Beiträge von Mario77

    Hallo Krista,
    prinzipiell denke ich, das alles was einem Hilft nicht zu trinken, gut und richtig ist.
    Wenn ich unter andauerdem Suchtdruck leiden würde, der sich überhaupt nicht abstellen lassen würde, würde ich auch ein Medikament dagegen versuchen.
    Ich würde nur nicht wollen, das meine Nüchternheit dauerhaft von irgendwas anderem abhänig wäre, als von mir selbst.
    Was ist wenn das Mittel von Markt genommen werden wird oder wenn es z.B. Weltweit von x-Millionen Alkoholikern genommen wird und die Pharamfirma dann sagt, gut das Mittel kostet jetzt 300€ pro Monat...
    Die Leute wären dann ja abhänig von diesem Medikament und wer dieses Mittel kontrolliert, würde auch die Menschen kontrollieren.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Krabbe,
    mir ist fast genau das selbe passiert wir Dir vor einigen wochen, da hatte ich auch eine Süßspeise gegessen ohne vorher auf die Zutatenliste zu schauen.
    Es ist alles gut gegangen aber ich habe diese Erfahrung nicht vergessen und seit dem bin ich auch achtsam was versteckte Alkohole angeht.
    Bei mir wars auch keine Absicht, dennoch habe ich mir geärgert das ich so leichtsinnig gewesen bin.
    Inzwischen sehe ich das als wichtige Lehre/Erfahrung an, das man als Alkoholiker/in immer achtsam sein sollte.
    Alles Gute
    Mario

    Guten abend,
    ich hab gerade überlegt, wie lang ich denn nun schon trocken bin und siehe da am 29.06 hatte ich den ersten Eintrag in meinem Tagebuch "Neustart" hier geschrieben.
    Das heißt ich bin seit fast genau 4 Monaten trocken, ein paar Tage vor dem 29.06 hatte ich zum lezten mal getrunken.
    16 Wochen sind zwar schon viel aber eigentlich auch nur eine kurze Zeit, die mir im vergleich zu den Jahren davor, doch sehr lang vorkam. Gefühlsmäßig hatte ich geschäzt, ich wäre vielleicht schon im 5 oder 6 Monat ;)
    Freudige Grüße
    Mario

    Guten morgen Susanne,
    ich danke Dir für Deine Antwort. Deine Sichtweise hilft mir weiter, gerade diese beiden Sätze haben es mir angetan und beschreiben das Problem sehr gut, finde ich.

    Zitat von Lebenslust-1

    Wenn ich meine Gefühle jahrelang mit Alkohol unterdrücke, kenne ich mich endlich selbst nicht mehr. Ich kann mir selbst nicht mehr vertrauen und bekomme Angst bis hin zur Panik.


    Viele Grüße
    Mario

    Hallo zusammen,
    gestern beim laufen hab ich nachgedacht und da ist mir etwas aufgefallen was ich kurz niederschreiben möchte, bevor es in vergessenheit gerät.
    Mir fällt es schwer meine Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen und diese auch gegen Mitmenschen einfach durchzusetzten (im gesunden Maß).
    Als abstinenter Alkoholiker versuche ich das nun zu erlernen auch mit Unterstützung aber mir fällt das nicht leicht.
    Was mir aufgefallen war, wen ich als Kind Bedürfnisse oder auch emotionen zum Ausdruck gebracht habe, habe ich fast nur Rrinnerungen daran, das meine Eltern das sozusagen nicht ernst genommen haben.
    Ich erinnere mich daran das ich von meinem Vater oft den satz gehört habe, rede nicht so Altklug daher.
    Oder das ich oft, wenn ich sagte ich will das nicht, es trotzdem machen musste...usw.

