Beiträge von Bruce

    Hi Jamor,

    Zitat

    ..junge du siehst heute verdammt gut aus
    ..die welt gehört dir...

    Interessant, solche Dinge habe ich mir manchmal gesagt, als ich noch angeduselt war.

    Heute sehe ich mich selbst halt... nüchterner.

    Aber die gute Laune sei Dir natürlich gestattet :)

    Gruß, Bruce

    Hi Hans,

    Dein letztes Posting liest sich ja nicht unbedingt so, als hättest Du schon alles gut verarbeitet. Kerstin's Vorschlag war eigentlich recht harmlos und gut gemeint, aber Du gehst regelrecht in die Luft.

    Du beschäftigst dich immer noch vordergründig mit den Taten anderer, und die, die diese Taten zugelassen haben. Und Du reagierst sauer auf Dinge, die nicht einmal ansatzweise so gesagt wurden (Bundesverdienstkreuz).

    Hier geht es nicht um Schuld oder Unschuld, Verursacher oder Geschädigter, und auch nicht darum, was für ein schlechtes Land Deutschland doch ist, hier geht es hauptsächlich darum, wie Du mit der Situation umgegangen bist, und wie Du in Zukunft mit Krisensituationen umgehen solltest.

    Das sind meine Gedanken dazu, natürlich freut mich das auch, wenn im Prinzip alles Paletti sein sollte.

    Einen schönen Sonntag,

    Gruß, Bruce

    Kleiner Nachtrag:

    Die Wut, die Du damals hattest, ist sicherlich relevant.

    Ich meinte damit aber die Wut, die Du beim Niederschreiben deiner Geschichte immer noch zu hegen pflegst.

    Gruß, Bruce

    Hi Hans,

    Ich nehme mal an, Du antwortest hier auf etwas aus einem anderen thread, aber egal, ich möchte ganz gerne etwas dazu anmerken.

    Für mich ist es jetzt das dritte mal, dass ich die Geschichte deines 2. Rückfalls lese, und mir fällt wiederholt auf, dass da immer noch soviel Wut gegenüber anderen Personen rauszuhören ist.

    Du erwähnst zwar dann doch, dass Du niemandem die Schuld für dein Trinken zuweist, aber es kriegen ja dann doch so einige ihr Pfeffer weg, wenn Du die Gründe deines Rückfalls beschreibst.

    Ich glaube, so etwas ähnliches wurde in diesem thread schon einmal erwähnt. Wäre es denn nicht sinnvoller, die Gründe deines Rückfalls vollständig aus der Sicht deiner Sucht zu beleuchten? Mal ganz ohne die ganzen Nebenschauplätze? Ich wüsste zum Beispiel nicht, wie diese Wut auf die tatenlose Polizei letztlich relevant sein soll.

    Ich verstehe, dass diese Erlebnisse schrecklich für dich waren, und ich hätte auch ganz sicher nicht in deiner Haut stecken wollen. Aber am Ende ist es doch nur wichtig, was man aus diesen furchtbaren Situationen macht, und worauf man in Zukunft besser achten sollte.

    Naja. Mein Wort zum Sonntag.

    Gruß, Bruce

    Hallo Schnuffig,

    Zitat

    Ich glaube, außer vielleicht für Spiegeltrinker und Leute, die eben keine AlkoholikerInnen sind, gibt es keine feinen kleinen Unterschiede beim Saufen. Rausch = Vollrausch.

    Sorry, aber das kann ich so auch nicht unterschreiben. Mein abendlicher Rausch diente eigentlich immer dazu, mich ruhig zu stellen. Ich empfand es eher wie eine angenehme Betäubung, und führte meist dazu, dass ich mich für ein paar Stunden wohler fühlen konnte als sonst.

    Und das ist für mich Alkoholismus pur, auch wenn ich die meisten Beschreibungen aus deinem Eingangspost so nicht erlebt habe.

    Gruß, Bruce

    Guten Morgen, Kerstin.

    Zitat

    Was hilft Euch denn so trocken zu bleiben, was motiviert Euch?

    Mir hat es gerade in der Anfangszeit, und auch jetzt immer noch, sehr geholfen und motiviert, viel in diesem Forum zu lesen. Lies einfach alles, wenn's geht.

