Beiträge von Mario77

    Hallo Mieken,
    ganz spontan : die war kurz...leider irgendwie zu kurz. Am Montag ist es nun soweit, das meine Vorlesungen wieder losgehen, ich hab mir für dieses Semester auch erstmal nur 2 Kurse rausgesucht. Eigentlich sollte das Sem. schon diesen Montag losgegangen sein aber meine Kurse starten erst in der nächsten Woche.
    Die Nervösität deswegen ist schon deutlich spürbar, am liebsten würde ich da garnicht hingehen wollen. Aber ich Held musste ja den Mund so voll nehmen mit : Man muss sich seinen Demonen stellen usw...
    Naja, ich hab die Woche damit verbracht Mut zu suchen, teilweise hatte ich ihn gefunden aber irgendwie nur für kurze Momente und dann ist er mir wieder entglitten.

    Heute Nacht hab ich nicht so gut geschlafen und auch was schlechtes Geträumt (von einem kürzlich verstorbenen), war dann auch ab 4 Uhr in der früh wach und konnte dann auch nicht mehr einschlafen. Dazu kam dann auch noch das Kopfkino wegen nächster Woche.
    Heute früh nach dem Training gings mir dann eigentlich wieder ganz gut und dann gabs eine kleine kontroverse mit meiner Freundin. Da ging es um etwas aus meiner nassen Zeit, nix wildes aus meiner Sicht aber ihr macht das wohl mehr zu schaffen.
    Sie wollte eine erklärung von mir warum ich dieses und jenes gemacht habe, darauf konnte ich aber keine Antwort geben, weil meine Erinnerungen nicht vollständig sind.
    Ich weis das ich nix böses gemacht habe, das ja, aber welche motivation mein handeln an diesem Tag von 2 Jahren bestimmt hat, weis ich ich mehr.
    Das führte dann zu der nächsten kleinen Krise.

    Das war alles doch etwas zu viel heute, da auch wieder lästige Gedanken an den Alkohol kamen. Gerade stress mit der Freundin war früher einer der Top Gründe zu trinken.
    Natürlich möchte ich für mich trocken bleiben aber ich will auch nicht nach einen Zoff trinken, so das meine Freundin dann denkt sie ist schuld daran das ich was getrunken habe.
    Früher hätte ich das wohl gemacht aber diese Schuldgefühle Tour, dafür bin ich inzwischen auch zu stolz, das hab ich nicht mehr nötig.
    Sprach er und blieb auch heute trocken ;)
    Viele Grüße
    Mario

    Guten morgen :)

    Soweit es geht, versuche ich auch Stress oder Ärger zu vermeiden und mit ein bisschen Trubel kann ich auch gut umgehen, nur an manchen Tagen kommt mehr zusammen als an den anderen. Es ist auch schwer dem aus dem Weg zu gehen, wenn das innerhalb der Familie abläuft.
    Hoffentlich werde ich mir in Zukunft auch ein etwas dickeres Fell zulegen können. Und auch mittel bis langfristig Entscheidungen Treffen die mir das Leben in Zukunft hoffentlich leichter machen werden.
    Alles gute für Deinen Tag Pia

    Danke Mieken,
    wenn ich mich gut sortiert lese, ist das doch schonmal ein Schritt in die richtige Richtung ;)
    In meinem Kopf schauts aber noch oft nicht so ganz gut sortiert aus. Das Abententeuer Nüchternheit hält einen schon ganz gut auf Trapp.
    Teilweise fühle ich mich auch wie ein Abenteurer, der das Leben neu endeckt.
    Hab einen schönen Tag Mieken

