Hallo almacya,
mein Vaterproblem ist mir bewusst, habe diesbezüglich u.a. das Buch die Vaterfalle gelesen, dennoch haftete mein Muster wie ein angeklebter Kaugummi an mir.
Meiner Meinung nach spielen auch noch vererbte Anlagen mit hinein.
Inwiefern dränge ich mich in die Opferrolle, wenn ich meinen Eltern vergeben habe? Ich sehe es so, dass ich mich belasten würde, wenn ich ihnen Dinge vorwerfe, die sie nicht anders konnten und wussten. Mit Sicherheit wollten sie uns Kindern nicht bewusst schädigen.
Ob es in den Fünfziger Jahren schon Beratungsstellen gab, ist mir unbekannt. Bekannt ist mir nur, dass meine Mutter mal in den Achtziger Jahren, als mein Bruder viel trank, in einer Beratungsstelle war. Sie wollte sich beschweren und Mitleid für ihre Situation, meinte sie müsse immer für ihren Sohn zahlen und wurde gefragt, wieso sie muss?
Daraufhin ist sie dort nie wieder hingegangen und meinte, die seien dort frech gewesen. Das war ihr Weg, sie ist bis heute stolz darauf, ausgehalten zu haben. Co.-abhängige Themen diskutiere ich nicht mit ihr, sie schaut mich dann nur mit großen Augen an und entgegnet: ja meinst Du, damit ist das Thema erledigt. Mein Vater ist bereits 1985 verstorben. Danach hat meine Mutter einen Alkoholiker geheiratet, der auch bereits verstorben ist.
Lieben Gruß Laurina ![]()