Beiträge von HansHa

    Zitat von Paul P.

    es löst nunmal kein Craving aus obgleich es mir klar ist das ich diese Getränle keinesfalls zu mir nehmem sollte nur weil es kein Bier ist...


    Hallo,

    das ist genau wie bei mir, am Ende meiner Trinkpausen. Da mein Suchtgedächtnis "wusste", dass es mich nicht anders kriegt, hat es mir eben vorgemacht, dass ich jetzt unbedingt ein kaltes Bier trinken muss... aber nur weil es das einzige ist, was den Durst auch löscht.
    Ich habe gelernt, dass sich das Suchtgedächtnis immer den schwächsten Ansatzpunkt "sucht" und Hartmut hat es genau richtig beschrieben. Wenn ich mich in eine Diskussion über die Art des Suchtmittels einlasse, bin ich schon wieder beim nassen Denken. Ich für mich brauche nicht mehr zu entscheiden, welcher Art mein alkoholisches Getränk war oder sein wird.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von FrankyFresh

    Dieser rücksichstlose und trügerische Geselle versucht es doch immer wieder, am liebsten bei: Stress, Müdigkeit, Einsamkeit, Unzufriedenheit, Selbstmitleid, Allesegalgefühl, etc.


    Hallo Frank,

    schon mal darüber nachgedacht, ob "der Geselle" nicht auch seine Hand bei diesen Gefühlen im Spiel hat? Der ist nämlich schlau und kommt schon mal verkappt daher.

    Schönen Tag

    H.

    Hallo Kevin,

    wie lange trinkst Du jetzt nicht mehr?

    Ich lese hier alle möglichen Tipps, aber was ist eigentlich mit einigen Grundsätzen. Haben die wieder alle vergessen?
    Mir wurde dringend geraten, und ich habe mich auch daran gehalten, keine Beziehung im ersten trockenen Jahr einzugehen. Wie kann ich denn als instabile Person eine, möglichst noch stabile, Beziehung anstreben? Das ist doch Selbstüberschätzung vom Feinsten und wird bei dem "Rumgeeiere" wohl weder zu einer Beziehung noch zur Trockenheit führen.

    Ich für meinen Teil habe meine Lebensführung noch Prioritäten geordnet. Und da steht eben die Trockenheit an unverrückbar erster Stelle.

    Schönen Tag

    H.

    Hallo Xenica,

    das Gute an meiner zufriedenen Trockenheit ist, dass es mir total egal ist, was Du findest. Als ich noch getrunken habe, war das anders.
    Wichtig war bei meinem Beitrag, was ich für ein Gefühl zu der schon zitierten Aussage hatte.

    Bis dann

    H.

    Zitat von Lebenshungrige

    Du bist doch ein Glückspilz! :D


    Hallo Wolfgang,

    da möchte ich mich mal anschließen, auch auf die Gefahr hin, dass das abgedroschen klingt. Wie wäre es, wenn Du den "Berg" als "normalen Weg" sehen würdest.
    Ich bin auch körperlich nicht sehr gesund und kann nicht arbeiten. Aber ich habe das akzeptiert und hadere nicht mit meinem Schicksal. Ich habe nicht mehr den Anspruch glücklich zu werden oder zu sein, sondern mein Ziel ist die Zufriedenheit. Wenn sich dann zufällig noch ab und zu ein paar Momente des Glücks einstellen - was will ich mehr.

    Schönen Tag

    H.

    Hallo Pittchen,

    ungefähr wie Du es beschreibst ist es bei mir auch gelaufen. Das mit dem Tiefpunkt erkläre ich mir so, dass bis dahin noch ein "Schutzmechanismus" des Gehirns aktiv ist, der es uns selbst ermöglicht, dass wir mit den Lügen gegenüber uns selbst leben können.
    Für mich wird durch den Tiefpunkt so ein tiefes Gefühl ausgelöst, dass wir plötzlich die Wahrheit klar vor uns sehen können. Deshalb sollte dieses Gefühl auch nicht verdrängt werden, ich versuche jedenfalls mich regelmäßig daran zu erinnern.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Robert2010

    , und da darf jeder sagen....hoffe das ich es schaffe


    Hallo,

    genau das darf er, aber nicht total motivationslos:

    Zitat

    Bin mal gespannt wie lange ich das durchhalte,

    ... und damit für mich schon verkündet: Eigentlich will ich das gar nicht.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Kevin74

    Morgen muß ich zum Arzt,er soll mir ein Beruhigungsmittel aufschreiben wenns mal eng wird.


    Hallo,

    ich kenne kein "Beruhigungsmittel" ohne Suchtpotential. Das bedeutet dann von einer Sucht in die andere zu rutschen.
    Beispiel: Ich kannte einen Alkoholiker, der sehr lange nicht getrunken hat. Dann trank er wieder und er war innerhalb von einem halben Jahr tot. Nachher hat sich herausgestellt, dass er eine massive Suchtverlagerung zu Medikamenten hinter sich hatte und niemals wirklich trocken war. Und das mit ärztlicher Unterstützung. Diesem Arzt fehlte dann anscheinend doch das entsprechende Wissen.
    Auch der nicht trinkende Alkoholiker, der sich jeden Abend die Rübe zukifft, ist nicht trocken.
    Das bedeutet für mich, dass ich, vor allen Dingen in meiner Anfangszeit, heftig darauf achte, dass so etwas bei mir nicht statt findet, weder Stoff gebunden noch Stoff ungebunden.
    Eigentlich rutscht man nur von der einen Sche... in die andere. Auch wenn's anders stinkt.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von zhig

    ..kann ich mir z.Zt.überhaupt nicht vorstellen,da ich ja auch irgendwie Geld verdienen muss..


