Beiträge von HansHa

    Zitat von Frank P.

    Zum "triggern"->also mich triggert Branntweinessig,Ketchup,Senf,Deodorants,etc.pp überhaupt nicht,doch es geht - wenn es genau genommen wird - nicht ums triggern ansich sondern um den enthaltenen Restalkohol bzw. Alkohol der die Haut aufnimmt (Deo´s..),dies sind zwar geringe Mengen (mit Ausnahme von Mundwasser),doch diese geringen Mengen sehe ich als nicht lebensgefährlich/Rückfallgefährdend an.Es kommt m.M darauf an inwiefern der/diejenige den Alkohol im Nassbereich missbraucht/konsumiert hat und daraus resultieren sich diese Triggereigenschaften.

    Hallo,

    ich glaube ich habe irgend was verpasst, als ich trocken geworden bin. Ich konnte dies nicht von mir behaupten oder habe so was in der Art gefühlt. Und wenn ich was gefühlt habe oder einen "genialen" Gedanken hatte, habe ich dem nicht getraut - kann ja auch das Suchtgedächtnis sein. Da habe ich lieber auf die Anderen und ihre Erfahrungen gehört und bin auf der sicheren Seite geblieben, bis heute.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von hoppegarten

    Für mich sind Saufen und Rauchen zwei vollkommen unterschiedliche Dinge.

    Hallo,

    mir wurde das damals so erklärt: Rauchen ist die einzige Sucht ohne sozial-psychologische Folgen. Alle anderen Süchte, stofflich gebunden und ungebunden, kommen für eine Suchtverlagerung in Frage, das trifft natürlich auch für das Rauchen "Majoran" zu. Ich kenne auch einige, die es "erwischt" hat. Während meiner Nachsorge-Therapie war sogar das Lottospielen nicht gerne gesehen.
    Da ich diese Aussagen sehr ernst nehme, passe ich da gut auf und habe auch das Rauchen aufgeben können.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Martin S.

    " und meiner Meinung nach ist das Bauchgefühl nicht das Sucht-Gedächtnis


    Und wie viel Unterbewusstsein ist dann bei Dir vertreten? Für mich kommt das alles aus der selben Ecke meines Kopfes und ist gesamt zu betrachten.

    Zitat von Martin S.

    was interpretierste aus meinen "Schnellschüssen"


    Nichts, ich bin doch hier nicht bei "Rate mal mit Ros...".

    Zitat von Martin S.

    Aber red mal nit um den heissen Brei rum:


    Ich rede hier nicht um den "heißen Brei", sondern von mir. Das sehe ich als Sinn der Selbsthilfe.

    Zitat von Martin S.

    dieses Bauchgefühl kann Gutes und Schlechtes auslösen oder bewirken - klar


    Nee, das muss wieder in Ordnung kommen, jedenfalls soweit das geht. Es gibt Fachleute, die behaupten, dass da immer ein Schaden zurück bleibt.
    Bei mir hat es nach der Trockenlegung eine ganze Weile gedauert, bis ich dem "Bauchgefühl" wieder vertrauen konnte. Es hat mir ja früher "gesagt": "Du brauchst jetzt unbedingt Alk." oder so ähnlich. Dann kam es, auch Suchtgedächtnis genannt, über die "Kalte Küche" und wollte mir einreden oder Gründe vorgeben, dass und warum ich wieder trinken kann und muss.
    Und dem sollte ich vertrauen?
    Andererseits kann ein erfahrener Trockener gut an den Schnellschüssen der Frischlinge erkennen, wo die Reise hingeht. Denn er kennt diese Gefühle und Prozesse ja von sich. Aber das Ergebnis einer Warnung ist dann immer noch ein Schnellschuss, statt mal in sich zu gehen, wenigstens ein wenig Demut an den Tag zu legen und zu versuchen da einen Zusammenhang zu sehen.

    Zitat von Martin S.

    - sind schnelle Antworten in irgendeiner Form ehrlicher weil sie schneller sind?

    Hallo,

    kann meinetwegen für Partneranbahnung gelten. Ich bin aber wegen meiner Sucht hier. Und das heißt mindestens für mich, das ich versuchen muss, meine Gefühle zu sortieren und zu formulieren, um über die Zeit da wieder eine "Normalität", die ich durch den Gebrauch des Suchtmittels in "Schutt und Asche" gelegt habe, reinzubringen und zu erhalten. Und das geht nun mal nicht mit Schnellschüssen.
    Das ist ein Aspekt, den ich zu bedenken gebe.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von hoppegarten

    Auch wenn dann einigen Usern vorgeworfen wird, in irgendwelchen Ecken nach Staub zu suchen, ist das Suchen in den Ecken und das Hinweisen auf die Lüge immer noch besser,


