Zitat von Hartmut
Wenn es verinnerlicht ist braucht es auch keinen Grund es zu ändern.
Darauf wollte ich hinaus. Nach der Entscheidung trocken zu werden, musste ich jeden Tag kämpfen. Irgendwann ist der Kampf immer mehr zurück gegangen und ich lebe mit der Sucht. Momente des Zweifelns, also der Versuch des Suchtgedächtnisses wieder die Oberhand zu gewinnen, sind immer weniger geworden. Bis es unmerklich zu einer "Normalität" übergegangen ist. Die Handlungen, die ich früher bewusst dem Suchtgedächtnis entgegen gesetzt habe, haben sich verselbstständigt.
Von selbst bin ich gar nicht darauf gekommen, wenn ich nicht auf den Thread gestoßen wäre, in dem von den Gründen die Rede war. Da habe ich dann mal in mir nachgekramt und bin zum beschriebenen Ergebnis gekommen.
Ich bin mir bewusst, dass auch wieder schlechtere Zeiten kommen können und muss immer schön wachsam zu sein.
Zitat von Celestine
Die Gründe für meine Trockenheit sind für mich eigentlich irrelevant
Zitat von Celestine
könntest Du evtl. etwas konkreter werden? Wie haben sich die Dinge bei Dir verändert und welche?
Mein Therapeut war der Meinung, dass mein Narzissmus mir ein gutes Stück geholfen hat, trocken zu werden. Ich konnte von Anfang formulieren, dass ich nur wegen mir trocken werden will. Alles andere konnte ich zurück stellen und nur auf mich als Person acht geben. D. h. aber auch, dass die Gründe für die Trockenheit nicht egal sind. Die einzige Möglichkeit sehe ich darin, für mich trocken zu werden. Ich habe Leute erlebt, die z. B. wegen ihrem Partner trocken werden wollte und es nicht geschafft haben.
Das mit dem Narzissmus hat deutlich nachgelassen. Um mich zu schützen kultiviere ich ihn aber. Merkt man bestimmt auch in einigen Beiträgen von mir.
Bis dann
H.