Hallo kommal und ein Hallo an alle,
zur Zeit tendiere ich eher dazu hier eine ambulante Therapie zu machen.
Ich musste mir die Woche leider Geld leihen, damit ich die Studiengebühren für das nächste Semester bezahlen konnte.
Und in knapp 5 Monaten sind auch schon wieder die nächsten Gebühren (knapp 800€) für das nächste Sommersemster Semester dran.
Bis zum letzten Semster hatte ich einen Studentenkredit bei einer Bank für die Gebühren, die nun aber nicht mehr zahlt, da ich eine bestimme Semsterzahl überschritten habe.
Das heißt für mich, das ich arbeiten gehen muss, was ich auch möchte.
Deswegen ist das zur Zeit schlecht mit einer Therapie möglichst weit weg. Ich könnte mich auch nicht entspannen, mit dem Gedanken an das unfertige Studium im Hinterkopf. Jedes Semster was ich jetzt noch dranhängen muss, verschlechtern meine changen auf dem Arbeitsmarkt.
Viele Grüße
Mario
Beiträge von Mario77
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Hallo an alle und ein Hallo an Backmaus und Mieken,
worum es genau bei der Situation genau ging möchte ich hier im offenen Forum lieber nicht so genau niederschreiben.Heute gehts mir besser, Rückblickend betrachtet denke ich das, daß Telefonat am Montag nur das (mein) Fass zum überlaufen gebracht hat.
Irgendwie traue ich meinen Gefühlen noch nicht wirlich. Wenn mir was nicht passed, dann überlege ich immer ob das denn nun richtig ist oder nicht.
Oft dauert das einige Tage und irgendwann rege ich mich dann noch darüber auf, meist über mich selbst, weil ich die Zähne nicht auseinander bekomme.Wir haben gestern kurz über die Situation gesprochen und für meine Freundin stelle sich die Sache auch ganz anders da als für mich.
Sie kann sich das auch nur sehr schwer vorstellen, wie das ist Suchtdruck zu haben, wie soll sie das auch können.
Ich war auch sauer auf mich selbst und entäuscht, weil ich es überhaupt zugelassen habe, das es soweit kommt das ich Saufdruck bekomme.
Das sind auch Gründe, die meine Partnerin sicherlich nur schwer nachvollziehen kann. Warscheinlich auch weil ich mit Ihr zu wenig über solche sachen Rede.
Das Gute ist das ich daran etwas ändern kann.Ein Therapie werde ich wohl machen, allerdings weis ich noch nicht genau wo und wann. Die suchtberatungsstelle die ich zur Zeit besuche bietet mir die Möglichkeit einer längeren ambulaten Therapie. Mein Hausarzt hat mir geraten eine Verhaltenstherapie bei einem Verhaltstherapeuten zu machen.
Ich habe mich noch nicht genauer damit befasst, wie eine Verhaltenstherapie abläuft. Dieses Wort Ver.th. gefällt mir oberflächlich erstmal nur bedingt, allerdings hat mir das auch schonmal ein andere Arzt geraten.
Vielleicht ist das doch das richtige für mich.
Wenn ich zu einem Therapeuten gehen sollte, dann müsste ich aber erstmal einen "Guten" finden.
Bei der Ambulaten Therapie würde ich in eine Therapie Gruppe kommen. Öberflächlich betrachtet gefällt mir eine Gruppe besser, weil denke das Fehler einzehlner in der Gruppe eher auffallen.
Wenn ein Therapeut einen Fehler macht, dann muss ich den u.U. ausbaden.
Beenden möchte ich meine Beziehung nicht, würde ich allerdings wenn meine Nüchterheit dadurch ersthaft gefärdet werden würde, dann würde mein Überlebenstrieb doch die Oberhand gewinnen.Hui, gleich schon 12 Uhr, ich werd hier mal schluss machen, ich wollte schon seit einer Stunde beim Sport sein. Heute Nachmittag fahren wir in Mobelhaus und werden ein paar neue Einrichtungsgegenstände für mich kaufen.
Das schöne ist, die Sachen kaufe ich von dem Geld welches ich gespart habe und früher für Alkohol ausgegeben hätte. Das fühlt sich doch ganz gut an
Viele Grüße
Mario -
Hallo miteinander,
danke Wasser für Deinen Beitrag. Gerade heute macht mir Dein Beitrag mut.
Heute gab es, wie in den letzten paar Tagen auch, einige Konflikte in meiner Beziehung, die mich mehr und mehr belasten.
Heute gings mir nach einem Telefonat mit meiner Partnerin sehr schlecht. Ich habe mich danach sehr schlecht gefühlt und ein intensiver Suchtdruck hat sichaufgebaut gehabt.
