Beiträge von julchenazul

    Hallo Jamie!

    Ich lese Deinen Beitrag und erkenne mich wieder! Ich habe auch solche Erfahrungen gemacht. Die tuen weh!
    Ich versuche mich gerade zu trennen, wie Du so schön sagst, die rationale Seite versucht auch bei mir stark zu sein. Ich hab meinen Alkoholiker geheiratet und daher ist es alles noch ein bisschen komplizierter.
    Versuch stark zu sein, die erste Zeit ist sehr schwierig, da Du Dich immer wieder um ihn sorgst, aber er wird Dich immer wieder verletzten, wie Yvonn sagt, der Alkohol ist die nr. 1! Das ist schmerzhaft, obwohl Du weißt, dass er Dich über alles liebt.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, wie gesagt ich stecke zur zeit in einer ähnlichen Situation, aber irgendwie schaffen wir das schon!
    Ganz lieben Gruß,
    julchenazul

    Hallo Änni,

    ich kann Deinen Frust sehr gut verstehen. Ich mache zur Zeit etwas ähnliches durch und ich habe wie Du am Anfang gedacht, dass mein Mann mit dem emotionalen Stress nicht klar kommt. Jedes mal wenn er mit seiner Familie aus seinem Heimatland telefoniert hat, hat er getrunken und wenn es ärger mit seiner Familie hier gab auch, wenn wir uns gestritten haben usw usw. Es hat den anschein, dass er mit dieser emotionalen Lage nicht klar kommt und genau das ist das gefährliche! Wir waren irgendwann mal bei den AA wo einer der Mitglieder meinen Mann sehr schön charakteresiert hat, als Quartalssäufer. Jemand der nicht jeden tag trinkt und der mehrere Wochen ohne Alk auskommt, aber irgendwann kommt der Punkt wo der Körper wieder nach dem Zeug schreit und dann sucht sich mein Mann irgendeine Problem, Streit mit mir oder ruft seine Familie an und benutzt dieses als Vorwand zum trinken.
    Es hat bei mir ca. drei Jahre gedauert, bis ich gemerkt habe, was wirklich los ist.
    Seit einem Jahr versuche ich nun meinen Mann vom Alk weg zu bekommen, sage ihm er muss seiner Familie sagen was mit ihm los ist, seine Freunde wechseln und und und. Gebracht hat es so gut wie gar nichts. Mein Mann will kein Alkoholiker sein.
    Was ich Dir damit sagen will, er wird immer einen Grund finden zu trinken, er hat noch nicht verstanden, dass er Abhägig ist und Du hast es auch noch nicht verstanden. Es tut mir leid, so hart es auch klingt.
    Ich rate Dir, lies hier ganz viel, Du wirst sehen, dass es sehr viele menschen mit dem gleichen Problem gibt, wie Du es hast. Nimm Abstand von Deinem Freund und vergiss Dich nicht! Nur weil Du seine Sachen für ihn nicht erledigst heiß es nicht, dass Du nicht auch ein Co bist....

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft,
    viele Grüße,
    julchenazul

    Hallo Gesche,

    Du hast recht, wir müssen uns irgendwie abgrenzen und unser Leben wieder genießen, ich verstehe jetzt immer mehr von alle dem, was hier geschrieben wird. Es ist nicht leicht, es ist wahrscheinlich die schwerste Trennung die man durchziehen muss in seinem Leben, aber so ist das nun mal.

    Mein Mann ruft mich täglich an, will sich immer wieder entschuldigen und sagt ich hätte jedes recht sauer zu sein. All das hat ihn nicht weiter gebracht und jetzt versucht er glaube ich ein neues Mittel, bei dem er weiß, dass ich mich immer aufrege. Er hat mir gesagt, dass er nach Barcelona fahren will, er hat da früher mal gelebt. Wenn er da ist läßt er sich immer voll laufen und kommt auch so wieder, dass ihn die Fluggesellschaft in so einem Zustand mitfliegen läßt erschreckt mich schon! Naja ich hab ihm gesagt, dass es mir egal ist, dass er machen kann was er will.
    Dann ist er natürlich sauer, dass ich in die USA fahre, ohne ihn. Da hab ich ihn gefragt ob es fair ist, wie er mir mein Leben kaputt macht und ob ich mir das verdient hätte und ob ich nicht auch ein bisschen Glück im Leben haben sollte? Er war schließlich der jenige, der alle Planung sabotiert hat. Na da konnte er nicht mehr viel sagen. Das tat gut!!!
    Vielleicht versteht er es diesmal. Er sagte mir nur noch, dass es ihm noch nie so schlecht ging und dass er am liebsten von hier weg will und dass er am Boden zerstört sei. Er fing dann an zu weinen, er weint sonst nie vor mir. Aber vielleicht ist es auch nur eine weiter Stufe des Abgrunds....

