Beiträge von inga

    Hallo Arusha,

    Anfangs nach der Trennung habe ich auch immer wieder zum Handy "geschielt". Ich habe damals gehofft, er würde durch die Trennung wach werden und aufhören. Das ganze Gegenteil ist passiert. Viel zu viel habe ich an ihn gedacht. Er ist mir im Ort sehr oft "ganz zufällig" über den Weg gelaufen. Nach solchen Begegnungen ging es mir tagelang schlecht.

    Wenn er mir heute "ganz zufällig" über den Weg rennt, geht es mir anschließend nicht mehr schlecht. Weil ich in der Zwischenzeit etwas begriffen habe: er kann nicht allein sein und er will mich als Rückversicherung, falls seine Neue, die er ganz schnell gefunden hatte, ihn nicht mehr will. Auch heute denke ich noch an ihn, nur hat sich der Aspekt geändert, ich will wissen, weshalb er mich so sehr manipulieren konnte. Da liegen nämlich meine Baustellen, meine Angriffspunkte.

    Bist Du Dir sicher, daß es zwischen Deinem Freund, den Du schon jahrelang kennst, nicht funken wird? Vielleicht bist Du gefühlsmäßig noch nicht frei, gedanklich immer noch bei ihm (Handy, von ihm reden).

    Auf Deine Arbeitskollegen kannst Du stolz sein.

    lg inga

    Hallo Joanne,

    schön daß Du hergefunden hast.

    Dein Kreis wird immer enger und enger, bis er so eng ist, daß es zum Knall (Deinem Tiefpunkt) kommt und dann kannst Du ganz von alleine etwas ändern. Dann plötzlich geht es. Diese Erfahrung haben viele hier gemacht, ich auch. Es ist nicht leicht und es wird auch etwas dauern, aber es wird, glaub mir.

    lg inga

    Hallo Arusha,

    die beiden Sätze Deiner Arbeitskollegin solltest Du Dir hinter die Ohren schreiben und sie immer wieder nach vorn holen und Dir vor Augen halten! Damit Du sie nicht vergißt.

    Schreib Dir die Sätze auf und leg sie so hin, daß sie Dir öfter (so ganz unschuldig) in die Hände fällen und Du dran denkst.

    Dein Arbeitskollegin hat Recht, sei froh sie zu haben. Ich würde mich jetzt so nach und nach an die einzelnen Baustellen heran machen und sie beseitigen.

    Weißt Du, was schön ist? Du hast angefangen an Dich zu denken. Mach weiter so, und ich nehm Dich in den Arm und drück Dich.

    Einen eigenen Thead habe ich nicht. Als ich hier her gefunden habe, fühlte ich mich so minderwertig, daß ich glaubte, nicht das Recht darauf zu haben. Schon Wahnsinn, was ein Partner aus einem machen kann.

    lg inga

    Ich denke, Du weißt, warum ich Dich ziemlich gut verstehe. In den letzten Wochen und Monaten habe ich viel über mich gelernt. Und ich sehe andere Menschen in einem anderen Blickwinkel, ob das nun gut ist oder nicht, weiß ich noch nicht. Das wird sich herausstellen.

    Was ich aber mit großer Sicherheit weiß: so extrem wie mein Ex war und immer noch ist, werde ich mich nie wieder behandeln lassen. In Zukunft ziehe ich wesentlich eher die Notbremse und lasse es nicht mehr soweit kommen.

    lg inga

    Du brauchst Dir nicht schäbig vorkommen wegen Deinem vermaledeiten Liebeskummer. Du hast Gefühle, sonst hättest Du keinen Liebeskummer. Er wird keinen wirklichen Liebeskummer haben, er hat ja seinen Tröster.

    Auch ich bin alleinerziehend, meine Tochter ist 8 Jahre, ich muß um den Unterhalt kämpfen, der Vater meiner Tochter verbreitet Lügen um sich vor der Verantwortung zu drücken, ich selbst gehe arbeiten und habe von meiner Tochter nur den restlichen Nachmittag und abends etwas bzw. am Wochenende.

    Dann habe ich meinen Ex kennengelernt. Er nahm mir Wege ab, kümmerte sich auch mal ums Kind, wenn es zeitlich bei mir eng wurde. Weißt Du, wie mir das gut getan hat? Wie gut es tat, wenn jemand sagt, ich liebe Dich? Nach 7 Jahren allein kämpfen.

