Beiträge von Sinnesrausch

    :) Hallo Ihr Lieben,

    Ich möchte erstmal allen die alleine sind oder auch die mit Partner wünschen, dass Ihr gut ins neue 2010 kommt!!!

    Ich bin allein mit meinen Kids. Kein Problem.

    Heute habe Ich meinen Ex gesehen, er ist weiter trocken, aber eindeutig hyperaktiv.
    seit langen hatte Ich heute das erste Mal das Gefühl direkten Blickkontakt zu haben. Das hat gut getan. Ich hatte das Gefühl, dass er mich schon länger nicht mehr warnahm. Ich habe ihn ja weggeschickt, weil es nicht mehr ging, ich wusste nicht was er wollte.
    Wir haben nie richtig über die phase wo er nass war gesprochen. Fest steht, dass das einiges bei mir kaputt gemacht hat. Meine Gefühle zu ihm waren schon sehr getrübt auch von Misstrauen. Aber er ist ein guter Mensch und gibt sich Mühe. Aber er ist noch am Anfang seiner Trockenfase, vielleicht 6 Wochen und er hat noch einiges vor sich.
    Mir hat diese Geschichte den letzten Nerv geraubt, ich habe mich selber vernachlässigt und war dauernd unter Strom.
    In letzter Zeit, habe ich mich aus Selbstschutz von ihm distanziert und so haben wir über praktische Dinge miteinander zu tun. Ich habe ihn nur noch kritisiert, um auch mal meinen Müll abzuladen.
    Mir geht es inzwischen viel besser, Ich bin entspannter und dabei mich wieder zu finden. Heute bei dieser Begegnung war Ich aufeinmal so labil.
    Ich habe gemerkt, dass die Sehnsucht wieder erwachte , er will sich gefühlsmässig nicht mehr binden . Trotzdem haben wir uns umarmt zum Abschied.
    Danach war das Gefühl wieder da und der Verstand hat ausgesetzt.
    Ist das die verdammte Chemie oder was ist das. Es fühlte sich so vertraut an. Misst.
    Ich habe ihm geschrieben, ein Versuch um ihm klarzumachen, dass das Ganze kein Zucker war diese Monate.
    Keine Ahnung, ob er davon etwas versteht, Er distanziert sich ja bewusst.
    Jedenfalls habe Ich mir vorgenommen, ihm kein weiteres Vertrauen zu schenken, wenn er nicht eindeutig mal die Seiten wechselt und für einen Moment, andere verstehen lernt.
    Ich bin zu verletzt, das spüre ich.

    Der Verstand, das Denken, bringt mich noch um.

    Ich muss in meinen Kopf reinhämmern, dass ich eine gewisse Auseinandersetzung nicht von ihm erwarten kann.


    Lasst es krachen

    S*****

    Hallo Silber,

    Ich glaube Du hast etwas sehr wichtiges in deinem letzten Beitrag gesagt, "sie verlieren Ihre Würde"
    Genau, dass habe Ich auch erlebt, es ist emotional gefährlich für uns, weil wir solange wir mit dem anderen in einem Boot sind, auch unsere Würde verlieren. Für mich, war es vielleicht das schlimmste, was Ich mir eingestehen musste. das wollte Ich nicht. Egal wie, aber Ich emutige Dich eine Lösung zu finden, wenn auch provisorisch, da rauszukommen und auszuziehen.
    Ich wünsche Dir sehr viel Mut.
    Ich habe mir in solchen Situationen immer gesagt, will Ich das wirklich..?, das habe Ich nicht nötig, das brauche Ich nicht. Das hat nichts mehr mit der Person zu tun, in die Ic mich verliebt hatte.

    Herzlichst

    S

    Hallo Gotti,

    Ich finde es gut, dass Du sagst, als Co kann und darf es auch pasieren, rückfällig zu werden.
    Ich kann mich ja nicht mein Leben lang zu Hause verkriechen und hoffen, dass mal ein nüchterner Prinz bei mir anklopft.?!
    Was Du sagst, etwas finden, was einen stark macht, ist sicher gut. Ich habe auch Fitniss und Sport gemacht, immer wieder, dass hat mich stark gemacht, aber für meinen Ex bin Ich dann doch schwach geworden..Und der hat ein Suchtproblem.
    Er macht auch viel Sport, noch mehr seitdem er trocken ist. Aber bei mir war es auch so, dass durch den Sport gwisse Gefühle gar nicht hochkamen. meine Frage, ist es nicht so, dass Sport auch eine Flucht ist? .... natürlich eine gesunde!

