Beiträge von julchenazul

    Liebe Senta,

    es ist einfach wie verhext...ich habe zwar einen job, (als Studentin verdient man da leider nicht viel), kann mir aber eine eigene wohnung nicht leisten. ich sage immer, dass ich als arm gelte, weil ich unter die armutsgrenze der bundesregierung falle, bekomme aber kein bafög oder wohngeld...
    daher lebe ich jetzt erstmal bei meinen eltern, aber die situation ist auch nicht auf dauer eigentlich gedacht.
    ich vermisse einfach meine unabhängigkeit, meine wohnung meine sachen. naja.
    ich merke immer noch wie hin und her gerissen ich bin. und wenn ich dann über alles nachdenke, bin ich so sauer auf meinen mann, weil er mich in diese situation gebracht hat...

    auch dir wünsche ich ganz viel kraft, irgendwann, irgendwann wird es ein ende haben....viele grüße!

    Hallo Sefa,

    ja, ich weiß, dass ich ihn verlassen muss, gerade weil er mir was bedeutet und dass ich ihn nicht mehr decke und dass ich ganz offen damit umgehen kann. ich versuche es nicht mehr zu verstecken, dass er alkoholiker ist. es hat auch bei mir lange gedauert, bis ich eingesehen habe, dass er krank ist und dass verstecken nur das gegenteil bewirkt. und seitdem ich offen damit umgehe kann ich auch besser mit seinen rückfällen umgehen. er übrigends auch. nachdem ich diesen schritt gegangen bin, ist er ihn auch genagen.

    heute bin ich einfach nicht gut drauf. ich bin total traurig und sauer und verzweifelt, weil natürlich immer alles zusammen kommt. zur zeit belastet mich vorallem, dass ich nicht in meiner wohnung leben kann und der streit zwischen meiner älteren schwester die den streit auf ihr kind verlagert...das macht mir schwer zu schaffen, nicht der streit an sich, mein schwester ist einfach total durchgeknallt, aber die kleine tut mir ja leid. wir hatten und haben auch immer noch ein sehr enges verhältnis. ich sehe sie halt wenig und ich vermisse sie ja und ab und an habe ich auch angst, dass meine schwester meiner nichte den umgang mit mir ganz verbietet, das hat sie sich bisher nicht getraut, weil wir so eine enge bindung haben....es macht mich einfach total traurig, wenn ich sehe, was die kleine schon alles mitmachen muss. da kann ich nur sagen, zum glück hatte ich so eine unbeschwerte kindheit, die hat sie leider nicht, immer nur geprägt von konflikten und durcheinander. naja.
    wie es kommt, es kommt nie alleine. ich hoffe nur, dass diese teufelskreis mal ein ende findet...

    Hallo liebe Gesche,

    schön auch wieder von Dir zu hören! ich hatte mir eine kleine auszeit von allem genommen, auch vom schreiben hier.

    Tja, das ist ja das Probelm, die Sucht, wer will schon gerne süchtig sein. Zur Zeit stelle ich mir immer und immer wieder die selbe Frage: Wie kann ich jemanden hassen/wütend sein/böse sein usw. wenn dieser mensch doch krank ist? Gibt es Beziehungen die es gemeinsam schaffen die Krankheit zu überwinden? Diese Fragen gehen mir seid Tagen durch den Kopf.
    Dann versuche ich mich in die Menschen in meiner Umgebung hineinzuversetzen. Was würden sie machen, wenn sie in meiner Situation wären? Würden sie einen kranken menschen verlassen?
    Also mein Mann hat zwar immer noch Rückfälle, aber ich merke ja eine Verbesserung. Also früher waren die Abstände seiner Sauftage kürzer. Jetzt war er ca. drei Monate trocken. Für seine Krankheit bin ich ihm ja nicht böse, das habe ich ihm auch oft gesagt, aber ich bin ihm böse, dass er nichts dagegen unternimmt. Morgen hat er einen Termin bei seiner Therapeutin. Die wird ihm jetzt einer neuen Gruppe zuweisen. Es ist eine Einrichtung, bei denen er jetzt seid dem Sommer ist. Er hat also nicht schon wieder eine ganz neue Gruppe/Einrichtung gesucht.