    Hallo,

    das ist dann wohl wieder die Frage nach den Prioritäten.
    Kannst Du dauerhaft "irgend wie Geld verdienen" wenn Du trinkst?
    Bei mir ist die oberste Priorität meine Trockenheit. Ohne Alkohol habe ich "die halbe Miete schon eingefahren".

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von sabine1

    Für mich ist es am schlimmsten, wenn jeder weiss, dass ich zur Entwöhnung bin, die Kinder womöglich blöd angesprochen werden, das sind meine Ängste.


    Was ist schlimmer, wenn die Leute darüber reden, dass Du ständig besoffen bist und die Kinder vernachlässigst (passiert unweigerlich) oder das Du es geschafft hast, trocken zu werden???

    Zitat von sabine1

    Eine Entwöhnung mit 6 Wochen Dauer kann ich mir schon rein beruflich zur Zeit nicht leisten.


    Hallo,

    kannst Du dir das Trinken "rein beruflich" leisten???
    Als ich trocken geworden bin, musste ich meine Prioritäten neu ordnen. Die erste ist nicht zu trinken!!!

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Lebenshungrige

    Denkt ihr "alten Hasen" auch noch jeden Tag an Alkohol? Müsst ihr jeden Tag kämpfen, trocken zu bleiben?


    Hallo,

    zäumen wir das Pferd doch mal anders herum auf. Wenn es bei mir noch so wäre, könnte ich absehen, dass ich den Kampf bald verlieren werde. Das würde bedeuten, dass ich nur eine Trinkpause mache und mich nicht vor meiner Sucht und meinem Suchtmittel ergeben habe. Nur dann kann ich mit meiner Sucht leben ohne zu kämpfen.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Lütze

    Ich glaube also nicht,daß da irgendwie Gefahr bestand.


    Hallo Lütze,

    nicht sauer sein, aber mit Glauben hat das nichts zu tun. Mir hat auch mal jemand Schokokugeln angeboten, die aussahen wie M..., waren aber mit Eierlikör gefüllt. Die sind so rausgeflogen wie sie reingekommen sind.
    Für mich beginnt die Gefahr mit dem Überschreiten einer Grenze, mag auch eine selbst gesetzte sein. Wenn mir so etwas passiert, muss ich mich fragen, ob ich nicht zu sorglos war und anfange meine eigenen Grenzen einzureißen. Vielleicht hat mir mein Suchtgedächtnis ja eine Falle gestellt und ich habe den Alkohol in Kauf genommen :?::?::?: Und beim nächsten Mal wird wieder ein Stück Grenze mehr überschritten. Also immer schön aufpassen :!:

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von -Maria-

    Zum anderen, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was mir langfristig hilft, gar nicht mehr Druck so aufzubauen und zu gucken, was mir eine Art Grundruhe verschafft. Für mich zählen da Dinge zu, wie liebevoll mit mir umzugehen, für mich herauszufinden, was tut mir gut und was ist hingegen Gift für mich.

    Hallo,

    so ähnlich ist es bei mir auch. Ich habe mich beobachtet und versucht heraus zu bekommen, was die Gründe waren und sind, die mich in Richtung Suchtdruck treiben oder getrieben haben. So versuche ich schon bei meinen "normalen" Handlungen solche Situationen zu vermeiden. Im weitesten Sinne vielleicht vergleichbar mit der Chaostheorie, also dem Flügelschlag eines Schmetterlings, der an anderer Stelle einen Sturm auslöst. Natürlich funktioniert das nicht immer, aber ich bilde mir ein, ein gutes Gefühl dafür entwickelt zu haben.

    Schönen Tag

    H.

    Zitat von Jabo

    Aber sollte es zu einem Rückfall kommen, wie schon geschehen, bin ich für meine Frau nur ein Egoist. Der nur an sich selbst denkt.


    Das bin ich auch gewesen, als ich trocken geworden bin. Ich glaube, dass man das sein muss um trocken zu werden.

    Zitat von Jabo

    Im Moment habe ich keine Vorstellungen, was ich mir Gutes tun könnte um das Suchtgedächtnis zum Schweigen zu bringen.


    Ich weiß nicht was Du machen kannst, dazu kenne ich Dich zu wenig. Aber ich weiß was Du nicht machen darfst ---->>> TRINKEN.
    Um nicht wieder einzusacken, habe ich immer darauf geachtet, dass ich mich nicht in den Gedanken des Trinkens hinein steigere. Das ist mir immer wieder passiert, wenn ich mal eine Trinkpause gemacht habe. Irgend wie ablenken, z. B. den Magen mit richtig viel Wasser füllen, mit was anderem (z. B. Buch) beschäftigen, hat bei mir immer geholfen.

    Zitat von Jabo

    Alles in mich Rein fressen bist der Druck zu groß wird und sich dann mit der Sauferei entlädt.


    Hallo,

    bei mir hat sich beim Saufen nie was entladen, ich konnte höchstens ein Verschieben erreichen und meistens war nach dem Saufen alles noch schlimmer, weil das dazu kam.
    Sonst kann ich MrHardcore zustimmen. Das sieht mir verdächtig so aus, als wenn der Rückfall im Kopf schon passiert ist und nur noch der Griff zur Flasche fehlt.
    Das soll kein persönlicher Angriff oder eine Unterstellung sein, sondern nur ein Hinweis, der auf Erfahrung beruht.

    Schönen Tag

    H.