    Mein Selbstwertgefühl ist besser, seitdem Ich wieder das tue, was ich vorhatte und nicht mehr ständig an meinen Ex denke.
    Ich weiss, Ich verliere mich in Beziehungen, ich suche die Nähe, das ist sicher aucheine Sucht?!
    Dabei verliere Ich die realität aussen den Augen.
    Jetzt wo Ich mit meinem Ex schluss gemacht habe, und Ich ihn nach einiger Zeit wieder gesehen habe, habe Ich ein ganz anderes Bild von ihm. Mir ist klar geworden, dass er gar keine Beziehung sucht.
    Er will alles aber keine Beziehung. er flüchtet gerade zu davor.

    Naja, jetzt kann Ich mich auf jeden Fall besser auf mich konzentrieren, trotz meinen kleinen Handycaps.


    Schönen abend.
    S

    Pedi,
    vielen Dank. Es hilft immer weiter hier im Forum, wenn man seine Gedanken teilen kann. Anworten bekommt, Bestätigung.
    Ja bei mir liegt es auch in der Kinheit. Ich musste Verantwortung übernehmen zu Hause. Und meine Mutter hatte ein schleichendes Alkoholproblem seit sie ein Kind verloren hatte. Aber es war so viele Jahre legitim, dass es natürlich war das sie täglich ihren Wein trank. Aber als Kind und Jugendliche bekommst du diese feinen Stimmungsschwankungen mit und vor allem, wenn die Hemmschwelle sinkt.
    Man wird ja auch als Kind nie richtig wahrgenommen mit seinen Sorgen und schon gar nicht ernstgenommen.
    Ich finde es so verhext, dass man immer wieder in die gleiche Falle tappt, und sich einen POartner an Land zieht, um wieder um seine Aufmerksamkeit zu kämpfen.
    Es ist wie schlechte Magie.

    Ja wir müssen daran arbeiten, vor allem an unserem Selstwertgefühl.


    Danke
    s

    Liebe Elke,

    Ja, wir uns uns selber lieben und schätzen. Wir sind kein Häufchen Elend. Wir sind es nur dann wenn wir bei dem Partner bleiben, der uns dass nicht gibt, was wir brauchen. Wir brauchen, wie auch in allen Bereichen, einen Partner, um dessen Liebe wir nicht kämpft, sondern der uns gerne gibt, was wir brauchen. Aber solange müssen wir lernen uns selber zu lieben soweit es geht und so absurd es auch manchmal scheint.
    Mir ging es gar nicht schlechtr bevor Ich in diese Suchtbeziehung reingeschlittert bin. Ich war vielleicht etwas unsicher (sonst wäre mir das warscheinlich gar nicht passiert), aber Ich fühlte mich ziemlich wohl in meiner Haut.
    Aber diese Portion Unsicherheit war gefundenes Fressen für den Manipulator! Er wusste genau welche Knöpfe er drücken musste, um mich in seinen Bann zu ziehen. Er war auch sehr charmant. Das schlimme war, dass Ich mich seit langem mal wieder verliebt hatte. Es war verrückt, weil in genau diesem Moment, als es klar war, dass es mich erwischt hatte, und ihm das auch klar war, hat er zum ersten mal reissaus genommen. Da fing es an, mit der Distanz.
    Nach dem Ganzen was dann passierte, bin Ich jetzt auf Distanz gegangen, weil diese Verliebtheit auch immer mehr nachliess, sich nicht wirklich weiter entwickeln konnte mit seinem Verhalten..
    Auch wenn er das Gegenteil beteuerte, was seine Gefühle anging. Aber sein Verhalten und seine Gefühle sprachen schon lange nicht mehr die gleiche Sprache. Es tat weh, aber Ich wusste, so konnte es nicht weiter gehen. Auch wenn Ich noch einiges an ihm liebte, es war einfach zu kaputt, seine Gefühle zu verwahrlost.