    Hallo,

    hat für mich auch was mit Mut zu tun, auf Lügen hinzuweisen und dafür keinen Beifall zu kassieren, im Gegenteil - sich dann noch "verbalen Müll" darauf "anhören" zu müssen. Aber da kommt dann wieder der Gelassenheitsspruch... kann ich nicht ändern und kann es inzwischen auch unterscheiden.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von silberkralle

    sich selbst + anderen gegenüber ehrlich sein müssen


    Hallo,

    so sehe ich das auch. Wobei für mich das größere Problem die Selbstlüge ist. Höre ich auf, mich selbst zu belügen, kann ich auch anderen gegenüber ehrlich sein. Aber welcher Süchtige belügt sich nicht gewaltig selbst. Es gehört zum Prozess der Trockenwerdens das zu erkennen und abzustellen.
    Als ich noch gesoffen habe, habe ich anderen gegenüber nur zugegeben, was mir unbestreitbar nachgewiesen wurde, wie hier. Aber das war dann auch nur ein Lippenbekenntnis und am "Ganzen" hat das nichts geändert.
    Am Anfang meiner Trockenheit bin ich auf jemanden "reingefallen", der mich von vorne bis hinten belogen hat. Das war eine große Enttäuschung für mich. Daraus habe ich gelernt, anderer Leute Probleme nicht zu meinen zu machen.
    Fazit: Solange jemand lügt, ist das nasses Verhalten, auch wenn das Suchtmittel weggelassen wurde... also kein Trockenprozess, sondern Trinkpause. Und solchen Leuten ist bekanntlich nicht zu helfen, wenn sie es nicht selbst wirklich wollen.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Martin S.

    :arrow: Fakt: Ich möchte (wenn es nicht extrem wichtig ist) nix annehmen wovon ich nicht wirklich und echt überzeugt bin - das sind dann die schwächsten Glieder der ganzen Kette die am ehesten reissen.

    Hallo Martin S.,

    Fakt ist folgendes: Nachdem ich viele vergebliche Versuche mit Trinkpausen gemacht habe, war ich am Ende. Ich habe die Demut besessen, das zuzugeben und mir helfen zu lassen... Und ich habe alle Hilfe angenommen, die ich kriegen konnte. Wenn mir einer was gesagt hat, was sich mir nicht gleich erschlossen hat, habe ich es mitgenommen und nicht gleich das Gegenteil behauptet. In den meisten Fällen hat sich später heraus gestellt, dass diese Menschen recht hatten. Und das schwache Glied in der Kette waren und sind nicht die Ratschläge der anderen, sondern ICH.


    Zitat von hoppegarten

    @ HansHa

    Am Anfang waren das auch nicht meine Gedankengänge. Erst nach mehreren Rückfällen.

    Erst dann war mir klar, dass ich die Krankheit entweder radikal und konsequent angehe oder weiterhin nach Methode "WischiWaschi" vorgehe und es dann auch ganz lassen kann.

    Hallo hoppegarten,

    das schließt ja die Trockenheit nicht aus. Ich habe damit nur gemeint, dass die für mich klar gesetzte Grenze sehr hilfreich beim Setzen von Prioritäten war und ist. Ist vielleicht auch eine Wechselwirkung zwischen Grenze und Priorität.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Karsten

    Wenn ich hier aus meiner Sicht immer anecke, muss ich mich verändern oder gehen. So einfach ist das.


    Hallo Karsten,

    ich für meinen Teil habe oft den Eindruck, dass einige hier sind, um anzuecken, aus welchen Motivationen heraus auch immer. Sonst würde nicht auf Biegen und Brechen versucht, Meinungen durchzudrücken, die von der (nach meinem Eindruck oft schweigenden) Mehrheit nicht akzeptiert werden. Und wenn hier über die Vorteile einer realen SHG schwadroniert wird, kann ich dazu nur sagen, dass aus meiner Erfahrung so manche reale SHG nicht so geduldig wäre, wie Dein Forum.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von hoppegarten

    Ich stellte mir die Frage, ob ich meinen Körper vom Alkohol befreien will oder nicht.


    Hallo,

    das war für mich nicht der wirkliche Grund, jedenfalls nicht am Anfang. Bei mir ging es darum eine Grenze zu ziehen, an die ich mich halten kann. Mit einer klaren Grenze und einem klaren Kopf "erwischt" man dann das sich einschleichende Suchtgedächtnis viel besser.

    Da zählt für mich auch dieser Gedanke (Ohne jetzt Schelte verteilen zu wollen, einfach mal zum drüber denken):

    Zitat von Martin S.

    Es war ein Geschenk und ich selbst würde mir sowas nicht kaufen


    Richtige Konsequenz bei mir wäre Ablehnen des Geschenks oder die Entsorgung gewesen.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Frank P.

