Beiträge von HansHa

    Zitat von Mr.Dry

    wenn er wirklich an solchen Fragen etwas interressiert ist, besteht Hoffnung.


    Hallo,

    was denn für eine Hoffnung???
    Hoffnung für die TE, dass sie keinen Rückfall baut, wenn sie sich weiter dort hineinziehen lässt? Ich vermeide solche Situationen schon bei der Anbahnung von Beziehungen. Wie schnell gewinnt das Suchtgedächtnis die Oberhand und hat vielleicht den Rückfall schon auf den Weg gebracht. Der passiert für mich nämlich nicht mit dem ersten Schluck, sondern weit vorher.

    Wenn der Mann sich nicht eindeutig und ohne "Wenn und Aber" gegen den Alkohol entscheiden kann, dann entscheidet er sich für mich auch gegen die Beziehung.

    Schönen Tag

    H.

    Hallo,

    Zitat von Dirigirix

    Was mache ich diesmal anders? Das ist eine schwere Frage.

    Also ich habe mich bei meiner bis jetzt erfolgreichen Trockenlegung immer gefragt: "Was kann ich anders machen, als beim letzten Mal? Wo haben meine Fehler beim erfolglosen Versuch gelegen und was muss ich ändern?"
    Ich habe starke Einschnitte in mein Leben gemacht und viele vermeintliche Nachteile in Kauf genommen, um meine Trockenheit als oberste Priorität in meinem Leben festzuschreiben.

    Trockenheit ist meine Lebensgrundlage!!!

    Zitat von Dirigirix

    Mir bereitet vor allem eine Sache grosse Probleme, nach mehreren Rückfällen ist das Vertrauen bei meiner Frau nicht mehr gegeben.

    Also wenn mir jemand laufend was verspricht und nicht einhält, egal aus welchem Grund, würde ich auch misstrauisch werden. Sich wieder Vertrauen zu erarbeiten ist sehr schwer und dauert lange, wenn es überhaupt noch mal klappt.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von hoppegarten

    Und genau in dieser Tatsache, dass schnell vergessen wird, sehe ich für mich eine der größten Gefahren für einen Rückfall.


    Hallo,

    das ist einer von mehreren Knackpunkten beim Trockenwerden. Und da ist dann immer die Frage nach dem richtigen Maß. Wer es über das Gefühl lernt die "Dosierung" richtig zu halten, hat aus meiner Sicht gute Chancen trocken zu bleiben. Das kann ich auch niemandem vermitteln, ich kann nur darauf hinweisen. ... und eben auf absolute "Das mache ich prinzipiell nicht!!!" hinzuweisen.

    Bis dann

    Hallo,

    den Eindruck habe ich auch oft. Es wird erwartet, dass das pure Glück nach 3 Tagen Nichttrinken bei einem aufschlägt, sozusagen als Belohnung. Und wenn das dann nicht eintrifft, ist die Enttäuschung groß.
    Ich habe meine Ansprüche damals von Anfang an sehr nach unten geschraubt und kann es nur empfehlen. Ich habe mich für lange Zeit dem normalen Leben und Empfinden verweigert und kann nicht erwarten, dass das auf die Schnelle zurück zu drehen ist.
    Ich freue mich darüber, dass ich zufrieden in den Tag sehen kann und wenn dann noch ein paar Glücksmomente dazu kommen, kann ich nicht mehr erwarten.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Speedy53

    Was bringt es mir, wenn ich daran denke "was wäre wenn"?


    Hallo,

    also ich wäre 100%ig tot, wenn ich nicht trocken geworden wäre.

    Andererseits halte ich es mit der Chaostheorie (Schmetterlingsflügelschlag löst an anderer Stelle Sturm aus). Daher kann man das alles nicht wissen.

    Also bleibt es bei dem Gedankenspiel und der Motivation die ich daraus ziehe.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Flor

    Mein Monster braucht heute eine Tracht Pruegel! :twisted:


    Hallo,

    für mich ist das die falsche Variante. ...oder nur falsch ausgedrückt?

    Hier mal ein Beitrag aus "Notfallkoffer ...etc.":

    Zitat von HansHa


    Hallo,

    aber nicht als Feind gegen den man kämpfen muss. So halte ich das jedenfalls. Habe es ja schon mehrmals beschrieben. Meldet sich die Sucht in Form des Suchtgedächtnisses, was nur noch selten vorkommt und dann auch nicht als "Saufdruck", begrüße ich das mir geschickte Gefühl freundlich und erkläre in Gedanken, dass er (es) sein Ziel sowieso nicht erreicht.


    Schönen Tag

    H.

    Hallo,

    ganz wichtig ist der Arzt, der für die Narkose zuständig ist. Natürlich müssen die anderen auch einbezogen werden.
    Ich habe die Erfahrung zu meinen nassen Zeiten gemacht, wenn ich die Trnkmengen ehrlich angegeben habe, dass die gut damit umgehen können, und auch keine "Predigt" folgt.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Hartmut

    ich hatte mir in den nassen Zeiten immer etwas zurechtgelegt damit ich Saufen konnte . (vorgeschobene Gründe) Dieses jahrelange Muster hat sich in mein Hirn eingeprägt und war am Anfang meines Weges nicht weg.


    Hallo,

    für mich ruft da das Suchtgedächtnis ganz laut. War bei mir auch immer so.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von pfundi

    alles aus der Therapie werde ich auch künftig nicht mehr auf die Goldwaage legen.


