Beiträge von Sonnenstrahl

    Hallo alle,

    heute ist wieder so ein Tag, wo ich nicht weiß, soll ich weinen, schreien oder mich einfach ins Bett legen. Und das obwohl draußen schönstes Wetter ist.

    Gestern war wieder ein Tag auf der Arbeit, wo ich am liebsten morgens schon wieder aufgestanden und gegangen wäre. Chefin wieder ziemlich schlecht gelaunt, ich hatte überhaupt keine Motivation, irgendwas zu machen. Das geht mir alles so auf den Senkel, diese wichtigtuerischen Menschen um mich herum, jeder davon Angst, der andere könnte wichtiger sein. Dieser Futtnerid, unehrliches Verhalten. Ich kann das einfach nicht mehr aushalten. Meine Energie geht schon morgen in den Keller, mir ist kalt, ich habe Herzstechen und Kopfschmerzen und eine mords Wut in mir.

    Als ich gestern heimgekommen bin, habe ich erst geweint und dann hat eine Freundin angerufen, wo ich mich ein bisschen runterbringen konnte.

    Dann habe ich meinen Freund angerufen. Wir haben die ganze Woche nicht telefoniert. Er war nicht da, hat auch bis jetzt nicht angerufen. Das macht mich auch fertig. Bin ich vielleicht nur eine weitere Freuzeitbeschäftigung für ihn? Wir sehen uns meist einen Tag in der Woche. Aber gehört nicht dazu, dass man Sehnsucht hat nach dem anderen und anruft? Ich hätte gerne zumindest ein bisschen moralische Unterstützung, das Gefühl, jemand ist da für mich, wenn es nicht mehr geht.

    Ich habe eigentlich mit meiner Psychologin "vereinbart", dass ich heute Bewerbungen schreibe und lernen muss ich eigentlich auch. Ich fühle einen ziemlichen Druck. Aber seit heute Morgen habe ich schon solche Herzstechen, dass ich vorhin wieder das Laufen abgebrochen habe und heimgegangen bin, weil ich Angst habe, vielleicht was mit dem Herzen zu haben. Ich hatte das so oft schon und bin ja auch untersucht worden. Nichts dabei herausgekommen. Ich möchte so gerne raus, mir den ganzen Frust von der Seele laufen.

    Ich fühle mich mit mir und meinem Leben überhaupt nicht wohl. Mein Äußeres gefällt mir nicht, ich bin blass und müde. Mein Beruf ist schrecklich und ich möchte auch woanders leben. Aber wie komme ich wohin. Klar, ich muss Selbstverantwortung lernen, aber wo anfangen.

    Bald werde ich 40 und mein Leben ist so unfertig. Alles ist Baustelle. Wo ist die helfende Hand, die mir in mein neues Leben hilft. Gibt es die nicht? Ich möchte keinen Tag, keine Stunde, keine Sekunde mehr mit Leiden verbringen, wie die ganzen Jahrzehnte. Aber ich weiß gar nicht, wie sich das anfühlt. Wie komme ich da hin zu dem Leben, nach dem ich mich sehne, wo ich endlich einmal zur Ruhe kommen kann?

    Liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Hallo ihr Lieben,

    heute Abend habt ihr eine nachdenkliche Sonnenstrahl vor euch.

    War gerade mit einem guten Freund und seiner Frau beim Essen. Wir haben uns recht gut unterhalten und ich habe über meine Pläne gesprochen, dass ich einen anderen Weg gehen möchte und dass ich auch schon mit meiner Chefin darüber gesprochen habe, dass dieser zunehmende Verkaufsdruck nichts für mich ist und ich mich ja für Stelle beworben hatte, weil ich mit Menschen arbeiten will.

    Naja, der gute Freund hat dann gesagt, dass er das nicht gemacht hätte und ich hätte mich jetzt aufs Abstellgleiß manövriert. Er hat mich dadurch ganz schön verunsichert. Ich war (und bin) aber der Meinung, dass es nichts bringt, immer zu heucheln und es besser ist, die Karten offen auf den Tisch zu legen.

    Ja, da habe ich wieder gemerkt, wie sehr mich ander Menschen beeinflussen können. Diese beiden haben, was ich auch gerne hätte. Sie sind verheiratet, haben ein schönes Heim, gute Jobs, die ihnen Spaß machen und sie sind selbstbewusst und wissen, was sie wollen.

    Wisst ihr, was ich meine? Da komme ich mir wieder richtig gering dagegen vor. Ich weiß, es ist nicht so, aber unterschwellig denke ich das wieder. Naja, ist wieder ein Hinweis, dass ich noch an mir zu arbeiten habe. :wink:

    Ich schlage mich doch gut, lerne mich langsam kennen, meine Bedürfnisse und werde bestimmt das richtige tun.

    Dann eine gute Nacht und liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Hallo ihr Lieben,

    ach, war das ein wunderschönes Wochenende. Habe mich lange nicht mehr so wohl und kraftvoll gefühlt.

