Guten Abend k3n
ich freue mich dass du einen schönen Tag hattest, das liest sich einfach nur gut.
Auch bei mir war heute ein richtig schöner Tag an dem ich gar nichts vermisst habe.
Ich wünsche dir noch viele solche Tage
Liebe grüße
Jutta
Guten Abend k3n
ich freue mich dass du einen schönen Tag hattest, das liest sich einfach nur gut.
Auch bei mir war heute ein richtig schöner Tag an dem ich gar nichts vermisst habe.
Ich wünsche dir noch viele solche Tage
Liebe grüße
Jutta
Hey k3n und weissbär
ihr seid mir wirklich weit vorraus, und ich bin froh, eure Meinung gelesen zu haben.
Ich glaube ihr habt vollkommen recht.
Auch ich hab ja freiwillig getrunken...hat mich keiner gezwungen...und es ist kein Kampf gegen den Alkohol, es ist wohl eher ein Suchen nach sich selbst.
Ich hab mich und scheinbar noch nicht so richtig gefunden.Und gerade deshalb bin ich froh, dass ihr beide (Weissbär und du) mir widersprochen habt.
Und ich denke ihr seid wirklich auf DEM RICHTIGEN WEG.
Ich bin gerade in dem Moment auch auf der Suche....nach dem richtigen Weg...nach mir selber...........nach den Ursachen............nach vielem.....
und gerade heute ist wieder ein Tag an dem ich verzweifeln könnte.
Wei ich dachte den Weg gefunden zu haben....
Und so viel gegenwind kommt
Ich danke euch , ihr habt mir sehr geholfen
Eisbär/Jutta
Hallo k3n
schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Irgendwie kämpfen wir hier doch alle den selben Kampf. Und den wollen wir gewinnen.
ich bin seit 1.6.2009 trocken, und habe auch von einem auf den anderen Tag mit dem Trinken aufgehört.
Mein Mann trinkt aber weiter, und auch ich finde kein Verständniss bei ihm. Das Schlimmste ist dabei, dass er hier bei uns zuhause trinkt, die Weinflaschen also immer für mich zugänglich sind.
Immer wenn meine Sucht wieder ziemlich stark und der Druck zum Kühlschrank zu gehen und die Flasche zu nehmen fast unerträglich wird, gehe ich in dieses Forum und lese und schreibe hier.
Ich kann die versichern, das tut unendlich gut, und es gibt sehr viel Kraft.
Es ist wichtig, das man sich einfach ablenkt, ob nun hier oder -wie ich es auch häufig tue- mit einem Telefongespräch mit einer lieben Freundin.
Ich wünsche dir auch sehr sehr viel Kraft, und ich denke wir werden das alles gemeinsam schaffen, wir müssen nur wollen und stark sein und uns von dem distanzieren, was uns auf unserem Weg schwächt.
.
Viele liebe Grüße
Eisbär
Nochmal hallo
Vielen lieben Dank für eure Antworten, das tut wirklich gut, zumal ich grade jetzt einen ziemlich schlechten Tag habe.
Stress -vor allem mit meinem Mann- ohne Ende.
@ Oliver
Leider sieht mein Mann gar nicht ein warum er hier keinen Alkohol trinken oder Flaschen im Kühlschrank haben sollte. Das wird ein schwerer Weg und ich muss mich auch mit der Tatsache vertraut machen, dass ich mich von Menschen, die meinen Weg nicht mit mir gehen wollen, trennen muss.
Weißbär
Hallo liebe"Gleich-Nic"
du hast vollkommen recht, er nimmt mich nicht ernst, und JA ER WEISS ÜBER DIE WERTE BESCHEID.
Das macht es ja umso trauriger. Ich meine wir kennen uns seit 30 Jahren und ich dachte immer wir passen gut zusammen.
Dennoch muss er mir jetzt zur Seite stehen, sonst kann ich das alles nicht durchhalten. Nicht ohne Trennung.
Er meinte nur, ach was der Arzt sagt, das muss doch nichts heissen, und wenn es wirklich so schlimm ist, dann hör halt auf zu trinken:-((
@ Biene
Vielen lieben Dank, ich habe mir die Grundbausteine gut durchgelesen und werde danach handeln. Es gibt einem Kraft und zeigt einen Weg raus aus dieser Hölle
@Mieken
leider habe ich überhaupt keine Hobbies und auch nicht wirklich viele Freunde. Zumindest nicht solche, denen ich vertrauen kann.
Eine Freundin, die leider 280 km entfernt wohnt, steht mir im Moment wirklich zur Seite, wir telefonieren täglich und auch über längere Zeit.
Das allerdings gibt nun wieder richtig Stress mit meinem Mann.
