Beiträge von Weißbär

    Hallo je,

    nun, wenn ich lese, dass er im Berufsleben gut bestehen kann und dann auch noch als Selbständiger, wo er sich nicht hinter Kollegen verstecken kann, wundert mich seine private Unfähigkeit schon. Wie kommst du auf die Idee, dass das was mit seiner Sucht zu tun hat?
    Vielleicht steckt ja was anderes dahinter. Kommt aber öfter vor, dass beruflich Erfolgreiche im Privatleben ihre Probleme habe.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo je,

    willkommen im Forum.
    Ich bin selbst Alkoholikerin. Bin allerdings der Meinung, dass ich mein Leben gut im Griff habe. Dass ich ab und etwas chaotisch bin, liegt glaube ich nicht an meiner Suchterkrankung,
    Wenn du dir hier den einen oder anderen Thread durchliest, wirst du feststellen, dass Süchtige (ehemalige) durchaus lebensfähig sind.

    Trinkt dein Freund eigentlich noch oder ist er trocken (zufrieden trocken).

    Gruß

    Weißbär

    Hallo newtime,

    da werden doch Erinnerungen an ‚Alte Zeiten’ wach. Nachdem ich wieder einigermaßen klar war, wollte ich mein Chaos am liebsten gleich sofort und möglichst alles auf einmal beseitigen. Was ich über Jahre bzw. Jahrzehnte angesammelt und verschlampt wurde von mir, ist natürlich nicht mal eben so zu beseitigen. Ich habe mir alles angesehen und geschaut was ist wirklich wichtig (zeitlich) und was ist mir (zum wohlfühlen) wichtig. Und dann Schritt für Schritt, Überforderung nützt niemanden. Für manche Sachen habe bald ein Jahr gebraucht.
    Z.B. Versicherungen, ich wollte nicht bei meiner Versicherung anrufen und fragen – sagen sie mal wogegen bin ich eigentlich alles versichert -. Nach einem Jahr wusste ich dann anhand der Rechnung wo ich ansetzen muss.

    Leg also bei aller Räumerei auch mal die Füße hoch und tu dir etwas Gutes. Nichts läuft weg.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Aufbruch,

    wo ist dein Mann gesprächsbereit. So wie ich das lesen, versucht er dich in sein Sucht ein zu binden. Sollst du die wöchentliche Menge kontrollieren oder gar zuteilen? Dein Mann weiß genau das kontrolliertes Trinken nicht klapp. Die angepeilte Menge wird größer bzw. die Woche wird kürzer.

    Lass dich bloß nicht auf diesen Kuhhandel ein. Dein Mann will von dir ein ja zur Trinkerei um dadurch den Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Du bist doch bei der Suchtberatung gewesen, von so was war bestimmt nicht die rede. Auch in deinem neuen Infomaterial wirst du davon nicht lesen.

    Bleib bei dir.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Spanijoggel,

    prima, OP überstanden. Vor der Einnahme der Tabletten graute mir auch, meine Katze lässt sich nur bedingt anfassen. Ich habe ihr die Tablette in ein kleines Stück Hühnchenfleisch geschoben (unter die Haut), da sie rohes Fleisch liebt und auch kaufaul ist hat sie das anstandslos geschluckt.
    Heute, nach 2 Wochen, geht es ihr wieder gut, sie sieht zwar noch etwas wie ein Flickenteppich aus aber das Fell wächst langsam nach.

    Wünsche dir viel Erfolgt mit den Tabletten.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Himmelhoch,

    also nur so einfach nicht hingehen, finde ich blöd. Ich nehme ja an es soll von euer Seite ein Wink mit dem Zaunpfahl sein. Ich fände es besser, die Einladung ganz offiziell absagen mit kurzer Begründung. Kann ja auch einer stellvertretend für alle machen. Jeder weiß Bescheid und keiner braucht um den heißen Brei rumreden.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo einNeuer,

    Du schreibst:
    Es gibt die Theorie, und an die glaube ich auch, dass man, umso mehr man sich auf ein Thema konzentriert, dieses verstärkt.