    Gestern haben mein Freund und ich eine lange Radtour in der Natur unternommen und ich habe prima durchgehalten, obwohl ich mich doch in letzter Zeit oft so kraftlos wie eine alte Frau gefühlt habe. Was halt schön ist, ist die Tatsache, dass mein Freund sich freut, wenn es mir so gut geht. Er war auch nicht eifersüchtig oder neidisch, oder hat dumme Sprüche gebracht, als ich gestern mal einen Sprint hingelegt habe und er zurückblieb. Das ist für mich total neu, dass ich mich einfach an der Beziehung erfreuen kann und nichts "leisten" muss.

    Umso mehr habe ich den Unterschied zum Büro gefühlt. Irgendwie entzieht mir die Atmosphäre da so viel Energie. Heute auch wieder. Aber am Nachmittag habe ich Kunden besucht und es waren auch meine Lieblingskunden dabei, zu denen ich einen besonderen Draht habe. Es war echt super. Sie haben sich gefreut, mich zu sehen. Wir haben ein paar Scherzchen gemacht und nebenbei habe ich Ihnen auch noch weitergeholfen. So müsste es immer sein.

    Gerade noch habe ich was für meine Weiterbildung gemacht. Ich achte schon drauf, regelmäßig zu lernen und auch die Hausarbeiten zu machen. Ist ja auch interessant und ich merke, wie sehr es mir gefällt, wieder etwas Neues anzufangen und aufzunehmen.

    Aber jetzt geh ich erstmal Schlafen.

    Guten Nacht und liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Hallo Caro,

    das klingt ja alles super! Ich drücke Dir die Daumen für die Stelle im Spielzeuggeschäft. Das macht sicher Spaß, Kindern bei der Auswahl zu beraten und dabei selbst nochmal Kind sein zu können.

    Ja, die Sonne macht wirklich gute Laune. Auch hier war das Wochenende traumhaft und wurde sinnvoll für eine laaaange Radtour verbraucht :o

    Ich wünsche Dir viel Sonne im Herzen

    Liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Hallo liebe Caro, hallo zusammen,

    das Treffen mit meinem Bruder war super. Das erste Mal überhaupt hatten wir mal Zeit, um in Ruhe miteinander zu reden. Das war vorher noch nie der Fall gewesen. Wenn ich in meine Heimatstadt fuhr, war immer irgendwie meine Mutter in der Nähe und mein Bruder war dann gereizt. Besucht hat er mich in den ganzen Jahren, seitdem ich in dieser Stadt wohne, auch ganz selten. In den letzten 6 Jahren gar nicht mehr.

    Ich war überrascht, wie ähnlich unsere Erfahrungen, Meinungen, Gefühle gegenüber unserer Vergangenheit und unseren Eltern sind. Beide haben wir es als unerträglich empfunden, früher keine Freunde einladen zu können, weil wir uns wegen unserem betrunkenen Vater geschämt haben.

    Beide haben wir jetzt in der Gegenwart Träume und Angst, diese zu leben. Beide haben wir auf der einen Seite Sehnsucht nach einer harmonischen Partnerschaft, aber auch Angst, enttäuscht zu werden und sich überhaupt an jemanden zu binden und Vertrauen aufzubauen.

    Ich dachte immer, mein Bruder mag mich generell nicht, aber wir waren nur immer zur falschen Zeit am falschen Ort wenn wir gesprochen haben.

    Ich habe auch die aktuelle Situation zuhause angesprochen und hoffe, ich konnte damit etwas bewegen. Naja, war schon toll.

    Dafür bin ich auf der beruflichen Seiten icht viel weiter. Habe heute nochmal mit meiner Chefin geredet - dieses Mal positiv und in Ruhe. Mir ist schon klar, dass ich auf Dauer in dem Job kaputt gehe. Aber einfach so mal wechseln geht halt auch nicht. Ich merke halt, wie mein Körper dermaßen zumacht und eine Entscheidung von mir will. Aber ich habe ANGST und traue es mir einfach nicht zu, etwas Neues anzufangen.

    Aber jetzt bin ich erstmal müde von dem Wochenende und von den aufwühlenden Gesprächen.

    Ich wünsche euch eine gute Nacht!

    Liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Zitat von Bopunty

    Ich schütze mich an den falschen stellen, und bin offen an anderen, falschen stellen. Das wurde mir bewusst. Ich schütze mich nach außen, zu fremderen Menschen, als meine Familie. Aber genau dort sollte ich offen sein. Und nicht schützen tue ich mich bei meiner Familie, aber genau dort müsste ich es. ....... so langsam sehe ich, wo ich meine Energie vergeude.....

    Hallo,

    Bopunty hat da einen ganz wichtigen Punkt genannt, wo EKAs meiner Meinung nach Probleme mit dem Umfeld haben. Die Energie, die ab- oder zufließt kann oft nicht kontrolliert werden.

    Ich habe meine "Tür" ja letztens auf einer Weiterbildung auch gaaaanz weit offenstehen lassen. Habe mir nach anstrengenden Tagen keine Ruhe gegönnt, sondern mit Leuten, die (auch) Probleme hatten, über deren und meine Probleme geredet. Und das jeden Tag. Nach einer Woche war ich fix und alle. Alle Energie war weg.

