Beiträge von inga

    Hallo Joanne,

    es ist gut, daß Du es bereits aufgeschrieben hast, daß DU die Spielregeln ändern willst. Ich lese bei Dir raus, daß Dein Mann Dich von Anfang nur belogen hat. Beispielsweise bezweifle ich, daß die Ärzte ihm gesagt hätten, er hätte kein Problem.

    Auch dieses "falsch verstanden" oder "so etwas nie gesagt zu haben" kommt mir sehr sehr bekannt vor. Deine Reaktion heute war richtig.

    Wie verbringst Du Weihnachten? Was macht Deine Wohnungssuche?

    Ich wünsch Dir und Deiner Tochter was
    lg inga

    Hallo Melanie,

    auch ich habe so etwas wie eine Mauer. Diese Mauer ist bei mir allerdings ein großer abgeschlossener Raum mit dicken weißgestrichenen Sandsteinmauern. Mein Raum hat Türen. Ich brauche meinen Raum als Zufluchtsort und möchte ihn nicht einreißen. Allerdings verlasse ich ihn auch, wenn es mir selig gut geht.

    lg inga

    Hallo Joanne,

    schlimm wie es jetzt bei Dir ist. Such Dir eine andere Wohnung, Du kannst eigentlich nur noch eines: Dich trennen. Dein Mann wird wohl die Therapie nicht durchhalten oder anschließend wieder anfangen zu trinken, und zwar in einer höheren Menge als jetzt. Bei Deinem Mann ist nichts "angekommen". Er trauert dem Alkohol hinterher (das erinnert mich an meinen Ex, immer wenn er im KH wegen irgendwelchen zugezogenen Unfällen lag, hat er den Zeiten mit seinem !! Bier nachgetrauert). Geh!

    Ich drück Dich mal schnell noch, bevor ich mich auf meine letzte Runde mit meinen Beiden mache,

    lg inga

    Hallo Joanne,

    Deine Erkenntnis:

    Zitat von Joanne

    Dann hätte er es wie er es will,ich mache den Haushalt und gehe arbeiten und er kann trinken wann und wo er will

    solltest Du Dir groß aufschreiben und für Dich gut sichtbar aufbewahren, vielleicht mit einem kleinen Zusatz: .... und er kann trinken wann und wo und wieviel er will.

    Ich wünsch Dir was,
    lg inga

    Hallo Aleksa,

    als ich hierher fand, sah es in mir nicht anders aus als bei Dir. Ich fühlte mich damals unteranderem allein und dachte, auf der ganzen Welt gäbe es niemanden, der mich verstehen würde. Diese Erkenntnis, daß das nicht stimmt, hast Du selber schon.

    Zu Anfang habe ich hier nur gelesen. Und geheult, geheult weil hier andere von Dingen schrieben, die ich auch erlebt hatte und damals noch erleben mußte. Trennung? Na, ich doch nicht. Dann kamen die vielen "harten Nüsse" für mich. Und viele kleine Schritte bis zum Heute.

    Ich bin jetzt seit einem Jahr getrennt und möchte um Gottes Willen die Zeit mit ihm nicht wieder haben. Er ist zwar noch nicht hundertprozentig aus meinem Leben, da wir in einer Stadt wohnen und er immer noch versucht, sein "gutes altes Leben" zurück zu bekommen, aber nicht mehr mit mir. Das wiederum ist hundertprozentig sicher.

    Ich wünsch Dir einen schönen Restnachmittag nach diesem schneereichen Tag,
    lg inga

    Hallo Aleksa,

    jeder Mensch ist etwas Besonderes. Du und ich und alle anderen auch. Deswegen hat aber niemand das Recht, mich an meine Grenzen zu bringen oder mich körperlich und/oder seelisch kaputt zu machen.

