht zu mir passt oder mit sich selbst nicht im Reinen ist.

    Ich weiß nicht wie es genau bei Dir war. Nur habe ich festgestellt, dass fast alle Menschen, die in so ein Chaos geraten wie wir, durch die Erfahrung, die man als Kind gemacht hatte, da so reinschliddert.
    Denn krankhaftes Verhalten tötet doch eher als das Leben möglich ist.
    Nur wir erkennen nicht die Signale.
    Ich finde die Erziehung eines Menschen recht schwierig. Es erfordert sehr viel kraft. Viele Eltern überlassen die Kinder sich selbst (dann kommen immer die sogenannten Sprüche: ist mir zu anstrengend, da mach ich doch nicht meine Nerven kaputt oder ich bin halt so, kann das eben nicht) oder selbst wenn man sich wirklich mühe gibt, ist es sehr schwierig alles auszulöschen was falsch ist.
    Vieles wird über mehrere Generationen immer wieder weiter gegeben.

    Ich bin mit meinem Kind wegen dem ganzen Streß zu einer Beratungsstelle für Kinder gegangen. Die Frau von dieser Beratungsstelle hat mir auch so was ähnliches gesagt. Sie meint es ist auch ganz wichtig, dass wir immer beweglich bleiben für die vielen schwierigen Lebenssituationen. Nur sollten wir auch nicht zu beweglich werden. Somit haben wir die Größte Chance, das was man mal als Kind gelernt hat, immer wieder neu zu sortieren und gegebenenfalls auch ganz neu zu lernen.

    Zu dem Thema Kredit. Nein ich hatte nicht den Eindruck, du könntest nicht mehr überleben. Wollte nur mitteilen, dass man diese Hilfe in Anspruch nehmen kann. Denn ich finde aus den Umständen heraus warum Du diesen Kredit aufgenommen hast ungerecht und ich finde es auch ungerecht, dass Dein Ex keine Verantwortung trägt. Somit würdest Du doch für diesen Fall auch eigentlich seine Verantwortung nur abgeben.
    Dadurch würde Deine monatliche Belastung sinken und vielleicht würdest Du dadurch gar nicht alles bezahlen müssen.

    Wünsche Dir noch einen schönen Wochenanfang.

    LG
    Zeter

    Hallo Kathi,

    ich finde es wirklich gut Deine positive Stimmung.

    Ich kann auch so gut nachfühlen, dass es eine innere schwere Belastung war die Probleme bei der Schwangerschaft und dann die Fehlgeburt ertragen zu können.
    Aber wie ich aus Deinen Worten so rauslese, hast Du nicht verlernt positiv zu denken. Sei wirklich stolz. Denn da war ja mein Problem. Ich konnte die schwierigen Situation nicht annehmen, weil ich mich lange Zeit als der Verlierer fühlte. Meine Natur ist es auch, sehr vorsichtig zu sein. Möchte immer alles richtig machen.

    Mit meinem Freund telefoniere ich noch, eher gesagt ruft er noch oft an. Ich hoffe aber das er es mal bald aufgeben wird. Sage ihm bestimmt soweit es geht lieb und nett, dass ich nicht mehr bei seinem Spiel dabei bin. Meist hält das dann ein paar Tage an, dass er nicht anruft. Aber dann versucht er es immer wieder.
    Er liebt mich und ich lieb ihn noch. Aber mir ist mein Leben wichtiger und ich möchte mit den ganzen peinlichen Situation, die durchs trinken entstanden sind, nichts mehr zutun haben.
    Ich bin wirklich so glücklich darüber endlich nicht mehr traurig zu sein. Fühle mich sehr wohl ohne ihn.
    Heut war ich mit meiner Tochter Schlittenfahren. Bei diesen Schneemengen macht das ja wirklich Spaß.
    Ich wünsch Dir für heut abend viel Spaß.

    Achja, und ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass alles mit dem Gerichtstermin zu Deiner Zufriedenheit laufen wird und auch dass Du bald vielleicht einen neuen Job hast.

    Und was das Ganze mit dem Kredit noch gibt, wird sich zeigen. Es gibt doch auch die Möglichkeit einer Privatinsolvenz. Wenn alle Stricke reißen solltest Du davor nicht scheuen es in Anspruch zu nehmen.

