Beiträge von Skye

    Hallo Live,

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    Aus dem einem Glas wurde eine Woche später eine Flasche und aus einer Flasche wurden 5 volle Sauftage. Nur am 5. Tag war ich am Ende. Am Ende meiner Kraft. Ich wusste, ich will nicht mehr aber ich konnte nicht mehr aufhören, der Körper wollte das nicht. Egal, ich wollte nicht weiter trinken.
    Eine ganze Nacht folgte mit Entzugserscheinungen, Angst um mein Leben, ich wollte schlafen aber ich hatte Angst, das ich nicht mehr aufwachen werde.

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    Ich muss etwas unternehmen, es kann doch so nicht weiter gehen.

    So schlecht scheint es Dir ja doch nicht zu gehen, wenn Du immer noch wählerisch bist und Dir die Hilfe zurecht schneidern willst.

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    LZT? Muss diese immer 3 Monate sein? Gibts was anderes?

    Scheinbar geht es Dir noch nicht schlecht genug, da Du weiter nach einer Extrawurst suchst.

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    Ich musste nur in meine Beratungstelle gehen und sagen: ich bin soweit, Antrag stellen und ...

    Es geht um Dein Leben. Nimm was Du kriegen kannst, um es zu retten und mach was daraus. Du bist bisher mit Deinem Weg nie weiter als früher oder später bis zum nächsten Glas gekommen. Zur Trockenheit haben Deine Ansätze jedenfalls nicht geführt.

    Wie wäre es mal einen anderen Weg auszuprobieren ohne Wünsche und Extrawürste.

    Gruß
    Skye

    Hallo Michaela,

    Du lädst Dir eine Last auf, die Du Dir nicht aufladen musst. Ich weiß, dass Kinder immer Kinder bleiben, egal wie alt sie sind, doch Deine Tochter ist erwachsen, sie kann für sich selbst sorgen. Sie ist alt genug, um auf eigenen Beinen zu stehen, dann lass sie auch. Wenn Du ihr immer alles abnimmst und sie Dich immer in der Hinterhand hat und weiß, wenn ich nicht mehr mag, gehe ich zu Mama, die macht das schon, dann wird sie es schwer haben ein eigenständiges Leben zu führen. Wie soll sie da lernen auf eigenen Beinen zu stehen?
    Ich war mit einem Mann verheiratet, der nie wirklich die Konsequenzen seines Handelns tragen musste. Mama war immer zur Stelle, aus lauter Angst, das der Junge auf die schiefe Bahn gerät. Wenn Mama nicht da war, bin ich eingesprungen. Er ist bis heute nicht erwachsen und hat nie aus seinen Fehlern gelernt. Wie denn auch, ihm ist bequemerweise doch immer alles abgenommen worden, wirklich unangenehm war es doch nie für ihn.

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    1. Ich muss zumindest einen Teil ihrer Schulden begleichen, da es ansonsten zum Inkassoverfahren kommt und der Schuldenberg noch mehr anwächst.

    Du musst gar nichts. Sie hat sich das eingebrockt, also muss sie auch eine Lösung finden. Es gibt die Privatinsolvenz. Da muss man sich ein paar Jahre gewaltig einschränken und nach der Decke strecken und dann hat man die Gelegenheit, noch mal von vorn anzufangen.

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    Hinzu komm noch, dass sie mir gestanden hat, dass es möglich sein kann, dass sie schwanger ist. In der Klinik wurde ein Test gemacht, angeblich ist es noch zu früh, um eine definitive AUssage zu machen, allerdings sei ein Wert erhöht.

    Noch ist es ja nicht sicher. Mach Dich nicht verrückt. Wenn es so ist, dann kannst Du Dir dann immer noch Gedanken machen. Wenn es nicht so ist, hast Du Dir vollkommen umsonst einen Kopf gemacht.

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    Das wäre dann die ultimative Katastrophe auch deshalb, weil ich mir denken kann, dass so ein Embryo mit Sicherheit durch den Alkoholkonsum geschädigt ist.

    Auch das ist nicht zwingend gesagt. Aber auch da hilft nur abwarten und schauen was kommt. Das ist nichts was jetzt im Raum steht.

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    Sie hat angedeutet, dass es ja wirklich gut ist, dass ich Kinder so gerne mag und sieht mich wohl bereits in der Rolle derjenigen, bei der dieses ectl. Kind dann aufwachsen soll.

    Es gibt Hilfen vom Jugendamt. Das reicht von Einrichtungen in denen sie unterkommen kann, bis zur Unterstützung in einer eigenen Wohnung. Das Kind muss nicht bei Dir aufwachsen.

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    Ich habe versucht ihr klarzumachen, dass sie zwar meine volle Unterstützung bekommen würde, ich ihr aber nicht die ganze Verantwortung abnehmen werden, was ich allerdings (wenn sie es mit Kind nicht schaffen würde) im Endeffekt wohl doch würde.

    Wenn das Kind bei Dir wäre, wäre das für Deine Tochter sicherlich die bequemste Lösung, dann badest Du allerdings den Mist aus den sie verzapft hat. Wie soll sie da lernen Verantwortung zu übernehmen?

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    Dies wäre für mich mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, da ich ja ganztags berufstätig bin, eine neue Partnerschaft habe und eigentlich auch mal wieder etwas mehr Zeit für mich haben wollte.

    Das ist Dein gutes Recht. Es gibt Hilfen für Deine Tochter, auch ohne das Du ihr alles abnimmst. Du darfst Dich um Dich und Deine neue Partnerschaft kümmern.

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    Probleme bereitet mir auch, dass sie nicht mit mir reden will. Selbst bei den (für mich) harmlosesten Fragen sagt sie mir schon: "Mama du stresst mich mit deinen Fragen, ich will nicht reden. Gestern war icherleichtert, als du wieder gegangen bist, weil du ständig reden willst".

    Auf der einen Seite sollst Du ihr alles abnehmen und da verlässt sie sich wie es scheint auch drauf, auf der anderen, will sie Dich aber nicht in ihrem Leben haben. Das hinkt..... Sie will die „Vorteile“ aber die „Nachteile“ will sie nicht. Wenn Du das mitmachst, gut ist Deine Sache. Aber ich sehe das so, dass das Leben kein Wunschkonzert ist ,man kann sich nicht nur die Rosinen rauspicken.

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    Ich habe überhaupt keine Möglichkeit, Dinge begreifen zu können und stecke voller Schuldgefühle, was ich alles so falsch gemacht haben könnte.

    Das merkt sie und da setzt sie an. Das ist sicherlich kein böser Wille, aber Du schreibst ja selbst, dass Du immer wieder nachgegeben hast. Warum sollte sie es also nicht tun, sie kennt es doch nicht anders, als das Mama immer wieder für sie einspringt. Solange Du nicht Stopp sagst, bis hierhin und nicht weiter, wird sich nichts ändern.

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    Wie kann man als Mutter damit leben, ich liebe mein Kind über alles und habe Angst, daran zugrunde zu gehen, an meiner Ohnmächtig- und Hilflosigkeit.
    Ich fühle nur noch eine riesige Traurigkeit in mir, die alle anderen Gedanken und Gefühle verdrängt und mich vollkommen beherrscht.

    Ich weiß nicht wie es als Mutter ist, denn ich habe keine Kinder, aber ich weiß wie es als Tochter ist. Ich bin fast zugrunde gegangen an meiner Ohnmächtig- und Hilflosigkeit, ich hatte selbst kaum noch den Willen zu leben. Letztendlich hat mir geholfen einzusehen, dass ich nichts machen kann. Mir hat geholfen einzusehen, dass ich machtlos bin. Das nichts was ich tue oder sage, etwas ändern wird. Meine Mutter war erwachsen, fähig selbst zu entscheiden und auf eigenen Beinen zu stehen. Sie war kein hilfloses Kind. Sie wusste wo sie Hilfe bekommen konnte, wenn sie wollte. Es gibt in diesem Land unzählige Möglichkeiten für Alkoholiker, wenn sie Hilfe wollen. Sie wollte nicht, also konnte ich nichts machen.
    Diese Hilfen gibt es übrigens auch für überschuldete Menschen und junge Mütter. Wie bei jeder Hilfe muss aber der Wille da sein, sie zu suchen, dann wird man sie auch finden. Wenn der Wille zu suchen nicht da ist, kann man nichts machen.

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    Ich bin verwirrt und überlege in alle Richtungen, ob ich meine Partnerschaft in den Hintergrund stellen soll, ob ich sie wieder ganz zu mir nehmen soll (nach der Therapie) usw..

    Glaubst Du ernsthaft, Du würdest ihr damit helfen, wenn Du ihr die Verantwortung für ihr Leben abnehmen würdest? Das wäre in meinen Augen das verkehrteste was Du tun könntest. Wie soll sie denn lernen Verantwortung für sich selbst zu tragen und evtl. noch für ein Kind, wenn Du es ihr abnimmst? Das geht nicht. Soll das so weiter gehen, bis Du irgendwann nicht mehr kannst. Du willst Doch selbst auch noch etwas vom Leben haben, oder? Das ist Dein gutes Recht.