    Mir kam der Gedanke das es da einen Zusammenhang geben könnte. Das man als Kind quasi erlernt hat, dass es eh keinen Sinn hat seine eigenen Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen. Und das sich das dann im Erwachsenen Alter fortsetzt.
    Viele Grüße
    Mario

    Guten morgen :)
    die letzten Tage waren recht arbeitsreich, die Eltern meiner Freundin renovieren Teile Ihrer Wohung. Wir haben recht viel geschafft, heute werden noch die zwei kleine Mobel zusammengebaut und dann ist hoffentlich gut.

    Wegen der renoviererei hatte ich auch wenig Zeit was für mich zu tun. Was auch nicht schlimm ist aber, ich fühle mich nicht ganz wohl damit wenn ich meine Trockenheitsarbeit für mehrere quasi Tage aussetzte.
    Das arbeiten dort war auch nicht immer ganz so leicht : zuviele Köche usw... .

    Heute Nacht hab ich mal wieder einen "Alkohol Traum" gehabt aber so langsam komme ich damit auch klar, mag vielleicht eine Art Gewöhnungseffekt sein.

    Letzte Woche war ich noch beim Arzt zum Blutabnehmen, EKG und Lungenfunktionstest und ich bin soweit Gesund, hab keine schlechten Werte. das ist doch schonmal was Gutes, finde ich.

    Die Dosis meines Antidepressivums wurde diese Woche auch reduziert, um es nun so langsam auszuschleichen.
    Ich hatte erst etwas Angst, das ich wieder leichte Panikattacken bekommen würde aber ich komme auch mit der halben Dosis gut klar.
    Was auch gut ist, weniger Medizin bedeutet ja auch weniger Nebenwirkungen.

    Ich packe nun meine Sporttasche und werde mich erstmal auspowern. Heute muss ich ja keine schweren Möbel mehr schleppen.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Fräulein,
    ich bin sicher das es für dich leichter wird, wenn Du Deiner Familie die ganze Wahrheit erzählst.
    Wie wäre es denn, wenn Du damit beginnst Deinem Freund zu sagen, das es eben für Dich ein Problem ist wenn in er Deiner Gegenwart etwas trinkt.
    Ich verlange auch von keinem das er Rücksicht auf mich nimmt aber ich finde es natürlich schön wenn Rücksicht auf mich genommen wird. Zumindest wenn es ehrlich gemeint ist und von Leuten kommt die mir was bedeuten.
    Dein Freund weis warscheinlich garnicht, wie Dich das belastet. Viele nicht Süchtige denken, das es damit getan ist, das der Süchtige einfach den Konsum einstellt. Da ist man als Suchtkranker selber gefragt seine Mitmenschen darüber aufzuklären.
    Nur Mut
    Viele Grüße
    Mario

    Guten morgen emily,
    Glückwunsch zu tag 6 :)

    Mag sein das der Enzug Dir noch etwas kraft raubt aber es ist auch normal mal nicht so gute Tage zu haben, das haben nicht Alkoholiker auch (hab ich mir sagen lassen ;)).
    Das Du bis jetzt kein verlangen nach Alkohol hast, ist doch schonmal sehr gut. Das kann (muss nicht) sich aber auch mal ändern. Dann ist es ganz gut, wenn man sich vorher schon ein paar Gedanken darüber macht, was man in Notfall tun kann. Meist hält dieser so genannte Suchtdruck nur eine zeitlich begrenzte Zeit an. So das man nur 1-2 Stunden überstehen muss und dann lässt der meist nach.
    Ärtze können auch erklären wie es zu diesem Suchtdruck kommt, da gibt es wirkliche Prozesse im Kopf die dann ablaufen und dieses Verlangen auslösen, das ist aber wie gesagt zeitlich begrenzt.
    Was mir bei Suchtdruck hilft ist z.B. Sport/Bewegung an der frischen Luft, Gesellschaft von nicht trinken Menschen oder auch das lesen hier im Forum oder auch einfach nur ein Telefonat mit einer Vertrauensperson oder oder oder ;)
    Viele Grüße
    Mario