    LG
    Zeter

    Hallo Kathi,

    mir geht es gut.

    Habe auch gerade die Trennung von meinem Freund hinter mir. Denn auch ich habe lange mit mir gehadert.
    Da ich ihn immer noch liebe, musste ich für mich herausfinden, wann der Moment kam, dass mein Herz auch die Trennung akzeptieren konnte.
    Das Ganze hing sehr mit meinem eigenem Hang zur Sucht zusammen. Denn als damals vor 10 Jahren die Beziehung zu meinem Exmann zerbrach, bin ich in ein tiefes Loch gefallen. Hatte damals versucht die Probleme mit Alk wegzutrinken und hatte Depressionen. Ich trank immer wieder bei solchen Anlässen wie z.B. Beziehungsstreß.
    So etwas ist wirklich nicht gut. Durch den Streß mit meinem Freund weiß ich jetzt, dass ich Alkoholgefährdet bin.
    Auch weiß ich jetzt, dass man durchs Trinken dann leider die Schmerzen nicht richtig verarbeitet und viel schneller in eine Depression fällt. Jetzt habe ich es geschafft diese Trennung ohne Medikamente oder Alk hinzubekommen.
    Meine Co-Anteile spielen dabei auch eine große Rolle. Sprich, Gefühle die ich fühle und unterdrücke.
    Das war natürlich ein ganz schönes Packet für mich. Aber jetzt bin ich glücklich. Muss nicht mehr die Angst haben, dass mein Freund trinkt oder sonst irgend ein Chaos wieder statt findet. Bin auch total froh hier im Forum viel schreiben zu können. Das ist für mich die Beste Therapie. Denn ich habe auch den Weg zu einer Therapeuten gefunden. Aber die virtuelle Welt war für mich besser. Denn jeden Tag konnte ich schreiben und lesen. Infos für alles habe ich mir auch aus dem Internet geholt. Zu meiner Therapeutin bin ich nur noch abliefern gegangen.
    Freue mich auf mein Kind, meine Whg. und meine Arbeit.
    Nur hoffentlich habe ich sie noch lang. Denn auch bei uns spiegelt sich die schlechte Marktlage wieder. Aber immer positiv denken.

    Ich finde es sehr wichtig sein Leben so anzunehmen wie es ist. Aber das ist nicht immer so einfach. Denn unsere Wünsche decken sich nicht immer mit dem was wirklich möglich ist. Somit müssen wir halt immer auch ein Stück akzeptieren. Also ein Stück beweglich sein.

    Ich würde mich ebenfalls freuen von Dir zu hören.

    LG
    Zeter

    Hallo Kathrin,

    ich freue mich von Dir zu lesen. Du kannst stolz auf Dich sein.
    Denn dass Du gegangen bist und dadurch Deinen inneren Frieden gefunden hast, ist doch das Wichtigste.

    Dass, wenn Du nach Hause kommst und keiner da ist, kenne ich auch. Diese Angst, dass dein Exfreund dann wieder evtl. trinkt oder einen beleidigt, durch das Alleinsein zu ersetzen,finde ich ein wirklich gutes Gefühl.

    Bei einer gesunden Beziehung sollte das Nachhausekommen nicht durch diese Ängste geprägt sein und Du solltest diese Erfahrung so gut in Erinnerung behalten, für den Fall, wenn Du eine neue Partnerschaft eingehst. Du verstehst wie ich das meine....

    Das mit Deinem Job tut mir leid. Auch wenn Du darin einen Neuanfang siehst, ist es doch erst mal mit Streß verbunden. Aber so ist das Leben und bei der momentan Wirtschaftslage wohl auch nicht untypisch.

    Ich wünsche Dir noch viel Zufriedenheit und gutes Gelingen für den neuen Job.

    LG
    Zeter

    Hallo Dagmar,

    ich gebe Dir recht, dass das Umfeld nicht verantwortlich zu machen ist für den Freitod eines Menschen. Denn das steckt in jedem selbst.

    Aber was ich zum einen sagen wollte ist, dass man den Alkohol nicht verantwortlich dafür machen kann, sondern die Umstände die den leidenden quälen.

