Beiträge von inga

    Hallo Joanne,

    ich hatte mal eine Arbeitsstelle mit einem extrem aggressiven cholerischen Arbeitskollegen, der auch handgreiflich wurde, wenn es nicht nach seinem Willen ging. Ich bin damals zur Polizei gegangen und habe einen Kurs für Frauen unter dem Namen "Wehr dich" mitgemacht. Ich kann es Dir nur empfehlen, so etwas mitzumachen. Ich hatte danach übrigens Ruhe vor diesem Arbeitskollegen. Es hat mir auch im späteren Leben aus brenzlichen Situationen geholfen. Du lernst in solchen Kursen Dich selbst zu verteidigen, damit seelisch umzugehen und erfährst, welche rechtlichen Möglichkeiten Du hast. (Ganz nebenbei kannst Du neue Kontakte aufbauen :D )

    Das würde Dir wahrscheinlich einen Teil Deiner Angst vor Deinem Mann nehmen.

    Ich nehm Dich auch in den Arm, hoffentlich ist noch Platz dafür da.

    lg inga

    Hallo Joanne,

    Auch ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um die Trennung durchzuziehen. Anfangs hätte ich schon allein bei dem Gedanken, daß nur noch die Trennung hilft, heulen können. Ich habe damals verstärkt auf der anderen Seite (bei den trockenen Alkoholikern) gelesen und da erst so richtig den Satz :`Die beste Hilfe ist keine Hilfe´ begriffen.

    Ich denke, ich gehe recht in der Annahme, Du möchtest Deine jetzigen gesundheitlichen Probleme in Griff bekommen? Sie verschwinden dann, zwar langsam, aber sie verschwinden - eigene Erfahrung.

    Daß aus den Androhungen echte Handgreiflichkeiten werden geht manchmal schneller als man glaubt. Leider.

    Jetzt erst mal schlafen und Kraft sammeln, morgen gehst Du auf Deinem richtigen Weg weiter!!!

    lg inga

    Hallo desperate,

    solche Äußerungen nagen innerlich. Abhalten kannst Du ihn nicht, sollte er es wirklich tun, aber die Polizei kann es, die hat die entsprechenden Möglichkeiten. Das Beste, was Du tun kannst ist, der Polizei den Vorfall melden. Vielleicht hält ihm das sogar die Sinnlosigkeit seiner Ankündigung vor Augen.

    Sag Deinem Unterbewußtsein daß sein Selbsterhaltungstrieb größer sein wird, als der Mut diesen letzten Schritt mutwillig zu gehen.

    Schlaf gut ohne schlechtes Gewissen

    lg inga

    Hallo aino,

    ich mach mal weiter:

    :D ich kann mit meinen beiden Hunden solange und sooft rausgehen wie ich will
    :D ich kann in aller Ruhe wieder Bücher lesen
    :D ich kann wieder tanzen gehen (das hat gefehlt)
    :D an schönen lauen Abenden kann ich in meinem Garten bleiben solange ich will
    :D ich darf wieder mit jedem reden
    :D ich habe viel Zeit für mich
    :D ich habe (zu meinem großen Glück) meine alten Freunde wieder, auch wenn es wenige sind
    :D ich habe viel Zeit für meine Tochter
    :D ich muß mich nicht mehr rechtfertigen, mit wem ich Kontakt hatte und mit wem ich rede
    :D ich kann nachts wieder schlafen ohne ständig alle 2 bis 3 Stunden geweckt zu werden
    :D meine Wohnung ist wieder Qualmfrei

    lg inga

    :shock: Mit Bier, denn Bier enthält alle notwendigen Nährstoffe, da braucht man nichts essen!

    :shock: Bier macht schöne Haare und Haut, weil es Bierhefe enthält!

    :shock: Zähneputzen erübrigt sich auch, denn man ißt ja nichts!

    :shock: Essen ist Zeitverschwendung, es sei denn, es ist auf Feiern anderer Leute!

    :shock: Bier zählt nicht zum Alkohol, das sind ja keine harten Sachen!

    :shock: Waschen alle 6 Wochen reicht aus, wozu gibt es Deos und Parfüm!

