Gute Idee, ich seh den Wald vor lauter deutschen Eichen nicht mehr.
Gruß und Gute Nacht, Bruce
Gute Idee, ich seh den Wald vor lauter deutschen Eichen nicht mehr.
Gruß und Gute Nacht, Bruce
Hallo Uwe,
Manchmal mache ich den Fehler(?), und betrachte Teile eines Thread-Verlaufs als eine längere Konversation, die sich in Real-Zeit abspielt, unbeachtet dessen, dass die Emotionen sich im Laufe der Tage ständig wieder ändern können. Auch wenn ich's mir bildlich immer so vorstelle, sitzen wir alle nie so richtig am selben Tisch.
Was nun eine deiner Fragen betrifft: Selbstverständlich hat immer der andere Schuld. Dieses Rad wird wohl so schnell nicht neu erfunden werden, ganz gleich, wie stark die persönlichen Fortschritte in dieser Beziehungen bei dem Einzelnen zu sein scheinen. Das ist ein Ergebnis, auf das ich als Mitstreiter, aber auch als stiller Beobachter immer wieder komme.
Etwas konstruktives zum Schluss... Abstand hilft eigentlich immer.
Gruß, Bruce
BC,
ZitatJetzt muß ich doch noch mal schreiben:
Vielleicht liegt grad ja da der Hund begraben. Musstest Du denn wirklich noch mal schreiben?
Um ein paar Vorwürfe in den Raum zu stellen? Da wird es für den einen oder anderen vielleicht unnötig schwer gemacht sich weiterzuentwickeln, wenn die Sünden von vorgestern ihm heute wieder vorgehalten werden.
Naja, mir ist auch bewusst, das ich mit diesem Beitrag Teil des Problems bin, somit ist es auch schon gleich mein letzter zu diesem Thema.
Sorry, Hans
Gruß, Bruce
Hallo Hans,
Schön, dass es Dir gut geht. Ich weiß bei dir manchmal nicht so recht, ob Du mit humorvollem Augenzwinkern schreibst, oder ob da echter Sarkasmus im Spiel ist.
Die Beobachtung von Sven ist ja nicht gerade unwichtig, in deiner Antwort lese ich aber nur heraus, dass es in letzter Zeit viele Dinge gab, die halt wichtiger waren.
Deine Trockenheitsarbeit machst Du aber ja einzig und allein für dich selbst, und wenn deine SHG und deine ausgefüllten Tage derzeit für dich ausreichen, dann wäre das doch auch mal ein Statement. Ich würde es Dir gönnen. Diese Entscheidung liegt aber bei Dir, und das Gute ist, Du kannst sie jederzeit wieder ändern.
Gruß, Bruce
Hi,
Auch von mir alles Gute zum Geburtstag!
Du bist das genaue Gegenteil von einem Versager, und mit der Zeit wirst Du das auch fühlen. Ich kenne das, man denkt, man hätte jetzt irgendwie seine Leute im Stich gelassen, aber meine Erfahrung zeigte mir immer, dass im Nachhinein niemand einen wirklich vermisst oder gar sauer auf einen ist, wenn man nicht zur Feier aufkreuzt. Und wenn man selbst die Verantwortung für seine eigene Trockenheit übernommen hat, ist man schon einen großen Schritt voraus.
Viel Spaß heute Abend!
Gruß, Bruce
Hallo,
Ich denke, der Skandal hält sich da in Grenzen. Da wurde nur auf dem Computer eines anderen gepostet, mehr nicht.
Viktoria, nach Deiner turbulenten Zeit hören sich 52 Tage doch schon recht vielversprechend an. In diesem Forum wirst Du eine Menge darüber lesen können, wie langjährig Trockene ihr Leben verändert haben, um dauerhaft zufrieden abstinent zu bleiben.
Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute auf deinen Weg.
Gruß, Bruce
Hallo Leopold,
ZitatIch hatte verlernt auf mich zu achten... in mich zu hören... und vor allem...mich mitzuteilen.
Das gefällt mir, und entspricht auch ein wenig dem Punkt, an dem ich mich zur Zeit befinde. Ich bin immer wieder überrascht, wie wichtig diese eigentlich selbstverständliche Handlung ist.
Du hörst dich gut an, ich wünsche Dir weiterhin alles gute und viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse!