    Diese Woche keine SHG,dafür nächste Woche und genau an diesem Tag habe ich meinen "Runden"


    Hallo Frank,

    für mich gab es als Neuling keinen Grund, nicht zur Selbsthilfegruppe zu gehen. Es ist immer noch so, dass ich äußerst selten fehle. Das ist für mich eine Sache der Prioritäten, die ich mir gesetzt habe.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Frank P.

    Habe mich schon früher damit "erwischt" mich selbst "flüssig" zu belohnen - das macht mich nun nachdenklich.


    Hallo Frank,

    war bei mir auch ein großer Anteil und ist ein Grund das Thema Suchtverlagerung nicht zu unterschätzen. Eine "Ersatzbelohnung" sollte schon her - aber eben nicht unkontrolliert übertreiben.

    Schönen Tag

    H.

    PS: Das ist aus einem anderen Thread:

    Zitat von Frank P.

    ansonsten finde ich Deine Geschichte recht geradlinig

    Ich schreibe dort nicht mehr, weil ich finde, dass diese Geschichte voller, sagen wir mal, Ungereimtheiten steckt und mein Gefühl ganz laut "ACHTUNG!!!" schreit.

    Zitat von silberkralle

    ich kenne leider etwa 120 leute die mit "alkoholfreiem" sekt oder "alkoholfreiem" bier gematscht haben - die hatten alle=100% n rückfall (z.t nach erschreckend kurzer zeit) + nur einige davon hams geschaft danach wieder trocken zu werden
    s is das aussehen+ der geschmack + das ritual < was triggert


    Hallo,

    das ist nach meiner Ansicht falsch. Wenn ich anfange "alkfrei" zu trinken, ist der Rückfall doch schon da. Ich belüge mich einfach nur selbst und die anderen, um nicht den Tatsachen und notwendigen Konsequenzen ins Auge blicken zu müssen.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Frank P.

    Es wird sich alles entwickeln und dazu braucht es Zeit die ich meinem Körper und Geist geben werde.


    Hallo Frank,

    genau so habe ich das damals auch gesehen. Nur nicht unter Druck setzen lassen oder zu viel vornehmen - aber auch nicht "verfaulen". Das ist Gefühlssache und bei jedem anders. An die groben Strukturen, die ich mir am Anfang zugelegt habe, halte ich immer noch.
    Ich habe damals den Hinweis erhalten, dass ich mir nicht zu viel vornehmen und auch nicht zu viel erwarten soll. Wenn die Anfangseuphorie sich erst mal gelegt hat, kann sonst das Suchtgedächtnis leichter wieder zuzuschlagen.

    Schönes, Gesundes und Trockenes Neues Jahr an alle

    H.

    "Aushalten" bedeutet für mich einen ständigen Kampf gegen den Konsum führen zu müssen. So wie früher in meinen Trinkpausen. Da war der Alkohol ständig in meinen Gedanken präsent. Es hat mich viel Kraft gekostet gegen dieses Gefühl zu kämpfen und es ist auch nach mehreren Wochen nicht besser geworden. Erst als ich erkannt habe, dass ich krank (süchtig) bin und ich mich vor dem Suchtmittel ergeben habe, hat ein anderer gedanklicher Prozess eingesetzt.
    Ich habe hier neulich irgendwo gelesen, dass eine Trinkpause weniger anstrengend als die Trockenheit ist. Das habe ich damals auch immer gedacht. Erst während meiner Therapie ist mir bewusst geworden, wie ich mich in den Trinkpausen gequält habe. Das hat dann auch später u. a. dazu geführt, dass ich es nicht mehr geschafft habe, mehrere Tage nicht zu trinken.

    Hallo,

    Zitat von Frank P.

    Trinkpause nun frage ich mich wie definiert ein Alkoholiker eine Pause?


    ich habe in meiner Anfangzeit mal diese Definition von jemanden bekommen: "Trinkpause ist das Aushalten des Nichttrinkens".
    Das war und ist für mich nachvollziehbar.

    Zitat von Frank P.

    Oder besser gefragt wielange geht so eine Pause?


    Ich kenne ein extremes Beispiel. Da hat es jemand 17 Jahre ausgehalten, auch mit Unterstützung von Medis, nicht zu trinken. Diese Entscheidung kann letztendlich nur jeder, wie auch die Entscheidung Alkoholiker zu sein (oder nicht), für sich selbst treffen. Aber es gibt immer Hinweise für andere trockene Süchtige auf "nasses Verhalten". Warnungen in dieser Beziehung sollten, vor allen Dingen in der Anfangszeit, ernst genommen werden.

    Guten Rutsch

    H.

    Zitat von Penta

    Mir ist diese Frage und meine Antwort darauf wichtig.


    Und genau das ist der Punkt. Deine Antwort ist die entscheidende und nicht die Erklärungsversuche anderer. Die können höchstens in eine Richtung zeigen oder kapitale Irrtümer versuchen richtig stellen.