    Hi Micha,
    kein Problem ;)

    Hi espoir,
    danke für Deine beruhigenden Worte :)
    Ich hab mir anfangs Sorgen gemacht, das ich irgendwo meine Trockenarbeit vernachlässigt hatte oder sonstwie einen Fehler gemacht hätte.
    Was ich als unangenhem dabei empfinde ist, das ich im Traum die Wirkung vom Alkohol gespürt hatte. Da ich in den ersten Minuten nach dem aufwachen echt Angst, das mich das irgendwie angefixt hätte.
    Naja dem war ja Gott Lob nicht so.

    Etwas Ärger will ich mir auch noch von der Seele Schreiben...ich hab teilweise schon das Gefühl das meine Mitmenschen sehr komische Gedankengänge haben...ich hab nix gemacht...garnix und bekomm trotzdem Vorhalte gemacht. Das was mich daran am meisten ärgert ist das diese Vorhalte nur in den Köpfen der Menschen existieren (zumindst habe ich das Gefühl das dem so ist, es fällt mir schwer das nachzuvollziehen).
    Ich empfinde das echt so, das sich meine Mitmenschen Sachen ausdenken und mir dann vorhalten...und sowas nennt sich dann Unterstüzen bei Trocken werden...ganz was feines...
    Mal wieder ein naja..ich tröste mich mit einem Tomatensalat und etwas Comedy im TV und wie immer hat das schreiben auch schon etwas geholfen.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo emily,
    schon das Du hier her gefunden hast und auch von mir nochmal Glückwunsch zu Deinem Entschluss nicht mehr trinken zu wollen.

    Zitat von emily_the_strange


    Die Frage hört sich ja fast so an, als wärs mit 40 leichter, weil man nur weniger Jahre "durchhalten" muss. Ich denke, aufs Alter kommts da nicht so sehr an, denn im Gegenzug könnte man ja auch sagen, je später man aufhört, desto länger kann man getrunken haben.

    Ich bin der Meinung das es in jungen Jahren schwerer ist aus der Sucht auszusteigen, als wenn man schon ein paar Jahre älter ist.
    Ein wenig spiegelt sich das auch im Altersdurchschnitt in den Suchtberatungsstellen wieder, der Prozentsatz der Ü30 ist eher im einstelligen Bereich.
    Das mag mit daran liegen das je älter man wird, umso mehr oder intensiver sind die Folgen der Sauferei. Wenn man Jung ist kommt der Körper noch besser mit der ständigen Vergiftung zurecht.
    Wenn man körperlich so fertig ist, das man sich nicht mal mehr selber Stoff besorgen kann obwohl man ihn "bräuchte", da fühlt man sich ziemlich erbärmlich.
    Je länger man trinkt um so mehr leidet man und viele brauchen dieses Leid/Elend/Sichtum um endgültig mit dem Alkohol zu brechen. In jungen Jahren sind die ganzen negativen Folgen meist, wie gesagt, noch nicht so gravierent und das aufhören ist dann eine reine "Kopfsache". Das macht das Ganze nicht wirklich leichter.
    Ein Problem ist auch das es in jungen Jahren fast alle Menschen irgendwie Feiern, trinken etc. . Als nicht Trinkender Mensch kann dann schnell schonmal ein Gefühl der Einsamkeit austreten, weil man halt nicht mit den anderen "Loszieht" und "Spass" hat, sondern halt u.U. alleine irgendwas macht.

    Zitat von emily_the_strange

    Und die letzten Tage war ich nicht dort. Das kann ja wohl nicht die gewünschte Änderung sein, dass ich vor lauter Änderungswahn und Krankheitsempfinden die wichtigen Sachen nicht mehr gebacken bekomme

    Gehört Deine Alkoholsucht zu den unwichtigen Sachen?