Da ich nicht wusste was ich tun sollte, bin ich zu meinem Hausarzt hin, um den Suchtdruck erstmal im wartezimmer auszusitzen.
So langsam gehts mir etwas besser, ich habe beim Arzt vor Ort ein Medikament bekommen, was die innere Spannung etwas löst.
Jedoch gefällt mir das zur Zeit ganz und garnicht, mit diesen ganzen Medikamenten.
Ich muss lernen meine Bedürfnisse besser durchzusetzten und auch Grenzen aufzeigen. Soweit die Theorie, wie ich das praktisch umsetzten soll, weis ich noch nicht ganz genau.
Das Problem liegt auch daran, das ich mich moralisch erpresst fühle, wenn ich meinen Mitmenschen sage was mich stört.
Als Bsp. ich habe am Telefon gesagt das, dass teilweise aufkommende Verhalten meiner Partnerin bei mir Suchtdruck auslöst. Ich hatte eigentlich gehofft ich damit hinreichend deutlich gemacht hätte : Stop, ich kann jetzt nicht mehr.
Jedoch schlug mir ein: Ach jetzt bin ich schuld daran, das Du trinkst bzw. den wunsch nach Alkohol hast entgegen (getrunken habe ich nicht).
Was ich damit natürlich nicht sagen wollte.
Mir fällt auf, das immer wenn ich sage das mir etwas nicht passt (was ich wirklich nicht oft tue und eigentlich auch nur wenn ich merke, jetzt wird es für mich langsam gefährlich), wird mir dieses und jenes Vorgehalten und das ich doch schuld sei, weil xyz. Ich weis dann wie heute echt nicht mehr weiter.
Ich möchte wirklich nicht die letzte Konsequenz ziehen und die Beziehung beenden. Aber heute habe ich deutlich gemerkt, so kann es auch nicht weitergehen.
Sorry falls mein geschriebenes etwas durcheinader klingt.
Viele Grüße
Mario -
Hallo miteinader
und Danke das Ihr mir geschrieben habt
Zitat von Backmaus
Bei Deinem ehemaligen Saufkumpel hast Du wohl jetzt ein schlechtes Gewissen ausgelöst,deshalb die Sprüche.Vielleicht ergibt sich "nebenjobmässig" mal was...nix überstürzen....Geduld mit sich haben...
Das mag wohl sein das, das schlechte Gewissen gesprochen hat. Wenn ich so nachdenke, waren wir beide auf Feiern auch immer die, die am meisten getrunken haben. Das ist mir aber erst jetzt im Nachhinein aufgefallen, wo ich nüchtern darüber nachdenken kann.
Mag sein das er mit seinem Konsum nicht alleine da stehen will aber das soll jetzt erstmal nicht meine Sorge sein.Übertreiben möchte ich nicht, daher dachte ich auch erstmal nur an 10-15 Stunden pro Woche.
Ein gewissen Maß an finanzieller Unabhänigkeit möchte ich aber wieder haben. Und später (in 1-2 Jahren) dann wenn möglich auch wieder komplett unabhänig sein.
Ich denke das wird mir gut tun, weil die jetzige Situation, wo noch eine überwiegende finazielle abhänigkeit von der Familie besteht, gefällt mir nicht mehr wirklich. Als ich noch getrunken habe, war mir das egal aber jetzt ist es das nicht mehr.Zitat von Mieken
Hab ich da was überlesen? Was hast du, wenn ich so neugierig sein darf?Hast du einen Job schon in Aussicht? Sonst wäre nun doch eine gute Gelegenheit die Zeit in die Suche zu stecken, um nicht das nächst beste Angebot annehmen zu müssen?
Nein *schmunzel* ich habe nix körperlich akutes. Ich habe mich da wohl etwas schlecht ausgedrückt. Ich meine damit, das weitere auskurieren der seelischen Folgen der Sucht. Das man die Sucht nicht heilen oder verschwinden lassen kann, das weis ich doch
Ich will versuchen noch weiteres Selbstvertrauen aufzubauen und noch ein paar Vorschritte machen wenns darum geht ungute Gefühle in normale Bahnen zu rücken.Zitat von Ute
Ich bin Alkohlkrank und diese Krankheit kann ich nicht ""auskurieren "" sondern nur zum stillstand bringen.
eSorry das ich mich mehrdeutig ausgedrückt habe. Ich meinte damit die Folgen der Sucht weiter auszukurieren.
Danke das euch das aufgefallen ist und das Ihr das angesprochen habt.Gestern gab es ein wenig Beziehungsproblematik, heute ist das soweit wieder aus der Welt. Aber gestern kamen dann doch die Gedanken, das ein paar Bier "erleichterung" bringen würden.