    Er will sich immer mit mir treffen und ist dann beleidigt, wenn ich nein sage. Wie schnell kann man sein Leben ändern?

    Also auf in einen neuen Tag!
    Liebe Grüße,
    julchenazul

    P.S. Kann ich Deine Gedichte hier auch einsehen? Würde gerne mal eins lesen! Viele Grüße!!

    Liebe Yvonne, liebe Ette,

    danke für Eure Unterstützung! Was habe ich heute gemacht? Ich habe mir was gutes getan, daran habe ich nämlich heute als erstes gedacht, heute gönne ich MIR was mein Mann hat mir zwar eine SMS geschrieben und mich angerufen, aber ich habe alles wunderbar zur Seite schieben können und bin erstmal shoppen gegangen! Heute Abend grille ich mit meiner Schwester und ein paar Freunden und wir werden einen schönen Abend verbringen.

    Tja, im Prinzip hat er heute nur alles wiederholt, wie immer, deswegen mache ich mir da jetzt nicht so viele Gedanken.

    Ette, Du hast recht, es gibt Zeiten, so wie diese Woche, wo ich ziemlich doll von seinen Gefühlsschwankungen mit mache. Das nervt mich selber, aber ich glaube, dass ich noch mitten drin stecke im Abnabelungsprozess.

    Ich bin heute wieder einen Tag stark geblieben und hab mich nicht mit ihm getroffen und melde mich nicht bei ihm, um ihn zu kontrollieren. Da der Abend schon da ist, bin ich wirklich froh, dass ich wieder einen Tag ohne ihn geschafft habe.

    Es ist gut zu wissen, dass man nicht alleine ist!!
    Liebe Grüße,
    euere
    julchenazul

    Hallo!!

    Es tut mir leid, dass ich nicht so oft schreibe. Aber ich bin die letzte Woche einfach nur schlecht drauf gewesen. Mein Mann hat mal wieder gesoffen. Ich weiß dass er definitiv am Montag angefangen hat und dann halt so bis Mittwoch glaub ich. Was ziemlich traurig war, da wir am Montag unseren Jahrestag hatten... naja.

    Er hat mir dann glaube ich heute gesagt, dass er soviel Stress hatte, ich: man, deswegen muss man 3 Tage durchsaufen??????? Naja, ich habe mir mal wieder vorgenommen, diesmal keine Entschuldigung anzunehmen, diesmal mich nicht mit ihm zu treffen und all diese Sachen. Ich hab ihm heute ganz deutlich am Telefon gesagt, dass es mir total egal ist was mit ihm los ist und dass ich keine Erklärung hören will. Er sagte dann, dass ich die Einzige sei, die ihm da raus helfen kann und diesmal hat er es wirklich begriffen , ich hab so schnell es ging versucht es zu unterbinden und hab nur gesagt, dass ich ihm nicht helfen kann, Du kannst Dir nur selber helfen, ich kann gar nichts machen. Er sagte dann, "diesmal hab ich es begriffen" da hab ich zu ihm nur gesagt, allein das er das Wort "diesmal" benutzen muss zeigt doch, wie krank das alles ist. Ich sagte dann zu ihm noch, das die Intervalle seiner Sauferei ja schon kürzer werden von alle 4 Wochen sind es jetzt schon alle 2 Wochen, dann wird es bald wöchentlich sein und dann täglich, daraufhin sagte er nur, dass er es soweit nicht kommen lassen will.

    Ich will wirklich kein Kontakt zu ihm jetzt mehr. Ich habe meine Schwester und meine Freundin gebeten, mich dabei zu unterstützen. Sie sind toll und helfen mir, aber es ist doch alles verrückt. Ich merke erst jetzt allmälich, wie doof ich war, ihm immer und immer wieder zu unterstützen, ich ärgere mich so über mich selber und ich glaube, dass es mir hilft jetzt stark zu sein und nicht in ein Häufchen Elend zu werden.

    Wie weit muss ein Mensch kommen, um zu begreifen was er da tut? Der Arzt hat zu ihm gesagt, es ist leichter für ihn und seine Familie, wenn er sich selber umbringt, als weiter zu saufen. Er ist 31 Jahre alt und seine Organe nehmen schon Schaden an. Er hat eine Fettleber, seine Nieren tuen ihm weh nach jeder Sauferei, sein Herz rast, er hat Entzugserscheinungen die er selber so bennent und und und was muss kommen, damit er es begreift? Ich kann nicht mehr weiter so machen.... Wann hört das bloß alles auf???