    Ich habe hier im Forum viele "harte Nüsse" für mich erkannt und kaue auf den meisten davon noch herum. Einige davon waren (sind) für mich:

    :shock: ich kann ihn nicht ändern
    :shock: ich kann ihn nicht vom Trinken oder besser gesagt Saufen abhalten
    :shock: ich kann ihn nicht hindern, mich schlecht und fies zu behandeln (ich kann aber gehen)
    :shock: wenn ich länger bleibe, schaufle ich mit an seinem Grab (geht für ihn eben halt schneller hinein zu kommen)
    :shock: egal was ich tue, aus seiner Sicht bin ich immer der Sündenbock

    lg inga

    Hallo Aleksa,

    jetzt im Moment ist das Wort Trennung für Dich ein Schreckgespenst. Es will Dich hier auch niemand dazu überreden. Die, die sich getrennt haben (ich bin auch so eine), sind aus eigener Erkenntnis dahin gekommen. Alle auf verschiedenen Wegen. Laß´ doch einfach erst einmal den Gedanken Trennung außen vor und fang an, an Dich zu denken und etwas zu tun. Du hast doch sicherlich Vorstellungen von einer gut funktionierenden Beziehung und eigene Wünsche. Wenn nicht nimm Dir die Zeit, Dir darüber Gedanken zu machen.

    Zitat von Aleksa

    Er müsste doch wissen wie es ist, sein Vater ist schwerer Alkoholiker! Er hat doch mit angesehen wie das seiner Mutter zugesetzt hat.

    Ein Beispiel: Mein Ex ist adoptiert. Seine leiblichen Eltern sind Alkoholiker, sein leiblicher Vater verstorben. Sein Adoptivvater ist Alkoholiker, seine Adoptivmutter hat sich nach 30 Jahren Ehe scheiden lassen, weil es gar nicht mehr ging. Das hat er seiner Adoptivmutter bis heute nicht verziehen. Er selbst hängt seit seinem 14. Lebensjahr an der Flasche. Mein Ex weiß ganz genau wie ein nasser Alkoholiker enden wird, wenn er nichts dagegen tut, er zeigt auf andere Alkoholiker mit Fingern und beschimpft sie. Denn er ist etwas Besseres und bei ihm ist alles nicht so schlimm, trotz der hohen täglichen Alkoholmenge. Er müßte es auch wissen wie es ist. Er will es aber in Bezug auf sich selbst nicht wahrhaben.

    Zitat von Aleksa

    Er scheint bloß nicht zu verstehen, dass mit der letzten entsorgten Flasche nicht alles ausgestanden ist.

    Wie denn, die Sucht ist stärker als das Verstehen können.

    Zitat von Aleksa

    Ich weiß das es an der Zeit ist mich selbst ins Gebet zu nehmen, aber genau davor habe ich tierische Angst

    Probier es doch einfach und laß dabei mal den Gedanken an ihn weg. Ist nicht ganz einfach, aber es geht.

    Zitat von Aleksa

    habe Angst eine Entscheidung zu treffen die vielleicht doch nicht richtig ist.

    Du triffst täglich Entscheidungen, zur Zeit die, ihn in seiner Sucht zu unterstützen.

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend
    lg inga

    Hallo Emma,

    darüber habe ich nach meiner letzten zerbrochenen Beziehung auch viel nachgedacht:

    Zitat von Emma

    Oder, weiß von euch jemand, was dahinter steckt, wenn sich ein Mann
    mit allen Tricks an eine Frau ran macht und dann wenn er sie hat, und die
    ist nicht sehr gehorsam, schießt er sie wieder ab.
    Und dann nach 2 Wochen passiert der nächste Galaauftritt, wieder
    kommt es zur Verführung, zu Abenteuer, Harmonie und schöner Versprechungen, aber sobald die Prinzessin irgendetwas in Frage stellt, wird sie wieder abgeschossen.

    Unselbständigkeit und überzogene Ansprüche sowie das nicht ernstnehmen von Frauen. Ob es stimmt, weiß ich nicht, das ist ja auch nur meine eigene Erkenntnis meiner eigenen Erfahrungen.

    Zitat von Emma

    Nun ja, das ist mittlerweile vorbei und ich habs überstanden.