Allerdings:
ZitatMacht das Beste draus.. denn diesen Samstag
erlebt man nur einmal!
...aufgrund der Fülle an Arbeit, die mir kurzfristig für heute aufgedrückt wurde, hoffe ich, dass das stimmt! ![]()
Gruß, Bruce
Hallo Jürgen,
Zitatich habe immer wieder das Gefühl, daß über die Begriffe nass / trocken versucht wird in guter Alkoholiker / böser Alkoholiker einzuteilen.
Ein Glück, kann ich da nur sagen. Auch wenn die von Dir gewählten Begriffe "gut" und "böse" etwas unglücklich sind, ist es doch eigentlich immer hilfreich bei sich zu schauen, ob die eigenen Gedanken auch wirklich immer mit der Entscheidung zur lebenslangen Abstinenz konform sind, gerne auch mit Hilfe anderer.
Alles andere ist doch nur verletzte Eitelkeit.
Gruß, Bruce
Hallo beagle,
ZitatWas ich aber nicht mehr tun werde ist mich für meine Entscheidungen zu rechtfertigen und wems nicht passt - nicht mein Problem.
Das ist doch schon mal eine gute Idee, damit fällt es ja auch für dein Gegenüber leichter, Dir ihre/seine Erfahrungen mitzuteilen, was ja der Sinn dieses Austausches sein sollte.
Der Austausch läuft ja nun mal auch zweiseitig, und kann bestenfalls für mehrere von Nutzen sein. Zum Beispiel, wenn ich lese wie Du so etwas sagst wie:
Zitatich lebe in einer Großstadt, in der es nicht möglich Plätzen an denen Alkohol konsumiert wird, aus dem Weg zu gehen.
dann frage ich mich darauf, wieso es mir denn möglich ist, diesen Plätzen aus dem Weg zu gehen? Ein solcher Satz inspiriert mich ja auch, über mich selbst nachzudenken. Mittlerweile brauche ich diesen Orten ja auch nicht mehr aus dem Weg zu gehen, weil ich sie als Option für mich schon gar nicht mehr sehe, aber wie war das am Anfang für mich? Im Sommer nahm ich öfters mal einen Umweg im Kauf, um dem Treiben eines Biergartens nicht beiwohnen zu müssen, Einladungen auf Parties, Kneipentreffen, etc. wurden strikt abgelehnt, und meine näheren Freunde akzeptierten dies schnell und wir fanden andere Dinge, die man machen konnte. Und was noch wichtiger war, ich fand andere Dinge, die ich machen wollte.
ZitatIch stehe erst am Anfang, aber ich möchte trotzdem lernen mit meiner Umgebung klar zu kommen und mich nicht mein Leben lang "verstecken" müssen.
Es gibt tausende und abertausende von Menschen, die es gelernt haben, sich mittels der Risikominimierung ein zufriedenes Leben aufzubauen, und keiner von ihnen muss sich verstecken. Das ist eine völlig unbegründete Angst, aber man muss natürlich auch was für sich tun.
ZitatSolange ich weiß, was meine Motivation ist (abstinent leben) und ICH weiß dass Alkohol mir schadet, kann ich durchaus neue Wege versuchen. Ich für mich bin bereit dazu und kann natürlich auch jederzeit nein sagen, dies und jenes will ich nicht machen.
Wenn Du dich durch die Erfahrungen anderer hier mal eine Weile durchliest, wirst Du feststellen, das Alkoholismus in der Regel so nicht funktioniert. Für mich selbst konnte ich auch letztendlich nur zu dem Schluss kommen, dass meine Motivation sich nicht nur mit meinem Wissen decken musste, sondern vor allem mit meinen Taten.
Einen schönen Tag, es ist herrlich draussen!
Gruß, Bruce
Hallo Beagle,
ZitatDie neuen Therapieansätze gehen davon aus, dass die Vermeidung aller Situationen und Dingen die mit Alkohol in Verbindung stehen, nicht den Effekt erzielen, den man erzielen kann, wenn man sich langsam den Situationen annähert und stellt.