    Naja, ich glaube, dass mich eigentlich nicht so wirklich jemand aus meinem Umfeld verstehen kann, aber hier verstehen mich die Menschen, wissen ganz genau was ich durch mache und ich kann es nachvollziehen wie ihr euch fühlt.

    Jetzt muss ich aber los...zur Uni...die lass ich nicht schleifen, obwohl mein Leben einer Achterbahn gleicht.
    Viele Grüße,
    julchenazul

    Hallo Therme,

    ich glaube es ist ein langer prozess, bis man auf die innere stimme hört und ihr vertraut. vielleicht geht es auch nur bei einem menschen, den man sehr lange und sehr gut kennt. jedenfalls kann ich nur jedem raten auf seine innere stimme zu hören, sie ist oft mals klüger als der kopf...

    mir geht es heute ganz gut. obwohl es total bescheuert ist, habe ich mich an meine situation gewohnt, ich bin zwar nicht zufrieden, aber es geht, es muss gehen, ich habe keine ander wahl. ich würde sehr gerne ein jahr nichts machen und nur meine sachen regeln, aber leider geht es nicht, ich muss zur uni, arbeiten und das leben leben, das ich mir ausgesucht habe. ob ich manchmal denke, dass ich einen fehler gemacht habe...ja denke ich manchmal, aber was wäre, wenn mein mann nicht alkoholiker geworden wäre? würde ich es dann als fehler sehen? ich denke einfach, obwohl ich natürlich jedesmal wütend bin, wenn er wieder gesoffen hat, bin oder kann ich ihm böse sein? er ist krank und ich denke seit einiger zeit über das nach, kann ich ihm böse sein? kann ich ihn dafür bestrafen, dass er krank ist? und je mehr ich darüber nachdenke, denke ich eigentlich nicht. ich bin doch auch nicht einem freund böse, weil er nicht mehr mit mir tanzen gehen kann, weil er im rollstuhl sitzt.....aber ich kann ihm böse sein, dass er sich keine hilfe sucht. mein mann ist ein sogenannter quartalssäufer, d.h. also, dass er nicht jeden tag trinkt, manchmal trinkt er monate nichts, kein schluck, aber dann irgendein auslöser, streit mit mir, familienprobleme oder irgendwas anderes und er trinkt 1,2,3,4,5 tage und danach? hat er entzugserscheinungen, ist er depremiert. ich habe ihm gesagt, dass ich ihm böse dafür bin, dass er seine therapie nicht ernst genug nimmt. jedesmal wenn er einen rückfall hatte geht es wieder hin und fühlt sich auch gut nach den terminen, aber er denkt halt nach ein paar wochen, dass es reicht. ich weiß gar nicht genau, bei wievielen gruppen und therapeuten er schon war. naja, und jetzt? was mache ich jetzt? wir sind immerhin verheiratet, das muss doch was bedeuten. oder nicht? wieviel hält eine ehe aus? ich weiß immer noch nicht was ich machen soll. ich werde es weiter laufen lassen, aber der kontakt wird von meiner seite aus weniger, das merke ich. ob es ein indiz fürs ende ist? manchmal denke ich ja.

    naja, aber trotzdem geht es mir ok, ich find jetzt die weihnachtszeit doof, weil mir nicht danach ist, aber ich werde versuchen sie zu genießen.

    Liebe Therme,

    meinen Beitrag hast du ja schon gefunden. ich habe eine zeitlang sehr viel hier gelesen und geschrieben, es hat mir über schwere stunden hinweg geholfen und ich bin sehr froh, mit dem thema alkoholismus jetzt offen und selbstbewusst umgehen zu können. es ist eins, was du verstehen musst, du hättest ihn vom alkohol nicht ablenken können. er hat sich für diesen weg entschieden, oder vielleicht auch nicht, er ist krank. es liegt nicht an dir, bitte denke das bloß nicht, das macht dich nur fertig. den menschen den du liebst, dieser mensch hat zwei gesichter er ist der, in den du dich verliebt hast und er ist der abhägige dem alles egal wird, sobald er an der flasche hängt. aber es liegt nicht an dir.
    versuche wieder die welt zu sehen von ihrer schönheit, jemand der versteht, dass alkoholismus auch ihn treffen kann und der sich helfen lassen will, der macht es auch, aber leider kannst du nicht diese zeit bestimmen, du kannst ihn nicht zwingen, mache müssen erst alles verloren haben bis sie es verstehen, mache kapieren es schon früher. aber du hättest gar nichts machen können.
    lebe dein leben nun und belohne dich jeden tag mit einer kleinigkeit und es wird dir helfen wieder auf die beie zu kommen!
    ich wünsche dir dabei ganz viel glück und kraft und du schaffst das!
    liebe grüße,
    julchenazul