    Hallo miteinander,
    hallo liebe gesche,

    mal wieder komme ich erst jetzt dazu, wieder hier rein zu schauen... viel, viel zu tun und ein Problem kommt ja bekanntlich selten allein!

    So, seid letzter Woche hat sich ein bisschen was getan. Das Wochenende habe ich mit meinem Mann verbracht, er bat mich darum, da er meinte, es wäre der "gefährlichste" Teil der Woche. Wir haben ein echt super schönes Wochenende mit einander verbracht.
    Am Dienstag war er das erste Mal bei der Gruppensitzung von der ich erzählt hatte. Er sagte nur, es hat ihm sehr gut getan und er fühlte sich danach viel besser.
    Gestern war eine komische Situation dann, in der ich glaubte, dass er schon wieder am trinken sei, aber war er wohl nicht... naja, heute hab ich ihn kurz gesehen und er hat nicht nach alk gerochen, bei ihm kann man das am nächsten Tag riechen. Er hat mir heute erzählt, dass er es verstehen kann, dass ich kein Vertrauen zu ihm habe und das ich jedes Recht habe ihm zu Mißtrauen und das es für ihn nur ein Ansporn sei, sich zu verbessern und sich mein Vertrauen zurück zu gewinnen.

    Wie gesagt, ich bin immer noch abwartend, wie schon seid langem, aber ich muss mich um mich kümmern. Leider ist das zur Zeit sehr schwer, da noch zusätzlich zum Problem "Mein Mann ist ein Alkoholiker" tausendundein anderes Problem dazukommt.

    Ich versuche gerade alles in den Griff zu bekommen, was mir glaube ich mehr oder weniger gelingt. Ich muss zur Zeit mir immer wieder selber sagen, dass es das wichtigste ist, dass ich jetzt meine Arbeit schreibe und die fertig bekomme. Jeder Tag und jede Nacht, die sind nämlich zur Zeit sehr kurz bei mir, freue ich mich mehr auf meinem Urlaub in dem ich von all den Sachen Abstand gewinnen kann.

    So, nun werde ich mich auch wieder an meine Arbeit machen,
    seid alle ganz herzlich gegrüßt,
    julchenazul

    Hallo Krueger,

    ich kann Dich sehr gut verstehen.
    Mein Mann ist noch ziemlich am Anfang was die Therapien angeht, aber ich bin ganz guter Hoffnung, dass er es so langsam ernst nimmt, er trinkt nicht täglich, sondern hat alle paar Wochen mehrere Tag, an denen er sich exessiv besäuft.
    Mir ist seine Alkholsucht seid ca. 1 1/2 Jahren bewusst, aber wenn ich so über uns nachdenke, wir sind seid 6 Jahren ein Paar und seid knapp drei Jahren verheiratet, hat der Alkhohl schon immer eine große Rolle gespielt. Ich vertrage nicht so viel, daher besteht da für mich keine gefahr...

    10 Jahre sind echt eine lange zeit und ich kann Dir nur sagen, zieh aus, wenn es so weiter gehen sollte. Ich bin seid 6 Monaten nur noch sehr selten bei uns in der Wohnung, wohne eigentlich wieder bei meinen Eltern. Ich merke, dass es mir dadurch viel besser geht, ich kann wieder lachen, an mich denken, machen was ich will ohne an ihn zu denken.
    Wichtig ist, dass Du Abstand gewinnst und wenn Du mit Deiner Frau nicht darüber reden kannst über ihre Rückfälle, dann kann ich Dir nur sagen, sie wird es nie verstehen.

    Das wichtigste bist Du, denk an Dich, Du kannst Dir helfen, aber nicht ihr!

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, genieß den schönen Tag,
    lieben gruß,
    julchenazul

    Hallo ihr Lieben!

    In den letzten Tagen schaffe ich es leider nicht so viel zu schreiben, wie ich gerne möchte.
    Es gibt einiges zu erzählen.

    Ich habe mich zwei Mal diese Woche mit meinem Mann getroffen, einmal wegen der Sauferei am Wochenende, es ging heiß her und er hat mal wieder auf stur geschaltet und naja, wie das so ist, es kam das böse erwachen, der kater nach der feier...

    Zwei Tage später haben wir uns getroffen, weil wir etwas wegen der Wohnung besprechen mussten. Da zeigte er mir dann einen Zettel auf dem die Nummern von mehreren Psychotherapeuten standen, die Ärztin an die er sich gewendet hatte hat ihm diese gegeben. Ich hab es alles zur Kenntnis genommen und ihn nur ganz leicht ermutigt diesen Weg weiter zu gehen.