    Das Gleiche ist mir immer mit meinem Ex-Freund passiert. Er hat mich fertiggemacht. Ich habe es gemerkt, wie es mir immer schlechter ging und habe die Energie abfließen lassen bis zum Geht nicht mehr.

    Gegenüber meiner Familie bin ich jetzt besser "gewappnet". Melde mich nicht mehr so oft und mache mich nicht abhängig, indem ich meine Mutter (Co) nicht mehr so oft um Rat frage, was ich tun soll. Es kommt nämlich in den meisten Fällen nicht das, was ich eigentlich will und das erkenne ich schon.

    Aber beruflich stehen alle Tore weit offen. Die angespannte Stimmung im Büro, die Launen der Chefin, all das nehme ich auf und bin fix und fertig noch bevor ich mich überhaupt mit meinen eigenen Problemen befassen konnte.

    Naja, wenn Energie abfließt, kann das ja mal vorkommen, aber wie kann ich die wieder ersetzen?

    Wie baut ihr eure Energiereserven wieder auf?

    LG,

    Sonnenstrahl

    Hallo ihr Lieben,

    ich warte gerade auf meinen Bruder, der heute zu Besuch kommen soll. Meine Stimmung schwankt zwischen Vorfreude und Angst vor dem, was kommen mag. Wir haben nie viel geredet und er hat mich hier noch nie zuvor besucht. Seit einem Jahr haben wir uns nicht persönlich gesehen und hatten seit einem halben Jahr keinen Kontakt.

    Kennt ihr das, wenn plötzlich alles ins Rutschen kommt? Die kleine Welt, die man so mühsam kontrolliert und zusammengehalten hat, entgleitet einem. Immer stärker und massiver werde ich zu einer Veränderung in meinem Leben gedrängt. Einfach so weiterleiden und nichts tun geht nicht mehr. Mein Umfeld hat sich verändert und ich auch.

    Ich merke, mehr als je zuvor, was mir die Energie entzieht und was sie mir gibt. Krankheit gibt mir nicht mehr die Entschuldigung wie früher, dass ich ja so arm dran bin und deshalb leider nichts tun kann.

    Heute morgen habe ich mich das erste mal seit Tagen wieder gespürt, ohne das ganze Gefühlswirrwarr aus Angst, Druck, Müdigkeit, Depression. Mir wurde klar, dass dass Wesentliche, was mir bisher an meinem Job Spaß gemacht hat, der gute Kontakt zum Kunden war. Ich war nicht die aufdringliche Verkäuferin, sondern brachte Menschlichkeit, Geduld, Hilfe bei einer schwierigen Aufgabenstellung. Das machte mich glücklich.

    Mit dem jetzigen Marktumfeld hat sich das total geändert. Bei uns in der Firma ist das nicht mehr gefragt. Ich bin ein aussterbender Dinosaurier. Auch Kundenbetreuer müssen nun verkäuferisch denken, z.T. ohne nach dem Sinn zu fragen. Die Kunden dürfen diese Regung auch gar nicht mehr zeigen, ohne dass sie von ihren Vorgesetzten oder Kollegen schief angesehen werden. Das geht mir so an die Substanz, liegt mir wie ein Stein auf der Brust. ABER, ist das das ausschlagende Argument zum Gehen? So einfach ist das nicht. Ich habe diese Woche gemerkt, wie viele Kollegen ich einfach total gerne habe. Bei uns ist ein lockeres Klima und mit vielen kann ich einfach mal so ein Schwätzchen halten und es fühlt sich gut an. Das würde mir total fehlen!!!

    Aber deswegen so weitermachen wie bisher? Gestern hatte ich auch wieder ein Zeichen, dass es nicht so weitergehen kann. Ich habe mit einer Kollegin über meine berufliche Situation gesprochen und sie hat mir ein paar Tips gegeben, wie ich meine Tätigkeit schöner gestalten und zufriedener werden kann, NUR - sie hat den Inhalt unseres Gespräches an meine Chefin gemailt, ohne mich in Kopie zu nehmen. Also hat sie ihr vielleicht auch Sachen geschrieben, von denen ich eigentlich vorausgesetzt habe, dass sie vertraulich sind. Ja, das sind die Dinge, die einfach das Fass zum Überlaufen bringen.

    Ich möchte den Mut haben, mein Leben so zu führen, wie es mir gut tut und hoffe, dass ich es schaffe!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

    Sonnenstrahl

    Zitat von MaMeJo

    ich bin auch die "Verantwortungsbewusste" _ ich bin in unserer Familie, als älteste Tochter zur Mutter mutiert. Noch heute fragt mich meine Mutter nach Hilfe und Rat, im Krankenhaus war ich die Ansprechpartnerin für meinen Vater, ich bin die einzige die meinem vater überhaupt etwas sagen darf. Die Starke eben... Ich treffe Entscheidungen, kämpfe und wehre mich...M.

    Das ist eine interessante Aussage von MaMeJo, die mich nachdenklich macht.