    Viele Grüße
    Mario

    Hi Pia,
    wobei zuviel Sport auch nicht umbedingt immer gut oder gesund ist. Aber was solls, immer noch deutlich besser als sich zu betäuben.
    Ich versuche schlechte Laune oder genervt sein auch einfach mal auszuhalten. Das muss ich auch wieder erlernen
    , was auch leichter gesagt als getan ist . Wenn es mal Stress auf der Arbeit oder sonst gibnt, kann man dort auch nicht einfach abhauen und zum Sport düsen. Und ohne schlechte Laune, kann es auch keine gute Laune geben, denke ich mir. Man muss mit beidem klarkommen.
    Vermutlich ist das eine der großen (ich nenne es mal) Künste, wenn man sich ein zufriedenes nüchternes Leben aufbauen will.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Backmaus,
    das mit dem Unterbewusstsein kann durchaus sein. Gestern und Vorgestern hatte ich ein paar nervige Tage, da mein Vater mich gelegentlich zur Weisglut treibt. Der ist zur Zeit auch krank und naja... ohne es böse zu meinen aber er ist nicht immer einfach. Als er noch jünger (40-50j.) war, hat er auch viel und regelmäßig getrunken.
    Als Bub habe ich mich manchmal gewundert warum er manchmal so anders ist. Inzwischen weis ich was damals los war, weil ich diese Verhaltensmuster von mir selber kenne. Und so langsam kommen vermutlich so einige Spätfolgen dieser Lebensweise bei ihm zu tragen. Und damit treibt er mich teilweise zur Weisglut...

    Gestern hatte ich dann Nachmittags so einen Gedankengang : Wenn du kein Alkoholiker wärst, dann würst Du jetzt was trinken.
    Da ich ja nunmal ein Alkoholiker bin, musste ich mich anders abreagieren und bin dann ein zweites mal an diesem Tag ins FitnessStudio gefahren.
    Mag sein, das daß alles für diesen Traum mitverantwortlich war.

    Noch was erfreuliches seit gestern bin ich seit fast genau 3 Monaten abstinent. Ich dachte es wären schon 4 aber da hab ich mich vertan ;)
    Viele Grüße
    Mario

    Hi zusammen,
    im forum habe ich schon ein paar mal gelesen, das manche davon träumen Alkohol zu trinken.
    Heute ist mir das auch passiert. Ich hatte einen recht verschachtelten Traum, denn ich habe im Traum geträumt das ich was getrunken habe. Bin dann im Traum aufgewacht und wusste nicht mehr warum ich denn nun was getrunken habe und Panik machte sich bereit wegen dem Restalkohol und daraus resulierenden Drang Nachlegen zu wollen.
    Warum ich das getäumt habe weis ich ehrlich gesagt nicht aber das Gefühl im Traum war alles andere als toll. Ich werd das erstmal als Warnung nutzen, in wirklichkeit würde ich mich warscheinlich genauso sch*** fühlen, wenn ich mit Restalkohol wach werden würde.
    Das will ich echt nicht mehr erleben müssen.
    Viele Grüße
    Mario

    Hi Chilischote,
    ich wünsche Dir viel Mut und Kraft für Deinen neu eingeschlagenen Weg.
    Wie man ohne Alkohol Spass haben kann, war für mich bis vor 4 Monaten auch nur schwer vorstellbar. Wobei Spass für mich dabei bedeutete, das ich mich zu einen gesellschaftlichen Anlass in ruhe volllaufen lassen habe.
    Inzwischen frage ich mich, wie ich das als Spass ansehen konnte, meiner Sucht freien Lauf zu lassen. Das ist eher das absolute Gegenteil von Spass, weil das einfach krankes zwanghaftes Verhalten ist.

    Ich drück dir die Daumen das Du die nächsten Tage gut überstehst und hoffentlich bis bald ;)
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Ralf,
    gute Besserung ;)
    Ich bin sicher Du denkst selber daran aber nur zur Erinnerung, in manchen Erkältungsmedikamten kann Alkohol mit drin sein. Nicht vergessen den alkoholfreien Hustensaft zu verlangen.
    Alles Gute
    Mario

    Guten morgen und ein Danke in richtung Hartmunt :)
    Viel Neues gibt es nicht. Sitze hier gerade bei Kaffee und einer Banane und bereite mich auf mein Training vor.
    Mit einen Fortschritten beim Sport bin ich recht zufrieden, ich hoffe das ich auch in anderen Lebensbereichen in Zukunft genauso zu meiner Zuriedenheit handeln werde.

