Beiträge von Weißbär

    Hallo Mieken, hallo Spanijoggel,

    - Bin ich froh,dass ich nicht mehr trinken muss!! -

    Dieser Satz hat mich sehr berührt. Auch ich habe diese Erfahrung gemacht und zwar, bei für mich schwierigen Situationen, aber auch schönen Gelegenheiten.
    Es ist ein gutes Gefühl bei Schwierigkeiten klar eine Entscheidung zu treffen und bei schönen Gelegenheit sich zu freuen und zu genießen.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Lefty,

    es ist für mich schon ein Unterschied ob mich jemand Alkoholiker nennt und ich bin Trocken oder ich bin noch am Saufen.

    Hat mich früher jemand nach meinem Alkoholkonsum angesprochen, war mir das mehr als peinlich. Wenn heute jemand fragt – du damals, da war doch was mit Alkohol – sage ich - ich bin Alkoholiker - und wenn es jemand genau wissen will, mit dem Zusatz - ich trinke zurzeit nicht -. Ist mir nicht peinlich und ich werde auch nicht Rot (nicht mal innerlich).

    Leider ist es bei unserer Krankheit so, einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker, ob’s einem peinlich ist oder nicht.

    Du hast recht, der Weg ist das Ziel. Mein Ziel ist und war ICH und zwar trocken.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo K3n,

    nun, ich habe getrunken weil ich die Realität ausblenden wollte und in eine Scheinwelt abtauchen wollte.
    Heute bin ich zwar auch noch ein Schieber vorm Herrn, habe mich aber auf die kleine Sachen spezialisiert (Gardinen waschen usw.) und gehe große und wichtige Probleme meist sofort an (was man weg hat man weg). Falls mal was nicht klappt oder schwieriger wird, ist es mit klarem Kopf leichter zu bewältigen.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo K3n,

    dass mit dem Kampf und dem Alkohol sehe ich ähnlich.
    Mir hat der Alkohol auch nicht den Krieg erklärt oder mich angegriffen, sondern ich habe ihn freiwillig ins Haus geholt und habe sogar dafür noch Geld auf den Tisch gelegt.
    Kampf gegen die Sucht trifft es eher.
    Zufriedenheit war für mich in der ersten Zeit meiner Abstinenz auch besonders wichtig, darauf konnte ich gut aufbauen.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Käferchen,

    der Gedanke – anderen geht es noch schlechter – ist mir in manchen Situationen auch bekannt.
    Ich kämpfe seit 5 Jahren um meinen Arbeitsplatz. Nach Auslagerung meiner Abteilung (Datenverarbeitung) und Schließung von Standorten bin ich von einem Platz zum anderen verschoben worden, teilweise mit Umzügen in andere Bundesländer. Gehaltsabzüge von ca. 30 % und immer wieder die Drohung Betriebsbedingte Kündigung. Zurzeit warte ich täglich auf die Kündigung (2 Jahre arbeitslos dann ab 60 ab in die Rente mit allen Abzügen).
    Wen ich dann im Fernsehen Berichte über insolvente Unternehmen und ihre betroffenen Mitarbeiter sehe, ist es schon so – denen geht es noch schlechter, dagegen geht es mir noch verhältnismäßig gut -.

    Es gibt bestimmt in allen Lebensarten gleiche Vergleiche. Dieses –es hätte alles noch schlimmer kommen können – ist wohl eine Art Selbstschutz um seine Situation erträglicher zu machen.

    So meine Gedanken dazu.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo Mieken,

    ich wusste ziemlich früh, dass mein Umgang mit Alkohohl gefährlich ist. Habe leider nicht rechtzeitig die Kurve bekommen. Mein erster Therapeut sprach von Suchtgefährdung, es wurde nicht wirklich was unternommen, die Zeiten waren damals in Punkto Sucht noch nicht soweit wie Heute (1974).
    Zu der Zeit war mir aber bereits klar, dass Gefährdung untertrieben war. Ich bin über Jahre mit der Gewissheit Alkoholiker zu sein rumgeeiert und habe erst im September 1989 den Absprung geschafft, zugegebenermaßen erst beim 2. Anlauf.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo Mieken,

    ich fühle mich durch deinen Thread angesprochen.
    Bei mir besteht nur das Problem, mein Weg in die Trockenheit lief nicht unbedingt nach den hier im Forum aufgezeigten Trockenbausteinen. Der Einstieg war anders und auch mein Verhalten zum Alkohol im echten Leben ist nicht ganz so, wie hier im Forum vertreten wird.
    Ich würde nie meinen Weg empfehlen oder als gut bezeichnen. Jeder Mensch, jedes Umfeld und jede Lebenssituation ist anders. Wie in meinem Leben üblich musste ich mir einen etwas schwierigeren Weg aussuchen. Kommt wahrscheinlich daher, dass ich mir nicht gern helfen lasse.