    :shock: Ärzte machen nur Angst und Panik, täglich trinken ist nicht schädlich! Ärzte wollen verdienen.

    :shock: Inhaltstoffe von Bier erhöhen die Gedächtnisleistung!

    Diese Sprüche habe ich täglich teilweise mehrmals zu hören bekommen. Sie tun mir immer noch weh, weil da bei meinem Ex regelrecht Überzeugung hinter steckte und wohl auch noch stecken wird. Kann ich nicht mehr beurteilen, denn ich meide Kontakt.

    lg inga

    Hallo Joanne,

    und genau das ist es, am nächsten Tag tun sie so, als wäre nichts gewesen. Für sie ist die Welt in Ordnung wenn sie trinken, dann haben sie keine Probleme mehr und sollten sie hinterher eventuell nüchtern oder zumindest relativ nüchtern sein, haben sie das was vorher gewesen ist bereits vergessen oder verdrängt. Ich denke, gerade deshalb ist es für einen nassen Alkoholiker so schwer, aus dieser Suchtspirale herauszukommen.

    Und: keiner hier hat sich die Entscheidung zur Trennung leicht gemacht und niemandem fällt eine Trennung leicht!

    Meldest Du Dich auch hier, wenn Du mit Deiner Tochter in der Mutter-Kind-Kur bist? Ich freue mich darauf :D

    Schlaf gut

    lg inga

    Hallo Aino,

    Zitat von aino

    Seitdem XY Sonntag seine Sachen abgeholt hat, kann ich zwar abends gut einschlafen, werde aber jede Nacht zwischen 2 und 4 Uhr wach und fange an zu grübeln.

    Kenne ich auch. Ich bin nachts aufgestanden und habe mir tagsüber liegengebliebene Arbeiten vorgenommen. Sofern ich wieder müde wurde, bin ich wieder ins Bett und konnte weiterschlafen. Da ich etwas getan habe, konnte ich nicht grübeln, es hielt mich davon ab.

    Seine Sätze haben in meinem Unterbewußtsein genagt. Schlimm bei meinem Ex war immer. daß er diese runterziehenden und niedermachenden Sätze ("Die Prüfung schaffst Du sowieso nicht." Hab es aber doch geschafft, nur mit einem schlechteren Ergebnis als möglich gewesen wäre.) so nebenbei fallen ließ und gerade das saß.

    Zitat von aino

    Denn er hat nie getrunken, wenn die Kinder da waren.

    ... er (mein Ex) hat auch nie getrunken, wenn er merkte, ich wollte nicht mehr, weil ich mich zurückzog oder er brauchte wieder mal Geld. War er dann wieder allein oder das Kind im Bett, hat er das verpaßte umso mehr und sehr zügig nachgeholt. Er selbst wirkte erst ab einem bestimmten Quantum betrunken und er roch seltsamer Weise selten nach Alkohol. Verstehe ich bis heute nicht, weshalb man es bei ihm nie was gerochen hat.

    Zitat von aino

    Ich würde ihm gerne noch sagen, dass er mir etwas viel wichtigeres als Geld schuldet. nämlich ein respektvolles Beziehungsende. Das macht mir immer noch zu schaffen.

    Zwischen meinem Ex und mir steht noch viel Unausgesprochenes im Raum. Anfangs hat mich das ganz schlimm fertig gemacht. Bei mir ist es im Laufe der Monate seit der Trennung verblaßt. Ich habe etwas begriffen: Solange er nass ist, lebt er in einer anderen Welt und da ist es ihm vollkommen egal wie es mir geht oder ob zwischen uns noch Dinge offen sind. Er hat schon während unserer Beziehung für ihn unangenehme Dinge einfach ignoriert und sie "vergessen".

    Du hast 7 Wochen geschafft, jetzt fangen die nächsten 7 Wochen an die Du schaffst und danach kommen wieder 7 Wochen und wieder 7 Wochen und...