    Liebe Therme,

    es tut mir so leid, was Dir passiert und wie Du Dich jetzt fühlst. Ich weiß, dass Dir Dein Herz sagt: Irgendwie kannst Du ihm helfen, aber leider ist es nicht so. Wenn Du Deine Beziehung reflektierst, was hast Du dann für Erinnerungen? Bei mir ist es so, das ich weiß, dass wir viele gute haben, aber ich kann mich hauptsächlich nur an die schlechten erinnern, ist es bei Dir auch so? Ich weiß das wird sich jetzt nicht schön anhören, aber wenn er gegangen ist, lass ihn gehen, Du hattest anscheind nicht die Kraft Dich von ihm zu lösen, wenn er sich von Dir löst ist es vielleicht einfach für Dich. Und er hat ja auch recht, lebe Du Dein Leben! Sobald Du Dich wieder auf Dich selber konzentrierst, wird es Dir schon bald wieder besser gehen! Verfoge Du nun Deine Pläne.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit,
    alles Gute,
    julchenazul

    Wie ich ihn erwartet hatte, kam der Rückfall auch....Es war an einem Freitag und irgendwie hatte ich den ganzen Tag schon so ein Gefühl im Bauch, dass es heute passieren wird und so war es auch dann. Also er nach Hause kam ist er gleich ins Bett gefallen und hat auch durchgeschlafen, aber ich sass noch lange wach da und hab überlegt was ich jetzt mache, es war mitten in der nacht. Sollte ich gehen sollte ich bleiben? Am nächsten Morgen kam er richtig frech zu mir und meinte, naja war ja nur ein Rückfall und das sei ja alles nicht so schlimm...naja aber er ist auch seid längerem nicht mehr zu seiner Gruppe gegangen. Wir haben also hin und her gerdet und ich bin mal wieder gegangen. Und dann hat er die ganze Woche weiter getrunken. Oh man ich versteh das nicht, aber ich hatte auch nicht anderes erwartet.
    Letzte Woche, hat er mir dann vor zwei Tagen gebeichtet, hat er an einem Abend wieder was getrunken, aber wohl nicht sehr viel (was das auch heißen mag) und sei wohl dann aber relativ schnell vom Alkohol angewiedert gewesen...naja.
    Naja, jetzt ist er wieder auf dem Trip, dass alles wieder in Ordnung kommt und alles kapiert hat....ich sag ihm immer nur, pass auf, ich kenn das alles und ich will jetzt einfach Abstand, in drei Monaten oder so können wir weiter sehen.
    Ich denke auch über Scheidung nach, aber das kann man sowieso erst wirklich nach ein Jahr Trennung machen. Außerdem hab ich in drei Monaten auch Semesterferien, da kann ich mich besser damit auseinander setzt als jetzt, wo ich soviel zu tun habe für die Uni und arbeiten.
    Letzte Woch war ich so schlecht gelaunt, war sauer, enttäuscht und traurig. Jetzt geht es mir wieder besser, ich habe das Gefühl, dass jede Enttäuschung mich stärker macht, nicht nur was die Sachen mit meinem Mann angeht sodern generell in meinem Leben. Der Konflikt mit meiner Schwester und meiner Freundin, damit kann ich jetzt viel besser umgehen, bin da nicht mehr so emotíonal, naiv. Wenigstens etwas positives... :)