    Es ist nicht einfach sich von liebgewonnenem zu trennen. Aber ich sage mir, wenn etwas im Leben ein soliden, guten Bestand hat, ist es nicht verloren.
    Es gibt alles irgendwie einen Sinn im Leben, auch wenn wir ihn noch nicht erkennen.

    Liebe Grüsse
    S

    Hallo Dagmar,
    Du schreibst, " der Co kämpft um den Erhalt der Beziehung und der Süchtige um den Erhalt der Droge.."
    Ich habe vorhin noch mal über meine eigenen Dramen innerhalb der Beziehung nachgedacht und das zeigte mir wie sehr Ich mir die Nähe in der Beziehung wünschte, aber genau das Gegenteil von ihm bekam, indem er mich so kurz hielt, dass ich am langen Arm verhungert bin, emotional.. Ich habe es als grausam empfunden und das schlimmste war, das er diese Härte mir gegenüber so kosequent mit allen Möglichen Entschuldigungen ausübte, dass Ich dachte er macht das extra. Wie kann man ein Kind welches die Arme nach einem ausstreckt z.B. ignorieren. Ich habe fast gebettelt, das er mich mal in den Arm nimmt.

    Ich bin jetzt getrennt und fühle mich wieder eigenständig. Ich habe, während er bei mir, mich gar nicht mehr bei mir Hause gefühlt. Er hatte so ein ego-bezogenes Verhalten, dass er kaum etwas mit mir besprach oder gar absprach, dass war gar kein Zusammenleben, wo man daran arbeitet sich kennenzulernen und sich zu respektieren. Es war so, als würe er bei mir aber trotzdem alleine geblieben. Wenn Ich ihn daruf ansprach, gab es automatisch dieses abweisende, eklige Verhalten von ihm, was es mir unmöglich machte, an unsere Bezihung zu glauben. Als wollte er bewusst keine bezihung mit mir eingehen. Es war absolut paradox, ich verstehe das bis heute nicht. Er hat sich sehr stark von mir abgegrenzt. Ich habe mich nur in ganz wenigen Augenblicken nahe gefühlt. Ich habe mich gefragt, warum er überhaupt bei mir war.

    Danke Euch

    S

    ich glaube , ich will noch mal etwas korrigieren.
    Es war evtl missvertändlich, aber ich habe kein Alc problem sonder co-problem. im nachhinein war es noch mal interessant zu lesen, weil mir ja schon bewusst war zu dem zeitpunkt, dass nicht mein partner für mich da war, sondern nur sein Alkoholkonsumation im vordergrund stand.

