Beiträge von Weißbär

    Hallo Kürbis,


    Eins scheint wohl klar zu sein. Du möchtest das Leben mit deinem Partner, so wie es jetzt läuft, nicht weiterführen. Ob dein Partner nun süchtig ist oder nicht, so ist der jetzige Zustand für die nicht haltbar. So wie es scheint, will dein Partner sein Verhalten nicht ändern. Du kannst ihn aber nicht ändern, ändern kannst du nur was für dich. Wie und was das genau sein soll, musst du für dich selbst rausfinden.

    Bei Gesprächen, die als Vorwurf aufgefasst werden, ist es nicht unüblich mit Gegenangriffen zu kontern. Kenne ich aus meiner Ehe, von meinen Eltern und auch von Arbeitskollegen. Personen mit denen man enger ist, kommt dann noch hinzu, dass sie die neuralgischen Stellen des Gegenübers gut kennen und das auch gnadenlos ausnutzen.


    Gruß Weißbär

    Hallo Fera,

    fein, dass du erkannt hast, dass sicht etwas ändern muss. Zwei Wochen ist doch schon mal was, jeder hat mit dem ersten Tag angefangen.

    Ich kenne zwar deinen Arzt nicht aber er wird dir gewiss nicht den Kopf abreißen und du wirst nicht sein erster und einziger ‚Kunde’ sein, der ein Alkoholproblem hat.

    Die Leute, die du bei der Suchtberatung treffen wirst, sind entweder Personal oder Selbstbetroffene. Die Betroffenen ob nun Alkoholiker oder Co’s werden möglicherweise die gleichen Gedanken haben wie du, also keine Bange, da geht niemand zum Spaß hin.


    Gruß Weißbär

    Hallo Frau,

    also die ‚typische’ Rollenverteilung gab es in unserer Gruppe überhaupt nicht. Rückblickend muss ich sagen, dass die Frauen klarer rüber kamen und die Männer sich zeitweise doch sehr bedeckt hielten.

    Wie schon gesagt, es kommt immer auf die Zusammensetzung der Gruppe an. Unsere Gruppe hatte sich aus einer großen Organisation gebildet, die mit der vorherigen Führung Probleme hatten. Das lag nicht an der Organisation, sondern an den Gruppenmitgliedern bzw. Vorturnern.


    Gruß Weißbär

    Hallo Frau,

    also was nun besser oder schlechte ist kann ich dir nicht beantworten. Es kommt ja auch immer auf die Personen in einer Gruppe an.

    Ich bin während meiner Trocknungsphase in einer gemischten Gruppe gewesen, also jeweiligen Partner aber auch erwachsene Kinder. Ich glaube wir haben alle voneinander gelernt.
    Der Nachteil einer solchen Gruppe ist allerdings, dass oft der jeweilige Partner sich zurückhält und seine Gefühle, Ängste und Nöte aus Rücksicht nicht direkt ausspricht. Merkte man dann, wenn einer der Partner nicht anwesend war.

    Gruß Weißbär

    Hallo prof,

    ein Therapeut kann deinem Mann nur dann helfen, begleiten, wenn dein Mann dazu bereit ist, sonst hat der beste Therapeut schlechte Karten.

    Das mit deiner Bank war vorherzusehen, warum sollten sie auch einen potenziellen Zahler aus der Pflicht nehmen. Ich nehme an, dass dein Mann eure Wohnung finanzltechnisch nicht allein tragen kann. Vertrackte Situation.

    Schönen Nachmittagsspaziergang mit Schrödi.

    Gruß Weißbär

    Hallo prof,

    vorher waren die Gründe doch Langeweile und so, alles Sachen die man selbst ändern kann. Jetzt werden Gründe rausgekramt, die nicht änderbar sind, also wogegen man nichts machen kann. Für ihn ist es klar, da kann kein Therapeut und keine Therapie etwas dran ändern.

    Gut, dass du weißt, dass das vorgeschobene Gründe sind. Da wäre trösten mehr als fehl am Platz.

    Gruß Weißbär

    Hallo prof,

    ich glaube nicht, dass er sich umbringen will. Er will dir ein Streitgespräch aufdrängen um dann so richtig vom Leder zu ziehen.

    Lass in schreien, ich weiß, leichter gesagt wie getan, so dumme Bemerkungen treffen einen ja doch.

    Das mit dem Mopedschlüssel ist solche Sache aber er ist Volljährig und du nicht sein Vormund.


    Gruß Weißbär

    Hallo Hoppegarten,

    wenn du Rausch mit Flucht vor der Realität gleichsetzt, dann stimmt es, dass ich diesen Zustand mit Alkohol immer wieder herbeigeführt habe. Wollte ich immer wieder diesen Rausch? Nein wollte ich nicht aber die Sucht hatte mich im Griff und ich kam aus diesem Teufelskreis nicht raus.

    Mir als Alkoholiker fehlt allerdings die positive Sicht auf einen Rauschzustand. Da ist mir deine Aussage unverständlich und kann sie nicht nachvollziehen. Ist wie im echten Leben, jeder sieht und erlebt die Dinge anders.

    Gruß Weißbär

    Hallo Hoppegarten,

    deine Definition von Verzicht kann ich nicht wirklich folgen. Ist es Verzicht wenn ich mich für eins von beiden entscheide? Z.B. ich verzichte auf einen Eisbecher (ich liebe Eis) und entscheide mich dafür für ein Taschenbuch, beides geht aus finanziellen Gründen nicht. Verzicht wäre da für mich nicht das treffende Wort, außer das Buch ist sauschlecht.