Auch heute morgen war dieses gewisse Suchtdruck noch da aber inzwischen gehts wieder soweit.Morgen steht der Zahnarzt Termin an und meine Angst hält sich Gott sei dank noch in Grenzen. Als ich noch getrunken habe, hab ich in den letzten 24 Stunden vor dem Zahnarzt immer regelrechte Panik bekommen,
die dann mir reichlich Bier bekämpft wurde. Vielleicht habe ich mir meine Zahnarzt Angst auch ein Stückweit eingeredet, um einen Grund zu trinken zu haben.
Ich wünsche euch allen einen schönen Tag
Viele Grüße
MarioPs : Hallo Melisse, ich hab geshen das Dein Beitrag wohl nur aus versehen hier reingerutscht ist. Dennoch ein Hallo von mir

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Hallo miteinander
und danke Backmaus und Mieken für euren lieben Zuspruch.Gestern ist mir leider durch unachtsamkeit ein Fehler unterlaufen.
Beim einkaufen im Drogeriemarkt hatte ich mir ein paar Fitnessriegel gekauft, um nach dem Sport eine kleine Stärkung zu haben.
Leider habe ich übersehen, das in der Zutaten Liste Alkohol aufgeführt war, 2 Gramm mehrwertiger Alkohol pro Riegel.
Aufgefallen war mir das erst beim Essen, als ich mir die Umverpackung dabei nochmal angesehen habe.
Gott sei dank hat das keinen intensiven Suchtdruck ausgelöst aber Angst hatte ich dennoch bekommen.
Das war wohl nur Glück, das nix weiter passiert ist.
Sowas dummes, ich hab im Leben nicht daran gedacht, das in sowas Alkohol drin ist.
Das wird mir eine Lehre für die Zukunft sein, das ich intensiver auf Nahrungsmittel Zustätze achten muss.Die Woche ist mir auch mein ehemailger Saufkumpel über den Weg gelaufen. Wir wohnen im selben Ort, von daher war das auch nur eine Frage der Zeit.
Im laufe des folgendes Gespräches sagte ich das ich nicht mehr trinke und wirklich auf Verständiss bin ich damit nicht gestoßen. Eher auf Aussagen wie: ich vermisse meinen Saufkumpel und das man doch nicht ohne Alkohol sein kann.
Das war schon eine Entäuschung, weil auf dieser Basis kann und will ich keinen Kontat mehr aufrecht erhalten.So langsam merke ich wie mir eine (berufliche) Aufgabe oder Erfüllung fehlt. In vier Wochen fängt das neue Semester dann, das wird mich sicherlich wieder etwas mehr erfüllen. Dennoch möchte ich auch einen Nebenjob annehmen.
Ich denke das ist auch etwas was mich zusätzlich stabilisieren wird.
Zur Zeit muss ich meine Tage noch "Freizeit aktivitäten", Hausarbeit und Gartenarbeit füllen. So langsam wird das allerdings etwas mühseelig sich für jeden Tag was vorzunehmen und wie gesagt, zu 100% erfüllen tut mich das auch nicht. Auch wenns schön ist nüchterne Freizeit zu haben, auf dauer wäre das aber nix für mich.
Dennoch will ich die nächsten vier Wochen ruhe noch soweit es geht genießen und nutzen um meine Krankheit weiterhin auszukurieren.
Viele Grüße
Mario -
Guten morgen an alle,
mir gehts gut und der erste Monat ohne Alkohol ist seit gestern rum.Zu dem "Gespräch" mit meinem Kumpel ist es noch nicht gekommen. Auch wenn die Antworten hier im Forum zu diesem Thema, nicht immer die waren die ich eigentlich hören wollte, so habe ich doch nachgedacht. Für die nächsten Zeit werde ich einen persönlichen Kontakt zu meinem Freund erstmal meiden und schauen was die Zeit bringt.
Die Woche war ich beim Neurologen und habe ein neues Medikament bekommen, nach ausführlicher Beratung. Das soll mich die nächsten 12-16 wochen etwas weiter stabilisieren. Die letze woche hatte ich teilweise so hochs und tiefs. Einerseits freue ich mich bald mein Studium wieder aufzunehemen und endlich mal zu zeigen "was in mir steckt", andereseit habe ich Angst es doch nicht zu schaffen und es kommen viele Erinnerungen von diesen "Gott mein Gott erinnerungen" aus nassen Tagen hoch.
Die schlechten Gedanken sind recht stark und lösen auch körperliche Symptome aus. Das ist wie so ein Blitz der durch den ganzen Körper fährt und ich bekomme dann auch sowas wie einen Adrenalin Schub.