    Hallo Dagmar,
    Danke für Deine Unterstützung.
    Ja Du hast recht auch mit den Narzisten, die durch ihre Kindheit so ein Überlebensmuster entwickelt haben. Die mangelnde Freude, das Masslose, die Suche nach der Perfektion. Sie sind permanent damit beschäftigt, die Gefühle auszuschalten oder unter Kontrolle zu halten.
    Freude Gefühle zeigen, teilen, ist schwierig. Dafür sind sie gut z.B. im Sport oder im Detail ihrer Arbeit.
    Das hat mich auch an ihm fasziniert, die liebe zum Detail. Aber das war im Praktischen. Was seine eigenen Emotionen anging, wusste Ich oft nicht, woran Ich war. Man sagt ja immer der erste Eindruck zählt. Und der war ganz klar eine Mischung aus Faszination, Neugier und ohne Ende Mitgefühl für ihn. eine unerklärliche Empathie, weil Ich ja am Anfanf gar nicht wusste, mit wem Ich es zu tun habe...
    Die Chemie hat uns zusammengeführt. Es war wie eine Symbiose im 7 Himmel, für kurze Zeit. Aber die hat bei mir ausgereicht, um an ihn zu glauben, um mich noch mehr für ihn zu investieren, als es ihm schlecht ging. Eine gefährliche Mischung, weil Ich die einzige war, die für unsere Beziehung kämpfen wollte...Wir sind sehr unterschiedlich, aber gerade dass hat mich angezogen.
    Ich weiss, dass Ich noch viel Arbeit vor mir habe. Und das Beziehungen so nicht funtionieren. Eine Symbiose funtioniert nur für kurze Zeit und dann kommt der eigentliche Wert an das Tageslicht. Ich verliere nicht gerne, vielleicht habe Ich auch deswegen weitergemacht, als es schwierig und schwieriger wurde. Ich bin so gewohnt, um Anerkennung zu kämpfen und zu hoffen, das Ich fast mein letztes Hemd gebe. Dann komme Ich in den gleichen Sog, wie damals in meiner Kindheit. Es ist auch wie eine Sucht. Wenn man nie einfach um sein Selbst willen geliebt wurde, sich angenommen gefühlt hat, so wie man ist.., dann kann man es auch schwer vertragen, wenn jemand Dir seine Zuneigung schenken will. Man wird misstrauisch, es stösst einen ab, es macht Angst. Es ist verrückt, aber man hat sich ja durch das Erlebte ja auch die ganze Zeit eingeredet, dass man nur soviel Wert ist, und andere offensichtlich mehr Wert sind. Das sind diese Muster die wir verinnerlicht haben und die uns leiten. Weil jeder braucht Muster, um sich fortzubewegen, nach aussen zu gehen. Es ist so verdammt schwer, sich davon zu lösen.
    Ich weiss noch, dass erste was mein Ex immer wieder zu mir gesagt hat, war, ich hätte eine gute Seele, das würde man merken. Aber genau darauf bin Ich reingefallen. Er hat mir damit suggeriert, dass Ich etwas besonderes bin, und gleichzeitig sich die Situation zu nutzen gemacht. Hinterher fand er dann plötzlich, dass Ich ja auch meine Schattenseiten hätte. Es kommt mir alles so manipulativ vor, und Ich bin darauf reingefallen.

    Es gibt soviel Krankes überall, Vertrauen ist ein hohes Gut zwischen den Menschen. Aber es wird leider oft missbraucht.

    Liebe Grüsse
    S

    Liebe Paddy,

    Erstmal, Du bist nicht allein!
    Ich verstehe Dich ganz gut, und vieles was Du schreibst, ist so wie Ich es auch erlebt habe.
    ich habe eine Information, die mir sehr geholfen hat, das ganze mit mehr Distanz zu sehen.
    Weisst Du viele Suchtkranke haben ein psychisches Problem, weil sie unter einer Narzistischen Störung leiden. so wie Du das beschreibst, erinnert es mich sofort an meinen Ex. Alles drehte sich um ihn, von Ernährung, über Musik über Sport, er bestimmte alles, wusste alles. Die Welt dreht sich um ihn. Er hatte null Mitgefühl, wenn es mir mal schlecht ging. Wenn er etwas brauchte, hatte er es ohne mit der Wimper zu zucken von mir verlangt. Er hat mich fast ausgebeutet. Es war schlimm, weil das hätte mir schon sagen müssen stopp, es reicht. Aber ich war wie verhext, ich wollte ihn unbedingt, und konnte so mir ihn verdienen--? keine Ahnung, auf jeden Fall, war es auch das, was er mir suggerierte. er war etwas besonderes und ich sollte mal machen...Ich weiss bei mir dass es ein teil meiner Kindheit wiederspiegelt, eine Falle in die Ich geraten bin. Es ist ge nauso wie Du beschreibst, wenn es ihm gut ging und er feiern wollte, war er einfach weg. Es hat weh getan, weil er mich nirgendwo freiwillig mitgenommen hat .Es war ein absolut ausbeuterisches Verhalten und Ich dumme habe gedacht, wenn ich ihm helfe, wird er sehen, wie tief meine Liebe ist,..so ein Quatsch !! Aber das passt alles zu diesem Narzisten. Ich habe von ihm wenig Zuwendung erhalten, und genau das hat bewirkt dass ich noch mehr investiert habe. jetzt lacht er über mich , oder tut zumindest so, weil zu anderem ist er nicht fähig. Er würde nie zugeben, dass er traurig ist, weil ich hm nicht mehr will. es ist ein Spiel für ihn. Er fühlt sich überlegen. Aber wenn Sie aufwachen, sind wir nicht mehr da. Keinen Morgen mehr. Ja solche Menschen können gefährlich sein, weilsie so gut wie kein Gewissen haben.
    Wir können dadurch lernen, wir müssen..., es ist die einzige Möglichkeit um uns zu schützen, wir sind es uns wert!!