    Aber:

    Wir sahen uns zu diesem Zeitpunkt ziemlich wenig, er hat damals in meiner Gegenwart nichts getrunken und er wirkte nicht betrunken. Schließlich waren wir fest zusammen und ich lernte sein wahres Ich kennen, da merkte ich: er trank (und trinkt) täglich mehr als 20 Flaschen, bei Gelegenheit wenn andere es bezahlten auch andere Sachen, er trinkt seit mehr als 20 Jahren und ist stolz darauf, zwischendurch macht er Trinkpausen, damit "sich sein Körper regenerieren kann, schließlich liebt er seinen Körper", bei Feiern hat er regelmäßig Abstürze bis zum Filmriß...

    Ich wollte ihm helfen, ich hatte doch einen liebevollen Menschen kennengelernt, ich habe mich für ihn aufgeopfert, ich wollte irgendwann nicht mehr, und ich wollte mit mir Schluß machen, bei diesen Gedanken habe ich das Forum gefunden und gelesen und geheult und gelesen und geheult ....

    Ich fing ganz ganz langsam an zu denken, ganz ganz langsam an zu handeln und heute denke ich über mich anders als noch vor einem Jahr. Es hat lange gedauert, es gab viele Tränen, heute kann ich wieder aus vollem Herzen lachen.

    laß Dich einmal drücken.

    lg inga

    Nee, er will Dich nicht weichkochen, er will in Ruhe saufen - das kenne ich von meinem Ex zu genüge. Keine Sorge er wird sich schon melden, da bin ich mir sicher.

    Versuche nicht Dich abzulenken : LENK DICH AB. OHNE IHN.

    Wenn Du zornig bist, nutze die Energie Deines Zornes und nimm Dir eine ansonsten verhaßte Arbeit vor (etwa bügeln, Fenster putzen, Kleidung reparieren, Schuhe putzen) und tu sie ausgiebig. Das Gefühl hinterher, wenn solche ungeliebten Arbeiten getan sind, ist gut. (So gehe ich mit meinem Zorn um. Es hilft.)

    lg inga

    Hallo Aufbruch,

    ich schließe mich meinen Vorrednern an. Dein Mann zeigt keinerlei Verständnis für Dich, schon in der Vergangenheit schienen Deine Gefühle für ihn nicht besonders wichtig gewesen zu sein, so habe ich es bei Dir herausgelesen.

    Im Radio lief gerade ein Lied mit dem Titel "Wenn nicht jetzt, wann dann".

    Es ist Dein Leben, leb es. Der Aufbruch ist schwer, war er bei mir auch, aber er lohnt sich allemal.

    lg inga

    Hallo Orphelia,

    ich habe nach der Trennung nur geheult, geheult, geheult und geheult. Ich habe auf seine Anrufe und SMS nicht reagiert, wie denn auch, er hätte doch mitgekriegt, daß ich um ihn geheult habe. Die Blöße wollte ich mir nicht geben. Er hätte auch sofort gewußt, wie er mich wieder rumkriegen könnte.

    Erst nach einer ganzen Weile habe ich für mich selbst festgestellt: ich konnte nachts wieder durchschlafen, weil ich nicht mehr alle paar Stunden geweckt wurde, weil er alle 2 spätestens nach 3 Stunden "nachkippen" mußte um seinen Spiegel zu halten. Um dann wieder einschlafen zu können, brauchte er entweder S... oder er wollte reden und ich wurde dazu geweckt.

    Oder: ich brauchte nicht mehr in einer vollgequalmten Bude zu lebe. Es lagen nicht mehr überall die vielen Kronkorken herum und und und.

    Monate später habe ich keine Bedürfnisse mehr mit diesem Menschen zusammen zu sein. Heute sehe ich meine damalige Beziehung in einem ganz anderen Licht. Soetwas will ich nie wieder.

    Ich habe damals eine Liste gemacht, was mich an ihm stört, sie ist sehr lang geworden. Immer wenn ich das Verlangen hatte, mich bei ihm zu melden, habe ich mir diese Liste vorgenommen. Ich hatte dann kein Verlangen mehr nach ihm.

    lg inga

    Matthias,

    du hast gar nichts überlesen oder falsch interpretiert, Du hast es voll getroffen.

    denn das, was arusha beschreibt, könnte genau die Beschreibung meines Ex sein. Er brauchte mich eigentlich auch nur aus zwei Gründen. Nur die Erkenntnis für sich selbst, daß es so ist ist ja so unheimlich schwer zu verdauen.

    lg inga

    Hallo Wicki,

    ich schließ mich meinen Vorrednern vollkommen an.

    Die Tochter nimmt bei einem solchen Leben Schaden, wenn sie ihn nicht sogar schon genommen hat. Sie braucht Hilfe um da raus zu kommen.

    Dem Hund geht es mit sehr sehr großer Wahrscheinlichkeit im Tierheim besser als dort, wo er jetzt ist.