    Und jetzt fängst Du an, in Dich selbst hineinzugucken. Du guckst jetzt, weshalb Du Dich (manchmal) einsam fühlst. Stimmts? Jetzt wirst Du selbst Dein eigener und bester Freund. (Für mich selbst habe ich dieses Ziel noch nicht erreicht, bin aber auf diesem Weg schon ein ganzes Stück vorangekommen.)

    lg inga

    Hallo Joanne,

    fühlst Dich allein und verlassen? - Bist Du nicht.

    Mit der Sache mit dem Auto kann ich mitfühlen. Vor einigen Wochen ist jemand auf mein parkendes Auto aufgefahren, weil sie es in der Parklücke nicht gesehen hatte, jetzt ist die ganze Sache vor einem Anwalt gelandet. So etwas tut weh. Darum laß Dich mal in den Arm nehmen und trösten.

    Suchst Du Dir einen anderen Psychologen? Vielleicht hat zwischen euch beiden die Chemie nicht gestimmt? Ich würde wenigstens noch einen Anlauf unternehmen.

    lg inga

    Hallo nach vorne,

    ist Dir auch klar, daß Du in ihrem Leben die ewige zweite Geige spielst und immer spielen wirst? Die erste ist besetzt. Die erste Geige hat immer Zeit für Deine Freundin, sie löst sogar ihre Probleme (aus ihrer Sicht).

    Ich habe bei Dir nicht herauslesen können, weshalb Du Dich genau getrennt hast. Wegen des Alkohols und den damit verbundenen Strapazen, o.k. ich weiß. Aber Du hast etwas vergessen. Da war auf jeden Fall noch etwas. Stimmt´s? Denn um den Schritt Auszug zu gehen, muß schon gewaltig etwas vorliegen.

    Bei mir waren es meine Gefühle, mir ging es nämlich extrem schlecht und ich fühlte mich benutzt.

    lg inga

    Hallo Emma,

    bei mir bleiben einige Fragen:

    Zitat von Emma

    - ich habe gelernt, alleine den Alltag zu managen

    Konntest Du Deinen Alltag vorher nicht alleine managen? Brauchst Du dazu einen kranken Menschen, um Dein Leben auf die Reihe zu bekommen?

    Zitat von Emma

    - habe meine seelische Balance stabilisieren können

    Was war noch einmal der Grund, der Dich so sehr aus dem seelischen Gleichgewicht brachte, daß Du viele Kilometer weit fluchtartig weggezogen bist, Deinen Freundes- und Bekanntenkreis aufgegeben und Dir eine neue Arbeitsstelle gesucht hast?

    Zitat von Emma

    - bin wieder fantasievoll
    - bin wieder dynamisch und denke realistisch

    Was raubte Dir Deine Fantasie und Deine Dynamik? Wielange wirst Du sie behalten können? Ist es realistisch, daß ein nasser Alkoholiker alles und jeden hintenan stellt? Ein gesunder Mensch fühlt sich also davon angezogen, immer hintenangestellt zu werden?

    Kann ich überhaupt vor einem Menschen Respekt haben, der mich seelisch mit Füßen tritt und mir meine Energie raubt?

    Eine Frage habe ich immer noch, aber sei mir bitte nicht böse:
    Geht es Dir überhaupt um Deinen (Ex-?)Partner oder geht es Dir um das Haus mit dem Garten?

    Ich wünsch Dir alles Gute
    lg inga

    Hallo Joanne,

    wenn Du vom Sport, vom Gang mit dem Hund oder von der Adventsausstellung nach Hause kommst, freust Du Dich noch darauf? Freust Du Dich auf Dein nach Hause kommen?

    Ich frage nur, weil ich solche Bauchgefühle lange Zeit ignoriert habe und mir gar nicht bewußt war, daß ich mich bei ihm nicht mehr wohlfühlte.

    lg inga

    Hallo Meem,

    Du hast schon erkannt, daß Du das Co gut vor Dir versteckt hast, daß Du bist an einem Punkt angekommen, wo es so nicht weitergeht und Du hast Dir bereits die Telefonnummer einer Suchtberatungsstelle herausgesucht. Ich finde, das ist schon viel.