    Ich glaube mein Weg in die Trockenheit, meine Krisen und deren Bewältigung würde den einen oder anderen Betroffenen verwirren bzw. auf dumme Ideen bringen.

    Erschwerend (für mich) kommt hinzu, dass ich mich schriftlich nicht besonders ausdrücken kann und ich eine Schreibschwäche mein Eigen nenne.

    Daher habe ich es bisher bei Tipps und Denkanstößen belassen.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Claro,

    dass du deine Verwandtschaft und Freunde nicht vor den Kopf stoßen wolltest kann ich nachvollziehen, habe Ähnliches erlebt.
    Kann es aber nicht sein, dass du dir selbst beweisen wolltest wie gut du mit der Situation Alkohohl, Feiern daheim umgehen kannst?

    Ist nur so eine Idee.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Eisbär,

    erstmal herzlich Willkommen.

    Dein Mann nimmt dich anscheinend nicht wirklich erst. Hast du von deinem Arztbesuch und deinen miesen Blutwerten erzählt?
    Die Aussage – dann trink doch weniger – hätte von meinem Ex-Ehemann sein können, nur nicht damit beschäftigen, könnte ja Schwierigkeiten oder Veränderungen (zu seinen Lasten) geben.

    Ohne trockenes Umfeld und Rücksichtnahme deines Mannes wird es für dich sehr schwer, unnötig schwer.

    Wir haben übrigens den gleichen Nick, meiner kommt allerdings aus dem spanischen –oso blanco-.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Vogel,

    etwas Ähnliches ist mir mit meinem damaligen Lebensgefährten passiert. Wir waren etwa 1 1/2 Jahre zusammen und ich war ca. 1 Jahre trocken. Er war zur Kur und rief mich eines Abends an – ich bin ja so glücklich, ich habe die Frau meines Lebens kennen gelernt – kein tut mir leid, sondern nur damit ich Bescheid weiß. Wir waren gerade am Grundstück am kaufen und ich solle doch dem Verkäufer informieren usw.
    Für mich brach damals buchstäblich eine Welt zusammen. Als erstes habe ich meine Mutter angerufen, die mich leider nicht getröstet hat, sondern nur auf meinen Expartner schimpfte.
    Einen echten Gesprächspartner hatte ich in einer Bekannten aus meiner Selbsthilfegruppe, die auch mein Ex kannte.
    Es war eine sehr schwere Zeit. Natürlich kamen mir alkoholdurchzogene Gedanken. Aber meinem Ex oder der bescheidenen Situation wollte ich nicht als Grund zum saufen. Fand ich auch meinem Ex gegenüber nicht wirklich fair.
    Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass saufen die Situation nicht ändert. Sehenden Auges ein Krise
    zu leben ist untern Strich einfacher, als durch den Blick eines mit Alkohol gefüllten Glases.
    Habe ich bisher mehrmals währender meine Abstinenz erfahren.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Vogel 3,

    die Träume mit Alkohol kenne ich auch, allerdings traten die Träume bei mir in der Anfangszeit meine Abstinent nicht auf.

    War und ist schon erschreckend. Bei den ersten Träumen habe ich morgens kurz überlegt, verflucht, wann hast du denn wieder angefangen zu saufen.
    Seit etlichen Jahren weiß ich während des Traumes, dass ich träume. Nimmt bei Alpträumen den Schrecken.

    Träume sollen ja eine Aufarbeitung sein und haben so für mich ihre Berechtigung in meinem
    Leben.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Sternchen,

    herzlich willkommen im Forum.

    Wenn du wirklich von Alkohol weg willst, dann schaffst du das auch. Lass deine Bekannten oder was dass auch immer für Leute sind reden. Du bist diejenige die tut und macht und schafft.

    Mein Hausarzt war mit meinem Weg in die Abstinent auch nicht einverstanden, sie schaffen das nicht so wie sie sich das vorstellen, waren auch seine Worte und er war nicht bereit meinen Weg mitzugehen. Ich habe es geschafft (zugegeben erst im zweiten Anlauf), weil ich wollte, unbedingt.

    Eine meiner wichtigsten Helfer waren die Leute in meiner Selbsthilfegruppe. Eine Selbsthilfegruppe wäre für dich vielleicht auch eine Möglichkeit zum Austausch, diese Leute wissen garantiert wovon du redest und wie du dich fühlst.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Susi,

    Ich will meinen Senf auch mal dazugeben.
    Dass dein Freund dich in deiner Trockenarbeit nicht unterstützt finde ich schon einen Dicken Hund (nichts gegen Hunde) aber dass er deine Wünsche und Bedürfnisse ignoriert ist ein ganz starkes Stück. Es wird bestimmt nicht besser und es kann nicht sein, dass du täglich um deine Trockenheit kämpfen musst, jedenfalls nicht deshalb.
    Deine eigentliche Trockenarbeit kannst du unter den Vorrausetzungen nicht beginnen und dein Ziel sollte doch eine zufriedene Trockenheit sein.