    Derzeit trinkt mein Mann ja nicht und ich fühle mich auch ganz wohl, wieder in meiner Wohnung zu sein. Aber wie lange ist "der zeit" noch? gestern kam mein mann von der arbeit, er jobbt neben dem studium als kellner...naja und da ist die gefahr ja groß und gestern hat er mir erzählt, was er für einen mitarbeiter mixen sollte, bier mit whyski oder so und er hat sich darüber bei mir ausgelassen, wie stark das doch sei und alles und ich bin zwar der zeit krank, aber ich hatte das gefühl was komisches aus seinem mund zu riechen, aber ich wollte nichts sagen, weil meine nase war total zu und er war ganz normal. naja. ich weiß einfach nicht, in wie weit ich ihm da vertrauen kann. irgendwie denke ich manchmal auch, ach es ist mir egal, soll er doch machen was er will, ich kann ihn sowieo nicht abhalten. naja. es hört sich total bescheuert an, aber irgendwie warte ich nur darauf, dass er einen rückfall bekommt...

    Hallo Gotti,

    mir hat das Forum bisher auch sehr geholfen über einige schwere Stunden und Tage hinwegzukommen! Ich bin sehr froh, dass ich hier dabei bin. Seidem ich hier schreibe und lese sehe ich viele Sachen klarer und gewinne auch Abstand.

    Ich lebe derzeit wieder mit meinem Mann zusammen, dies hat mehrere Gründe zum einen brauch ich meine freiheit und bei meinen Eltern ist immer soviel los, dann habe ich nicht das allerbeste verhältnis zu meiner schwester, sie ist sehr viel bei meinen eltern, da ihre tochter nach der schule immer zu meinen eltern geht. das verhältnis zu meiner schwester ist denke ich nicht mehr reparierbar, zur zeit jedenfalls nicht. sie war von anfang an gegen meine ehe, nicht weil damals schon klar war, dass er alkoholiker ist, sondern andere gründe..eifersucht und vieles mehr. sie weiß von der abhägigkeit, nicht von mir, aber sie weiß es und was tut sie? nichts, sie lässtert hinter meinem rücken und all diese sachen und das kann ich einfach nicht mehr ertragen. daher habe ich mich entschieden, erstmal wieder zu meinem mann zu ziehen. er ist der zeit ja trocken, aber ich denke eigentlich nur: wie lange noch? wie lange dauert es, bis er wieder sagt, ich bin kein alkholiker? wie lange, bis er wieder 3 tage durchsäuft? Ich weiß auch gar nicht, ob ich noch mit ihm zusammen leben will. aber was soll ich machen? ich bin nur eine arme studentin, die sich eine eigne wohnung nicht leisten kann.....meine eltern will ich auch nicht beten mir zu helfen, sie haben es auch nicht gerade auf der dicken kante...
    naja, wie auch immer ich mich da entscheiden werde, zur zeit ist es schon ok mit meinem mann zu wohnen, er gibt sich sehr viel mühe, mir alles recht zu machen, aber liebe ich ihn noch? ich mag ihn sehr, aber ob es noch liebe ist, da bin ich mir nicht mehr so sicher und ob die jemals wieder kommt nach alle dem, was passiert ist...

    Hallo!
    Ich habe dieses Forum noch nicht vergessen! Ich war nur so beschäftigt mit meiner Abschlussarbeit und als die fertig war, bin ich gleich in den Urlaub gefahren! Nun bin ich wieder im Lande.
    Mir geht es der Zeit sehr gut, den Urlaub habe ich sehr genossen, habe Kraft getankt und viel nachgedacht, über mein Leben, über meine Zukunft, meine Freunde...naja. Mein Mann ist regelmäßig zu seiner Gruppe gegangen und hat weiterhin sehr regelmäßig Sport gemacht und mir gesagt, dass er nichts getrunken hat. Ich glaube es ihm. Er ist jetzt seid ca. 10 Wochen trocken und seine Lebenseinstellung hat sich verändert. Ich habe aber immer noch Angst vor einem Rückfall. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen kann/soll. Ich rechne mit einem Rückfall, einfach um auf alles vorbereitet zu sein.
    Naja, man wird sehen, von jetzt an werd ich wieder öfters schreiben und lesen.