    Am Ende muß nicht unbedingt die Trennung stehen, es gibt einige, wenn auch wenige, die es geschafft haben (ich gehöre nicht dazu, bei mir kam es zur Trennung).

    lg inga

    Hallo Emma,

    ein Gedanke, über den ich gestolpert bin: Dein Ex sucht sich im Frühjahr eine neue Frau aber so einfach ist das auch nicht.

    Ich habe Deine geplante Rückkehr so aufgefaßt, daß Du hoffst, Dein Ex hat sich zumindest etwas geändert. Hat er aber nicht, denn dann hätte er zumindest anfangen müssen, nachzudenken, weshalb Du Dich getrennt hast.

    Das klingt auch so nach Wegwerfgesellschaft: geht das mit der einen nicht gut, kommt eben halt die nächste dran, es gibt doch genügend. Hauptsache ich brauche an meinem Leben nichts ändern. Scheinbar werden nun aber die Rohstoffe knapp, den es ist nicht so mehr so einfach, Nachschub zu besorgen. :wink:

    lg inga

    Hallo Joanne,

    denk mal den Gedanken andersrum bzw. überleg mal wen Du vergessen hast:

    Zitat von Joanne

    ich will jedem alles recht machen und wenn mir das nicht gelingt,bin ich traurig und sauer auf mich

    Hättest Du nicht sagen sollen, Du will anderen alles recht machen und wenn Dir das nicht gelingt, bist Du traurig und sauer auf Dich? Weißt Du, ich war auch der Typ. Ein Typ, dem das Wohl der anderen wichtiger war als mein eigenes. Wohlgemerkt war! Ich habe mich geändert und bin auch immer noch dabei. Ist halt kein Prozeß von heute auf morgen und tut auch teilweise weh. Ich mußte es erst einmal erkennen, daß ich mich selbst in meinem Leben bis dahin vergessen hatte. Die Ursache, weshalb ich Co war, weshalb ich immer wieder Partner hatte, die unselbständig waren und Frauen brauchten, die sich aufopferten.

    Alles runterschlucken, damit es keinen Streit gibt, bringt nichts. Gar nichts. Das ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Und der kommt. Gewiß.

    lg inga

    Hallo arusha,

    dann sag ich Dir auch mal Tschüß :(


    Das mit Deinem Exmann wegen Eures Kindes schaffst Du auch: Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht. Auch wenn ich selbst nicht an Gott glaube, hat dieser Spruch mir in so mancher Krise geholfen, mich nicht ganz aufzugeben.

    Ich wünsch Euch beiden alle Gute

    lg inga

    Hallo Joanne,

    Zitat von Joanne

    Ich glaube ich könnte es eher verkraften wenn er mich nicht mehr lieben würde und sich von mir trennt,als ihn an den Alkohol zu verlieren

    Du hast ihn bereits an den Alkohol verloren. Er treibt sein Spiel mit Dir und fühlt sich mit seinem "Lebenspartner Alkohol" stark und unschlagbar. Du wirst nur für kochen, waschen, putzen und S.. gebraucht, weil sein Partner Alkohol dieses nicht kann. Später kommen noch einige andere pflegerische Maßnahmen wie etwa Verhinderung der Obdachlosigkeit hinzu. Wir kommen gegen diesen mächtigen Lebenspartner nicht an.

    Diese Erkenntnis habe ich erst nach der Trennung, als ich zeitlich und räumlich Abstand zu ihm hatte, in voller Wucht begriffen. Ich will es nie wieder.

    Noch ein Gefühl welches ich beim Lesen habe: er scheint gegen seine Kriegserlebnisse nichts zu unternehmen, weil er damit scheinbar ein Schutzschild aufgeben würde, hinter dem er sich immer wieder zu verschanzen scheint. Außerdem kann er damit andere auch so ziemlich gut erpressen. Zu jeder Medaille gehören zwei Seiten: seine Erlebnisse sind die eine und dieses "nicht verarbeiten wollen" die andere. Auf die eine Seite hat er keinen Einfluß mehr, die ist nämlich Vergangenheit (passiert ist passiert). Auf die andere Seite hat er Einfluß, damit leben ist nämlich Gegenwart. Einfluß wenn er denn dann will.

    Ich wünsch Deiner Tochter und Dir etwas.

    lg inga