    Ich hab mir ein Ziel gesetzt bis zum 1.11 wieder einen Nebenjob zu haben oder zumindest einen in Aussicht zu haben. Sonst wirds eng mit den Gebühren fürs nächste Semester und da ich mein altes Hobby Heimkino wieder hab aufleben lassen, steht ein Flachbildfernseher bei mir auf der Wunschliste. Das muss kein riesen TV sein, ein kleiner 30-32 Zoll Bildschirm würd mir reichen. Wenn das mit dem Job klappt, wäre das was für anfang nächsten Jahres... naja mal schauen.
    Da ich im Nov. Geburstag habe, wäre das auch ein schönes Geschenk für mich selber, wenn das mit dem Job klappen würde. Wenn das Studium wieder läuft und ich was nebenbei verdiene, wäre das ein schönes Geschenk von mir für mich. Meinen Selbstwertgefühl würde das sicherlich gut tun.

    Heute kommt meine Freundin endlich wieder heim, die war einige Tage lang krank und lag auch im Krankenhaus. Zwar muss sie noch Bettruhe halten aber enldich ist sie raus und ich muss auch nicht mehr jeden Tag ins Krankenhaus fahren.

    So 9 Uhr...ich muss los, sonst wirds eng mit dem termin heute Mittag.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Ralf und alle,
    da hast Du sicherlich nicht unrecht.
    Ich habe mir auch weniger Sorgen, gemacht das sowas bei mir zeitnah einen Rückfall auslösen könnte, oder auch "nur" Suchtdruck (das ist ja auch schon schlimm genug) auslöst. Sondern das sowas, der Erste von (vielleicht) einer Reihe von Missachtungen der Grundbausteine sein könnte, mit langfristigeren sich summierenden Folgen.
    Aber wie man das Kind nun nennt, ist letztlich ja auch egal...

    Ich werd erstmal mit meiner Freundin über das Thema reden, damit wir zusammen eine Lösung für die Feiertage erarbeiten können.
    Ist ja auch noch etwas Zeit bis dahin.

    Im Moment mache ich mir auch mehr Gedanken wegen der Uni.
    Ich hoffe das ich froh sein werde, wenn ich den ersten Tag hinter mir habe. Damit motiviere ich mich aber ich glaube zur Mitte der woche werd ich schonmal auf koffeinfrei Umsteigen.
    Viele Grüße
    Mario

    Guten morgen,
    meine Familie weis um meine Alkoholsucht, die haben meine trinkenden Jahre auch live mitbekommen. Meine direkten Angehörigen sind nicht auch nicht mehr die jüngsten und auch manche Verhaltensweisen welche die sich wärend meiner Sauferei zugelegt haben, werden die zu Lebenzeiten auch nicht mehr ablegen können oder wollen.
    Alterbedingte Vergesslichkeit spielt da auch eine Rolle, so kam es z.B. auch zu dem Bier im Kühlschrank vor ein paar Tagen.

    Meine Schwester die heute Geb. hat, weis auch um meine Sucht. Deswegen bin gehe ich auch davon aus, das der Burzeltag heute auch alkoholfrei ablaufen wird.

    Was mir etwas mehr sorgen macht ist die Familie meiner Lebensgefährtin. Dort wird wird gelegentlich schonmal ein Glas getrunken, nicht immer aber zu den Feiertagen kann das schonmal passieren.
    Zusätzlich zu Ihrer Familie kommt dann auch noch Besuch (Onkel,Tanten,Freunde usw.) dazu.
    Das sind auch teilweise Menschen zu denen ich überhaupt keinen Draht habe und wo ich auch keine Lust habe ein Aufklärungsgespräch zu führen.

    In der Vergangenheit habe ich zu solchen Gelegenheiten oft durch abwesenheit geglänzt. Was an meinem Konsum lag.
    Meine Freundin freut sich nun, wie eigentlich jedes Jahr, drauf diese Feierlichkeiten mit mir im Kreis der Fam. zu verbringen.
    Ich möchte Ihr diesen Wunsch auch sehr gerne erfüllen, daher mein dilemma.
    Viele Grüße
    Mario

    Guten abend,
    von mir auch wieder ein Lebenszeichen.
    In einer Woche geht die Uni wieder los und bei mir steigt langsam etwas die nervösität vor dem ersten Besuch dort. Weniger wegen der Angst das nicht zu packen, sondern etwas unwohlsein wegen möglicher Komentare wegen dem was ich mir in der Vergangenheit dort geleistet habe.
    Andererseit freue ich mich auch wieder darauf, etwas zu tun zu haben. Meine Gefühle sind reichlich gemsicht was das Thema angeht.