Diese Erregung soll den den neunen Tabeletten etwas gedämpft werden.Mir wurde auch zu Sport geraten, was ich ja auch schon 4-5 mal die Woche mache. Für jetzt gleich steht eine halbe stunde lockeres Joggen als Erholungstraining auf dem Programm. So langsam komme ich wieder in form, wenn das so weiter geht, habe ich ín 3-4 Moanten ein alten Nivau wieder erreicht.
Viele Grüße
Mario -
Guten morgen liebes Forum,
ich danke euch für eure Antworten. Ich habe gestern den ganzen abend über eure mahnenden Worte nachgedacht. Und ehrlich gesagt weis ich im Moment garnicht was ich machen soll.
Mit dem besagten Freund, bin ich schon zur Schule gegangen, wir haben auch schon zusammen gearbeitet, waren mehrmals zusammen im Urlaub, wir helfen uns gegenseit regelmäßig bei sonstigen Arbeiten und als Mensch mag ich ihn auch sehr gerne.
Auf der anderen Seite betrinkt er sich gerne mal, meist einmal am Wochenende, also ist er kein "alkoholfreies" Umfeld.
Ach man das ist doch sau blöd das ganze...Was gestern auch noch blöd war, beim Familienkaffee trinken hat meine Freundin Witze über Bier gemacht, das man für mich am besten überall im Haus so Getränkehalter anbringen könnte, damit ich mein Bier dort immer abstellen kann.
Das fande ich auch ziemlich daneben und das werde ich ihr heute oder morgen auch nochmal sagen.Trotzdem fahre ich jetzt zum training und mache was für mich.
Viele Grüße
Mario -
Guten morgen zusammen,
gestern ist die 3 Woche zu ende gegangen. Es ist etwas komisch, 3 Wochen sind ja nun nicht wirklich eine lange Zeit aber die Zeit des Saufens scheint schon so weit weg zu sein.
Langsam kapiere ich auch, das es wichtig ist die nasse Zeit nicht zu vergessen.In meinem Vorort treffen sich einige SGHs, wie ich inzwischen rausgefunden habe. Die eine oder andere werde ich mir bestimmt im laufe der nächsten 1-2 Wochen ansehen. Nur zu den AAs mag ich nicht gehen, mit dieser höheren Macht Geschichte kann ich nix anfangen.
Obwohl, man soll ja auch keine Vorurteile haben..naja mal sehen.Für den geschützen Bereich möchte ich mich gerne anmelden. Nur muss ich dafür noch etwas sparen, diesen Monat gabs schon ne Menge Ausgaben. Ich hoffe das ich bis zum ende des Jahres dort schreiben kann.
Das Geld was ich sonst immer jeden Tag versoffen habe (5-10€) gehen zur Zeit für Dinge des täglichen Lebens drauf. Um solche Dinge (Kleidung etc.) habe ich mich ja Jahrelang auch nicht wirklich gekümmert, so das da auch einiges an Nachholbedarf besteht.Wegen dem Gruppentreffen letzte Woche, ich habe mir überlegt, das ich dem Sozialpädagogen der mich dort bis jetzt betreut, mal darauf anspreche ob die Gruppensitzungen dort immer so verlaufen. Ich möchte mich dort aber rum gottes Willen nicht beschweren, ich bin ja froh das ich da hingehen kann.
Gestern war ich mal wieder zu einer Feier eingeladen, der einlandung bin ich natürlich nicht nachgekommen.
Für die Woche werde ich wohl mal das Gespräch mit einem guten Freund und Saufkumpel suchen. Wir wollten die Woche ein paar Km Strasse mit dem Mopped unter die Räder nehmen. Vielleicht ergibt sich im Anschluss daran eine gute Gelegenheit. Ich bin mal gespannt wie das abläuft.
Er hatte mir vor nicht allzu langer Zeit auch schonmal etwas in den Hintern getreten, nicht direkt wegen dem Saufen sondern allgemein, weil ich nicht aus dem **sch komme. Das ganze Ausmaß meiner Alkoholsucht kennt er auch garnicht...ich hoffe das er versteht und das wir in Zukunft alkoholfreie Sachen zusammen machen können.
Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag (trotz des Regens).
Mario -
Hallo Karsten,
ich fand nur das 60min etwas knapp bemessen waren für die Anzahl an Gruppenmitgliedern. Gerne hätte ich den anderen noch etwas länger zugehört.
Diese Gruppe ist erstmal auch nur eine Einstiegsgruppe, wenn ich in der Einreichtung eine ambulante Therapie machen sollte, würde ich auch in eine andere bestehnde kleinere Gruppe kommen.
