Beiträge von Neraa

    Hallo an Euch,

    herzlichen Dank, daß ihr mir so aufmunternde Antworten schreibt, und mir dadurch zeigt, daß es durchaus zuschaffen ist, wieder zu mehr Durchsetzungsvermögen zu gelangen.


    Hallo Thelma,

    als Du mir geschrieben hast, habe ich gerade in Deinem Thread gelesen.
    Weit bin ich noch nicht gekommen, aber ich sehe, daß Deine Gedanken damals, den meinen sehr ähnlich sind.
    (Ich schreib jetzt schon zum zweiten mal meine Antwort, ich hab´grad aus Versehen irgendwie alles wieder gelöscht, deswegen dauert es so lange)


    Mein Mann ist sehr viel zuhause und daher gestaltet sich das Abgrenzen etwas schwieriger.

    Zwar treffe ich alle Entscheidungen, was die Erziehung der Mädchen betrifft alleine, aber alles was sich hier zuhause abspielt, ist schon sehr von ihm abhängig.

    Er arbeitet im Zweischichtsystem und ist daher in jeder Zweiten Woche schon eher zuhause, als die Kameraden meiner Töchter kommen.
    Das hat ihn schon immer genervt, wenn dann nachmittags das Haus voll Kinder ist.
    Aber in der Sache nehme ich keine Rücksicht auf ihn.

    Was Untenehmungen angeht, hat er zwar wenig Interesse daran etwas mit den Mädchen zu unternehmen ( es sind halt keine Jungs), aber er will ständig in meiner Nähe sein.
    Sobald ich wegen irgendetwas das Haus verlasse, sagt er: "Ich fahre mit"

    Mein Mann war von Ende Juni bis Ende Dezember krankgeschrieben. Ich bin bald ausgetickt, weil ich das Gefühl hatte, nicht mal eine Minute für mich sein zu können.

    Als er dann endlich wieder arbeiten ging und sich zwei Wochen später wieder krankschreiben ließ, hab´ich einen Heulkrmpf gekriegt, den ich nur mit Beruhigungsmitteln stoppen konnte.

    Meine Mädchen nutzen in den letzten Monaten jede Möglichkeit mal etwas mit mir alleine Unternehmen zu können, da mein Mann irgendwie ständig zu hause ist.
    Entweder muß er seinen Resturlaub nehmen oder ist krankgeschrieben
    oder jetzt neuerdings haben sie Kurzarbeit. Ich weiß garnicht, wann er das letzte Mal eine volle Spätschicht gemacht hat. ( das ist immer die Zeit, die die Mädchen und ich nutzen mal was alleine mit mir zu unternehmen)

    Ich selber bin meist schon die halbe Nacht auf, weil ich dann endlich mal Zeit für mich habe, oder lasse so wie heute, meinen Haushalt liegen, um die Vormittagsstunden zu nutzen, wenn niemand da ist.

    Mich von meinem Mann abzugrenzen wird also garnicht so einfach sein.
    Ich empfinde sein Aufmerksamkeitsbedürfnis mittlerweile als anstrengender, als die beiden Mädchen zusammen.

    Aber ich tue auch was für mich trotz alle Proteste von allen dreien gehe ich regelmäßig mit einigen Müttern aus beiden Klassen essen, daß ich im Schnitt einmal im Monat einen schönen Plauschabend genieße.

    Ich bin froh, daß meine Bekannte mich die ganze Zeit darin bestärkt hat, daß auf gar keine Fall aufzugeben. Das tut mir nämlich jedesmal richtig gut.

    Liebe Grüße

    Neraa


    Ps. Daß Dein Mann das jetzt so gut durch hält find ich Klasse. Ich hoffe für Dich und Deine Jungs, daß Ihr es geschafft habt und Eure zukunft glücklich genießen könnt.

    Hallo Mauve,

    Auch ich habe erst vor drei Monaten entdeckt, daß das Internet doch eine ganz tolle Sache ist.

    Ausgerechnet mein Mann hat mir den Laptop geschenkt, wenn der wüßte, was ich jetzt damit anfange.

    Mein Mann hat sein Problem leider noch nicht erkannt, er trinkt halt einfach sein ihm zustehendes Feierabendbier und am Wochenende muß man doch entspannen!