    Der nächste Geburstag in der Familie steht morgen an, es ist morgen Nachmittag wieder zu Kaffee und Kuchen geladen. Ich geh stark davon aus, das alkoholfrei ablaufen wird.

    Etwas Gedanken mache ich mir wegen den Feiertagen zum Jahresende. Neben Weihnacht und Neujahr, stehen dann auch noch Geb. in der Familie an.
    Wie das alles ablaufen woll, weis ich auch noch nicht.
    Ich vermute das dort getrunken werden wird, wenn auch nur maßvoll.
    Wenn das nur Freunde oder Bekannte wären, wäre mir das egal, dann würd ich nicht kommen und hätte auch kein schlechtes Gewissen. Bei der Familie ist das aber leider nicht so einfach, für mich.
    Ich frage mich in wie weit man zu bestimmten anlässen die Gegenwart trinkender Menschen tollerieren darf oder sollte oder doch nicht sollte.
    Als Bsp. wenn wer zum Abendessen ein Glas Wein trinken will und ich mit am Tisch sitze.
    Wenn man ganz konsequent wäre ist die Antwort ganz klar, garnicht.
    Nur stelle ich mir das sehr schwer vor, immer und überall trinkende Menschen zu meiden.
    Zur Zeit geht das sehr gut, denn ich bewege mich in meinem aufgeklärten und geschützen Umfeld.
    Ich fühle mich im Momet im Grunde stark genug, das mich das nicht kratz wenn Ausnahmsweise wer mal ein Glas zum essen trinkt.
    Ich will das in keinster weise zur Regel machen und in meinen 4 Wänden wird es sowas auch nicht geben.
    Toll finde ich das auch nicht eher im gegenteil, nur stellt sich halt die Frage in wie weit man sowas 1-2 mal im Jahr tollerien kann oder nicht. (Gemeint sind damit die wichtigen Feiertage bzw. Geb.Tage die man normalerweise im Kreise der Familie verbringt und im Grunde auch verbringen möchte)
    Oder ist das schon wieder der Weg zurück zum nassen Denken?
    Ich weis das ich nicht trinken will, würde ich das wollen bräuchte ich keine Feier zum Anlass, die nächste Tanke ist um die Ecke.
    Tja Fragen über Fragen...
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Ralf und Mieken,
    ich bin gerade auf dem sprung, wollte aber vorab schonmal sagen, das ich nur vom dem alkoholfreien Kuchen gegessen habe...das wäre ja sonst noch schöner ;)
    Sorry das ich das mehrdeutlig formuliert habe.
    Es gab 2 alkoholfreie Kuchen und einen Kuchen mit Stoff. Das Geb.Kind hat mir auch gesagt, das dieser eine Kuchen mit Alkohol ist.
    Viele Grüße

    Hi,
    am Wochenende gabs einen Runden Geburstag in der Familie. Die Feier war ganz nett und bis auf 1 von 3 Kuchen auch augenscheinlich alkoholfrei.
    Was ich nicht wusste, das Geburstagkind hatte einige Flaschen Bier gekauft, für die Gäste. Die aber nicht getrunken wurden und die wohl irgendwo in der hinterletzten Ecke stande, weil gesehen hatte ich die nicht.
    Soweit die Vorgeschichte.