Es gibt hier in meiner Stadt noch eine weitere Beratungsstelle die von einem anderen Kostenträger unterhalten wird.
Ich denke da werde ich auch mal hingehen und mir die Angebote dort auch mal unverbindlich ansehen und dann gucken wo ich mich wohler fühle.
Viele Grüße
Mario -
Guten morgen
Am Mittwoch war ich bei der Suchtberatung zum einzel Gespräch und danach zur Gruppensitzung.
Das einzel Gespräch war recht erbaulich
Das Gruppengespräch verlief etwas anders als ich es mir vorgestellt hatte. Die Gruppe war recht groß, ich schätze so etwa 20 Leute und sie wurde von einem Mitarbeiter der Beratungsstelle geleitet. Zubeginn sollte sich jeder kurz vorstellen und berichten wie die letzten Tage so verlaufen sind.
Nach alle durch waren ist der Betreuer noch etwas intensiver auf 2 Leute eingegangen die von einem Rückfall berichteten.
Ich dachte mir dann, prima jetzt sind wir mit der Vorstellung durch und können endlich anfangen, jedoch sagte dann der Leiter, das die Stunde nun um sei und alles Gute, bis nächste Woche.
Das hat mir ehrlich gesagt nicht sonderlich gut gefallen...naja mal sehen wie das die nächste Woche abläuft.Naja meine Sporttasche ist gepackt und düse jetzt noch schnell zu training bevor der Himmel seine Schleusen öffnet.
Viele Grüße
Mario -
Hallo Backmaus,
das der Suchtdruck von der Anspannung ausgelöst wurde kann gut sein.
Etwas nervös bin ich immer noch aber inzwischen kommt auch langsam so etwas wie neugierde und vorfreude auf. Wenn das in der Gruppe nur halbwegs so angenehem abläuft wie hier im Forum, wird das bestimmt ein interessanter abend heute.
Ich werde spätestens morgen berichten wie es war
Hallo Lothlorien,
das "nach außen" ist mir zur Zeit schon wichtig, da hast Du recht.
Ich habe mich in meinem Familien und engen Bekanntenkreis soweit geoutet und gesagt das ich nicht mehr trinken werde. Dieses Vertrauensvorschuss den ich inzwischen dadurch bekomme, möchte ich nicht gefärden.
Ich schau aber nicht nur nach außen, am Wochenende hatte ich einen kleinen mini Streit mit meiner Freundin. Da hatte ich auch für eine Sekunde den Gedanken, jetzt brennst Du Dir einen. Im nächsten Moment dachte ich mir, ne das machs Du nicht, das tue ich mir nicht mehr an, soviel bin ich mir inzwischen doch wieder Wert.
Deinen Rat werde ich aber im Hinterkopf behalten und versuchen die Motivation nicht zu trinken noch mehr auf mich zu beziehen.Der Suchtdruck dauert bei mir garnicht so lange, das sind bis jetzt immer nur ein paar Minuten gewesen in denen das Gefühl da war. Leider habe ich noch keine andere Strategie dagegen enwickelt, außer viel Wasser zu trinken und mir die Folgen eines Rückfalls auszumalen. Bis jetzt komme ich damit gut klar aber es wäre sich nicht schlecht da noch etwas anderes zu haben, wenn der Suchtdruck mal länger als ein paar Minuten anhlaten sollte.
Hallo kommal,
das wusst ich auch garnicht, das die Spritze eine Rückfall gefahr darstellt. Danke für den Hinweis.
Ob mich wer begleiten kann, weis ich garnicht. Ich habe den Termin unter der Woche um 14Uhr, da sind die meisten in der Regel in der Uni/auf Arbeit.
Da müsste ich mal nachfragen ob wer Zeit hat, sonst müsste ich dann wohl der Termin verlegen.
Ich hatte sowiso etwas bedenken wegen dem Zahnarzt. Früher habe ich mich nach jedem Besuch mit einigen Bieren belohnt und ich habe etwas bammel, das nach dem Date Suchtdruck einsetzt.
Deswegen gehe ich auch zu einen neuem Zahnarzt, damit zumindest die Umgebung eine andere ist, als zuvor.Euch allen einen schönen Tag und trockene 24Stunden
Viele Grüße
Mario -
Guten abend,
und wieder neigt sich ein alkoholfreier Tag dem Ende entgegen
Was mir nicht so gut gefällt, in den letzten Tagen habe ich nicht so viel gemacht (Arbeitstechnisch) wie ich mir eigentlich vor genommen hatte, mag sein, das der Sport daran auch mit dran Schuld ist. Nach dem training bin ich immer ziemlich geschafft, es ist wohl besser wenn ich erstmal von 4 auf 3 Tage Sport pro woche reduziere.Morgen gehts dann das erste mal zu dieser Motivationsgruppe. Vorher habe ich noch einen Gesprächstermin, mit dem Mitarbeiter der Beratungstelle, mit dem ich letzte Woche schon in der offenen Sprechstunde gesprochen hatte.