    Wie hängt das denn zusammen, dass ein EKA freiwillig für andere deren Leben organisiert, als Ansprechpartner dient und immer ein offenes Ohr hat und derweil das eigene Leben nicht geregelt bekommt.

    Wieso ist es so leicht, die Gefühle anderer Menschen zu fühlen, ihre Stimmungen, Leid und Freude. Ich komme mir wie ein widerspenstiger Holzklotz vor, zeitweise dumpf, starr, ohne Gefühlt und mit einer Heidenangst, für MICH Verantwortung zu übernehmen. Obwohl ich weiß, dass das Quatsch ist, wäre es mir in der jetzigen Situation lieber, jemand übernimmt das Steuerrad für mich in meinem Leben uns sagt mir, was ich tun soll.

    Wie Linde so schön gesagt hat, wird das aber nicht passieren. Die anderen Menschen nehmen unser Leid in den meisten Fällen nicht wahr. Also sind WIR selbst gefragt - nur wie geht das?

    LG,

    Eure zur Zeit etwas ratlose Sonnenstrahl

    Liebe Linde,

    bei mir war ja mein Vater der Alkoholiker und meine Mutter sowas wie mein Vater, vom Verhalten her.

    Mein Vater war wie ein Kind, er war weinerlich, manchmal laut, polternd, aber immer in Konkurrenz zu meinem Bruder und mir. Er war unberechenbar, wir hatten Angst vor ihm, dass er ausflippt. Ich habe mich auch oft geekelt vor ihm, als er nach Urin stank oder mit versiffter Kleidung durch die Wohnung lief.

    Meine Mutter war immer für uns da. Als wir klein waren, haben wir oft gebastelt oder gemalt oder waren in der Natur. Als mein Vater dann Alkoholiker war, litt meine Mutter sehr. Mit der Zeit machte sie zu und wurde zur starken Geschäftsfrau. Sie musste ihren Mann stehen, sonst wäre unsere Existenz den Bach runtergegangen. Aber ich habe sie vermisst, als wir mit einer Angestellten zum Spielplatz gingen, weil meine Mutter keine Zeit hatte. Es drehte sich so viel ums Geschäft, werktags und Sonntags.

    Ich vermisste ihre Weichheit, ihre frauliche Art. Sie war und ist auch heute immer "tough" Ich fühle mich von ihr bewertet, auch wenn ich sie heute anrufe. Sie bewertet meine Aussagen, obwohl ich doch manchmal sagen möchte, wie sehr sie doch in dem Gefängnis von Pflichtbewusstsein lebt und mir sagt sie, was ich falsch mache? Sie sagt auch, sie halte wegen meinem Bruder aus, weil er keine Entscheidung trifft. Aber wenn sie keine trifft, trifft er auch keine....

    Ja, man wird schon sehr geprägt von den Eltern und doch, je älter man wird, erkennt man deren Situation, Ängste, Abhängigkeiten. Seltsam. Vor allem fällt mir auf, dass beide Elternteile und mein Bruder und ich auch eine ungeheure Leidensfähigkeit haben, in einer unguten Situation sitzenzubleiben, ohne irgendwas zu machen. Es wäre vielleicht gar kein grosser Akt, aber die Angst vor Veränderung ist zu gross. Ich habe die Angst mitbekommen und jetzt ist es schwer, dagegen anzukämpfen.

    Liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Hallo bookfriend,

    ich kenne Deine Gefühle nur zu gut.

    Mein Freund und ich sind ja auch relativ kurz zusammen. Er hat (zum Glück) auch eigene Freund und Interessen und kann deshalb oft nicht das ganze Wochenende mit mir verbringen, obwohl wir uns nur am Wochenende sehen können. Einerseits bin ich froh, dass er eigene Interessen hat - mein Ex-Freund wäre am liebsten 24 Stunden mit mir zusammengewesen, was zuviel war - aber andererseits bin ich oft enttäuscht, weil ich denke, er müsste doch mehr mit mir zusammensein wollen.

    Dabei habe ich selber ja auch oft den Wunsch, für mich zu sein. Mein Vertrauen ist auch noch nicht so stark und ich bin unsicher, wie ich mich richtig ?! verhalten soll.

    Dabei ist er der erste Freund, der sich freut, wenn ich lache und mich gut fühle. Alle bisherigen Freunde liefen zur Hochform auf, wenn es mir schlecht ging. Aber ich kann es, ganz EKA, natürlich wieder nicht glauben, dass ich eine gute Erfahrung mache und die mal länger/lange anhalten kann.

    Ich wünschte auch oft, ich wüsste, wie eine NORMALE Beziehung geht. Aber da ich das nicht weiß, muss ich wohl mit "Versuch und Irrtum" leben.

    Dein Freund liebt Dich - das kommt aus den Zeilen rüber. Vielleicht solltest Du ihm mal Deine Gefühle erklären. Er weiß doch, was Du erlebt hast, oder? Dann wird er es bestimmt verstehen.