    Ich hoffe, daß Dein Mann mit seinem Weg, den er jetzt einschlagen will, mehr Erfolg hat, als in den vielen anderen Fällen, die ich hier bereits gelesen habe.

    Ich wünsche Euch, daß er durchhält und es schafft.

    Liebe Grüße
    Neraa

    Hallo Thelma,

    Jetzt habe ich etwas mehr Zeit, da bei uns jetzt alle schlafen, heute nachmittag mußte ich jederzeit damit rechnen, daß mein Mann herein kommt, und ich möchte im Moment nicht so gerne, daß er sieht, was ich hier mache.

    Daß was Du gerade geschrieben hast, waren in den letzten zwei Jahren genau meine Gedanken. Die Kinder groß kriegen und dann endlich allem ein Ende setzen.

    Nachdem mein Mann im Dezember zumindest die Einsicht bekommen hat, daß er es im Umgang mit mir übertrieben hat, und mir zur Liebe seinen Alkoholkonsum eingeschränkt hat, bin ich dann wieder etwas zur Ruhe gekommen.

    Eigentlich hatte ich mir damals fest vorgenommen, mir nach den Feiertagen eine Wohnung zu suchen und mit den Mädels auszuziehen.
    Aus genau den gleichen Gründen, die Du gerade genannt hast.

    Nach unserer Aussprache folgten noch weitere Gespräche und ich habe mich bereit erklärt, ihm noch eine Chance zu geben.

    Daß versuche ich nun gerade umzusetzen.

    Der erste Tiefschlag kam schon Ende Januar, als er sich entgegen meinen Einwänden ein Mororad gekauft hat.


    Toll hab´ ich gedacht:"Soviel zum Thema Respekt!"


    Er hat sich wie ein kleines Kind gefreut und ich habe gedacht, na gut, gönn ihm den Spaß, dann geht es ihm hoffentlich besser, wenn er etwas für sich tut.


    Irgendwie findet man für alles eine Entschuldigung.


    Nur mir ging es aber doch schlecht dabei, weil er meine Meinung und meine Wünsche, meine Bedürfnisse immer außer Acht läßt.

    Ich fühle mich nicht mehr geliebt und weiß auch nicht, ob ich ihn noch liebe. Ich denke ich fühle eher wie eine Mutter für ihn.


    Dann denk ich an meine Mädels und denke, für die beiden trage ich auf jeden Fall die Verantwortung, mein Mann ist alt genug, er muß seine Verantwortung selber tragen.


    Aber trotzdem fällt mir im Moment eine Entscheidung schwer.
    Er bemüht sich ja und hat sich in fast allen Punkten gebessert, vielleicht können wir so doch weiterleben. Schließlich hätte mich sein jetziger Alkoholkonsum, vor der Krise nicht gestört.


    Aber wenn die Mädchen dann mit einer Bitte kommen, mit der ich sie zu ihrem Vater schicke, weil ich mich nicht überwinden kann, ihnen die Antwort zu geben, oder mich rausrede,
    anschließend dann die Reaktion meiner Tochter sehe, "Ja, Papa will das sowieso nicht!", dann denke ich, daß es so nicht weiter geht.


    Nach den ewigen endlos langen Debatten die wir wegen solcher Kleinigkeiten geführt haben, mag ich so oft keine Entscheidungen mehr treffen, weil ich immer wieder im Kopf habe, beim nächsten Saufgelage bekommst Du es aufs Brot geschmiert.


    Ich halte ständig meinen Ärger oder meine Wut zurück, weil ich vermeiden will, daß er deswegen trinkt.


    Ich denke, solange nur ich diejenige bin, die mit dieser Situation nicht umgehen kann, warum soll ich dann, nur wegen mir, den Mädchen einen Umzug, ein ganz neues Leben mit sehr vielen Abstrichen und evtl. eine Menge zusätzlich für sie bedrückende und verunsichernde Situationen
    zumuten und ihnen womöglich noch schlimmere Erlebnisse zumuten, als sie bisher mitbekommen haben.


    Bisher sehen sie nur, daß ich traurig bin, mich für sie irretierend und unkonsequent verhalte, daß ich mit ihnen Schimpfe und ihnen anschließend, genau wie Du es auch gemacht hast, erkläre, daß es mir im Moment nicht gut geht, und mein Verhalten eigentlich nichts mit ihnen zu tun hat, sondern sie ganz liebe und für ihr Alter ganz normale Kinder sind.