    Ich versteh Dich, daß es Dir schwer fällt da Nein zu sagen. Solange Deine Ex-Freundin auf Dich zurückgreifen kann, wird sie in ihrem Leben nichts ändern. Weshalb auch, es ist ja immer jemand da, der ihr aus dem Dreck hilft.

    lg inga

    Hallo Arusha,

    Du hast gefragt: "Ich bin verliebt, ob ich ihn liebe...?"

    Hast Du Dich auch mal gefragt, ob er Dich liebt? Deine Geschichte hat nämlich sehr viel gemeinsam mit meiner. Zwischen dem Vater meiner Tochter und meinem jetzigen Ex lagen 6 eigentlich schöne Jahre allein. In diesen 6 Jahren war ich nicht gerade unglücklich, trotz Ärger mit dem Vater meiner Tochter und den wohl üblichen Belastungen Alleinerziehender. Bis er mir dann über den Weg lief.

    Schon ziemlich zu Anfang meiner Beziehung habe ich mich manchmal gefragt, ob er mich überhaupt liebt oder ob es nur Worte waren, um mich herumzukriegen. Denn einen Menschen den man liebt, behandelt man anders, als er mich behandelt hat. Meine späte Erkenntnis nach einem Jahr: es waren nur Worte, Worte um mich dahinzukriegen, daß er ein bequemes Leben mit seinem Alkohol hat und nicht allein ist.

    lg inga

    Hallo Nelly,

    ich freu mich für Dich und drück Dir alle Daumen für die kommende Zeit, habe leider nur zwei Daumen zum drücken.

    Für den Schritt der Trennung habe ich übrigens Monate gebraucht. Allein der Gedanke daran trieb mir die Tränen in die Augen. Und dann ging es wie von allein. Die Trennung kam von mir, er wollte sie nicht und er will sie immer noch nicht.

    Schlaf gut (ohne schnarchen),

    lg inga

    Hallo Salbei,

    auch ich habe, besonders in der Anfangszeit, häufig vor dem Rechner gesessen und geheult. Das ging Monate lang bei mir so. Ich habe mich dann von ihm getrennt, dennoch ging es mit dem zum Weinen zumute sein noch weiter. ABER:

    Fast schlagartig platzte bei mir der Knoten, daß diese Stellen, die mich zum weinen brachten, meine wunden Stellen waren. Genauso schlimm war für mich dann Erkenntnis, daß er genau wußte, welche wunden Punkte ich hatte und auch noch habe. Nach der Trennung ließ er mir keine Ruhe. Er wollte die Trennung nicht akzeptieren, will es heute noch nicht, obwohl er bereits eine neue Beziehung hat.

    Daß Du bei einer Therapeutin bist, ist sehr gut. Gib es nicht auf. Ich wünsch Dir alles Gute.

    lg inga

    Hallo maryanne,

    die Hoffnung, daß er aufhört, habe ich auch lange lange gehabt. Er hat nicht aufgehört. Auch nicht als ich mich getrennt hatte, auch nicht als er mittlerweile mehrfach im Krankenhaus lag, weil es durch den Alkohol zu gesundheitlichen Schäden kam.

    Vielleicht trinkt er sogar heimlich, damit Du glaubst er würde nichts mehr trinken?

    Tu jetzt was für Dich, werd Dir klar, was Du willst. Jetzt. Die Zeit kannst Du nicht zurückdrehen.

    lg inga

    Hallo kaiserstuhl,

    Du hast richtig gehandelt!

    Ich hätte genauso gehandelt. Schlimm finde ich dabei das Gefühl, machtlos zu sein, weil sich doch oft jemand erbarmt und die gewünschten Sachen besorgt.

    Genauso schlimm finde ich das Gefühl, was ich bei meinen neuen Nachbarn erleben mußte. Meine Nachbarn haben ihrem damals 13 jährigen Sohn sogar eine Vollmacht ausgestellt, damit er sich Alkohol und Zigaretten kaufen konnte. Er hat es auch anstandslos in den Läden in unserem Ort bekommen. Ich hatte es damals gewagt, meine Klappe bei den Eltern deshalb aufzumachen, Beschimpfungen und Bedrohungen waren die Folge. Geändert hatte sich nichts, der Junge kam weiterhin an Alkohol und Zigaretten heran. Beide Eltern und der ältere Bruder sind starke Raucher und trinken gern "mal etwas".

    lg inga

    Hallo Suchende,

    eine "persönliche" SHG besuche ich nicht. Ich wohne auf dem Land, da gibt es keine, die nächste ist weit weg und eine große Auswahl an Gruppen gibt es da leider auch nicht. Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einer Wohnung in einer anderen Stadt, um von hier wegziehen zu können. Das ist allerdings etwas schwierig, da ich hier in einem eigenen Haus wohne und es schwer ist, dafür einen Käufer zu finden und mir dieser Schritt sehr sehr schwer fällt. Vor 20 Jahren habe ich mir dieses Haus gekauft und viel, auch emotional, reingesteckt. Dieses Haus sollte etwas für den Rest meines Lebens sein.