    Heute hat er mir erzählt dass er zu eine Gruppe gegangen ist, diese Therapie besteht aus zwei Teilen, einer Gruppensitzungen und zusätzlich noch eine Einzelbehandlungen, also hat er zwei Termine pro Woche. Er hat ein bisschen erzählt und gesagt, dass er mit der Therapeutin ganz gut klar kam und dass sie jetzt erst mal die nächsten sechs Wochen schauen wie es läuft und sich dann noch einmal zusammen setzten, um zu schauen wie es weiter läuft. Sie hat ihn wohl auch noch ein mal aufgeklärt, wie der Alkohol im Körper funktioniert. Naja, jedenfalls meinte sie, er braucht keinen Entzug, da er ja nicht täglich trinkt.

    Ich bin wirklich ganz positiv gestimmt, will da aber noch nicht zu viel rein interpretieren...
    er ist übrigends irgendwie übers Internet auf diese Einrichtung gestoßen.

    Mal schauen, wie es so weiter geht...ich halte euch auf dem laufenden!

    Liebe Grüße,
    eure julchenazul

    Am Wochenende war es mal wieder soweit, schon wieder!
    Am Samstag hatte ich mich mit meinem Mann auf ein Eis getroffen und wir haben einfach nur gequatscht, über alles mögliche, nur nicht über uns und unsere Probleme, also es war so wie bei einem Date, total schön! Ich hab mich auch wohl gefühlt.

    Naja und Abends hatte er sich mit einem Freund getroffen, der eigentlich in Ordnung ist, aber der hat irgendwie noch mehr leute mit gebracht und das musste natürlich in einem Gelage ausarten. Er sagte mir noch ganz stolz, dass er am längsten nüchtern geblieben ist und dann hat er nur ein bisschen Proseko getrunken und in der Disco dann nur Alkoholfreies Bier, was ich allerdings sehr stark bezweifele, weil er sich gestern sowas von verkatert angehört hat, dass kann definitiv nicht von ein bisschen Proseko gewesen sein!

    Naja, jedenfalls ich bin mal wieder total enttäuscht und so traurig. Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll... ich hab ihm gesagt, dass wenn ich ihn noch einmal erwische beim trinken, dass ich die Scheidung einreichen werde, da hat er dann wieder angefangen zu wimmern, aber er selber hat gesagt, dass er in 2-3 Wochen wieder was trinken wird und ah ja, sein alten Saufkompanen hat er auch wieder zu sich geholt, mit dem war seit einiger Zeit schulss, aber jetzt wird er wohl wieder öfter mit ihm saufen gehen.

    Ich habe einfach Angst, dass es wieder so schlimm wird wie letzten Sommer. Es ist ja schon "besser" geworden, wenn man es so bezeichnen mag, aber naja....

    Ich versuche mich nicht bei ihm zu melden, aber gleichzeitig will ich doch wissen, wie es aussschaut, ob er weiter trinkt oder ob er was macht.
    Ich könnte so sehr weinen, aber ich kann nicht mal mehr weinen, ich glaube so machtlos habe ich mich noch nie gefühlt.

    Ich will einfach nur, dass das alles aufhört!!!!

    Liebe traurigemaus,

    ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen und bin total geschockt! Es tut mir so weh, was diese menschen mit uns anstellen. Diese Ängste die wir haben, sie werden sie wohl erst verstehen, wenn sie endgültig dem Alkohol goodbye gesagt haben!

    Ich kann Dich so gut verstehen, mein Mann hatte am Samstag auch mal wieder gesoffen. Es ist so schrecklig. Aber es ist wichtig, so schwierig es auch ist - ich stecke auch mitten drin - denk an DICH. Ich habe meinem mann gestern gesagt, es wäre leichter wenn er sich gleich selbst umbringt als weiter zu saufen. So hart es klingt, es ist doch so...

    Ich wünsche Dir jedenfalls gaaanz viel Kraft, wir fühlen alle mit dir!

    Ganz lieben Gruß und lass Dich nicht unter kriegen,
    julchenazul

    Liebe Gesche,

    tut mir leid, dass ich mich jetzt erst wieder melde, die letzten Tage hatte ich sehr viel zu tun, dass ich es nicht mal geschafft habe meine E-mail zu machen!

    Ich bin mir halt immer noch nicht sicher, was ich machen werde mit meiner Ehe, deswegen habe ich mich einfach auf alles vorbereitet, ich hab mich auch schon über Scheidung informiert, einfach damit ich Bescheid weiß, egal in welche Richtung es geht, ich bin drauf vorbereitet.