    LG,

    Sonnenstrahl

    Hallo ihr Lieben,

    es ist schon seltsam. Obwohl es mir total schlecht geht, körperlich und psychisch, habe ich das Gefühl, dass es sich jetzt entscheidet, wie mein Leben weitergeht.

    Bisher hatte ich immer wieder diese Situationen, wo ich dachte, es geht nicht mehr, beruflich oder auch privat. Dann hatte ich eine Auszeit oder ging zum Arzt und dann ging es wieder und ich änderte NIX. Jetzt funktioniert das nicht mehr. Mein Körper hat es satt. Ich fühle mich innerlich total blockiert, so, als ob ich im Morast stecken würde und es geht in KEINE Richtung weiter.

    Heute war ich auf der Arbeit und wieder hin- und hergerissen, als ein Kunde mich nett ansprach und Kollegen mich anlächelten. Dann dachte ich erst, ach, ist ja doch schön hier und vielleicht geht es doch. HALLOO, wie bitte? Seit zwei Jahren geht es mir immer schlechter. Den einen Punkt habe ich erledigt, indem ich mich von meinem Ex-Freund getrennt hatte, aber das mit dem Beruf kriege ich nicht hin.

    Heute nun habe ich mal in mich hineingefragt und festgestellt, es sind NUR die Menschen, die mich daran hindern, zu gehen. Es gibt im Büro Kolleg/innen, die ich gerne mag, mit denen ich mich gut verstehe und gut unterhalten kann und da habe ich einfach Angst, die zu verlieren.

    Auch habe ich Angst, keine gute Stelle mehr zu finden, obwohl ich ja merke, was mir Energie gibt und was mir Energie entzieht.

    Was mir ganz stark schwer fällt, ist mein neues Leben zu organisieren. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Kann zur Zeit nicht mal ein gutes Bewerbungsschreiben formulieren.

    Ich habe gestern mit meiner Psychotherapeutin telefoniert und ihr gesagt, ob ich nicht besser in eine psychosomatische Klinik gehen solle, weil ich nicht mehr könne. Sie meinte, und ich glaube, sie hat recht, dass das genau das falsche wäre. In der Klinik wäre ich wieder mal umsorgt, abhängig von anderen, wie in meinem ganzen Leben, wo ich mich immer nach anderen Menschen orientiert habe. Ich hätte jetzt die Chance, für mich zu entscheiden, was ICH tun will.

    Könnt ihr verstehen, dass es mir so schwer fällt. Ich spüre mich einfach manchmal überhaupt nicht und habe eine Ahnung, was ich will, aber überhaupt nicht, wie ich das anstellen soll, dorthinzukommen. Oft habe ich nur den Wunsch, irgendjemand kommt und sagt mir, was ich wie machen soll. Nimmt mich an die Hand und bestimmt. So sehr bin ich das gewohnt. Klar, ich habe früher auch schon für mich entschieden. Aber da war das auf Anerkennung hin und nicht unbedingt, weil ich das wollte. Ich habe HORROR, Verantwortung für mich übernehmen zu müssen und vielleicht falsch zu entscheiden?!

    Aber eines habe ich festgestellt - der Beruf und das Umfeld in dem ich im Moment bin, ist nichts für mich, für meine Sensibilität und für meine Art. Das macht mich kaputt.

    Naja, morgen ist Freitag und am Wochenende kommt mein Bruder zu Besuch. Ich werde ihn das erste Mal seit einem Jahr wieder sehen. Ich bin aufgeregt und freudig zugleich. Wir haben das gleiche hinter uns. Vielleicht können wir uns einfach mal austauschen und, bestenfalls, unterstützen.

    Ich wünsche euch eine gute Nacht und schonmal ein schönes Wochenende!

    LG,

    Sonnenstrahl

    Hallo,

    ich habe es langsam so satt, dass es immer wieder so Rückschläge gibt und ich nicht weiterkomme. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich wütend, depressiv, traurig oder sonstwie fühlen soll.

    Es war wieder mal so ein Wochenende, wo ich merke, dass ich mein Leben nicht im Griff habe und immer noch abhängig von anderen Leuten bin. ich kriege es nicht hin, für mich gut zu sorgen und ohne Krankheit zu leben.

    Die Woche nach dem Urlaub war die Hölle auf der Arbeit. Ich kann das nicht mehr aushalten. Ich habe Schmerzen ohne Ende, fühle mich traurig und depressiv und schäme mich, dass mein neuer Freund jetzt mitkriegt, dass es mir nicht gut geht. Was soll er denken? Dass er einen Waschlappen als Freundin hat, die nichts geregelt kriegt und dauernd rumjammert. Das ist jetzt etwas übertrieben, aber genauso fühle ich mich.

    Gestern war ich bei Freunden zu einer Feier eingeladen und habe lauter "perfekte" Paare und Familien kennengelernt, die Privatleben, Jobs und Kinder schmeissen und zufrieden sind. Ich bin einfach permanent mit meinem Leben unzufrieden. Habe das Gefühl ich lebe nicht so, wie ich leben möchte, aber ich schaffe es auch nicht, den Anfang zu machen, es umzusetzen. Diese Hoffnungslosigkeit bringt mich immer tiefer in die psychosomatischen Beschwerden rein, so dass ich nicht mehr reagieren kann und auch keine Energie mehr habe, um etwas zu ändern.