    Michaela, lass Deine Tochter alleine laufen, sie ist alt genug um das zu können. Lass sie ihre eigenen Fehler machen und ihre eigene Lehre daraus ziehen. Wenn sie dafür auf die Schnauze fallen muss, dann ist das so. Wenn Du ihr aber immer wieder ein Kissen unter's Gesicht legst und den Sturz abfängst, wird sie es nie lernen.
    Du kannst ihr helfen, sich selbst zu helfen, indem Du z. B. Adressen für sie raussuchst. Doch hingehen und sich kümmern, muss sie aus eigenem Antrieb. Es hilft ihr nicht, wenn Du für sie Termine machst und sie ans Händchen nimmst.

    In der Klinik bekommt sie Tipps, wie sie sich selbst helfen und wo sie Hilfe bekommen kann. Dann lass sie es auch tun und wenn sie es nicht tut, dann will sie nicht. Daran wirst auch Du nichts ändern. Ob Dein Leben aufgibst oder nicht, dass macht für sie keinen Unterschied, aber für Dich.

    Es ist nichts falsches daran, an Dich zu denken. Ich denke nur, es wird schwer werden, dass bei Deiner Tochter durchzusetzen. Aber das ist es etwas, dass man schaffen kann.

    Gruß
    Skye

    Hallo Auraya,

    im Grunde kann ich nur ins gleiche Horn stoßen wie alle anderen.Tue das, was Du für Dich brauchst. Helfen kannst Du nicht. Kontaktabbruch heißt nicht, dass ein Alkoholiker aufhört zu trinken, auch wenn viele sich das davon erhoffen, erklären und reden heißt auch nicht das er aufhört zu trinken, wenn sich das auch viele davon versprechen. Aufhören wird er erst, wenn er es will, so wie er trinken wird so lange er will.

    Wenn es Dir ein Bedürfnis ist, Deiner Mutter auf welchem Weg auch immer zu sagen, warum Du keinen Kontakt mehr möchtest dann tue es ruhig. Aber wie schon geschrieben, versprich Dir nicht zuviel davon. Sie wird lesen, was sie lesen will und es ist nicht sicher, dass es das ist was sie lesen soll. Ich habe meiner auch Briefe geschrieben, ihr erklärt dass ich nicht mehr mit ansehen kann, wie sie sich auf Raten umbringt, dass mich dieser Anblick zerreißt und ich für mein eigenes Wohl auf Abstand gehe. Ihre Antwort war: Glaubst Du, ich bin absichtlich abhängig geworden? Es ist nicht das bei ihr angekommen, was ich ihr sagen wollte. Da kann man anfangen zu diskutieren oder es lassen. Ich habe es gelassen, weil es für mich keinen Sinn gehabt hat und nicht gut für mich war. Ich hatte gesagt, was ich ihr sagen wollte und damit ging es mir besser.

    Wenn es Dir gut tut und es Dir besser geht wenn Du ihr einen Brief schreibst, dann tue es. Wenn es Dir widerstrebt, dann lass es. Was Du für Dich tust ist nicht verkehrt. Da gibt es kein richtig und kein falsch.

    Entscheiden musst Du, dass kann Dir keiner abnehmen.

    Gruß
    Skye

    Hallo Knubbelchen,

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    Was ich mich bei dieser ganzen Sache frage: Warum ist das so? Ich würde mich jetzt nicht als traurig, depressiv oder labil deshalb (bzw generell) bezeichnen...
    eigentlich habe ich zu der ganzen Sache einen solchen Abstand gewonnen, dass ich das ganze empfinde, als würde ich einen belanglosen Film sehen... ja, es ist toale Gleichgültigkeit.... ich glaube diese Gleichgültigkeit ist es, was mich soooo richtig über mich selbst schockt. Ist das normal? Eigentlich bin ich ein Mensch mit einen rießen Sinn für Gerechtigkeit und sehr sozial (muss mich immer für schwächere einsetzten ) .... ich bin echt erstaunt darüber, dass gerade ich einen Menschen doch sooooo sehr ablehnen kann.

    Ich denke, dass kann eine Schutzreaktion Deines Körpers sein. Letztendlich kannst aber nur Du das wissen bzw. herausfinden, denn niemand ist Du.

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    Brauch auch ich psychologische Unterstützung?

    Möchtest Du denn welche? Es bringt nur was, wenn Du davon überzeugt bist, dass Dir dabei geholfen wird. Du kannst es auch einfach mal ausprobieren. Such Dir einen Therapeuten. Welcher für Dich der richtige ist kann Dir Dein Hausarzt sagen. Wenn der keinen kennt, kannst Du mal bei der Krankenkasse nachfragen oder beim Psychotherapie-Informationsdienst in Internet nach schauen.
    Wenn Du einen gefunden und eine Termin bekommen hast, was schon mal dauern kann, dann holst Du Dir eine Überweisung vom Hausarzt und gehst hin. Die ersten 5 Sitzungen sind zum beschnuppern, ob Dir der Therapeut oder in dem Fall auch eine Therapie zusagt. Allerdings auch zum beschnuppern durch den Therapeuten, ob er der Meinung ist, Dir helfen zu können. Danach sieht man weiter.
    Wenn Dir das für den Anfang zu weit geht, hast Du aber auch die Möglichkeit eine SHG-Gruppe für Kinder von Alkoholikern zu besuchen. Eine weitere Möglichkeit ist die Suchberatung, die sind nicht nur für Alkoholiker da, sondern auch für Angehörige. Adressen für beides in Deiner Nähe gibt’s im Internet bzw. im Forum und zwar hier: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks….de/lexicon.php
    Du kannst aber auch einfach weiter hier schreiben und lesen. Tue für Dich das, von dem Du meinst, dass Du es brauchst, das es Dir hilft. Ausprobieren schadet auch nichts.

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    Frage mich, ob es nur ein Verdrengen ist oder ob ich wirklich so bin....

    Kann schon sein, dass Dein Verhalten Verdrängung ist, aber wie gesagt, das kannst nur Du selbst herausfinden. Wenn Du dabei Hilfe möchtest, dann hol sie Dir. Du stehst an erster Stelle in Deinem Leben.

    Gruß
    Skye

    Hallo Weitsicht,

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    Ich lebe nicht allein auf einer Insel, möchte ich auch nicht, ich habe noch Visionen, dass Menschen so miteinander umgehen können, dass kein Suchtverhalten mehr nötig ist. Dass der Einzelne ge- und beachtet wird, nicht in eine Sucht flieht und damit wieder Schaden in seiner Familie anrichtet. Der Teufelskreis der "Familienkrankheit Alkoholismus" endlich durchbrochen werden kann.

    Hier im Forum geht es aber um Dich. Hier geht es darum, den Focus auf sich selbst und seine Probleme zu richten. Es geht darum sich auf sich zu konzentrieren und nicht auf andere. Es geht nicht um Visionen oder darum die Welt zu missionieren oder zu verbessern, das ist nämlich Co in Reinkultur, aber es lenkt ja so schön ab........

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    Zerfreila hat heute nachfolgendes in seinem Thread geschrieben, dafür werde ich ihm noch danken, ich sehe es ähnlich. Wir Erwachsene haben die Pflicht Jugendlichen hier gute Vorbilder zu sein. Und dafür ist ein Alkoholikerforum auch ein guter Ort, um Aufklärung zu geben, wieso Menschen süchtig werden, und dass die Orte "Familie, Schule, Religionen oft die Auslöser dafür sind. Ich kann nicht nur mich sehen, sollte über eigenen Tellerrand hinausschauen wollen.


    So sehe ich es auch und nur Aufklärung und ein gesundes authentisches Vorleben von Erwachsenen kann Jugendliche von dem gefährlichen Koma-Saufen und generell von Süchten abhalten.

    Das ist schlimm und es sind die Folgen einer Jahrzehnte langen Entwicklung. Darüber kann man reden, sich unterhalten, aber das hat nichts mit Arbeit an sich selbst zu tun. Endlose Diskussionen warum das so ist, bringen mich persönlich keinen Schritt weiter. Ich kann meinen kleinen Teil den ich an der Gesellschaft ausmache ändern in dem ich versuche es besser zu machen. Handeln und zwar bei mir selbst, nicht reden und zerreden. Ich kann aber nicht die ganze Gesellschaft ändern, das ist auch nicht meine Aufgabe und das habe ich auch nicht vor. Ich kann durch vorleben versuchen ein Beispiel zu geben, wie man es besser machen kann, nicht mehr nicht weniger.

    Es geht hier in meinen Augen um die Probleme und um das Fortkommen des einzelnen der hier schreibt und nicht darum die Gesellschaft zu verändern.

