Beiträge von HansHa

    Zitat von Philip

    hatte jedes Mal Kontrollverlust, war teilweise monatelang alle 2 Tage stockbetrunken.

    Na wenn Du da wieder hin willst, wird Dich wohl keiner abhalten können. Wieder einer den das Suchtgedächtnis vorspiegeln kann, dass das doch alles nicht so schlimm war.
    Aber es geht ja immer noch tiefer runter. Mancher merkt es erst dann, wenn es ganz zu spät ist und Gevatter Tod schon anklopft.

    Viel Glück weiterhin

    H.

    Zitat von sabine1

    Mir geht es nach wie vor gut,


    Hallo sabine1,

    mir ist es in dieser Phase des Trockenwerdens nicht gut gegangen. Erst als ich begriffen habe, mich selber nicht mehr zu belügen, hat es langsam angefangen mir besser zu gehen.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Altubelli

    Ich hasse es zu warten, sei es auf die Bahn oder auf Freunde die vorbeikommen wollen o.ä. Ich finde es einfach nur ätzend...


    Hallo,

    so ist (war) es bei mir auch. Meine Anleitung dafür ist: Ich habe zwar keine Geduld, aber ich kann warten. Das ist zwar nicht so einfach, aber wie von meinen Vorrednern schon geschrieben, ein Anlass den Tagesablauf zu ändern. Als ich trocken geworden bin, habe ich es hin bekommen, das so zu sehen, dass es mir geschenkte Zeit ist. Ich kann damit alles machen, AUSSER TRINKEN. Aber auch dabei musste ich geduldig bleiben und mich erst umgewöhnen. Das geht genau so langsam wie ich mich an mein Suchtmittel gewöhnt habe.

    Schönen Tag

    H.

    Hallo,

    Zitat von Bernsteinauge

    Klappte auch sehr gut. Keinen Drang, keinen Druck verspürt und auch diesen Abend genossen. Trotz der vorhandenen Flaschen :D

    Leider blieb ich trotzdem nicht trocken im Urlaub. :cry:


    Ich glaube da braucht denn wohl niemand mehr was zu sagen. Erklärt sich dann von selber. Aber den Zusammenhang hat der TE wohl noch nicht so begriffen.

    Zitat von Bernsteinauge

    Aber lieber von aussen nass als von innen... :wink:


    Da hat wohl wer den Ernst der Lage noch nicht begriffen.

    Schönen Tag

    H.

    Hallo Maria,

    ich finde Halt in mir selbst. Das ist nach den Jahren der Sucht ein langer Weg, um dort hin zu kommen und ich hatte einige Sachen zu ordnen. Aber ich habe einen klaren Weg in und vor mir. Da kann ich keinen Halt bei anderen Personen suchen, aber Unterstützung, z. B. in der SHG oder hier.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von pfundi

    Wenn mich Alkohol in meiner Nähe stört sage ich es, und ich werde auch verstanden.


    Ich würde nie in einem Beitrag für einen Neuling implizieren, dass ich mich da aufhalte, wo Alkohol ist. Es geht nicht darum zu sagen, dass es mich stört... wenn es dann zu spät ist. Es geht darum, dass ich mich fern halte, um möglichst die Rückfallgefahr zu mindern.
    Einem Fahrschüler wird auch beigebracht an einem Stopp-Schild zu halten und so sollte er es auch machen. Habe ich 20 Jahre Fahrpraxis, wird es mit ein wenig rollenden Rädern auch gehen. Trotzdem gehe ich damit ein Risiko ein. Also warum nicht immer anhalten???

    Zitat von Philip

    Noch eine Frage: Wie trenne ich mich von meinen Freunden?


    Hallo Philip,

    ist doch ganz einfach. Wenn sie in meiner Gegenwart das Trinken und alles was damit zusammen hängt nicht unterlassen, können es nicht meine Freunde sein.

    Schönen Tag

    H.

    PS: Natürlich habe ich meine vermeintlichen Freunde aufgeklärt. Danach hat sich die Spreu vom Weizen getrennt. Die nicht meine Freunde waren, sind ganz von allein weggeblieben.

    Zitat von Hartmut

    Also diejenigen die "einfach aufgehört haben, ohne einen absoluten Tiefpunkt.


    So was ist für mich ein Hirngespinst. Entweder derjenige hatte seinen Tiefpunkt ziemlich früh (vielleicht nicht mit so so lange aufgebautem Leidensdruck), es handelt sich nicht um einen Süchtigen oder es werden Lügen, aus welchem Grund auch immer, verbreitet.

    Zitat von Hartmut

    Solange ich das früher dachte , hat mir auch die Erkenntnis gefehlt ,überhaupt Alkohol krank zu sein.


    Hallo Hartmut,

    das Gleiche war es bei mir, so ungefähr ist es auch abgelaufen. Aber für mich ist es ein Unterschied ob ich jetzt gerade mal Leidensdruck habe und anonym zugebe, dass ich suchtkrank bin. Aber nach einiger Zeit das Suchtgedächtnis wieder zuschlägt, z. B. weil ich mich in meiner Arroganz immer noch besser und schlauer als andere gefühlt habe. Oder ob ich mir den Grund, einen Weg in die Trockenheit zu beginnen, erhalten kann. Dazu gehört am Anfang dann auch die entsprechende Demut.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Hartmut

    Was gedenkst du denn in Zukunft mit solchen Situationen umzugehen?