    Weißbär

    Hallo Mimmi,

    wirklich helfen kann ich dir mit dem Kater deiner Mutter nicht. Meine Katze ist auch aus dem Tierheim, war 3 Jahre dort und zwar in Einzelhaft, sie mag keine anderen Katzen. Sie heißt Crazy und genauso ist sie auch.
    Dass der Kater deiner Mutter unsauber geworden ist, kommt durch die Veränderung. Ist eine Protesthaltung. Katzen lieben nicht unbedingt Veränderungen (außer es gibt mehr Leckerchen).
    Auch Katzen brauchen Ansprache und ihre Streicheleinheiten.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo koko,

    habe deinen Thread verfolgt und es tut mir leid, dass du es nicht durchgehalten hast.
    Warum solltest du beschämt die Klappe halten? Wofür ist dieses Forum da?
    Doch nicht nur für die die Trocken bleiben oder habe ich da was falsch verstanden?

    Willst du noch einen Anlauf machen oder hast du etwa aufgegeben!?

    Liebe Grüße
    Weißbär

    Hallo Sarina,

    habe deinen Thread verfolgt und will nun meinen Senf dazugeben.
    Ob es dein Mann erst meint kann ich nicht beurteilen. Vielleicht meint er es ernst, vielleicht ist es nur Taktik oder Panik.

    Ich an deiner Stelle würde mir die Entwicklung deines Mannes aus ‚sicherer’ Entfernung ansehen und schauen ob er seine Ankündigungen in Angriff nimmt und vor allem auch durchzieht.

    Die Situation bei deinen Eltern ist bescheiden. Such dir Hilfe bei den entsprechenden Ämtern, damit du deine finanzielle Lage beurteilen kannst. Hilfe und Beistand bekommst du bestimmt auch bei der Suchtberatungsstellen, dort hast du Menschen die wissen wovon du redest und dir helfen können. Solche Stellen sind nicht nur für Süchtige (wie mir) sondern auch für Angehörige.

    Weißbär

    Hallo Mieken,

    ob man vergessen kann, dass man Alkoholiker ist kann ich aus meiner Erfahrung nicht beantworten.

    Bei mir ist der Alkohol nicht mehr so präsent wie in den ersten Monaten und Jahren. Er ist in meinem Denken integriert ähnlich wie bei einem Zuckerkranken, der auf die
    Ernährung achten muss oder einem Allergiker der die Inhaltsstoffe der Lebensmittel im Auge hat.

    Ich bin ein reiner Wirkungstrinker gewesen und mir hat Alkohol nicht wirklich geschmeckt (bis auf ganz wenige Ausnahmen), ein Rückfall wäre mein Ende, eine zweite Niederlage würde ich nicht verkraften.

    Ob meine Trockenheit an erster Stelle steht kann ich so nicht beantworten. Ist ähnlich wie die Frage, welches deiner Kinder liebst du mehr.

    Ich hoffe, du kannst mit meiner Antwort etwas anfangen


    Weißbär

    Hallo an alle,

    die Schuldfrage ist in meiner Ursprungsfamilie (danke Linde für die Wortwahl) immer Thema Nummer 1 gewesen. Ich bin nicht Schuld, war das erste was man hörte wenn etwas schief lief.

    Meine Mutter erklärte mir während meine nassen Zeit, dass sie nun wüsste woher meine Sauferei kommt, einmal weil Papa ja so ein schrecklicher Mann war und sie festgestellt hat das in seiner Familie auch ein Säufer ist. Es handelt sich um Verwandtschaft meines Onkels (Bruder von Papa) der in Brasilien lebt. Sie war nicht Schuld. Dass sie übersehen hat, dass es sich nicht um Blutsverwandtschaft handelt sondern um Angeheiratete hat sie großzügig übersehen und hätte sie auch nicht gestört.

    Ich mache da keine Schuldzuweisungen, letztlich habe ich getrunken und kann mich nicht rausreden ich hätte nicht gewusst worauf es hinauslaufen würden. Doch ich wusste es ziemlich früh und habe es nicht gestoppt (stoppen können!?).

    So meine Gedanken dazu als Alkoholiker.


    Weißbär

    Hallo Kiddo,

    den Vergleich mit einer unheilbaren Krankheit wie Krebs, finde ich eine Frechheit. Alkoholismus ist zwar nicht heilbar aber man kann die Krankheit zum Stillstand bringen.
    Mir scheint er hat sich mit seiner Sucht gut eingerichtet. Seine Eltern zeigen im zwar die Kalte Schulter aber er hat ja dich.

    Ich schicke dir eine extra große Portion Stärke und Drücke dich ganz fest

    Weißbär

    PS. Ich bin übrigens Alkoholikerin