    Ich bin so wie ich bin, weil meine Eltern soundso waren und meine Großeltern soundso. Was ist das denn für eine Ausrede!? Ich bin so wie ich bin, aufgrund dessen was mir im Leben an guten und schlechten Dingen widerfahren ist und nicht warum es mir widerfahren ist.
    Weitsicht, ich wurde auch durch meine Familie geprägt und durch die Menschen die mir bisher in meinem Leben begegnet sind. Ich muss das aber nicht gebetsmühlenartig wiederholen. Außerdem war ich nicht nur von Suchtkranken umgeben, da gab es auch noch ein paar Nichtsüchtige, die nicht unwichtig waren. Ich habe schon eine Vorstellung warum meine Eltern so geworden sind, wie sie waren, aber das war ihr Leben. Ich muss nicht ihres begreifen, ich muss meines begreifen, warum ich wurde wie ich war und bin. Denn meines kann ich ändern, nicht ihres oder das von anderen.

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    Wachen wir hier auf.

    Da antworte ich mal mit einem herzhaften und überzeugten „Nö“, das ich auch nicht mehr weiter kommentieren werde.

    Gruß
    Skye

    Hallo Weitsicht,

    ich bin hier für mich und nur für mich. Ich bin hier um Tipps und Anregungen zu bekommen wie ich mir helfen kann. Mir geht es hier um mich.

    Um wen geht es Dir? Geht es Dir um Deine Kinder, Deine Eltern, Deine Großeltern, um die Menschheit? Du hast Deinen Fokus auf allen.

    Oder geht es Dir um Dich?

    Gruß
    Skye

    Hallo Weitsicht,

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    mich verwirrt Deine Aussage, die ich hier oben reinkopierte, auch etwas. Dein Vater gehörte ab diesem Moment nicht mehr zu Deinem Leben? Geht das?.

    Stell Dir das bitte nicht so vor, dass ich von diesem Treffen gegangen bin und gesagt habe das war's. Auch das war eine Entwicklung. Rückblickend betrachtet, war das der Zeitpunkt an dem ich ihn nicht mehr als meinen Vater gesehen habe und diese Erkenntnis ist bestimmt schon 15 Jahre alt.
    Warum sollte das nicht gehen? Weil Du es Dir vielleicht nicht vorstellen kannst, heißt das nicht, das das nicht geht. Es bedeutet ja nicht das alle Erinnerungen getilgt habe. Wie sollte das auch funktionieren? Die habe ich nach wie vor, aber sie spielen keine große Rolle mehr in meinem Leben. Ich denke selten dran, es sei denn die Situation wie z. B. hier erinnert mich. Es heißt, dass ich mit diesem Kapitel abgeschlossen habe.
    Das was ich mit einem Vater verbunden habe konnte er nicht geben, die Bindung die existiert hat, hat sich dadurch aufgelöst. Heute ist er für mich ein einfacher Mann der mein Leben ein Stück begleitet hat. Ich hege keinen Groll oder so, ich kann für ihn kaum Gefühle aufbringen, weder schlechte noch gute, man kann sie am ehesten neutral nennen.

    Mein Stiefvater der wesentlich später in mein Leben getreten ist, war mir mehr ein Vater, als mein leiblicher es hätte sein können. Wenn ich heute von meinem Vater spreche, dann meine ich ihn.

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    Unsere Eltern sind nunmal unsere Wurzeln, haben uns geprägt, wir haben viele Verhaltensweisen von ihnen verinnerlicht. Diese zu erkennen und keine Macht mehr über uns zu geben, das ist ein Prozess der Jahre, wenn nicht sogar immer anhält.

    Meine Eltern sind meine Wurzeln sicher, aber ich entscheide wie die Pflanze aussieht, die daraus wächst. Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass meine Eltern oder verinnerlichte Verhaltensweisen Macht über mich hatten oder haben. Macht kann man nur über mich haben, wenn ich es zulasse. Ich habe einen freien Willen und kann frei entscheiden.

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    Unser Körper vergisst nichts, hat alles gespeichert was wir in unserer Kindheit an Nichtbeachtung, Demütigung, Überforderung erfahren haben, und überfordert ist jedes Kind das in einer Suchtfamilie gross wird.

    Ob das nun Dinge sind, die nur in Alkoholikerfamilien vorkommen, lasse ich mal dahin gestellt. Selbstverständlich gab es auch schlechte Zeiten, es gab auch Zeiten die waren richtig sch...e, aber es gab auch gute und auch richtig schöne. Ohne schwarz kein weiß. Ich habe das Gefühl Du willst die guten Seiten nicht sehen, weil sie das Bild das Du Dir gemacht hast, das Bild an dem Du Dich festhältst, zerstören könnten.

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    Bezeichnest Du Kinder auch als Co-Abhängige die ja in dieses System hineingeboren wurden, ohne sich entscheiden zu können, hier wohnen zu bleiben. Sie lieben ihre trinkenden Elternteile, nehmen freiwillig alle Schuld (Schuldgefühle wird man nicht so schnell wieder los) auf sich, um den Vater/Mutter zu schützen und zu retten.

    Ja! Der Grund dafür das man co-abhängig wird liegt überwiegend in der Kindheit. Es betrifft nicht nur Kinder aus Alkoholikerfamilien, ebenso wenig wie man nur dann co-abhängig ist, wenn man einen Süchtigen an seiner Seite hat. Die Ursache sind dysfunktionale Familien, die Gründe dafür sind manigfaltig. Ich hatte in meiner SHG eine Frau, deren Mutter war psychisch krank, nirgendwo ein Alkoholiker weit und breit, sie zeigte die gleichen Symptome wie ich und andere.

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    Der Alkoholiker ist krank, der Co-Abhängige Partner ist krank, ja da können doch nur kranke Kinder herauskommen. Und hier keine Wut haben zu dürfen, auf die uns vermeintlich liebenden Eltern (Kranke Eltern), oder verantwortliche Erwachsene (Therapeuten, Priester) die das Verzeihen als Voraussetzung ansehen, um gesund zu werden, das ist für mich nochmal krankmachend Hoch 3.

    Mir hat nie jemand verboten wütend zu sein. Ich empfinde keine Wut mehr, schon lange nicht mehr und ich werde sie mir nicht wieder „anschaffen“ nur damit Dein Weltbild stimmt. Ich verleugne mich nicht. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass Du Dich verleugnest, mit Deiner Weigerung anzuerkennen, dass nicht alles in Deiner Kindheit schlecht war. Du scheinst geradzu darauf zu bestehen, dass Du eine schlechte Kindheit hattest. Als wäre das, das einzige was Dich hochhält.

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    Jedes Kind hat ein Recht darauf geliebt, angenommen, gefordert und gefördert zu werden.

    Das wurde ich. Meine Mutter und später auch mein Stiefvater haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten für mich getan, was sie konnten. Das ist mehr als andere hatten, deren Mütter nicht getrunken haben. Das das nicht immer gut für mich war, ist eine andere Sache. Das hängt mir zum Teil auch heute noch nach, aber erkenne ihre gute Absicht an.

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    Ich finde für das "Wissen", dass Eltern in Alkoholikerfamilien beide krank sind, wird viel zu wenig für die dort aufwachsenden Kinder getan. Hier sollte doch der Ansatz mit am Wichtigsten sein, denn sie sind an dem ganzen System die Unschuldigsten.

    Ich bin nicht dazu da, die Welt zu retten, kann ich nicht und will ich auch nicht. Wenn ich etwas sehe, dass nicht in Ordnung ist und ich das Gefühl habe, ich kann etwas daran ändern, dann tue ich es. Wenn ich, aus welchen Gründen auch immer, keinen Sinn darin sehe, dann lasse ich es. In erster Linie bin ich für mich verantwortlich und muss mir gegenüber Rechenschaft ablegen und niemand anderem.
    Denn das ist es was ich jahrelang getan habe, was mich dahin gebracht hat, wo ich zum Schluß war, ganz am Ende, immer nur auf andere zu schauen, mich um andere zu kümmern und für andere zu sorgen, aber niemals ging es um mich.

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    Ich verstehe Deinen Beitrag im Co-abhängigen Bereich im Thread "sind Kinder bei einem trinkenden Elternteil geschützt" nicht, Du hast mit 16 Jahren Deine Beziehung zu Deinem Vater abgebrochen, wolltest ihn dann nicht mehr sehen. Kinder können das nicht, sie sind ihm ausgeliefert, wollen ihn schützen und retten, denn sie lieben ihren Papa, obwohl er als "Trinkender" krank in seinen Verhaltensweisen nun mal ist.

    Ich habe meine Erfahrung geschrieben, nicht mehr, nicht weniger. Was Du da gelesen hast, war ein Teil meines Lebens, ein Miniausschnitt. Das kann ich nicht verändern und ich werde es nicht verfälscht darstellen, weil es mein Leben war und ist. Ich muss mich für mein Leben nicht schämen und ich brauche dafür nicht zu lügen. Wenn jemand etwas davon brauchen kann, soll er es sich mitnehmen und nach seinem eigenen Gutdünken damit verfahren, den Rest kann er ja liegen lassen. Ich bin nicht dafür verantwortlich, was andere daraus machen, jeder trägt die Verantwortung für sich allein, ich bin nicht für andere verantwortlich.