    Schlaf gut!

    lg inga

    Hallo Arusha,

    so etwas tut verdammt weh, sich von vermeintlichen Freunden zu trennen zu müssen. Ich habe wenige Freundinnen, noch nicht einmal an jedem Finger eine. Immer wenn ich einen Schlußstrich ziehen mußte (aus welchen Gründen und wo - es waren nicht jedes Mal Beziehungen - ist jetzt völlig gleich), sind einzelne Menschen geblieben, die mich nicht fallen gelassen sondern aufgefangen haben. Diese Menschen halte ich in allen Ehren, sie zähle ich zu meinen wahren Freunden und bin froh, sie zu haben.

    Bist Du wirklich einsam? Ich glaube eher, daß dieses Gefühl von Deinem momentanen Gefühlschaos kommt. Und dieses Chaos geht wieder. Hilf dem Chaos dabei und zeig ihm, daß Du Dir etwas wert bist! Laß es Dir richtig gut gehen (und einmal drücken).

    lg inga

    Hallo Joanne,

    ich knüpfe mal an Deine Frage an:

    Zitat von Joanne

    und dann,wie soll es denn dann weitergehen

    er säuft weiter und weiter in steigenden Mengen, ignoriert alle Krankheiten die dadurch entstehen, eines (vielleicht nahen) Tages ist er ein Pflegefall bzw. nahe dran und Du stemmst die Schulden, das Haus und ihn als Pflegefall auch noch dazu. Was dann? Dann wird das Haus auch verkauft, mit noch mehr Verlusten, denn Du bist auch am Ende. Was ist dann gewonnen?

    Ihm ging es dabei doch "gut", er hatte ja seinen Willen oder seine Geliebte, wie Du es treffend genannt hast. Mein Ex hat alle Krankheiten und Warnungen der Ärzte damit abgetan, daß ihm alle nur Angst machen wollten (ich eingeschlossen). Der Arzt gibt ihm noch fünf Jahre wenn er so weiter trinkt, dann steigt seine Leber ganz aus.

    Laß Dich mal von mir in den Arm nehmen, ich kann mich hineinversetzen, wie Du Dich fühlst.

    lg inga

    Hallo Arusha,

    find ich klasse. Weil Du ihm keine Macht mehr über Deine Zeit gegeben hast. (Hat er ja lange genug machen können.)

    Ich denke jetzt mal "fies": hat er Dir das Geld, welches er Dir noch schuldet, vielleicht sogar absichtlich nicht nicht dagelassen, um sich eine Möglichkeit offen zu lassen, mit Dir wieder Kontakt aufnehmen zu können?

    Diese Taktik hat mein Ex angewendet, nur bei mir handelt es sich um ein Schachspiel. Das ist aber ersetzbar. Für ihn war es aber der Aufhänger immer wieder wegen einer Kontaktaufnahme anzufangen.

    lg inga

    Hallo Joanne,

    Dein Ansatz,

    Zitat

    "ja aber nur wenn du nichts getrunken hast"

    ist sehr gut. Jetzt geht es ans Durchhalten. Das dürfte um einiges schwerer sein, ich weiß, das kenne ich nämlich von mir auch. Aber es geht! Dann kannst Du wirklich hoffen, daß er auf den richtigen Weg kommt.

    Seine Reaktion heute:

    Zitat

    er kommt nachhause,also betrunken ist er nicht,aber ich merke das er etwas getrunken hat,und pöppelt mich wieder blöde an, und dann kommt er wieder und fragt so blöd,was habe ich jetzt wieder verkehrt gemacht,immer soll ich daran schuld sein

    zeigt Dir doch, daß er glaubt, Dich mit ganz kleiner Anstrengung wieder auf den alten Weg zu bekommen. Du selbst merkst, daß er getrunken hat und er meint, Du würdest es nicht merken. Das ist mehr als Grund genug, die Termine beim Arzt wahr zu nehmen.

    Denk dran, niemand zwingt Dich zu etwas oder verlangt etwas von Dir. Wann Du welchen Schritt gehst, entscheidest Du - Du ganz allein.

    Ich denk an Dich und Deine Tochter und wünsch Dir Geduld

    lg inga

    Tu es Aino! Häng einen Zettel an die Tür mit der Aufschrift "Deine Sachen sind im Keller"!

    Das hat nichts mit mangelndem Selbstbewußtsein zu tun, das dürfte für ihn klar und deutlich sein und Du kannst anfangen, mit der ganzen Sache auch innerlich abzuschließen. Reduziert die Rückfallgefahr.