    Bisher haben sie nichts wirklich schlimmes sehen müssen, sie haben nur so einiges gehört. Aber was passiert, wenn ich unsere Situation oute und die Konfrontation mit ihrem Vater eingehe, der sich sicherlich in seinem Stolz sehr getroffen fühlen würde.


    All sowas geht mir im Kopf herum, ich habe die schlimmsten Horrorvorstellungen wie es weiter geht, wenn ich auf Konfrontationskurs gehe.


    Das mit der Beratung habe ich auch schon vorher überlegt, auch ob ich für mich eine Therpiemöglichkeit suche.
    Ich denke für die Mädchen werde ich etwas machen.
    Mir persönlich fällt es allerdings sehr schwer, jemandem gegenüberzustehen und das "hilflose kleine Mädchen" zu spielen. Daß meinte ich auch heute nachmittag mit dem:" unangenehme Fragen beantworten".


    Ich habe eine Bekannte, mit der ich über unsere Probleme spreche, aber so wirklich ins Detail gehen kann ich bei ihr auch nicht. Und daß, obwohl sie Sozialarbeiterin ist, und ich weiß, daß das was ich sage bei ihr gut aufgehoben ist.


    Umso mehr ich über mich nachdenke, umso unsicherer werde ich.
    Ich sollte mich einfach auf die Mädchen konzentrieren, ihnen zuliebe werde ich wohl zu einer Entscheidung kommen, wenn ich weiß wie es hier weitergeht.


    Liebe Grüße auch an Dich


    Ps. Wie alt sind Deine Jungs? Ich habe zwar auch von Dir hier schon einiges gelesen, aber ich weiß nicht wie schnell ich es jetzt wiederfinden würde.
    Meine Mädels sind 9 und 12 Jahre.

    Ich sehe gerade, daß ich Deine eigentlichen Fragen garnicht beantwortet habe.

    Wo mein perönlicher Tiefpunkt war kann ich im Moment garnicht sagen.
    Ich denke, daß war Mitte Dezember, da hab ich nur noch geheult, wegen jeder Kleinigkeit, da hab ich dann endlich mal den Mund aufgemacht und meinem Mann mit ganz klaren Worten gesagt, wie es mir ging.

    Seit dem läuft es hier auf jeden Fall schon viel besser.

    Was ich für mich im Moment tue, ist genau das, was ich jetzt gerade mache, ich lasse meine jüngste fernsehen, um es zu nutzen hier reinzuschauen, solange mein Mann unterwegs ist.

    Und wie es mir mit meiner Passivität geht, im Moment ganz gut, wie es mir ging bevor ich auf Euch gestoßen bin möchte ich jetzt nicht näher erläutern,
    so viel Zeit habe ich jetzt nicht.

    Nochmals herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort.

    Danke Kaltblut

    für Deine nette Begrüßung. Nachdem ich alleine offensichtlich nicht wirklich weiterkomme, erhoffe ich mir hier wirklich eine Chance, mit der Situation umgehen zu können.

    Hallo Thelma,

    Danke auch Dir für die herzliche Begrüßung.
    Ich habe den Beitrag von Dir leider nicht lesen können.
    Dein Thread war so zusagen, der Anstoß mich endlich hier anzumelden.
    Da ich immer nur kurz dazu komme hier reinzuschauen, weil mein Mann in letzter Zeit sehr viel zuhause war, ist er mir erst Samstag nacht aufgefallen.
    Die Veränderungen meiner Mädels und das Reflektieren meines eigenen Verhaltens in den letzten Monaten, machen mir große Sorgen.
    Bis vor zwei Jahren, denke ich, habe ich meine Sache ganz gut gemacht, aber in den letzten zwei Jahren ging es mir dann wohl genauso wie Dir. Ich hatte einfach nicht mehr die Nerven mich wirklich mit ihren Problemen und Zickereien auseinander zu setzen und bin auch den Auseinandersetzungen mit ihnen aus dem Weg gegangen und habe vieles schleifen lassen.