    Was das Umfeld betrifft, sie leben aber leider doch sehr eng mit dem leidenen Menschen zusammen.
    Was einen nichtkranken Menschen nicht umhauen würde, haut aber einen kranken Menschen um. Genau da liegt der Hase begraben. Dadurch ist man zwangsläufig an dem Tod beteiligt und fühlt diese dummen Schuldgefühle. Dumm sind diese Schuldgefühle natürlich nicht. Aber so entsteht doch wohl die Frage, hätt ich es besser so oder so gemacht?

    Einen Menschen retten, kann man nicht. Aber nett zu ihm sein, wenn es ihm nicht gut geht, das wohl schon.
    Das hat auch ein Alkoholiker oder ein Co-Abhängiger oder sonst ein anerer kranker Mensch wohl verdient.

    Aber das genau passiert nicht. Denn durch das kranke Verhalten, erntet man als kranker Mensch eher das Gegenteil. Denn das kranke Verhalten nervt oft.

    Da wünsche ich mir nach wie vor mehr Feingefühl von diesem Umfeld.
    Genauso finde ich es schade, dass so viele wirklich blind durchs leben gehen.
    Denn wenn ein Mensch stirbt, will keiner gemerkt haben, was dazu führte.

    Ich für mich habe es in meiner leidenszeit als sehr schmerzvoll erlebt, dass Gefühl zu haben nicht geliebt zu werden.
    Deshalb versuche ich meinem Partner das Gefühl zu geben, dass heißt ich sage es und versuche einigermaßen neutral zu reagieren.
    Keine bösen Worte, keine Schuldzuweisungen. Was ich mache, nenne bestimmt die Dinge, die nicht in Ordung sind. Bleibe konsequent am Ball.

    Das hätte ich mir damals in meiner harten schweren Zeit von meinem Umfeld gewünscht. Warum ich noch Lebe liegt daran, dass es meine Tochter gibt. Der Wunsch nach einem Kind.
    Weil dieser Wunsch bei mir groß war, ich bezeichne es als Egoismus, konnte ich unmöglich diesen Wunsch einfach so zurück lassen.
    Sozusagen versuchte ich dann mich nochmal aus der Realität zu ziehen.
    Wollte nicht sterben, nur Ruhe. Aber dadurch das ich noch ganz tief in meinen Depressionen hing, merkte ich nicht, dass ich mich gefährdete. Das ganze wurde ausgelöst durch die Trennung von meinem Mann.
    Erst im Laufe der Zeit, wachte ich wieder von meiner Depression auf und fing an Verantwortung zu fühlen und zu übernehmen. Das dauerte aber ein Paar Jahre.

    Jetzt durch die Beziehung mit meinem alkoholranken Freund fühlte ich wieder diese Schmerzen. Leztes Jahr habe ich genau deswegen eine Therapie begonnen und auch wegen dem Freitod meiner Freundin. Denn mir war es einfach zu heikel unvernüntig mit meinem Leben umzugehen.
    Mittlerweile kann ich aber sagen, dass die Zeit meine Depression genommen hatt. Denn eine Seele braucht sehr lange bis sie anfängt zu heilen.

    Also liegt nicht alles an einem selbst wie Aktiv man versucht sich zu helfen, sondern eine Portion Glück gehört dazu nicht verloren zu gehen und liebe nette Menschen. Und viel Zeit.
    Nur leider haben nicht alle diese Zeit, weil sie doch meiner Meinung nach zu sehr verlernt haben zu warten.

    Liebe Grüße Zeter

    Hallo an alle,

    ich muss mal ein paar Worte loswerden.
    Wenn ich lese, dass ein Selbstmord auf den Alkoholkonsum zurückzuführen ist, muss ich widersprechen.
    Es ist für die zurückgebliebenen nicht nur traurig wenn Mensch sich das Leben nimmt, sondern die Hinterbliebenen plagen eine Menge Schuldgefühle. Hätte man nicht besser hingesehen...........

    Der Selbstmord ist die letzte Flucht aus den tiefen inneren Schmerzen und hat nichts mit dem Alkohol zu tun. Viele Menschen leiden darunter. Auch ohne Alkohol.
    Ich selber habe einen Selbstmordversuch hinter mir. Bin aber Co-Abhängig.