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    Co-Abhängige sind auch krank, die Gesellschaft ist krank, ja was leben wir unseren Kindern denn nun vor. Können sie sich in uns spiegeln?

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    Nur "trocken" werden reicht nicht, nur den Partner "verlassen" reicht nicht, bis alles aufgearbeitet ist, sind Kinder erwachsen.

    Ich kann die Welt nicht verändern, ich kann nur mich verändern. Wenn ich, indem ich diese Erfahrungen weitergebe, bei anderen den Anstoß gebe etwas bei sich zu verändern, dann habe ich alles erreicht, was ich erreichen kann.

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    Das ist jetzt kein ANgriff auf Dich,

    Warum sollte ich da einen Angriff sehen??? Verstehe ich nicht.

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    ich möchte nur besser verstehen können, was wir hier in diesem Forum eigentlich tun können, damit die nächste Generation gesünder, leben dürfen.

    Ich kann nur etwas für mich tun, damit ich gesünder lebe und hoffen, dass andere meinem Beispiel folgen, wenn sie sehen, das es mir damit gut geht. Es ist nicht meiner Auffassung auch nicht Aufgabe des Forum vorausschauend etwas für die Zukunft zu ändern. Wobei ich auch nicht glaube, dass das geht. Die Aufgabe ist es den Menschen die hierher kommen, einen Weg aufzuzeigen, wie sie sich helfen können. Nicht mehr, nicht weniger.

    Ich bin eine erwachsene Frau, die versucht das beste aus ihrem Leben zu machen, kein kleines hilfloses Kind mehr. Dafür ist es ab und an erforderlich, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen um die Ursache für meine heutigen Probleme zu finden.Wenn ich sie gefunden habe, habe ich die Möglichkeit, sie zu beheben. Ich nehme dieses Wissen aus der Vergangenheit mit ins heute, um etwas tun zu können. Denn heute kann ich es. Ich lebe im heute und nicht in der Vergangenheit. Meine Vergangenheit kann ich nicht ändern, meine Zukunft habe ich in der Hand und die werde ich nicht auf's Spiel setzen, indem ich immer weiter in der Vergangenheit lebe, weil ich in ihr verharre und mein Schicksal beklage, dass mir alkoholabhängige Eltern gegeben hat.

    Mein Leben bis heute hat mich zu dem Menschen gemacht der ich bin, mit all meinen Stärken und Schwächen. Ich mag mich und ich will mich nicht anders haben.

    Gruß
    Skye

    Hallo Knubbelchen,

    willkommen im Forum. Ich bin auch nicht in Deiner Altersklasse, aber ich will versuchen, Dein Dilemma mal ein wenig aufzudröseln. Alkoholismus wird nicht umsonst Familienkrankheit genannt. Damit die Welt eines Alkoholikers funktionieren kann, braucht es Helfer. Helfer die ihm Dinge des täglichen Lebens abnehmen, die seine Ausfälle vertuschen, die dafür sorgen, dass sein Leben neben dem Alkohol funktioniert. Denn er lebt in erster Linie für den Alkohol, alles, aber wirklich alles, auch die Familie, kommt danach. Damit sein Leben in einigermaßen geregelten Bahnen verläuft, kann er nicht ohne Helfer. Meistens ist das die Familie. Innerhalb dieses Helferkreises ist die Last mehr oder weniger gleichmäßig verteilt. Bricht einer aus diesem Helferkreis aus, haben die anderen Helfer mehr zu tragen und der Alkoholiker hat unter Umständen ein nicht mehr ganz so bequemes Leben. Man macht sich also auf beiden Seiten nicht beliebt, wenn man den Kreis der Helfer verlässt.

    Ein Helfer muss nicht unbedingt Co sein, ist es aber meistens. Auch wenn viele Co's das nicht gerne hören und sehen, sie bleiben, weil sie Vorteile darin sehen. Erst wenn die Nachteile überwiegen dann denken sie darüber nach zu gehen, ob sie es tun, nun das bleibt mal dahin gestellt, meistens tun es nicht oder sehr viel später als es für sie gut gewesen wäre.
    Diese Vorteile können ganz unterschiedlich sein. Der eine zieht z. B. seine Selbstbestätigung daraus, dass er guter Mensch ist, weil er ja hilft, andere wiederum leiden, genießen es aber von anderen dafür bedauert zu werden, Aufmerksamkeit zu bekommen die sie sonst nicht bekämen, wieder andere wollen sich nicht mit sich selbst beschäftigen, weil sie Angst vor dem haben, was sie dann sehen könnten. „Gründe“ gibt es eine Menge, so unterschiedlich wie die Menschen sind.
    Das hört sich vielleicht unlogisch an, aber ein Co ist genauso krank wie ein Alkoholiker und beide Krankheiten, haben wenig bis nichts mit Logik und gesundem Menschenverstand zu tun. Es ist eine ekelhafte Symbiose, die solange „gut“ funktioniert, solange keiner der aus dem System ausbricht. Ekelhaft deshalb, weil sie nur oberflächlich betrachtet beiden nutzt und etwas gutes tut, genauer betrachtet reißt sie beide Parteien nur tiefer und schneller in den Abgrund.

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    Doch er hat vor allem mich Jahre lang tyrannisiert. Teilweise war es so gefährlich für mich dass ich mit einer richtigen Security in die Schule gehen musste. Für ihn war ich an allem schuld.... am scheitern seiner ehe, am scheitern zwischen dem kontakt seiner eltern und ihm, er war sogar der meinung, dass es meine Schuld wäre, dass sein Betrieb kaputt gegangen ist. Dass das alles Quatsch ist weiß ich!

    Sicher ist das Quatsch, trotzdem tut es weh und es darf auch wehtun. Leider ist sein Verhalten, Dir die Schuld zu geben, nichts ungewöhnliches für einen Alkoholiker. Du hast mit Deiner Entscheidung zu gehen, ihn mit einem Schlag fast seines gesamten Helferteams beraubt. Das sieht kein Alkoholiker gern. Für Dich, Deinen Bruder und Deine Mutter war die Entscheidung richtig. Wenn auch Du im Moment wohl leider die Einzige bist die das sieht.

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    Als ich dann 15,5 Jahre war hab ich meiner Mum gesagt, dass sie und mein Bruder jetzt mit ins Frauenhaus kommen sollen oder ich alleine zum Jugendamt gehe und mich dann aber die gesamte Family nie wieder sehen würde. Meine Mum hat meinen Dad daraufhin endlich verlassen. Seitdem haben wir keinen Kontakt mehr.

    Ich denke Du hast mit Deiner Entscheidung, Deiner Mutter ihre abgenommen. Sonst wäre sie wohl so schnell nicht gegangen. Denn wenn sie mit Überzeugung gegangen wäre, mit der Überzeugung, dass es für sie besser ist, würde es wohl nicht so aussehen.

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    dass Mutti seit der trennung von meinem Vater alleine ist.

    Es ist also nicht unbedingt ein Wunder, dass sich nichts geändert hat bei ihr. Dazu müsste sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen, was sie anscheinend nicht tut. Warum auch immer.

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    Zu meinem Bruder habe ich gar keinen guten Draht. Er macht mich dafür verantwortlich, dass Mutti seit der trennung von meinem Vater alleine ist. Das das Schwachsinn ist weiß ich auch! Dazu muss ich noch sagen, dass Bruder und Mutter eine eingeschworene Kommune sind und ich immer wieder außen vor stand.

    Was auch nicht so wirklich verwunderlich ist. Du hast Dein Leben in die Hand genommen, versucht für Dich das Beste zu tun. Dein Bruder hat das nie gelernt. Dein Vater hat seine Probleme mit Alkohol gelöst und Dein Mutter hat geduldet. Beide haben ihr Leben nie selbst in die Hand genommen und etwas getan. Du hast Glück, dass Du es trotz mangelndem Vorbild gelernt hast. Für jemanden der nie gelernt hat, dass man für sich selbst verantwortlich ist, sind immer die anderen Schuld, denn sie machen ihr Glück und ihr Wohlbefinden von anderen abhängig. Sei kennen es nicht anders und es anders sehen zu können erfordert manchmal recht schmerzhafte Arbeit an sich selbst. Dazu muss man bereit sein. Die beiden werden wohl nicht verstehen können, warum Du nicht mehr funktionierst, weil sie selbst nicht ausbrechen können oder wollen. Das schweißt sie zusammen, dass Verständnis für das „Leid“ des anderen.

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    seine eltern/ meine Großeltern (zu denen ich immer richtig innigen Kontakt hatte/habe) unterstützen ihn nun bei allen Behördengängen, beim umzug, bei der Suche nach einer neuen Wohnung.... nur die Klinik und eine Therapie: das steht bei denen ganz unten auf der Liste. Ich finde das so falsch von meinen Großeltern. Sie sind doch tatsächlich der Ansicht: Der arme Junge, der muss nur aus dem betrieb ruas und dann ist er doch auch weg vom Alkohol! Die helfen ihm damit doch nicht!!! Und das schlimmste: sie machen sich solche Hoffnungen!!! Wenn er das wieder alles abbricht (er war in den letzten 3 Jahren bestimmt 12 mal in der Entgiftung bzw Zwangseingewiesen wurden), dann gehen meine Großeltern daran kaputt!!!! und man kan nur dabei zusehen!?!?!