    Egal wie Du Dich entscheidest, Du schaffst es!

    lg inga

    Ich denke, die Reihenfolge funktioniert so rum: Tiefpunkt und dann erst wirkt Abschreckung gepaart mit Wissen um die Folgen. Und Abschreckung verhindert Rückfälle.

    Wenn ich da von mir mal ausgehe: Ich kannte und kenne Beziehungen (Ehen), wo die Partner von nassen Alkoholikern sehr schlecht behandelt wurden und werden. Trotzdem bin ich eine Beziehung mit einem nassen Alkoholiker eingegangen. Heute haben diese (meistens) Ehen in meiner Umgebung (Wohnort, Arbeitskollegen, Bekannte) eine Abschreckung auf mich: nie wieder eine Beziehung mit einem nassen Alkoholiker.

    lg inga

    Hallo Arusha,

    ich mache Hundesport (wandern, Fahrradtouren, zelten, Spurensuche und vieles mehr). In meinem Verein sind Kinder willkommen, daher kann ich meine Tochter mitnehmen. Seinetwegen habe ich das nach und nach aufgegeben, weil er aus seinen vier Wänden nicht heraus wollte, dort gibt es nämlich keinen Fernseher und in der Öffentlichkeit trinken mag er nicht, nur in seinen vier Wänden oder bei Familienfeiern.

    Er wollte nie mit zum Verein kommen, mein Umgang gefiel ihm nicht, Alkohol steht dort nicht auf der Tagesordnung. Ich weiß, es war sehr dumm von mir so etwas auf zu geben, aber ich habe es ihm zuliebe getan. Heute sage ich ehrlich: leider. Was macht man nicht alles aus Liebe.

    Ich freu mich, daß es Dir gut geht. Hab keine Angst, wenn es mal anders ist, wir fangen Dich auf (ich übe schon mal Arme aufhalten, damit Du sanft landest). Wenn es mir mal gut ging, hat er mir immer unterstellt, da würde ein anderer Mann dahinterstecken. War aber nie so, was hab ich mich deshalb vor ihm gerechtfertigt, ein großer Fehler - weiß ich heute.

    Schlaf und träum gut,

    lg inga

    Hallo Aino,

    es ist schwer jemanden wieder zu sehen, wenn noch Gefühle da sind, kenne ich nur zu gut. Ich hätte seine Sachen in ein Paket gepackt, zur Paketannahmestelle gebracht und es ihm geschickt oder ihm das Paket von jemand anderem vor die Tür stellen lassen (eventuell bei Nachbarn abgeben). So umgehe ich einmal die Kontaktaufnahme zwecks Sachen, bin die Sachen los und kann nun auch ein kleines Stückchen von ihm wieder "loslassen" (ist sehr schwer).

    Ich habe damals seine Sachen gepackt und sie ihm bei der Trennung gleich in die Hand gedrückt. War, glaube ich, das beste was ich machen konnte. Ich bin nämlich auch rückfallgefährdet.

    lg inga

    Hallo Arusha,

    ich habe vor ihm jahrelang ein Hobby ausgeübt, ein sehr zeitintensives. Im Laufe der Beziehung habe ich es immer weniger gemacht, es schleifen lassen, bis ich es aufgab. Er hat Stück für Stück dafür gesorgt. Der Grund dafür wurde mir erst nach der Trennung klar. Er sitzt den ganzen Tag vor dem Fernseher, trinkt und raucht, drückt sich vor jeder Arbeit. Ich war viel durch mein Hobby bedingt unterwegs. Für seine Sicht unakzeptabel. "Wie sieht das denn nach außen hin aus, er immer zuhause und ich unterwegs, was sollen denn die Leute sagen."

    Nach der Trennung habe ich wieder intensiv mit meinem Hobby angefangen und mir noch ein zweites zugelegt. Am Anfang habe ich mich dabei sogar geschämt, weil ich so verheult aussah und nervös beim Handyklingeln wurde. Von den Menschen dort kam niemals eine böse oder abfällige Bemerkung. Mit einigen dort konnte ich sogar darüber reden.