    Damit hast du wohl in den meisten Fällen recht. Inwieweit das auf die Suchtproblematik zu trifft, keine Ahnung.
    Ich kann nur von mir schreiben. Ich denke nicht täglich – du bist Alk, also sein wachsam -. Dieses wachsam gehört zu meinem Leben, wie Vorsicht im Straßenverkehr oder Jacke an, es ist kalt.
    Ich hadere nicht täglich oder monatlich mit mir, was wäre wenn du nicht getrunken hättest. Es ist nicht mehr zu ändern und ein hadern macht die Angelegenheit für mich noch anstrengender. Mich stören die Spirituosenregale im Supermarkt nicht, es geht mich nichts mehr an. Manchmal eine gewisse Dankbarkeit das das bevorraten, kalkulieren und so vorbei ist.

    Mitleid mit trinkenden Strandbadbesuchern habe ich nicht, sie wissen was sie tun. Bei Alkoholikern am Bahnhof oder in der Fußgängerzone habe ich Mitleid. Auch die wissen was sie tun aber es ist wohl das Bild, was wäre wenn ich die Kurve nicht bekommen hätte.

    Das Gefühl sich wegbeamen zu wollen, habe ich nur in schwierigen Situationen, z.B. als ich meine Katze habe einschläfern lassen müssen, da wäre ich gern mal eine Weile ‚weg’ gewesen. Stimmungsvolle Momente genieße ich ganz bewusst und zwar nüchtern.

    So geht es mir aber es ist wohl bei jedem etwas anders. Ich muss allerdings dazu sagen, ich habe keine LZT gemacht. Selbsthilfegruppe und einmal wtl. Gruppe bei einer Suchtberatung war mein Weg.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo einNeuer,

    Die Suchterkrankung bzw. seine Nüchternheit als oberste Priorität zu sehen, ist eine Frage die ich mir auch schon gestellt habe. Eine Frage die ich auch nicht wirklich beantworten kann, auch für mich nicht. Das hieße die Frage zu beantworten was ist das allerwichtigste im Leben.
    Ist Essen/Trinken nicht am wichtigsten? Oder doch eher das Atmen
    Für mich ist meine Trockenheit wichtig, sehr wichtig um den Rest meines Lebens (nicht die Jahre) zu genießen oder überhaupt zu leben. Ich habe dadurch zwar nicht weniger Probleme aber ich kann sie lösen oder auch nicht, das liegt dann ganz in meiner Hand. Während meiner Saufzeit (und nichts anderes habe ich gemacht, nämlich gesoffen) habe ich immer mehr den Blick für Kleinigkeiten verloren, habe nicht nur das Miese sondern auch das Schöne meines Lebens weggemacht. Immer mit dem Bewusstsein, es ist falsch, da läuft etwas, was ich eigentlich so nicht will. Immer leichtes Bauchweh oder war es das schlechte Gewissen?
    Ja, für mich hat die Nüchternheit einen sehr hohen Stellenwert. Wobei ich sagen muss, dass Essen/Trinken, Atmen, Toleranz, Rücksichtnahme usw. für mich selbstverständlich sind.
    Also mit Alkohol keine Weißbärwürdiges Leben.

    Die Einstellung von darfst in du willst/braucht nicht, kam schleichend. Ich glaube so in dem Moment, wo ich merkte, dass das Leben mir ohne Alkohol leichter fiel als ohne.

    Übrigens, ich verzichte gern auf negative Erfahrungen, Erdbeben, Unfälle und Alkohol.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Spanijoggel,

    das sind ja mal gute Nachrichten. Wie mich das freut. Ich weiß aus Erfahrung wie man mit seinen Tieren leidet. Ist schon was dran – ist die Katze gesund, freut sich der Mensch -.

    Schönen Dienstag

    Weißbär

    Hallo Toby,

    nach drei Jahren wieder anfangen mit Saufen ist schon hart. Ich verstehe allerdings nicht, dass die meinst, es kontrollieren zu können. Nichts gelernt, nichts verstanden?
    In deinem letzten Thread schriebst du im August 2008 du hättest den Alkohol etwas aus den Augen (Gedanken) verloren, wohl ganz zu den Akten gelegt. Du hast nicht wirklich gut auf dich achtgegeben. Bei mir kreist der Alk auch nicht täglich durch meine Gedanken aber er ist immer auf ‚wieder Vorlage’.

    Wie Karsten schon geschrieben hat, geh zum Arzt und versuch nicht allein mit einem kalten Entzug die Sucht in den Griff zu bekommen. Auch das weißt du, kann gefährlich werden.