Ich bin schon gespannt wie das wird und etwas nervös bin ich auch deswegen, obwohl ich eigentlich ein ganz gutes Gefühl bei der Sache habe.Heute Nachmittag hatte einen etwas intensiver Suchtdruck für eine kurze Zeit. Dieses Gefühl ist echt nervig, da könnte ich gut drauf verzichten.
Zur Zeit kann ich diesen Druck ganz gut kontrollieren, wenn ich mir die Folgen vorstelle die ein Rückfall auslösen würde. Und ich weis auch, das ich einen Rückfall nicht verheimlichen werde können. Irgendeiner wirds bestimmt mitbekommen und diese Niederlage will ich mir nicht geben.
In diesem Sinne
Allen noch einen schönen abend
Viele Grüße
Mario -
Danke für den Tip Hartmut
Ich werde das auf alle Fälle ansprechen, das hatte ich mir auch schon fest vorgenommen. In einem anderen Beitrag hatte ich gelesen, das Zahnärzte teilweise auch alkoholhaltige Mundspülungen oder dergleichen verwenden. Deswegen wollte ich meinen Alkoholimus auch nicht verheimlichen, das mit der Betäubung ist nochmal ein extra Grund nicht um den heißen Brei rumzureden.Das Wochenende ging fast wie im Flug vorbei. Am Samstag war ich bis abends mit meiner Freundin unterwegs. Den Sonntag habe ich meinen Zweirad etwas pflege zukommen lassen, später noch mit einem Freund Formel 1 geschaut und den abend wieder mit meiner Freundin verbracht.
Heute früh war ich beim Sport und habe mich ziemlich verausgabt und deswegen heute Nachmittag auch noch etwas geschlafen. Danach habe ich noch die nötige Hausarbeit erledigt und nun ist Freizeit.
Viele Grüße
Mario -
Hallo Mieken,
danke für Deine Antwort. Es beruhig mich, das Du solche Gefühle auch kennst. Ich hatte schon bedenken, das ich die Grundbausteine nicht richtig umgesetzt habe und diese Gedanken daher kommen.Gestern gabs noch zwei positive Dinge. Ich habe mich überwunden und habe mir einen Zahnarzt Termin für Anfang nächsten Monats besorgt. Meine Zähne sind so schlecht nicht aber ich brauche ein paar neue Füllungen und zwei unvollende Wurzelbehandlungen stehn noch aus. Wenn ich daran denke..ohje aber je länger man das hinauszögert, um so schlimmer wirds dann wohl werden.
Das zweite war, gestern habe ich einen guten Freund und seine Freundin besucht. Denen war aufgefallen, das ich mich in letzter Zeit zum positiven Entwickelt habe. Worauf ich erzählt habe das ich seit 2 Wochen nicht mehr trinke und auch nicht mehr trinken will. Das wurde sehr wohlwollend aufgenommen.
Allerdings ist mir in dem Moment wo ich das gesagt habe, ein kleiner Adrenalinschub durch den Körper gefahren. Ich Kopf hatte ich den Gedanken, das es langsam wirklich ernst wird und das ein Rückfall langsam mehr kosten würde, als nur die persönliche Niederlage.Bevor ich es vergesse, heute ist die zweite Woche rum

Euch allen einen schönen Samstag
Mario -
Hallo miteinander,
mich beschäftig schon den ganzen Tag eine Sache. In den letzten Tagen hatte ich mal kurze Augenblicke, wo ich gedacht habe : Ich vermisse etwas diesen euphorischen Kick durch den Alkohol. Bewusst habe ich nicht daran gedacht, dieses Gefühl kam einfach aus heiterem Himmel.
Das hat mich irretiert und etwas verunsichert, weil ich vom rationalen Denken her mit dem Alkohol entgültig abgeschlossen habe, ich weis das ich nicht mehr trinken will.
Hoffentlich sind das nur die schlechten alten Gewohnheiten die ab und zu durchkommen.Der Tag heute war ansonsten ganz ok, heute früh war ich beim Sport und später Nachmittags noch beim Hausarzt wegen meiner Allergie
Der hat mich für die nächsten Tage noch mit Augen und Nasentrophen versorgt. Und mich an einen Kollegen weitergereicht der auf Allergien spezialisiert ist und mich dann nochmal auf den Kopf stellen soll.
