Beiträge von Weißbär

    Hallo Kiddo,

    dass seine Eltern ihm im Nassen Zustand die Hilfe verweigern finde ich genau richtig, bravo, sie sind dir weit voraus und haben die richtige Entscheidung getroffen.
    Hast du die Möglichkeit dich mit seinen Eltern in Verbindung zu setzten? Wahrscheinlich kannst du eine Menge von ihnen lernen und über deinen Freund erfahren..
    Behalte im Hinterkopf, dass die Situation sich nicht verbessern wird, im Gegenteil.
    Wie verträgt sich der Alkohol, die Entzugstabletten mit seiner Herzkrankheit??

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Hartmut,

    also ich persönlich wandelte solche Sätze/Schlägwörter gern in Bilder um. Doch ich finde das mit dem Handbreit für mich ein gutes Bild, kann ich was mit anfangen.

    Bei uns in der Selbsthilfegruppe gab es den Satz – bei einem Rückfall steigt man in den anfahrenden Bummelzug ein, der sich in kürzester Zeit in einen Schnellzug verwandelt -. Ich habe es ausprobiert. Bei mir wurde es ein Hochgeschwindigkeitszug. Für mich auch ein sehr gutes Bild, das mich zur Vorsicht mahnt.

    Liebe Grüße
    Weißbär

    Hallo Vreni,

    selbst wenn die Geschichte mit der Therapeutin stimmt, von wegen er kann es selbst schaffen, siehst du ja dass es scheinbar nicht geht. Mir sagte ein Therapeut auch, ich wäre nur suchtgefährdet und was hat es mir genützt?
    Tabletten und Alkohol ist eine brisante Mischung, weiß sein Arzt dass er Alkohol trinkt?

    Halt die Ohren steif

    Weißbär

    Hallo Charly,

    ich bin selbst Alkoholikerin und bin mit Unterstützung/Begleitung meines damaligen Freundes trocken geworden. Die eigentliche Arbeit hat er allerdings mir überlassen. Das heißt Selbsthilfegruppe und Therapiegruppe. Sein Part war mehr moralischer Art. Viel Reden, viel Abwechslung, Unternehmungen aller Art.

    Ich habe deine anderen Thread’s gelesen. Dass dein Freund aufhören will zu trinken, glaube ich ihm aber er muss was tun. Er verlässt sich auf dich, er ruft du kommst und versuchst in trocken
    zu streicheln. Er kann machen was er will, er kann sich immer darauf verlassen dass du im verzeihst, verstehst, bemitleidest und und ..
    Wie bleibt seine Initiative, er ist krank, er muss was unternehmen. Du kannst in begleiten aber nicht wirklich helfen.

    Eine Therapie dauert nicht umsonst Monate und die Trockenarbeit dauert ein Leben lang.


    Gruß Weißbär

    Hallo Oiseau,

    Ich bin Alkoholikerin und Raucherin. Zum Dampf ablassen habe ich nicht getrunken, mehr
    um Problemen zu vernebeln. Warum ich rauche, gute Frage, Sucht nehme ich an.

    Wenn ich mich so richtige Ärgere oder Probleme habe hilft mir Holzhacken. Da kann ich mich so richtig austoben und habe es im Winter auch noch warm.
    Wenn ich traurig bin oder eine melancholischen Anfall habe, muss meine Katze herhalten, sie ausgesprochen beruhigend obwohl
    Sie mehr eine Kratzekatze ist.

    Gruß Weißbär

    Hallo Susi,

    habe mir gerade deinen Thread durchgelesen.
    Ich bin selbst Alkoholikerin und zurzeit trocken.
    Die Probleme mit der Selbsthilfegruppe hatte ich genau wie du. Ich habe wenig gesagt aber gut zu gehört. Der große Vorteil für mich war, dass ich einige Telefonnummern von Gruppenmitgliedern hatte, die ich in Zeiten der Not anrufen könnte und die Tipps gaben oder mir den Rücken stärkten.
    Vielleicht überlegst du dir das mal.
    Das dein Freund in deinem bei sein trinkt finde ich bescheiden. Hat er sich eigentlich nicht über das Thema Alkoholsucht informiert?

    Halte die Ohren steif

    Gruß Weißbär

    Hallo Lobanshee,

    Ich selbst bin trockene Alkoholikerin. Meine Familie besteht/bestand eigentlich nur aus meinen Eltern. Mein Onkel samt Familie lebt in Südamerika und es besteht kein Kontakt.

