Beiträge von Zeter

    Hallo Kathi,

    ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du mich wirklich angesprochen hast. Denn hier im offenen Bereich kann man meinen Thread nicht lesen.
    Ich schreibe Dir aber trotzdem.
    Ob Du es wirklich schaffst? Was willst Du schaffen? Denn ich denke Deine Gefühle sind noch ganz stark für ihn.
    Die komische Sache mit dem Trinken ist so unnormal, dass wir alle hier so sehr daran verzweifeln. Wir werden diese Sucht nie verstehen.
    Das was Du nur machen kannst ist doch für Dich Deine Grenzen zu finden. Ob Du mit ihm Kontakt hälst oder nicht ist doch nicht wichtig.
    Wichtig ist wie es alles auf Dich wirkt.
    Kannst Du Dein Leben genießen wenn Du Kontakt hast?
    Wie weit darf er dann in Dein Leben rein?
    Wenn Du keinen Kontakt haben willst, was machst Du um ihn aus Deinem Kopf zu streichen?
    Was machst Du um die Anrufe auszuhalten? Hat das Bestand was Du Dir dafür überlegt hast?

    Denn solang er seinen Weg nicht gefunden hat, wird er weiter trinken, auch wenn er damit aufhören möchte. Er sagt wann stopp ist. Du hast ja auch geschrieben er hat es mal geschafft für 6 Jahre.
    Deshalb kennt er den richtigen Weg.

    Du wolltest von mir wissen wie es mir geht? Bin auch sehr am Sortieren.
    Mache eine Therapie. Bin mittlerweile auf dem Stand, dass ich mit meinem Co-Abhängiges Verhalten schon sehr lang zu kämpfen habe. Habe auch in den letzten Wochen ein großes Auf und Ab durchlebt.
    Im Moment mache ich Dinge, die mir gut tun. Tanzen gehen, Freunde treffen und auch neue Kontakte knüpfen. Schreibe hier und lese viel hier im Forum.
    Aber was ich auch nicht auf Dauer durchhalte, ist mich von meinem Freund fern zu halten.
    Nur wenn er trinkt, Kontaktsperre. Momentan ist er einsichtig will alles ändern. Aber ich habe mich zur Zeit zum Telefonkontakt entschieden.
    Habe es auch zugelassen ihn einmal pro Woche zu sehen, wenn ich frei von meiner Tochter habe. Denn meine Tochter soll nichts davon wissen.
    Ob das richtig ist weiß ich nicht.
    Auf jedenfall ist das für mich ein Versuch. Denn ich habe mich selber satt, auf Dauer zu gehen und dann doch wieder es nicht zu schaffen. Nur eins habe ich mir geschworen, wenn ich merke mir bekommt das alles so nicht, werde ich mir einen neuen Weg überlegen. Solang ich sagen kann, was ich zulassen will, ist das für mich erst mal so richtig.

    Liebe Grüße Zeter

    Hallo Canis,

    schade dass es nicht geklappt hat. Deine Tochter wird noch viel Erklärung brauchen. Natürlich ist sie im Moment entäuscht. Sie wird genau wie wir es noch lernen. Langsam. Stück für Stück. Klar nimmt sie es persönlich. Erinnere sie doch auch nochmal an die Autofahrt. Denn Du trägst die Verantwortung und musst entscheiden, ob Du nochmal so ein Risiko eingehst. Solang er trinkt kann man da nicht vertrauen. Frag sie auch mal ob sie keine Angst hat im Krankenhaus zu landen?
    Aber bezüglich der Fingernägel sag ihr doch auch noch. Wenn sie groß ist wird es schwieriger sich das abzugewöhnen, weil die Nervenzellen dann verkümmert sind.

    Gut das das Jugendamt dich verstanden hat.
    Du konntest also Deinen Weg doch gut erklären. Gut so.

    Ich kann Dich wirklich gut verstehen. Die Zeit zurück drehen. Geht aber nicht. Die Zukunft bringt jetzt Veränderung.
    Sein Leidensweg ist da nicht anders. Deshalb jammert er über all. Trägt keine Verantwortung für sein tun.
    Wann der Tiefpunkt kommt wissen wir nicht.
    Aber auch wenn er es nicht zugibt, brühtet er über Deine Worte.

    Ich drück Dir die Daumen. Denn die Beratungsstelle ist eine gute Hilfe.