    Liebe Grüsse
    SSS

    Liebe Dagmar,

    Ich sage einfach nur "WAO".
    Es machtr mich nachdenklich, was Du über "Entschuldigung" geschrieben hast..
    und je mehr Ich darüber nachdenke, was will Ich von einem Menschen, der zwar im Moment trocken ist, erwarten, dass er aufeinmal soviel Charakterstärke entwickelt und mein angenacktes Ego mit seiner Einsicht und Entschuldigung aufmöbelt. Du hast vielleicht, bzw hast Du Recht. Ich kann nur mein Ego wieder pflegen, Sorge tragen für Sachen und Menschen finden, die mir gut tun. Weiter lernen mich abzugrenzen, auch wenn andere etwas anderes von mir erwarten. Das kann Ich persönlich schlecht.
    Oder jetzt wo Ich mich getrennt habe, geht es noch um praktische Dinge die Ich von ihm verlange. Nur Ich sage jetzt, wann und wo. Zum Beispiel will ich nicht, dass er noch in meine Wohnung kommt. Eine Zeit nach der Trennung war er noch allgegenwärtig und jetzt will Ich diese bösen Geister vertreiben.
    Er lacht mich aus, wenn Ich unbedingt seine Sachen loswerden will. Er macht sich über mich lustig.Auch wenn ich sage Ich habe meine Termine, er ist wirklich böse.
    Dafür bringe Ich ihm seine Sachen vor die Tür, damit Ich sie so schnell wie möglich los werde. Ich will nicht warten bis er sie irgendwann abholt.
    Ich will auch nicht dass er hierhin kommt.
    Kann man das verstehen.
    Er denkt er kann mich mit seiner Art provozieren oder verunsichern.
    Natürlich ist er irgendwie noch attraktiv für mich und es wird nicht lustig sein ihn zu sehen, aber da muss Ich jetzt durch. Hoffentlich geht es gut.

    Danke Dir für Deine Gedanken für Deine ehrlichen Worte ,
    Lieben Gruss

    Guten Abend Silber,

    Ich kenne soviel selber von dem was Du da beschreibst. Irgendwann reicht es nicht einem mehr wenn man sich in sein "eigenes Zimmer zurückzieht.
    Draussen verpestet die Luft ja sprichwörtlich weiter und da muss man ja ständig durch und vorbei..
    Mir ging es auch so, das Ich mich dabei ertappte das Ich gar keine Lust mehr habe auf die Beziehung, weil immer der Alkohol an erster Stelle war. Und eine Beziehung zum Alkoholl zu entwickeln ist absurd. Alles war erstmal versteckt oder offentsichlich vom Alkohol bestimmt. Wann ernach hause kam, in welchen Zustand, wann er am Wochenende und wie er aufstand. Ob er Lust hatte, ob er Geld hatte, überall hing es von dem Alc. ab. Wie eine Drittbeziehung.
    Du beschreibst die Parallelen zu Deinem Vater. Es hört sich so an, als würden sich das was Du in der Vergangenheit mit Deinem Vater erlebt hast mit dem was Du in der Gegenwart mit deiner Freundin erlebst miteinander vermischen. Ich sehe es wie eine Wahrnung, Dich mit Deiner Geschichte auseinander zusetzen. Ich glaube auch eine Coberatungstelle zB. wäre ein Anfang.
    Raus aus der Situation,
    wir können nicht helfen, nur uns selber!!