    Vor allen Dingen auf ihre Fragen und Kommentare weiß ich oft keine Antwort. Einerseits will ich ihnen erklären , was los ist, damit sie nicht alles auf sich beziehen, andererseits möchte ich auch nicht offen mit ihnen darüber reden, was in meinem Kopf vorgeht. Zum einen um meinen Mann vor ihnen nicht schlecht zu machen, zum zweiten, habe ich angst sie noch mehr zu verunsichern, wenn sie hören, wie unsicher ich bin. Und ich glaube das größte Problem liegt wohl darin, daß ich nicht möchte, daß sie sich verplappern und ich unangenehme Fragen beantworten muß.

    Hallo mauve,

    Auch ich bin erst seit ein paar Tagen hier und habe mich heute vorgestellt.

    Ich hoffe, daß Du hier viel Hilfe und Unterstützung für Dich finden kannst.

    Ich habe schon in einige Threads hinein gelesen und dabei das Gefühl bekommen, daß es schon sehr helfen kann, sich hier einfach mal jemanden mit seinen Sorgen anvertrauen zu können.

    Da wir beide quasi am gleichen Tag unseren Einstieg hier haben, möchte ich gerne Deine Entwicklung mit beobachten.

    liebe Grüße und alles gute auf Deinem Weg

    Hallo,

    Auch ich habe mich entschlossen mich hier in einem eigenen Thread vorzustellen.

    Gestern Abend ist mir nach dem nochmaligen Durchlesen eines meiner Kommentare ein Fehler in meiner Denkweise klar geworden und das veranlaßt mich nun dazu mich hier vorzustellen.

    Als ich mich vor ein paar Tagen hier angemeldet habe, habe ich im Vorstellungsbereich geschrieben, daß ich mit Hilfe dieses Forums in den letzten drei Monaten, in denen ich hier mitlese, wieder zu mir selbst gefunden hätte. Mittlerweile habe ich allerdings erkannt, daß das garnicht stimmt.

    Ich denke, ich habe es lediglich geschafft zur Ruhe zu kommen.

    In den letzten zwei Jahren hatte ich, nach ständigen Auseinandersetzungen, die ich immer verloren habe,nur noch das Gefühl zu fallen. Mein ganzes Leben, meine Einstellung, meine Sichtweise und mein Selbstbewußtsein, sowie mein Selbstwertgefühl gerieten vollkommen aus der Bahn.

    Hier habe ich dann etwas gefunden, das mich aufgefangen hat. Als ich das Wort Co-Abhängigkeit gelesen habe und mich in so vielen Punkten erkannt habe, konnte ich quasi mit meinem Verhalten in dieser Situation Frieden schließen.

    Ich dachte, in den letzten Wochen, daß ich schon ein Stückchen wieder hoch geklettert wäre. Ich war wieder ruhiger und ausgeglichener, konnte wieder ein paar klare Gedanken fassen, hab sogar mal wieder gelacht. Ich hielt mich einfach wieder für lebensfähig. Ich habe das Gefühl bekommen, daß mein Verhalten zumindest nachvollziehbar ist und konnte es mit meinem Gewissen vereinbaren.

    Und genau das ist der Punkt weshalb ich nicht sagen kann, daß ich zu mir selber gefunden habe.
    In meinem Kommentar habe ich geschrieben, daß ich zu allem, was mein Mann macht, will und sagt Ja und Amen sage.
    Ich konnte nur mit meinem Gewissen vereinbaren, daß ich mich aufgegeben habe, um wieder zur Ruhe zu kommen.

    Die Erkenntnis ( nachdem mir jemand gesagt hat, daß das Verhalten meines Mannes typisch wäre), daß auch mein Verhalten, trotzdem nicht gegangen zu sein, und mich und somit die ganze Familie ihm unterzuordnen, typisch sei, hat mich soweit ruhig gestellt, daß ich zwar darüber nachdenke, ihn evtl. zu verlassen, aber im Großen und Ganzen habe ich nur mein Gewissen beruhigt und damit die Panikattaken abgestellt.
    Mir gegenüber bin ich eigentlich nur gleichgültig geworden. Nur weil ich mir wegen meine Töchter Sorgen mache, denke ich über eine Trennung nach. Nur für den Fall, daß ich wieder drohe abzurutschen und in dieses Tiefe Loch zu fallen.