    Liebe Grüße Zeter

    Hallo Cadishah,
    habe gerade gelesen was Du heute geschrieben hast.
    Auch wenn Du jetzt sehr traurig bist, leb doch nicht länger in dieser Traumwelt. An dem Strohhalm festhalten, dass er zur Erkenntnis kommt. Weil Du ihn liebst, kreisen Deine Gedanken sehr um ihn. Deshalb rebelliert auch Dein Darm.
    Gefühle runterschlucken bringt nichts.
    Konzentriere Dich auf ein Leben ohne ihn. Komplett. Bau Dir einen neuen Freundeskreis auf. Unternimm etwas mit Deinem Kind. Geh unter Menschen. Nicht zurück ziehen. Klar Trauer ist wichtig. Aber nicht zu lang.
    Dieses Gefühlsauf- und ab war bei mir der Grund zu gehen. Denn ich habe mir gesagt, lieber immer gleichbleibend traurig, als immer wieder ein hoch und dann der tiefe Absturz der Gefühle.

    Denk mal drüber nach.

    Liebe Grüße Zeter

    Guten morgen Canis,l

    mich freut es Dir ein wenig weiter geholfen zu haben.

    Du machst schon Dein eigenes Ding. Aber wenn man sein Leben auf Partnerschaft abgestellt hat, ist halt die Veränderung da, wenn der Partner dann weg ist.
    Deshalb empfindest Du es wohl so schwierig. War bei mir auch so. Wir sollten unser Leben ohne diesen Partner genießen können. Denn ohne die Streiterein, ohne die Angst er könne trinken, geht es im Moment doch besser.
    Ich finde es unendlich Schade, dass diese Krankheit so viel Macht über uns Menschen hat. Das bei diesen kranken Menschen nicht mehr der Lebenerhaltungsdrang funktioniert. Ich finde dieses Unfassbare macht auch einen Teil unserer Co-Abhängigkeit aus. Mich macht das immer noch ganz kirre diese Vorstellung. Deshalb tröste ich mich mit dem Gedanken, den Tod können wir auch nicht ändern. Ist für mich gleich hart und den akzeptiere ich.
    Die Liebe die Deine Tochter zu ihrem Vater spürt ist gut für sie. Bindungen sind wichtig. Aber sie muss auch lernen einen geliebten Menschen zu verlieren. Gehört leider zu unserem Leben, solche schwierigen Lebenssituationen. Wenn sie groß ist wird sie von dem jetzt gelernten mal provitieren. Klingt hart. Ist aber war. Das haben die von der Beratungsstelle mir auch so erklärt.
    Ich hoffe, das Jugendamt ist nicht so blöd und macht noch mehr unnötigen Streß. Das wird Deiner Tochter gar nicht gut tun. Deshalb kämpfe weiter. Du bist auf dem richtigem Weg.

    Liebe Grüße Zeter

    Hallo Canis,

    genau das mit der Liebe, war auch lange mein Problem. Du hast richtig erkannt. Denn wenn alle sagen, wie kannst Du ihn noch nach allem lieben? Ist wirklich egal was die anderen denken. Denn Liebe läßt sich nicht logisch erklären.
    Deshalb lieben kannst Du ihn. Aber keinen Kontakt, solang er nicht einsichtig wird. Wie gesagt, ob er jemals einsichtig wird, ist nicht Deins. Denn die meisten dieser Menschen stürzen allein noch mehr ab, bis vielleicht der Tiefpunkt kommt.

    Ich habe auch eine 9jährige Tochter. Ich habe ihr alles über den Alkohol erzählt. Denn auch die bei der Beratungsstelle meinten, es ist wichtig das ein Kind versteht worum es geht. Nur welche Art der Erklärung Du wählen wirst musst Du für Dich erst mal rausfinden. Denn auch ich habe zu Erwachsen meinem Kind alles erzählt.
    Aber ich schreibe Dir mal auf wie ich versucht habe es zu erklären. Ich hatte aber beim Erklären mir ein Hilfsmittel dazu genommen, welches sie gut nach vollziehen konnte.
    Denn durch das rumstöbern im Internet bezüglich der Alkoholsucht stieß ich auf Fingernägelkauen.
    In diesem Bericht wurde erklärt, dass auch Fingernägelkauen zur Sucht werden kann. Denn meine Tochter kaute Fingernägel. In diesem Bericht wurde auch erklärt, dass wenn man als Kind das macht, sich die Nervenzellen für Streßabbau nicht richtig entwickeln können. Als meine Tochter diesen Bericht gelesen hat und mit mir besprochen hat, hörte sie sofort auf zu kauen. Merkte in Streßsituationen, den Drang wieder zu kauen. Das habe ich ihr dann als Sucht erklärt, ähnlich wie mit dem Trinken.
    Jedesmal wenn dann mein Freund wieder getrunken hat, fand sie das dann nur lächerlich. Sie hätte ja auch etwas zu bekämpfen und wäre doch noch ein Kind. Er sollte sich mal zusammen reißen, denn er ist Erwachsen.
    Später gab es auch noch einen Vorfall wo mein Freund sehr agressiv war. Daraufhin sind wir weggegangen und er musste allein damit klar kommen.
    Sie hatte Mitleid mit ihm. Denn sie mag ihn und mag es auch nicht wenn Kinder so im Stich gelassen werden, die unartig waren. Ich erklärte ihr was wohl besser ist, das er uns bedroht wenn er so agressiv ist oder das wir gehen. Da bekam ich dann zur Antwort. Das wir gehen, denn sie mag ihn nicht wenn er agressiv ist. Ist unangenehm. Streit ist unangenehm.