    Liebe Grüsse
    SSS

    Hallo Hiswife,

    Es ist zwar schwer, aber nicht unmöglich da raus zu finden aus deiner Situation. Wenn Du iregendwie mit eurem Kind eine Auszeit nehmen könntest, woanders wohnen, Eltern, Freunde, wäre es sicher gut, um sich mal etwas zu entspannen. Weil einen Süchtigen zu betreuen etc ist fast wie ein Pflegefall. Das habe Ich oft so empfunden. Einen Pflegefall lässt Du ja auch nicht gerne alleine. Du willst immer wissen wie es ihm geht, was er macht etc. Ich war hinterher so plemplem, das ich z.B.bei Einkaufen nicht mehr wusste, was ich noch mal kaufen wollte, so kleine black outs. Ich war wie ferngesteuert. Zu Hause wie eine Maschine, die Hausarbeit und das nötigste erledigt. Als Frau war Ich total gefrustet, weil Ich ja nichts von Ihm als mann erwarten konnte, das hat die Stimmung noch mehr gedrückt. Ich habe darum gekämpft, dass er mich wenigstens einmal in den Arm nimmt. Das war schon Weihnachten und Ostern zusammen.
    Eigentlich wollte ich Bewrbungen schreiben, Internet, mich um meine Probleme kümmern, aber das geriet mehr und mehr in den Hintergrund. Eine Woche verging, die nächste und die nächste.. der Mittelpunkt in meinem Leben waren nicht mehr meine Kinder und Ich.. Es ist bitter das zu sagen, aber es ist leider die Realität. Das ganze hat mich soviel Energie gekostet.. Wo will man die ganze Kraft hernehmen und wohin mit den Sorgen der Erschöpfung??
    Man kann nicht nur von der Hoffnung leben. Das ist ausserdem unrealistisch.

    Jetzt habe Ich doch mehr geschrieben, als Ich wollte.

    Ich wunsche Dir ganz fiel Mut und versuche Deine Energie in die für Dich richtige Sache zu stecken.

    Liebe Grüsse
    SSS

    Liebe Dagmar , liebe Elke,

    Ich habe eure Beiträge gelesen und bedanke mich für Eure Offenheit und euren Mut.
    Ich glaube Ihr befindet euch in verschiedenen Phasen. Dagmar Du hast schon einen riesigen Schritt zur Selbstbestimmheit gemacht. Wenn man noch trauert und durchhängt, weil man die Trennung noch nicht überwunden hat ist man noch nicht so stark.

    Es ist alles richtig, aws Du sagst Dagmar, ich weiss es auch nur zu gut.
    Aber es ist genau dass Elke, dieser Weg den wir gehen mit dem Süchtigen, führt unweigerlich dazu, dass wir nur noch geben, ohne Garantie dass jemals etwas zurückkommt. Wie du das auch so treffend beschreibst, dass es irgenwann kein zurück mehr gibt, weil man sich so verstrickt hat.
    Bei mir war es so, als müsste Ich es zu Ende bringen. Die Suppe auslöffeln. Es ist so schwer einen Menschen, der einem zu Last wird auf die Strasse zu setzen. Ich konnte das nicht. Obwohl mir mehrmals danach zumute war. Die gute Erziehung, sich selbst aufopfern , Gutes tun..das alles lehrt sie uns..Nächstenliebe.Scheiss Religion, (sorry wenn Ich hier Gläubige provoziere, dass ist hier nicht meine Absicht.) Aber Ich hätte mir einiges davon sparen können. Bei mir war es ja auch noch diese Verliebheitsphase, obwohl Ich sicher nicht den nassen Alkoholiker geliebt habe. Ich habe ihn ja trocken kennengelernt. ...
    Das schlimmste für mich zu realisieren, sind nachträglich die Momente, wä, waren di ist nachträglich diese Momente zu realisieren, in den er mich so schlecht behandelt hatte und Ich das versucht habe dann zu abstrahieren indem ich mir sagte, er hat getrunken.. Es gab sogar Momente, in denen Ich Angst vor ihm hatte, weil er im Suff etwas in den falschen Hals bekommen hatte und mich festhielt. Es gab übergriffige Momente und Ich glaube, an denen hat unsere Beziehung grossen Schaden genommen. Ich weiss noch, als er trocken war, sagte Ich ihm wir müssten einiges aufarbeiten. Aber das passierte bis heute nicht und es ist gut möglich, dass er sich dafür schämt, bzw mich nachträglich noch abwertet, weil ich mir das haben bieten lassen.
    Diese Dinge tun mir noch weh. Und zu gerne würde Ich dafür eine Entschuldigung oder etwas von seiner Seite dazu hören, unabhängig davon ob man noch ein Paar ist oder nicht.
    Aber das ist wohl zuviel verlangt.
    Es würde mir helfen, noch besser damit abzuschliessen. Es ist ja nicht damit erledigt, dass man sich trennt, man muss den ganzen Misst ja noch irgendwie verarbeiten, sozusagen auch clean werden.