Über das Thema Alkohol haben wir auch nochmal gesprochen und wir waren beide ganz zufrieden mit der jetzigen Situation. Allerdings soll ich auch nochmal bei einem Neurologen vorstellig werden in 2-3Wochen.
Zum Zahnmediziner muss ich auch noch, das wird ein ziemliches Ärzte Hopping in den nächsten Zeit.
Das kommt davon wenn man das Jahrelang alles schleifen lässt. Vor dem Zahnarzt habe ich auch bammel, wer weis was der noch so findet...ohje.
Naja hilft ja alles nix, ich tröste mich mit dem Gedanken, das wir wenigstens Zahnmediziner haben und nicht mehr zum Hufschmied müssen
Viele Grüße
Mario -
Hallo simi, Hallo an alle,
mir gehts ganz gut, danke der Nachfrage
Nur meine Allergie nervt mich zur Zeit etwas mehr als sonst.
Ich habe das Gefühl, das ich momentan nüchtern die Symptome intensiver warnehme, als unter Alkoholeinfluss.
Morgen Nachmittag werden ich deswegen auch nochmal zum Arzt gehen.Gestern war in zu einem ersten Gespräch in der Suchtberatung. Ich war angenehm positiv überrascht von dieser
Beratungsstelle. Die Mitarbeiter waren sehr nett und machten auch einen kompetenten
ersten Eindruck. Vor dem Besuch dort, war ich schon ein wenig nervös aber die Nersösität ist dann
doch recht schnell verflogen. Nächste Woche haben ich dort den nächsten Termin und eine Selbsthilfegruppe
die sich dort vor Ort trifft, möchte ich mir nächste Woche auch mal live ansehen.Diese Hyperaktivität der ersten Tage lässt langsam nach, leider muss ich fast sagen. Mein Haushalt war noch nie
so sauber wie in diesen Tagen. Dafür klappt das abends mit dem ein und durchschlafen inzwischen um einiges besser.Was mir in den letzten Tagen auch sehr positiv aufgefallen ist, war die Entwicklung in meinem Geldbeutel.
Das Geld was ich sonst für Bier ausgegeben hab, konnte ich jetzt immer beiseite legen und nächstes
Wochenende wollte ich mir davon in der Sadt 1-2 neue gute Hosen besorgen, hoffentlich gibts was in meiner Größe.So langsam geht nun auch der 11 Tag ohne Alkohol zu ende und ich freue mich auf morgen früh,
wenn es wieder zum training geht.
Ich melde mich morgen wieder
alles Gute
Mario -
Guten morgen zusammen
Ein alternativ Programm gab es. Meine Freundin war gestern abend bei mir, zuerst haben wir dann hier bei mir gegrillt und sind danach zu einen anderen Bekannten gefahren, der uns eingeladen hatte zur Einweihung seines neues VideoBeamers. Das war auch sehr nett.
Meine Freundin war auch ganz gut gelaunt, die ganze Zeit über. Ich hoffe das sie sich gefreut hat, das ich nicht angesäuselt war und auch keine Fahne hatte wie das früher sonst immer der Fall war.
So gegen 23Uhr waren wir auch wieder da heim und heute Nacht habe ich endlich mal gute 10 Stunden am Stück durchgeschlafen. Das hat richtig gut getan.
Für heute habe ich mir auch schon ein wenig was vorgenommen, gleich wollte ich 1-2 Stunden Motorradfahren, heute Nachmittag kommt meine Schwester zu besuch und später kommt meine Freundin auch wieder vorbei. Damit wäre der Tag heute auch gut gefüllt und ich bin sehr zuversichtlich das auch dieser Tag ohne Alkohol zu ende gehen wird.
Ich freu mich auch schon darauf morgen früh wieder zum Training zu fahren. Der Sport hat mir letzte Woche schon sehr gut getan und ich finde es auch schön sich wieder mal ungezwungen unter Menschen aufhalten zu können.Die Grundbausteine sind wirklich sehr gut, ich bin sehr froh, das jemand das so in dieser Form aufgeschrieben hat.
Genauso wichtig empfinde ich aber auch den Austausch hier im Forum mit euch.
Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag,
viele Grüße
Mario -
Hallo Miteinander,
die ersten 7 Tage habe ich geschafft
Und morgen geht dann auch schon der achte Tag ohne Alkohol los. Wann ich das letzte mal eine Woche ohne war, weis ich garnicht mehr. Das muss Jahre her sein.Gestern und heute habe ich etwas mit Stimmungschwankungen zu kämpfen, zwischen gut Gelaunt und Lustlosigkeit pendel das über den Tag verteilt hin und her. Das mit der Lustlosigkeit leigt hoffentlich mit an den hohen Temperaturen zur Zeit.