    Dann war es für mich sehr wichtig, dem Tag eine Qualität zu geben, den es vorher noch nicht hatte. Das ging für mich nur, in dem ich mich in den freien Stunden meiner Zeit intensiver als sonst mit meinen Interessen beschäftigte, so dass der Tag von vornherein keinen Grund mehr lieferte, sich betäuben zu müssen.

    LG Bruce

    Hi Hans,

    Sollte eigentlich nichts weiter sein als eine augenzwinkernde Ermunterung zu etwas mehr Gelassenheit, und die Tage zu geniessen, und wert zu schätzen, anstatt den Monat schon jetzt als abgeschlossen zu sehen.

    Gruß, Bruce

    Hi Jasmin,

    Zitat

    Das zweite Date habe ich abgesagt, der Treffpunkt hat mir ein bisschen Angst eingejagt. Eine Bar, wo ich früher schon öfter war, wo mich die Leute kennen und auch immer mit mir getrunken haben. Das war mich dann doch zu heikel. Und wer nicht bereit ist den Treffpunkt zu wechseln, muss eben auf mich verzichten.

    Sehr gut. Dasselbe ist mir im ersten Monat auch passiert, unbedingt beibehalten!

    Gruß, Bruce

    Guten Morgen Martin,

    Ich hoffe, Du hast dich inzwischen schon wieder etwas beruhigt, die angespannte Stimmung gestern war ja bestimmt nicht gerade förderlich.

    Weil ich nicht ganz verstehen konnte, wie jemand so mit Trotz reagieren kann, wenn er hört, wie andere von ihrer gelebten zufriedenen Abstinenz reden, die Veränderungen von ihrem Umfeld und ihrem Umgang mit Menschen voraussetzte, habe ich mir noch mal die Anfänge deines Threads von vor gerade mal 27 Tagen durchgelesen, und bin dabei auf das hier gestossen:

    Zitat

    ja ich kenne die Grundbausteine, da ich die Seite von Karsten schon länger besuche.

    Meine Bude ist Alkfrei und da ich mich die letzten Jahre nur noch eingeigelt habe komme ich auch nicht in Versuchung Orte aufzusuchen, bei denen Alk getrunken wird.

    Ausserdem weiss mein ganzes Umfeld über mein Alk-Problem bescheid, weil ich offen damit umgegangen bin.

    Ich muss mich jetzt in erster Linie um mich kümmern, trocken bleiben und an mir arbeiten. Vor allem altes Verhalten ablegen und körperlich, psychisch, beruflich und privat wieder auf die Beine kommen.

    Ich bin grad relativ euphorisch, aber ich weiss auch, daß auch wieder schlechte Zeiten kommen und die muss ich bewältigen.

    Wo ist dieser Mensch auf einmal hin? Ich frage das, weil ich selbst es immer noch als eine große Gefahr sehe, an einem Tag den großen Durchblick zu haben, und Wochen später diese Dinge auf einmal als nicht mehr so wichtig zu empfinden. Deswegen beschäftige ich mich jeden Tag mit meiner Sucht, und deswegen machten mir diese Veränderungen auch recht schnell keine Angst mehr. Ganz im Gegenteil, denn Veränderungen sind nun mal wichtig. Sehr wichtig.

    Du hast angefangen, die Dinge zu hinterfragen, und das ist ja auch gut so. Auf diese Weise hast Du dir noch mal die Möglichkeit gegeben, die Erfahrungen anderer Dir anzuhören, und von ihnen zu profitieren. Diese Möglichkeit würde ich mir an deiner Stelle nicht nehmen.

    Auch zum Thema "für immer einigeln" solltest Du noch einmal umdenken. Das Leben hat so vieles mehr zu bieten, als Du es zuzutrauen scheinst.

    Alles Gute erstmal.

    Gruß, Bruce

    Hallo Martin,

    Das ist doch eine gute Frage, die hier auch oft und gerne gestellt wird.

    Allerdings ist dieser Thread wie Du siehst momentan etwas hitzig geworden, so das die Antworten darauf vielleicht etwas hitzig ausfallen können. Aber ich versuch's.