    Hallo Susanne,

    ich denke auch, man muss eine gewisse Kontrolle haben. Aber wie auch hier schon gesagt worden ist, diese "Zwanghafte" Kontorlle an der müssen wir arbeiten. Wie Ette ja auch schreibt, SEIN Leben können wir nicht kontorllieren.

    Bei mir ist alles noch sehr frisch, ich stecke mitten im Prozess. Ich habe immer alles kontrolliert, wenn mein Mann nicht da war, sein Rucksack, Taschen, Müll, Handy, Telefon - hat er wieder Kontakt mit einem seiner Saufkompanen gehabt. Naja, dieses Verhalten ist doch nicht normal. Das ist doch zwanghaft, ich kann doch nicht einen erwachsenen Mann kontorllieren. Ich habe mich so oft wie mit einem Kind gefühlt und dachte mir damals schon, das ist doch nicht normal.

    Dieses Verhalten ist schwer abzulegen, aber auch dies ist nur mit Diziplien und Selbstkontrolle möglich. Ich habe mich schon immer selber beobachtet, um mich zu verbessern und jetzt merke ich, dass ich damit in den letzten Jahren aufgehört habe, weil ich zu sehr damit beschäftigt war ihn zu beobachten.

    Ich denke daher, dass wie überall im Leben, ein ausbalanciertes Verhalten durchaus gesund ist.

    Ich finde Deine Frage super, denn sie läßt einen sehr schön über sein eigenes Kontrollverhalten nachdenken!

    Viele Grüße,
    julchenazul

    Hallo StrayCat,

    siehe es halt so: Du hast jetzt erkannt was Sache ist und darauf kommt es doch an!
    Es ist sehr gut, dass Du ihm die kalte Schulter zeigst, ich bin auch gerade in der gleichen Situation wie Du, mein Mann meldet sich nicht mehr so viel, weil ich es ihm gesagt habe, dass er mich in Ruhe lassen soll und er tut es auch mehr oder weniger, aber ich bin auch manchmal hibbelig und denke, soll ich jetzt anrufen? Wenn ich dann am nächsten Tag aufwache und stark geblieben bin denke ich: Super das war genau das richtige!!

    Du musst so eiskalt zu ihm sein, um Dich zu schützen!
    Ich weiß auch nicht so richtig, ob ich meinen Mann noch liebe, ich mag ihn, er bedeutet mir viel, wie sind seid 6 Jahren ein Paar, aber will ich so ein Leben führen? NEIN!! Aber los lassen fällt mir auch schwer, ich ertappe mich manchmal wie ich darüber nachdenke, wie ich ihm doch noch helfen kann und wie es doch noch eine Möglichkeit für uns geben könnte. Da muss ich mich dann selber bremsen und mir auf die Finger hauen.
    Du denkst halt immer noch, dass Du ihm irgendwie helfen kannst. Aber wir können leider rein gar nichts für unsere Männer tun....

    Viele Grüße,
    julchenazul

    Hallo Twisted Heart,

    ich freue mich für Dich, dass Du Dich hier angemeldet hast. Seidem ich hier bin - noch nicht so lange - geht es mir besser, da ich das Gefühl habe, hier bekomme ich Ratschläge und Unterstützung von Menschen, die meine Situation verstehen. Ich kann Dich sehr gut verstehen, dass die Hilfe Deines Freundes auf der einen Seite hilft, aber irgendwie auch nicht. Er muss die Situation ja nicht durchleben, diese inneren Gefühle, diese Ängste diese Versuche das Verhalten Deines Ex Mannes zu kontrollieren.

    Wichtig ist, dass Du merkst, dass Dein Verhalten, diese Versuche der Kontrolle vergeudete Zeit ist. Mach lieber etwas, was für Dich gut ist. Ich habe angefangen mir mein eigenen Schmuck zu machen oder mich an bestimmten Tagen zu belohnen, wenn ich es z.B. geschafft habe stark zu bleiben, nicht ständig an ihn denken zu müssen.

    Du musst Dich in den Vordergrund stellen. Es ist Dein Leben und Du hast den wichtigsten Schritt ja schon gemacht, auf den Du sehr stolz sein kannst!