    Soll ich mich krankschreiben lassen? Wie soll ich die nächste Woche überstehen. Aber einfach nur zuhause ist doch auch nichts.

    Ich möchte einfach nicht mehr jammern müssen. Aber ich fühle mich trotz allem so alleine. Wenn ich mich so fühle, kann ich mir auch nichts Gutes tun, dann ist alles leer.

    Mein Bruder hat meine Einladung zu gestimmt, mich zu besuchen. Wie soll das werden? Reisst mich der Besuch wieder mehr rein oder wird er mir helfen? Fragen über Fragen?

    Liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Liebe Anna,

    ich danke Dir für Deinen ausführlichen Beitrag.

    Es tut gut, verstanden zu werden. Genau das ist es, was Du auch erwähnt hast. Oft ist es so schwer, sich abzugrenzen und rechtzeitig "Stop" zu sagen, bevor man verletzt wird oder sich schlecht fühlt.

    Letztes Wochenende war sehr schön. Ich hatte einen wunderschönen Sonntag mit meinem Freund. Wir haben eine schöne Radtour gemacht und dann noch zusammen im Freien zu Abend gegessen. Das war einfach schön.

    Umso krasser war dann diese Woche wieder zurück im Büro. Seit Montag war ich mir jeden Tag nicht sicher, ob ich ihn ohne heimzugehen überstehe. Gleich am Montag hat meine Chefin ein Meeting einberufen, wie ich glaubte, um neue Aufgaben für mich und eine Kollegin zu definieren. Es fing dann gleich mit Vorwürfen und krassen beleidigenden Worten an, so dass ich mit mir kämpfte, nicht einfach zu gehen.

    Sie warf meiner Kollegin Sachen an den Kopf, die ich nicht verstand. In den Einzelgesprächen davor war immer alles in Ordnung. Ich wehrte mich so gut es ging und habe nach dem Meeting auch auf ein Vieraugengespräch bestanden. Dort kam dann raus, dass die Vorwürfe nicht mich, sondern meine Kollegin betrafen. Hallo, was ist das denn für ein Führungsverhalten???

    Weiter ging es mit stetigen lauten Telefongesprächen ihrerseits und Unterbrechungen, die mir eine Konzentration unmöglich machten. Und das die ganze Woche. Ich kann das einfach nicht mehr aushalten. Mir ist jeden Tag schwindlig, ich habe wieder Herzstechen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Ganz krass. Ich muss unbedingt da weg.

    Aber ich habe solche Angst, keinen passenden Arbeitsplatz zu finden. Mir tut es natürlich auch weh, manche Leute nicht mehr zu sehen. Es sind nicht alle so ignorant, wie meine Chefin. Aber ich habe gemerkt, wie sehr mich die Situation belastet.

    Mir gibt auch zu Denken, dass Kollegen das gleiche sagen und auch mit Wechselgedanken spielen. Also bin ich nicht überemfinglich.

    @Linde: Ich habe in dem Thread für Hanna einen Beitrag von Dir gelesen, in dem es um das "für sich selbst sorgen" geht. Die ganze Woche habe ich mich so nach einem behüteten Nest gesehnt, in das ich abends zurückgehen kann, getröstet werde und Kraft tanken kann. Es hat weh getan, festzustellen, dass ich das derzeit nicht habe. Ich möchte meinen Freund auch damit nicht überfordern. Er kann mir meine Familie nicht ersetzen. Damit hast Du recht. Aber mir fällt es so schwer, gut für mich zu sorgen.

    Ich fühle mich momentan wie gelähmt, kann gar nicht klar denken, ganz zu Schweigen von Handeln. Wenn ich mich so fühle, wünschte ich, es wäre jemand da, der für mich entscheidet. Dieses selbst entscheiden müssen, wie es weitergeht, macht mir so grosse Angst. Ich komme langsam auf meinen Weg, aber der eingefahrene Weg fühlt sich vertrauter an.

    Heute Abend habe ich mit meine Mutter telefoniert. Es war ein ganz gutes Gespräch, harmonisch. Ich habe nach meinem Bruder gefragt, ob ich ihn wohl mal wieder ansprechen kann nach einem halben Jahr. Sie meinte, er würde mich nicht hassen, ganz im Gegenteil. Er hat halt auch so grosse Probleme in seinem Leben. Ich glaube, ich werde ihn einfach mal wieder ansprechen und auf ein Wochenende einladen. Mehr als ablehen kann er nicht.

    Das Wochenende wird abwechslungsreich. Morgen sind wir bei Freunden eingeladen und am Sonntag ist mein Freund auch noch bei mir. Ich versuche, nicht an Montag zu denken.

    Ich wünsche euch ein schönes, spätsommersonniges Wochenende!