    Ich rede schon ein wenig mit meiner Familie und Freunden darüber, eine Freundin hat sich schon von mir abgewendet, weil sie es alles nicht verstanden hat und diese Freundin kenne ich seit der 1. Klasse, das ist schon hart gewesen, aber zur gleichen Zeit habe ich mir gedacht: naja, was für eine tolle Freundin, die nicht für mich da ist, wenn ich eine schwirige Phase in meinem Leben habe...das hat mich auch schon traurig gemacht, aber naja, thats life!
    Aber weißt Du gesche, es ist doch sehr schwer für die Menschen, die nicht genau wissen, wie sich diese Situation anfühlt, sie unterschützen mich und sind für mich da, aber es ist doch sehr schwer für sie, dass alles nachzuvollziehen. Deshalb hilft es mir sehr, hier zu lesen, zu schreiben und mich auszutauschen. Seit dem ich mich hier angemeldet habe, ist ja noch nicht lange her, geht es mir viel besser, denn ich weiß, dass ich nicht alleine bin!

    Ich freue mich sehr auf meine Reise, denn ich weiß, dass ich sie mir 200 prozentig verdient habe und ich brauche auch diesen Abstand, die Entspannung und das Abenteuer! Es ist noch ein bisschen hin, aber ich sage natürlich bescheid!

    Wie geht es Dir denn so? Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann bist Du ja leider auch noch nicht am Ende des Weges angekommen, hast Du immer noch Tage, an denen Du ein totales Gefühlschaos hast?

    Ganz lieben Gruß und genieß Dein Wochenende,
    julchen

    Hallo Gesche!

    Konntest Du Dich denn wieder mit Deinem Mann annähern, oder hat er es immer noch nicht verstanden, was mit ihm los ist?

    Mein Mann hat mir jetzt wieder erzählt, dass es es verstanden hat und er hat das erste mal zu mir gesagt, ich bin Alkoholiker, ich hab ihn daraufhin gefragt, ob er sich jetzt nicht erleichert fühlt, nach dem er es ausgesprochen hat und er sagte nur Ja!
    Das fand ich sehr gut muss ich sagen, aber was ich ihm davon wirklich glauben kann...

    Ich habe so viele Ziele noch zu bereisen, aber diesmal geht es in die USA, Florida und Washington D.C. Genau sowas wollte ich machen, irgendwohin wo es warm ist und eine Trip machen, wir werden mit dem Auto in den Süden Floridas fahren und dann nach Washington hoch fahren. Ich freue mich sehr auf diese Reise und weiß, dass ich sie mir verdient habe. Obwohl ich diese Reise sehr gerne mit meinem Mann gemacht hätte...

    Ich bin Dir sehr dankbar, dass Du mit zuhörst und mir gut zuredest! Vielen Dank ein Mal dafür!!!

    Liebe Grüße,
    julchenazul

    Liebe gesche,

    auch ich wünsche dir einen schönen sommeranfang, obwohl von sommer ja nicht viel zu spühren ist...hoffentlich kommt das noch!

    Also ich hatte das gefühl, dass die Ehetherapie ganz gut war, mein Mann hat doch einige Fehler nun gesehen und sich eingestanden und vor allem auch bereut, ich glaube, dass es ehrlich war. ich muss bei sovielen sachen immer noch unterscheiden zwischen SUCHT und ER.
    Er hat mir jetzt wieder erzählt, dass er nun verstanden hat, dass er mit der sauferei nicht nur sich selber schadet, sondern auch den menschen die er liebt. Er will sich angeblich wirklich ändern und naja, all diese sachen hat er mir schon sooo oft erzählt. Ich sage ihm immer wieder, dass ich ihm gar nichts mehr glaube, ich glaube ihm erst, wenn er einige monate therapie hinter sich hat. wir werden sehen, wie ernst er es diesmal meint....

    aber selbst wenn er eine thearpie macht, bin ich dann bereit zu ihm zurück zu gehen? vieles in mir sagt NEIN, aber das ändert ja nichts daran, dass ich ihn mal sehr doll geliebt habe und dass er sehr wichtig in meinem leben war. wie viel ist wirklich kaputt gegangen? es ist ja nicht nur das vertrauen, es ist ja so vieles mehr.
    ich mache gerade meinen uni abschluss, vor einem jahr ungefähr habe ich mit ihm darüber geredet, dass wenn ich fertig bin, eine tolle reise irgendwohin machen möchte und er sagte nur zu mir, ja ist toll, aber ich kann das jetzt noch nicht planen, ist ja noch ein jahr hin, dann können wir drüber reden... ich glaube ich habe es noch einmal versucht gehabt mit ihm darüber zu reden und hab es dann sein gelassen. aber ich bin froh, dass ich mich nicht von meinem plan hab abringen lassen, ich werde eine wunderbare reise machen ohne ihn. das macht ihn heute sehr traurig und er bereut sein verhalten von vor einem jahr, aber was soll ich dazu sagen...