    Zitat

    Muss/Sollte ein trockener Alkoholiker jegliche Situationen meiden, in denen es Alkohol zu trinken gibt?
    Sol man sich dann in die eigenen 4 Wände einschließen und nie mehr die Öffentlichkeit aufsuchen? Denn es gibt überall Alkohol, aus 2ter oder 3ter Hand.

    Muss/sollte gibt es für mich eigentlich nicht, ich mach's einfach nicht, schluss. Und ja, erst weil ich es als Erfahrung von anderen angenommen habe, und dann weil ich es bewussst und zufrieden lebe. Ich würde mich aber an deiner Stelle von dem Denken lösen, dass Du dich fortan zu Hause einigeln musst, für mich persönlich war nämlich eher das Gegenteil der Fall. Die Aktivitäten, die Du völlig ohne alkoholisches Umfeld tätigen kannst, darfst Du Dir allerdings selber aussuchen, es gibt reichlich.

    Gruß, Bruce

    Hallo Martin,

    Ich werde jetzt nicht auf deine rhetorische Frage antworten, sondern Dir stattdessen eine andere stellen.

    Findest Du, dass die beiden von Dir aufgeführten Beispiele respräsentativ für die jeweiligen Situationen sind? Und sind sie gut genug, um für das eigene Leben irgendeine Bewandnis darzustellen?

    Gruß, Bruce

    Hi Jasmin,

    Zitat

    Aber mehr noch, sie werden neugierig und selbstkritisch. Sie fangen an über ihren eigenen Konsum nachzudenken.
    Ich finds gut..

    Und wieder mal sehe ich eine rote Flagge, auch wenn Du's wahrscheinlich nicht mehr hören willst. Aber gerade jetzt ist glaube ich nicht gerade ein guter Zeitpunkt, um auf die Kollegen und Freunde zu schauen, die momentan überraschend damit konfrontiert werden, dass ihre all-abendliche Weinrunde eventuell einen negativen Beigeschmack kriegen könnte.

    Aber was machst Du, wenn die Kollegen nach einiger Zeit nicht mehr daran interessiert sind, ihren eigenen Konsum zu thematisieren? Ich hoffe, Du bist dann nicht enttäuscht.

    Und ich hoffe sehr für dich, dass niemand von denen auf die Idee kommen wird, für ein paar Wochen mitziehen zu wollen. Klingt zwar hart, aber:

    Wichtig bist jetzt erst mal nur Du selbst.

    LG Bruce

    Hallo Dorid,

    Ich hoffe, es geht Dir inzwischen wieder besser. Ein bisschen kann ich diese Auf und Abs der Stimmungen gut nachvollziehen, ich habe mich auch schon des öfteren in einem tiefen Loch wieder gefunden, aus dem ich erst nur schwer wieder raus kam. Mittlerweile bin ich aber ganz gut darin geworden, mich in solchen Situationen davon zu überzeugen, dass es bald wieder besser wird. Denn es geht vorbei, jedes Mal.

    Für die Zukunft wäre es auch vielleicht nicht verkehrt, noch einmal genauer auf den Titel deines Threads "Selbstmotivation???" (gleich 3 Fragezeichen) zu schauen, und sich ein wenig mehr mit diesem Problem zu beschäftigen, und zu sehen, wie dies beim nächsten Mal besser gehandhabt werden kann.

    Und wenn Du dafür Hilfe brauchst, dann hol sie Dir.

    Nur solche Optionen wie "abschiessen" und dergleichen sollten für dich nicht mehr in Frage kommen, erinnere dich immer an die Gründe, weswegen Du überhaupt ursprünglich damit aufgehört hast.

    Ich wünsche dir alles Gute, und nochmals: Es geht vorbei.

    LG Bruce

    Hallo Dennis,

    Ich finde die Frage interessant, weil ich da so noch gar nicht drüber nachgedacht hatte.

    Daraufhin sah ich mir einige alte Fotos an, insbesondere ein Album, in dem ich für jedes Jahr meines Lebens ein Bild ausgesucht hatte, das bezeichnend für dieses jeweilige Jahr war. Und die letzten Jahre der Schulzeit, und die Jahre danach, waren zwar geprägt durch sehr viel Unternehmungslust und Freundschaft, aber waren durchweg doch sehr durchtränkt.