    Ich wünsche Dir alles Gute und ganz viel Kraft, gemeinsam schaffen wir es, die schwärste Zeit in unserem Leben zu bewältigen!
    Alles Gute,
    julchenazul

    Hallo StrayCat,

    ich finde es ganz toll, wie schnell Du zu der Erkenntnis gekommen bist, dass er das Problem ist und nicht Du.
    Ich dachte auch immer ich kann ihm helfen und ihn unterstützen und und und, aber ich kann es nicht. Solange er nicht will, haben wir leider überhaupt keine Chance. Das ist das traurige, ich z.b. glaube meinem Mann, dass er mich liebt, aber die Sucht ist stärker als die Liebe, das ist so traurig...
    Bei ihm ist es ähnlich wie bei Dir, seine Familie läßt ihn auch im Stich, er ist alleine und hat eigentlich niemandem ausser mir. Naja und jetzt ist er ganz alleine, denn ich bin ausgezogen und halte den Kontakt aufs minimum beschränkt und er rafft es immer noch nicht.
    Er hat zwar eine Gruppe und jetzt war er auch mal bei einem Therapeuten, aber dass alles hilft leider nicht, da ich denke, dass er es nicht für sich macht, sondern um mich zufrieden zustellen. Das hat leider auch eine ganze Zeit lang geklappt, aber jetzt nicht mehr!
    Wir müssen unser Leben fokussieren, denn wir wollen nicht so enden wie sie und wir wollen glücklich sein und nicht mehr weinen und uns sorgen machen!

    Ich wünsche Dir weiterhin gaaanz viel Kraft und es wird mit der Zeit besser!!
    Alles Gute,
    julchenazul

    Hallo gesche,

    deine Worte helfen mir immer sehr. Ich bekomme wenig resonanz von meiner Umwelt, die denken es ist so einfach alles abzubrechen. Eine ganz normale Trennung halt. Naja. Ich will eigentlich nicht auf meinen Mann wütend sein, weil ich weiß, dass das nicht er ist. Irgendwie. Ich bin einfach nur enttäuscht, dass er unser Leben so aufs Spiel gesetzt hat.
    Manchmal versuch ich zu weinen, so wie gestern, als es mir wirklich nicht gut ging und ich mich irgendwie bei ihm melden wollte, aber es ging nicht, ich habe schon soviel in unserer Beziehung geweint, dass ich jetzt nicht mehr weinen will.
    Ich will einfach nur zufrieden Leben, ohne ständig diese Gedanken im Kopf zu haben, ob er nun trinkt oder nicht. Das finde ich das schlimme. Es lenk einen so sehr ab.
    Naja, jetzt gerade versuch ich auch stark zu sein und ihn nicht zu kontrollieren und werde jetzt weiter an meiner Arbeit schreiben.
    Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart,
    alle Liebe,
    julchen

    Oh man, ich stehe kurz vor einem Rückfall!! ahhh ich hatte schon gestern schwer zu kämpfen, hab es aber gut überstanden, ich hab mich nicht bei ihm gemeldet, obwohl ich wollte und bin stark geblieben.
    aber heute musste ich bei ihm anrufen, weil ich ganz dringend auf wichtige post warte und er vergisst es mir manchmal zu sagen und jetzt hat er sich nicht gemeldet und sein handy ist auch aus. natürlich schwirren mir jetzt viele sachen im kopf herum, es ist nicht mehr so krass wie früher, dass ich total hibbelig und nervös werde und nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll.
    ich habe kein komisches bauchgefühl und alles, aber mein kopf denkt jetzt darüber nach. soll ich nachher noch mal anrufen und all diese dinge. ich hoffe ich kann stark bleiben.
    ich hab ihm jetzt eine mail geschrieben, hätte ich vielleicht sowieso machen sollen. naja, jetzt ist es geschehen.

    Hallo gesche,

    ich bin 24. Ich sitzte an meiner Abschlussabreit und es gibt Tage wie gestern da komm ich ganz gut vorran und dann tage wie heute, wo ich nicht so viel weiter komme, da ich einfach total traurig heute bin und nur über meine Trennung nachdenke, allerdings es für einen richtigen Schritt halte.