    Vielleicht hilft Dir meine Erklärung. Aber auf jedenfall würde ich mich mit einer Beratungsstelle in Verbindung setzen, damit Du die richtigen Worte findest. Für Kinder ist es oft besser das Ganze spielerich zu erfahren. Aber dafür sind wir wohl als Mütter nicht richtig ausgebildet. :lol: Kleiner Scherz.

    Liebe Grüße Zeter

    Guten morgen Canis,

    das mit der Co-abhängigkeit ist wirklich hart, aber dadurch, dass Du diesmal nicht alleine entscheiden kannst (nicht wie beim Trinken), musst Du einen Weg finden es dennoch zu akzeptieren, dass Dein Mann nicht davon losläßt.
    Du Eure Liebe, sofern diese auch noch da ist, nicht aufgibst, sondern du gefühlsmäßig es schaffst Dir Grenzen zu setzen, die umsetzbar sind.

    Vertete klar Deinen Standpunkt vor allen in Deiner Familie. Das er Deine Mutter angerufen hat, ist von ihm Manipulation, um Dir Schuldgefühle einzureden. Diskutiere nicht mit Deiner Mutter. Denn sie wird nichts verstehen.
    Was Du machst ist richtig. Hilfe durch nicht Hilfe. Anders geht es nicht. Das Eure Ehe zerstört ist, hängt nicht an Dir.
    Deinem Kind mache bitte deutlich wie wichtig distanz ist. Zu ihrer eigenen Sicherheit. Denn durch ihre Liebe zum Vater, hat sie ja eben diesen Zwiespalt.
    Trennung gehört zu unserem Leben dazu. Es ist Veränderung. Manche Dinge liegen nunmal nicht in unsere Hand. Wenn Dein Mann nicht einsichtig wird, muss er die Konsequenzen seines weiter Trinken spüren.
    Außer Trennung ist da wohl nichts anderes möglich.
    Was die Zukunft bringt weißt du nicht. Du weißt auch nicht ob oder wann er damit aufhört. Das weiß nur er alleine. Solang aber alle weiter alle nach seiner Pfeife tanzen, wird er gar nichts ändern.

    Liebe Grüße Zeter

    Was sagt denn das Jugendamt zu dem Telefonkontakt? Wenn das für sie in Ordnung ist, mach es doch so weiter.
    Wichtig ist doch, dass Deine Tochter den Trennungsschmerz auch verarbeitet. Wenn Sie auch weint, kannst Du doch ihr diese Gefühle erklären.
    Ist doch völlig normal.
    Erklär ihr, dass ihr Vater Hilfe braucht und dass ihre beide nichts daüfr könnt und auch dass ihr beide da eben nicht helfen könnt. Meine Tochter war darüber sehr traurig, dass mein Exfreund jetzt alleine dasteht. Gleichzeitig war ihr aber klar, dass die Distanz wichtig ist.
    Das hat man mir gesagt, dass die Kinder eben lernen müssen auch mit dieser Trauer umzugehen.
    Was sagt denn dein Kind?

    Versuch nicht so nervös zu werden. Denn dein Mann ist ja wohl gelassener.
    Totz Deiner Trauer musst auch Du klar nach außen auftreten. Vertrete klar Deine Vorstellungen.
    Vertraue Dich einer guten Freundin an. Gespräche lösen Spannungen. Auch das Schreiben hier im Forum hilft.

    Ich weiß nicht wie weit Deine Überlegungen jetzt gehen. Aber vielleicht helfen Dir ja meine Worte hier nochmal geschrieben zu sehen.