    Hallo,

    das wollte ich mit meinem Beitrag nicht sagen. Ich würde dieses Thema noch mal ansprechen. Vielleicht ist da ja was im falschen Hals gelandet. Ich kenne es auch aus der Therapie, dass der (die) Therapeut(in) ein Thema nicht von sich aus voran treiben, aus welchen Gründen auch immer.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von pfundi

    HansHa und Silberkralle
    habe in der Nachsorgegruppe heute mal unser Thema mit der Therapeutin besprochen. Das Ergebnis will ich mal so umschreiben:
    Generell geht es nicht darum, wo ich Leute treffe und was an Nebentischen so passiert. Es geht einfach darum, wie ich meine persönlichen Risiken minimiere und das hängt in erster Linie davon ab, wie ich Situationen bewerte und auf was ich den Fokus setze. Bin ich ehrlich zu mir selbst und gehe beipielsweise wegen der Musik auf ein Konzert, steht für mich die Musik im Vordergrund der Veranstaltung und nicht die Personen, die dabei noch Alk konsumieren. Ich muss mir meiner Sache natürlich sicher sein und aus dem Innersten heraus auch trocken leben wollen.


    Hallo pfundi,

    genau, es geht darum das Risiko zu minimieren. Als ich frisch trocken war, konnte ich nicht unterscheiden, was ich will oder nicht will. Ich musste erst wieder lernen, mich auf mein Gefühl verlassen zu können und unterscheiden zu können, ob das Verlangen jetzt was zu machen, aus mir oder aus meinem Suchtgedächtnis kommt. Da habe ich dann lieber mal zurück gesteckt als ein Risiko einzugehen.
    Außerdem kommt noch dazu, dass ich nicht überblicken konnte, was z. B. der Biertrinker im Restaurant am Nebentisch bei mir auslöst. Ich kenne das von meinen vergeblichen Versuchen trocken zu werden. Den Abend habe ich locker durchgehalten , aber im Anschluss wenn ich alleine war habe ich mir die Kante gegeben.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von pfundi

    Gruß an den Kollegen H. vom Forenkobold.


    Hallo,

    das freut mich doch, wenn mal jemand an mich denkt.

    Über Therapiekonzepte weiß ich zu wenig, um mich darüber auszulassen. Was ich weiß ist, dass ich mir in meinen nassen Zeiten auch die Aussagen von vermeintlich Kompetenten heraus gesucht habe, die am besten in mein Konzept gepasst haben. Daraus habe ich dann ein "für mich schlüssiges Halbwissen" entwickelt. Z. B.: "Sie, sie sind doch kein Alkoholiker. Höchstens Mißbräuchler." Originalton meiner damals behandelnden Ärztin und Ausrede für mich, noch ein paar Jahre weiter zu saufen.
    Das sind so meine Erfahrung. Und wer sich durch meine flapzige Art verscheuchen lässt, hat für mich nur einen Grund zum Verschwinden gesucht, vor den Anderen aber vor allem vor sich selbst. Nur von "Ei, Ei" ist noch keiner trocken geworden. Und was macht der jenige wenn die ersten Schwierigkeiten auftreten? Den Rest kann sich jeder selbst denken.
    Übrigens ist es nicht meine Absicht jemanden zu beleidigen.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Bernsteinauge

    Stress im Job ist vielleicht eine Sache. Dazu kommt m.E., dass ich immer und überall der Mittelpunkt stehe. Ich organisiere unsere Motorradausfahrten, habe dort eine HP erstellt und leite das dortige Forum. Habe unseren ehemaligen Kegelclub geleitet, bin federführend für den nächsten edit Ausflug mit 5 Pärchen und und und....


    Hallo,

    das ist das erste gewesen, was ich bei mir geändert habe, als ich aus der Therapie kam (Eigentlich schon in der Therapie). Ich habe für mich eigesehen: "Nicht wo ich bin ist vorne."
    Das schraubt auch die Ansprüche zurück. Im Prinzip habe ich mein gesamtes Leben umgekrempelt. Nur so hat es funktioniert. An der Stelle, dass ich verzweifelt war und aufhören wollte, war ich oft. Das hat aber immer nur ein paar Wochen, ggf. Monate gedauert. Dann habe ich wieder zugeschlagen.

    Schönen Tag

    H.

    PS: Ich versuche Dir auf meine freundliche Art zu sagen, dass Deine Chance es zu schaffen, die sowieso schon sehr klein ist, durch Deine Eskapaden in Richtung "NULL" tendieren.

    Ich treffe sonst nicht solche Aussagen, aber wer es wissen will kriegt auch Bescheid.

    Zitat von Jabo

    Was mache, denke und schreibe ich in deinen Augen falsch?


    Zur Erkenntnis kann sich jeder nur selbst verhelfen. Ist wohl auch bei jedem etwas anders, aber auch immer irgendwie gleich.

    Schon mal die Grundbausteine ( https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php ) gelesen. Das ist die Richtung in die es gehen sollte. Wenn ich nichts in meinem Leben geändert hätte, wäre ich heute wahrscheinlich schon unter der Erde. Nur nichts trinken reicht eben nicht. Früher habe ich mich in meinen Trinkpausen auch immer erholt. Sobald ich aber wieder an der Flasche war, hatte sich das erledigt.