    Meine Mutter hat nie akzeptiert, dass ich Alkoholikerin bin, wäre für sie eine persönliche Niederlage und es käme die Frage nach Schuld, ein zentrale Thema bei meinen Eltern.

    Bei Geselligkeiten kam dann der Spruch –A... trinkt kein Alkohol muss noch fahren, nimmt Medis
    und ähnliches-.

    Gruß Weißbär

    Hallo Live,

    ich bin nun schon ein paar Jahre Trocken, kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen.
    Alle können nur ich nicht.

    Wenn mir solche Gedanken kommen erinnere ich mich immer (un)gern an meine Alkoholvergangenheit. Da ich fast nur zuhause getrunken habe, halten sich meine unangenehmen/peinlichen Ausfälle in der Öffentlichkeit in überschaubaren Grenzen.
    Aber ich kann meine traurigen, machtlosen, deprimierenden Gefühle gut abrufen.

    Kommen mir solche Gedanken spiele ich alle Gefühle durch und komme dann meist sehr
    schnell zu dem Punkt –nie wieder-, -will ich nicht-, -brauche ich nicht-. Da ich reiner Wirkungstrinker war, weiß ich, dass ich nicht trinken will weil es mir schmeckt, was sollen also diese Gedanken. Ich werde nicht nach einem Glas Bier, Wein oder was immer aufhören, sondern in den nächsten Supermarkt stiefeln und mir Nachschub besorgen, wenn nicht Heute dann in den nächsten Tagen. Alleine der Gedanke an das schlechte Gewissen macht ich ganz krank.
    Nach solchen Momenten halte ich meist inne, lächle -was geht’s mir gut-.

    Liebe Live halte die Ohren steif. Du schaffst auch diese Klippen. Glaub an Dich und Deine Stärken.


    Weißbär

    Hallo Reichenau,

    Also, ich würde es ihm sofort mitteilen. So hat er während der Therapie die Möglichkeit sich auf die neue Situation einzustellen und die Therapeuten können in dabei unterstützen.
    Würdest Du bei ihm bleiben wäre die nächste Erpressung vorprogrammiert

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Prinzipia,

    was ist so schlimm viel zu trinken? Dein Weinkonsum mit 2-3 Litern Flüssigkeit war ja nicht gerade wenig. Ich glaube der Körper braucht das. Nicht Essen finde ich weniger gut. Dadurch kommt eine gewisse Unzufriedenheit auf (würde mir jedenfalls so gehen).
    Nachdem ich mich für ein alkoholfreies Leben entschieden hatte, habe ich mich auf Süßkram spezialisiert und Unmenge Cola getrunken. Allerdings auch viel Obst und Gemüse.
    Süßkram und Cola haben sich wieder normalisiert. Ich habe es mir einfach gegönnt und nicht all zu viele Sorgen gemacht (hatte ja Kalorien vom nicht Saufen zu verballern).
    Die Unruhe und Leere kenne ich auch. Viel Abwechslung, Beschäftigung haben geholfen.
    Alles braucht seine Zeit und ‚Nichtrinken’ ist kein Selbstläufer.

    Liebe Grüße
    Weißbär

    Hallo,

    Also, ob ich mich Trockner Alkoholiker nennen darf oder erst auf dem Weg dahin bin, interessiert mich nicht wirklich.
    Ich bin zufrieden mit meiner jetzigen Situation des Nichttrinkens und wie man das nun nennt
    ist mir egal.

    Gruß
    Weißbär

    Hallo Kiddo,

    erstmal herzlich Willkommen.

    ich selbst bin Alkoholikerin und seit ein paar Jahren Trocken.

    Du schreibst

    Wenn ich die Beziehung beende ist sein Absturz vorprogrammiert


    Mag sein aber wenn Du bleibst stürzt Du mit.
    Willst Du mit ansehen wie er sich weiter in seine Alkoholsucht eingräbt?
    Mit seiner Aussage –ohne Alkohol will ich nicht- bist Du auf verlorenem Posten.
    Aus Erfahrung weiß ich kontrolliertes Trinken funktioniert nicht (war eine bittere und
    schmerzhafte Erfahrung).

    Halt die Ohren steif

    Weißbär