    Ich habe mich gegen den Alkohol entschieden, weil ich sonst wahrscheinlich auf einen großen Rest meines Lebens hätte ‚verzichten’ müssen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich Alkohol äußerst selten mit Genuss getrunken habe und ich mich ‚nur’ aus der Realität wegsaufen wollte. Auf was verzichte ich jetzt also? Etwas was ich mir immer vor Augen führe, wenn ich neidvoll auf trinkende Gartenlokalbesucher schaue. Ich habe mir durch meine Sucht die Wahl genommen, ich glaube das ist für mich zweitweise das eigentliche Problem – ich habe keine Wahl -, bzw. ich habe die Wahl bereits vor Jahren getroffen – nix Alkohol -.

    Gruß Weißbär

    Hallo prof,

    ob das Buchführen seines Alkoholkonsums was bringt, wage ich zu bezweifeln.
    Wie wäre es, ein Tagebuch für dich, wie es dir geht, was du fühlst bzw. nicht fühlst und so?
    Kannst du dann nachlesen, wenn du in einer Trockenzeit weich werden solltest.

    Einen schönen Tag dir und Schrödi.

    Gruß Weißbär

    Hallo prof,

    Ich glaube die Frage ‚Warum’ stellen sich nur die Außenstehenden. Der Süchte braucht keinen Grund und wird sich auch vor dem Trinken nicht fragen warum.

    Wenn dann andere fragen, muss eine Erklärung her. Dann ist der eine Grund so gut oder schlecht wie der andere.

    So sehe ich das.

    Gruß Weißbär

    Ach Mensch Prof, es tut mir so leid für dich.

    Auch wenn der Absturz vorhersehbar war, ist man wie vor den Kopf geschlagen, wenn es soweit ist. Besonders trifft der Stimmungswandel. Vorher Entschuldigungen, Besserungsbeschwörungen und dann Schuldzuweisungen, verdrehen von Tatsachen und Beleidigungen. Bestimmt schwer zu ertragen.

    Eins ist wohl sicher, ohne Hilfe kommt dein Mann aus der Suchtspirale nicht raus. Da werden die schlausten Bücher und die besten Vorsätze und der eisernste Wille nichts bringen

    Trotz allen Mist und aller Enttäuschung, wünsche ich dir ein erholsames Wochenende. Sei froh, dass du Schrödi hast. Meine Crazy ist zwar ‚nur’ eine Kratzekatze, mir aber immer ein Trost.

    Gruß Weißbär

    Hallo Ossi,

    Den Entschluss zu fassen, sich zu trennen ist das eine aber es dann auch zu realisieren ist doch wieder was anderes. Mit dem Entschluss allein ist es ja leider nicht getan. Da ist dein Mann, der sich wehrt. Deine und seine Familie die dich belatschert. Dein Arzt der den Ernst deiner Lage herunterspielt. Und, und.

    Alles das kann einen meschugge machen und auch ab und an sich zweifeln lassen.
    Aber nur du kannst für dich beurteilen wie es für dich ist und war. Es ist deine Entscheidung und dein Leben.

    Halte die Ohren steif.

    Liebe Grüße Weißbär

    Hallo prof,

    ich kann mit vorstellen, dass es sehr anstrengend ist einmal Stimmungsschwankungen seines ‚trocknen’ Partner auszuhalten und zum anderen das warten auf ‚schlechte’ Zeiten.
    Muss sehr anstrengend sein und letztlich kommt man nicht zur Ruhe. Wohl immer ein Warten auf, ja worauf eigentlich?


    Gruß Weißbär

    Hallo Ossi,

    dein Hausarzt hat ja interessante Ansichten und scheint sich mit der Materie Sucht nicht wirklich auszukennen oder zu wollen. Was nützt die größte Liebe, wenn der Alkohol und seine Folge alles kaputt machen. Er hat zwar recht, dass ein Termin für eine Thera seine Zeit dauert aber meint er die Situation für dich verwächst sich oder die Pillen werden es schon richten?

    Prima, dein Termin bei der Suchtberatungsstelle. Jetzt nicht stillstehen und auf die Dinge warten, die da kommen, sondern agieren.

    Gruß Weißbär

    Hallo prof,

    abgeben von Verantwortung ist wohl ein Übel von Alkoholikern. Ich war während meiner Saufzeit Einzelkämpfer und konnte so auch niemand wirklich verantwortlich machen, außer dem Wetter oder den Umständen.
    Solange er die Verantwortung für sich selbst nicht übernimmt, wird sich wohl kaum etwas an seinem Verhalten ändern.

    Gruß Weißbär

    Hallo prof,

    selbst abfangende Post wird dir nichts nutzen, wenn er innerlich auf dem Weg zum Alkohol ist. Selbst gute oder keine Nachrichten nutzen nicht wirklich, der Gedanke, dass irgendwann schlechte Nachrichten kommen, bleibt. Es ist nicht deine Aufgabe in davor zu schützen.

    Dieses hochziehen an Anderen (Internet) ist ja mal total daneben. Spielt da Neid mit?


    Gruß Weißbär

    Hallo Ossi,

    dein Mann zieht ja alle Register um dich zu verunsichern. Sehr geschickt sich von dem Rest der Familie auch noch Schützenhilfe zu holen. Er scheint jeden einzuspannen der dich beeinflussen kann, statt mit dir zu reden.

    Ich finde das mit Brief sehr gut, so kann man seine Empfindungen klar und deutlich darlegen.
    Etwas was bei einem Gespräch oft nicht möglich ist. In deinem Fall wäre dein Mann womöglich während des Gespräches stiften gegangen.

    Lass dich von deiner/seiner Familie nicht runterziehen, sie leben nicht mit deinem Mann zusammen. Seine Familie ist wahrscheinlich froh, wenn sie die ‚Verantwortung’ dir aufladen können.


    Gruß Weißbär