    Meine erste Frage hier war, "Ist mein Mann ein Alkoholiker oder nicht?"

    In den letzten drei Jahren ist sein Alkoholkonsum so stark angestiegen, da er am Wochenende und an freien Tagen schon nachmittags sein erstes Bier getrunken hat und abends sturzbetrunken war. Auch unter der Woche gab es keinen Abend mehr, an dem er nüchtern ins Bett gegangen ist.

    Ebenso oft, wie er betrunken war, hatten wir Auseinandersetzungen. Ich sage extra nicht Streitereien, weil es eher ein einseitiges Beschimpfen war. Niemals vorher hat mich jemand so böse angefunkelt und ich war mir sicher, wenn ich etwas falsches sagen oder tun würde, würde er handgreiflich werden. Also habe ich mir die Nächte mit seinen Beschimpfungen um die Ohren gehauen und nur kleinlaute Einwände abgegeben, bis er sich irgendwann beruhigt hat.

    Kurz vor Weihnachten, habe ich dann eine Bemerkung gemacht, die ihn zum Umdenken bewegt hat.
    Er hat mir hoch und heilig versprochen, sich mir gegenüber nie wieder so zu verhalten. Er hat allerdings auch gesagt, daß er sich das Trinken von mir nicht verbieten lassen würde.

    Er trinkt zwar jetzt wesentlich weniger aber immer noch fast jeden Abend mindestens eine Flasche Bier und häufig noch einen Absacker nach dem Essen.
    Bei mir steigt dann jedesmal die Spannung und wenn er mehr trinkt und sein Pegel steigt, zieht sich bei mir alles zusammen.

    Ausraster hat es seit Dezember keine mehr gegeben, aber ich habe ihn vor paar Wochen darraufhingewiesen, daß sein Alkoholkonsum wieder ansteigt. Es ging dann ca. drei Wochen einigermaßen gut und jetzt am Pfingstwochenende ist er um 21.00 Uhr im Bett verschwunden, weil ihm wohl selber rechtzeitig bewußt geworden ist, daß er wieder anfing zu stänkern. Vor einem halben Jahr hätte das in einer Auseinandersetzung geendet.

    Das war der Abend an dem ich mich entschlossen habe, mich hier anzumelden.

    Auch meine Mädels erkennen langsam die Zusammenhänge und zeigen Co- Verhalten.
    Sie stellen Fragen oder geben Kommentare zu seinem Alkohokonsum ab, auf die ich ihnen nicht zu Antworten weiß.

    Gerade für sie möchte ich es notfalls schaffen rechtzeitig den Absprung zu schaffen.

    Im Moment bin ich allerdings hin- und hergerissen. Schließlich waren wir vorher 15 Jahre ein glückliches Paar und er ein sehr lieber Ehepartner.
    Ich möchte ihm gerne noch eine Chanse geben, aber ich traue ihm nicht mehr und kann mich nicht mehr wirklich auf ihn einlassen.

    Hallo Schlumpfine,

    was ich gerade bei Dir gelesen habe spiegelt auch meine Situation in einigen Punkten wieder.
    Ich habe mich vor einigen Tagen hier angemeldet und habe erst einmal gefragt. ob mein Mann ein Alkoholiker ist. Auch er will nichts davon wissen, daß sein Alkoholkonsum unser Problem ist.
    Er trinkt halt gerne ein Bier und läßt es sich von mir auch nicht verbieten.
    Bei uns stehen gleich mehrere verschieden Bierkisten zur Auswahl, dazu noch Edit elocin:bitte keine Markkennamen nennen,danke und Korn.
    Wir haben in den letzten zwei Jahren sehr heftige Auseinanderstetzungen gehabt, die ich immer verloren habe. Auch ich habe ihm schon mehrmals gesagt, daß ich Angst vor ihm habe, wenn er trinkt, und auch daß ich mich vor im ekel.
    Kurz vor Weihnachten war ich so fertig mit den Nerven, daß ich eigentlich nur noch geheult habe, auch da wollte er sich noch auf keine Diskussion über seinen Alkoholkonsum einlassen. Erst als ich ihm gesagt habe, daß ich seinen Druck nicht mehr aushalte und das Wort Vergewaltigung benutzt habe, war er so in seiner Ehre verletzt über dieses Vorwurf, daß er umgedacht hat.
    Er hat mir versprochen, daß er sich nie wieder so gehen lassen würde, daß ich Angst vor ihm haben müßte, aber das Trinken würde er sich nicht verbieten lassen.
    Eigentlich war ich da an dem Punkt, daß ich mir fest vorgenommen hatte für meine Mädels und mich eine Wohnung zu suchen. Nach seinen Versprechungen und weil er wirklich die Feiertage mit nur zwei Bier überstanden hat, habe ich ihm noch eine Chance zugestanden.
    Das Vertrauen, daß hat am meisten gelitten, ich schaffe es nicht mehr für mich einzustehen und sage zu allem was er macht, was er will und was er sagt Ja und Amen.