    Das Wort Co-Abhängig würde ich nicht nur in Verbindung mit Alkohol bringen, da ich es auch ohne die Tatsache bin, dass ich mit einem Alkoholiker zusammen bin, sondern als Kind gelernt hatte, negative Gefühle einfach wegzudrücken und akzeptieren zu müssen. Ich rede da von familiären Verhältnissen.

    Ich finde eher die Tatsache unerträglich im Leben immer wieder auf ein Neues mit schwierigen Situationen klar zu kommen und dadurch nun mal nicht meinen Willen zu bekommen. Mir fällt es nach wie vor schwer, das Leben so anzunehmen wie es ist, mir nicht jeden Traum erfüllen zu können. Ich rede da von meinem Beruf und von meiner Tochter. Beide Wünsche konnte ich mir erfüllen, aber eben nicht so wie ich das wollte.
    Das Thema Familie ist leider zu sehr mit meinem Co-Abhängigen Verhalten verknüpft und wirft mich immer noch aus der Bahn.

    Na ja, aber die Gesellschaft sieht einfach weg, wenn ein Mensch Probleme hat. Warum weiß ich nicht. Vielleicht nehmen das einfach viele nicht war.
    Denn eine Freundin hatte sich letztes Jahr das Leben genommen. Sie konnte ihre psychische Erkrankung nicht respektieren, laut Aussage ihres Partners. Aber keiner hatte es angeblich in der Familie gemerkt. Ich schon. Denn durch meine eigene Geschichte hatte ich in meinem inneren schon viele Jahre gehofft sie würde die Kurve bekommen. Manchmal habe ich versucht ihr Mut zu machen. Nur ohne Erfolg.
    Was mich allerdings schockierte: keiner will es bemerkt haben und als ich allen einzelne Punkte aufzählte, hieß es, war doch gar nicht so schlimm. Sie hat auch 2 Kinder hinterlassen.
    Einige meinten, sie hätte ihre Kinder im Stich gelassen. Das ist nicht war. Denn meine Freundin war nicht mehr in der Lage überhaupt etwas richtig zu fühlen. Sie war eine tote Hülle. Jedenfalls war ihr Abgang dementsprechend heftig.

    Meine Tat war nicht weniger heftig und ich weiß wie schlimm dann alles war. Man hat keine Zeit mehr sich Gedanken zu machen. Der Schmerz überwiegt alles. Ob dann Alkohol dabei war, spielt keine Rolle. Der Mann war ebenfalls in einer absoluten Notsituation, die ich wirklich keinem Wünsche.

    Ich finde es so schade, dass wir Menschen immer eine sehr eingeschränkte Wahrnehmung haben. Manchmal können wir gut reagieren und fühlen und manchmal halt leider wie hinter einer Wolke nur sehen. Nämlich gar nichts.
    Reden hilft dann nichts. Weil Worte dann immer verloren gehen. Geschriebene Worte dringen besser durch. Aber die Menschen in Notsituation haben leider keine Kraft mehr wirklich zu lesen.

    Das von mir zum Nachdenken
    zeter

    Hallo Canis,

    lass dich nicht davon runterziehen. Denn sein weglaufen wird ihm nachlaufen.
    Glaub mir, er will nur nicht über sich nachdenken.
    Ich wünsche Dir Kraft, glaub an dich. Du hast keinen Fehler gemacht, dass Du ihm so hart und klar sein falsches Verhalten vor den Kopf gedonnert hast.

    Ja in meinem Leben ist auch noch so einiges zu klären. Aber wir kommen hier so langsam weiter mit dem Klären.
    Wir lösen uns beide aus den alten Verhaltensmuster, sprich er gibt zu wenn er einen Rückfall hatte ohne aggressiv mir gegenüber zu treten und ich behalte Gelassenheit.
    Vor 4 Jahren ist er auch mal weggelaufen, stürzte sich in eine neue Beziehung. Merkte aber dann, dass ich nicht so einfach austauschbar bin.
    So hielt er immer weiter den Kontakt mit mir. Irgendwann kamen wir wieder zusammen.

    Das soll jetzt nicht heißen, dass bei Dir es auch so laufen wird. Aber wenn Dein Mann dich wirklich geliebt hat, kann es so sein.