    Liebe Grüße Zeter

    Hallo Canis,
    ich habe Deine Geschichte gelesen und gedacht, dass Du mit Deiner Tochter auch zu einer Beratungsstelle für Kinder gehen kannst. Denn dort wird Deiner Tochter vieles erklärt, was auch ganz wichtig ist. Ich habe selber diesen Weg gerade gewählt. In unserem Ort habe ich mich über die Caritas erkundigt. Hier heißt die Beratungsstelle Kids & Co.
    Gelichzeitig ist das für Dich eine Entlastung.
    Ich kann Deine Ängste verstehen. Am besten beschränkst Du dieses Umgangsrecht auf nur ein Paar Stunden.
    Wenn aber das in Vergangenheit auch schon ein Problem war wegen dem Trinken, rate ich Dir erst mal Kontaktsperre. Auch für Dein Kind ist diese Kontaktsperre besser. Denn sie ist bestimmt schon ohne Ende verwirrt.
    Du scheinst auch ganz angeschlagen zu sein.
    Erst wenn Du für Dich eine emotionale Schiene wieder gefunden hast, kannst Du wirklich klare Entscheidungen treffen. Das brauchst Zeit.

    Wenn Dein Mann in dieser Kontaktsperre für sich allein ist, wird er ans Denken kommen. Trotz Alkohol. Allerdings kannst nur Du beurteilen, wieviel Zeit er aber braucht vernünftig zu reagieren.
    Denke : In der Ruhe liegt die Kraft.

    Ich wünsche Dir weiter viel Kraft und einen kühlen klaren Kopf.

    Liebe Grüße Zeter

    Guten morgen Dagmar,

    Deine Worte von Dir tun mir gut. Denn ich hatte bei meiner neuen Begegnung nämlich alles in kurzer Zeit dabei.
    Kennenlernen, Sympathie entwickeln, gegenseitiges Interesse, dann aber Panik nur benutzt zu werden, gesagt dass es zu viel Nähe ist, dieser Mann hielt aber nicht Abstand nur kurz, dann war ich durcheinander, wußte nicht wie ich Kontakt aufrecht halten konnte ohne gleich alles zu zerstören, also zugelassen, dann kam ein nicht vorhersehbares Ereignis, was mich belastete, hatte nichts mit diesem Mann zutun, sondern passierte in meinem Umfeld, wollte das mit diesem Mann besprechen, da er dabei war, er lies mich kühl abblitzen, dann erfuhr ich später viel negatives über diesen Mann von einer Freundin.
    Das alles zusammen hat mich später als negativ empfinden lassen. Denn hätte dieser Mann mich wirklich gewollt und nicht nur benutzen wollen, hätte er Abstand gehalten. Da fehlte Respekt vor mir. Gleichzeitig hätte er wohl ein Ohr für mich gehabt. Da habe ich es beendet. Hätte ich das nicht gemacht, hätte ich nämlich warten dürfen, und das wahrscheinlich alles totgeschwiegen wurde. War für mich unerträglich. Oder das er sich einfach nie mehr gemeldet hätte.

    Mit meinem Expartner hatte ich mal den Zustand des Weglaufens, mal den Zustand des Redens am nächsten Tag.

    Also auch wenn positive Gefühle da sind, heißt es jedenfalls bei mir noch nicht das sich alles gut entwickelt.

    Aus diesem Grunde habe ich mir überlegt wie ich dem vorbeugen kann.

    Indem ich jeden Schritt bewusst steuer. Wenn dann der erste Schritt gut verlaufen ist, kommt dann der zweite.
    So kann ich langsam mein positives Gefühl steuern und lasse nur so viel Nähe zu wie ich erst mal bereit bin zu geben. Denn können immer wieder neue Probleme entstehen. Aber wenn ich mir vorher einen positiven Weg gelegt habe, kann ich dann darauf zurück greifen. Vielleicht reicht das aus um wirklich weiter nach vorn zu kommen und einen Partner zufinden der wirkliche Nähe mit allen für mich und ihn wichtigen Bindungen sucht.

    Liebe Grüße Zeter

    Hallo Elisa,

    ich habe mich an die Caritas gewendet. Dort lagen dann Prospekte aus. Habe dort diese Einrichtungen auch von einem Berater der Caritas dann empfohlen bekommen. Hier bei uns im Ort läuft das über eine katholische Einrichtung. Kids und Co.

    Lass Dir von Deinem Expartner nicht ins Gewissen reden. Denn komisch, er will die Beziehung aufrecht erhalten. Ja, vielleicht weil Du sein halt bist.
    Von wegen er hat kein Alkoholproblem. Auch liegt sein Problem woanders.
    Typisch. Hängt alles zusammen. Denn ein Alkoholiker hat immer noch woanders Probleme. Denn was soll es denn sonst für einen Grund geben. Daran erkrankt man nur weil da auch noch mehr kaputt ist.