    Tja, ich hab einige Sachen für meinen Mann hinten an gestellt und die will ich unbedingt nachholen, das Schiff ist zwar noch nicht abgefahren, aber ich sehe was andere gemacht haben und da bin ich echt ein bisschen neidisch drauf, weil ich auch diese Sachen gerne machen will.
    Im Herbst will ich noch ein Masterstudiengang aufnehmen, falls ich aber an der Uni nicht angenommen werde dann werde ich diese Zeit nutzen, ich will unbedingt ins Ausland. Ich werde dass dann machen.

    Mein Mann hat mir heute eine SMS geschrieben, er hat wohl eine Klausur heute geschrieben, er studiert auch, und er meinte, dass er jetzt begriffen hat, was es bedeutet für eine schwierige Prüfung auch mal die Nächte durch zu lernen und dass er mich respektiert dafür, wie weit ich gekommen bin. Er ist im zweiten Semester. Letztes Jahr habe ich eine Prüfung nicht bestanden, da er sich entschieden hatte 6 Wochen lang vorher ständig zu trinken und zwei Wochen vor meiner Prüfung hat er 5 tage durchgesoffen.
    Es ist doch irgendwie eine Frechheit, dass er mich jetzt erst respektiert dafür, dass ich auch die Nächte durch gelernt habe, nach dem er jetzt weiß, wie anstrengend das ist. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

    Naja, zum Glück ist dieser tag schon fast vorbei und ich habe ihn wieder überlebt ohne mich bei ihm zu melden.

    Ich danke Dir fürs zuhören und für Deine Unterstützung,
    ganz lieben Gruß,
    julchen

    Hallo,

    heute ist ein komischer tag. ich denke viel über mein leben nach, die letzten drei jahre, wieviel ich verpasst habe vom leben, wie oft ich die augen vor der wahrheit geschlossen habe. wo wäre ich heute, wenn ich schon damals einen durchlblick gehabt hätte? Ich sehe wie andere in meinem alter durchs leben gehen, die sich nicht mit solchen problemen beschäftigen müssen, nicht mal ansatzweise so viele probleme haben wie ich. ich bin so neidisch auf die ganzen menschen, denn ich hätte gerne ihr leben.

    ich bin einfach nur traurig heute. ich fühl mich so alleine und irgendwie bin ich es auch. ein großteil von dem was ich mir aufgenaut habe ist schon nach zwei jahren kaputt gegangen.

    am liebsten würde ich alles hinter mir lassen und wegrennen, aber das geht leider nicht......
    ich hoffe so sehr, dass dieses verdammt gefühl so schnell wie möglich weggeht. mein kopf muss endlich frei werden von diesen sachen.

    Hallo Änni,

    mit Abstand meine ich räumlichen und emotionalen Abstand. Wenn Du Dir denn nicht schaffst, wirst Du drunter leiden und kaputt gehen.

    Ich lese Deinen Beitrag und würde Dir so gerne sagen, hört sich alles wunderbar an, aber bei mir gehen total die Arlamglocken an. Ich dachte auch, sobald mein Mann und ich zusammenziehen wird das mit dem trinken aufhören bzw. ich hab es unter Kontrolle - Trugschluss, es wurde schlimmer.

    Du darfst nicht glauben, nur dass weil er von selber aufhören will dies auch tut. Er wird dies alleine nicht schaffen. Bitte vergleich das nicht mit einem Unfall. Natürlich würde er Dir helfen, weil er Dir helfen kann, aber Du kannst ihm nicht helfen. Er muss es für sich machen. Er muss diesen Weg alleine beschreiten. Wenn Du noch da bist hat er doch alles was er will....

    Ich habe mir auch immer alles schön geredet und mache es zum Teil immer noch. Aber den Mann den Du liebst gibt es zwei mal, als "normalen" und als "süchtigen". Und die Sucht wird immer wieder die Oberhand ergreifen solange er nicht daran arbeitet und sich professionelle Hilfe sucht und sein Leben ändert. Das ist wohl das schwierigste, sein Leben zu ändern.

    Trotzdem wünsche ich Dir alles Gute und viel Glück,
    julchenazul