    Meine Lebensgefährtin liegt leider zur Zeit im Krankenhaus. Ihr gehts schon wieder besser aber einige Sorgen macht man sich trotzdem.
    Der Tag gestern war sowiso ein typischer Montag und alles was irgendwie hinfallen konnte oder nicht funktionieren konnte tat dies.
    Nachmittags bin ich zum Krankenhaus gefahren und da kamen mir ein paar Gedanken an Alkohol, die ich aber wieder schnell beiseite schieben konnte.
    Als ich wieder nach Hause kam und den Kühlschrank aufmachte, lagen dort einige Flaschen Bier drin. Die Küche benutzen ich und mein alter Herr gemeinsam.
    Auf die Frage was das Bier dort soll kam ein, das ist von dem Geb. übergeblieben.
    Man war ich sauer, vorallem weil mein alter Herr immer gerne Vorträge über das mangelnde Mitdenken aller Mitmenschen hält.
    Das Bier habe ich sofort entsorgt und gott lob war ich deswegen so sauer das keinerleih Suchtdruck aufkam.
    Für mich habe ich die Lehre daraus gezogen, das man als Alkoholiker letzlich doch eigenverantwortlich bleiben muss und nicht erwarten sollte das die Mitmenschen immer "das richtige" tun.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Nordseefan,
    vielleicht kannst Du im Vorfeld mit dem,der Klassenlehrer/in Deines Kindes sprechen, um anstehende Sachen für diesen Tag zu besprechen.
    Alles was Dir hilft nicht zu trinken ist schon wirklich wichtig. Ich empfinde meine Nüchternheit als Basis für alles andere, ohne diese Basis hat alles andere keinen Sinn.
    Wenn du an dem abend nun hättest saufen wollen (nur mal angenommen), hättest Du vermutlich auch eine Möglichkeit gefunden dort nicht hinzugehen und alles nötige irgendwie anders zu regeln.
    Nur meine Meinung
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo nordseefan,
    ich bin auch erst seit knapp 3 Monaten trocken und bis jetzt habe ich immer nur in meinem eignen Beitrag hier im Forum geschrieben ;)
    Meine Erfahrungen sind sicherlich bei weiten noch nicht so umfangreich wie die manch anderer hier, dafür sind meine Erinnerungen an die ersten Tage ohne Bier noch frisch.
    Die ersten 3-4 Tage war ich sehr aktiv, fast schon Hyperaktiv. Diese Energie habe ich dazu genutzt meine Bude grundlich aufzuräumen. Leider oder Gottseidank war diese Energie wohl nur ein Teil des körperlichen Entzuges und verschwand nach wenigen Tagen wieder.

    Hier im Forum hatte ich gelesen das es wichtig ist wieder Strucktur in den Tagesablauf zu bringen, um erstmal wenig langeweile oder leerlauf zu haben.
    Ab und an hatte ich schon den Gedanken etwas zu trinken wäre jetzt nicht schlecht, meist war das dann in Momenten in denen ich Langeweile hatte.
    Ich habe mir dann eine Liste geschrieben mit Dingen die ich erledigen wollte und habe die dann in den nächsten Tagen abgearbeitet. Erst ist mir überhaupt nix eingefallen aber der Haushalt bot dann doch noch die eine oder andere liegengebliebene Arbeit. Nach erledigter Arbeit kann man dann auch ruhigen Gewissens mal die Füße hochlegen und einen Film schauen, Spazieren gehen, mal ins Solarium gehen, was leckere Kochen usw.

    Was mir sehr gut getan hat und was ich nur weiter empfehlen kann ist Sport. Vielleicht gibt es ein Fitness Studio bei Dir in der Nähe, wo Du Dich anmelden kannst.
    Das tut der Psyche und dem Körper wirklich gut und man hat was zu tun, nebenbei tut man auch was für die Figur und auch für das Selbstwertgefühl.

    Heimlich habe ich auch getrunken aber da ich den ganzen Tag über getrunken habe, hatte ich auch immer eine Fahne, so das es natürlich jedem auffiel das ich getrunken hatte. Mein Umfeld welches ich bis jetzt eingeweit habe, hat sehr positiv reagiert.
    Ich habe mir auch viele Gedanken gemacht wie mein Umfeld reagiert, besonders in den ersten Tage ohne. Im Grunde habe ich mich aber selber nur etwas verrückt gemacht damit.
    Meiner Erfahrung nach ist es schon wichtig sein engeres Umfeld über die Sucht zu informieren. Das nimmt einfach eine ganze Menge druck aus der Sache, weil sich dann endlich ungezungen in dem Umfeld bewegen kann.
    Und man bricht dann auch mit den alten Verhaltensweisen, die einen jahrelang haben trinken lassen.
    Hier im Forum habe ich oft den Satz gelesen, man soll sich keine Hintertüren offen halten. Irgendwie trifft es dieser Satz sehr gut. Als ich Freunden gegenüber gesagt habe, ich trinke nicht mehr, ich bin Alkoholiker, das war wirklich so ein Gefühl als würde man eine Schwelle übertreten. Ich weis natürlich nicht ob das bei anderen auch so ist, ich hatte bei dem Outen das Gefühl, jetzt wird es wirklich ernst, ab jetzt wird ein Rückfall richtig teuer.
    Mir hilft dieser Druck, zu wissen das ein Rückfall nicht unbemerkt bleiben würde. Zu meiner eigen Motivation nicht mehr zu trinken, ist das eine prima ergänzug.
    Ich wünsche Dir alles Gute
    Mario