    Ich wünsche dir, dass du die Kurve wieder kriegst. Denke an die schönen letzten drei Jahre.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Beluna,

    was wolltest du den hören? Jeder der hier schreibt kann nur seine eigenen Erfahrungen weitergeben. Wenn du dich genau erkundigst ist dein Weg und deine Einstellung zwar löblich aber kontraproduktiv. Du kannst deinen Partner nur dann unterstützen, wenn er auch wirklich will und es auch konsequent durchzieht, Saufdruck hin oder her.

    Leider ist es bei einer Sucht so – entweder oder -. Kontrolliertes Trinken funktioniert auf die Dauer nicht. Mag eine Zeit gut gehen aber eben nur eine Zeit. Ich schreibe hier aus Erfahrung (leidvoller Erfahrung). Dein Partner weiß das, in einer ambulanten Thera wird ihm das Rüstzeug mitgegeben und jeder Teilnehmer in seiner Selbsthilfegruppe wird genau das sagen.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Spanijoggel,

    ich nehme mal an, dass Angie eine Katze ist. Von mir sind alle Daumen gedrückt.
    Letzte Woche Freitag musste ich meine Katze Crazy zur OP bringen. Sie hatte einen Abszess auf dem Rücken, von einer Schlägerei. Habe ein schlafloses Wochenende hinter mir. Das heiße Wetter hat die Sache auch nicht gerade vereinfacht.
    Meiner Crazy geht es wieder ganz gut und ihre Art kommt wieder durch, bei ihr ist der Name Programm.

    Ich denke an euch

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Beluna,

    ich kann durchaus verstehen, dass du deinen Freund unterstützen willst und eine art Prävention betreiben willst. Letztendlich ist er aber zuständig für seine Nüchternheit. Ich stelle es mir schon sehr schwierig vor, immer auf jede Gemütsregung zu achten und zu reagieren.
    Mein damaliger Lebensgefährte, der mich in meinen Anfangszeiten der Trocken sehr unterstützte, versuchte auch immer im Vorfeld gegenzusteuern. Ich fand das für mich schon sehr anstrengend. Man hat mal so Tage, da kann man alles an die Wand packen, dass hat aber nicht unbedingt was mit Saufdruck oder so zu tun, sondern ich war dann einfach nur nicht gut drauf. Dieses hinterfragen und Vorträge zu halten war manchmal schon mehr als nervig und dadurch auch ab und an ein Streitpunkt.

    Lernen mit dem Saufdruck um zu gehen, muss dein Freund schon selbst. Geht er in eine SHG oder ähnliches? Da würde er das richtige Handwerkszeug an die Hand bekommen.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Camino,

    ich gehöre auch zu deinen Lesern. Warum ich mich in deinem Thread nicht bemerkbar gemacht habe? Nun, ich bin der Meinung, dass man nicht jeden einzelnen persönlich begrüßen muss, bläht den Thread auf und jede Begrüßung von Anderen sehe ich als stellvertretend.
    Die Frage die ich spontan hatte, wurde bereits gestellt. Für mich persönlich ist dein Problem nicht wirklich greifbar. Daher kann ich keine Tipps geben, du weißt durch deine Thera’s mehr
    als ich je wissen werde und deine praktische Erfahrung ist ja langjährig.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo Simone,

    ich habe mit erstaunen die Empfehlung für deinen Partner gelesen. Warst du dabei als die Empfehlung ausgesprochen wurde?

    Ich bin bereits seit ein paar Jahren trocken und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Erkenntnisse sich so geändert haben. Wie Silberkralle bereits anmerkte nicht Monate sondern Jahre sind die Empfehlungen für den Besuch einer Selbsthilfegruppe. Gerade bei Neulingen sind brenzlige Situationen gefährlich, da braucht es schon einen engen Kontakt zu Betroffenen (Selbsthilfegruppe oder ähnliche).

    Kann es sein, das dein Partner sich seine Situation schönredet oder dir das Gefühl vermitteln will – alles nicht so schlimm -?

    Sei wachsam, so einfach wie dein Partner die Sache darstellt, ist es nicht.


    Gruß

    Weißbär

    Guten Morgen Frank,

    Morgendstund hat Gold im Mund und Blei im Hintern. Alte Familienweisheit.

    Nun ist die Euphorie vorbei. Nun musst du selbst für deine Tageshöhepunkte sorgen. Schau was du bereits geschafft hast. Klopf dir ruhig mal selbst auf die Schulter. Du bist im realen Leben angekommen. Es ist ja nicht so, dass nicht Süchtige automatisch ein tolles ausgefülltes Leben haben. Für sein gutes Empfinden, Freude und Ausgeglichenheit hat jeder selbst zu sorgen.