    Wichtig bei dem ganzen ist, was willst Du. Wenn Du ihn immer noch so lieb hast dann behalte ihn doch einfach als gute Erinnerung in Dir.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Canis,

    mir geht es so weit gut. Ich bin mit meinem Freund noch zusammen, aber wirklich geschafft hat er sein Problem noch nicht.
    Beziehungstechnisch haben wir dadurch dann auch so einiges zu klären. Aber es geht nach vorn. Nur in kleinen Schritten.
    Irgenwie ist halt alles miteinander verknüpft.

    Ich kann dich wirklich verstehen. Einfach fallen gelassen zu werden, obwohl man sich keiner Schuld bewußt ist. Das kenne ich aus meiner Ehe. Heute bin ich aber froh da raus zu sein und im Stich gelassen worden zu sein habe ich auch verarbeitet. Wir waren auch viele Jahre zusammen.

    Ich finde das nicht egoistisch von Dir
    zu denken, dass er vielleicht richtig glücklich über die Trennung sein könnte.
    Denn damals habe ich auch so gefühlt. Aber fakt ist: Wenn er nicht kämpft, hat er dich dann auch nicht verdient. Aber so wie ich es verstehe zeigt er gar nichts, was du ihm bedeutest. Also ist ihm wohl der Alk wichtiger.
    Dann ist es für dich besser zu gehen. Ich kann da immer nur wieder sagen, fühl dich nicht klein oder minderwertig. Du bist ne ganze Menge wert. Das kann ich auch sagen ohne dich zu kennen.

    Liebe Grüße Zeter

    Hallo Canis,

    Nachdem Dir keiner schreibt mache ich das jetzt. Denn ich hatte viel mit mir zu tun, deshalb antworte ich erst jetzt.

    Das mit Deinen Träumen. Du verarbeitest alles noch. So entstehen diese Träume. Dein Herz ist noch bei ihm.

    Und wenn er so verstockt ist, so lass ihn auch so verstockt bleiben. Denn wenn er dich zurück haben wollte, würde er um dich kämpfen. Trotz Alkoholabhängigkeit.

    Ich wünsche Dir weiter viel Kraft. Du machst das schon.

    Liebe Grüße Zeter

    Hallo an alle,

    ob ich liebe und warum ich liebe stelle ich nicht in Frage. Nur eine Sucht macht die Bindung von zwei liebenden Menschen kaputt. Alles dreht sich nur noch um die Sucht.

    Deshalb ist es nicht wichtig zu fragen ob es Liebe ist, sondern wie komme ich aus dieser Beziehung raus und behalte davon keine Wunden. Wie kann ich begreifen einen Menschen zu verlieren, der aber eigentlich noch lebt, obwohl ein Teil von ihm schon tot ist?
    Einfach einen Menschen verlassen, obwohl es heißt, so wie in guten als auch in schlechten Zeiten. Wir wurden alle dazu erzogen, zu verzeihen.

    Geht eine Bindung kaputt, sollen wir für uns bleiben. Das erklärt für mich auch wieder die Liebe. Denn einen Menschen einfach austauschen ist nicht gut für uns.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Kathi,

    der Entzug dauerte bei meinem Freund nur 5 Tage. Da er nicht so ein starker Trinker ist/war. Seine Entzugserscheinungen hielten sich in Grenzen.
    Aber der Weg danach ist wirklich lang.
    Seine Verhaltensweisen sprich seine alten Gewohnheiten zu ändern bedeutet, alles was Negatives auslöst, abzustellen. Das geht nicht so schnell. Es gab auch Rückfälle und Trennungen.

    Deine Verhaltensweisen spielen auch eine Rolle. Denn durch das Nichttrinken verändert sich das Zusammensein mit Deinem Partner.

    Aber keine Panik. Ist alles machbar. Ich habe auf mein Inneres gehört. Meine Wünsche. Hatte viele Gespräche mit meinem Partner. So wie Du geschrieben hast, hat sich Dein Partner ja selbst für den Entzug entschieden und danach Selbsthilfegruppe.
    Klingt doch positiv.
    Warte ab was passiert. Quäl Dich nicht mit dem Gedanken, er könne Dich verlassen. Sprich mit ihm lieber über Deine Ängste. Dann weißt Du doch wie er fühlt.
    Ich wünsche Dir Kraft und Glück.