    Ganz liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Guten Morgen zusammen,

    ich fühle mich immer noch ziemlich matschig und energielos. Hätte nie gedacht, dass mich die Woche Weiterbildung so auslaugt. Aber ich weiss ja, dass ich mich wieder mal nicht ausreichend geschützt habe und alle Schleusentore weit geöffnet habe, dass die Energie schön abfließen konnte.

    Es ist seltsam, manche Menschen geben mir Energie. Habe mich gestern mit einer Freundin getroffen und danach ging es mir richtig gut, halt nur vorübergehend.

    Mit meiner Mutter habe ich auch telefoniert, wollte kurz Bescheid geben, dass ich wieder zuhause bin. Es war wieder so ein kurzes Gespräch. Meine Mutter sagte mir, dass sie am Wochenende bei Verwandten eingeladen sei. Früher hätte ich das gewusst, jetzt leben wir so abgeschottet voneinander. Mir gut das trotz allem sehr weh, auch wenn ich weiß, dass das sein muss und ich anders nicht richtig erwachsen werden kann.

    Ich habe mit meiner Psychologin über die Energielosigkeit geredet. Sie sagte, ihr Eindruck wäre, ich würde alles erdulden und erleiden, weil ich Angst hätte, die anderen Menschen wenden sich von mir ab und ich wäre wieder alleine. Das Leiden geht so weit, bis ich entweder selbst entscheide, jetzt ist Schluss, oder, was öfter vorkommt, wieder krank werde und dann die Entschuldigung habe, ich könnte ja nicht, weil ich krank sei.

    Das ist ein Teufelskreis und ich weiß gar nicht, wie ich den überwinden soll. Ich habe mich nach meinem Urlaub so gut gefühlt und jetzt bin ich wieder so schlapp wie zu Beginn meines Urlaubes. Montag muss ich wieder zur Arbeit. Super :(

    Morgen treffe ich mich mit meinem Freund. Wir haben uns ja zwei Wochen nicht gesehen. Ich freue mich darauf.

    Schönes Wochenende und liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Liebe Caro,

    jetzt drück ich Dich mal ganz doll.

    Du bist so mutig, dass Du dich nicht unterkriegen lässt und um Dein Glück kämpfst. Du hast es verdient!!

    Soll sich eine andere Stelle um Deine Mutter kümmern. Es ist nicht Deine Pflicht, Dich kaputtmachen zu lassen und aufzuopfern für einen Menschen, der das nicht mal will.

    Es ist so toll, dass Dich Deine kleine Familie voll unterstützt. Du schaffst das und bist ganz bestimmt kein hoffnungsloser Fall. Schau mal, wie viele Menschen ganz normal aufgewachsen sind und später abrutschen und mit ihrem Leben nicht zurechtkommen. Wir EKAs haben immer zu kämpfen gehabt und haben es trotzdem so weit im Leben geschafft und uns etwas aufgebaut.

    Gemeinsam sind wir stark!!! Hier verstehen wir einander und können uns Kraft geben. Ich bin überzeugt, dass es immer besser wird im Leben, je mehr wir Schuldgefühle, Angst und Opferhaltung aufgeben und eine bunte, leuchtende, leichte Welt wartet auf uns - auch wenn es manchmal etwas länger dauert.

    Ganz liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Hallo zusammen,

    es ist wirklich schon wieder fast 2 Wochen her, seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe. Mein Urlaub geht leider morgen zu Ende, aber so ist das wohl mit Urlauben.

    Das letzte Mal habe ich euch berichtet, dass ich mit meinem neuen Freund ein langes Wochenende verbringen wollte. Das haben wir getan und es war sehr, sehr schön. Ich habe so gemerkt, dass ich immer mehr Vertrauen zu ihm gewinne und, was mich besonders freut, es ist der erste Mann, der sich freut, wenn es mir gut geht. Das hat mich am Anfang fast überrascht, wo wenig bin ich es gewohnt.

    Es war einfach toll, mit ihm etwas zu unternehmen, zu Wandern und Spazierenzugehen. Die Frage nach dem Alkohol hat sich an dem Wochenende nicht gestellt. Wir haben zum Essen ein Bier bzw. einen Wein getrunken. Und das ist ok. Aber so ganz beruhigt bin ich in dieser Sache noch nicht. ich weiss auch nicht genau, wie ich das Sicherheit bekommen soll.

    Die letzten Tage war ich bei einer Weiterbildung, die sehr anstrengend war. Ich bin auch ziemlich platt und froh, mal wieder Ruhe und Stille und Zeit für mich zu haben. Ich habe aber gemerkt, dass ich mich viel zu selten abgrenze und gut für mich sorge. Oft habe ich mich abends noch mit Teilnehmern der Weiterbildung getroffen und unterhalten, obwohl ich merkte, dass ich Zeit für mich brauchte und doch darüber hinweggegangen bin. Ich denke immer, wenn ich ablehne, dann haben mich die anderen nicht mehr gerne. Ich weiß, dass das Blödsinn ist, aber ich kann nicht aus meiner Haut. Auch habe ich bei der Weiterbildung wieder Frauen kennengelernt, die eine ähnlich schwere Kindheit wie ich hatten und wir haben natürlich ausführlich darüber geredet. Am Anfang war das ja gut, aber als es so jeden Tag passierte, merkte ich, wie sehr mir das wieder alles hochholte und ich konnte nicht mehr gut schlafen. Auch das gibt mir zu denken, dass ich mich besser schützen muss und abgrenzen.