    Hallo miteinander,
    was ich an dem Begriff Verhaltenstherapie nicht mag, kann ich jetzt garnicht mal so genau auf den Punkt bringen.
    Für mich hört sich das so an, als ob man mich von außen verändern will. Das gefällt mir aber irgendwie nicht (spaßeshalber könnte ich auch sagen, das versucht meine Freundin seit Jahren). Das eine Therapie einen Menschen "ändern" soll, zumindest in einigen Punkten, ist ja sicherlich der Sinn einer solchen Sache.
    Aber dann sollen "die" das zumindest so suptil machen, das ich denke, das Änderungen in meinem Verhalten, von mir aus kommen.
    Das hört sich bestimmt etwas kindlich an aber das Wort Ver.th. löst bei mir eine Art Sturheit aus.
    Vielleicht ist auch genau das mein Fehler.
    Fest steht das ich trotzdem irgendeine weiterführende therapeutische Behandlung haben möchte.
    Einzelgespräche gefallen mir zur Zeit auch besser, die habe ich einmal die Woche in der Beratungsstelle.
    Ich finde diese Gespräche sehr anregend und freue mich auch immer auf die Stunde. Nur manchmal merke ich das mein Gegenüber selber keine eigene Suchtgeschichte hat. Die Theorie und Praxis unterscheiden sich in manchen Punkten doch.
    Ich bin deswegen weder böse noch entäuscht, mir ist das einfach nur so aufgefallen.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo Backmaus,
    mit dem sport muss ich wirklich etwas aufpassen. Am liebsten würde ich jeden Tag trainieren gehen aber das wäre dann wohl doch zu viel und würde bestimmt bald zu einem Übertrainingsproblem führen.
    2-3 sportfreie Tage pro Woche, bekomme ich aber hin ;)

    In eine SGH gehe ich noch jede Woche, obwohl das nennt sich dort offiziell Motivationsgruppe. Und da dort oft neue Leute kommen und andere gehen, ist das etwas schwer dort so richtig warm zu werden mit den Menschen. Und ich gehöre in dieser Gruppe mit meinen 10 Wochen ohne sozusagen schon zu den Langzeittrockenen.
    In den nächsten Tagen werde ich mal eine andere Gruppe aufsuchen, die sich hier im Ort trifft und schauen wie mir das dort gefällt.

    Mit der Therapie ist das auch so eine Sache, ich habe mich viel infomiert und auch mit verschiedenen Ärzten und nätürlich auch mit meinem Ansprechpartner in meiner Beratungsstelle gesprochen und auch mit anderen Alkoholikern.
    So richtig etwas, wo ich sagen konnte, jawohl das ist es, war erstmal noch nicht dabei. Mir haben, wie ich auch schonmal schrieb, mehrere zu einer Verhaltenstherapie geraten. Das mir das unabhänig 3 Leute geraten haben, hat natürlich schon Gewicht. Aber das Wort Verhaltenstherapie gefällt mir schon irgendwie überhaupt nicht.
    In 2 wochen habe ich noch einen Termin bei einer neurologischen Praxis, die auf Suchtkranke spezialisiert ist. Mal gucken was die dort meinen.
    Es besteht auch die Möglichkeit eine Therapie in der Beratungsstelle zu machen. Wobei dort auch Leute so eine Maßnahme machen, die diese als Auflage wegen einer MPU oder sowas bekommen haben und dort nur die Zeit absitzen. Das ist irgendwie auch nicht wirklich das gelbe vom Ei.
    An Möglichkeiten mangelt es nicht, ich muss mich nur in den nächsten Wochen entscheiden, was ich denn nun in die Wege leiten möchte.
    Eine schönen abend wünsche ich Dir und allen anderen natürlich auch ;)
    Mario