    Liebe Grüße Zeter

    Hallo Canis,

    Dein eigener Weg. Ja das ist wirklich so ne Sache.
    Die letzten Jahre hast Du ihn wohl auf Partnerschaft abgestellt. Kind und Mann.
    Also ist da jetzt erst mal eine Lücke.
    Eigentlich auch normal. Nur durch eine Beziehung zu einem Suchtkranken gerät so einiges durcheinander.
    Vielleicht hast Du Hobbys. Konzentriere dich mehr auf sie.
    Auch finde ich es normal schon wieder einen neuen Mann im Kopf zu haben.
    Wir leben und gehen nicht mit Augenbinden durchs Leben.
    Das er vielleicht auch wieder kompliziert ist, liegt an uns selbst.
    Wir gehen meiner Meinung nach zu locker mit dem Außergewöhnlichen (z.B.Kiffen) um.
    Aber das soll auch nicht heißen, wir werden niemals glücklich. Wir müssen nur lernen, die Grenzen für uns selbst besser einzuahlten. Die sind immer ganz unterschiedlich und deshalb kann aus einer komplizierten Bindung auch was Positives werden, wenn alle Beteiligten vernüntig sind. Du bist doch ein gutes Beispiel dafür (Dein Alkoholproblem).

    Kopf hoch.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Canis,

    Gedanken und Gefühle unter einen Hut zu bekommen. Das ist schwer. Halte an Deinen Gedanken fest. Die sind gut sortiert.
    Denk nicht, er braucht dich nicht mehr. Denn er ist mit Sicherheit verwirrt und kann Dein Verhalten nicht mehr beurteilen.
    Das Auf und Ab früher, bedeutet doch, dass Du wegen den Gefühlen, die Du für ihn hast, nachgegeben hast.
    Das macht doch auch ein Stück Liebe aus.
    Dadurch, dass er wieder auf Dich zugekommen ist, zeigt das es ihm genauso nah geht.

    Aber ganz wichtig ist. Du willst doch ein Leben ohne Alkohol, ohne Gewalt, kein chaotisches Leben usw... Alles was mit der Sucht verbunden ist.
    Du hast ihm deinen Standpunkt klar gemacht.
    Nur ob er was ändert weißt Du doch nicht. Deshalb gehst Du doch jetzt erst mal Deinen Weg alleine.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Canis,

    ja ihr leidet beide. Für Dich ist es auch viel Veränderung. Aber Deine Gedanken sind gut sortiert.
    Das Dein Kopf sagt nein, denke ich, ist wohl die Angst alles wieder falsch zu machen und von ihm enttäuscht zu werden. Wie stark Eure Gefühle für einander sind oder ob es Liebe ist, wisst ihr beide nur. Aber auch wenn sie stark sind, ist es besser langsam sich nach vorn zu tasten. Eine positive Einigung geht eben nur langsam.

    Auf jeden Fall muss er Unterhalt bezahlen. Wiewiel wird Dir die Anwältin schon mitteilen. Egal wie wenig er hat. Die Versorgung von Dir und Deinem Kind muss gesichert sein.

    Gab es schon mal eine Antstandsdame? Dann macht es doch wieder so.

    Eigentlich möchte er aufhören. Aber wie Du reagiert hast war richtig. Denn unser Co-Verhalten macht das ja aus. Immer wieder hoffen und dann weich werden. Wenn er aufhören will, wird er das auch machen ohne dass Du nett bist.

    Ich drücke Dir einfach weiter die Daumen.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Canis,

    klar ist es ohne Kontakt besser und einfacher. Aber wie willst Du erfahren, ob es Sinn macht.
    Klar er hat sich nicht gemeldet. Das zeigt auch, dass er irritiert ist. Nicht nur Desinteresse.
    Was das alles bedeutet liegt wohl auf der Hand. Er will sein altes Leben zurück, nach seinen Spielregeln.
    Hör in Dich hinein. Wenn Du schreibst, kein Kontakt ist besser, kannst Du alles über das Jugendamt laufen lassen.
    Möchtest Du aber lieber persönlich alles mit ihm klären, muss es einen Kontakt zwischen Euch geben.
    Die Gefahr, dass Du dann rückfällig wirst, ist da. Aber Du hast auch die Möglichkeit die Zügel in der Hand zu behalten. Wenn Du Dir einen Plan überlegst welche Punkte von ihm eingehalten werden müssen, hält er sich nicht dran, kannst Du doch bestimmen was als Nächstes kommt.