    Das Du immer wieder Zweifel bekommst, denke ich, liegt vielleicht wie bei mir daran, die Liebe spielt eine große Rolle. Gerade heute hat mich mein Expartner wieder angerufen und mehrere SMS geschrieben. Aber jetzt ist er nach langen unsinnigen Streiterein in den letzten Wochen momentan schon auf dem Leffel alles zuzugeben und alles ändern zu wollen. Nur macht er es nach wie vor nicht. Trinkt immer weiter. Ich versuche den Kontaktabbruch durch zu halten. Aber habe ihn zufällig getroffen und schon fängt er wieder an, mich anzurufen. Du siehst, ich kämpfe auch immer noch damit. Lass Deinen Expartner ruhig im Glauben, er sei auf dem richtigen Weg.

    Deine Gedanken sind gut. Und den Weg, denn Du beschreibst zu gehen, ist richtig. Nach vorn.
    Nur versuche auch mal heraus zu bekommen, warum Du auf ein solchen Partner eingegangen bist. Denn für Deine Zukunft wirst Du wohl noch mehr auf Dich aufpassen müssen. Du hast bestimmt schon über uns Cos mal nachgedacht? Wir neigen alle dazu unsere Gefühle nicht zu beachten. Dadurch verlieren wir wichtige Grenzen.

    Wir müssen stark bleiben. Denn Drogen gehören nicht in unser Leben. Die Politiker lassen uns damit auch im Stich. Denn ist halt ein Wirtschaftszweig. Unsere Gesellschaft verharmlost das ganze Trinken. Alkohol ist ein giftiger Stoff. Selbst wenn wir nicht zum Alkoholiker werden.

    So jetzt gehe ich schlafen.

    Liebe Grüße Zeter

    Nein Dagmar, Du gehst Deinen Weg. Denn unsere Gefühle sind auch ein Schutzmechanismus.
    Wenn wie bei mir Unwohlsein kommt, stimmt etwas mit dem neuen Kontakt nicht.
    Genauso, wenn jemanden als Freund nett ist und gleichzeitig fordert. Das habe ich gerade gestern zu spühren bekommen. Das löst bei mir direkt Unwohlsein aus. Ich höre förmlich die bösen Gedanken.

    In Sreitsituationen finde ich das ganze schwieriger. Denn mir ist noch kein Mensch untergekommen, der wirklich korekt bleibt im Streit. Ich schreie schnell. Manche hauen ab, oder legen auf. Manche beleidigen nur. Oft läßt man sich dann nicht mehr gegenseitig ausreden.

    Viele Menschen tragen zu viele Verletzungen in sich. Für mich ist es schwierig anerkannt zu werden, weil ich oft auf das höre, was andere von mir einfordern. Lasse mich rumdelligieren.
    Meine Grenzen spüre ich, aber setze sie selten durch um streit zu vermeiden. Mache zu oft eine Faust in der Tasche, anstatt wenn mein Unwohlsein kommt in mich hinein zu hören und zu entscheiden. Habe oft Angst mein Gegenüber zu verscheuchen oder mein Ziel nicht zu erreíchen.
    Aber genau da liegt der Hase begraben. Wenn mein Gefühl Unwohlsein kommt, heißt es nur noch die Beine in die Hand zu nehmen. Denn dann entstehen schlechte Verbindungen.
    Ich bin genau wie Du im Lernprozeß. Bin total traurig darüber. Denn ich habe auch gemerkt. Eine Partnerschaft zu finden ist gerade jetzt schwierig. Männer in unserem Alter, die für sich Leben, wollen keine intensive Bindung. Keine wirkliche Bindungen.
    Dadurch das unsere kranken Expartner keine wirkliche Bestätigung in ihrem Leben gefunden haben, gab es jedenfalls mit meinem Expartner diese intensive Bindung. Ich war oder bin sein halt gewesen.
    Uns Frauen ist diese intensive Bindung wichtiger als den Männer. Denn die machen Karriere, haben vielleicht viele Kontakte. Das reicht ihnen. Die stehen nicht auf Gefühle.
    Weil das leider der Wahrheit entspricht bin ich sehr traurig und einsam und habe Angst keine intensive Bindung mehr eingehen zu können. Ich meine damit, jemanden zu finden, dem diese genauso wichtig sind. Das gab es nur mit meinem Exfreund.
    Ich fühle diese Gefühle auch bei anderen Anlässen wie z. B. auf der Arbeit oder wenn ich für meine Tochter etwas durchsetzen muss und bin gerade dabei zu reagieren.