Ich würd's jetzt nicht gleich verteufeln wollen, aber leicht genervt bin ich dennoch immer, wenn ich davon höre, dass man sich etwas "stellen" soll. Dieser Anspruch sollte irgendwann doch wirklich mal vorbei sein, wenn man zufrieden abstinent leben möchte. Und ich bin jetzt noch nicht mal der große Therapiegegner, aber das klingt für mich zu sehr nach der Phase der Experimentierei, die ich zum Glück endlich hinter mir lassen konnte.
Mit der "Vermeidung aller Situationen und Dingen, die mit Alkohol in Verbindung stehen", habe ich für mich bisher einen wesentlich besseren Effekt erzielen können.
Gruß, Bruce
Haha, Ihre eigene Selbstreflektion in aller Ehren, Herr Rothämel, aber erlauben Sie mir doch an dieser Stelle zu sagen, dass Ihre Ausführungen für mich oftmals einleuchtend und erfrischend vernünftig rüber kommen, und meistens auch immer zum passenden Zeitpunkt.
(Das soll jetzt aber nicht heissen, dass ich immer 100 % alles verstehe, was Du so von Dir gibst.) ![]()
Gruß, Bruce
Hallo Kaltblut,
Danke auch für deinen Beitrag.
ZitatIch wundere mich, dass einige der Ansicht sind, dass durch ein Sicherheitsgefühl nichts mehr in sich rein zu kippen scheinbar etwas Neues, Unbekanntes ausgelöst werden soll, dass zurück an die Flasche führt. Es gibt immer zwei Seiten, also kann ich immer rückfällig werden, aber hier und jetzt nicht, da bin ich mir ganz sicher und das gibt mir Power.
Gut, dass Du dies ansprichst. Ich will Dir nichts unterjubeln, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Verwunderung, die Du hier beschreibst, auch erst mit den Jahren entstanden ist.
Von etwas Neuen, Unbekannten, ist bei mir persönlich jedenfalls nicht die Rede, denn wenn ich das gelegentlich eintretende Gefühl der Sicherheit für bedenklich halte, berufe ich mich dabei auf die eigenen Erfahrungen aus den Zeiten meiner Trinkpausen, die immer damit endeten, dass ich mich sicher fühlte, und die alkoholfreie Zeit als Beweis dafür sah, mit Alkohol fortan besser umgehen zu können. Ich vergesse das manchmal, aber dann kann ich mich doch wieder ganz gut an die Momente erinnern, an denen ich mir das Trinken wieder erlaubte.
Vielleicht kann ich mich in Zukunft ein wenig mehr damit beruhigen, dass die Zeit mir helfen wird, irgendwann auch mit diesem Gefühl besser umgehen zu können.
Gruß, Bruce
Hallo Jasmin,
Ich würde mich für dich freuen, wenn das für dich klappt. Allein die Arbeitszeiten hören sich ja schon traumhaft an, da könnte man ja direkt neidisch werden!
Gruß, Bruce
Hallo,
Das ist natürlich alles vollkommen richtig, was ihr da sagt. Ich hatte allerdings absichtlich schon das Wort "wissen" in Anführungszeichen gesetzt, um hervorzuheben, dass es kein 100 %iges Wissen über die Zukunft im Bezug auf das eigene Suchtverhalten gibt.
Ich glaube momentan bin ich so gestrickt, dass das Potential zwar durchaus vorhanden ist, mich dem trügerischen Gefühl der Sicherheit hinzugeben, aber der sofortige Abwehrmechanismus, z. B. eben die Distanz zu dem Wort "wissen" zu schaffen, es nicht zulässt.
Was wohl das Ziel und Resultat der regelmäßigen Auseinandersetzung mit der Krankheit ist, wie s.z. schon andeutete.
Danke für die Anregungen, und viel Spaß beim Eis, das Wetter wird es wohl weiterhin zulassen ![]()
Gruß, Bruce
Hallo Zusammen,
Vielen Dank an allen, die hier geantwortet haben.
Ich halte diese Zeit momentan für mich persönlich für sehr wichtig, denn es läuft fast schon "zu gut". Das Glück findet sich an wiederentdeckten Orten in einem Selbst wieder, private Krisen werden ausgestanden, analysiert, oder gar gelöst, und der Tag an sich hat eine neue Bedeutung gefunden, und bietet wieder jede Menge Potential. Dann blicke ich zurück, und stelle auch noch zufrieden fest, dass überhaupt kein "Kampf" stattgefunden hat.