    Der Grund für mein Wegziehen ist, daß mein Ex nur eine Straße weiter wohnt. Nachdem ich dafür gesorgt hatte, daß er mich nicht mehr telefonisch erreichen kann, setzt er alles dran mir "ganz zufällig" über den Weg zu laufen. Und damit, ihn zu sehen, kann ich noch nicht umgehen. Vielleicht werde ich das auch niemals können. Bei mir hat sich hier im Laufe der Zeit ein Gefühl eingestellt, daß mich ihm gegenüber irgendwie stark macht. Das kann ich nicht anders beschreiben. Mit diesem Forum im Rücken schaffe ich es, nicht schwach zu werden, wenn ich ihn sehe. Seit der Trennung im November ist es mir nur zweimal passiert. Ich fühle mich mit dem Forum hier im Rücken sicher.

    lg inga

    Hallo Suchende,

    darf ich Dir meine Hand reichen und Du nimmst sie? Als ich dieses Forum gefunden habe, fühlte ich mich auch allein, niemanden mit dem ich über meine Probleme und Sorgen mit meinem mittlerweile Expartner reden konnte, Verwandte habe ich außer meiner achtjährigen Tochter nicht. Ich fühlte mich damals allein und bereit mit meinem Leben Schluß zu machen, weil ich keinen Ausweg sah.

    Vom Typ her bin ich jemand, der sich lieber im Hintergrund hält und zuhört (bzw. mitliest), der vieles "schluckt" anstatt die "Klappe" aufzumachen und dann anfängt zu handeln, am liebsten ohne andere davon vorher in Kenntnis zu setzen. Aber hier fühle ich mich nicht allein, ich bin aufgetaut. Glaub mir, Du wirst hier verstanden!


    lg inga

    Hallo iks,

    was Du machen sollst? Dich trennen und die Illusion aufgeben, daß er Euret wegen etwas ändern wird. Er wird es definitiv nicht!

    Sein "Selbstsicherheit" er mache alles richtig tut Dir doch auch weh, weil Du doch im Grunde genommen genau weißt, daß er gar nicht selbstsicher ist, dann würde er nämlich nicht trinken.

    Ich weiß, wie schwer eine Trennung ist, ich habe es selbst durch, auch mit Rückfällen. Obwohl meine Trennung schon mehrere Monate her ist, ist er mir als Mensch nicht egal, er wird es wohl auch nie werden, schließlich war da mal "etwas".

    Ich wünsch Dir ersteinmal eine gute Nacht.

    lg inga

    Hallo Sandra,

    Deine Gefühle kann ich verstehen, weil ich sie kenne. Meine Trennung ist nun schon einige Monate her, aber locker läßt er nicht und zieht alle Register. Da ich auf mein Handy angewiesen bin und es sehr umständlich wäre, die Nummer zu wechseln, habe ich beim Anbieter eine Sperrung seiner Telefonnummer veranlaßt. Er kann mich zwar anrufen oder SMS schicken, wird aber abgewiesen, d.h. der Anruf bzw. die SMS erreicht mich nicht. So habe ich auf diesem Weg wenigstens vor ihm Ruhe - ein Versuch wäre es wert. Du kommst besser zur Ruhe.

    Auch diesen innere Aufgewühltsein verstehe ich zu gut. Ich habe mir eine Liste gemacht, wo ich ich mir treffende Dinge über ihn aufgeschrieben habe (z.B. daß seine Reaktionen vom nassen Denken herkommen oder daß jeder für sein Tun selbst verantwortlich ist und niemand anders). Diese Liste liegt auf meinem Schreibtisch unter meinem Handy. Mein Blick fällt mehrmals täglich darauf. Mir hilft es, mich nicht mehr so schlimm runterziehen zu lassen, wenn ich ihm begegne. Er sieht sehr schlimm aus, Folgen seines jahrzehntelangen Alkoholmißbrauchs.

    Ich wünsch Dir eine gute Nacht

    lg inga

    Hallo djupy,

    wenn es Deine Wohnung ist, hast Du das Recht, ihn raussetzen zu l a s s e n. Wenn nötig auch mit fremder Hilfe. Könntest Du vielleicht sogar Deine Freundin morgen einweihen? Niemanden von Deinem Streß zuhause zu erzählen hilft Dir nicht. Verstehen kann ich es aber auch, lieber zu schweigen und alles runter zu schlucken, ich bin auch ein solcher Typ.

    lg inga