    Hallo Dagmar,

    ich bin zwar nicht so lang aus meiner Partnerschaft raus, aber ich habe ein großes Problem damit auf meine Empfindungen zu hören.
    Gerade vor kurzem hatte ich eine Begegnung. Sie verlief wieder nach meinem alten Verhaltensmuster. Mir gefiel dieser Mann und als er mir näher kam, spürte ich Unwohlsein. Ich wies ihn zurück. Aber er hielt diese Distanz nicht ein. Irgendwann kam ich den Gefühlszustand wo ich wie betäubt bin. Ich fand für mich keinen Weg. Zu entscheiden zu gehen oder zu bleiben. Denn er gefiel mir und ich wollte mehr erfahren. Das Ende vom Lied war, ich habe mich zu Dingen überreden lassen, die ich nicht wollte, weil das ungute Gefühl in mir war. Irgendwann war das eingetroffen, was Du beschreibst. Ich war verletzlich.
    Jetzt habe ich die ganze Zeit sehr viel nachgedacht. Wenn ein Mensch in der Zukunft wieder nicht meine Grenze einhält, dann werde ich gehen. Nett sagen wenn Interesse besteht, kann er gerne meine Nr. haben. Aber wichtig finde ich, dass meine Grenze eingehalten wird, damit der Respekt bleibt. Nur so kann man neues Gefühlschaos vermeiden, denke ich.
    Liebe Grüße Zeter

    Hallo Elisa,

    das finde ich eine gute Idee hier zu schreiben. Ich hatte es genau aus dem gleichen Grund so gemacht. Habe eine 9jährige Tochter. Versuche aber auch für Sie mir jetzt Hilfe zu holen. Ich habe gerade damit begonnen, Termine zu machen, bei einer Beratungsstelle für Kinder. Einen Termin habe ich schon wahrgenommen. Mein Ex-Freund ist nicht der Vater, aber trotzdem ist eine Bindung zwischen meiner Tochter und meinem Ex-Freund entstanden. Kinder verstehen das alles nicht gut und müssen auch damit fertig werden. Wichtig ist auch für Sie zu verstehen was Alkohol ist und Alkoholismus. Damit auch sie eine gute Antwort für ihre doch recht verworrenen Gefühle finden. Dabei denke ich an Deinen Sohn.

    Es wird wohl für dich sehr schwierig sein. Aber was Du gut versuchen kannst die Stillfreien Zeiten zu nutzen, für kleine Spaziergänge. Vater und Kind allein.
    Eigentlich kannst Du Dich nur kühl verhalten. Denn ich liebe meinen Ex-Freund auch noch. Es tut mir nach wie vor weh, wenn ich daran denke, ihn nicht mehr in meiner Nähe zu haben. Auch habe ich ihn hier und da gesehen, tut immer weh. Das größere Übel ist aber für mich zu bleiben gewesen. Tappte immer im Kreis. Aber mein Weg war zu gehen, weil ich mit dem Druck nicht klar kam. Agressivität und finanzielle Sorgen. Die Einsamkeit und nicht zu wissen wie es weitergeht. Das war mir zuviel.

    Dadurch das Dein Kind noch so klein ist, wird sich die nächsten Jahre viel um Dein Kind drehen. Du wirst wohl alle Termine besser mit den Kindern alleine planen.
    Versuche auch an Dich zu denken. Schaffe Dir Freiräume. Eltern oder Freunde wo die Kinder unterkommen können. Für ein paar Stunden. Mach was Dir dann Spaß macht.

    Aber wie gesagt, was die Zunkunft bringt weißt du nicht. Wie Dein Ex-Freund sich jemals entscheidet, ob er es schafft oder nicht. Du erfährst es als letzte. Denn selbst wenn er innerlich sich nach vorne bewegen wird. Kannst Du es nicht sehen. Macht er einen Entzug und bleibt vorerst trocken, weißt Du nicht, wann er vielleicht wieder anfängt zu trinken oder nicht.
    Die Unsicherheit diesbezüglich wird das ganze Leben so bleiben.

    Gerade wo Dein Kind jetzt so klein ist, braucht es ein stabiles Umfeld. Jetzt ist aber da nichts stabiles.
    Was Du Dir selbst schaffst kann auf Dauer bestand haben, wenn Du dafür kämpfst.
    Alles andere ist nicht Deine Verantwortung.

    Sehr liebe Grüße
    Zeter

    Liebe Cadi,
    als ich Deine Geschichte so gelesen habe, dachte ich nur. Alle Partner eines alkoholkranken Menschen wollten immer und immer wieder eine Chance geben. Denn wenn dieser dann trocken ist, wird alles besser.

    Nein, das wird es nicht. Denn der Kampf beginnt dann erst. Wenn das Betäubungsmittel Alkohol weg ist, muss dieser kranke Mensch lernen, den Altag ohne Betäubung meistern zu können.
    Ob es posivtive oder negative Gefühle sind ist dabei ganz egal. Ich habe es als eine Welle der Gefühle empfunden, wenn er seine innere Unausgeglichenheit spürte.
    Worte helfen dann nicht.