    Ich habe aber keine Probleme damit, mir diese Zeiten noch einmal in Erinnerung zu rufen. So oder so sind sie schon lange vorbei. Und gerade jetzt bin ich wieder verstärkt dabei, mir neue Erlebnisse zu schaffen, und einfach weiter nach vorne zu schauen.

    Gruß, Bruce

    Hi Jasmin,

    Zitat

    Momentan geht es hier aber lediglich um meinen Job und nicht mehr um mich persönlich.

    Das ist ja so nicht richtig. Wenn ich deine Beitrage lese, sehe ich eine reale Person, die den vernünftigen Entschluss gefasst hat, dem Alkohol auf Ewig zu entsagen, aber wie so viele zu Anfang ist sie der Gefahr ausgesetzt, sich durch die ersten "Erfolge" in eine Art Gefühl der Selbstsicherheit wiegen zu lassen, die in keiner Relation zur eigenen Suchterkrankung stehen.

    Deswegen meine beiden "Korrekturen", die lediglich zeigen sollten, wie man nach kurzer Zeit schon anfangen kann, die Situation zu relativieren.

    Für mich selbst sehe ich auch immer wieder eine der größten Gefahren darin, leise und schleichend wieder in eine Art "Bei mir ist das nicht so schlimm" Feeling reinzurutschen. Wann immer auch nur das kleinste Anzeichen in diese Richtung in meinem Kopf auftaucht, schiesse ich ihn sofort nieder mit dem Satz: "Ich war jeden Tag betrunken".

    Diese Momente passieren zum Glück jetzt nicht mehr so oft. Als ich anfing, endlich trocken zu werden, ging das nur, in dem ich meine Denke auch endlich trocken legte, und das ging bei mir nun mal nur, in dem ich den Alkohol völlig aus meinem Umfeld (Freunde, Freizeit, Familie, Arbeit) verbannte, und ich das Leben ohne so lebenswert wie möglich für mich gestaltete, um so einen Zustand der "zufriedenen Trockenheit" zu erreichen.

    Aber: Auch wenn es nicht so rüber kommt, ich würde Dir nie raten, Deinen Job aufzugeben. Das steht mir nicht zu. Aber solange Du dich freiwillig einer Gefahr aussetzt, die Du jetzt eventuell noch nicht siehst, wirst Du damit leben müssen, dass dies auch kommentiert wird, denn Du solltest alle Informationen, und alle Erfahrungen anderer erhalten, die Dir erleichtern, die Entscheidung zu treffen, die für deine Trockenheit am besten ist. Vorausgesetzt, sie steht für dich auch wirklich an erster Stelle. Über die Frage lohnt es sich auch manchmal nachzudenken.

    Dies ist der Rückhalt, den ich Dir momentan anzubieten habe. Ich wünsche Dir einen schönen Tag.

    Gruß, Bruce

    Hi Jasmin,

    Auch Dir einen schönen, sonnigen Sonntagmorgen.

    Zitat

    Ich hab festgestellt, dass der Alkohol bei der Arbeit mich nicht stört. Ich habe ja auch vorher nicht während dem Dienst getrunken.

    Dann verstehe ich allerdings deinen Eintrag von vor 5 Tagen nicht so richtig:

    Zitat

    Wir trinken (NEIN tranken) jeden Abend zusammen 1 bis 2 Gläser Wein und der Großteil trinkt zu Hause nochmals ein Glas, weil man ja (vonwegen) nach der Heimfahrt wieder hellwach ist. Allein die Tatsache, mit 2 Gläsern Wein im Kopf hinterm Steuer zu sitzen kommt mir gerade völlig absurd vor. Meine Gedanken rasen..

    Wie gesagt, vielleicht habe ich da was missverstanden, aber im Großen und Ganzen liest man natürlich schon immer mehr heraus, das eine Veränderung im Sinne von alkoholfreiem Umfeld für dich immer weniger in Frage zu kommen scheint.

    LG, Bruce