Wenn ich jetzt total bescheuert wäre, wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt, mir einzureden, dass mein Problem nicht so groß ist, wie ich anfangs dachte, und dass ich zum Trocken Bleiben nicht sonderlich viel mehr tun muss. Einfach abschalten, und Happy End geniessen.
Zum Glück gehen meine Gedanken nicht wirklich in diese Richtung, und ich könnte das auch gar nicht, aber ich ertappe mich halt hin und wieder dabei, von der Selbsthilfe etwas mehr Abstand nehmen zu wollen. Aber ich denke, daraus wird nichts.
Gruß, Bruce
Hallo Zusammen,
Ich wollte hier mal ausserhalb der Reihe ein Thema anschneiden, über das ich in letzter Zeit öfters nachdenke.
Nun sehe ich mich mit meinen fast 9 Monaten zwar immer noch in der frühen Phase des Trocken Bleibens, fühle mich aber dennoch schon seit den ersten Monaten ziemlich gefestigt und zufrieden mit meinem trockenen Leben, so das ich mich gerade in den letzten Wochen ein paar mal leichtsinnigerweise gefragt habe: "War's das schon?"
Für mich persönlich ist dieses Gefühl der Sicherheit selbstredend immer noch ein ziemlich doppelschneidiges Schwert. Zum einen natürlich toll, zu "wissen", dass man nie wieder in seinem Leben den Griff zur Flasche tätigen wird, zum anderen löst gerade dieses Gefühl eine leichte Beunruhigung aus, weil diese Art der törichten Selbsteinschätzung der erste Schritt nach hinten bedeuten könnte.
Lässt ihr es auch hin und wieder bei euch zu, dieses Gefühl der Sicherheit? Wenn ja, wie geht ihr damit um? Oder ist dieses Gefühl eher tabu?
Mich würde auch interessieren, wie langjährig Trockene mit ihrem Wissen von heute ihre Gefühle ihres ersten Jahres rückwirkend betrachten.
Gruß, Bruce
Yo,
So wie ich das verstanden habe, wird Slam-Poetry zwar vorher vorbereitet, aber an den Texten wird nicht Tage lang herumgefeilt, und können oftmals kurz vorher entstehen, das stimmt wohl.
Gruß, Bruce
Hey Erik,
Mal völlig unabhängig von der momentan laufenden Diskussion... dein Gedicht gestern war ja gar nicht mal übel! Was war das, Slam-Poetry, Songtext, oder doch Gedicht? Mir gefiel's.
Gruß, Bruce
Hallo BlueCloud,
Wie man mit so etwas umgeht, da bin ich zur Zeit auch gerade dabei, für mich Lösungen zu finden.
Momentan gibt es jemanden in meiner näheren Umgebung, der mich jetzt für weniger wertvoll hält, obwohl ich mich für wertvoller halte als zuvor.
Ich habe immer noch keine richtige Ahnung, wie ich darauf reagieren soll, so bleibt mir auch nicht viel andres übrig, als "links liegen lassen".
Und weiterhin auf das eigene Selbstwertgefühl vertrauen.
Gruß, Bruce
Hi AW,
Ich komme mit Lärmbelästigungen jeglicher Art einfach nicht klar. Konstante Musik, so wie Du sie beschreibst, lassen mich an die Decke gehen, aber selbst der Wohnlärm, der durch die dünnen Wände von Nebenan dringt, lässt mich innerlich jedes Mal aufzucken. Momentan habe ich es mit einer fremden Küche neben meinem Schlafraum zu tun, die Wände sind leider so durchlässig, dass es vom Sound her manchmal so klingt, als würde die nebenan ihr ganzes Besteck einfach so gegen die Wand klatschen.
Ich halte mich mit Beifallsbekundungen ja meistens zurück, aber in diesem Fall: Alle Achtung. Durch die Beschreibung deiner Situation wurde ich auch daran erinnert, wie ich in nassen Zeiten, wenn unter mir mal eine Party angekündigt war, ich im Vorfeld schon dafür sorgte, dass ich die ganze Nacht Bier im Haus hatte, denn an Schlaf war dann nicht mehr zu denken. Du hast allen Grund, auf dich stolz zu sein.
Gruß, Bruce