    Frage dich doch mal wie es Dir dabei geht? Wirft Dich denn dieser Druck aus der Bahn? Mich hat es immer wieder umgehauen.
    Denn meine eigene Welle ist auch nicht immer ohne. Da bin ich schon sehr mit mir beschäftigt. Dadurch, dass ich aber über mein Leben entscheiden kann, was ich zulasse und was nicht, stehe ich diese Welle ohne Betäubung durch.

    Wenn Dein Partner das sich bewusst macht, kann er es schaffen. Aber weißt Du das? Willst Du immer wieder warten? Ich will das nicht mehr.

    Dann frage Dich doch auch mal. Wieso bist Du damit zufrieden nur eine geliebte zu sein? Kämen wir aus einem anderen Land, dann würde sich vielleicht diese Frage hier nicht stellen.
    Hier ist es aber doch eher üblich einen Partner zu haben oder ?

    Liebe Grüße Zeter

    Hallo Elisa mara,

    deine Entscheidung kann dir keiner Abnehmen. Aber höre in dich hinein. Wie groß ist dein Leiden, dass alles weiter mit anzusehen und bei ihm zu bleiben. Oder wenn du gehst. Welches ist das kleinere Übel?
    Denn Deine Schuldgefühle sind normal. Ich denke, dass Deine Zweifel mit der Hoffnung zusammen hängen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Im Stich läßt Du ihn wohl kaum. Du bist nicht seine Mutter und er trägt seine Verantwortung für sein Tun selbst.
    Denn durch das Dulden seines Trinkens wird er nicht aufhören. Genauso wenig wenn Du gehst.
    Wann sein Tiefpunkt gekommen ist, weis er nur alleine. Also egal wie Du Dich verhälst, hat es keine Auswirkung.

    Frage Dich lieber jetzt, wie funktioniert Dein Leben im Moment. Bist Du noch glücklich?
    Wohl doch nur kurz. Suche für Dich die Dinge, die Dir gut tun. Konzentriere Dich auf Dich selbst.
    Eine Trennung ist immer schmerzvoll, aber wenn Du den Weg nach vorn wählst, kann er nur noch besser werden.
    Falls ihr beiden Kontakt habt, halte so weit es geht Abstand.
    Was die Zukunft bringt weißt Du nicht. Aber am besten keinen Kontakt. Dann musst Du auch nicht über sein Tun nachdenken.
    Liebe Grüße
    Zeter

    Liebe Rosita,

    ich verfolge deinen Thread, vereinzelt habe ich auch schon geschrieben.

    Das er dich so verletzt liegt bestimmt daran, dass er spürt etwas läuft bei ihm falsch. Er fühlt sich bestimmt nicht angenommen von Dir.

    Aber das ist ja gerade der Punkt. Du spürst das viele Biertrinken ist nicht richtig. Äußerst Deinen Unmut. Männer mögen das nicht, weil sie ihre Probleme alleine lösen wollen.

    Nur gegen die Sucht kommen wir nicht an, weil es eine krankheit ist.

    Die Psyche kann nur jeder selbst reparieren. Deshalb müssen wir als Partner zuschauen, können nicht helfen.

    Helfen ist nicht immer gesund, denn wir müssen den Unmut wahrnehmen um uns selbst zu schützen.

    Lg Zeter

    Hallo Nele,
    habe gerade nochmal nachgeschaut. Schade ich kann Dir noch keine PN-Nachricht senden.
    Ich finde es gut, dass Du immer weiter sortierst. Denn dich weiter qäulen, bringt nichts. Wie gesagt er hat ja geschrieben, dass er nicht mehr will. Finde ich klarer als die Ungewissheit des Wartens. Hoffentlich klappt es bald, dass Du die Dinge mit ihm sortieren kannst. Denn solange diese Ungewissheit da ist, kommst Du wirklich nicht zu Ruhe. Hat er sich den immer noch nicht wieder gemeldet wegem dem Termin?
    Gestern war mein Freund bei mir. Deshalb war ich auch nicht online. Mittags fehlte mir leider die Zeit. Ich schreibe gerade von meiner Arbeit aus. Wollte etwas von mir hören lassen.
    Ich versuche es weiter mit meinem Partner. Vielleicht mache ich einen Fehler, aber er sagt, dass er mich liebt. Diese Tatsache finde ich nach wie vor wichtig weiter zu kämpfen. Im Moment versucht er sich wieder langsam runter zu dosieren, da er nicht einen stationären Entzug machen möchte. Ist für mich in Ordnung, da bei ihm der Entzug immer mit wenig Problemen verbunden war. Ich komme damit klar, weiß aber auch das es gefährlich ist. Für mich ist es auch nicht wichtig ganz 0. Aber er möchte es , aber im Moment halt weniger. Ich warte ab, kontrolliere nicht mehr seine Telefonliste. Will ich nicht mehr. Ich werde es merken, wenn er ein falsches Spiel mit mir treibt. So etwas fällt immer auf, nur meist wenn schon mehr passiert ist. Ich geh dieses Risiko ein.
    Ich wünsche Dir weiter viel Kraft.
    LG Zeter