    Bei mir waren es gott sei dank keine Jahre, sondern Monate, aber ich fühlte mich zwischenzeitlich wie traumatisiert. Das heisst ja nichts anderes, als dass man in der Situation ausgeliefert ist.
    Es gibt immer noch Momente in denen mir bewusst wird, dass Ich mich wie gelähmt fühle.Mein Körper ist zwar meiner aber er bremst mich, als wäre ich ferngesteuert gewesen.


    Lieben Gruss
    Danke Euch

    S

    ...das muss man sich mal vosrtellen, man hat fast seine ganze Zeit investiert, die Sorgen geteilt, unterstützt, gebetet, gehofft----
    Dann schafft er es und beginnt ein Leben ohne Alkohol, super toll!! Aber ohne Dich! Habe Ich etwas verpasst?

    Bin Ich jetzt vom anderen Stern? "Danke und Tschüss."

    8) Guten Abend,
    Ich habe lange nicht geschrieben. Es ist soviel passiert. kurz gesagt, Ich habe mich verloren und bi dabei mich wieder zu finden.
    Mein Freund hat bei mir den Entzug gemacht. Er hat fast 3 Monate bei uns gewohnt und Ich habe ihnüberall da unterstützt wo Ich konnte. Es war hart und Ich habe nur Verständniss gezeigt und meine Bedürfnisse in der beziehung nur zurückgestellt. In der Hoffnung, das eines Tages alles erwacht. Als hätte Ich es gewusst , er ist gegangen, 3 Wochen nachdem er aufgehört hatte zu trinken. Auf einmal hielt er es nicht mehr aus in der Familie. Ich wollte endlich klarheit. Eine Antwort war zuviel verlangt.
    Irgendwann ging es mir dermassen gegen den Strich, dass er für nichts Verantwortung übernehmen wollte, dass Ich gesagt habe, es geht so nicht weiter. Er ist gegangen und hält mir natürlich vor, dass ich Schluss gemacht habe. Lange habe Ich mich gefragt, ob er mich einfach nur benutzt hat, als er niemanden hatte. Jetzt wo er erstmal trocken ist, nimmt seine Familie ihn problemlos auf und Ich bin nicht erwünscht. Es ist schwer das alles nicht persönlich zu nehmen. Seine Ex mit der er ein KInd hat, ist wohl immer noch an ihm interessiert und will nicht das er mir seine Tochter vorstellt. Sie ist für mich total manipulativ und jetzt habe Ich bewusst Schluss gemacht, weil für mich ist er gar nicht frei. Auch wenn er das Gegenteil behauptet und nichts mehr von Ihr will.
    Aber die Situation ist nicht geklärt.
    Das muss man sich mal vorstellen, die ganzen Monate, will keiner etaws von ihm wissen, als er drauf war, und dann ei mr und jetzt werden wir hier ausgeblendet, fast so als hätte es uns nie gegeben. ( Ich und meine Kinder)
    Entschuldigung falls e zu verwirrend ist, aber Ich muss das mal rauslassen.
    Danke Euch