    Denk daran, du bist für dich der wichtigste Mensch. Freu dich am Vogel der ein gutes Frühstück hatte und gräme dich nicht, dass der Wurm dafür herhalten musste. Positives Denken ist angesagt.

    Du hast bisher deine Trockenheit so prima gemeistert und wirst es auch schaffen den normalen Alltag genauso gut zu bewältigen.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Lütze,

    Sorry, man sollte morgens die Augen aufmachen. Habe ich doch tatsächlich in deinem statt im Thread von Frank geantworten.

    Auweia, doch nicht etwa schon das Alter. So nach dem Motto - leise rieselt der Kalk -?

    Einen schönen Morgen wünscht

    Weißbär

    Guten Morgen Frank,

    Morgendstund hat Gold im Mund und Blei im Hintern. Alte Familienweisheit.

    Nun ist die Euphorie vorbei. Nun musst du selbst für deine Tageshöhepunkte sorgen. Schau was du bereits geschafft hast. Klopf dir ruhig mal selbst auf die Schulter. Du bist im realen Leben angekommen. Es ist ja nicht so, dass nicht Süchtige automatisch ein tolles ausgefülltes Leben haben. Für sein gutes Empfinden, Freude und Ausgeglichenheit hat jeder selbst zu sorgen.

    Denk daran, du bist für dich der wichtigste Mensch. Freu dich am Vogel der ein gutes Frühstück hatte und gräme dich nicht, dass der Wurm dafür herhalten musste. Positives Denken ist angesagt.

    Du hast bisher deine Trockenheit so prima gemeistert und wirst es auch schaffen den normalen Alltag genauso gut zu bewältigen.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Schnurzpiepe,

    Kann ein Alkoholiker gut Lügen? Keine Ahnung.

    Wenn ich auf meinen Alkoholkonsum angesprochen wurde, von meiner Mutter oder Kollegen, habe ich dicht gemacht. Habe mich auf das Thema nicht eingelassen. Fragen nicht wirklich beantwortete. Ich wusste schon was mit mir los war aber ich glaube ich hätte es niemanden wirklich erklären können, wie für mich der Stand der Dinge war.

    Wirklich darüber reden konnte ich erst, als ich von mir aus anfing meine Lage und Situationen zu erklären. Da war ich auch bereit mir ernsthaft über mögliche Wege Gedanken zu machen und vor allem auch Hilfe von Außenstehenden zu erbitten und anzunehmen.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo EinNeuer,

    Bei mir kommt es immer ein bisschen auf die Tagesform an. Vorab muss ich allerdings sagen, dass ich Einzelgänger bin und meine sozialen Kontakte sich im sehr überschaubaren Rahmen halten.

    Restaurants, Cafes oder ähnliches habe ich von Anfang an nicht gemieden. Dagegen Kneipen und Bar schon. Beim Essen oder Cafe trinken stört es mich nicht, wenn die Mitgäste Alkohol trinken, sie gehen mich gewissermaßen nichts an. Ich würde mich allerdings nicht unbedingt zu ihnen an den Tisch setzen. Bei den wenigen Familienfeiern wird ausgesprochen mäßig getrunken, es stört mich zwar nicht aber meist übernehmen ich dann den Part in der Küche, wo ich übrigens meist interessantere Gespräche mit den Gästen führe, wie in der großen Runde.

    Auf meiner Arbeitsstelle wird sehr selten mal ein Glas Sekt oder so getrunken, bei Verabschiedungen von Mitarbeitern kommt es schon mal vor. Sonst wird das Alkoholverbot eingehalten. Bei solchen Gelegenheiten bleibe ich meist nicht lange, kommt natürlich immer darauf an wer einlädt.

    Generell kann ich für mich sagen, dass ich Veranstaltungen nur dann besuche, wenn ich jederzeit die Möglichkeit habe mich zu verabschieden. Daher gehe ich auch nicht mehr zu unserer Abteilungsfeier, als Trockener Alkoholiker wird man sofort für die Rückfahrt eingeteilt und ist dadurch gezwungen bis zum (bitteren) Ende zu bleiben.

    In meinem Haus gibt es kein Alkohol und wenn Gäste Alkohol für den Eigenbedarf mitbringen mache ich mein Hausrecht geltend. Wem das nicht gefällt braucht auch nicht zu mir kommen.


    Gruß

    Weißbär