    Ja, heute habe ich erstmal was für mich gemacht und mich ausgeruht. Aber die Energie ist so richtig raus.

    Kennt ihr das auch? Was kann ich noch machen, um für mich endlich zu spüren, dass ich genauso viel Wert bin wie alle Menschen?

    Ganz liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Liebe Linde, liebe Löwenherz,

    danke für eure aufmunternden Worte.

    @Linde: Ja, da hast Du wohl recht. Wenn er Alkoholiker ist, dann habe ich ihn schon verloren, wie meinen Vater. Morgen sehe ich ihn wieder. Wir weden ein Wochenende zusammen verbringen. Es ist auch so eine Art Bewährungsprobe, von der ich mir auch eine Entscheidungshilfe erhoffe, ob ich mit ihm längere Zeit zusammenbleiben will. Ich möchte das Thema Alkohol auch nicht unter den Tisch kehren. Für mich ist es wichtig, einen Mann zu haben, der mich in dem Punkt versteht und dem ich vertrauen kann. ich mache auf keinen Fall all das nochmal mit, was ich damals erlebt habe.

    Löwenherz : Ich bin heute von einer wundervollen Urlaubswoche bei einer Freundin in Österreich zurückgekommen. Wieder einmal konnte ich ganz bei mir sein (meistens jedenfalls), was ich an meinem Körper gemerkt habe. Wir waren viel Laufen und Wandern und das bei einer grossen Hitze. Ich habe es ausgehalten, was mich fast gewundert hat. Mein Körper hat Kraft für Sachen, die ihm gut tun und Spaß machen. Auch hat die Freundin mir Mut gemacht. Sie war auch auf dem "falschen" Lebensweg und lebt nun ihren Traum. Es ist nicht einfach und sie hat auch viele Entbehrungen, aber sie ist glücklich und zufrieden und kommt gut voran auf ihrem neuen Weg. Diesen neuen Weg möchte ich für mich auch gehen. Der Unterschied ist so merkbar. Diese grossen Schmerzen sind weg, wenn ich nicht jeden Tag diesen Stress am Arbeitsplatz habe und ich vertrage auch das Essen wieder besser.

    Nun habe ich wie gesagt, das verlängerte Wochenende mit dem Mann und dann noch eine Weiterbildung. Viele Veränderungen, die ich zum Teil ersehne und die mir aber auch Angst machen. Ich zweifle halt total, ob mein Körper wieder gesund wird und ich bin oft so unzufrieden mit mir.

    Es sind viele Körperstellen, die nicht mehr in Ordnung sind - neben meinem Bauch. Seien es meine Beine, die in letzter Zeit unheimlich viele Besenreisser und Flecken bekommen haben oder mein Rücken, der oft verspannt ist und weh tut. Und noch einiges mehr. Ich möchte das alles angehen, aber wann und wie?

    Mit meiner Mutter habe ich heute Abend telefoniert und es war ein gutes Gespräch. Es kam kein Ergebnis raus, sondern einfach eine innere Verbindung. Ich weiß, dass es ihr nicht gut geht, aber vielleicht lerne ich langsam, es zu akzeptieren, weil ich nichts ändern kann. Aber ich kann mich für sie interessieren und sie so akzeptieren, wie sie ist und meinen Bruder auch.

    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Hallo,

    ich fühle mich gerade ziemlich verzweifelt. Morgen früh solls in den Urlaub zu einer Freundin gehen und heute kam nochmal der Mann vorbei. Wir hatten einen schönen Nachmittag bis zu einem Ereignis.

    Ich habe schon gemerkt, dass er ganz gerne ein Bier trinkt. Aber heute, als wir von einem Wolkenbruch überrascht wurden, hat er gleich 2 0,5 l Dosenbier getrunken. Ich wurde mit einem Mal in die Vergangenheit katapultiert und das war zuviel für mich.

    Zuhause habe ich ihm gesagt, warum ich damit ein Problem habe, dass er viel trinkt. Er meinte, er müsse Bedenkzeit haben. Ich habe das Gefühl, ich verliere ihn wieder. Dann fing ich zu weinen an und er legte den Arm um mich. Gerade eben ist er duschen und ich schreibe mal eben.

    Wisst ihr, ich habe das Gefühl, immer wenn ich etwas Glück habe, dann geht es wieder weg. Langsam habe ich weder Kraft noch Lust, so weiterzumachen. Aber zumindest bin ich ehrlich gewesen und habe nicht mehr stumm vor mich hingelitten wie in den letzten Jahren. Auch wenn es schmerzt und auch wenn ich ihn verlieren sollte, ich bin auf dem richtigen Weg mit Offenheit und auf meine Gefühle hören.

    Ich habe einen Kloss im Hals und weiß gar nicht, wie es jetzt weitergehen soll.

    Liebe Grüße,

    Sonnenstrahl