    Ich kann verstehen, dass Du Dir Sorgen um Deine Großeltern machst, aber genau wie alle anderen sind sie für sich selbst verantwortlich und tun was sie für richtig halten. Sie müssen die Suppe auslöffeln die sie sich einbrocken. Dein Vater ist ihr Kind und für Eltern bleiben Kinder immer Kinder egal wie alt sie sind. Eltern wollen ihren Kindern helfen. Dazu kommt noch, dass sie wohl aus einer Generation stammen, in der Alkoholismus eher als Charakterschwäche angesehen wurde, denn als Krankheit. Dieser Generation ist es meist sehr wichtig was die Leute denken und es wird viel dafür getan um das Deckmäntelchen über alles zu legen was ein schlechtes Licht werfen kann. Sicher helfen sie ihm damit nicht, aber das müssen sie selbst erfahren. Du kannst ihnen nicht helfen, solange sie es nicht wollen und es scheint mir sie wollen nicht.

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    Nun bin ich richtig geschockt über meine Empfindungen. Ich habe gestern richtig gemerkt, dass (auch wenn er es vielleicht diesmal schafft) ich keinen Platz in meinem Leben mehr für meinen ihn habe.... und dass ich ihm auch keinen Platz in meinem Leben geben möchte! Das obwohl ich immer so ein extremes Papa-Kind früher war!

    Ich habe meine Vater auch geliebt, habe unter seiner Abwesenheit gelitten und mich gefreut, wenn er mich alle 14 Tage geholt hat. Als ich 16 war, habe ich ihn das letzte mal gesehen. Danach wollte ich ihn nicht mehr sehen, weil er sich durch seine Unzuverlässigkeit selbst als Vater disqualifiziert hat. Eine Beziehung, auch die zwischen Eltern und Kindern braucht eine Grundlage, unsere hatte keine mehr, die hatte der Alkohol weg gespült. Ich bin ihm nicht böse, ich bin auch nicht verbittert, ich bin nicht traurig, vielleicht manchmal ein bisschen wehmütig, aber mehr nicht. Es ist einfach wie es ist, er gehörte ab da nicht mehr zu meinem Leben.
    Ich kann mir vorstellen, dass diese Erkenntnis Dich verwirrt, aber sie ist nicht so außergewöhnlich.

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    Mir tat es weh, dass letzte mal mein zuhause zu sehen.... unendlich! ich hatte immer mit meiner Mum und meinem Bruder gehofft, dass er zur Vernunft kommt und es uns überschreibt, damit es in der familie bleibt....

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    jetzt ist alles weg: Vater (aber der soll ja eigentlich auch nicht wieder kommen; kann mit der Vorstellung mich überhaupt nicht anfreunden, dass er eventuell bald wieder ein teil meines lebens sein könnte), Zuhause, Pferd.... und vielleicht bald auch meine Großeltern!?

    Knubbelchen, ich kann mir vorstellen, dass es weh tut, sein zu Hause zu verlieren, dass man sich entwurzelt fühlt, aber man kann nicht alles im Leben haben. Es gehört Deinem Vater und war nur mit ihm zu haben. Wurzeln kannst Du auch woanders schlagen, aber wie Du schreibst, Deinen Vater möchtest Du nicht wieder haben. Entweder oder, beides geht nicht.

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    Wann verstehen endlich alle, dass ich nur für mein Leben verantwortlich bin?

    Wenn sie einsehen, dass sie auch für ihres selbst verantwortlich sind und das scheint mir nicht der Fall zu sein.

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    Warum wird immer alles auf den Schultern der Stärkeren abgeladen?

    Vielleicht wäre die Frage besser formuliert bei dem vermeintlich Stärkeren, denn im Moment fühlst Du Dich glaube ich alles andere als stark, oder? Was auch nicht schlimm ist, niemand kann und muss immer stark sein. Schwäche zuzugeben, ist auch eine Form von Stärke. Warum es abgeladen wird? Weil der andere es zu lässt. Warum sie abladen? Weil es einfacher ist, als es selbst zu tragen, als sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Keine Entscheidung zu treffen ist auch eine, aber das sehen viele nicht. Sie tun lieber nichts und wähnen sich damit auf der sicheren Seite. „Ich hab nichts gemacht, ich bin nicht Schuld“. Aber auch nichts zu tun ist eine Entscheidung, denn auch nichts tun hat irgendwelche Konsequenzen.

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    Warum werden immer die ausgegrenzt die auf Probleme hin weißen und nicht die, die Probleme verursachen?

    Weil sie unbequem sind. Weil sie anderen die Illusion nehmen, dass alles in Ordnung ist. Weil sie es sind, die in den Augen anderer Probleme verursachen. Aus dem einen einfach Grund, weil sie Dellen in das Traumgebilde machen, an der Traumwelt rütteln und sie zum einstürzen bringen wollen. Das geht nicht an in den Augen der anderen .....

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    Ich bin es echt leid und stehe kurz davor den kompletten Kontakt zu meiner Familie abzubrechen, weil ich einfach keine Lust mehr habe.

    Wenn Du denkst es hilft Dir, dann tue es, aber sei Dir sicher, dass Du es nicht irgendwann bereust. Du hast nur eine Familie und Blut ist wirklich dicker als Wasser. Vielleicht reicht es ja wenn Du erstmal ein wenig auf Abstand gehst und sie machen lässt. Ich weiß, dass das schwer ist, aber wie Du schon schreibst, Du bist für Dich selbst verantwortlich, dass heißt auch das jeder in Deiner Familie für sich selbst verantwortlich ist.

    Jeder Mensch ist für sich und sein Wohlbefinden verantwortlich. So wenig wie Du Deinem Vater helfen kannst, kannst Du Deiner Familie helfen. Sie werden erst dann die Augen aufmachen und die Realität anschauen wenn sie es wollen. Du kannst sie nicht zwingen oder irgendwie überzeugen, ebenso wenig wie Du Deinen Vater zwingen oder überzeugen kannst trocken zu werden.
    Es ist schwer von außen zuzuschauen, wie andere sich ihr Leben schwer machen und/oder ruinieren, aber Du kannst es nicht ändern.

    Knubbelchen (ich finde den Nick übrigens goldig) Du hast den Absprung zumindest räumlich schon geschafft, lass Deine Familie machen Du kannst sie nicht retten, gib Deine Freiheit nicht auf, Du tätest es umsonst, denn Du änderst damit nichts, Du machst aber Dich selbst unglücklich.


    Gruß
    Skye

    Hallo Valentin,

    willkommen im Forum. Ich nehme Dir ungern Deine Illusionen, aber eine leichte Sucht gibt es nicht. Es gibt auch kein leicht schwanger, es gibt nur entweder oder. Ebenso ist das bei Sucht, entweder oder, leicht gibt es nicht.

    Zitat

    da ich meine Mutter noch nie betrunken gesehen habe. Also sie trinkt auf keinen Fall so viel, dass sie ständig angetrunken ist. Auch habe ich nicht das Gefühl, dass sie irgendwelche körperlichen Probleme davon trägt (wir haben einen Hund mit dem sie täglich mehrmals laufen geht), der Haushalt ist tiptop geführt, nichts vernachlässigt oder so.

    Zitat

    Ich meine damit, dass ich bei ihr noch keinen direkten Einfluss vom Alkohol festgestellt habe. Ich habe sie noch nie betrunken gesehen, und auch sonstige typischen Symptome, welche man so im Internet liest, sind noch nicht aufgetreten (als Beispiel die Vernachlässigung vom Haushalt oder Depressionen oder körperliche Probleme).

    Das sind keine Indizien für Sucht oder nicht Sucht und wie gesagt leicht süchtig gibt es nicht. Man ist nicht erst dann ein Alkoholiker, wenn die Gesundheit leidet, man sich und sein Umfeld vernachlässigt, für nichts anderes mehr Interesse zeigt und/oder voll trunken ist.
    Alkoholismus ist eine Krankheit die sich schleichend verschlimmert, weil ein Gewöhungseffekt eintritt und immer mehr Alkohol für die gewünschte Wirkung konsumiert werden muss. Deshalb reicht anfänglich auch oft Wein oder Bier, erst wenn die benötigte Alkoholmenge größer wird, oder man nicht soviel Zeit hat, wird zu Hochprozentigem gegriffen. Ganz einfach, weil die Menge der Flüssigkeit mit Wein und Bier zu groß wird um ausreichend Alkohol zu bekommen. In welcher Form und Umfang sich o. g. Dinge entwickeln, die Du als „Barometer“ genannt hast, ist bei jedem Alkoholiker unterschiedlich. Es gibt welche, die funktionieren ihr Leben lang mehr oder weniger gut und es gibt welche, die sind nach 10 Jahren ein Wrack. Alkoholiker sind sie beide.