    Viele Grüße

    Hallo Scrogge,
    danke für Deine Antwort. Es ist auf alle fälle etwas beruhigend das andere Alkoholiker auch dieses Phenomen haben. Backmaus hatte ja such schon erwähnt die sie ab und an solche Träume hat.
    Ganz so schlimm wie bei Dir scrogge ist das bei mir wohl nicht. Aber dennoch bin ich auf Grund der Träume, den ganzen Tag sozusagen auf Alarmstufe gelb.
    Heute früh z.B. habe ich meine kompletten Lebensmittel Vorrat gecheckt, ob ich nicht irgendwo ein Lebensmittel mit Alkohol übersehen habe.
    Hab aber nix gefunden...
    Heute Nacht habe ich auch wieder sehr schlecht geträumt, jedoch nicht vom Alkohol sondern von einer begegung der dritten Art (Vielleicht haben sie mich ja wirklich heute Nacht abgeholt gehabt, wer weiss ;) ...man soll ja den Humor nicht verliehren... ). Ich hoffe mal das ich heute Nacht besser schlafen kann, nach den letzten zwei unruhigen Nächten.

    Beim Thema Lebensmittel ist mir gerade noch was eingefallen, seit dem ich am Anfang meiner Nüchternheit aus versehen diesen FitnessRigel mit Alkohol gegessen hatte, achte ich wirklich genau darauf das was alles auf der Zutatenliste steht. Und die Zeiten wo ich einfach bedenkenlos alles gegessen habe sind vorbei, gerade bei Süßspeisen.
    Auch wenns irgendwo Kuchen gibt oder Plätzchen auf dem Tisch stehen, wenn es unklar ist ob dort Alkohol drin ist, esse ich das nicht (ist ja eigentlich auch selbstverständlich).
    Meistens sind das auch Gelegenheiten wo ich auf meinen Alkoholismuss angesprochen werde. Das viel mir gerade nur ein, weil mir selbst gerade aufgefallen ist das, dass Thema Alkohol bei solchen Gelegenheiten öfters auf den Tisch kommt, als ich das vorher erwartet hätte. Eigentlich dachte ich, das ich öfters mal was zu trinken angeboten bekomme und dann das Thema kommt aber gott sei dank bekomme ich in der regel nix mehr angeboten ...naja ist nix wichtiges wie gesagt, ich finds nur interessant ;)
    Viele Grüße

    Hi zusammen,
    in den letzten Nächten habe ich leider ein paar mal im Traum etwas getrunken.
    Langsam finde ich das etwas unangenehm, weil mich das dann auch Tagsüber noch etwas verfolgt. Das ist ein unangenehmes Gefühl, wenn man aufwacht und da dann so ein diffuses Gefühl ist, das man eben noch betrunken war.
    Gott sei Dank fühle ich mich im Traum immer Schuldig oder Schlecht, wenn ich merke das ich einen Rückfall im Taum hatte, meist frage ich mich dann, warum ich getrunken habe und dann fällt mir nix ein und ich werd wach....schon komisch.

    Weiterhin habe ich in den letzten Tagen verstärkt über eine Therapie nachgedacht und ich denke ich werde eine ambulante Therapie in meiner Suchtberatung beginnen und die Woche dann auch alles nötige mit der Stelle abklären. In der ersten Zeit war meine Tendez eher gegen eine ambulante Therapie in einer Therapiegruppe. Aber inzwischen steh ich dem ganzen doch offener Gegenüber, zudem ich ein paar Mitglieder der Gruppe in die ich kommen würde auch schon kennengelernt habe und es passt ganz gut denke ich.