    es ist schwierig, aber der zeit denke ich: ein schritt nach dem anderen!


    wie lange lebt ihr denn schon getrennt? wir sind in einer hin und her und her und hin seid september letztes jahr. unglaublich, wie die zeit vergangen ist...
    Wünsche dir einen guten wochenstart,
    liebe grüße,
    julchenazul

    Hallo Paul!

    es tut mir so leid, was du durch machen musst. ich kann sagen, dass es bei mir nicht so schlimm ist wie bei dir, mein mann ist sogenannter Quartalssäufer, alle paar wochen, mal länger, mal kürzer läßt er sich tage lag voll laufen, vernachlässigt alles, job, uni.
    die wichtigste erkenntnis ist mir acuh erst vor ein paar wochen gekommen, als es mal wieder soweit war: ICH KANN NICHTS MACHEN. Du musst sie ziehen lassen und wenn sie aus der wohnung ausgezogen ist, ist es für dich das beste, d.h. du kannst dich wieder auf dich konzentrieren. versuche jemanden zu finden, mit dem du reden kannst, ein freund, eltern. ich bin auch noch nicht so lange hier, aber das lesen und das schreiben hilft mir sehr. versuche dich von einem tag zum nächsten zu hangeln und schreib deine geschichte auf.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Stärke, so doof es klingt, aber mit der Zeit wird es besser, mir geht es auch schon besser, obwohl ich noch oft tage habe, an denen ich traurig bin.

    liebe grüße,
    julchenazul

    Hallo Gesche,

    vielen, lieben Dank für Deine aufmunternden Wort!
    Ich habe schon sehr viel im Forum gelesen und versuche jeden Tag zu lesen und zu schreiben. Ich mekre, dass es mir gut tut, darüber zu schreiben und mit Menschen mich auszutauschen, die mich verstehen und die ähnliche Dinge durchgemacht haben wie ich.
    Die letzten zwei Tage waren eingentlich ganz gute tage, ich habe viel Arbeit, d.h. viel beschäftigung, d.h. wenig zeit um über meinen Mann nachzudenken.
    Heute hat er mich aber angerufen und wir haben kurz gesprochen. Am Dienstag ´hatten wir einen Termin beim Eheberater, aber ich hatte den Termin abgesagt, weil er nämlich getrunken hatte. Er war der festen Überzeugung, dass wir diesen Termin erst noch haben werden und ich sagte ihm, nein, ich habe abgesagt, weil du gesoffen hast. Er sagte nur nein, am dienstag habe ich nicht getrunken. Am Dienstag nicht mehr. Ich war wirklich erstaunt, dass er sich nicht mehr dran erinnern konnte. Für mich heißt es nur, dass er viel besoffener war, als ich dachte. Eigentlich wollte er sich natürlich mit mir treffeb, ich hab ihn nur gefragt, ob er sich schon entschieden hat mit dem suafen aufzuhören und er sagte ja, ich fragte nochmal nach, ob er sich den schon hilfe gesucht hat und er sagte nur: ich habe bei der Therapeutin schon drei mal angerufen, aber sie ruft mich nicht zurück. Was soll man dazu noch sagen, da fällt mir echt nichts mehr ein...
    Naja, mit diesem Verhalten führt er mir immer wieder vor Augen, dass er wirklich krank ist, es selber nicht merkt und ich es mir nicht einbilde, bzw. übertreibe.

    Heute habe ich wieder einen Tag überstanden. Ich bin froh, dass ich gar keine Zeit hatte, irgendwie an meinen Mann zu denken. Ich kann es immer noch nicht so richtig begreifen, dass er einfach alles so akzeptiert, dass er nichts merkt. Bis jetzt habe ich ihm immer gesagt, was als nächstes passieren wird und er hat im Nachherein immer zu mir gesagt, du hattest recht. Irgendwann muss man doch mal lernen, dass man dem anderen in bestimmten Dingen vertrauen kann, besonders seiner Frau. Es macht mich immer noch sehr traurig, dass er mir so wenig vertraut auf diesem Gebiet, aber auf der anderen Seite weiß ich auch, dass es nicht an mir liegt, sondern an ihm, dass er süchtig ist. Diese Hilflosigkeit ist das schwerste.
    Am traurigsten macht mich, dass unsere Ehe darunter kaputt gegangen ist, wir sind noch nicht lange verheiratet, knapp drei Jahre, ich habe das Gefühl, dass ich gescheitert bin. Wir haben sehr viel durchgemacht und dass all diese Anstrengungen umsonst waren, dieses Gefühl macht mich richtig fertig....