    Deine Mutter trinkt heimlich. Heimlich macht man nur etwas das andere nicht mitbekommen sollen. Warum soll keiner mitbekommen, dass sie trinkt? Ab und an mal ein Glas zu trinken, ist nicht unbedingt unnormal. Warum tut sie also etwas eigentlich normales heimlich? Das ist für mich kein gutes Zeichen. Sie versteckt Alkohol, auch das ist für kein gutes Zeichen. Warum etwas verstecken, dass im Normalfall nicht versteckt werden muss?

    Zitat

    Ich will das Thema aber mal ansprechen, bevor die Sucht grösser wird, falls wirklich eine besteht. Die Frage ist nur, wie bringe ich das Thema zur Sprache? Soll ich meine Mutter direkt damit konfrontieren, dass ich ihr Versteck entdeckt habe?


    Wenn Du es möchtest, sprich sie an. Dann würde ich der Ehrlichkeit halber, aber auch sagen, dass Du sie hast trinken sehen und nicht nur das Du ihre Verstecke gefunden hast. Wenn es Dir damit besser geht, tue es. Nicht nur für sie auch für Dich.
    Versprich Dir aber bitte nicht zu viel davon. Wenn Deine Mutter abhängig ist, dann liegt es ganz allein an ihr etwas dagegen zu tun. Ob Deine Worte dies bewirken werden? Es wäre schön, aber es fehl mir der Glaube. Lies Dich mal ein bisschen durchs gesamte Forum, vielleicht hilft Dir das, Deine Situation zu Hause einzuschätzen.

    Wenn Dir noch was auf der Seele liegt, schreib ruhig. Es ist immer jemand da, wenn es manchmal auch etwas dauert, bis er sich meldet.

    Gruß
    Skye

    Hallo Matzerath,

    hast Du Deinen Nick bewusst gewählt? Ich denke schon, oder? Findest Du Dich in Oskar wieder?

    Was Du über das Gefühl schreibst 100 Jahre alt zu sein schreibst, kenne ich nur zu gut. An manchen Tagen konntest Du getrost noch eine 0 dranhängen. Mir war es nicht möglich, da allein raus zukommen. Ich glaube auch nicht, dass das jemand schafft. Ich habe den Weg der Verhaltenstherapie gewählt und für mich war er richtig. Ich gehe trotzdem arbeiten, es widerspricht sich nicht. Warum sollte ein Studium einer Therapie im Wege stehen? Ich sehe da keinen Grund, es sei denn Du möchtest, das da ein Grund ist. Es gibt auch die Möglichkeit zur Suchtberatung zu gehen, die sind nicht nur für Abhängige da, sondern auch für Angehörige. Auch eine Möglichkeit Hilfe zu bekommen.

    Ich war immer der Meinung ganz genau zu wissen, was ich brauche, damit es mir wieder gut geht. Eine Therapie war allerdings das letzte was ich wollte. Wenn ich mich nur genug anstrengen würde, dann ginge das auch ohne Hilfe. Hilfe brauch ich nicht, ich hatte bis dahin alles alleine geschafft und sollte das auch bleiben. Nun, irgendwann ging es nicht mehr und wenn ich weiter leben wollte, ging kein Weg daran vorbei mir Hilfe zu holen. Für mich kam das anfangs einem Versagen gleich. Inzwischen betrachte ich es als Stärke sich Hilfe zu holen wenn man sie braucht.

    Dieses müssen wie Du es beschreibst, so habe ich das jahrelang gemacht, ich muss, also mache ich, also geht das auch. Eines habe ich dabei allerdings übersehen, müssen tue ich gar nichts, wollen kann ich alles, ob ich das dann bekomme sei dahingestellt, aber darum geht es auch nicht. Solange ich immer nur musste, lebte ich mehr schlecht als recht, seit ich will, geht es mir besser.

    Finde aus einen Weg aus dem müssen ein wollen zu machen.

    Gruß
    Skye

    Hallo Nele,

    liebst Du Ihn oder die Vorstellung die Du von Ihm hast? Du lebst seit Jahren mit ihm zusammen, in dieser Zeit war er nie trocken. Du hast also nie den wirklichen, authentischen Mann vor Dir gehabt. Auch wenn er ein halbes Jahr nicht getrunken hat, war er nicht trocken. Liebst Du ihn oder das Bild, dass Du Dir von ihm in Deiner Vorstellung gemacht hast?

    Du schreibst Du kennst ihn besser als andere, seine Vergangenheit, die Du als Auslöser für diese Sucht betrachtest. Ist das wirklich Liebe für den Mann oder ist es Mitleid für das Kind, dass das alles mitmachen musste und Dein Wunsch, diesem Kind zu helfen? Bist Du seine „Mutter“ oder seine Partnerin?

    Ist es Liebe oder ist es eine Illusion? Warum willst Du ihm helfen? Warum bist Du Dir selbst sowenig wert, dass Du diese Kraft nicht dafür verwendest Dir zu helfen? Warum klammerst Du Dich an die wenigen schönen Zeiten und verdrängst die überwiegenden schlechten Zeiten? Du bist ein Kämpfertyp, warum kämpfst Du, wenn überhaupt, nur widerwillig für Dich?

    Das sind Fragen die Du Dir stellen könntest. Wenn Du sie Dir selbst ehrlich! beantworten kannst, könnte Dich das ein Stück weiter bringen.

    Ich kann verstehen, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt. „Ein halbes Jahr trocken, jetzt ist es geschafft, jetzt bleibt er trocken und jetzt können wir das Leben führen, dass ich mir schon so lange für uns vorgestellt habe, wofür ich so lange gekämpft habe.“ Das spricht aus vielen Deiner Zeilen. Die Frage ist nur, ob sich das mit seinen Vorstellungen für ein trockenes Leben gedeckt hat. Die Frage ist ob er sein „trockenes“ Leben, dass Du so schön fandest, überhaupt ausgehalten hat.

    Du fandest das schön, er auch? Hat er Dich darum gebeten für ihn zu kämpfen? Hast Du all die Jahre Dein Leben gelebt oder hast Du versucht sein Leben zu leben? Noch mehr Fragen.

    Du schreibst immer wieder Du möchtest nicht weinen, weil Du nicht in Selbstmitleid verfallen möchtest. Nächste Frage: Bist Du Dir da selbst gegenüber ehrlich? Sei mir nicht böse, Dein Selbstmitleid liest sich in all Deinen Beiträgen. Du tust Dir schon selbst leid, da ändern Tränen auch nichts dran. Und noch eine Frage: Ist es nicht vielleicht die Angst vor der vermeintlichen Schwäche die Du damit zeigen könntest, wenn Du weinst?

    Vielleicht traust Du Dich, Dir eine oder mehrere Fragen ehrlich zu beantworten. Ich wünsche es Dir. Du musst sie hier nicht niederschreiben, Du kannst das ganz für Dich tun.

    Und noch etwas lese ich aus all Deinen Beiträgen: Du willst ihm noch immer helfen.

    Nele, Glück und Zufriedenheit findest Du nur in Dir selbst, das bekommst Du nicht von anderen. Alles andere ist das Sahnehäubchen auf dem Lebenskuchen. Den Kuchen musst Du selber backen, dass tut keiner für Dich.

    Gruß
    Skye

    Hallo Weitsicht,

    meine Mutter hat mich beschimpft, gedemütigt, unter Druck gesetzt, erpresst, mein Vertrauen verraten und missbraucht, Dinge gefordert die ich nicht leisten konnte. Das war die eine Seite. Meine Mutter hat mich getröstet, mir geholfen, wir haben zusammen gelacht, Späße gemacht, sie hat mich in den Arm genommen, sie hat mich gepflegt wenn ich krank war, sie hat für ein Dach über meinem Kopf gesorgt, was nicht immer einfach war, sie hat dafür gesorgt das ich eine Ausbildung bekommen habe, sie hat mich unterstützt. Das war die andere Seite.

    Beschimpft, gedemütigt, erpresst und mein Vertrauen missbraucht hat sie, weil sie getrunken hat, weil der Alkohol es nicht möglich gemacht hat angemessen zu reagieren. Alkohol ist eine bewusstseinsveränderende Droge wie Heroin, der einzige Unterschied ist, Alkohol ist legal. Vergleiche mit Süßigkeiten und Nikotin hinken da. Er verzerrt den Blick auf die Realität, er blendet sie aus, er schafft Phantasien und Traumwelten. In dieser Welt konnte sie nicht angemessen reagieren, denn es war nicht die Welt in der ich mich befand.