    Heute war ab heute Mittag eine Zwangspause für den Rest des Tages angesagt. Ich hatte heute seit langer Zeit mal wieder eine leichte Migräne. Inzwischen gehts aber wieder und ich freu mich nun auf einen (hoffentlich) guten Film auf DVD.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Jekinka,
    ich würde sagen, das Ziel ist nicht das, daß die Beiden eine Einheit bilden, sondern das nur noch das "will nicht mehr" übrig bleibt.
    Für mich sind, ich will nicht und ich darf nicht zu gegensätzlich, als das sie eine gesunde Einheit bilden können.
    Wenn man sagt : ich darf nicht, dann kann man ja totzdem noch wollen. Aber wenn man nicht will, spielt das was man darf oder nicht keine rolle mehr.
    Von daher würde ich sagen das, dass : ich will nicht, das ist was man erreichen sollte.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Jonathan,
    schön das Du hier bist :)
    Ich bin zwar nicht so viel älter als Du aber ich wünschte mir, ich hätte mit 23 schon den absprung geschafft.
    Zu der Zeit gings mir auch so wie Dir, ich hab gesoffen aber alles noch soweit sehr gut auf die Reihe bekommen. Das ist aber im laufe der nächsten 3-4 Jahre umgeschlagen und außer Saufen ging dann nicht mehr viel. Ich kann dir nur den Rat geben, setzt alle Hebel in Bewegung, damit Du trocken bleibst.

    Das Du Dich schon bei einer Suchtberatung gemeldet hast, ist super. Diese hilfe wirst du auch sicherlich dringet brauchen.
    Lass Dich dort beraten, was Du für Hilfsangebote in anspruch nehmen kannst.
    Gönne Dir auf alle Fälle erstmal Zeit und ruhe, das ist ganz wichtig.
    Bis du schonmal bei Deinem Hausarzt gewesen? Fals nicht geh dort am besten heute noch hin, der kann Dich erstmal krank schreiben und dir event. auch was aufschreiben was Dir erstmal etwas weiter hilft.

    Sucht funktioniert (sozusagen) nach dem Prinzip der klassischen konditionierung und das funktioniert bei allen Menschen, unabhänig vom Bildungsstand, fast gleich gut. Das impliziert allerdings auch, das diese (Sucht)-Verhaltensmuster nicht von alleine wieder verschwinden. Das muss im Kopf umgelernt werden und dabei braucht man in der Regel hilfe von außen und Zeit.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Backmaus,
    ich finde es super wie Dein Leben zur Zeit meisterst. Man kann viel zuversicht und auch viel positive Energie bei Dir rauslesen. Das macht mir Mut ;)
    Ich wünsche Dir viel Spass mit dem Wau Wau, Tier sind auch eine gute Therapie.
    Für Deinen Start ins Berufsleben wünsche ich Dir auch alles gute, ich bin sicher Du wirst Dich vorbildlich schlagen und um Deine grauen Zellen brauchst Du Dir sicher keine Sorgen machen.
    Alles liebe und Gute
    Mario

    Danke Yvonne,
    die positiven Aspekte der Nüchterheit kann ich sehen. Allerdings sind mir die negativen Aspekte des Saufen noch deutlicher im Bewusstsein, da ich ja noch nicht so lange ohne Alkohol lebe. Aber auch die Erinnerungen an die schlechten Dinge erfüllen ihren Zweck (wobei schlechte Dinge schon eine Untertreibung ist, du weist ja bestimmt was ich damit alles meine).
    Ich weis das ich nicht kontrolliert trinken kann und ich will nicht in diesen tötlichen Sumpf zurück.
    Ich freue mich wenn ich morgens nüchtern aufwache und ich freue mich auch darauf abends nüchtern ins Bett zu gehen.