Der Entzug wird auch langsam besser, unruhe verspüre ich nicht mehr den ganzen Tag, sondern nur noch Phasenweise über den Tag verteilt.
Mental fühle ich mich auch besser aber irgendwie noch lange nicht völlig auskuriert.Für heute hatte ich von ein paar Freunden eine Einladung zum Grillen bekommen. Da dort dann auch Bier getrunken wird, habe ich gesagt das ich nicht komme. Das wird mit sicherheit nicht die letzte Einladung gewesen sein, langsam muss ich dann wohl oder übel klarstellen, das ich nicht mehr trinken will und deswegen auch abstand zum Alkohol brauche.
Ich hoffe das die Leute die ich als Freunde ansehe, das respektieren und wir dann in der Zukuft alkoholfreie Freizeit miteinander verbringen werden können.Ich wünsche allen noch einen schönen Samstag
Viele Grüße
Mario -
Hallo Weißbär und Lothlorien,
danke für den Denkanstoß diese ganzen "oh Gott" Erinnerungen, als Mahnmal zu betrachten.Heute gabs einen kritíschen Moment, als ich zwei noch verschlossene Bierflaschen in einem Schrank gefunden habe. Erst dachte ich, ich könne die beiden Pullen ignorieren aber das klappte nicht, aufmachen und wegschütten wollte ich die auch nicht, weil ich Angst hatte das mich der Geruch dann wieder anfixt. Da war ich war ich für 1-2 min echt ratlos, dann ist mir eingefallen das ich sie einfach meinem Nachbarn schenken kann.
Als die Pullen auserhalb meiner Reichweite waren gings mir dann auch schnell wieder besser.Geschlafen habe ich heute nacht auch nur etwa 4 Stunden, von 1 Bis 5 Uhr in etwa. Nach dem Frühstück bin ich dann auch wie geplant zum Sport gefahren und hab mich dort auch halbwegs wacker geschlagen.
Den Tag habe ich, trotz einer mal wieder kurzen Nacht, doch ganz gut rumbekommen, ohne großartige Müdigkeit.
Vielleicht ist das schon die Wirkung von dem ganzen gesunden Obst und Gemüse der letzten Tage
Für nächsten Dienstag habe ich mir vorgenommen zu einer Suchtberatungsstelle zu gehen, dort ist Dienstag offene Sprechstunde. Ich will mir das einfach mal anschauen wie das da so ist.
Die letzten paar Tage haben mir wohl eine etwas trügerische Sicherheit gegeben, weil ich realtiv gut auf den Alkohol verzichten konnte. Aber das Erlebniss heute mit den beiden Pullen, das war alles andere als Sicher.
Euch allen noch einen schönen abend
Viele Grüße
Mario -
Hallo Lothlorien,
in einer reinen Meditationsgruppe war ich noch nicht. Das wäre aber durchaus etwas wofür ich mich in Zukunft auch begeistern könnte.
Aber davor muss ich warscheinlich erstmal eine Weile regelmäßig üben. Ich weis noch das es bei mir einige Zeit gedauert hatte, bis es möglich war so 10-12min. einen oberflächlichen Meditationszustand zu erreichen.
Wenn die Entzugserscheinungen abgeklungen sind, dann werd ich auch wieder anfangen zu üben.
Mandals habe ich noch nie gemalt aber das würd ich auch gerne mal ausprobieren.Ich bin etwas überrascht wie lange doch diese Entgiftung dauert, gehofft hatte ich das sie nach 1-2 Tagen vorbei sind aber ich merks heute am 5ten Tag immer noch.
Aber mir gehts schon wesentlich besser, kein Vergleich zu dem Zustand vor 7 Tagen. Ich habe einen starken Appetit bekommen die letzten Tage, dabei wollte ich eigentlich 2-3 Kilo Bauchspeck abnehmen. Beim Einkaufen habe ich reichlich Obst und Grünzeugs für mich besorgt, um für die Futterattacken etwas gesundes zu haben und um dem Körper wieder neue Energie zu geben.Zum Thema Stehenbleiben eigentlich wollte ich heute früh einen kleinen Schritt für mich wagen. Bestimmt hört sich das etwas komisch an aber mich kostet das doch etwas überwindung wieder zum Sport hin zu gehen. Seit min. zwei Jahren war ich nicht mehr da, weil ich mich nicht mehr hin getraut habe. Aber ich weis das es mir gut tun wird und morgen gehts dann mit einem Tag verspätung los.
Ich hoffe das ich meiner Abhänigkeit auch etwas positives abgewinnen werd können. Zur Zeit fällt mir das noch schwer, weil so langsam auch viele Erinnerungen hoch kommen, wo ich oft nur denke : oh, gott.
Viele Grüße
Mario