    Unter Druck gesetzt und überfordert hat sich mich, weil sie es gut meinte. Sie hat unter darunter gelitten kein Abitur machen zu dürfen, sie hat darunter gelitten nicht die Anerkennung bekommen zu haben, die sie wollte. Sie hat unter ihrem mangeln Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gelitten. Sie wollte das ihre Tochter das nicht muss, dass sie es besser macht. Sie wollte mir Dinge geben und ermöglichen die sie nicht hatte, obwohl sie es wollte. Dabei hat sie leider übersehen, dass ich nicht sie war, dass ihre und meine Wünsche und Vorstellungen nicht übereinstimmten. Wie gesagt, gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

    Das andere hat sie getan, einfach weil sie mich geliebt hat. Früher habe ich beim erzählen des ersten Teils Tränen in den Augen gehabt, weil es einfach nur wehtat, heute beim zweiten, weil ich froh bin mich wieder an diese Dinge erinnern zu können. Den ersten Teil werde ich nie vergessen, aber ich habe ihn losgelassen, den zweiten werde auch nie vergessen, aber den werde ich festhalten.

    Sie konnte mir nicht den notwendigen Halt und die notwendige Stabilität geben, die ich gebraucht hätte. Unter anderem deshalb hatte und habe ich auch heute noch Probleme mit mir und meinem Leben. Sie konnte sie mir nicht geben, weil sie in ihrem Leben selber keinen Halt gefunden hat.

    Ich schreibe das nicht um irgendetwas schön zu reden oder zu entschuldigen, sondern weil ich es so sehe. Ent-schuld-igt habe ich sie viel zu lange, habe mir damit eine Aufgabe aufgeladen, die nicht meine war. Das muss ich nicht und das tue ich auch nicht mehr. Aber ebenso wenig muss ich sie auch nicht anklagen.

    Ich habe lange genug gelitten und mit massenhaft warums gelebt und Ängsten die daraus entstanden sind, es hat mir mein Leben schwer bis manchmal unerträglich gemacht. Irgendwann habe ich aufgehört Erwartungen an meine Mutter zu stellen, ich habe aufgehört sie an den Maßstäben zu messen, die für mich eine gute Mutter ausmachten. Ich habe sie vom Sockel gehoben und angefangen meine Mutter als ganz normale Frau mit Stärken und Schwächen zu sehen. Das hat mir ermöglicht, auch die schönen Seiten zu sehen und mir die schönen Zeiten und das was gut war in Erinnerung zu rufen.

    Ich konnte mir gegenüber zugeben, das egal was jemals gewesen war, ich ganz tief im inneren immer das Gefühl hatte geliebt zu werden. Dadurch vergesse ich nicht was war, weder die guten noch die schlechten Zeiten, aber ich weiß, dass ich geliebt wurde. Wenn es ihr auch oft schwer fiel mir das zu zeigen und sie die letzten Jahre nicht mehr fähig war mir dieses Gefühl überhaupt zu vermitteln. Ich weiß das meine Mutter mich geliebt hat und dieses Wissen kann mir keiner mehr nehmen, nicht mal mehr ich selbst, was ich lange genug getan habe, es ist fest verankert.

    Ich wünsche Dir, dass Du bereit bist, Dich von Deinen Erwartungen zu trennen und den Mut aufbringst Deine Mutter bzw. Deine Eltern so zu sehen wie sie waren. Menschen mit Stärken und Schwächen, so wenig perfekt wie wir alle.

    Gruß
    Skye

    Hallo Zusammen,

    das mein leiblicher Vater Alkoholiker war habe ich nie verschwiegen. Ich habe mir da nie Gedanken gemacht ob das nun falsch oder richtig sein könnte das zu erzählen. Ich bin mit diesem Wissen groß geworden, für mich war das normal.

    Anders sah das bei meiner Mutter aus, als ihr mißbräuchlicher Konsum nicht mehr zu übersehen war bzw. nicht mehr von mir unbemerkt blieb. Da habe ich höchstens gesagt, sie hat zuviel getrunken und wenn ich wirklich sauer war, habe ich sie besoffen genannt. Das auch nur vor ganz wenigen Leuten, ansonsten habe ich gar nichts gesagt.
    Aber Alkoholikerin, das hat gedauert, bis ich das sagen konnte. Dabei ging es nicht um persönliche Scham, die habe ich nie gehabt, bis heute nicht, sondern darum, dass ich sie nicht bloßstellen wollte. Was wohl auch mit ein Grund war, dass ich sie solange nicht offen Alkoholikerin genannt habe, war dass es mir so leichter fiel, die Augen vor der schmerzhaften und beängstigenden Wahrheit zu verschließen, dass sie es ist.

    Noch bevor ich wirklich angefangen habe etwas für mich zu tun, habe angefangen, das Kind beim Namen zu nennen. Warum denn auch nicht, sie war krank, das ist doch nichts schlimmes. Anfangs fühlte sich das noch sperrig an und ich habe mein Gegenüber genau beobachtet, ob es Anzeichen dafür gab, ob es meine Mutter dafür verachtet. Wenn, dann konnte derjenige sich warm anziehen. Das kann übrigens heute noch jeder, weil ich einfach nicht richtig finde, dass jemand meine Mutter, aufgrund ihrer Krankheit beurteilt. Es gibt nur noch wenige Menschen die sie wirklich gekannt haben und die beurteilen sie nicht und richten nicht über sie. Anderen, die sie nicht gekannt haben, steht das nicht zu.

    Ich rede darüber, wenn das Gespräch es ergibt, wenn ich lügen oder beschönigen müsste um es nicht auszusprechen. So wie ich auch über jede andere Krankheit rede, ich trete es nicht breit, aber ich verschweige es nicht mehr. Manchen Menschen muss man ja nicht alles erzählen, egal um was es geht. Wenn ich Schweißfüße hätte, würde ich das ja auch nicht jedem erzählen, nur weil das etwas normales ist, dessen man sich nicht schämen muss. Es gibt ja auch noch was, das nennt sich Privatsphäre.

    Gruß
    Skye

    Hallo Zuckerle,

    ich kenne solche Artikel auch. Väterlicherseits waren mein Großvater und mein Vater Alkoholiker, mütterlicherseits mein Urgroßvater, mein Onkel und meine Mutter. Ich bin keine Alkoholikerin. Da müsste ich schon ein extremes Glückskind sein, wenn ich bei dieser Anhäufung die „passenden“ Gene verfehlt hätte. Wirklich einig sind sich Mediziner und Forschung da nicht. Für jedes Beispiel dafür, gibt es eines dagegen. Da spielen viele Faktoren eine Rolle.

    Gruß
    Skye

    Hallo Matthias,

    Zitat

    ich hab aber die letzten 6 jahre (solange weiß ich
    erst von dem problem meiner frau) schon viele
    wege ausprobiert. keiner führte zu irgend einem
    kleinen erfolg.

    Keiner führte zu einem Erfolg, weil Du gegen Windmühlen angekämpft hast. Du hast einen Kampf gekämpft, den es nie gab. Du bist nicht Deine Frau und nur sie kann aufhören zu trinken. Wenn sie nicht will und wie es scheint, war das bisher so, dann kannst Du tun und lassen was Du willst, es bringt nichts. Deshalb hat alles nicht zum Erfolg geführt.
    Der Alkohol gibt ihr etwas. Jemand der nicht abhängig ist kann das nicht verstehen. Wir als Angehörige können zwar versuchen zu begreifen, aber verstehen werden wir nie. Wer gibt schon gerne etwas her, von dem er meint, es tut ihm gut, es hilft ihm? Niemand von uns. Ob das schädlich ist oder zum Tod führen kann, wird ausgeblendet. Sucht kennt keine Vernunft und keine Logik.
    Solange die Vorteile überwiegen wird ein Alkoholiker nicht aufhören zu trinken. Was das für Vorteile sind, weiß nur der Alkoholiker allein. Selbst wenn er es erklären würde, würde das nur Ratlosigkeit bei anderen verbreiten, weil außer ihm die keiner sieht. Erst wenn die Nachteile überwiegen, wenn der persönliche Tiefpunkt erreicht ist, dann ist der Zeitpunkt gekommen wo etwas getan wird. Auch dieser Zeitpunkt ist individuell.

    Es kann sein, dass dieser Tiefpunkt erreicht wird, wenn der Partner geht, muss aber nicht so sein. Es gibt genug Alkoholiker, die nichts mehr hatten, keinen Partner, keine Familie, keinen Job, keine Wohnung und sie haben immer noch nicht aufgehört. Das ist so individuell verschieden, wie wir Menschen verschieden sind.

    Zitat

    vor 4 jahren als ich bei der alk.-beratung war,
    hat man mir gesagt, das nur eine scheidung hilft.

    Wenn man eine Alkoholiker verlässt, kann es funktionieren das er aufhört zu trinken, muss es aber nicht. Mann sollte nur gehen wenn man es für sich selbst tut und nicht um den Alkoholiker zu bewegen trocken zu werden. Der Schuss kann gewaltig nach hinten losgehen.

