Hallo Kathi,
ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du mich wirklich angesprochen hast. Denn hier im offenen Bereich kann man meinen Thread nicht lesen.
Ich schreibe Dir aber trotzdem.
Ob Du es wirklich schaffst? Was willst Du schaffen? Denn ich denke Deine Gefühle sind noch ganz stark für ihn.
Die komische Sache mit dem Trinken ist so unnormal, dass wir alle hier so sehr daran verzweifeln. Wir werden diese Sucht nie verstehen.
Das was Du nur machen kannst ist doch für Dich Deine Grenzen zu finden. Ob Du mit ihm Kontakt hälst oder nicht ist doch nicht wichtig.
Wichtig ist wie es alles auf Dich wirkt.
Kannst Du Dein Leben genießen wenn Du Kontakt hast?
Wie weit darf er dann in Dein Leben rein?
Wenn Du keinen Kontakt haben willst, was machst Du um ihn aus Deinem Kopf zu streichen?
Was machst Du um die Anrufe auszuhalten? Hat das Bestand was Du Dir dafür überlegt hast?
Denn solang er seinen Weg nicht gefunden hat, wird er weiter trinken, auch wenn er damit aufhören möchte. Er sagt wann stopp ist. Du hast ja auch geschrieben er hat es mal geschafft für 6 Jahre.
Deshalb kennt er den richtigen Weg.
Du wolltest von mir wissen wie es mir geht? Bin auch sehr am Sortieren.
Mache eine Therapie. Bin mittlerweile auf dem Stand, dass ich mit meinem Co-Abhängiges Verhalten schon sehr lang zu kämpfen habe. Habe auch in den letzten Wochen ein großes Auf und Ab durchlebt.
Im Moment mache ich Dinge, die mir gut tun. Tanzen gehen, Freunde treffen und auch neue Kontakte knüpfen. Schreibe hier und lese viel hier im Forum.
Aber was ich auch nicht auf Dauer durchhalte, ist mich von meinem Freund fern zu halten.
Nur wenn er trinkt, Kontaktsperre. Momentan ist er einsichtig will alles ändern. Aber ich habe mich zur Zeit zum Telefonkontakt entschieden.
Habe es auch zugelassen ihn einmal pro Woche zu sehen, wenn ich frei von meiner Tochter habe. Denn meine Tochter soll nichts davon wissen.
Ob das richtig ist weiß ich nicht.
Auf jedenfall ist das für mich ein Versuch. Denn ich habe mich selber satt, auf Dauer zu gehen und dann doch wieder es nicht zu schaffen. Nur eins habe ich mir geschworen, wenn ich merke mir bekommt das alles so nicht, werde ich mir einen neuen Weg überlegen. Solang ich sagen kann, was ich zulassen will, ist das für mich erst mal so richtig.
Liebe Grüße Zeter