    Solche Ausraster hat es bei uns seit dem auch nicht mehr gegeben, aber ich bin jedesmal, ab der ersten Flasche Bier total angespannt und kann es dann auch nicht mehr als gute Geeste ansehen, wenn er anschließend O-saft trinkt, ich denke dann nur: "schon wieder stinkt er nach Bier."

    Ich bin gespannt, wie es sich bei Dir weiter entwickelt und wünsche Dir alls Gute. Ich denke, Du hast schon viel geschafft, wenn Du ihm schon in einigen Punkten konsequent entgegentreten kannst und etwas für Dich tust, obwohl Du Angst hast.

    Hallo,

    ich lese jetzt seit ca. 3 Monaten auf diesem Forum Eure Erlebnisse mit und es hat mir sehr dabei geholfen wieder zu mir selber zu finden und vor allen Dingen zur Ruhe zu kommen.

    Leider habe ich immer nur kurz Zeit hier zu stöbern und lese mich daher immer nur kurz ein, so daß ich noch garnicht weiß, wo ich mich beteiligen kann.
    Da Euer Thread derjenige war, der mich jetzt veranlaßt hat mich hier anzumelden, möchte ich mich daher hier auch als erstes einbringen.

    Mir ist vor ca. einem 1/2 Jahr das erste Mal bewußt geworden, daß unsere Probleme mit dem Alkohol zusammenhängen.
    Zwar gab es immer Ärger, wenn er getrunken hat, aber ich habe seine Angespanntheit eigentlich auf den Ärger auf der Arbeit geschoben.
    Erst als er seit Juli krankgschrieben war und sein Alkoholkonsum trotzdem erher zu- als abnahm, wurde mir klar, daß das Problem evtl. dort lag.

    Weshalb mich gerade dieser Thread dazu bewegt hat, mich jetzt hier zu melden, ist weil ich zwei Töchter habe ( 9 und 12 Jahre).
    Die beiden haben in den letzten Monaten meine Launen und die meines Mannes erdulden müssen.
    Sie haben ihre Sorgen über meinen Zustand zum Ausdruck gebracht und zu verstehen gegeben, daß sie die Zusammenhänge erkennen.
    Meine größten Sorgen im Moment beziehen sich auf meine Mädels.
    Ich mache mir große Sorgen um ihre Entwicklung und die Auswirkungen, die die letzten zwei Jahre auf sie haben.

    Ich habe sie vernachlässigt und durch mein Verhalten stark irritiert.
    Während meiner Heulphasen hat mein Mann ihnen vorgeworfen daran Schuld zu sein, daß es mir so schlecht geht.( ich habe ihnen alledings gesagt, daß es mir zur Zeit einfach nicht gut geht und es nicht ihre Schuld ist, auch wenn ich schimpfe und weine, nachdem sie etwas angestellt haben, ich habe ihnen gesagt, daß sie sich wie ganz normale Kinder in ihrem Alter verhalten und das auch ok. ist, nur daß ich da im Moment nicht mit umgehen kann.)
    Es wäre schöne, wenn ich von Euren Erfahrungen dazu etwas hören könnte, vielleicht hilft mir das eine Entscheidung für unsere Zukunft zu treffen.
    Im Moment haben wir hier zuhause eine Ruhephase, ( weil ich mich untergeordnet habe; ich kann damit im Moment gut leben, ich brauchte einfach diese Ruhe) allerdings sind wir alle drei sehr angespannt und richten uns sehr stark nach meinem Mann. Die Mädels fragen immer wieder: " Und was wird Papa dazu sagen?"