    Aus zwei Gründen: Zum einen wenn es nicht klappt, sitzt man allein da und hadert mit seinem Schicksal, wenn man es für den anderen tut. Handelt man aus Überzeugung für sich selbst, dann ist es zwar nicht weniger traurig, aber man verliert nicht den Boden unter den Füßen, weil man sich selbst etwas aufbaut, was nicht vom anderen abhängig ist.
    Zum anderen läuft man nicht so schnell Gefahr sich selbst zu belügen und sich einwickeln zu lassen und fliegenden Fahnen zurückzueilen, weil man jedes noch so kleine Zeichen, wie z. B. 4 Tage nichts zu trinken, als die große Veränderung sieht. Man hat, wenn man es aus Überzeugung für sich tut, die innere Ruhe und Kraft abzuwarten, ob es wirklich ernst gemeint ist oder nur eine Trinkpause mit der man zurückgeholt werden soll. Genau das ist es, was Dir hier in den vergangenen Tagen geraten wurde, abzuwarten was kommt und nichts zu übereilen. Ich will die 4 Tage nicht abwerten, aber sie heißen noch lange nicht, dass Deine Frau auf dem Weg ist trocken zu werden.

    Zitat

    vor 4 jahren als ich bei der alk.-beratung war,
    hat man mir gesagt, das nur eine scheidung hilft.
    ging damals noch nicht, weil die schulden fürs haus
    noch nicht bezahlt waren, und die kinder noch nicht
    alt genug.

    Da sind Ausreden. Alt genug sind die Kinder auch jetzt noch nicht, sind sie das jemals? Und für's finanzielle finden sich auch Möglichkeiten wenn man will. Wenn Du den Dreh damals nicht gefunden hast, gut, das geht vielen so, aber belüge Dich nicht selbst. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

    Zitat

    welchen weg schlägst du denn vor?

    Für sie? Nun, da muss sie selbst rausfinden, was für sie das Beste ist. Du kannst ihr nicht helfen!!!

    Für Dich? Nichts übers Knie zu brechen. Wenn sie es ernst meint, wenn Eure Ehe nochmal eine Chance hat, dann hat sie das auch noch in ein paar Wochen oder Monaten. Ein Alkoholiker ohne Alkohol wird sich verändern.Wenn Du etwas für Dich tust, wirst Du Dich verändern. Da die räumliche Trennung einmal da ist, würde ich sie nutzen, damit ihr beide Euch erstmal jeder für sich wieder finden kann. Das heißt ja nicht, dass ihr Euch nicht trefft. Ich würde es langsam angehen lassen. Eine gemeinsame Therapie ist schon ganz schön. Besser wäre es Du würdest Dir unabhängig davon Hilfe und Unterstützung für Dich allein suchen. Das kannst Du hier, in einer realen SHG, bei der Suchtberatung oder einem Therapeuten für Dich, da gibt es eine Menge Möglichkeiten. Wenn es funktionieren soll, müsst ihr beide etwas tun. Vielleicht ließt Du Dich noch ein bisschen durch's Forum, nicht nur bei den Angehörigen, sondern auch bei den Alkoholikern, Du bist nicht allein, mit Deinen Problemen.
    Für Dich wird nicht alles gut wenn sie aufhört zu trinken, genauso wie für sie gilt nur nichts trinken reicht nicht.

    Erstmal würde ich abwarten ob sie es überhaupt ernst meint. War sie übrigens beim Arzt? Wie sieht's aus mit SHG und/oder Suchtberatung, hat sie sich da schlau gemacht? Wann will sie dahin? Hat sie da etwas drüber gesagt? Das wären die Dinge die ich wissen wollte, weil sie mir zeigen würden, wie ernst es ihr ist.

    Das sind meine Gedanken dazu und was ich machen würde, aber ich bin nicht Du. Was Du machst, die Entscheidung musst Du ganz allein treffen.

    Gruß
    Skye

    Hallo Matthias,

    hast Du eigentlich auch was von den anderen Worten gelesen die an Dich gerichtet sind. Oder nur die, von Dir vermutlich schon erwartete, Kritik an Deinem, nun sagen wir mal, Umgang mit der Situation?

    Zitat

    eine entschuldigung für mein handeln kann ich euch
    leider nicht bieten.

    Wollte das hier jemand?

    Zitat

    ich finde es immer noch gut, was
    ich gemacht habe. eine andere lösung ist mir nicht
    eingefallen.

    Du hast versucht die Frau, die Du gemäß Deinen Worten liebst, zu manipulieren und unter Druck zu setzen! Was heißt versucht, Du hast es getan. Verstehst Du das unter Liebe? Das finde ich nicht gut und ob das die einzige Lösung gewesen wäre, lasse ich mal dahingestellt sein. Vielleicht für Dich die in jeder Beziehung angenehmste und bequemste, aber bestimmt nicht die einzige.

    Ob Deine Frau das so gut findet, dass Du sie manipulierst und unter Druck setzt, wage ich zu bezweifeln. Auf jeden Fall sind Druck und Manipulation keine guten Voraussetzungen für eine Ehe, weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Außerdem ist es Deine Frau die eine Lösung suchen und finden muss. Wenn sie nur Deiner Erpressung nachgegeben hat, wird es bei einer Trinkpause bleiben.

    Zitat

    frauen sind halt so.

    Männer auch, kommt immer auf den Standpunkt an.

    Zitat

    wollen es auch,

    Da hast Du Recht und sie tun es sogar, aber da finde ich es genauso sch....e. Mit Menschen und ihren Gefühlen spielt man nicht und man benutzt sie nicht. Punkt.

    Du spielst sowohl mit Deiner Frau, als auch mit Deiner Freundin um an Dein Ziel zu kommen. Wenn Du das vielleicht auch anders siehst. So erreicht man höchstens kurzfristige Erfolge, aber keine langfristigen.

    Zitat

    terapie werde ich mit meiner frau zusammen machen.
    ich hoffe, nächste woche schon

    Ich hoffe für Dich und Deine Frau, dass Du da etwas zugänglicher bist für andere Meinungen als hier. Sonst sehe ganz dunkel, vorallem für Dich. Im Moment sehe ich hier bei Dir ganz viel Trotz und der bringt nicht wirklich weiter. Es gibt Wände, die sind dicker als Dein Kopf.....

    Ansonsten sage ich mal, sei vorsichtig mit dem was Du Dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.

    Gruß
    Skye

    Hallo Dagmar,

    den größten Teil meines Lebens habe ich in dörflich, ländlicher Umgebung verbracht. Als ich im Kindesalter aus der Großstadt hierher verpflanzt wurde, war das schon sowas wie ein Kulturschock für mich. Auf einmal grüßten mich auf der Straße wildfremde Menschen, sie kannten sogar meinen Namen. :shock: Ich hatte keine Ahnung wer sie waren. Das kann anfangs schon sehr verwirrend sein. Mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und fühlte mich gut aufgehoben oder auch beobachtet, je nachdem was ich so gerade tat. :wink:

    Ich bin damit groß geworden, dass Nachbarn einander helfen. Damit meine ich nich nur die, die links und rechts wohnen, Nachbarn waren mindestens mal ganze Straßen. Jeder hat, kann oder weiß irgendetwas was anderen nützlich ist. Es wird auch sehr aufeinander aufgepasst, was ich erst die letzten Tage wieder erfahren konnte. Auf der einen Seite schön, auf der anderen weniger. Denn wie BigBee schon schrieb, es wird auch sehr genau geschaut wer da was so macht oder auch eben nicht. Das kann auch als einengend empfunden werden.

    Für mich waren die „Nachteile“ bisher immer größer als die „Vorteile“, deshalb habe ich mich, egal wo ich nach dem Auszug aus meinem Elternhaus wohnte, immer weitestgehend raus gehalten. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe die Erfahrung gemacht, das auch das akzeptiert wird. Gedanken machen meine Nachbarn sich trotzdem über oder um mich. 8)

    Ebenso habe ich die Erfahrung gemacht, dass Hilfe und Gefälligkeiten nicht eins zu eins zurück gegeben werden müssen. Manchmal kann es auch ein Jahr dauern, bis man sich revanchieren kann. Oder man hilft nicht dem der einem selbst geholfen hat, sondern einem Familienmitglied. Was ich damit sagen will, einfach mal auf den Bauch hören, wie man es selbst für sich wollen oder machen würde und nicht wie man meint das andere es erwarten würden. Ein ehrliches, offenes Danke als „Lohn“ reicht oft schon aus. Es geht dabei eher darum den Zusammenhalt zu fördern und damit der Gemeinschaft einen Dienst zu erweisen, weil von dieser Gemeinschaft alle profitieren und nicht nur einzelne. Ich hoffe, ich konnte mich einigermaßen verständlich ausdrücken.

    Ich kann Deine Unsicherheit verstehen, wenn man so etwas nicht gewohnt ist, kann einen soviel Aufmerksamkeit von im Grunde Fremden schon mal erschrecken oder auch erschlagen. Ich hatte es als Kind etwas einfacher mich einzugewöhnen.

    Wie wäre es denn, wenn Du die gute Seele von der Du sprichst oder jemand anderen einfach mal ansprichst und das so wie hier oder ähnlich erzählst, einfach mal nachfragst wie es auf dem Dorf so läuft, einfach, weil Du es nicht kennst.


    Gruß
    Skye