    Hallo kaltblut, hallo malola75,

    ich habe schon so viel über alkohol sucht gelesen, dass ich weiß, das ich so oft das falsche tue, in dem ich die zeit, in der er nicht trinkt mit ihm verbringe und es auch wirklich so tolle zeiten sind. dann nach wochen bin ich auf einmal wieder glücklich mit ihm und könnte mir vorstellen wieder mit ihm zusammen zu ziehen, naja, und dann kommt jedes mal die wirklichkeit und er hat mal wieder drei tage durchgetrunken. es hat sehr lange gedauert, bis ich mich hier angemeldet habe und mich "getraut" habe, meine geschichte zu erzählen, bei sovielen beiträgen denke, ich oh man, wie bei mir! und ich denke es hilft mir wirklich sehr, ich kann mit einigen menschen ganz gutüber das thema reden, ein freundin hat sich gerade von mir abgewendet, sie hat nicht verstanden, dass mein mann süchtig ist und ich auch wenn ich es nicht kann, ihm versucht habe zu helfen. heute hat er mich angerufen und mich gefargt was wegen unserer wohnung und ich habe ihm gesagt, dass es nicht mehr meine wohnung ist, er muss seine sachen selbst klären, ich aknn ihm da nicht mehr helfen. er sagt immer nur, es tut mir leid und ich wollte nicht, dass unsere beziehung so endet, ich sage ihm da immer nur, dass er es so wollte, denn er hat es so gemacht. ah ja, seine beste begründung für das trinken diesmal war, dass am montag, nach dem er getrunken hatte, die geister gekommen sind (er glaubt an geister und sowas) und deswegen musste er am montag und dienstag weiter saufen. er merkt gar nicht, dass er sich schon selber ausreden sucht, um sich sein trinekn zu erklären. naja, ich versuche wirklich, mich nur noch auf mich und mein leben zu konzentrieren, mein uniabschluss ist jetzt das wichtigste und ich versuche mir mit jedem tag, an dem ich stark geblieben bin, mir was zu schenken.
    ich danke euch für euer gutes zureden, es hilft sich mit betroffenen darüber zu unterhalten, die verstehen einen doch besser also die anderen...
    viele grüße,
    julchenazul

    Hallo Kaltblut,

    ja, auch für mich ist es nicht so einfach von ihm weg zu kommen! ich habe es immerhin schon geschafft quasi ausgezogen zu sein, also, viele dinge sind noch in der wohnung, aber alles was ich brauche habe ich hier. aber ich bin ja mit ihm verheiratet, ob ich ihn noch liebe, da bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher, aber er ist doch mein mann, irgendwie muss ich ihm doch helfen können. ich will, dass er mich nicht mehr in meinem leben zurück hätl und mich nicht mehr so sehr enttäuscht und traurig macht. es ist so kompliziert alles und so schwer....
    viele grüße,
    julchenazul