    Hallo Backmaus und Mieken,
    ich wollte mich nochmal bedanken, das Ihr mir hier immer fleißig schreibt ;)

    Mir gehts ganz gut, ich habe viel Sport gemacht in den letzten Tagen. Nur muss ich etwas acht geben es nicht zu übertreiben.
    Gestern wollte ich auch schon einen Beitrag schreiben aber mir ist nicht viel eingefallen was ich schreiben könnte, denn viel ist in den letzten Tagen nicht passiert bei mir.
    Meinen Freund habe ich gestern Nachmittag besucht und ich habe nicht wie früher ein Bier sondern direkt ein Wasser bekommen. Das fand ich sehr angenehm und ich habe das Gefühl das er das ernst nimmt, das ich nicht mehr trinken will.
    Wie sich das ganze in Zukunft entwickelt wird sich zeigen.
    Wichtig ist mir nicht mehr zu trinken und mir ein zufriedenes Leben ohne Alkohol aufzubauen. Das ist mein Hauptziel und das vergesse ich auch nicht.
    Viele Grüße
    Mario

    Guten morgen alle miteinander,
    gestern Nachmittag habe ich meinen Freund und Saufkumpel besucht gehabt, um einige geborgte Sachen wieder zurückzugeben.
    Im Gespräch kamen wir dann auch auf den Alkohol zu sprechen und auf meine neue Nüchternheit und ich habe auch offen den vollen Umfang meiner Sucht geschildert.
    Ich habe mich sehr gefeut als mein Kumpel meinte, das er es zwar schade findet das wir nicht mehr zusammen was trinken werden aber das er das respektiert und er das gut findet das ich das so durchziehe.
    Das ist auf alle Fälle etwas worüber ich mich sehr freue, weil mir diese Sache auch schon seit Tagen-Wochen immer wieder im Kopf rumgespuckt hat.
    Mir war wichtig das ich darlegen konnte, das ich für mich nüchtern bleiben will und das es nicht unhöflich gemeint ist, das ich mit ihm nix trinke, sondern das ich einfach nicht kontrolliert trinken kann.
    Viele Grüße
    Mario

    Hallo zusammen,


    Über das Thema was Du angesprochen hast, habe ich auch viel nachgedacht.
    Die Vorlesungen fangen erst ende nächsten Monats an, also hab ich noch gute 4 Wochen um mich auf meine trockenheit zu konzentrieren, wie ich das die letzten 9 Wochen auch schon gemacht hab.
    Wenn ich ehrlich bin, so langsam wirds mir doch etwas fad, weil ich die Freizeit-Erholungszeit auch nicht mehr richtig als solche genießen kann.
    Überfordern möchte ich mich jedoch auch nicht, um einem Rückfall vorzubeugen. Es reicht ja schon, wenn ich für dieses Semster 2-3 Kurse besuche. Das ist zeitlich wirklich überschaubar, selbst wenn ich dann noch 10-15 Stunden die Woche arbeite.
    Aber dann geht es wenigstens schonmal wieder vorfährst.
    Zur Zeit sind es auch einfach Gefühle der Unzufriedenheit, unausgefülltheit und fehlende finazielle Unabhänigkeit, die mich am meisten bedrücken. Und dieses Zustand möchte ich nun so langsam beenden und nicht noch weiter verlängern.
    Weist Du ich hab ein gewisses Maß an Angst davor, wieder zur Uni zu gehen und das belastet mich.
    Inzwischen denke ich, das ich das nur überwinden kann, wenn ich wieder hingehe


    Hi Backmaus,
    ich bin mir auch sehr sicher das die Sucht mein Studium verlängert hat. Wenn man sich nach dem lernen, 10 Bier in den Kopf schraubt, muss man sich auch nicht wundern, wenn nix hängenbleibt.
    Ich will das Studium auch für mich beenden. In meinen Leben habe ich schon so viele Dinge angefangen und nicht zu ende gemacht, das ist wenn man dann selber daran zurück denkt, echt nicht schön.

    Viele Grüße
    Mario