    Gruss und schöne Weihnachten
    S

    :arrow: Ich finde , wenn man in Beziehung zu einem Alkoholiker lebt, kann man sich nicht komplett abgrenzen. Man hat ja schon keine direkte beziehung zu dem menschen der trinkt. Es ist immer der Alkohol dazwischen. Sicher kann man sich räumlich abgrenzen, sich selber jeden Tag etwas Gutes tun, spüren, wenn man nur noch Co ist, wenn man sich^nicht mehr wohl fühlt. Es ist sehr schwer, weil wir Coos immer irgendwie helfen wollen, wenn auch nicht bewusst. Verherrend wird es, denke ich, wenn die Kontrolle im Vordergrund steht, dann ist es eigentlich nicht mehr lebbar. Das frisst auf. Deswegen kann man eigentlich nicht genug Distanz zu dem Kranken haben. Solange wir dulden und alles schlucken, wird der andere weitermachen, weiler sowieso nicht anders kann.
    Es ist wichtig finde ich an der eigenen Co Situation zu arbeiten und versuchen rauszufinden, warum wir dort sind , wo wir sind.
    Alles ist sehr individuell verschieden, obwohl wir alle so viel gemeinsam haben.
    Erstmal ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu finden, und dann kann man sagen, halt ! Stop!


    Viel Kraft und alles Liebe

    Sinnesrausch

    Hallo Empty,
    Ich habe Dein Posting gelesen, und Ich habe mich ja auch im April endlich von einem "Wahnsinnigen"
    getrennt. Wie gut kenne Ich das Scenario.
    Es hat auch lange genug gedauert. Ich darf nicht daran denken, welche Energie Ich in die se Beziehung gesteckt habe. Wieviel Hoffnung und wieviel Leere Ich erlebt habe.
    Er hat mich 2 Jahre gemobbt. Am Anfang war es Liebe , Leidenschaft. Aber echtes Vertauen konnte Ich nie aufbauen. Einmal habe Ich mich eine zeitlang gefragt, ob er ein Alkohol probem hat, weil er jeden Abend seinen wein trank und einfach abwesend war. Dann kam noch das Kiffen wieder zum Vorschein, per Zufall, obwohl Ich dachte dass wàre gar nicht so sehr sein Ding.
    Ich glaube Ich wollte das alles einfach nicht wahrhaben. Irgendwann habe Ich mich auch nur noch im Kreis gedreht ohne es wirklich zu realisieren. Es musste auch soweit kommen neben dem tàglichen Mobbing, dass er handgreiflich wurde, Ich merkte wie meine Angst vor ihm wuchs. Ich habe auch immer versucht noch den Menschen dahinter zuerkennen, den Ich mal meinte geliebt zu haben. Ich war einfach wie gelàhmt, deswegen denke Ich kam Ich nicht vom Fleck.
    Als Ich dann mit meinen beiden Kindern endlich weg war, konnte Ich mich selber nicht verstehen, warum Ich so lange gewartet habe...
    Ich weiss nicht, ob Dir das hilft, meine Geschichte zu hören.
    Aber ..Du bist nicht allein.
    Eigentlich sind wir stark, daran glaube Ich, nur setzen wir unsere Energie falsch ein!
    :roll:
    Liebe Gruesse

    Hallo Nancy,
    danke für Deine Worte, Du hast Recht. Es ist wie ein Sog. Ein Fass Boden, und es ist gefährlich für uns. Auch wenn wir selber nicht trinken, trinken wir ja mit, weil wir daneben sitzen, den Rausch miterleben und auch irgendwie tolerieren, dass der andere gar nicht wirklich für uns da ist!
    Ist das ein Mist. Ich merke einfach wie mich das runter zieht. Dieses Selbstmitleid des anderen, das Elend, wir wachen ja auch auf am nàchsten Tag, und wollen es nicht wahrhaben.
    Ich muss mich von der Illusion der schönen Momente verabschieden. Ich weiss, Ich habe etwas besseres verdient, aber Ich kann es mir nicht nehmen, es scheint unerreichbar.
    Ich weiss, dass ich ihn immer noch liebe. Es ist so schwer loszulassen, verdammte Scheisse!
    Er ist wirklich liebenswert. Ich meine hinter dem Alkohol steckt ja noch ein Mensch, aber der ist wohl auch unerreichbar zur Zeit.
    Was nützten mir seine Liebesgeständnisse, wenn wir unsere Liebe gar nicht leben können, weil er so drauf ist?Irgendwie warte Ich , aber eigentlich habe Ich gar keine Zeit. Ich habe soviel zu erledigen, Ich brauche meine Kraft. Ich bin alleine mit den Kindern.