    Hallo,

    mein Mann ist Alkoholiker und ich bin glaube ich Co-Abhängig. Das Problem ist, dass mein Mann nicht täglich trinkt und daher denkt, er wäre nicht abhängig, alle paar Wochen hat er seine "Saufphase", das ist immer unterschiedlich, mal ist es so 3-6 Wochen, mal ist es auch alle zwei Monate nur. Zur Zeit ist es mal wieder wöchentlich und dann auch immer über ein paar Tage, so in der Regel sind es drei. Er sagt, ab und zu das er Süchtig ist oder ein Probelm hat, aber er versteht nicht, dass wenn man einmal abhägig war immer abhägig bleibt. Er trinkt halt gerne mal, so seine Aussage. Ich versuche ihn so sehr zu überzeugen, aber ich rede mir meinen Mund fusselig. Letztes Jahr habe ich ihm gesagt, dass er sich eine Therapeutin suchen muss, er war auch da so ungefähr 3 Monate, hat dann aber gesagt, er geht da nicht mehr hin, weil es so langweilig ist. Die Zeit, die danach kam, war die schrecklichste in meinem Leben, von da an, hat er fast jedes Wochenede getrunken und ich habe ihn noch nie so sehr besoffen gesehen, er hat gegen die Haustür gepinkelt, ins Bett, hatte Filmrisse usw. Es war so schlimm, bis er eine Woche lang 5 Tage nur getrunken hat. Seit dem lebe ich überwiegend bei meinen Eltern. Ich hab es nicht mehr ausgehalten, diese Machtlosigkeit, ich habe alles versucht, mit ihm zu reden, seine Familie zu informieren, ihm sein geld weggenommen und ich selber habe mit ihm überhaupt nichts mehr getrunken. Ich habe ihm dann im Herbst letztes Jahr zu einer Gruppe Anonyme Alkoholiker mitgeschläppt, ich bin zu anfangs immer mitgenagen und er ist alleine rein, dann habe ich ein paar mal auch bei der Gruppensitzung mitgemacht, ich fand es sehr hilfreich und in der Zeit hat mein Mann auch nicht getrunken. Die Gruppenteilnehmer haben ihn ganz gut analysiert und uns oder mir sehr viel Mut gemacht, er ist ein Quartalssäufer. Aber er will es nicht einsehen, er denkt, dass ein Alkoholiker quasi ein Penner ist und ohne Job und täglich trinken muss. Nun ja, diese Gruppenthearpie hat also auch nicht lange gewährt. Ich hab ihm ein Ultimatum gestellt und gesagt, dass wenn er nicht aufhört, dass ich ihn verlasse, ich oder der Alkohol. Natürlich hat er sich nicht für mich entschieden. Seid Weihnachten lebe ich eigentlich wieder bei meinen Eltern, wir sehen uns wenig, höchstens mal am Wochenende oder wenn wir irgendetwas erledigen mussten.
    Ich habe mir selber eingestanden, dass er Alkoholiker ist und das ich ihm nicht helfen kann, es war auch für mich sehr schwierig, dies so zu akzeptieren. Seine Familie ist überhaupt keine Hilfe, sie interessieren sich nicht für ihn und er findet immer irgendwelche Ausreden/Entschuldigungen, warum seine Familie ihm nicht hilft. Ich bin die einzige, die sich um ihn kümmert. Er ist sogar selber zum Arzt gegangen, weil ihm seine Nieren weh getan haben, dabei hat sich herausgestellt, das er bereits eine Fettleber hat, auf grund des exsessifen Alkoholkonsums. Daraufhin hat er 8 Wochen kein Schluck mehr getrunken, da der Arzt ihn aufgeklärt hat so nach dem Motto: wenn Du weiter säufst, dann ist es für Deine Familie besser, wenn Du Dich selber gleich umbringst, denn so sind die Schmerzen weniger, als wenn Du Dich langsam selber umbringst. Es wird wohl auch nicht mehr lange dauern, bis er Medikamente braucht. Naja, diese acht Wochen sind nun vorbei und er redet sich wieder ein, dass er kein Problem hat.
    Ich selber, ich kann nicht mehr, ich habe ihm heute gesagt, dass ich die Scheidung will, da ich nicht mehr umgehen kann mit dieser ganzen Sche***. Ich hab ihm immer gesagt, dass er sich entscheiden muss, ich oder der Alkohol und er hat sich ganz klar gegen mich entschieden und ich hab ihm auch gesagt, dass er alleine davon nicht weg kommt, er braucht hilfe und ich kann ihm diese nicht geben, ich kann ihn nur unterstützen, aber nur, wenn er auch wirklich damit aufhören will.
    Wenn er nicht trinkt, dann können wir auch ein bisschen darüber reden und da hab ich ihm immer alles gesagt, wie ich die Sache sehe, er hat mir fast immer zugestimmt und auch gesagt, dass er was machen will, aber er macht es einfach nicht und jetzt denk ich halt, dass er sich nicht ändern wird, weil er weiß, wie schwierig der Weg sein wird und den will er deshalb nicht gehen. Er hat mir heute gesagt "Wenn es eine Spritze dagegen geben würde, dann würde ich sie nehmen, aber die gibt es nicht, sondern nur eine Möglichkeit die ungalublich schwierig sein wird", was soll man dazu sagen? Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen kann. Ich hab den Kontakt auf ein Minimum herunter geschraubt, hab alle wichtigen Sachen zum Leben hier bei meinen Eltern. Seine Familie hilft mir überhaupt nicht, ich glaube, dass es ihnen egal ist, sie sind total Sensationsgeil und wollen immer Hilfe haben, aber für uns waren sie noch nie da, seine Mutter denkt, dass wenn er 2 Wochen nichts getrunken hat, dass er wieder geheilt ist.
    Ich habe schon soviel gelesen über Sucht und auch die vielen Geschichten hier im Forum, aber es ist doch immer die gleiche Frage: WAS SOLL ICH MACHEN? WIESO WILL ER SICH NICHT HELFEN LASSEN? WIESO SIEHT ER NICHT, WIE KRANK ER SCHON IST? WARUM BIN ICH IHM NICHT SO WICHTIG, WIE SEIN ALKOHOL? Und ich weiß, dass die Sucht stärker ist, als alles andere in seinem Körper und die Ausreden Suchtausreden sind und sie nicht wirklich von ihm kommen, aber trotzdem, kann mir jemand helfen, wie seid ihr über diese schlimme Zeit hinweggekommen, wie habt ihr es geschafft, dass euer Partner eine Therapie gemacht hat?
    Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit,
    lieben Gruß,
    julchenazul