    Ja, auspowern ist ein guter tip um den Druck abzubauen. Deswegen mache ich ja fast jeden morgen Sport :)

    Viele Grüße
    Mario

    Hallo dagmar,
    zum trinken habe ich andere nicht wirklich animiert, denn ich wollte möglichst viel Alkohol für mich haben/behalten.
    Ein Bekannter mit dem ich früher immer getrunken habe, hat gerne Runden geschmissen, auch einige hintereinader.
    Ich denke das es ihm vielleicht unterbewusst oder auch bewusst darum geht, nicht als einziger zu trinken oder stark angetrunken zu sein. Ein Betrunkener fällt meist auf, wenn alle voll sind, fällt es nicht auf.
    Was meine Ansicht nach noch hinzukommt ist, das sich manche vielleicht Hoffung auf sexuelle Handlungen machen.
    Und das viele schon eine fixe Verkünpfung im Kopf haben das man halt nur mit Alkohol das haben kann, was viele für Spass halten.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Mieken und alle,
    gerne mag ich berichten, hab die Woche auch wieder nüchtern rum bekommen.
    Leider hab ich mein Ziel am Montag zur Uni zu gehen, nicht umgesetzt, was erstmal nicht weiter schlimm ist aber dieser Vorsatz war ja nunmal da.
    Heute habe ich mich dennoch für einige Prüfungen angemeldet, auf jeden Fall werde ich dieses Semester noch an Prüfungen teilnehmen.

    Ich weis nicht ob sich das nicht wie eine Ausrede anhört aber ich bekomme meine Schamgefühle noch nicht so ganz in den Griff. Gerade was diesen Bereich angeht, im sonstigen täglichen Leben komm ich eigentlich albwegs gut zurecht was den umgang mit anderen Menschen angeht.
    Die Woche hatte ich Nachts auch eine art Panikattacke, bin mitten in der Nacht mit Herzrasen und heftigem Kopfkino mit dem Thema aufgeschreckt.
    Dazu muss ich aber sagen, das ich nach Rücksprache mit meinem Neurologen die Dosierung von meinem AD reduziert hatte, um halt morgens besser aus dem Bett zu kommen und nicht die Uni zu verpennen.
    Mag sein das dieses auch eine Reaktion darauf war, bin nun jedesfalls erstmal wieder bei der alten Dosierung.
    Allerdings ist das aufstehen morgens damit sehr schwer, vor 8-9 Uhr geht da leider oft Willen garnix.
    Ich finde das auch recht heftig, ich bin ja schon über 3 Monate abstinent und dennoch gibts Phasenweise heftige Nachwehen. Da merkt man erstmal was man sich selbst angetan hat mit der Sauferei.
    Vorgestern hatte ich leider eine zeitlang Saufdruck, allerdings nicht wegen Stress, sondern weils mir gut ging und so eine Kopfstimme kam : wenn du jetzt was trinkst gehts dir vielleicht ja noch besser.
    Das war irgendwie auch intensiverer Suchtdruck als der den ich mal in Stress Situationen bekommen hab.
    Der Wille nicht zu trinken ist trotz alle dem da und ich weis auch das ich nicht kontrolliert trinken kann. Das "schöne" was man sich so vorstellt was sich dann sich einstellt, wenn man was trinkt, das gibt es nicht. Das ist ein Hirngespinnt...ich bin froh das ich diese Einsicht haben kann, zumindest habe ich sie jetzt und ich denke morgen werde ich sie auch haben ;)
    Viele Grüße
    Mario

    Zitat von Mieken


    Wäre es nicht möglich, dich für den Anfang den kleinsten und überschaubaren Dämonen zu stellen und dann zu gucken, wie du ins Semenster findest und dann entscheidest wie es weitergeht?

    Hi Mieken,
    so hatte ich das auch vor, erstmal klein anfangen.
    Wovor ich am meisten bammel habe, sind Kommentare oder Spitzen von einigen Leuten die mich noch als Trinker kennen.
    Es gibt da eins-zwei Mitarbeiter mit denen ich die nächste Zeit wieder auskommen muss und da mache ich mir zur Zeit am meisten Gedanken drüber.
    Ich bin schon am überlegen ob ich nicht die Flucht nach vorne antreten soll und direkt zu den Leuten hingehe und mich entschuldige für meine damaligen Unzuverlässigkeiten.
    Hoffentlich finde ich den Mut dazu.
    Viele Grüße
    Mario