    Schlechte Gefühle habe ich, wenn ich ihn sehe, wie er körperlich immer mehr abbaut. Das tut immer noch weh, da hilft mir leider auch das Wissen nichts, daß er an diesem Raubbau seines Körpers und der Unfälle selbst Schuld ist und es in seiner Hand liegt, dem gegenzusteuern. Ist nun einmal so. Er läuft mir seit der Trennung sehr oft "ganz, ganz zufällig" über den Weg. Deshalb will ich von hier weg. Ich will ihn nicht mehr sehen, sicherlich ist das eine Art weglaufen, aber eine andere Lösung weiß ich nicht.

    Sein Abstürze erzeugen bei mir eine Mischung aus Mitleid und Hilflosigkeit meinerseits ihm gegenüber. Und ich will ihn nicht sterben sehen müssen.

    Deine Reaktion auf seinen Anruf heute find ich klasse. Solche passenden Antworten fallen mir immer erst hinterher ein, dann, wenn alles schon längst vorbei ist.

    Bei Deinem besten Freund fällt mir schon eine geraume Zeit immer wieder ein Lied ein, in dem es heißt: ....tausendmal berührt, tausendmal ist nichts passiert... Du kannst glücklich sein, ihn zu haben!

    lg inga

    Hallo Joanne,

    vielleicht hilft es Dir, in kleinen Schritten zu denken und dann diese kleinen Schritte jeweils zu gehen, immer einen Schritt nach dem anderen. Das große "Ziel" ihn vom Alkohol wegzubringen erst mal aufs Eis zu legen. (Ich habe bei meinem Ex auch noch die Hoffnung, daß er vernünftig wird, eines Tags vielleicht).

    Die ersten Schritte bist Du doch schon gegangen, Du warst beim Arzt, Du hast einen Termin für Deine Tochter. Jetzt kommen die nächsten Schritte. Weiter.

    lg inga

    Hallo Arusha,

    Doppelpost, das passiert, wir sind alle nur Menschen.

    Mit dem Gegenteil meinte ich meine Erwartungen. Ich hatte damals gehofft, er würde sich selbst so viel wert sein, daß ihm die Trennung die Augen öffnet. War aber nicht. Er hat sich eine Frau gesucht, die selber gerne trinkt, eine große Verwandtschaft mit vielen feuchtfröhlichen Familienfeiern hat. Er hat jetzt Abstürze, die er damals bei uns nicht hatte, Abstürze mit Brüchen und anschließenden Krankenhausaufenthalten, mit Filmrissen. Ich hatte nicht damit gerechnet, daß er sich eine solche Patnerin suchen würde.

    Mir tut es, nach fast einem Jahr, immer noch weh, darum geh ich ihm sofern es möglich ist, aus dem Weg. Ich setze alles daran, um aus diesem Ort weg zu ziehen. Was mir unheimlich schwer fällt.

    Nach der Trennung habe ich langsam vieles begriffen, unter anderem auch, daß er nicht aufhören wird. Ich habe sein Ziel verstanden, welches er mir immer wieder vorgehalten hat: Er will Frührentner werden, weil sein Körper alkoholbedingt fertig ist, dann hat er ein sicheres Einkommen und braucht dafür nicht arbeiten und kann dann in aller Ruhe trinken. Bei uns im Ort gibt es jemanden, der aus diesem Grund Frührentner ist und den hat er sich zum Vorbild erwählt. Nur, dieser Mann ist fast 20 Jahre älter als er. Verrückt, ich weiß, aber ich würde immer noch fast alles tun, ihn davon abzubringen. Denn zwischen uns war mal was.

    Die Schulter zum Anlehnen wünsche ich mir auch, seelisch bin ich aber noch nicht frei dafür. Und ich weiß nicht, ob ich es mal sein werde.

    Übrigens, ich habe bei Dir das Gefühl, Deinem Freund, mit dem Du bei dem Konzert warst, kannst Du gar nichts vorspielen, er weiß wahrscheinlich schon lange, woran er bei Dir ist, er hat Dich nämlich nie fallen lassen. Zwischen Euch beiden scheint ein Urvertrauen zu herrschen: Urvertrauen ist die Grundlage für Liebe.

    lg inga