Er kann nicht akzeptieren, dass ich so lange am tel hänge, zumal ich das vorher noch nie tat. Und vor anderen Leuten werden keine Probleme diskutiert!
der Gegenwind ist also ziemlich heftig.
Ganz besonders heute.
Ganz vielen lieben Dank, dass ihr mir zuhört und mich verstehen könnt
Euer Eisbär
Erst mal einen schönen guten Morgen an alle hier im Forum
endlich habe ich mich entschlossen meine Geschichte hier zu erzählen. Im Vorstellungsbereich hatte ich mich schon kurz vorgestellt und war positiv überrascht, dass wirklich Rückmeldungen kamen.
Beim Lesen hier ist auch mir aufgefallen, dass meine Geschichte überhaupt gar nicht einzigartig ist, es gibt unglaubich viele Menschen, denen es ganz genauso geht wie mir.
Das hat mich unglaublich überrascht.
Die Überschrift "seit 1.Juni" bedeutet ganz einfach, dass ich mir am 1.Juni 2009 eingestanden habe "ich bin Alkoholikerin"
Ich kann mich nicht mehr erinnern wann ich eigentlich mit dem Trinken angefangen habe, aber es sind sicher 25 Jahre.
Zu Beginn nicht exzessiv, aber regelmäßig.
Immer nur Wein und Sekt, was keine Entschuldigung mehr für mich sein soll.
Im letzten Jahr wurde die Trinkerei deutlich schlimmer.
Ich kam um 19.00 von der Arbeit (ich bin selbständig) und der erste Weg führte mich immer zuerst an den Kühlschrank.
Die erste Flasche Prosecco war nach 20 min geleert, und ich dachte "so, jetzt kannst du den Abend beginnen"
Um 21.00 war meist auch die Flasche Wein (1L Flasche) geleert. Und ich begann im Internet auf einer meiner Lieblingsseiten zu chatten.Es ging mir ja sooooooooo gut....was war ich lustig und fröhlich.....
Oft rief ich auch eine oder zwei Freundinnen an.
Was ich in diesen Gesprächen geredet habe und erzählt habe....... das wusste ich am nächsten Morgen nicht mehr!!!!!!!!!!!!!!
Als es mir vor 6 Wochen körperlich nicht mehr gut ging (Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen) begann ich nachzudenken.
Und am 1. Juni stand mein Entschluss fest. Ich stellte mich vor den Spiegel und sagte mir "du bist Alkoholikerin!"
Mein nächster Weg führte mich zhu meinem Hausarzt wo ich um eine Blutprobe bat.
Das Ergebnis war mir zwar klar, trotzdem hatte ich nicht damit gerechnet, dass die Leberwert und auch die Bauchspeicheldrüsewerte so entsetzlich schlecht sind.
Mein Arzt wollte dann Ultraschall machen um herauszufinden woran es liegt.
Ich unterbrach ihn und erklärte ihm, das ich ganz genau wisse WORAN es liegt.
Und ohne Rücksicht darauf, dass er mich kennt, seine Tochter mit meinem Sohn (9 Jahre) in die gleiche Schule geht, mein Wohnort recht klein ist, und mich hier auf Grund meines Berufes viele Leute kennen.... trotz allem sagte ich ihn ehrlich die Wahrheit.
Weil ich denke, das ist der erste wichtige Schritt. Ich will mich nicht mehr verstecken mit meinem Problem.
Wobei das nicht gleichzeitig bedeutet, dass ich Gott und der Welt erzähle, dass ich krank bin.
Bis jetzt wissen das nur meine engsten Vertrauten. Und beruflich ist es völlig unmöglich es zuzugeben, und das werde ich auch nicht tun.
Nun körperlich hatte und habe ich keine Entzugserscheinungen, aber es gibt Tage an denen mich mein Weg automatisch zum Kühlschrank führt.
Leider ist dort auch immer etwas zu trinken zu finden, denn mein Mann stellt sich dem Problem absolut nicht. ("wir sind doch keine Alkoholiker!! Und ausserdem vertrag ich eh mehr als du, dann trink halt weniger")
Vor genau 1 Woche hatte ich dann nun auch einen Rückfall:-(
Wieder hatte ich danach telefoniert und wieder wusste ich am nächsten Morgen nicht mehr um was es ging.
Allerdings hatte ich jemanden offensichtlich ziemlich verletzt.
Ich möchte das nicht mehr! Ich möchte endlich nach so vielen Jahren damit aufhören. Ich möchte endgültig mit dem Trinken aufhören.
Eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben hier, aber merkwürdigerweise geht das alles von ganz alleine, und ich merke mit jedem Wort wie gut mir das tut.
Ich weiss ich bin nicht alleine.
Liebe Grüße
Eisbär