    Hallo,

    ich versuche nach Möglichkeit solche Situationen zu vermeiden. Ich versuche durch Weitsicht und etwas Kreativität gar nicht da hin zu kommen. D. h. aber auch nicht, dass ich Konflikten aus dem Weg gehe, aber ich versuche zu analysieren und einen besseren Weg für alle Beteiligten zu finden. Auch wenn ich dabei mal etwas zurück treten muss. Aus der Ferne der überstandenen Situationen muss ich sagen, dass es mir damit insgesamt besser geht. Mit meiner Brühbirne früher wäre ich gar nicht auf solche Ideen gekommen.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von allesweg

    Bitte verate mir was ich deiner Meinung nach verbessern kann. Ich bin für jede meinung und kritik dankbar.

    Ich kann leider nur sagen wie es nicht funktioniert, weil ich das oft genug versucht habe. Aber wenn Ihr Eure Erfahrungen selber sammeln wollt, ist das auch o. k. für mich.

    By

    Zitat von Flor

    aber das wuerde bedeuten, das ich mir kein bisschen trauen darf, und das halte ich nicht foerdernd fuer eine Heilung!


    Wieder mal ein Frischling der sich sooo gut auskennt. Schon mal daran gedacht, dass das Suchtgedächtnis nicht funktioniert wie Hand auf Herdplatte ---> Hand verbrannt.

    Für mich klingt das jetzt schon anmaßend, was hier teilweise von den Neulingen von sich gegeben wird. Und damit meine ich nicht nur Flor. Denkt Ihr denn, dass wir hier sind um Euch zu schikanieren und runter zu machen?

    By

    Zitat von allesweg

    es muss sich was ändern


    Hallo,

    als es bei mir so weit war, habe ICH was geändert. Vorher habe ich auch auf den großen Knall gewartet. Aber von selbst kommt der nicht.
    Immer nur rumjammern, keine Ratschläge annehmen, mich bedauern lassen und laufend zurück blicken hat mir jedenfalls nichts gebracht.

    Schönen Tag

    H.

    PS: Und über Konsum habe ich erst recht nicht nachgedacht, oder bist Du nicht trocken?

    Zitat von Hartmut

    Wenn es verinnerlicht ist braucht es auch keinen Grund es zu ändern.


    Darauf wollte ich hinaus. Nach der Entscheidung trocken zu werden, musste ich jeden Tag kämpfen. Irgendwann ist der Kampf immer mehr zurück gegangen und ich lebe mit der Sucht. Momente des Zweifelns, also der Versuch des Suchtgedächtnisses wieder die Oberhand zu gewinnen, sind immer weniger geworden. Bis es unmerklich zu einer "Normalität" übergegangen ist. Die Handlungen, die ich früher bewusst dem Suchtgedächtnis entgegen gesetzt habe, haben sich verselbstständigt.
    Von selbst bin ich gar nicht darauf gekommen, wenn ich nicht auf den Thread gestoßen wäre, in dem von den Gründen die Rede war. Da habe ich dann mal in mir nachgekramt und bin zum beschriebenen Ergebnis gekommen.
    Ich bin mir bewusst, dass auch wieder schlechtere Zeiten kommen können und muss immer schön wachsam zu sein.

    Zitat von Celestine

    Die Gründe für meine Trockenheit sind für mich eigentlich irrelevant

    Zitat von Celestine

    könntest Du evtl. etwas konkreter werden? Wie haben sich die Dinge bei Dir verändert und welche?


    Mein Therapeut war der Meinung, dass mein Narzissmus mir ein gutes Stück geholfen hat, trocken zu werden. Ich konnte von Anfang formulieren, dass ich nur wegen mir trocken werden will. Alles andere konnte ich zurück stellen und nur auf mich als Person acht geben. D. h. aber auch, dass die Gründe für die Trockenheit nicht egal sind. Die einzige Möglichkeit sehe ich darin, für mich trocken zu werden. Ich habe Leute erlebt, die z. B. wegen ihrem Partner trocken werden wollte und es nicht geschafft haben.
    Das mit dem Narzissmus hat deutlich nachgelassen. Um mich zu schützen kultiviere ich ihn aber. Merkt man bestimmt auch in einigen Beiträgen von mir.

    Bis dann

    H.

    Hallo,

    ich bin durch einen anderen Beitrag darauf "gestoßen" worden und habe mir mal ein paar Gedanken gemacht.

    Eigentlich brauche ich gar keine Gründe mehr, um trocken zu bleiben. Die Trockenheit hat sich bei mir als Selbstzweck manifestiert. Natürlich erhalte ich mir die Erinnerung an meinen Zustand, als ich noch gesoffen habe, um nicht in Sorglosigkeit ab zu gleiten. Aber das ich jetzt Ansporn, z. B. wegen Beziehung oder regelmäßiges nach kommen meiner finanziellen Verpflichtungen, bräuchte, kann ich nicht mehr feststellen.

    Noch mal: Das heißt nicht, dass ich mich gehen lasse und mich nicht mehr mit meiner Sucht beschäftige. Aber ich glaube, dass sich mit der Zeit die Sicht auf die Dinge verändert.

    Wie seht Ihr das???

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Celestine

    dieser Mann hatte bislang noch keinerlei "bewussten" Kontakt zu Alkoholikern und kennst sich deshalb mit der Brisanz dieser, meiner Thematik auch absolut -noch- nicht aus.


    Das kann ich nicht wirklich glauben. Aber das ist ja egal. Für mich ist es Dein Problem, welches Du lösen musst, indem Du Deine selbst gesteckten (hoffentlich) Grenzen nicht aufweichst und Deinem Suchtgedächtnis Tür und Tor öffnest.

    Zitat von Celestine

    Deshalb sein doch eigentlich positives Interesse.
    Time will tell...


    Habe ich früher auch immer gezeigt, wenn ich weiter saufen wollte.