    Guten Morgen Nele,

    ja der Bericht macht einen nachdenklich. Ich bin aber nicht nur traurig, das mein Ex von seinem alten Leben nicht umkehren will, sondern er benutzt mich. Die ganzen schmeichelein, die Du so bei Deinem vermisst, sind nicht wirklich mir gegolten. Öfters kam der Spruch die schöne Whg., das ich immer für ihn da bin....usw. Er hat sich nicht mit meinen wünschen beschäftigt, sondern ist sogar soweit gegangen und hat das alles als übertrieben bei anderen erzählt. Hat viele Gespräche, die ich mit ihm hatte, einfach verdreht und sich selber als der Verständisfolle dahin gestellt. Denn die Tatsache, dass er die Krebskranke Kundin nachts angerufen hat, weil er ja so viel über ihre Krankheit nachgedacht hatte, und bei mir nicht mal zuhören wollte als ich von dem Selbstmord meiner Freundin erzählen wollte.
    Da kam nur zur Antwort, ich kenne diese Frau nicht, was interessieren mich diese Probleme.
    Später gab er mir nur zur Antwort, dass er mit mir nicht erzählen wollte, da ich sonst zu viel nachdenke. Er hat das Thema einfach tot geschwiegen und noch nicht mal sich meine Ängste angehört. Eine Freundin eben mal so zu verlieren ist nicht gerade alltäglich. Ich sehe sie immer oft noch, wenn ich eine Frau sehe, die ihr ähnlich sieht. Das tut weh.
    Deswegen bin ich gegangen, da das ganze für mich nicht nur mehr was mit dem Alkohol zutun hat, die ganze Beziehung habe ich in Frage gestellt.
    Genau das kann ich Dir auch raten, nochmal genau nach zu denken, ob er wirklich dich so liebt, wie Du ihn.
    Ich wünsche Dir auch weiter viel kraft, man mir kommen die Tränen, das tut so weh.
    Lass uns weiter stark sein.
    LG Zeter

    Liebe Rosita,

    Streiterein sind nicht ohne. Du hast doch ein kleines Zimmer für dich? Zieh dich zurück. Sag nein zu dem Schmerz.
    Versuch die Situation wie Sie jetzt gerad ist zu akzeptieren. Denn ändern kannst Duch heut nichts.
    Tief durch atmen und Ruhe bewahren sage ich mir dann immer.

    Lg zeter

    Ich denke gerade auch noch mal drüber nach.

    Aber das mein Ex-Partner trinkt ist nicht meine Schuld. Nur das ich an die Worte geglaubt habe, die aus seinem Munde kamen. Das trinken abzustellen.

    Ich habe meinen Partner als abhängigen schon so kennen gelernt.
    Daduch, dass ich mit meinem Verstand, d. h. mit meiner Kämpfernatur an die Sache ran gegangen bin, habe ich nicht gemerkt oder mir nur im geringsten vorstellen können, dass ein andere Mensch diese Kraft nicht mehr besitzt, zu kämpfen. Alkohol verändert die Art zu leben, das Empfinden. Das weis ich mittlerweile.

    Wenn ich im Leben Probleme hatte, die ich selbst in der Hand hatte, habe ich sie geschafft, weil ich nicht eher aufgehört habe zu kämpfen, bis das Ziel erreicht war.

    Meine Liebe zu ihm ist eine Sackgasse. Mein Körper will diese Liebe nicht aufgeben. Ich stelle mir im Moment vor, dass der Tod entgültig ist. So ist es leider auch mit der Veränderung des Alkohols im Körper. Sie bleibt die restliche Zeit des Lebens bestehen.

    Nur wenn ein Mensch sich vor Augen hält, wie sehr er dadurch verändert wurde und dann damit lebt, kann man bestehen. Es ist eine Lebensaufgabe, nicht wieder umzufallen.

    Wenn ein Alkohliker nicht aufhört zu trinken, müssen wir stark sein zu gehen. Unsere Liebe unterdrücken, um nicht selbst mit kaputt gemacht zu werden.

    Das hört man von seinen Mitmenschen, die diese Dinge erlebt haben.

    Es sollte wirklich ein Gesetz geschaffen werden, wo alle Drogen verboten werden. Viele Menschen plagen sich schon in den Familien mit so viel leid. Es fehlt immer noch zu viel Aufklärung über unser Zusammenleben.
    Wir machen alle Fehler, doch wollen eigentlich alle nur frieden.