    Denke positiv.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Canis,

    das Du eine Ausprache suchst, finde ich gut. Auch finde ich es nicht schlecht einen Mediator einzuschalten.
    Denn ob er jetzt trinkt ist dafür nicht wichtig. Du musst ja auf Dauer eine vernünftige Lösung mit ihm finden, für Eure Tochter.
    Fühl dich nicht als würdest Du Dich falsch verhalten. Denn da Gefühle noch mit im Spiel sind, solltet ihr Euch nicht so verletzen.
    Du hast doch für Dich erst mal alles so geregelt, dass Du und Deine Tochter geschützt sind.
    Alles was die Zukunft bringt, weißt du nicht. Das er weint, denke ich, ist nicht gespielt. Ob er betrunken dabei war, kannst Du nicht auch nicht wissen. Aber er leidet. Das ist gut so. Wenn er sein Tief erreicht, wird er mit Lösungen etwas anfangen können. Aber bedenke, das ist ein langer Weg.
    Ich denke die ganze Zeit an Deine Tochter. Für sie musst Du (ist es sehr wichtig), die Dingen regeln was mit ihn zusammenhängt.
    Deshalb halte weiter an dem Standpunkt fest o,o. Sonst kann es keinen dauerhaften Kontakt zwischen ihm und ihr geben.
    Was euch beide betrifft gilt gleiches.
    Nur um das auszudiskutieren zu können, müsst ihr miteinander reden. Wenn er jetzt trinkt ist das dann nebensächlich. Es sei denn, er wird so aggressiv dass er nicht vernünftig bleibt. Deshalb ist auch ein Mediator gut. Auch fand ich persöhnlich gar nicht so schlecht, dass die Beratungsstelle einen gemeinsamen Termin vorgeschlagen hat. Denn Deine Tochter kann ja nicht ihre Gefühle so verpacken, geschweige denn beurteilen was richtig ist.

    Als letztes Rate ich Dir,,pass auf Deine Gefühle für ihn auf. Geh nicht ab von Deinem Weg. Sag es ihm immer wieder. Nur so kommst Du aus Deinem Co Verhalten. Lieben darfst Du ihn. Nur solang er trinkt und sein Leben nicht ändert musst Du weg bleiben. Selbst wenn er sagt, er ändert, schau es Dir an auf Distanz. Denn nur er allein weiß, wie stabil sein tun ist.

    Ich drück Dir mal die Daumen.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Canis,

    Ich war sehr neugierig. Ich habe mir viele Gedanken über Euch gemacht. Zum einen weil Du beides durchmachst und gemacht hast(Co-Abhängige und Alkoholikerin) und zum anderen weil Deine Tochter so viel noch lernen musste zu verstehen.

    Du kannst auf Dich stolz sein. Hast viel geschafft.
    Gut ist, dass Deine Tochter erkennt. Klare Linie.

    Überhör weiter seine Angriffe. Sein Leben ruinierst Du nicht. Du veränderst es nur. Wäre er nicht so sturr, würdest Du wohl nicht so hart vorgehen.
    Aber wenn er sein persönliches Tief erreicht hat, wird er Deine Worte erkennen. Nur zugeben. Naja,.... ich kenne ihn nicht. Vielleicht.... Ob er dann was ändert, weiß nur er selbst. Eins halte Dir auch vor Augen. Du siehst jedenfalls nicht zu, wie er das Leben aus seinem Körper saugt. Drauf hingewiesen hast Du ihn und das reicht.
    Klar, dass Du bei dem Gerichtstermin einen Zwiespalt hattest. Du hast ihn gesehen. Bestehende Gefühle sollten wir nicht wegschieben. Denn meine Meinung ist: Was Liebe ist soll auch Liebe bleiben.
    Würdest Du Verachtung empfinden oder Haß, würdest Du urteilen. Aber das steht uns nicht zu. Du hast ihn richtiger Weise weggeschickt. Das ist gut so. Also brauchst Du kein schlechtes Gewissen haben.

    Ich drücke Dich und wünsche Dir weiter so gutes Gelingen.

    Liebe Grüße

    Zeter